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Anmeldungsdatum: 18.01.2006 Beiträge: 2946
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Verfasst am: 22.Okt 2007 8:44 Titel: Dax und Dow Jones vor Mega-Absturz?! |
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"Crash-Prophet" Roland Leuschel: Dax und Dow Jones vor Mega-Absturz
.. vor 20 Jahren: Am 19. Oktober 1987 wurde an der Wall Street an einem Tag mehr Geld vernichtet als jemals zuvor. Der Dow-Jones-Index brach um 508,32 Punkte oder 22,62 Prozent auf 1738,74 Punkte ein. Greenspan-Kritiker Roland Leuschel, der vor zwanzig Jahren diesen Absturz an den Börsen voraussagte und seither als „Crash-Prophet“ gilt, warnte in einem Interview mit der Tageszeitung „Die Welt“ vor erneuten starken Kursrückgängen. „Viele Analysten wurden vom mittlerweile fünf Jahre andauernden Kursaufschwung weich gekocht. Sie extrapolieren die gute Vergangenheit einfach in die Zukunft und verlieren damit jegliche kritische Distanz. Das war auch 1987 der Fall. Wenn niemand an den Crash glaubt, dann steht er kurz bevor“, sagt der ehemalige Direktor der Banque Bruxelles Lambert im Interview.
In vielen Punkten würde die derzeitige Situation an den Finanzmärkten jener von 1987 ähneln: „Schauen Sie doch nur auf den momentanen Dollarkollaps. Das war in der Endphase vor dem Crash von 1987 nicht anders. Schauen Sie auf die Kursentwicklung. Der Dax hat sich in den vergangenen Jahren annähernd vervierfacht - das war auch vor 20 Jahren der Fall. Solche Zuwächse können gar nicht nachhaltig sein, das sagt mir der gesunde Menschenverstand“, so Leuschel, der in seiner Publikation "Das Greenspan Dossier" den ehemaligen Fed-Boss für die Spekulationsblase mitverantwortlich macht.
Der Abschwung werde mit Sicherheit von den USA oder China ausgehen. Ein Dax von 4000 Punkten, oder ein Dow Jones von 7000 Zählern seien nicht auszuschließen. „Ich gehe fest von einem Crash auf Raten aus“, sagt Leuschel im Interview mit der Welt.
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Roland Leuschel
Roland Leuschel studierte das Fach Wirtschaftsingenieurwesen an der Universität Karlsruhe und anschließend Volkswirtschaftslehre an der Freien Universität Berlin. Er war ehemaliger Stratege und Direktor der Banque Bruxelles Lambert, Autor mehrerer Bücher (zuletzt "Das Greenspan Dossier", Co-Autor: Claus Vogt) und er erkannte rechtzeitig im Jahr 1982 die Aktienhausse in den USA und in Europa. Im Sommer 1987 sah er den Oktober-Crash exakt voraus und gilt seither als "Crash-Prophet. In dem bereits erwähnten Buch beschuldigt er den Ex-Fed-Chef Alan Greenspan, die Spekulationsblase gefördert zu haben, indem er eine Politik des "leichten" Geldes umsetzte. |
.. vor 20 Jahren: „Schwarzer Montag“
Der Schwarze Montag am 19. Oktober 1987 war der erste Börsenkrach nach dem Zweiten Weltkrieg. Der Dow-Jones-Index brach um 508,32 Punkte oder 22,62 Prozent auf 1738,74 Punkte ein. Der Sturz breitete sich schnell auf alle wichtigen internationalen Handelsplätze aus. Die Bezeichnung lehnt sich an die Bezeichnung Schwarzer Donnerstag für den New Yorker Crash vom 24. Oktober 1929 an, der den Beginn der Weltwirtschaftskrise einleitete.
