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Beate Uhse AG

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Moderator GM&P
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 5905

BeitragVerfasst am: 16.Aug 2007 6:21    Titel: Beate Uhse AG Antworten mit Zitat

Die Gewinne des Erotikkonzern Beate Uhse sind in den ersten sechs Monaten 2007 eingebrochen. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) reduzierte sich gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres um mehr als 80 Prozent auf 1,2 Millionen Euro. Dies teilte das Unternehmen in Flensburg mit.

Die beiden größten Konzernsparten, der Einzel- und der Versandhandel, schlossen mit Verlusten ab. Der Konzernumsatz ging um 5,2 Prozent auf 128,6 Millionen Euro zurück. Das Unternehmen führte die schlechte Umsatz- und Ertragsentwicklung vor allem auf den Versandhandel zurück. Dieser leide noch unter einem Wasserschaden im Weihnachtsgeschäft 2006.
Von Januar bis Juni verbuchte Beate Uhse im Versandhandel einen Umsatzrückgang um 14 Prozent auf 52 Millionen Euro. Die Sparte wies deshalb einen Verlust vor Steuern und Zinsen von 1,3 Millionen Euro aus. Vor Jahresfrist hatte noch ein Gewinn von 3,6 Millionen zu Buche gestanden.

Name: Beate Uhse AG
WKN / ISIN: 755140 / DE0007551400
Börsenplatz: XETRA
Aktueller Kurs: 3,12 EUR (16.08.07)


"Das ist selbstverständlich bei weitem nicht zufrieden stellend", wurde Otto Christian Lindemann, Vorstandssprecher und CFO, zur Situation zitiert. Man sei mehr als zuversichtlich, "das Unternehmen schnell wieder auf Kurs bringen."

In einem Change-Prozess sollen die Strukturen und Funktionen des Unternehmens analysiert und reorganisiert werden, um neue Märkte und Zielgruppen zu erschließen. So will Beate Uhse beispielsweise im Bereich der neuen Medien mit der Produktion von erotischen Filmen im Hochglanzformat und ihrer Distribution über alle Plattformen - von IP-TV, Video-on-Demand, Handy und alle anderen Kanäle - die Konkurrenzfähigkeit stärken.

Gedämpften Optimismus zeigt Lindemann für das zweite Halbjahr: "Ob die Umsatz- und Ertragsdelle, verursacht durch die Schwierigkeiten im Versand, noch in diesem Jahr ausgeglichen werden kann, muss sich zeigen. Während 2007 die Vorarbeiten geleistet werden, um die Wende einzuleiten, sollen im Jahr 2008 die Erfolge geerntet werden."

Mit 52 Mio. Euro ist der Versand in der Beate Uhse-Gruppe nach wie vor der umsatzstärkste Geschäftsbereich. Die Erträge verringerten sich gegenüber dem ersten Halbjahr 2006 auf -1,6 Mio. Euro. Hauptursache sind höhere Kosten zur Optimierung der Service-Leistungen und der Lieferfähigkeit. Insgesamt wurden 12 Millionen Kataloge in neun Länder verschickt. Besonders gute Rücklaufwerte registrierte der deutsche Hauptkatalog, der die Kunden zum 60. Firmengeburtstag mit verlockenden Angeboten reizte. Im E-Commerce, der mittlerweile 30 Prozent der Bestellungen ausmacht, behauptet sich Beate Uhse trotz verschärfter Konkurrenz sowohl aus den klassischen Warenhäusern, aber auch von Newcomern, die im Internet spezielle Erotik-Rubriken präsentieren.

