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Spiritus Rector * Consulter *

Anmeldungsdatum: 12.12.2003 Beiträge: 1126 Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: 3.Jun 2007 7:12 Titel: Kleines Börsenlexikon |
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Börsenlexikon
Abgeld
Bei Neuemissionen: Der Abschlag, um welchen der erste Kurs unter dem Zeichnungskurs liegt. Bei Optionsscheinen: der in Prozent genannte Betrag, um welchen der Bezug der Aktie über den Optionsschein billiger ist, als ein direkter Kauf der Aktie. Das Gegenteil: Aufgeld/Prämie.
Abschlag
Der Abschlag ist ein rechnerischer Kursrückgang, ausgelöst durch einen Dividendenabschlag am Tage der Auszahlung, nach Fortfall eines Bezugsrechtes oder nach Ausgabe von Berichtigungsaktien.
Abschlagsdividende
Anzahlung auf die jährlich anfallende Dividendenausschüttung von Aktien. Die Zahlung von Abschlagsdividenden ist gängige Praxis in den USA. Dividenden werden normalerweise einmal pro Jahr bezahlt. Der Vorstand darf nur dann eine Abschlagsdividende bezahlen, wenn das Unternehmen einen Gewinn erzielt hat. Der Aufsichtsrat muss der Abschlagszahlung zustimmen. Im Gegensatz zu den USA ist die Zahlung einer Abschlagsdividende in Deutschland nicht üblich.
Abschwächung
Börsentendenz: Abschwächung bedeutet, dass die Kursentwicklung leicht rückläufig ist.
Absichern
Absicherung eines Portefeuilles, zum Beispiel durch Optionsscheine, Futures, Swaps oder Optionen (Derivate), gegen ungewollte Kursentwicklungen.
Abwertung
Die Abwertung ist ein Wertrückgang z.B. einer Währung am Devisenmarkt. Es muss weniger ausländische Währung für eine Einheit der heimischen Währung bezahlt werden. Importierte Waren müssen teurer erworben werden. Exportgüter verbilligen sich. Eine gegensätzliche Entwicklung wird als "Aufwertung" bezeichnet.
Abzinsung
Ein Verfahren der Zinsrechnung, das die Errechnung des Bar- bzw. Anfangswertes aus einem prognostizierten Endbetrag bei fester Laufzeit und Verzinsung mit Hilfe eines Diskontierungsfaktors erlaubt. Beispiel: Der Barwert einer zu 100 fälligen Forderung, die sich mit 10 Prozent verzinst, beträgt 1 Jahr vor Laufzeitende 90,91.
Abzinsungsfaktor
Mit dem Abzinsungsfaktor (oder auch Diskontierungsfaktor) wird aus einem Endkapital der Barwert ermittelt.
Ad-hoc-Meldung
Nach § 15 des Wertpapierhandelsgesetz (WPHG) müssen börsennotierte Unternehmen Fakten, die Auswirkungen auf den Aktienkurs haben können, für alle Marktteilnehmer zeitgleich veröffentlichen. Mit der Informationsversorgung durch Ad-hoc- Meldungen sollen mögliche Insidergeschäfte verhindert werden.
Additional Margin
Fällt der Nettowert eines Margenkontos für Terminkontrakte unter die Maintenance Margin (Erhaltungsmarge), fordert die Bank, diese Differenz nachzuschiessen (Margin Call).
ADR / American Depository Receipts
ADRs sind von US-amerikanischen Banken ausgegebene Hinterlegungsscheine für nichtamerikanische Aktien. Diese Hinterlegungsscheine werden anstelle der Aktien selbst gehandelt.
Advance/Decline-Linie (ADL)
Wichtiger Indikator aus der technischen Wertpapieranalyse. Die ADL stellt die Differenz zwischen der Zahl der gestiegenen (Advances) und der gesunkenen (Declines) Aktien dar. Die ADL ist ein wichtiger Indikator aus der technischen Wertpapieranalyse und zeigt an, ob eine allgemeine Tendenz an der Börse von einer großen oder einen kleinen Gruppe von Aktien getragen wird.
AEX
Aktienindex der Börse Amsterdam
Agio
Differenz zwischen dem Nennwert eines Wertpapiers und seinem tatsächlichen Kurs.
Akkumulieren
Analystensprache: Anleger, die bereits im Besitz der analysierten Aktien sind, sollen ihren Bestand aufstocken.
Akquisition
An der Börse: Kauf eines Unternehmens durch ein anderes.
Aktie
Die Aktie ist ein Anteil am Grundkapital einer Aktiengesellschaft (AG). Erst durch die Börsennotiz wird eine Aktie zu einem Wertpapier, das frei handelbar ist. In Deutschland werden im wesentlichen Stamm- und Vorzugsaktien gehandelt. Inhaber von Stammaktien sind in der Hauptversammlung voll stimmberechtigt. In der Regel gewähren Vorzugsaktien auf der Hauptversammlung kein Stimmrecht. Dafür erhalten die Inhaber eine bevorzugte Ausschüttungsberechtigung.
Aktienanalyse
Untersuchung und Analyse der zukünftigen Kurssteigerungspotentiale einer Aktie. Verfahren der Aktienanalyse sind a. die Fundamentalanalyse. Sie prüft Bilanzdaten und Ertragskraft des jeweiligen Unternehmens und zieht Rückschlüsse auf die Kurs- und Dividendenchancen der Aktie. Bei der Chartanalyse werden Kursprognosen aus grafischen Darstellungen (Charts) der historischen Kursentwicklung abgeleitet.
Aktienarten
Nach dem Kriterium der Übertragbarkeit unterscheidet man Inhaber-, Namens- und vinkulierte Namensaktien. Inhaberaktien können durch einfache Einigung und Übergabe übertragen werden. Dem die Urkunde präsentierenden Inhaber stehen sämtliche Aktionärsrechte zu. Bei Namensaktien ist der Eigentümer auf der Aktienurkunde bezeichnet. Eine Eigentumsübertragung erfordert einen Übertragungsvermerk auf der Rückseite des Aktienmantels. Bei der Besitzübertragung an vinkulierten (gebundenen) Namensaktien ist neben Übertragungsvermerk noch die Zustimmung der AG erforderlich. Nach dem Kriterium des Stimmrechts unterscheidet man Stamm- und Vorzugsaktien: Stammaktien verbriefen das volle Stimmrecht auf der Hauptversammlung. Bei Vorzugsaktien ist das Stimmrecht meist ausgeschlossen, dafür stehen dem Vorzugsaktionär eine höhere Dividende bzw. eine Garantiedividende und andere Vorrechte zu, z.B. eine Bevorzugung bei der Liquidation der AG. Die rechtlichen Bestimmungen in anderen Ländern können von denen in Deutschland abweichen.
Aktienbuch
Register, in das Namensaktien und die jeweiligen Besitzer eingetragen werden. Das Aktienbuch wird von AGs geführt, die Namensaktien ausgeben. Registrierung meist mit Namen, Wohnort und Beruf.
Aktienfonds
Investmentfonds, die ausschliesslich oder überwiegend in in- und ausländische Aktien investieren.
Aktiengesellschaft
Eine AG ist eine Unternehmensform, die ihr Grundkapital in Aktien eingeteilt hat. Bei der Gründung einer AG muss das im Handelsregister eingetragene Grundkapital mindestens 100 000 Mark betragen. Der Gesellschaftsvertrag einer Aktiengesellschaft wird als Satzung bezeichnet. Die Satzung enthält u.a.Regelungen zu den Organen der Gesellschaft (Hauptversammlung, Aufsichtsrat, Vorstand). Für wesentliche Entscheidungen der Aktiengesellschaft ist die Hauptversammlung - die Versammlung der Aktionäre und Aktionärsvertreter - zuständig. Unabhängig von der Anzahl der gehaltenen Aktien steht jedem Aktionär ein Rede- und Auskunftsrecht zu. Das Stimmrecht bemisst sich nach der Zahl der gehaltenen Aktien.
Aktienindex
Aktienindizes sind (meist nach der Marktkapitalisierung) gewichtete Durchschnittskurse einer Gruppe von Aktien. Hier zwei Beispiele: Sowohl der Dow-Jones-Index als auch der Deutsche Aktienindex (DAX) setzen sich aus jeweils 30 Standardwerten zusammen. Neben den Gesamtmarktindizes werden auch Indizes für verschiedene Branchen - zum Beispiel Chemie oder Bau - oder für Teilmärkte - beispielsweise der Neuer-Markt-Index oder der MDAX oder der SMAX - berechnet.
Aktienoption
Eine Aktienoption berechtigt je nach Art zum Kauf oder Verkauf einer bestimmten Menge einer Aktie innerhalb einer definierten Frist (Laufzeit) und zu einem vorab vereinbarten Preis.
Aktienrückkäufe
Eigenmittelfinanzierter Rückkauf eigener Aktien durch Aktiengesellschaften. Um zu verhindern, dass sich börsennotierte Unternehmen peu à peu selbst aufkaufen, hat der Gesetzgeber das Rückkaufvolumen auf maximal zehn Prozent des Grundkapitals beschränkt. Die Aktienkurse durch entsprechende Rückerwerbungen in die Höhe getrieben werden, erfreuen sich die Papiere rückkaufwilliger Unternehmen an der Börse meist großer Beliebtheit.
Aktiensplit
Um Aktien für den Anleger attraktiver zu machen, entschließt sich manches Unternehmen, seine Anteilsscheine in einem bestimmten Verhältnis zu teilen. Beispiel: Aktiensplit zwei zu eins: Ein Aktionär, der über 100 Aktien der Bayer AG im Depot hält, kann nach dem Split 200 Aktien sein eigen nennen. Die Zahl der Bayer-Aktien verdoppelt sich somit auf einen Schlag. Die Börsenkapitalisierung bleibt am Tag der Umstellung gleich, verteilt sich danach jedoch auf die doppelte Zahl von Aktien. Dieses bleibt nicht ohne Einfluss auf den Aktienkurs. Er halbiert sich. Und gerade dieser Effekt ist beabsichtigt, entwickeln sich gesplittete Aktien in den Tagen vor der Teilung in der Regel wesentlich besser als der Gesamtmarkt. Die "optische Täuschung" lockt neue Anleger an.
Aktionaer
Ein Aktionär ist durch den Besitz von Aktien einer Aktiengesellschaft deren Miteigentümer bzw. Anteilseigner. Er hat Anspruch auf Gewinnbeteiligung, regelmaessige Informationen sowie auf Bezugsrechte bei Kapitalerhöhungen. Halten Aktionaere Stammaktien, haben sie Stimmrechte auf Hauptversammlungen.
Aktiva
Bezeichnung für: (1) Aktivposten der Bilanz (2) Vermögenswerte (Assets) Unter Aktiva versteht man das Vermögen eines Unternehmens. Die auf der Aktivseite (linke Seite, Soll-Seite) der Bilanz ausgewiesenen Positionen werden in Anlagevermögen, Umlaufvermögen sowie Rechnungsabgrenzungsposten aufgegliedert. Die Aktivseite einer Bilanz zeigt, in welchen Vermögenswerten das beschaffte Kapital investiert ist. Das Gegenteil: Passiva.
All Time High
Der höchste jemals bezahlte Preis oder Kurs z.B. einer Aktie.