Interview auf Welt Online
Quelle: FONDS professionell |
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Anmeldungsdatum: 18.01.2006 Beiträge: 2946
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Verfasst am: 22.Okt 2007 9:18 Titel: |
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Erinnerung an Black Monday
Für unangenehme Erinnerungen dürfte der 20. Jahrestag des "Schwarzen Montags" sorgen. Am 19. Oktober 1987 brach der Dow Jones ganze 22,6 Prozent ein. Börsianer zeigten sich aber zuversichtlich, dass es nicht erneut zu einem Börsenkrach wie damals kommen werde. "Die Märkte sind heute ausgeklügelter und das Risiko breiter gestreut", sagte Millen. |
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Anmeldungsdatum: 18.01.2006 Beiträge: 2946
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Verfasst am: 22.Okt 2007 13:12 Titel: |
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Steinhart & Stahl: Kein Börsencrash gleicht dem anderen
Pünktlich zum zwanzigsten Jahrestag des Oktobercrash von 1987 hatte so mancher erfahrene Börsianer vergangenen Freitag ein Déjà-vu- Erlebnis, schreiben die beiden Geschäftsführer des Vermögensverwalter Steinhart & Stahl in einem aktuellen Kommentar. Denn an jenem Tag purzelten die Kurse mit zunehmendem Tempo um 366 Punkte beziehungsweise um 2,6 Prozent. Auch der US-Dollar verzeichnete in den vorausgegangenen Sommer-Monaten wie damals kräftige Kurseinbußen und zudem verdichteten sich Informationen über weiterhin hohen Preisdruck bei zugleich erkennbar schwächeren Wachstumsaussichten.
Dazu schreiben die beiden Kapitalmarktexperten:
„Der Oktober-Einbruch wirkte 1987 wie ein Ventil, der den Inflationsüberdruck aus dem System nahm. Bei allen Unterschieden im Einzelnen ist diese Ausgangssituation durchaus ähnlich. Auch im Oktober diesen Jahres kamen beunruhigende Zahlen von der Inflationsfront und deuteten immer mehr Anzeichen auf eine schwächere Wirtschaft hin. Die Verwundbarkeit des Marktes bestand und besteht zudem über die kreditfinanzierten Übernahmen und die neuen Handelstechniken – damals der „Portfolio-Insurance“ heutzutage der „Hedge-Fonds“.
Waren nun die Kursverluste des vergangenen Freitags das letzte Wetterleuchten vor dem heranziehenden Gewitter? Zwanzig Jahre zuvor kam es ebenfalls an einem Freitag zu empfindlichen Kurseinbußen. Am Freitag, den 16.Oktober 1987, fiel der Dow Jones 30 Industrials um 108 Punkte bzw. 4,6 Prozent auf einen Schlussstand von 2.246 Punkten. Der folgende Montag, der 19. Oktober 1987, brachte dem damaligen Boom dann den tödlichen Schlag. Unter einer Flut von Verkaufsorders begannen die Kurse immer schneller zu fallen. Bilanz dieses „schwarzen Montags“ am 19.Oktober 1987 war ein Kursverlust von 508 Punkten beziehungsweise -22,6 Prozent auf einen Schlussstand von 1738 Punkten.
Auch damals erinnerten sich die Börsianer an die verheerenden Verluste des schwarzen Montags, des 28. Oktobers 1929, (Verlust -13%) und des schwarzen Dienstags, des 29. Oktober 1929 (Verlust – 11,7%). Während jedoch der Kurseinbruch im Oktober 1929 nur der Auftakt einer mehrjährigen Baisse war, an deren Ende die Aktienkurse auf zehn Prozent ihrer einstigen Kurslevels fielen, war der Oktober-Crash des Jahres 1987 der Ausgangspunkt einer dreizehnjährigen Super-Hausse mit Kursgewinnen von rund 600 Prozent.
Auf Déjà-vu-Erlebnisse ist deshalb zumindest hinsichtlich der dann folgenden Entwicklung nicht Verlass. Während 1987 die deutliche Aufstockung von Aktienbeständen die Maxime der Stunde war, so führte genau diese Handlungsweise im Jahre 1929 in den Abgrund. Die Empfehlung in die sicheren Staatsanleihen zu wechseln war zwar 1929 die beste Strategie, doch könnte dieses Handlungsmuster für die Zukunft nur vorübergehenden Schutz bieten.
Sollte sich die bisherigen Politik der Monetarisierung fauler Bankportfolien oder durch staatliche Bail-outs fortsetzen, dann ist dieser sichere Hafen ebenfalls ein höchst unsicheres Gewässer. Mechanische Anlagestrategien oder simple Faustregeln sind überaus schlechte Ratgeber für turbulente Zeiten. Überlegungen zum Gesamtsystem, seiner Krisenanfälligkeit und zu den wirtschaftspolitischen Reaktionsmustern sind jetzt gefragter denn je.“ (ir)
Quelle: FONDS professionell
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