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Epcos

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Moderator GM&P
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 7542

BeitragVerfasst am: 1.Jun 2008 11:04    Titel: Epcos Antworten mit Zitat

Unternehmenslenker neigen schon mal dazu, den Kurs ihrer Aktien als unterbewertet zu beklagen. Was dem Fußballer nach der Niederlage die mangelnde Qualität des Rasens oder Schiedsrichters, ist dem Firmenboss "der Markt", der einfach nicht begriffen hat, wie gut das Unternehmen doch ist.

Epcos ist so ein Unternehmen. In den vergangenen zwölf Monaten haben die Papiere des Herstellers elektronischer Bauteile ein Viertel ihres Werts verloren. Schon vorher standen die Anleger nicht gerade auf der Sonnenseite. Während die Aktienmärkte insgesamt in den Jahren von 2003 bis 2007 ordentlich Morgenluft witterten, stürzten Epcos von einem Spitzenwert bei rund 23 Euro auf fast acht Euro ab.

Inzwischen aber erlebt die ehemalige Siemens-Tochter so etwas wie eine Renaissance. Die Geschäfte laufen wieder besser, weil die Kunden - Handy-Hersteller - mehr elektronische Bauteile nachfragen. Doch den ultimativen Schub gab es, weil Epcos-Vorstandschef Gerhard Pegam erklärte, dass er eine feindliche Übernahme seines Unternehmens befürchte.

Ein merkwürdiges Instrument der Kurspflege ist das. Partner seien herzlich willkommen, nur feindlich gesonnene nicht. Diese Binsenweisheit gefällt den Anlegern. Ob das jetzt daher kommt, dass man die Geschäftslage des Konzerns besser einschätzt, oder dass man selber eine feindliche Übernahme im Gegensatz zum Epcos-Chef sogar begrüßen würde, verrät die anonyme Kursbewegung an der Börse nicht.

Name: Epcos
Land / Branche: Deutschland / Elektro
WKN / ISIN: 512800 / DE0005128003
Handelsplatz: XETRA
Aktueller Kurs: 12,12 EUR (01.06.08 )
www.epcos.de


Nach Ansicht der Experten von "Aktienservice Research" ist der von der Société Générale emittierte Open End Turbo Long auf die EPCOS-Aktie interessant.

Das deutsche Halbleiterunternehmen habe eine bewegte Vergangenheit hinter sich. Als ehemaliges DAX-Mitglied und Siemens-Tochter habe sich EPCOS in den vergangenen Jahren daran gewöhnen müssen, deutlich kleinere Brötchen zu backen. Die jüngsten Quartalszahlen hätten die Investoren aber aufhorchen lassen. Der Überschuss habe über den Erwartungen gelegen. Auch sei das KGV historisch gesehen sehr günstig und lasse die Aktie klar unterbewertet erscheinen. Man stelle sich die Frage, ob EPCOS die neue Halbleiterstory aus Deutschland sei.

EPCOS sei aus dem im Jahre 1989 von Siemens und Matsushita gegründeten Joint Venture Siemens Matsushita Components hervorgegangen. Bereits zehn Jahre später, am 15. Oktober 1999, habe zeitgleich der Börsengang in Frankfurt und New York stattgefunden. Da sich das Handelsvolumen in New York nicht erwartungsgemäß entwickelt habe, sei die Notierung dort zurückgezogen worden. Hierzulande sei EPCOS seit März 2003 eines der Schwergewichte des TecDAX, davor sei man sogar im DAX gelistet gewesen.

Die ehemalige Siemens-Tochter entwickle, fertige und vertreibe elektronische Bauelemente, Module und Systeme. Die Produktpalette sei breit gefächert und umfasse keramische Bauelemente, Kondensatoren, Induktivitäten und Oberflächenwellen-Komponenten (OFW). Dabei liege das Hauptaugenmerk auf den technologisch anspruchsvollen Wachstumsmärkten der Informations- und Telekommunikationstechnik sowie der Automobil-, Industrie- und Konsum-Elektronik. Rund 60% des Umsatzes erziele die Gesellschaft mit Produkten, in denen sie Weltmarktführer sei, bei weiteren 30% sei EPCOS die Nummer eins in Europa.