Allgemeine Geschaeftsbedingungen (AGB)
Allgemeine Geschäftsbedingungen werden Bestimmungen genannt, die das Geschäftsverhältnis zwischen Kunden und Firmen (Kreditinstituten etc.) regeln. Diese sind für beide Seiten bindend. Abweichungen sind nach Zustimmung möglich, müssen meist allerdings schriftlich fixiert werden.
Alte Aktien
Aktien, die vor einer aktuellen Kapitalerhoehung am Markt waren. Sie notieren in der Regel über dem Kurs von jungen (neu herausgegebenen Aktien) und sind voll dividendenberechtigt.
Amerikanische Option
Bei amerikanischen Optionen ist die Ausübung der Option während der Laufzeit jederzeit möglich ist. Gegenteil: europäische Option.
AMEX
American Stock Exchange. Neben der NYSE (New York Stock Exchange) eine der bedeutendsten US-Wertpapierbörsen.
Amtlicher Handel / Amtlicher Markt
Der amtliche Handel ist ein offizielles Handelssegment an den deutschen Börsen. Etwa 90 Prozent des Gesamtumsatzes am Aktienmarkt entfällt auf dieses Segment. Für die Zulassung der Aktien zum amtlichen Handel muss das betreffende Unternehmen umfassende Angaben über seine wirtschaftlichen und finanziellen Verhältnisse machen. Die Zulassungsvoraussetzungen sind im Vergleich zum geregelten Markt oder dem Freiverkehr (hier müssen lediglich gewisse Rahmenbedingungen eingehalten werden) relativ streng. Nur die Zulassung zum Neuen Markt ist noch schärfer geregelt.
Anfangskurs / Eröffnungskurs
Der Anfangs- oder Eröffnungskurs ist der Kurs, der zu Beginn eines Börsentages bei fortlaufend gehandelten Papieren festgestellt wird. Kursbewegende Meldungen können über Nacht oder am frühen Morgen veröffentlicht werden. Ausserdem gibt es Einflüsse von anderen Börsenplätzen. Anfangskurse können deshalb mitunter deutlich von den Schlusskursen des Vortages abweichen.
Anlagestrategie
Wer Anlagestrategien verfolgt, setzt sein Kapital planmässig ein. Berücksichtigt werden dabei vor allem die persönlichen Risikopräferenzen (siehe Financial Planning).
Anlagevermögen
Vermögensteile eines Unternehmens, die auf Dauer dem Geschäftsbetrieb dienen und nicht zur Veräußerung bestimmt sind. Zum Anlagevermögen gehören u.a. Grundstücke, Gebäude, Maschinen, Finanzanlagen.
Anleihe
Anleihe ist ein Sammelbegriff für festverzinsliche Wertpapiere. Wenn öffentliche Körperschaften (Bund, Länder, Gemeinden, ausländische Staaten, Städte, internationale Organisationen) oder privatrechtliche Unternehmen mittel- oder langfristig Kapital beschaffen wollen, geben sie u.a. Anleihen aus. Der Interessent kann Anleihen über Sparkassen und Banken kaufen. Der Käufer einer Anleihe besitzt eine Geldforderung gegenüber dem Emittenten (=Schuldner).
Annuität
(lat. für "Jahr"). Eine Annuität ist ein bestimmter Betrag, der jährlich zu zahlen und meist zur Zinszahlung, bzw. Tilgung einer Kapitalschuld notwendig ist. Darlehen, die diesem Grundsatz entsprechen, werden Annuitätendarlehen genannt.
Annuitätenbonds
Annuitätenbonds werden Anleihen genannt, deren Tilgung in gleichbleibenden Raten erfolgt. Diese Raten sind durch abnehmende Zins- sowie zunehmende Tilgungsanteile im Laufe der Rückzahlung gekennzeichnet.
Anonymes Konto
Konto ohne Namensbezeichnung. Meist wird lediglich eine Kontonummer geführt. In Deutschland ist diese Form von Konten nicht erlaubt. Anonyme Konten werden beispielsweise in Liechtenstein geführt.
Antizyklisches Vorgehen
Dem herrschenden Trend an den Wertpapiermärkten entgegengesetztes Anlageverhalten. Der antizyklische Investor kauft bei stark fallenden Kursen und verkauft im Aufwärtstrend. Die zugrundeliegende Idee ist, dass sich auf diese Weise das Hauptziel des Anlegers erreichen lässt, bei möglichst tiefen Kursen zu kaufen und die Papiere später wesentlich teurer wieder zu verkaufen.
APN-Programm / Aktie-Plus-Neuemission
Bei der Emission von Aktien einer Gesellschaft erhalten die Aktionäre einer bestehenden, mit dem Börsenaspiranten verbundenen Firma die Möglichkeit, für eine bestimmte Anzahl von Aktien eine Neuemissionsaktie bevorrechtigt zu zeichnen. Das sogenannte APN-Programm wurde in Deutschland vom Emissionshaus Gold-Zack eingeführt.
Arbitrage
Arbitrage ist die gezielte Ausnutzung der Kursunterschiede von Wertpapieren, die an verschiedenen Börsenplätzen gehandelt werden. Die darauf spezialisierten Händler kaufen das Wertpapier an der Börse mit den niedrigen Kursen ein und verkaufen dieses zeitgleich an der Börse mit den höheren Kursen.
Arrondieren
Meist von Börsenhändlern verwendet: Eine ungerade Zahl eines bestimmten Wertpapiers wird durch Zu- oder Verkauf auf eine glatte (runde) Stückzahl gebracht.
Ask
Angebotskurs. Hierunter versteht man den Preis, zu dem ein Verkäufer bereit ist, ein Wertpapier zu verkaufen. Gegensatz dazu: Bid
Asset Backet Finanzierung
Wird meist von Unternehmen zur zusätzlichen Finanzierung eingesetzt. Dabei werden austehende Forderungen verkauft. Meist erwirbt eine speziell für diesen Zweck gegründete Finanzierungsgesellschaft diese Forderungen. Die Finanzierungsgesellschaft refinanziert sich durch Ausgabe von Wertpapieren (z.B. Anleihen). Diese sind durch den erworbenen Forderungsbestand gedeckt.
Asset Management
Asset Management beschreibt das professionelle Management von Wertpapier-Portfolios.
Assets
englisch. Bezeichnung für Vermögenswerte (Aktiva). Gegensatz: Liabilities (Verbindlichkeiten)
At the Market
Orders, die zum bestmöglichen Preis aufgegeben, bzw. ausgeführt werden. Der Auftrag hierzu heist "Market-Order"
At-the-money-Option
Option, deren Basispreis dem aktuellen Marktpreis entspricht.
Aufgeld
Bei Neuemissionen: Der Aufschlag, um welchen Wert der Ausgabepreis über dem Nennwert liegt. Bei Optionsscheinen: Der Betrag, um welchen der Bezug der Aktie über den Optionsschein teurer ist, als ein direkter Kauf der Aktie. Das Aufgeld wird in Prozent angegeben. Das Gegenteil: "Abgeld" oder "Disagio".
Aufgeld p.a.
Das Aufgeld p.a. zeigt, um wieviel Prozent der Basiswert eines Optionsscheins auf jährlicher Basis bis zur Fälligkeit steigen bzw. fallen muss, damit der Investor keine Verluste erleidet. Faktisch macht es das Aufgeld p.a. möglich, Optionsscheine mit unterschiedlich langen Restlaufzeiten zu vergleichen.
Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat steht - zusammen mit dem Vorstand - an der Spitze der Verwaltung einer Aktiengesellschaft. Der Aufsichtsrat ernennt den Vorstand und berät diesen bei der Führung der Geschäfte. Der Vorstand ist gegenüber dem Aufsichtsrat berichtspflichtig. Bestimmte Geschäfte können von der ausdrücklichen Zustimmung des Aufsichtsrats abhängig gemacht werden. Daneben steht dem Aufsichtsrat ein umfassendes Prüfungsrecht zu.
Ausgabe- / Emissionskurs
Der Ausgabe- oder Emissionskurs ist der Kurs, den Anleger bei der Ausgabe von Wertpapieren (Emission) bezahlen müssen.
Ausgabeaufschlag
Der Ausgabeaufschlag ist eine einmalige Gebühr, die beim Kauf von Investmentfonds fällig wird. Die Höhe des Ausgabeaufschlags steht in den Vertragsbedingungen und kann für alle in Deutschland gehandelten Investmentfonds unter finanzen.com abgerufen werden.
Ausgabekurs
Der Preis, zu welchem Wertpapiere neu ausgegeben werden. Dies kann Aktien, Investmentfonds, Anleihen, Optionsscheine oder Zertifikate betreffen.
Ausgabepreis
Für Investmentfonds: Preis, zu dem Anleger Fondsanteile erwerben können. Summe aus Anteilwert (Rücknahmepreis) und Ausgabeaufschlag.
Auslandsanleihen
Anleihen, deren Aussteller nicht in der Bundesrepublik Deutschland ansässig sind. Auslandsanleihen können in heimischer oder in ausländischer Währung aufgelegt werden.
Ausschüttender Fonds
Ein Investmentfonds, bei dem die Erträge (Dividenen, Zinsen und Veräusserungsgewinne) an die Anteilsinhaber ausgeschüttet werden.
Ausschüttung
Die Ausschüttung ist die Auszahlung von Dividenden oder Zinsanteilen an die Aktionäre, bzw. an die Anteilsinhaber von Investmentfonds.
Aussetzung
Bei der Aussetzung einer Kursnotierung wird ein Wertpapier nicht mehr an der Börse gehandelt. Meist ist die Aussetzung zeitlich befristet. Gründe: kursbewegende News, die überdurchschnittlich starke Schwankungen des Börsenkurses zur Folge haben oder haben können.
Ausübungspreis
siehe: Basispreis
Baisse
Eine Baisse bezeichnet einen stärkeren, meist länger anhaltenden Kursrückgang an der Börse.
Baisse Spread
Bei Baisse-Spread-Optionen werden gleichzeitig Calls oder Puts ver- oder gekauft. Durch diese Strategie werden Gewinne bei einem Nachgeben des Basiswertes erzielt. Gegenteil: Bull-Spread.
Bankgarantie
Unwiderrufliche Verpflichtung einer Bank, eine Zahlung vorzunehmen, falls ein Dritter eine bestimmte Leistung nicht erbringt. Garantien übernimmt die Bank meist im Zusammenhang mit Import- und Exportgeschäften. Wichtigste Arten der B.: Offert-, Erfüllungs-, Anzahlungs- und Zahlungsgarantien.
Bankgebühren
Kosten, die von den Banken für deren Serviceleistungen in Rechnung gestellt werden.
Bankgeheimnis
Banken dürfen gegenüber Dritten nicht über die Vermögensverhältnissse ihrer Kunden Auskunft geben. Aber: In speziellen, gesetzlich geregelten Fällen müssen die Kreditinstitute von diesem Auskunftsverweigerungsrecht abweichen und staatliche Institutionen informieren.
Barwert
Als Barwert wird der zusammengefasste aktuelle Wert zukünftiger Zahlungen bezeichnet. Der Barwert wird ermittelt, in dem die in der Zukunft anfallenden Zahlungen auf den heutigen Wert abgezinst und aufaddiert werden.
Basis
Bei Optionsscheinen: Bezugsobjekt der Option. Bei sonstigen Termingeschäften: Die Differenz zwischen den Kassa- und Terminpreisen.