Der Abverkauf von Sexspielzeugen und Dessous entwickelt sich weiter erfreulich nach oben. Dennoch konnten diese Warengruppen den Preisfall der DVDs noch nicht ausgleichen. Darunter litten sowohl Umsätze und Erträge der rund 300 Shops. Mit 39,3 Mio. Euro wurde das Umsatzniveau des Vorjahres nicht voll erreicht; das Vorsteuerergebnis verringerte sich auf -0,5 Mio. Euro. Mit der Ausrichtung der Shops auf Lifestyle und einem verstärkten Produkt-Angebot unter der eigenen Marke Beate Uhse soll der Abwärtstrend gestoppt werden.
Der Dortmunder Shop wurde nach dem Münchner Vorbild umgebaut. Beide Läden laufen vom Fleck weg erfolgreich. Innovative Produkt-Ideen, zugeschnitten auf den 'Sexstyle' einer jungen Generation, sind in der Erprobungsphase. Auch die Multi-Channel-Strategie zahlt sich aus. Nach der Umfirmierung der ersten Shops auf die in Frankreich sehr gut etablierte Versandhandelsmarke Adam & Eve stiegen die Umsätze in diesen Testläden um 25 Prozent. Über alle Länder hinweg zeichnet sich nach einem schlechteren Geschäftsverlauf im April und Mai mit dem Juni eine Verbesserung der Entwicklung ab.

Klar nach oben gerichtet ist die Entwicklung im Großhandel, der seine Umsätze auf 17,3 Mio. Euro und die Erträge auf 1,5 Mio. Euro steigern konnte, obwohl auch dieser Geschäftsbereich vom branchenweiten Preisverfall bei den DVDs tangiert ist. Mit der Positionierung der Eigenmarke 'Daring!' wird Beate Uhse in diesem Markt in Kürze für wirkungsvolle Kontrapunkte sorgen. Unter diesem Label werden Filme im Hochglanzformat produziert, die in der Branche neue Qualitätsstandards setzen. Sie werden über alle Plattformen der neuen Medien, die heute existieren und die sich morgen eröffnen, vertrieben: von IP-TV, Video-on-Demand, Handy bis zur klassischen DVD. Der erste Film wird im Oktober zur Venus, der weltgrößten Erotikmesse in Berlin, präsentiert.

Dass der Markt der neuen Medien – speziell das Internet – gute Wachstumsperspektiven hat, zeigt die positive Entwicklung der New Media Sparte. Die Umsätze konnten mit 8,2 Mio. Euro erfreulich gesteigert werden; die Ertragslage zeigt mit 1,8 Mio ebenfalls nach oben. Mit der Marke Beate Uhse ist es gelungen, Angebote zu etablieren, die von den Kunden mit Treue honoriert werden. Auf der Streaming-Plattform Movie On, dem Flagship unter den Filmotheken, kann sich der User erstmals Filme in HD-Qualität anschauen oder herunterladen. In dem stark umkämpften Geschäftsbereich Telefonie konnte die eigene Position - vor allem mit eigenen Aktivitäten - weiter ausgebaut werden. Mit der Astro-Line 'Mea Fortuna' wurden neue Wege ausgelotet. Die erst im Dezember 2006 gestarteten esoterischen Angebote schreiben schon heute schwarze Zahlen.
Ohne Gewähr! Quelle: HB/ariva/Börsego

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Moderator GM&P
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 5905

BeitragVerfasst am: 31.März 2008 12:22    Titel: Antworten mit Zitat

Der Erotikkonzern Beate Uhse hat im vergangenen Jahr rote Zahlen geschrieben. Für 2008 ist das Unternehmen optimistischer gestimmt - dann soll das Restrukturierungsprogramm Früchte tragen.

Das Konzernergebnis nach Steuern lag bei minus 13,2 Mio. Euro, sagte Vorstandssprecher Otto Christian Lindemann am Montag in Hamburg. Beim Ergebnis vor Steuern sei ein Minus von 7,9 Mio. Euro verbucht worden. Als Grund nannte Lindemann Investitionen in ein umfangreiches Restrukturierungsprogramm des Unternehmens. Die Umsätze fielen leicht von 271 Mio. Euro im Vorjahr auf rund 268 Mio. Euro.