Die Anfang Mai vorgelegten Ergebnisse für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2007/08 (bis Ende September) hätten so manche Investoren positiv überrascht, hätten die Zahlen doch über den Erwartungen gelegen. Zwar habe sich der Umsatz gegenüber dem Vorquartal um 2% auf 362 Mio. Euro und im Vergleich zum Vorjahr um 1% verringert, dies habe den Angaben zufolge jedoch am saisonal bedingt schwächeren Geschäft mit Produkten für Mobilfunkgeräte gelegen.

Auf der anderen Seite hätten Zuwächse im Geschäft mit Herstellern von Industrie-Elektronik erzielt werden können. In diesem Markt sorge der Trend zu höherer Energieeffizienz weiterhin für eine starke Nachfrage. Und auch im Geschäft mit Bauelemente-Distributoren habe es eine positive Entwicklung gegeben. Bei den Erträgen habe es ebenfalls gut ausgesehen, wenngleich auch hier ein saisonal bedingt geringeres Umsatzvolumen sowie der vor allem währungsbedingte, überdurchschnittlich hohe Preisverfall für Rückgänge gesorgt hätten.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) habe bei 26 Mio. Euro nach 28 Mio. Euro im Vorjahresquartal gelegen. Der Überschuss sei von 23,8 Mio. Euro auf 17,1 Mio. Euro gesunken und das Ergebnis je Aktie (EPS) habe sich von 0,36 Euro auf 0,26 Euro verringert. Dank des starken ersten Quartals lese sich die Halbjahresbilanz aber glänzend. Hier habe EPCOS ein Umsatzplus von 4% auf 729 Mio. Euro verbucht. Das EBIT habe sich um 11% auf 54,1 Mio. Euro verbessert und der Nachsteuergewinn sei um 22% auf 36,2 Mio. Euro geklettert. Der Gewinn je Aktie habe von 0,45 Euro auf 0,55 Euro zugenommen.

Das dritte Quartal werde nach Meinung der Unternehmensführung ebenfalls recht erfolgreich verlaufen. So würden eine Belebung des Geschäfts mit Herstellern von Mobilfunkgeräten sowie eine anhaltend stabile Entwicklung im Geschäft mit Produkten für die Industrie- und Automobil-Elektronik in Aussicht gestellt. Ferner könnte die Abschwächung vom US-Dollar und Japanischen Yen eine Zunahme der negativen Währungseinflüsse nach sich ziehen. Insgesamt sollten Umsatz und EBIT in etwa auf dem Niveau des zweiten Quartals ausfallen. Für das Gesamtjahr gehe der Konzern unverändert von einer Verbesserung des EBIT auf etwa 110 Mio. Euro aus, nach 83 Mio. Euro im Vorjahr.

Um die Kosten mittel- bis langfristig zu senken, beschleunige EPCOS ferner die laufende Produktionsverlagerung nach Asien und erhöhe damit seinen Wertschöpfungsanteil im US-Dollar-Raum. Außerdem habe die Gesellschaft angekündigt, ihr Technologie- und Produktportfolio zu erweitern, um neue Wachstumsfelder zu erschließen. Dazu habe auch die jüngste Übernahme der RFMEMS-Aktivitäten (Radio Frequency-Micro-Electro-Mechanical Systems) von NXP Semiconductors Netherlands gehört.

Die Aktie habe in den vergangenen Wochen eine deutliche Aufwärtsbewegung gezeigt. Dazu beigetragen hätten auch einsetzende Übernahmespekulationen. Diese seien vom Firmenlenker Gerhard Pegam selbst geschürt worden. In einem Interview habe der Vorstand gesagt, dass er dank steigender Auftragseingänge mit einem Aufschwung des Geschäfts im Bereich mobiler Kommunikation rechne und habe sich zudem besorgt gezeigt, dass das Unternehmen übernommen werden könne. Zur Begründung dieser Befürchtung habe er darauf verwiesen, dass die Marktkapitalisierung trotz einer guten Geschäftsentwicklung gesunken sei.

Betrachte man die Charttechnik, so sei ein recht volatiler Kursverlauf zu erkennen. Noch im Sommer des vergangenen Jahres seien beim Wert Kurse von mehr als 16,00 Euro erzielt worden. Anschließend sei eine Abwärtsbewegung bis zum Januar dieses Jahres auf 8,00 Euro gefolgt. In den vergangenen Monaten habe mit der Erholung am Gesamtmarkt aber auch hier der Kurs zugelegt und dank den Quartalszahlen sowie den Übernahmespekulationen habe die Aktie sogar den Sprung über die Marke von 12,00 Euro geschafft. Und die Aussichten für weiter steigende Notierungen seien insgesamt gut. Fundamental scheine die Gesellschaft trotz aller widrigen Umstände gute Geschäfte zu machen. Mit einem KGV (2008e) von rund elf sei das Papier außerdem günstig bewertet, sodass spekulative Käufe auf dem aktuellen Niveau in Erwägung gezogen werden könnten.