Basisinstrument / Basisobjekt
Bei Optionsscheinen: Aktie, Index, Währung, Terminkontrakt, Ware oder Kombinationen auf das sich die Option bezieht.
Basisobjekt
Bei Optionsscheinen: Das Basisobjekt ist ein Wertpapier, eine Devise, ein Index oder ein Futures-Kontrakt. Es bezeichnet das dem Optionsgeschäft zugrundeliegende Wertobjekt.
Basispreis
Bei Optionsscheinen: Preis, zu dem die Aktie (Währung, Index...) gekauft (Call) bzw. verkauft (Put) werden kann.
Basiswert
Bei Optionsscheinen: Begriff für das bei Optionsgeschäften zugrundeliegende Instrument, welches bei Ausübung oder Fälligkeit des Option anzudienen oder zu erhalten ist (auch Basisobjekt). Bei Optionen auf Futures ist der Basispreis der entsprechende Terminkontrakt.
Behauptet
Börsentendenz: Der Kurs eines Wertpapiers hat sich "behauptet", wenn er trotz grösserer Verkaufsaufträge nicht wesentlich nachgibt.
Belegschaftsaktien
Aktien, die zu Vorzugspreisen an die eigenen Mitarbeiter ausgegeben werden.
Berichtigungsaktien / Zusatzaktien / Gratisaktien
Berichtigungsaktien sind Aktien, die im Rahmen von Kapitalerhöhungen aus eigenen Mitteln ausgegeben werden. Bei der Emission von Berichtigungsaktien bekommen die Aktionäre eines Unternehmens für eine bestimmte Anzahl von Aktien zusätzliche Aktien. Die Ausgabe von Berichtigungsaktien lässt auf einen guten Geschäftsverlauf schließen, so dass eine entsprechende Ankündigung meist Kurssteigerungen auslöst.
Bestens / Bestens-Auftrag
"Bestens" ist ein Zusatz zu einem Verkaufsauftrag für Wertpapiere, der ohne Limit abgewickelt werden soll. Das bedeutet: Das Wertpapier soll zum bestmöglichen Tageskurs verkauft werden.
Betriebsergebnis
Als Betriebsergebnis oder Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wird das Ergebnis des Kerngeschäftes eines Unternehmens bezeichnet. Nicht zum Kerngeschäft zählen z.B. Sonderaufwendungen wie Akquisitionen oder Aktienrückkäufe.
Bezugsrecht
Wenn eine Aktiengesellschaft zusätzliches Kapital benötigt, kann sie neue Aktien ausgeben. Die bisherigen Aktionäre haben dann das Recht, eine bestimmte Anzahl dieser neuen Aktien zu erwerben. Die Altaktionäre können dieses Bezugsrecht ausüben und die neuen (jungen) Aktien beziehen oder das Bezugsrecht an der Börse verkaufen.
Bezugsverhältnis
Bei Optionscheinen: Das Bezugsverhältnis zeigt an, wieviele Aktien, Indexanteile... mit der erworbenen Option gekauft (Call) oder verkauft (Put) werden können.
Bid
Bid steht für Nachfrage, Kaufangebot: Der Begriff bezeichnet den Preis, den ein Käufer zu bezahlen bereit ist. Gegenteil: Ask
Bilanz
Eine Bilanz beschreibt das Vermögen (Aktiva) sowie das Eigen- und Fremdkapital (Passiva) eines Unternehmens.
Bilanzanalyse
Durch Bilanzanalyse wird die Bilanz eines Unternehmens untersucht und aufbereitet.
Billigst
Billigst ist ein Zusatz zu einem Kaufauftrag für Wertpapiere, der ohne Limit ausgeführt werden soll. Bei Billigst-Aufträgen sollen die Wertpapiere zum niedrigst möglichen Kurs gekauft werden.
Blue Chip
Blue Chip ist die Bezeichnung für marktbreite Aktie.
Bonds
Bonds (dt. Anleihen) ist der englische Überbegriff für festverzinsliche Wertpapiere, Obligationen und Schuldverschreibungen.
Bonität
Die Kreditfähigkeit und Kreditwürdigkeit eines Schuldners.
Bonität
Kreditwürdigkeit eines Kreditnehmers.
Bonus
Bei Wertpapieren: Zusätzliche Zahlung zur Dividende.
Bookbuilding-Verfahren / Bookbuilding-Spanne
Das Bookbuilding-Verfahren dient zur Festlegung des Emissionspreises für Aktien von Börsenkandidaten. Das Bookbuilding definiert keinen festen Preis für das Wertpapier. Die Interessenten können innerhalb einer vorgegebenen Preisspanne (Bookbuilding-Spanne) Kaufangebote (=Zeichnungsangebote) abgeben. Ist die Nachfrage hoch, wird sich der Emissionspreis im oberen Bereich der Bookbuilding-Spanne bewegen.
Brady Bonds
Brady Bonds sind langfristige Verbindlichkeiten sogenannter Schwellenländer. Die Papiere sind in den meisten Fällen durch Staatsanleihen besichert. Brady Bonds zählen zu den größten und liquidesten Anleihetiteln der Schwellenländer.
Break Even
Bei Optionsscheinen: Kurs des Bezugsobjekts, zu dem der Investor bei Ausübung des Optionsrechts keinen Verlust erleidet. Mit Call-Optionsscheinen werden Gewinne erzielt, wenn der Kurs des Basiswerts bei Nutzung des Optionsrechts über dem Break-Even notiert. (Transaktionskosten nicht berücksichtigt). Bei Put-Optionsscheinen muss der Kurs des Basiswerts unter den Break-Even fallen, um dem Investor Gewinne zu ermöglichen.
Brief
Brief (B) steht für Angebot. Es bezeichnet den Verkaufswunsch. Ein "B" hinter einem Wertpapierkurs zeigt an, dass zu diesem Kurs Anleger das Papier verkaufen möchten, bislang jedoch keine Käufer zur Verfügung stehen. "bB" (bezahlt Brief) bedeutet, dass bereits Verkäufe getätigt wurden, aber noch weitere Aktien zu verkaufen sind. Geld (G) bedeutet das Gegenteil: Nachfrage, Kaufwunsch.
Briefkurs
Der Briefkurs bezeichnet den Kurs, zu dem Wertpapiere, Devisen oder Edelmetalle angeboten werden. Der englische Begriff für Briefkurs ist "asked price".
Broker
Der Broker führt im Auftrage seiner Kunden Wertpapierkäufe oder –verkäufe an der Börse gegen eine entsprechende Vermittlungsgebühr aus. Der Begriff stammt aus den USA. Dort gilt nach wie vor das sogenannte Trennbanken-System: Banken dürfen, anders als in weiten Teilen Europas, nur bestimmte Bereiche des Kredit- und Investmentgeschäfts abdecken.
Bull Spread
Bei Optionsscheinen: Bei Bull-Spread-Optionsscheinen werden gleichzeitig Call- oder Putoptionen ge- oder verkauft. Gegenteil: Baisse Spread
Bulle
Der Bulle ist das Symboltier der Haussiers und steht für steigende Börsenphasen.
Bund Future
Börsentäglich gehandelter Terminkontrakt auf eine fiktive Bundesanleihe, die einen Nominalzins von sechs Prozent und eine Laufzeit von zehn Jahren hat.
Bundesanleihe / Bundesobligation
Als Bundesanleihen bezeichnet man die festverzinslichen Wertpapiere der Bundesrepublik Deutschland.
Bundesobligationen
Daueremissionen des Bundes. Bundesobligationen sind Anleihen mit festem Zinssatz und einer vereinbarten Laufzeit von fünf Jahren. Bundesobligationen werden jeweils nach dem Verkaufsabschluss einer Serie an der Börse eingeführt. Die Anteile sind zu 100 Mark gestückelt.
Bundesschatzbriefe
Bundesschatzbriefe sind mittelfristige Schuldverschreibungen des Bundes. Es gibt sie als Typ A: feste Zinsen bei jährlicher Ausschüttung, Laufzeit: 6 Jahre und als Typ B: feste Zinsen, die kumuliert werden und am Ende der Laufzeit ausgeschüttet werden. Laufzeit: 7 Jahre.
Buy / Kaufen
Analystensprache: Die Einstufung "Buy" beziehungsweise "Kaufen" ist eine Kaufempfehlung für ein bestimmtes Wertpapier.
BVI
Bundesverband Deutscher Investment-Gesellschaften. Sitz: Frankfurt. Der BVI ist ein bedeutender Verband der deutschen Investmentbranche. Ihm gehören über 60 deutsche und ausländische Investmentgesellschaften an.
Bär
Der Bär steht als Symbol der Baissiers für fallende Aktienkurse (=bear market). Die Haussiers haben den Bullen zu ihrem Symbol erhoben. Sinnbildlich: Während der Bär mit seiner Pranke nach unten schlägt, stößt der Bulle mit seinen Hörnern nach oben.
Börse
Die Börse ist ein Ort, an dem sich Käufer und Verkäufer treffen. Sie handeln mit Waren, die weder physisch vorliegen, noch übergeben oder bezahlt werden. Es gibt Börsen u.a. für Rohstoffe, Devisen, Terminkontrakte, Waren und Wertpapiere. Deutsche Wertpapierbörsen gibt es in Frankfurt, Stuttgart, Düsseldorf, München, Hamburg, Berlin, Hannover und Bremen.
Börsenaufsicht
Die Börsenaufsicht überwacht den Börsenhandel und die Einhaltung der Börsenordnung. Für die Börsenaufsicht sind in Deutschland die jeweiligen Landesregierungen zuständig.
Börsenkürzel
Neben den Kursen enthalten auch die Kürzel wichtige Informationen. Sie kennzeichnen die Marktlage genauer. b, bz, bez: bezahlt;alle Aufträge wurden ausgeführt bG: bezahlt Geld; Umsätze zum angegebenen Kurs fanden statt. Es liegen aber noch weitere Kaufangebote vor, die nicht ausgeführt wurden. bB: Zur leichteren Verständigung bedient sich der Makler bestimmter Kürzel. bB: bezahlt Brief: Umsätze zum angegebenen Kurs fanden statt. Es liegen aber weitere Verkaufsangebote vor, die nicht ausgeführt werden konnten B: Brief; es lagen Verkaufsangebote vor, die jedoch nicht ausgeführt werden konnten G: Geld: es lagen Kaufangebote vor, die jedoch nicht ausgeführt werden konnten etw. BG: etwas bezahlt Geld: nur ein kleiner Teil der Kaufangebote wurde erledigt etw. bB: etwas bezahlt Brief: nur ein kleiner Teil der Verkaufsangebote wurde erledigt exD exDivz: ohne Dividende: die Dividende wurde ausgeschüttet exB exBez: ohne Bezugsrecht ExBA: ohne Berichtigungsaktien T, tax: Taxkurs: geschätzter Kurs einer Aktie, da keine Umsätze stattgefunden haben -: gestrichen: mangels Aufträgen fand kein Umsatz statt -B: gestrichen Brief: da hauptsächlich unlimitierte Verkaufsaufträge vorlagen, konnte kein Kurs festgestellt werden -G: gestrichen Geld: da hauptsächlich unlimitierte Kaufaufträge vorlagen, konnte kein Kurs festgestellt werden.
