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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6292
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Verfasst am: 3.Jul 2007 15:08 Titel: Börsenneulinge als Abzocker |
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Es kann sich kaum um einen Zufall handeln: Auf der einen Seite boomt die Börse seit mehr als vier Jahren. Auf der anderen Seite aber war mit Neuemissionen zuletzt kaum Geld zu verdienen: Ob Versatel, Gerresheimer, Alstria Office oder jetzt Tognum - die meisten der mit viel Getöse in diesem Jahr an der Börse gestarteten Firmen entpuppten sich bislang als Flops.
Das hat sicherlich einen positiven Aspekt: Es zeigt, dass die Anleger vorsichtig geworden sind und nicht mehr blind jede Neuemission zeichnen. Doch es zeigt auch, dass den Alteigentümern egal ist, was danach mit dem Kurs passiert. Sie wollen schlicht Kasse machen - auf Kosten derjenigen, die ihnen die Aktien zu überteuerten Preisen abnehmen. Auffällig ist, dass es sich bei den Alteigentümern in den meisten Fällen - wie auch bei Tognum - um Finanzinvestoren handelt. Sie machen damit ihrem schlechten Ruf alle Ehre.
Doch den Finanzinvestoren allein den schwarzen Peter in die Schuhe zu schieben, würde zu kurz greifen. Auch das Verhalten der Emissionsbanken ist höchst zweifelhaft: Im Wettlauf um den Auftrag sichern sie den Unternehmen bisweilen zu, die Aktien zu unverantwortlich hohen Preisen an die Börse zu bringen. In diesem Zusammenhang ist es sicherlich kein Zufall, dass den Banken lange Zeit auch der grobe Fehler nicht aufgefallen ist, den Tognum sich im Börsenprospekt geleistet hatte. Motto: Augen zu und durch - Hauptsache, die Provision stimmt.
Quelle: Sebastian Wolff/BZ |
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