Investoren, die sich der Risiken bewusst seien, könnten versuchen, mögliche Kurssteigerungen mit Derivaten zu hebeln. Auf den Basiswert EPCOS gebe es dazu auch einige Hebelzertifikate. Interessant sei beispielsweise der Open End Turbo Long der Société Générale. Ausgestattet mit einer theoretisch unbegrenzten Laufzeit, liege die Knockoutschwelle aktuell bei 9,30 Euro und der Hebel bei etwa 3,6.

Anleger sollten sich generell über die erhöhten Risiken beim Handel mit Optionsscheinen bzw. Knockout-Produkten bewusst sein und eine adäquate Limittechnik verfolgen. Sie sollten verstehen, dass der Handel mit Derivaten unter anderem durch die höhere Reagibilität wesentlich risikoreicher sei als der physische Aktienhandel und vornehmlich der gezielten Nutzung von zeitlich fest definierten Marktchancen diene. Aufgrund der Hebelwirkung sei im Vergleich zum physischen Erwerb der Aktie ferner lediglich ein wesentlich geringerer Kapitaleinsatz erforderlich.
Ohne Gewähr! Quelle: ariva/FR
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Moderator GM&P
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 7542

BeitragVerfasst am: 24.Sep 2008 8:03    Titel: Antworten mit Zitat

Die EU-Kommission hat die geplante Übernahme des Bauelemente-Herstellers Epcos durch den japanischen Konzerns TDK genehmigt.

Die Kommission hatte die möglichen Auswirkungen des Zusammenschlusses auf den Markt für passive elektromechanische Bauelemente untersucht.

Zwar würden sich die Tätigkeiten der beiden Unternehmen in diesem Bereichen in einigen Produktsegmenten überlappen, doch gebe es zwischen den Geschäftstätigkeiten von TDK und Epcos lediglich geringe horizontale Überschneidungen.

Name: Epcos
Land / Branche: Deutschland / Elektro
WKN / ISIN: 512800 / DE0005128003
Handelsplatz: XETRA
Aktueller Kurs: 17,66 EUR (24.09.08 )
www.epcos.de


In jedem dieser Bereiche werde es auch nach dem Zusammenschluss mehrere starke Wettbewerber mit erheblichen Marktanteilen geben, hat die EU-Kommission festgestellt. Da die Konkurrenz bestehen bleibe, könnten Abnehmer passive Bauelemente weiterhin aus verschiedenen Quellen beziehen oder den Anbieter bei Bedarf wechseln.

TDK hatte Ende August seinen Anteil an dem deutschen Bauelemente-Spezialisten auf 29,1 Prozent ausgebaut und ein Übernahmeangebot abgegeben. Das Angebot beläuft sich auf 17,85 Euro je Aktie – also insgesamt rund 1,2 Milliarden Euro –. Es gilt bis zum 7. Oktober 2008 und bedarf noch der Annahme durch die Epcos-Aktionäre.

Im Zuge der Fusion seien keine großen Restrukturierungsmaßnahmen zu erwarten. "Die Auswirkungen der Zusammenarbeit mit TDK auf unsere Struktur und Mitarbeiter werden minimal sein", kündigte Peter Müller, Leiter der Investor Relations bei Epcos, gegenüber Pressevertretern an. Sowohl im Hinblick auf die jeweiligen Geschäftsbereiche wie auch bei der regionalen Marktpräsenz gebe es nahezu keine Überlappungen zwischen beiden Herstellern.

Beide Marken und Konzernzentralen sollen praktisch unverändert fortgeführt werden, Epcos bleibe auch als börsennotiertes Unternehmen erhalten. Synergien erhoffen sich die Verantwortlichen primär vom Zusammenschluss in den Bereichen Entwicklung, Vertrieb und Einkauf. Neben der Unternehmenszentrale in München ist Epcos mit weltweit rund 18.300 Mitarbeitern derzeit noch mit Niederlassungen in Österreich, Ungarn, Tschechien und Spanien vertreten.
Ohne Gewähr! Quelle: ariva
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