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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 5905
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Verfasst am: 24.Mai 2007 18:28 Titel: DF Deutsche Forfait |
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Die Aktien des Kölner Finanzdienstleisters Deutsche Forfait sind am ersten Handelstag an der Börse über dem Ausgabepreis gestartet. Der erste Kurs der im Prime Standard notierten Papiere wurde am Donnerstag auf dem Frankfurter Parkett mit 7,90 Euro ermittelt.
Er lag gut fünf Prozent über dem Ausgabepreis von 7,50 Euro, der am oberen Ende der Angebotsspanne festgezurrt worden war.
Name: DF Deutsche Forfait
Land / Branche:
WKN / ISIN: 548879 / DE0005488795
Geregelter Markt in Frankfurt (Prime Standard)
Aktueller Kurs: 8,45 EUR (23.05.07)
www.dfag.de
Die Geschäftstätigkeit der DF-Gruppe besteht hauptsächlich im regresslosen An- und Verkauf ausgewählter Forderungen aus Exporten in Emerging Markets. Das Ziel ist der zeitgleiche oder kurzfristige Weiterverkauf der erworbenen Forderung.
Die Forfaitierung ist ein immer wichtigeres Instrument in der Exportfinanzierung. Mit wachsendem Welthandel und einer fortschreitenden Globalisierung wächst auch das Forfaitierungsvolumen. Aus einer Forderung ein handelbares Produkt zu machen, ist sowohl für den Exporteur wie auch für den Ankäufer der Forderung vorteilhaft. Denn neben der Risikoverlagerung auf den Ankäufer besteht der Hauptvorteil der Forfaitierung für den Verkäufer einer Forderung in der Liquiditätszufuhr.
So entlastet der Exporteur seine Kreditlinien und verbessert seine Bilanzstruktur. DF Deutsche Forfait AG strukturiert die Forderungen in einer attraktiven Art und Weise, dass institutionelle Investoren die Forderungen als Anlageform nachfragen.
Sämtliche 2.070.000 Aktien aus dem Angebot, einschließlich der Aktien aus der Mehrzuteilungsoption, wurden zugeteilt. Der größte Teil, 1.800.000 Aktien, stammte aus einer Kapitalerhöhung.
Die 270.000 Aktien für die Mehrzuteilungsoption kamen aus dem Eigentum der Altaktionäre.
Rund 82 Prozent der zur Zeichnung angebotenen Aktien wurden institutionellen Investoren, rund 15,4 Prozent an Privatanleger in Deutschland zugeteilt.
Die Zuteilung an Privatanleger in Deutschland erfolgte nach einheitlichen Kriterien gemäß der 'Grundsätze für die Zuteilung von Aktienemissionen an Privatanleger'. Privatanleger, die ihre Zeichnungen bei der M.M.Warburg CO KGaA oder dem Selling Agent aufgegeben haben, erhielten eine Zuteilung von 20 Prozent. Bei Bruchteilen wurde auf ganze Aktien abgerundet. Im Rahmen der bevorrechtigten Zuteilung wurden insgesamt 51.008 Aktien und damit ca. 2,5 Prozent des Emissionsvolumens zugeteilt.
Institutionelle Investoren in Deutschland erhielten insgesamt 46,2 Prozent der Aktien. Auf institutionelle Investoren im Ausland entfielen insgesamt 35,8 Prozent.
Mit der Ausgabe von 30 Prozent ihrer Aktien sammelte die auf Absicherung risikoreicher Außenhandelsgeschäfte der Industrie spezialisierte Firma 15,5 Mill. Euro bei Investoren ein. Mit dem Geld will der Börsendebütant seine Eigenkapitalbasis stärken, um das Wachstum voranzutreiben.
Investoren die eine Krise oder gar einen Krieg im Iran befürchten würden, seien hier falsch. Die DF Deutsche Forfait AG, Käufer und Wiederverkäufer von Forderungen, habe für diesen Fall in ihrem Wertpapierprospekt die Möglichkeit von "massiven Ergebniseinbrüchen" eingestanden.
Die Gesellschaft habe schon im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres aufgrund der angespannten Lage im Iran einen Rückgang des Forfaitierungsvolumens um 4,4 Prozent auf 230 Mio. Euro verzeichnen müssen.
Das schwächere Geschäft in dieser Region habe lediglich zum Teil durch zusätzlichen Handel mit Forderungen aus Mexiko und den Vereinigten Arabischen Emiraten kompensiert werden können.
Die Deutsche Forfait lasse sich von diesem Rückgang aber nicht irritieren. Nach Aussage des Börsenaspiranten wolle man wachsen und zwar weltweit. Dies sei zumindest im vergangenen Geschäftsjahr mit einem Anstieg des Vorsteuergewinns um 72 Prozent auf 8 Mio. Euro noch eindrucksvoll gelungen.
Die künftige Expansion in weitere Emerging-Markets-Länder wie Pakistan solle mit dem Emissionserlös von bis zu 13,5 Mio. Euro finanziert werden. Positiv sei, dass mit 1,80 Millionen der größte Teil der insgesamt angebotenen 2,07 Millionen Aktien aus einer Kapitalerhöhung komme.
Nach Meinung der Experten sei der Forderungs-Händler, in Anbetracht eines 2006er-KGVs von 10 und der realistischen Chance, mit den frischen Mitteln die Gewinne weiter zu steigern, günstig bewertet. Allerdings stünden dem hohe Risiken gegenüber, weshalb nur sehr spekulative Anleger den Wert zeichnen sollten.
Ohne Gewähr! Quelle: ariva
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