Name: Beate Uhse AG
WKN / ISIN: 755140 / DE0007551400
Börsenplatz: XETRA
Aktueller Kurs: 1,310 EUR (31.03.08 )
www.beate-uhse.de


Für das Geschäftsjahr 2008 geht der Konzern von einem leichten Umsatzplus aus. Dann würden die Restrukturierungsmaßnahmen zu greifen beginnen, sagte Lindemann. Eine Kapitalerhöhung soll dem Unternehmen zusätzliche 25 Mio. Euro einbringen, die für "strategische Maßnahmen" eingesetzt werden sollen.

Beate Uhse will künftig stärker auf edlere Läden und den Internetverkauf setzen. So sollen der Ausbau des Internetgeschäfts sowie verstärkte Werbung den Anteil am Versandhandel steigern. Außerdem sollen die knapp 300 Shops, die unter Eigenregie oder Lizenz in elf Ländern Europas geführt werden, umgestaltet werden. Künftig soll es nur noch zwei Shop-Typen geben: Premium-Erotikläden, die verstärkt Frauen ansprechen, und sogenannte Fun Center, die in Gewerbegebieten und an Autobahnausfahrten angesiedelt sind.

Beate Uhse ist nach eigenen Angaben das weltweit größte Unternehmen im Erotik-Geschäft. Die Produkte werden über den Großhandel, im Versand und Einzelhandel sowie über das Internet vertrieben. Das Unternehmen mit Sitz in Flensburg beschäftigt rund 1450 Mitarbeiter und ist seit 1999 an der deutschen Börse notiert.
Ohne Gewähr! Quelle: ftd
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Moderator GM&P
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 5905

BeitragVerfasst am: 14.Mai 2008 8:25    Titel: Antworten mit Zitat

Beate Uhse treibt den Strategiewandel im Konzern konsequent voran und rüstet sich mit einer schlanken und kundenorientierten Struktur für die Zukunft. Damit stellt sich das Unternehmen auf den Wandel in der Erotikbranche ein und macht einen wichtigen Schritt zur Sicherung seiner Marktführerschaft.

'Der Markt verändert sich, bietet aber auch interessante Perspektiven und Wachstumschancen', kommentiert Vorstandssprecher Otto Christian Lindemann die Reorganisationspläne, die zügig umgesetzt werden, 'während wir in diesem Jahr mit einem moderaten Wachstum rechnen, werden sich unsere Maßnahmen langfristig auszahlen.'

Im ersten Quartal realisierte der Konzern Umsätze von 68,3 Mio. Euro, die wie geplant unter dem Vorjahreszeitraum (72,8 Mio. Euro) liegen. Der Rückgang resultiert in erster Linie aus dem stark bereinigten Filialnetz.

Allein im holländischen Einzelhandel sind es acht Shops weniger als im Vorjahreszeitraum. Positiv schloss das Erotikunternehmen das erste Quartal dieses Jahres auf der Ertragsseite ab. Mit 6,4 Mio. Euro lag das Vorsteuer-Ergebnis um 16,4 Prozent über dem Vorjahresniveau aufgrund von niedrigeren Katalogkosten.

Im zweiten Quartal werden wesentlich höhere Kosten erwartet, was sich selbstverständlich beim Halbjahresergebnis niederschlagen wird.

Name: Beate Uhse AG
WKN / ISIN: 755140 / DE0007551400
Börsenplatz: XETRA
Aktueller Kurs: 1,190 EUR (14.05.08 )
www.beate-uhse.de


Die Neu-Ausrichtung des Filialnetzes wurde weiter vorangetrieben. Um die Verbraucher ganz spezifisch nach ihren Wünschen anzusprechen und neue Kundengruppen zu gewinnen, werden die Shops strikt in zwei Konzepte gegliedert: Die FunCenter an hoch frequentierten Autobahnen und Gewerbegebieten adressieren sich mit ihrem Entertainment-Angebot an eine überwiegend männliche Kundschaft; die Premium-Erotikshops in guten Innenstadtlagen hingegen sind auf aufgeschlossene Frauen und experimentierfreudige Pärchen ausgerichtet. Shops alten Stils werden als No Names weitergeführt, unrentable Objekte werden geschlossen. So wurden im ersten Quartal insgesamt sieben weitere Läden aufgegeben.