Börsenplatz
Bezeichnung für den geographischen Ort einer Wertpapierbörse Die acht deutschen Börsenplätze sind Frankfurt, Düsseldorf, München, Hamburg, Stuttgart, Berlin, Bremen und Hannover.
Börsenprospekt
Unternehmen, die an die Börse streben, müssen vor dem Going Public einen Börsenprospekt veröffentlichen. Der Prospekt enthält Angaben zum Nennbetrag der Emission, zum Verwendungszweck des eingesammelten Kapitals, ein ausführliches Portät des Unternehmens sowie alle wichtigen Kennzahlen, Planungen, Chancen, Risiken und Emissionsbedingungen.
CAC 40
Abkürzung für Compagnie des Agent de Change 40 Index. Der wichtigste Aktienindex der Pariser Börse. Misst die Kursentwicklung der umsatzstärksten französischen Aktien.
Call
Der Käufer eines Calls (Kaufoption) erwirbt das Recht - aber nicht die Pflicht - während einer vorab bestimmten Laufzeit die angebotenen Wertpapiere zu den in den Vertragsbedingungen genannten Konditionen zu kaufen.
Candlestick / Kerzenchartanalyse
Die Candlestick-Charttechnik ist eine Darstellungsform von Kursveränderungen im Rahmen der technischen Chartanalyse. Der Körper der Kerze zeigt die Differenz zwischen Eröffnungs- und Schlusskurs. Steigende Kurse werden durch weisse Körper dargestellt. Sinkende Kurse durch schwarze. Die Dochte an der Kerze (oben und unten) zeigen die Höchst- und die Tiefstkurse an. Die Kerzenchartanalyse entstammt der japanischen Analysetechnik und hilft, Stimmungen an den Märkten zu erkennen.
Cap
Bei Optionsscheinen oder Zertifikaten: Caps markieren Ober- oder Untergrenzen, ab denen der Investor an weiteren Kursentwicklungen nicht weiter partizipiert.
Cash -Flow
Der Cash Flow ist eine Bilanzkennzahl, die die Beurteilung der Finanzlage eines Unternehmens ermöglicht. Ad definitionem ist der Cash Flow eine finanzielle Stromgrösse, die den in einer Periode erfolgswirksam erwirtschafteten Zahlungsmitteüberschuss anzeigt. Rechenweg: Netto-Umsatzerlöse - Materialaufwand - Löhne und Gehälter, einschliesslich soziale Abgaben - Steuern - Änderung erforderliches Betriebskapital = net operating Cash Flow
CDAX
Abkürzung für Composite-DAX. Der CDAX ist ein Aktienindex, der die Kursentwicklung aller Aktien misst, die an der Frankfurter Wertpapierbörse notieren und dort im amtlichen Handel gehandelt werden.
Chart
Ein Chart ist die graphische Darstellung von Kursverläufen einzelner Aktien oder Börsen- und Branchenindizes.
Chartanalyse
Art der Aktienanalyse, die Aktienkursbewegungen auf der Grundlage von Charts (grafisch dargestellte Verläufe von Kursen) interpretiert. Die Chartanalyse baut auf historische Daten, die von den Chartisten als richtungsweisend für zukünftige Kursentwicklungen erachtet werden.
Clearing
Zentrale Verrechnung für Forderungen und Verbindlichkeiten.
Clearing House
Die Clearingstelle (Clearing House) ist eine der Börse angeschlossene Institution. Über sie werden alle Abschlüsse von Futures und Optionen auf Futures abgewickelt und verrechnet. Sie nimmt zu jedem Käufer bzw. Verkäufer die rechtliche Gegenposition ein und übernimmt damit das Bonitätsrisiko der Handelsteilnehmer.
Clearingstelle
Die Clearingstelle (Clearing House) ist eine der Börse angeschlossene Institution. Über sie werden alle Abschlüsse von Futures und Optionen auf Futures abgewickelt und verrechnet. Sie nimmt zu jedem Käufer bzw. Verkäufer die rechtliche Gegenposition ein und übernimmt damit das Bonitätsrisiko der Handelsteilnehmer.
Close
"Close" wird der offizielle Schlußkurs des Tages genannt. Der Eröffnungskurs wird als "Open" bezeichnet.
Commodity
Commodity ist ein Sammelbegriff für "Ware". Bezeichnet werden in der Regel Terminwaren. Der Begriff "Commodity Future" steht für Warentermingeschäfte.
Computerbörse
Börsenhandel, der via Computer organisiert ist.
Convertible Bonds
Englische Bezeichnung für Wandelanleihen.
Cost-Average-Effekt
Der Cost-Average-Effekt setzt regelmässige Einzahlungen z.B in Investmentfonds voraus. Durch den Cost-Average-Effekt erreicht der Anleger, dass bei fallenden Kursen mehr, bei steigenden Kursen entsprechend weniger Fondsanteile erworben werden. Wo der Vorteil für den Anleger sein soll, wissen nur die Erfinder des Begriffes.
Courtage
Gebühr, die Börsenmakler für die Vermittlung von Börsengeschäften erhalten.
Covered Warrants
Aktien-Optionsscheine, die das Recht zum physischen Bezug von Aktien verbriefen. Diese Aktien müssen sich während der Laufzeit des Optionsscheins in einem gesondert gehaltenen Deckungsbestand befinden. De facto verzichten die Emittenten bei vielen Emissionen, sich mit den entsprechenden Aktien einzudecken. Stattdessen stellen sie durch den Abschluss zusätzlicher Finanztransaktionen sicher, dass Lieferansprüche des Optionsscheininhabers bei Ausübung des Optionsrechts erfüllt werden.
Crash
Massiver Kurseinbruch von Wertpapieren auf breiter Front Neben dem Crash von 1929 (Schwarzer Freitag) ist einigen Aktionären vor allem der Einbruch vom Oktober 1987 in Erinnerung.
Cross Rate
Kreuzkurs: Paritätsabrechnung zweier Währungen unter Bezugnahme auf die offizielle Parität.
DAX
kurz für: Deutscher Aktienindex. Fasst die Kursentwicklung der 30 umsatzstärksten deutschen Aktien zusammen. Der DAX ist ein sogenannter Performance-Index. In dem werden auch Dividendenzahlungen und Veränderungen des Grundkapitals berücksichtigt.
DAX-100
Dieser Index umfasst die 30 im DAX und die 70 im MDAX repräsentierten Aktien. Der DAX-100 besteht im Prinzip aus den 100 größten deutschen Aktien nach den Kriterien der Marktkapitalisierung und des Umsatzes. Der DAX-100 ist in zehn Branchenindizes unterteilt.
Day Trader
englich für "Tageshändler". Day Trader lösen ihr Engagement noch am selben Tag durch ein Gegengeschäft.
Delta
Kennzahl, die die Abhängigkeit des Optionswertes von der Veränderung des Kassakurses des Underlyings anzeigt.
Depot
In einem Depot werden Wertpapiere gegen Gebühren bei einer Bank aufbewahrt.
Depotbank
Die Depotbank verwaltet das Fondsvermögen treuhänderisch. Sie wickelt die Transaktionen des Fondsmanagers ab.
Depotbankvergütung
Entgelt der Depotbank für die Verwahrung des Fondsvermögens und die Ausübung der gesetzlich vorgeschriebenen Kontrolltätigkeit. Die Depotbankgebühr wird dem Fondsvermögen direkt entnommen.
Depotgebühren
Depotgebühren müssen für die Verwaltung und Verwahrung von Wertpapierdepots bezahlt werden. Die Gebühren richten sich z.T. nach nach Aufwand und Gegenwert der Wertpapiere.
Derivate / derivate Finanzinstrumente
Nicht physisch vorhandene Finanzinstrumente, die sich aus Wertpapieren, Währungen, Indizes, Waren oder Rohstoffen ableiten. Zu den derivaten Finanzinstrumenten zählen alle Arten von Optionsscheinen, Optionen sowie Futures.
Designated Sponsor / Betreuer
Designated Sponsor sind Kreditinstitute oder Finanzdienstleister, die kleinere oder mittlere börsennotierte Unternehmen betreuen.
Deutsche Terminbörse
Die Deutsche Terminbörse (DTB) ist eine Computerbörse, an der ausschliesslich Optionen und Terminkontrakte gehandelt werden. Wie alle Börsen unterliegt auch sie dem Börsengesetz und der Staatsaufsicht. Gründung: 27. Januar 1990.
Devisen
Devisen sind ausländische Währungen.
Devisen Futures
Devisen Futures sind Terminkontrakte, die den Inhaber berechtigen und verpflichten einen bestimmten Währungsbetrag zu einem bestimmten Zeitpunkt, zu einem vereinbarten Kurs zu kaufen oder zu verkaufen.
Devisentermingeschäft
Handel von Devisen auf Termin. Der Kontrakt führt sofort zu einem Geschäftsabschluss. Die Anschaffung der Devisen passiert zu einem späteren Termin.
Disagio / Abgeld
Spanne, um die der Preis oder Kurs hinter dem Nennwert eines Wertpapiers oder der Parität einer Geldsorte zurückbleibt. Bei Optionsscheinen: Prozentualer Abschlag beim Bezug des Basisinstruments mit dem Optionsschein gegenüber dem direkten Erwerb des Basisinstruments.
Diskontierungsfaktor
Mit dem Diskontierungsfaktor wird aus einem Endkapital der Barwert ermittelt.
Diskontsatz
Der Diskontsatz ist der Zinssatz, zu dem die Deutsche Bundesbank von den Banken unter bestimmten Voraussetzungen Wechsel ankauft.
Diversifikation, Diversifizierung
Diversifikation bezeichnet die Streuung des Anlagekapitals auf verschiedene Investments zum Zweck der Risikokontrolle. Sinn der Diversifikation ist die Verlustbegrenzung: Je kleiner der Depotanteil eines Einzelinvestments, desto geringere Auswirkungen hat ein hoher Wertverlust dieses Investments auf das Gesamtvermögen des Anlegers.
Dividende
Gewinnausschüttung an die Aktionäre.
Dividendenabschlag
Beispiel: Aktienkurs ist 100 EURO. Dividende ist 3 EURO. Nach der Bezahlung der Dividende wird die Aktie bei 97 EURO notieren. Dies wird als Dividendenabschlag bezeichnet.
Dividendenrendite
Die Dividendenrendite drückt das Verhältnis zwischen ausgeschütteter Dividende pro Aktie und Aktienkurs aus. Wichtig beim Vergleich: Kontrollieren Sie, ob die ausgeschüttete Dividende tatsächlich bezahlt worden ist oder ob es sich um eine Prognose für die Zukunft handelt.
Dividendenstripping
Kombination aus dem Verkauf einer Aktie kurz vor dem Dividendentermin und Rückkauf der gleichen Aktie kurz nach dem Dividendentermin.
DJIA
Dow Jones Industrial Average. Amerikanischer Aktienindex für 30 US-Blue-Chips.
Dollar-Anleihen
Dollar-Anleihen sind festverzinsliche Wertpapiere, die in US-Dollar emittiert werden. Dollar-Anleihen können von der US-Regierung, US-Institutionen, aber auch von ausländischen Unternehmen oder öffentlichen Einrichtungen ausgegeben werden.
