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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 5918
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Verfasst am: 29.Jan 2008 9:52 Titel: Börsengang 2008 |
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Die Turbulenzen an den Aktienmärkten zwingen immer mehr Unternehmen dazu, ihre Aktienplatzierungen zu verschieben. In Deutschland stellte bislang noch kein Unternehmen seinen Emissionszeitplan vor.
"Zurzeit befinden sich etliche Unternehmen in der Warteschleife, die schon im vergangenen Jahr an die Börse gehen wollten", sagt Joachim von der Goltz, Co-Chef Aktienemissionen Deutschland bei der Investmentbank JP Morgan. Nach den Berechnungen der Nachrichtenagentur Bloomberg wurden bislang weltweit mindestens 25 Unternehmen gezwungen, ihre Pläne für Aktienplatzierungen zu verschieben.
Neben dem Modelabel Tommy Hilfiger vom Finanzinvestor Apax Partners legten auch der dänische Energiekonzern Dong und die französische Supermarktkette Carrefour ihr Emissionspläne zunächst auf Eis. Das Börsendebut ebenfalls ausgesetzt haben auch der italienische Pharmaentwickler Philogen und Energie Oberösterreich.
Wichtig sei zudem die Qualität der Bankbilanzen, die in den nächsten Wochen veröffentlicht würden, sagen Experten. Von der Goltz wäre überrascht, wenn "im ersten Quartal viele Gesellschaften an die Börse gehen würden". Insgesamt rechnet der Berater Kirchhoff Consultant 2008 mit rund 30 Börseneinführungen in den regulierten Märkten, sofern sich der Kapitalmarkt wieder stabilisiere. Zu den Börsenkandidaten zählen Adressen wie der Mischkonzern Evonik, der Gabelstaplerhersteller Kion, die HSH Nordbank und das Immobilienunternehmen Boetzelen sowie Neckermann und der Antennenhersteller Techno Trend Holding.
Nach Ansicht von Klaus Fröhlich, Leiter deutsche Aktienemissionen bei Morgan Stanley, gilt in Deutschland: "Big is beautiful. Bei kleinen und mittelgroßen Emissionen schaffen es nur die Stars." Die Pipeline sei voller als zu Beginn der Jahres 2007. Aber eine schwächere Realwirtschaft könne das positive Bild für die so genannten IPOs schnell verändern. Hoffnungen machten die Staatsfonds, mit denen sich in den letzten zwei Jahren eine neue Investorenklasse am Markt etabliert habe.
2007 war mit einem Emissionsvolumen von 7,4 Mrd. Euro das erfolgreichste Jahr seit 2001. Zweitgrößte der 25 Emissionen war der Hamburger Hafen HHLA mit knapp 1,2 Mrd. Euro, nur übertroffen vom Motorenherstellers Tognum mit über 2 Mrd. Euro. Nur HHLA, Centrotherm Photovoltaics, Zhong De und SMT Scharf lagen zum Jahresende im Plus.
Quelle: HB |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 5918
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Verfasst am: 30.Jan 2008 7:34 Titel: |
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Die internationale Börsenkrise hat jetzt auch Auswirkungen auf die in Österreich geplanten Börsengänge.
Das Wiener Chemie-Unternehmen UCP Chemicals hat den schon fix geplanten Börsengang wegen des schlechten Klimas an den Aktienmärkten abgesagt. Das berichtet die Tageszeitung ÖSTERREICH in ihrer heutigen Ausgabe.
Laut ÖSTERREICH haben die UCP-Vorstände Alexander Gerdt, Heinz Kaiser und Jörg Talbiersky ein Schreiben an die drei Haupt-Gesellschafter geschickt, in dem es heißt, dass das Interesse der Investoren beim Pre-Marketing wegen der Turbulenzen auf den Aktienmärkten unter den Erwartungen gelegen sei und man den IPO deshalb auf unbestimmte Zeit verschiebe.
August André de Roode, Chef der Metis AG, welcher die UCP gemeinsam mit zwei Privatstiftungen gehört, kommentierte: "Die Börsensituation ist selbsterklärend - in dieser Atmosphäre kann ich allen Unternehmen, die es trotzdem versuchen, nur herzlich zu ihrem Mut gratulieren."
Auch der Börsengang des steirischen Müllentsorgers Saubermacher steht an der Kippe. Die "Roadshow", also die Vorgespräche mit potentiellen Investoren, sind bereits abgeschlossen, das Ergebnis muss erst noch genauer analysiert werden. "Derzeit ist wieder alles offen", sagte Firmenchef Hans Roth. Firmensprecher Daniel Ulz konkretisierte: "Die Chancen stehen fünfzig zu fünfzig."
Vom Tisch ist auch der Börsegang der Hightech-Firma Schiebel Electronics. Firmenchef Hans-Georg Schiebel will das aber nicht auf das Börseklima schieben. "Ich finde es gar nicht so schlecht", meint er im Gespräch, "wir haben aber derzeit viel zu tun und einfach keine Zeit, uns damit zu befassen."
Quelle: ots |
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