Die geringere Shopanzahl wirkte sich auf die Umsätze aus, die mit 18,7 Mio. Euro um 1,8 Mio. Euro niedriger ausfielen. Aufgrund der Shopumbauten verringerte sich ebenfalls das Ergebnis auf 0,1 Mio. Euro. Langfristig verspricht sich der Einzelhandel mit dem Up Grade seiner Filialen neue Impulse, indem Zielgruppen angesprochen werden, die sich bislang noch nicht zu Beate Uhse trauten.

Die Kataloge werden umfangreicher und kommen anstatt bisher zweimal jetzt dreimal im Jahr heraus, jeder mit einem aktuellen Programm: modische Dessous und die ganze Palette der Sexspielzeuge und Wellness-Produkte, die auch online zu bestellen sind. Damit sollen die Umsätze, die im ersten Quartal mit 30 Mio. Euro die Werte des Vorjahres erreichten, weiter angekurbelt werden. Hauptsächlich aufgrund der geringeren Katalogkosten im ersten Quartal fiel das Ergebnis mit 6,6 Mio. Euro im Vorjahresvergleich höher aus.

Dem Preisverfall bei den DVDs wirkt der Großhandel mit hochwertigen Eigenproduktionen und dem Aufbau einer eigenen Vermarktung der Lizenzrechte entgegen. Darüber hinaus wurde der Exklusiv-Vertrieb für die Filme von Cinema-Play - dem Playboy-Studio - übernommen. Sehr erfreulich ist ebenfalls der Vertrieb der Mae B. Kollektion angelaufen, unter der hochwertige Sexspielzeuge und Wellness-Produkte exklusiv über die eigenen Kanäle verkauft werden. So konnten die Umsätze mit 16,0 Mio. Euro stabil gehalten werden. Beim Ergebnis, das mit 0,7 Mio. Euro unter den Vorjahreswerten lag, konnten allerdings die Margenverluste des DVD-Geschäfts noch nicht aufgefangen werden.

Die eigenen Online-Produkte kommen trotz einer verstärkten Konkurrenz durch kostenlose Angebote im Internet gut an. Auf der Amateur-Website 'Privatporno' werden täglich neue Filme veröffentlicht und die Internationalisierung der Streaming Plattform MovieOn hat ebenfalls zu einem Umsatz- und Ergebnisschub beigetragen. Somit konnte der online-Bereich ein erfreuliches Umsatzplus von fünf Prozent verzeichnen; der Telefonie-Bereich wurde hingegen weniger genutzt. Dennoch konnte sowohl der Gesamt-Umsatz mit 3,6 Mio. Euro als auch das Ergebnis mit 0,8 Mio. Euro auf dem Vorjahresniveau gehalten werden.

Nach der erfolgreich abgeschlossenen Kapitalerhöhung, mit der dem Unternehmen 24,9 Mio. Euro netto zuflossen, steht Beate Uhse auf festen Füßen und besitzt die wirtschaftliche Basis, sein Modernisierungsprogramm mit voller Kraft umzusetzen. Auch die Aktionärsstruktur ist von Stabilität und Kontinuität geprägt. Der Alt-Aktionär Consipio BV hat im Zuge der Kapitalerhöhung nicht nur sein volles Bezugsrecht ausgeübt, sondern seine Anteile auf 29,9 Prozent aufgestockt und ist damit größter Anteilseigner.

COO Gerard Cok wird - wie bereits bekannt gegeben - sich aus dem Vorstand zurückziehen, und sich auf der Hauptversammlung am 16. Juni 2008 zur Wahl in den Aufsichtsrat stellen, um auch in diesem Gremium seine Branchen-Erfahrung und Kompetenz zur Verfügung zu stellen.
Ohne Gewähr! Quelle: dpa-AFX
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