Dow Jones Index
Der Dow Jones Index bildet die Kursentwicklung der 30 wichtigsten US-Aktien ab. Der Dow Jones wird seit 1897 vom New Yorker Verlagshaus Dow Jones & Co. berechnet.
Dow Jones STOXX
Die europäische Indexfamilie Dow Jones STOXX. Sie besteht aus je einem Benchmarkindex, einem Blue-Chip-Index sowie 19 Branchenindizes für Gesamteuropa und für den Teilnehmerkreis der Europäischen Währungsunion.
DTB
Abkürzung für Deutsche Terminbörse.
Due Dilligance
Prüfung der Ertrags- und Geschäftslage sowie der vergangenen Jahresabschlüsse des Emittenten bei Aktien- und Anleihenemissionen. Die Due- Dilligance-Prüfung wird durch Vertreter der leitenden Konsortialbank durchgeführt.
Duration
Durchschnittliche Bindungsdauer des in einem Wertpapier oder in einem Wertpapiervermögen angelegten Kapitals. Durch zwischenzeitliche Zinszahlungen auf das angelegte Kapital ist die Duration kürzer als die Restlaufzeit der Titel.
DVFA
Deutsche Vereinigung für Finanzanalyse und Anlageberatung e.V.
Easdaq
Die Easdaq ist eine Börse in Brüssel, die als gesamteuropäische Lösung für den Handel mit Aktien junger und innovativer Unternehmen fungiert. Gründung: November 1996. Direktes Pendant zur amerikanischen Nasdaq.
ebB
ebB = etwas bezahlt Brief Es konnte nur ein kleiner Teil der zum notierten Kurs limitierten Verkaufsaufträge ausgeführt werden.
ebG
ebG = etwas bezahlt Geld Es konnte nur ein kleiner Teil der zum notierten Kurs limitierten Kaufaufträge ausgeführt werden.
EBIT / Earnings before Interest and Taxes
Gewinn vor Steuern und Zinszahlungen
EBITDA
kurz für: Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization: Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen
Effekten
Sammelbegriff für Wertpapiere aller Art, wie Aktien, Partizipationsscheine oder Anleihen
Effektivverzinsung
Gesamterfolg einer Kapitalanlage. Gemessen wird die tatsächliche Verzinsung des eingesetzten Kapitals. Gebühren und sonstige Transaktionskosten sind berücksichtigt.
Effektivzins
Der Effektivzins ist der Ertrag eines Wertpapieres in Prozent. Berücksichtigt sind Zinsen, Gebühren, Provisionen und sonstige Kosten.
Eigenhandel
Der von Banken getätigte An- und Verkauf von Wertpapieren auf eigene Rechnung.
Eigenkapital
Mittel, die von den Eigentümern eines Unternehmens zur Finanzierung aufgebracht oder als erwirtschafteter Gewinn im Unternehmen belassen wurden.
Einführungskurs
Der Einführungskurs ist der Kurs, zu dem ein Wertpapier am Einführungstag an der Börse zum ersten Mal notiert wird.
Einlagensicherung
Die Einlagensicherung soll den privaten Bankkunden vor Verlust seiner Sicht-, Termin- und Spareinlagen schützen, wenn ein Kreditinstitut in wirtschaftliche Schwierigkeiten gerät. Es gibt Einlagensicherungen der privaten Banken und der Volksbanken. Für den Bereich der Sparkassen haftet die Öffentliche Hand. Die EU hat Richtlinien für die Einlagensicherung in Europa erlassen. Bis zu 20.000 Euro sind alle Spar- und Terminkonten gesichert. Die dt. Einlagensicherung geht allerdings weit darüber hinaus.
Elektronisches Börsen-Handelssystem
Börsenhandelssystem, das über Computer funktioniert. An den deutschen Börsen z.B . XETRA
Emerging Markets
Wertpapiermärkte in aufstrebenden Schwellenländern. Emerging Markets bieten Anlegern häufig höhere Chancen und Risiken als die Kapitalmärkte der Industrieländer.
Emission
Ausgabe von Wertpapieren.
Emissionskonsortium
Mehrere Banken arbeiten (vorübergehend) zusammen, um größere Finanzierungsaufgaben zu lösen. Solche Konsortien werden meist bei der Emission von Aktien oder Anleihen gegründet. Minimiert für Emittenten und Banken das Risiko.
Emissionskurs / Emissionspreis
Der Emissionskurs ist der Kurs, zu dem neu ausgegebene Wertpapiere zum Kauf angeboten werden.
Emissionsrendite
Verzinsung, welche sich zum Zeitpunkt der Emission eines Wertpapiers ergibt.
Emittent
Ein Emittent ist die Gesellschaft oder Körperschaft, die Wertpapiere ausgibt.
Enger Markt
Wertpapiermärkte, an denen nur geringe Umsätze zustande kommen. Die Enge kann unterschiedliche Gründe haben: Entweder existieren nur wenige Stücke oder der größere Teil der Wertpapiere befindet sich in festen Händen. Die Folge: Auch kleinere Umsätze können in engen Märkten zu stärkeren Kursveränderungen führen.
Ergebnis pro Aktie / Gewinn pro Aktie
Das um außerordentliche Aufwendungen bereinigte Ergebnis (Verlust oder Gewinn) einer Aktiengesellschaft dividiert durch die Zahl der ausgegebenen Aktien. Das Ergebnis pro Aktie ist eine wichtige Vergleichsgrösse der Aktienanalyse. Es ermöglicht u.a. den Vergleich mehrerer Unternehmen der gleichen Branche.
Erneuerungsschein
auch: Talon Erneuerungsschein (Gutschein) auf einem Dividenden- oder Zinsscheinbogen. Gegen Vorlage des Talons erhält der Inhaber des Wertpapiers einen neuen Bogen, sofern alle Dividenden- oder Zinsscheine vorher getrennt und aufgebraucht wurden.
Erstnotiz
Erster Kurs eines Wertpapiers an dessen erstem Börsentag.
Erträge
Bei Wertpapiererträgen unterscheiden die Finanzbehörden zwischen ordentlichen und außerordentlichen Erträgen. Zins- und Dividendeneinnahmen sind als ordentliche Ertäge steuerpflichtig. Kursgewinne sind nach Ablauf der Spekulationsfrist (12 Monate) steuerfrei. Bezugsrechterlöse gelten als ausserordentliche Erträge und sind für Privatanleger steuerfrei.
Eröffnungskurs
Kurs, der zu Beginn eines Börsentages bei fortlaufend gehandelten Papieren errechnet wird.
Eskomptieren
Bei Wertpapieren: Der Einfluss eines Ereignisses auf den Börsenkurs wird einkalkuliert, bevor dieses Ereignis überhaupt eintritt. Beispiel: Zinserhöhungen sorgen theoretisch für fallende Aktienkurse. Werden entsprechende Beschlüsse im Vorfeld einer Zinserhöhung von den Marktteilnehmern erwartet und deshalb in den Kursen z.B. von Aktien eskomptiert, hat der tatsächliche Beschluss u.U. keine unmittelbaren Folgen für die Kurse mehr.
EUREX
kurz für: European Exchange. Die EUREX ist eine elektronische Terminbörse, die aus dem Zusammenschluss der Deutschen Terminbörse (DTB) und der Schweizer Terminbörse (SOFFEX) entstanden ist. An der EUREX werden Futures und Optionen gehandelt.
Euribor
Euribor (European Interbank Offered Rate). Abkürzung für einen der wichtigsten Referenzzinssätze für kurzfristige Geldanlagen unter Geschäftsbanken.
Euro
1 Euro = 1,95583 DM
Euro.NM
Der Euro.NM wurde vom Verbund europäischer Wachstumsbörsen geschaffen. Er fasst die Entwicklung der Kurse an den Neuen Märkten Europas zusammen. Basis sind die dort ermittelten Indizes, die jeweils als Performance- und Kursindices berechnet werden. Die Berechnung des Euro.NM obliegt der Deutsche Börse AG in Frankfurt.
Europäische Option
Kauf- oder Verkaufsoption (Option), die nur am Fälligkeitstermin ausgeübt werden kann. Gegenteil: Amerikanische Option.
Europäisches Währungssystem (EWS)
Währungspolitische Vereinbarung zwischen den Ländern der Europäischen Union. Durch das EWS sollte eine grössere Stabilität der Währungskurse der teilnehmenden Länder gewährleistet werden. Das EWS ist seit 1979 in Kraft und wurde durch die Beschlüsse zur Einführung des EURO abgelöst und ausgebaut. Das EWS sah u.a. Bandbreiten zwischen den einzelnen Währungen vor, innerhalb derer die Kurse schwanken durften.
ex BA
ex BA = ex Berichtigungsaktien (auch: ex Ber). Die erste Notitz nach der Umstellung eines Kurses auf das (aus Gesellschaftsmitteln) berichtigte Aktienkapital.
ex BR
ex BR = ex Bezugsrecht (auch: ex Bez oder exB oder xB). Kurszusatz am Tage des Bezugsrechtsabschlages. Der Kurs der jungen Aktie wird ab sofort mit Kursabschlag (ohne Bezugsrecht) gehandelt. Meist am vorletzten Börsentag vor Ablauf der Bezugsfrist.
ex Div
ex Div = ex Dividende (auch: exD oder xD). Kurszusatz am Tage des Dividendenabschlages (die vorher im Kurs enthaltene Dividende wurde nach Auszahlung der Dividende vom Kurs abgezogen). Meist am zweiten Börsentag nach der Hauptversammlung.
Exit
Börsenslang: Exit bezeichnet den Ausstieg eines Kapitalgebers aus einem Unternehmen.
Gamma
Bei Optionsscheinen: Kennzahl, die die Abhängigkeit des Deltas von der Veränderung des Kassakurses des Underlyings anzeigt. Mathematisch bedeutet Gamma die 2. Ableitung der Optionspreisformel nach dem Preis.
Garantiefonds
Investmentfonds, die entweder die Rückzahlung des eingesetzten Kapitals (Geld-Zurück-Garantie/Money-Back-Garantie) oder eines bestimmten Prozentsatzes davon versprechen. Zudem wird der Anleger bis zur Endfälligkeit mit einer bestimmten Partizipationsquote am Kursanstieg des jeweiligen Marktes beteiligt. Alternativ wird der Gewinn auf einen bestimmten Prozentsatz des Indexanstiegs beschränkt.
Geldkurs
Preis, den Anleger zu zahlen bereit sind, um Wertpapiere oder Devisen zu kaufen. Der englische Begriff für Geldkurs ist "bid".
Geldmarkt
Von Banken und Börsen organisierter Markt für kurzfristiges Kapital wie z.B. Tages-, Monats- oder Festgeld.
Geldmarktfonds
Von Banken und Börsen organisierter Markt für kurzfristiges Kapital von z.B. Tages- oder Monatsgeld.
Geldmarktnahe Fonds
Geldmarktnahe Fonds sind Investmentfonds, die in festverzinsliche Wertpapiere mit kurzen Restlaufzeiten, in variabel verzinsliche Anleihen sowie Terminanlagen investieren. Ihr Ziel ist es, eine möglichst stetige, von Zinsschwankungen weitgehend unabhängige Wertentwicklung in der jeweiligen Fondswährung zu erwirtschaften.
Gemischte Fonds
Investmentfonds, die sowohl in Aktien als auch in festverzinsliche Wertpapiere investieren können. In der Regel sind in den Anlagebedingungen Höchstgrenzen für den Aktien- oder Rentenanteil festgehalten. Das Fondsmanagement trifft die Entscheidung über den richtigen Mix.
