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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 7240
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Verfasst am: 16.Sep 2006 6:52 Titel: Biosprit-Firmen streben an die Börse |
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Drei Bioenergie-Spezialisten buhlen in den kommenden Wochen um das Geld der Anleger. Die Südzucker-Tochter Crop Energies und der Anlagenbauer BDI starten mit Roadshows. Der Sprithersteller Verbio folgt.
Biodiesel International (BDI) startet am Freitag die Roadshow, Montag folgt die Südzucker-Tochter Crop Energies. Außerdem plant der Biosprit-Produzent Verbio das Debüt zum Herbst. "Eine Welle von Biokraftstoff-Aktien rollt auf den Markt zu", sagte Heiko Bienek, Fondsmanager bei Lupus Alpha. "Hier gilt das Gleiche wie bei Solarwerten: Die Investoren müssen zwischen Trendsettern und Trittbrettfahrern unterscheiden."
Das Wettrennen an den Markt deute darauf hin, dass Investmentbanken eher eine Verschlechterung des Branchenumfelds erwarteten, sagte Thomas Deser, Fondsmanager bei Union Investment.
Die ersten Biosprit-Hersteller sind bereits an der Börse: Im vergangenen September startete EOP Biodiesel, im November sammelte Biopetrol 74 Mio. Euro ein - ungewöhnlich viel für einen Neuling im Einstiegssegment Entry Standard. EOP meldete am Donnerstag 1,22 Mio. Euro Gewinn bei 34 Mio. Euro Umsatz im Geschäftsjahr zum Juni. Der Aktienkurs liegt jedoch weit unter dem Jahreshoch, wie auch bei Biopetrol. "Das Börsenthema erneuerbare Energie ist durch", sagte Florian Weber, Aktienhändler der DKM Wertpapierhandelsbank. "Für die kommenden Kandidaten bin ich skeptisch."
Der Börsenkandidat BDI stellt nicht Biokraftstoff, sondern Produktionsanlagen für Biosprit her. Das Unternehmen aus Graz machte im ersten Halbjahr 38,7 Mio. Euro Umsatz. Die Konsortialbanken prognostizieren nach Angaben aus Finanzkreisen gut 200 Mio. Euro Börsenwert. Das Emissionsvolumen soll bei 75 Mio. Euro liegen. "BDI ist Marktführer in einer interessanten Nische", sagte Fondsmanager Deser. "Die BDI-Aktie könnte eine Premiumbewertung schaffen, aber der Preis muss die geringe Liquidität der Aktie widerspiegeln."
Viele Großinvestoren scheuen bislang die wenig liquiden Bioenergie-Titel mit Börsenwerten unterhalb von 500 Mio. Euro. Die Südzucker-Tochter Crop-Energies sehen Analysten über dieser Schwelle. Die Konsortialbank Citigroup rechnet mit bis zu 250 Mio. Euro aus der Kapitalerhöhung, dazu kommen alte Aktien von Südzucker. Der Streubesitz solle über 25 Prozent und deutlich unter 50 Prozent liegen, sagte ein Eingeweihter. Crop Energies setzte im ersten Jahresviertel zum Mai 31 Mio. Euro um.
Crop Energies Rivale Verbio machte mit Bioethanol und Biodiesel im ersten Halbjahr 200 Mio. Euro Umsatz. Das Unternehmen will nach Angaben aus Finanzkreisen im Oktober starten und einen dreistelligen Millionenbetrag einsammeln. Verbio zeigt, wie abhängig die Branche von den Ölkonzernen ist, die Bioethanol und Biodiesel beimischen. Als die Konzerne im Sommer die Beimischung senkten, waren Verbios Bioethanol-Anlagen im Juli nur zu 60 Prozent ausgelastet. Ab 2007 soll in Deutschland eine Beimischungsquote in Kraft treten. Dennoch sei die Macht der Ölkonzerne das größte Risiko für die Biosprit-Branche, sagte Fondsmanager Deser.
(FTD) |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 7240
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Verfasst am: 5.Jul 2007 13:30 Titel: |
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Jahrelang boomte Biosprit dank Steuervorteilen und üppiger Subventionen. Der Wegfall von Privilegien stellt nun das Geschäftsmodell der Branche infrage - einigen Herstellern droht das Aus.
"Die Politiker haben uns der Mineralölindustrie zum Fraß vorgeworfen!", ruft der Verbio-Konzernchef Claus Sauter. "Wenn das 2008 weitergeht, ist diese Branche am Ende." Der 40-jährige Bayer ist noch immer bei bester Stimme. Obwohl er bereits seit anderthalb Stunden über die neuen Gesetze wettert, die ihm und seiner Zunft das Geschäft verderben.
m vergangenen Jahr entschied die Große Koalition, Biokraftstoffe erstmals zu besteuern, Biodiesel mit 9 Cent je Liter, Bioethanol sogar genauso hoch wie Normalbenzin. Seither stecken die Produzenten in der Krise. Ihre Umsätze und Gewinne brechen ein, die Aktienkurse stürzen ins Bodenlose - ausgerechnet jetzt, wo die ganze Welt über Klimaschutz und erneuerbare Energien spricht. Und im Januar will die Bundesregierung die Biodieselsteuer um weitere 6 Cent anheben. "Die Politik hat uns verraten. Wir sind das Stiefkind unter den erneuerbaren Energien."
Noch vor Kurzem boomte die Branche. Rot-Grün förderte sie mit Steuervorteilen, Einfuhrzöllen und Milliardenhilfen. Die Absatzzahlen stiegen, die Hersteller bauten ein Werk nach dem anderen, viele gingen an die Börse und versprachen den Aktionären Großes. Das ist vorbei. Seit die Große Koalition die Privilegien angetastet hat, liegt Verbios Produktion am Boden.
Während die Destille in Zörbig wenigstens auf Sparflamme weiterbrennt, musste der Konzern eine Anlage in Brandenburg zeitweise anhalten. Beim Biodiesel sieht es noch dramatischer aus. Die deutschen Hersteller könnten fünf Millionen Tonnen pro Jahr produzieren. Sauter rechnet für 2007 aber nur mit einem Bedarf von 3,5 Millionen Tonnen. Der fränkische Hersteller Campa hat seine Produktion bereits eingestellt. Kommt im Januar die nächste Steuerstufe, werden weitere Werke folgen. Dann können die Produzenten wohl nur noch 1,5 Millionen Tonnen Biodiesel absetzen, und dies auch nur, weil die Politik die Mineralölindustrie verpflichtet hat, ihren Produkten 4,4 Prozent Biodiesel beziehungsweise 1,2 Prozent Bioethanol beizumischen.
Im freien Markt würde Biodiesel wohl gar keine Abnehmer finden. Der Preisvorteil ist nach Angaben des Bundesamts für Güterverkehr auf 9 Cent je Liter geschrumpft. Rechnet man ein, dass Lkw, die mit Biodiesel fahren, mehr verbrauchen und die Ölfilter dreimal so oft wechseln müssen, ist der Abstand gleich null. Und so tanken nicht mal mehr die Bauern rund um Zörbig Bio. "Es rechnet sich nicht", sagt Ulf Gehrmann, Geschäftsführer der örtlichen Genossenschaft. "Unseren Fahrzeugen sind oft die Pumpen kaputtgegangen."........
Der vollständige Artikel : FTD
VERBIO-Vereinigte-BioEnergie-AG |
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