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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 5911
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Verfasst am: 10.Aug 2006 17:37 Titel: Deutsche flüchten aus Aktien |
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Die Zahl der Aktionäre und Fondsbesitzer in Deutschland ist im ersten Halbjahr eingebrochen. Dies belegt eine Umfrage von Infratest für das Deutsche Aktieninstitut (DAI). Als Ursache nennt das Institut unter anderem die Steuerpläne der Regierung.
Die Kurskorrektur an den Börsen im Mai und Juni sowie die anhaltenden Zins- und Inflationssorgen haben deutsche Privatanleger nachhaltig verunsichert. Wie eine Infratest-Umfrage im Auftrag des Deutschen Aktieninstituts (DAI) belegt, ist die Zahl der direkten und indirekten Aktionäre in Deutschland im ersten Halbjahr eingebrochen und auf das niedrigste Niveau seit 1999 gerutscht.
Zum Stichtag 30. Juni besaßen noch 9,9 Millionen Anleger Aktien oder Anteile von Aktien- und Mischfonds. Im Vergleich zum Jahreswechsel war dies ein Rückgang um fast 900.000. Damit weitete sich der seit 2001 anhaltende Abwärtstrend der Aktionärszahlen deutlich aus. Damals erreichte die Zahl mit 12,8 Millionen einen Spitzenwert.
"Der Rückgang der Aktionärszahlen ist ein Schlag für die Aktienakzeptanz in Deutschland", sagte DAI-Leiter Rüdiger von Rosen. Insbesondere wegen der steigenden Notwendigkeit eigenverantwortlicher Altersvorsorge sende die Entwicklung ein falsches Signal. Diese Einschätzung teilte Wolfgang Gerke, Professor für Börsenwesen an der Universität Erlangen: "Für eine ausreichende Altersabsicherung kommt man an einem gut strukturierten, international ausgerichteten Aktienportfolio nicht vorbei."
Das DAI erklärte den Rückgang mit Gewinnmitnahmen, nachdem Europas Börsen im Frühjahr das höchste Niveau seit fünf Jahren erreicht hatten. Weil allgemein eine Abkühlung der US-Wirtschaft erwartet wird, sind die Aussichten für Aktien eher verhalten. Anleger suchten deshalb sichere Alternativen: Nach Angaben des Fonds-Branchenverbands BVI zogen sie im ersten Halbjahr aus Aktienfonds 2,8 Mrd. Euro ab. Geldmarktfonds flossen dagegen 8,7 Mrd. Euro zu, Garantiefonds 3,3 Mrd. Euro. Bei Derivaten waren nach Angaben des Derivate-Forums vor allem Bonus- und Teilschutz-Zertifikate gefragt.
Laut DAI habe zudem die Diskussion über die Abgeltungsteuer die Anleger verunsichert. Die Bundesregierung wies diesen Vorwurf scharf zurück. "Der Rückgang der Zahl der Aktienanleger hat sicher nicht mit der Unternehmenssteuerreform zu tun, die die Wachstumschancen in Deutschland erhöhen wird, aber zu einem guten Teil mit dem unaufhörlichen Schlechtmachen des Standorts Deutschland", sagte eine Sprecherin des Finanzministeriums auf Anfrage.
Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) will im Zuge der Unternehmenssteuerreform zum 1. Januar 2008 eine Abgeltungsteuer auf Kapitalerträge einführen. Der Satz soll zunächst bei 30, später bei 25 Prozent liegen. Gleichzeitig soll die so genannte Spekulationsfrist für Aktiengeschäfte fallen. Dann müssten auch Verkaufserlöse versteuert werden, wenn die Anteilsscheine länger als ein Jahr im Besitz des Anlegers waren.
Quelle: FTD |
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purplepeopleeater Pathfinder
Anmeldungsdatum: 17.11.2003 Beiträge: 483 Wohnort: 74855hassmersheim/NOK/BaWü
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Verfasst am: 14.Aug 2006 5:16 Titel: nun mal halb lang.... |
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hallo!
dass "pläne der regierung" - gleich welcher couleur - gelder aus dem land treiben ist nix neues.
und bis 2008 ist noch lange, und ob diese umstrittene "regierung" dann noch im amt ist ???? ..... und alles eigentlich kein grund, die überaus attraktiven aktien, vor allem deutsche und europäische zu meiden. denn die bewertungen sind grösstenteils noch sehr günstig, man hat keine probleme einstellige kgv`s zu finden, auch gute dividendenrenditen und kbv`s sind gute argumente für ein aktien-investment.
und die fehlenden alternativen!
zwar haben wir tendenziell steigende zinsen, aber das ergibt keine lohnenswerten alternativen zur aktie.
ernsthafte zinssorgen sind nicht angebacht, da wir zinsniveaus, wie in den frühen neunzigern nie mehr erreichen werden.
und inflationsängste? - gerade die aktie ist als sachwert am besten vor inflation geschützt. - nur renten-anleger müssen vor inflation angst haben, aktionäre lachen darüber!
und wenn aktien dividendenrenditen von ca 7% bieten, da heisst es zugreifen!
gerade jetzt im sommer, wo die kurse etwas zurückgekommen sind, da lohnt es sich besonders, zuzugreifen!