Genussschein
Kapitalmarktinstrument, das Genussrechte verbrieft. Vornehmlich Genussrechte an einer Unternehmung oder am Liquidationserlös. Zwitterform zwischen Aktie und Anleihe. Sie verbriefen, im Gegensatz zur Aktie, keine Gesellschafterrechte. Ihre Besitzer sind jedoch, im Gegensatz zu Anleihen, direkt an den Gewinnen eines Unternehmens beteiligt.
Geregelter Markt
Teilmarkt der deutschen Wertpapierbörsen.
Geschlossene Fonds
Ein geschlossener Fonds ist ein Investmentfonds, welcher Anteile zeitweise und bis zu einem bestimmten Umlaufvolumen zwar emittiert, nicht aber zurücknimmt. Die Anteile werden weiterhin am Markt gehandelt.
Geschäftsbericht
Jährliche Veröffentlichung des Geschäftsverlaufs einer Aktiengesellschaft. Der Geschäftsbericht beinhaltet u.a. den Jahresabschluss, Berichte des Vorstands und Aufsichtsrats über den Geschäftsverlauf und die Lage der Gesellschaft. Der Geschäftsbericht steht allen Aktionären zur Verfügung.
Gewinn- und Verlustrechnung (GuV)
Kapitalgesellschaften müssen zusammen mit der Bilanz und dem Anhang eine Gewinn- und Verlustrechnung veröffentlichen, in der die Aufwendungen und Erträge aufzugliedern sind und der Gewinn (bzw. Verlust) ausgewiesen wird.
Gewinnanteilsschein
Die Gewinnanteilsscheine legen den Anspruch auf eine Gewinnauszahlung fest (eingesetzt meist für Aktien oder Genuss-Scheine).
Gewinnmitnahme
Verkäufe von Anlegern, die nach einem Kursanstieg die erzielten Kursgewinne realisieren wollen.
Gewinnobligationen
Gewinnobligationen gewähren im Gegensatz zu Aktien kein Beteiligungsrecht. Sie sind Gewinnschuldverschreibungen, bei denen nur ein Gewinnanteil ohne Basiszinsanspruch gewährt wird. Risiko: Fallen keine Gewinne an, ist eine Gewinnobligation nahezu wertlos.
Gewöhnliche Geschäftstätigkeit
Die gewöhnliche Geschäftstätigkeit umfasst das Kerngeschäft eines Unternehmens. Ausgeschlossen davon sind Sonderfaktoren wie Gewinne aus Unternehmensverkäufen, Gewinne aus der Auflösung von stillen Reserven oder Zinsgewinne.
Girosammelverwahrung
Die Girosammelverwahrung ist eine preiswerte, einfache und sichere Art, Aktien aufzubewahren. Alle Papiere werden bei einer Wertpapiersammelbank zentral deponiert. Über den Kauf und Verkauf der Aktien gibt es einen Buchungsbeleg an den Aktienbesitzer.
Glattstellen
Glattstellen ist die Bezeichnung für den Kauf oder Verkauf von Wertpapier- oder Devisenbeständen.
Gläubiger
Der Gläubiger ist berechtigt, eine festgelegte Leistung von seinem Schuldner zu verlangen.
Going Public
Gang an die Börse. Börseneinführung. Hauptgründe des Unternehmens für den Gang an die Börse sind neben der Erschließung des Kapitalmarktes als Finanzierungsquelle auch Publizitäts- und Imageeffekte sowie steuerliche Überlegungen.
Goodwill
Als Goodwill bezeichnet man den Teil des Wertes eines Unternehmens, der über dessen Kurswert beziehungsweise Buchwert hinausgeht. Der Goodwill beruht auf individuellen Kriterien. Zu berücksichtigen sind beispielsweise die Stammkundschaft, günstige Standorte, vorhandene Patente, Lizenzrechte sowie Markennamen.
Gratisaktie / Zusatzaktie / Berichtigungsaktie
Gratisaktien resultieren aus einer Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln eines Unternehmens. Das Aktienkapital wird dabei aus eigenen Rücklagen erhöht. Die Aktionäre leisten keine zusätzlichen Barzahlungen. Der Gesamtwert des Unternehmens (Börsenwert) verändert sich dadurch nicht. Er verteilt sich lediglich auf eine größere Zahl von Aktien. Die Aktionäre erhalten entsprechend ihrer bisherigen Beteiligung am Unternehmen zusätzliche Aktien, die ebenfalls dividendenberechtigt sind.
Gratisaktien
Gratisaktien werden ausgegeben, wenn eine Aktiengesellschaft offene Rücklagen in Grundkapital umwandelt. Zwar bezahlt der Aktionär für Gratisaktien zumeist nichts, der Wert seiner alten Aktien jedoch sinkt entsprechend. Die Eigenmittel der Gesellschaft werden davon nicht verändert, so daß die Beteiligung des Aktionärs gleich bleibt.
Grauer Kapitalmarkt
Markt für internationales Kapital, der nicht von einer staatlich kontrollierten Aufsichtsbehörde überwacht wird.
Graumarkt / Vorbörslicher Handel / Handel vor Erscheinen
Handel mit noch nicht an der Börse gelisteten Titeln vor Abschluss der Zeichnungsfrist. Börsenmakler wie Schnigge + Partner oder Lang + Schwarz organisieren diesen Handel. Privatanleger können daran über ihre Hausbank oder eine Direktbank teilnehmen.
Greenshoe / Mehrzuteilungsoption
Bestandteil des Bookbuilding-Verfahrens: Der Emittent gewährt dem Bankenkonsortium eine Option auf eine bestimmte Menge weiterer Aktien (Greenshoe) zu Originalkonditionen. Mit der Greenshoe-Option soll zusätzliche Nachfrage befriedigt werden. Die Bezeichnung geht auf die US-Firma Greenshoe Manufacturing zurück, die dieses Verfahren erstmals einsetzte.
Großaktionär
Aktionär, der im Besitz eines großen Anteils am Grundkapital eines Unternehmens ist. Infolge seines Stimmrechts hat der Großaktionär maßgeblichen Einfluss auf das Unternehmen.
Grundkapital
Nominelles Kapital einer Aktiengesellschaft. Muss in Deutschland mindestens 100 000 Mark betragen. Bei der Gründung einer AG wird in der Satzung die Höhe des Grundkapitals festgelegt. Dieses wird dann in einzelne Anteile - Aktien - zerlegt.
Gut behauptet
Bei lediglich geringfügigen Kursänderungen überwiegen leichte Kurserhöhungen.
Halten
Analystensprache: Aktionäre, die das besprochene Wertpapier bereits gekauft haben, sollten es jetzt nicht verkaufen.
Handelssegment
Bereich, in dem der Börsenhandel stattfindet. z.B. Neuer Markt, amtlicher Handel...
harte Währung
Währungen mit stabilen Wechselkursen
Hauptversammlung
Jede Aktiengesellschaft lädt mindestens einmal jährlich alle Aktionäre zur Hauptversammlung ein. Bei der Hauptversammlung wird über die Entwicklung des Unternehmens berichtet und der Aufsichtsrat und der Abschlussprüfer gewählt. Daneben werden Entscheidungen über die Verwendung des Bilanzgewinns, über die Veränderung des Grundkapitals, die Ausgabe von Bezugsrechten für junge Aktien, die Dividendenzahlung, über Satzungsänderungen und andere grundsätzliche Fragen getroffen. Der Aktionär kann, aber muss sein Stimmrecht nicht selbst ausüben. Er kann sich beispielsweise auch durch sein Kreditinstitut vertreten lassen.
Hausse
Bezeichnung für eine starke Aufschwungphase der Konjunktur oder der Börse. Die Haussiers an der Börse rechnen mit einem baldigen Kursanstieg und kaufen deshalb Wertpapiere zu derzeitigen Preis. Gegenteil: Baisse.
Hebel
Bei Optionsscheinen: Verhältnis des Aktienkurses zum Optionscheinkurs. Beispiel: Steigt die Aktie um 10%, würde der Optionsschein theoretisch um 30% steigen, wenn der Hebel drei wäre. Tatsächlich kommt eine solche Übereinstimmung nur selten vor. Dennoch gilt: Je höher der Hebel, desto spekulativer der Schein.
Hedge
(engl. für Hecke, Zaun). Der Versuch, sich gegen Preisrisiken abzusichern.
Hedge-Funds
Hedge-Funds sind Investmentfonds, die bezüglich ihrer Anlagepolitik keinerlei gesetzlichen oder sonstigen Beschränkungen unterliegen. Sie streben unter Verwendung sämtlicher Anlageformen eine möglichst rasche Vermehrung ihres Kapitals an. Hedge-Funds bieten die Chance auf eine sehr hohe Rendite, bergen aber auch ein entsprechend hohes Risiko.
historische Volatilität
Der historischen Volatilität liegen die Preisschwankungen der Vergangenheit zugrunde. Aus ihnen ermitteln Market Maker einen Faktor, der in die Bewertung von Optionsscheinen und Optionen einfliesst.
Historisches Wertpapier
Historische Wertpapiere sind Wertpapier, die nicht mehr an der Börse gehandelt werden. Die entsprechenden Stücke haben lediglich einen Sammlerwert. Sie werden auf Auktionen und Sammlerbörsen gehandelt.
Holding
Dachgesellschaft mehrerer Unternehmen.
horizontaler Spread
Die Kombination von Optionen mit gleichem Ausübungspreis. Die Optionen mit näherem Verfallsdatum werden dabei verkauft. Diejenigen mit späterem Verfallsdatum werden gekauft.
Hypothekenpfandbriefe
Hypothekenpfandbriefe sind Schuldverschreibungen, die von Hypothekenbanken ausgegeben werden. Sie dienen zur Finanzierung von Hypothekenkrediten.
IAS / International Accounting Standards
Die Leitlinien für Konzernabschlüsse nach IAS wurden vom International Accounting Standard Committee (IASC) in London festgelegt. Das IASC ist ein internationaler Zusammenschluss von Wirtschaftsprüfern, Finanzanalysten und Unternehmensvertretern. Die meisten Unternehmen, die am Neuen Markt notiert sind, bilanzieren nach IAS.
Im Verlauf erholt
Börsentendenz: "Im Verlauf erholt" bezeichnet eine während der Börsenzeit wieder steigende Kursentwicklung.
Im Verlauf nachgebend
Börsentendenz: "Im Verlauf nachgebend" bezeichnet eine während der Börsenzeit sinkende Kursentwicklung.
Immobilienfonds
Immobilienfonds investieren ihr Anlagevermögen in Immobilien, Grundstücke oder Beteiligungen an Immobiliengesellschaften.
Implizite Volatilität
Ein für die erwartete Schwankungsbreite eines Basiswertes. Wird bei Optionsscheinen und Optionen als ein Faktor zur Ermittlung des Preises eingesetzt.
In Line
Analystensprache: bedeutet so viel wie: im Rahmen der Erwartungen. Beispiel: Fallen Unternehmensdaten in Linie aus, sind die Ergebnisse erwartet worden. Keine grösseren Auswirkungen auf die Aktienkurse sind die Folge.
