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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 5911
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Verfasst am: 8.Jul 2006 4:46 Titel: Freiverkehr ist ein gefährlicher Zockermarkt |
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Zahlreiche kanadische und australische Minenkonzerne sind im Freiverkehr (Open Market) der Frankfurter Börse gelistet. Das Interesse der Unternehmen an einem deutschen Listing ist groß: Deutsche Anleger haben in der Vergangenheit immer wieder starkes Interesse an diesen Werten gezeigt.
Insgesamt sind im Freiverkehr über 6000 Aktien gelistet - sowohl inländische als auch ausländische Titel. Der Freiverkehr ist im Prinzip eine Privatveranstaltung. Jeder deutsche Makler kann in diesem Börsensegment Aktien einführen. In aller Regel geschieht dies aber nie ohne Plazet des Eigentümers.
Minenaktien bilden nur einen verschwindend kleinen Teil im Universum des Freiverkehrs. Allerdings sind Werte wie Moto Goldmines, Aurora Gold und De Beira für viele Privatinvestoren ein Begriff: Diese meist marktengen Werte werden von unzähligen Börsenbriefen im deutschsprachigen Raum als Geheimtipps empfohlen.
In der Folge kam und kommt es immer wieder zu enormen Kurssteigerungen und Kurseinbrüchen. Neben Privatanlegern sind in diesem Markt auch professionelle und semiprofessionelle Trader aktiv, die mit Shortpositionen arbeiten.
Das geschieht zwar bei Dax-Titeln auch - es ist eine völlig reguläre Handelsstrategie mit hohem Risiko - doch gibt es bei den Minenwerten viel weniger Umsatz, was die Marktmacht einzelner Akteure stärkt und zur Manipulation einladen könnte.
(...) Anlegerschützer warnen Privatinvestoren regelmäßig davor, sich in diesem Markt zu engagieren. Es sei sehr schwer, die Spreu vom Weizen zu trennen. "Die Anständigen erkennt man am ordentlichen Reporting, etwa bei der Aufmachung der Berichte. Ansonsten braucht es den gesunden Menschenverstand, man muss sich mit dem Unternehmen beschäftigen" , sagt Wirth, der generell davor warnt, sich an solchen Anlagetrends zu orientieren.
(...) Obacht ist geboten, wenn die Unternehmen in kurzen Abständen Erfolgsmeldungen am Markt verbreiten.
(...) Generell sollten sich Anleger fragen, warum die Minenkonzerne überhaupt in Deutschland aufschlagen: Die Kompetenz dieser Branche liegt in Kanada und Australien - und dort wollten die Profis offenbar nur wenig Kapital geben.
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