für fonds gilt dasselbe!
besonders kleinanleger haben gute chanchen, mit ausgesuchten werten bis jahresende eine gute rendite zu erzielen!
sicher, die traumrenditen, die wir von 2003 bis 2006 erzielt haben, werden wir die nächsten drei jahre nicht mehr erreichen, aber halb so viel ist auch genug!
und selbst wenn man gewinne voll versteuern muss, das ist noch lange kein grund, keine gewinne zu machen! |
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mercuro Newbie
Anmeldungsdatum: 03.11.2005 Beiträge: 15
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Verfasst am: 17.Aug 2006 10:23 Titel: |
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Wie eine Infratest-Umfrage im Auftrag des Deutschen Aktieninstituts (DAI) belegt, ist die Zahl der direkten und indirekten Aktionäre in Deutschland im ersten Halbjahr eingebrochen und auf das niedrigste Niveau seit 1999 gerutscht.
Ja, dass ist traurig! Da gebe ich dem mittlerweile emeritierten Börsenprof Gerke recht. Mit den Rentenversicherungslücken der heutigen Zeit kommt der vernünftige Bürger um Aktien nicht herum.
So ist in den Staaten jeder zweite, direkt oder indirekt, Aktionär. Hier sinds wie gesagt schlappe zehn Prozent und von denen sind knapp 2/3 indirekte, d.h. über Fonds, beteiligte Investoren.
In D spricht man noch eher über seine Krankengeschichte als über seine Vermögenssituation und ein Termin beim Finanzberater kommt einem Zahnarztbesuch gleich (geschweige denn, sich selbst mit der Anlage zu beschäftigen). Komisches Land! In den Staaten ist es nicht ungewöhnlich nach Ankunft im Büro zuerst mal den Broker zu kontaktieren. Wobei ich rate, Angewohnheiten aus Übersee, nämlich sein Haus bei solch starken Dividenerträgen von über 6% zu beleihen, nicht nachzuahmen.
Im Grunde schließe ich mich meinem "Vorschreiber" an, auch wenn ich mich, dass politische betreffend enthalte (Wer geht denn schon in die
Politik!? ): Wir werden wohl noch drei-vier Jahre steigende Aktienkurse sehen, wenn auch nicht in der Intensität wie in den letzten drei Jahren.
Also kein Grund sein hart Erarbeitetes und Gespartes von der Inflation auffressen zu lassen!
Herzliche Grüße
mercuro
ach, und sollte doch ein "Gesetzgebender" sich mit diesem Forum beschäftigen, hier ein kleiner Hinweis für zukünftige Massgaben:
"Geld ist scheuer als ein Reh!" |
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purplepeopleeater Pathfinder
Anmeldungsdatum: 17.11.2003 Beiträge: 483 Wohnort: 74855hassmersheim/NOK/BaWü
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Verfasst am: 17.Aug 2006 12:30 Titel: 35% in zwei tagen..... |
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na bitte, es klappt ja!
vorgestern für 95 cent gekauft, gestern abend für 1,31 verkauft, und wenn in einigen tagen die analysten aufwachen, gehts vielleicht bald weiter richtung 1,80.
foris ag (wkn 577580) nach guten zahlen wieder auf dem weg nach oben.
bei einem kbv von unter 0,5 ein echtes schnäppchen!
in einem jahr bei 3 euro? |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 5911
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Verfasst am: 20.Aug 2006 5:40 Titel: |
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Das Deutsche Aktieninstitut (DAI) und die Deutsche
Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) werfen der
Bundesregierung vor, mit ihren Plänen zur Besteuerung von
Kapitalerträgen die Aktienkultur in Deutschland zu beschädigen.
"Viele, die eigentlich Aktien kaufen würden, tun dies nicht, weil sie
fürchten, dass die geplante pauschale Abgeltungsteuer einschließlich
der Abschaffung der Spekulationsfrist und des Halbeinkünfteverfahrens
die Anlage unrentabel machen", sagte DAI-Direktor Franz-Josef Leven
dem Tagesspiegel am Sonntag.
"Die Unsicherheit darüber, was die
Regierung plant und tun will, ist riesig", fügte Leven hinzu. Das DAI
hatte kürzlich eine Studie vorgestellt, nach der die Zahl der
Aktionäre in Deutschland auf den Stand von 1997 gefallen ist.
Berücksichtige man zusätzlich, dass ab 2007 die Sparerfreibeträge
halbiert werden, förderten die Steuerpläne der Regierung die Zockerei
statt die private Altersvorsorge, sagte DSW-Hauptgeschäftsführer
Ulrich Hocker dem Bericht zufolge.
Zusammengerechnet bedeute das
Steuerpaket "für die meisten Anleger eine Verdopplung der
Steuerlast". Nach Berechnungen des DAI würden die Anleger nicht
zusätzlich belastet, wenn die geplante Abgeltungsteuer unterhalb von
20 Prozent festgesetzt und das Halbeinkünfteverfahren beibehalten
würde.
Nach Tagesspiegel-Informationen wollen die Aktionärsvertreter
in Kürze mit einer Kampagne gegen die Pläne der Regierung an die
Öffentlichkeit gehen. |
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