In-the-money-Option
Ein Call notiert in-the-money, wenn der Kurs des Basiswertes über dem Basispreis liegt. Ein Put notiert in-the-money, wenn der Kurs des Basiswertes unter dem Basispreis liegt.
Indexfonds
Indexfonds sind Investmentfonds, die einen bestimmten, repräsentativen Index nachbilden. Indexfonds setzen auf Werte, die im wesentlichen die Entwicklung des Index widerspiegeln.
Inflation
Prozess, in dessen Verlauf die gesamtwirtschaftliche Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen das zur gleichen Zeit am Markt vorhandene Angebot deutlich übersteigt. Die Folge sind steigende Preise.
Inhaberaktien / Inhaberpapiere
Wertpapiere, bei denen der jeweilige Inhaber als Aktionär anerkannt wird. Die Übertragung erfolgt durch einfache Übergabe. Inhaberpapiere können relativ umstandslos an einen anderen Inhaber verkauft, verschenkt oder vererbt werden.
Initial Margin
Sicherheitsleistung, die bei der Aufnahme eines Future-Geschäfts zu hinterlegen ist.
Initial Public Offering
kurz: IPO, direkt übersetzt: Erstes öffentliches Angebot. Es werden erstmalig Aktien eines Unternehmens zum Kauf angeboten. Mit einem IPO ist eine Börsenzulassung des Aktienkapitals und die Aufnahme der Börsennotierung verbunden.
Innerer Wert
Bei Optionsscheinen: Aktueller Wert des Optionsscheins bei Ausübung der Option.
Insider
Personen, die kraft ihres Amtes oder ihrer Funktion auf legalem Weg Nachrichten aus Unternehmen früher als die Öffentlichkeit erhalten. Insiderinformationen können sein: Informationen über Änderung der Dividende, über wesentliche Ertrags- oder Liquiditätsverbesserungen, über bevorstehende Übernahmen... Insiderinformationen dürfen nach aktuellen Finanzmarktförderungsgesetzen nicht vor der allgemeinen Zugänglichkeit durch Wertpapiertransaktionen ausgenutzt werden.
Insidergeschäfte
Insider sind Personen, die kraft ihres Amtes oder ihrer Funktion auf legalem Weg Nachrichten aus Unternehmen früher als die Öffentlichkeit erhalten. Um das Vertrauen der Anleger in funktionsfähige Finanzmärkte zu sichern, enthalten die Insider-Richtlinien des Finanzmarktförderungsgesetzes das Verbot, nicht öffentlich bekannte Informationen, die von beträchtlicher Bedeutung für den Kurs eines Wertpapiers sind, selbst auszuznutzen, an Dritte weiterzugeben oder für Empfehlungen zu verwenden.
Institutionelle Anleger
Institutionelle Anleger sind Unternehmen, Versicherungen, Pensionsfonds, Kapitalanlagegesellschaften oder Banken.
Interimsschein / Zwischenschein
Urkunde, die eine Aktiengesellschaft bei der Gründung oder einer Kapitalerhöhung vor Ausstellung der eigentlichen Aktien ausgibt.
Intra-Day-Trading / Intra-Day-Handel
Beim Intra-Day-Handel versuchen Anleger, die Tagesschwankungen von Kursen auszunutzen. Die Wertpapiere werden innerhalb eines Tages gekauft und wieder verkauft.
Intraday-Reversal
Börsentendenz: Die Kurse von Wertpapieren kehren sich innerhalb eines Tages um.
Investmentbanking
Im wesentlichen das Emissionsgeschäft, der Handel mit Aktien sowie die Beteiligungsfinanzierung. Investmentbanking wird von spezialisierten Banken und von den grossen Universalbanken betrieben. Spezialisierte Investmentbanken sind nicht im herkömmlichen Kredit- und Einlagengeschäft tätig.
Investmentfonds
Sondervermögen einer Kapitalanlagegesellschaft, das gemäss spezieller Anlagegrundsätze in bestimmten Wertpapieren (Wertpapierfonds) oder als besondere Form in Immobilien (Immobilienfonds) angelegt wird.
Investmentzertifikat
Anteilscheine, die eine Beteiligung am Sondervermögen eines Investmentfonds verbriefen.
Investor Relations
Investor Relations bezeichnet die Pflege der Beziehung zwischen einer Aktiengesellschaft und ihren Aktionären. Imagepflege sowie laufende Information über das Unternehmen, dessen Strategien und Geschäftsentwicklung sind wichtige Bestandteile der Investor Relations.
IPMA
Abkürzung für: International Primary Market Association: Vereinigung führender Emissionshäuser im Bereich Aktien- und Anleiheemissionen. Die IPMA erläßt allgemeine Empfehlungen und Regeln, die zur Standardisierung und Transparenz des Primärmarktgeschäftes beitragen. Gründung 1994.
IPO / Initial Public Offering
Börsengang eines Unternehmens.
Jahresabschluss
Der Jahresabschluss gibt Auskunft über die finanzielle Situation eines Unternehmens. Er umfasst die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung.
Junge Aktien / Neue Aktien
Junge oder neue Aktien sind Aktien, die eine Aktiengesellschaft im Zuge einer Kapitalerhöhung ausgibt. Junge Aktien werden in den meisten Fällen zunächst den Altaktionären angeboten, sofern diese ein Vorkaufsrecht (Bezugsrecht) haben. Verzichten die Altaktionäre auf ihr Bezugsrecht, werden die restlichen jungen Aktien an der Börse gehandelt.
Junk Bonds
Anleihen mit geringer Bonität. Junk = englisch für Müll/Schrott. Junk Bonds werden als hochspekulative Anlageform betrachtet: Die Spekulation: Wird der Schuldner nicht notleidend, werfen sie einen überdurchschnittlichen Ertrag ab. In den 80iger-Jahren wurde der US-Investmentbanker Michael Milken mit Junk Bonds berühmt. Er nutzte sie zur Finanzierung von Firmenübernahmen.
KAGG
Bezeichnet das Gesetz über Kapitalanlagegesellschaften. Dieses Gesetz verpflichtet alle in Deutschland tätigen Investmentgesellschaften zur Einhaltung einheitlicher Anlagegrundsätze (z.B. Risikostreuung). Dient in erster Linie dem Schutz der Fondsanleger. Das KAGG wurde 1957 erstmals verabschiedet.
Kapitalanlagegesellschaft
kurz: KAG Ein Kreditinstitut, das Einlagen von Kunden anlegt. Dies geschieht im eigenen Namen, und auf gemeinschaftliche Rechnung der Anleger. Die KAG muss über die Rechte der Anleger (Anteilinhaber) Urkunden (Anteilscheine) ausstellen. Eine KAG darf in Deutschland nur in der Rechtsform einer Aktiengesellschaft oder der Gesellschaft mit beschränkter Haftung betrieben werden. Deutsche KAGs unterliegen dem Gesetz über Kapitalanlagegesellschaften (KAGG) und gleichzeitig dem Gesetz über das Kreditwesen (KWG).
Kapitalerhöhung
Die Erhöhung des Grundkapitals einer Aktiengesellschaft durch Ausgabe neuer oder junger Aktien. Die bisherigen Aktionäre haben das Recht, die Höhe ihrer Beteiligung durch den Kauf neuer Aktien zu halten (= Bezugsrecht). Bei einer Kapitalerhöhung durch gesellschaftseigene Mittel bekommen die Altaktionäre sogenannte Gratis- oder Berichtigungsaktien. Eine Kapitalerhöhung muss zuvor in der Hauptversammlung von mindestens 75 Prozent der vertretenen stimmberechtigten Aktionäre genehmigt werden.
Kapitalertrag
Erträge aus Kapitalanlagen. Zum Beispiel: Dividenden, Zinsen, Wertsteigerung.
Kapitalertragssteuer
Besondere Erhebungsform der Einkommensteuer. Der für die Kapitalertragssteuer haftende Schuldner des Kapitals (Banken, Bausparkassen...) behält den Kapitalbetrag an der Quelle ein und führt ihn an das Finanzamt ab.
Kapitalherabsetzung
Bei AGs: Verminderung des Eigenkapitals. Bei Aktiengesellschaften geschieht eine Kapitalherabsetzung aufgrund eines Hauptversammlungsbeschlusses mit Dreiviertelmehrheit. Eine vereinfachte Kapitalherabsetzung dient oft der Sanierung eines Unternehmens.
Kapitalmarkt
von Banken und Börsen organisierter Markt für mittel-, bzw. langfristiges Kapital wie z.B. Aktien, Beteiligungen, festverzinsliche Wertpapiere etc.
Kapitalmarktzins
Zins für langfristiges Kapital. Die durchschnittliche Effektivverzinsung länger _________________ Wenn der Staat pleite macht, geht natürlich
nicht der Staat pleite, sondern seine Bürger.
(Carl Fürstenberg, dt. Bankier, 1850-1933)
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Spiritus Rector * Consulter *

Anmeldungsdatum: 12.12.2003 Beiträge: 1126 Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: 3.Jun 2007 7:15 Titel: Teil II |
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Kapitalmarktzins
Zins für langfristiges Kapital. Die durchschnittliche Effektivverzinsung längerfristiger Schuldverschreibungen und anderer Kapitalmarktpapiere.
Kassageschäft
Vertragabschluss an der Börse über den Kauf oder Verkauf von Wertpapieren, Finanzinstrumenten, Devisen oder Waren. Dieser Vertrag muß sofort oder ganz kurzfristig (binnen zweier Börsentage) erfüllt werden.
Kaufoption
Der Käufer einer Kaufoption erwirbt das Recht - aber nicht die Pflicht - während einer vorab bestimmten Laufzeit die angebotenen Wertpapiere zu den in den Vertragsbedingungen genannten Konditionen zu kaufen.
KGV
Das KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) drückt das Verhältnis zwischen Aktienkurs und dem erzielten Unternehmensgewinn einer Aktie aus. Je niedriger das KGV, desto preiswerter ist - unter Ertragsbedingungen - eine Aktie.
KISS
kurz für: Kurs-Informations-Service-System. Erfasst an der Frankfurter Wertpapierbörse die Kurse der dort geführten Wertpapiere in Echtzeit (Realtime).
Knapp behauptet
Börsentendenz: Hinweis darauf, dass das Niveau der Kurse im wesentlichen unverändert ist. Sehr leichte Kursverbesserungen oder -rückgänge.
Kommissionsgeschäft
Im Auftrag ausgeführte Geschäfte für Wertpapiere oder Waren. Der Ausführende wird dabei Kommissionär genannt. Banken oder Makler sind Kommissionäre für die Börsenaufträge ihrer Kunden.
Kommunalanleihen
Festverzinsliche Wertpapiere, die von Städten, Gemeinden oder Bundesländern ausgegeben werden.
Kommunalobligationen
Festverzinsliche Schuldverschreibungen, die von Banken ausgegeben werden. Aus den Emissionserlösen erhalten die Kommunen (Städten, Gemeinden, Bundesländer) Darlehen.
Konsolidierung
allgemein: Umwandlung von kurzfristigen in langfristige Schulden, etwa durch Emission einer Anleihe zur Ablösung von Bankverbindlichkeiten. An der Börse: Stabilisierung der Kursentwicklung von Wertpapieren in Reaktion auf vorangegangene starke Kursbewegungen.
Konsortium
Vorübergehender Zusammenschluss von Banken oder Investmenthäusern zur Lösung umfangreicher Finanzierungsaufgaben. Wird hauptsächlich zur Plazierung von Wertpapieren (Emissionen) gebildet.
Kontrakt
Die kleinste, an Terminbörsen handelbare Einheit.
Konzern
Zusammenschluss mehrerer Unternehmen.
Kulisse
Bezeichnet die Personen, die am Börsenhandel direkt teilnehmen und dabei auf eigene Rechnung kaufen und verkaufen. Die Bankenvertreter handeln im Auftrag und zählen deshalb nicht zur Kulisse.
Kupon /Coupon
Festverzinslichen Wertpapieren oder Aktien beigefügte Zins- oder Dividendenscheine. Gegen Einreichung des Kupons am Zinstermin wird der fällige Zinsbetrag bezahlt. In der Regel übernehmen Banken diese Formalität.
Kurs
Börsen: Preis für Wertpapiere, der durch den Abgleich von Angebot und Nachfrag entsteht.
Kurs-Cash-Flow
Abkürzung: KCF Das Kurs-Cash-Flow-Verhältnis ist der Quotient aus Cash-Flow je Aktie und dem Aktienkurs. Zeigt die Entwicklung der Ertragskraft eines Unternehmens.
Kursblatt
Papier, das die alle deutschen Wertpapierbörsen täglich herausgeben. Es enthält die amtlich festgestellten Kurse aller an der jeweiligen Börse notierten Wertpapiere.
Kurserholung
Börsentendez: Kurse, die vorübergehend gefallen sind, steigen wieder.
Kursexplosion
Börsentendenz: Plötzlich einsetzender, stark steigender Kursanstieg.
Kursmakler
Kursmakler sind vereidigte Börsenmakler, die im Auftrag des Börsenvorstands bei der amtlichen Feststellung der Wertpapierkurse mitwirken. (auch: amtliche Makler).
Kurspflege
Wertpapierkäufe oder -verkäufe zur Regelung und Stützung der Kurse.
Kurzläufer
Schuldverschreibungen und sonstige festverzinsliche Wertpapiere mit einer Laufzeit bis zu vier Jahren.
Körperschaftsteuer
Körperschaftsteuer ist die Einkommensteuer juristischer Personen. Aktiengesellschaften müssen diese Steuer auf ihren Gewinn bezahlen. Zur Vermeidung einer Doppelbesteuerung können sich Aktionäre diese bereits vom Unternehmen bezahlte Steuer auf die Dividende als Steuergutschrift anrechnen lassen.
Langläufer
Schuldverschreibungen und sonstige festverzinsliche Wertpapiere mit einer Laufzeit von mehr als zehn Jahren.
Laufende Notierung
Kursfindung für Wertpapiere, die während des Handels in kurzen Abständen neu ermittelt wird.
Laufzeit
bei Optionsscheinen: Zeitraum, für den die Option gilt.
Laufzeitfonds
Investmentfonds mit begrenzter Laufzeit. Das investierte Vermögen bleibt bis zum Laufzeitende im Fonds. Am Ende der Laufzeit wird das Fondsvermögen aufgelöst und einschliesslich der Zins- und Dividendenzuflüsse sowie der erzielten Wertsteigerungen an die Anteilsinhaber ausbezahlt. Anleger können ihre Fondsanteile auch während der Laufzeit börsentäglich verkaufen.
Lead-Manager
Leitet ein Konsortium unterschiedlicher Investmenthäuser. Meist im Zusammenhang mit Emissionen von Wertpapieren. Lead Manager übernehmen dabei die zentralen Aufgaben wie etwa die Erstellung des Börsenprospektes, den Antrag zur Börsenzulassung, die Verteilung und den Flow der Wertpapiere zu den Kunden.
Leerverkauf
Verkauf von Wertpapieren, die der Verkäufer nicht besitzt. Der Verkäufer spekuliert dabei auf fallende Kurse. Er kalkuliert, dass er sich zu einem späteren Zeitpunkt zu einem günstigeren Preis mit den zuvor verkauften Wertpapieren eindecken kann.
Leitbörse
Die Leitbörse ist die wichtigste Börse einer Volkswirtschaft. Sie beeinflusst nicht nur die kleineren Börsen im eigenen Land, sondern auch ausländische Börsenplätze. Leitbörsen in Europa sind Frankfurt und London. Ein bekanntes Börsenbonmot lautet: "Wenn Wall Street einen Schnupfen bekommt, haben andere Börsen eine Lungenentzündung. "
Leitzinsen
Die Zentralbank entscheidet aufgrund geldpolitischer Erfordernisse, zu welchen Zinsen sie den Kreditinstituten Zentralbankgeld zur Verfügung stellt. Sie nimmt damit Einfluss auf die kurzfristigen Soll- und Habenzinsen der Krditinstitute. Den Zentralbankzinsen kommt die Rolle von Leitzinsen zu, da andere kurzfristige Zinsen an sie angekoppelt sind.
Leverage
Bei Optionsscheinen: Hebelwirkung. Vergleichsweise grosse Kursgewinne oder -verluste.
Leverage-Effekt
Bei Optionsscheinen: Verhältnis zwischen der Kursänderung einer Option zur Kursänderung des zugrundeliegenden Basiswertes.
Leveraged Buy Out
kurz: LBO Übernahme eines Unternehmens durch außenstehende oder betriebszugehörige Investoren. Dabei werden in der Regel nur geringe Eigenmittel eingesetzt.
LIBOR
Abkürzung für: London Interbank Offered Rate. Bezeichnung für einen am Londoner Bankenplatz ermittelten Zinssatz, zu dem dort ansässige Banken bereit sind, Geld zu verleihen. Dient als Referenzzinsatz für Floating Rate Notes und Swaps.
LIFFE
Abkürzung für: London International Financial Futures Exchange. Älteste europäische Börse für Financial Futures. 1982 gegründet.
Limit
Beim Kauf oder Verkauf von Wertpapieren kann der Anleger eine Preisgrenze - ein Limit - setzen. Steigt der Kurs beim beabsichtigten Kauf über das Limit oder sinkt er bei einem geplanten Verkauf unter das Limit, so wird der Kauf- oder Verkaufauftrag nicht ausgeführt.
Liquidität
Fähigkeit eines Unternehmens oder einer Bank, den Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.
Long Position
Ein Bestand an Wertpapieren, deren Besitzer auf stark steigende Kurse (Hausse) setzt).
Long-Call
Ein Long-Call erlaubt dem Käufer einer Kaufoption (Call), den Basiswert zu einem fest vereinbarten Preis an einem vorher bestimmten Termin zu erwerben.
Long-Put
Ein Long-Put erlaubt dem Käufer einer Kaufoption (Call), den Basiswert zu einem fest vereinbarten Preis an einem vorher bestimmten Termin zu verkaufen.
Länderfonds
Investmentfonds, die überwiegend in Wertpapiere aus bestimmten Ländern oder Regionen investieren.
Makler / Freimakler
Freie Makler arbeiten auf eigene Rechnung an der Börse. Sie kaufen und verkaufen Wertpapiere und vermitteln Geschäfte zwischen anderen Börsenteilnehmern. Freimakler sind nicht wie Kursmakler an der amtlichen Feststellung der Kurse beteiligt.
Management Buy In
kurz: MBI Übernahme eines Unternehmens durch ein fremdes Management.
Management Buy Out
kurz: MBO Übernahme eines Unternehmens durch bereits im Unternehmen tätige Manager.
Mantel
Eine Aktie besteht physisch aus einem Mantel und Bogen. Der Aktienmantel ist eine Urkunde, die das Miteigentumsrecht verkörpert. Der Bogen besteht aus Coupons, das sind einzelne Dividendenscheine. Erst wenn der Anleger ein Coupon eingereicht hat, wird ihm die Dividende gezahlt. Der Bogen verbraucht sich mit den Jahren und wird dann durch Einreichen des beigefügten Erneuerungsschein - auch Talon genannt - erneuert.
Margen
Im Wertpapierhandel: Unterschied zwischen Kauf- und Verkaufkurs.
Margin
Bei Termingeschäften: Sicherheit, die ein Anleger für die Ausführung eines ungedeckten Geschäfts (z.B. den Kauf oder Verkauf eines Futures) an die Bank zu leisten hat.
Market Outperform
Analystensprache: Die Kursentwicklung des entsprechenden Wertpapiers wird besser sein, als der Branchendurchschnitt.
Market Performer
Analystensprache: Analystensprache: Die Kursentwicklung des entsprechenden Wertpapiers wird parallel zum entsprechenden Branchendurchschnitt verlaufen.
Market Underperformer
Analystensprache: Die Kursentwicklung des entsprechenden Wertpapiers wird schlechter sein, als der Branchendurchschnitt.
Marktenge
Börsen oder Wertpapiere, mit (an) denen nur geringe Umsätze erzielt werden.
Marktkapitalisierung
Die Marktkapitalisierung ist der aktuelle Börsenwert eines Unternehmens. Berechnung: Anzahl der Aktien x aktueller Kurs. Häufig wird diese Kennzahl dazu verwendet, um Größenvergleiche zwischen Unternehmen anzustellen.
MDAX
Der Index MDAX steht für Mid-cap-DAX. In ihm werden 70 Unternehmen geführt. Kriterium hierfür ist die Marktkapitalisierung. Die 70 MDAX-Aktien folgen unmittelbar den 30 DAX-Aktien. Zusammen bilden sie den DAX100.
Mehrzuteilungsreserve / Greenshoe
Die Mehrzuteilungsreserve (Greenshoe) ist Bestandteil des Bookbuilding-Verfahrens. Der Emittent gewährt dem Bankenkonsortium eine Option auf eine bestimmte Menge weiterer Aktien zu Originalkonditionen. Mit der Greenshoeoption soll zusätzliche Nachfrage befriedigt werden.
Mengentender
Ausschreibungsmodus beim Verkauf von EURO- oder Bundesanleihen, bzw. Wertpapierpensionsgeschäften. Wird u.a. von der Europäischen Zentralbank und der Deutschen Bundesbank eingesetzt. Der Ausschreiber legt den Zinssatz fest. Die bietenden Kreditinstitute nennen in ihren Geboten lediglich die Beträge, für die sie Wertpapiere an die Zentralbank zu verkaufen wünschen. Minimumgebot: eine Million EURO.
Mindestreserve
Alle deutschen Kreditinstitute müssen einen bestimmten Teil ihrer kurz- und mittelfristigen Einlagen (Giro-, Termin- und Spareinlagen) als unverzinsliches Guthaben bei der Bundesbank deponieren. Das ist die Mindestreserve. Sie dient der Sicherheit des Kunden und der Zahlungsfähigkeit der Bank. Die Bundesbank kann die Höhe der Mindestreserven verändern. Durch eine Erhöhung der Mindestreserve werden die für die Kreditvergabe verfügbaren Mittel der Banken knapper.
Minusankündigung
Eine Minusankündigung im Börsenbericht bedeutet, dass die Aktie um mindestens fünf Prozent gesunken ist.
Mischfonds
Investmentfonds, die sowohl in Aktien, Anleihen, Terminmarkt- als auch Geldmarktpapiere investieren können.
Mittelkurs
Begriff, der aus dem amtlichen Devisenhandel stammt: Kurs zwischen Geld- und Briefkurs.
Montanwerte
Montanwerte sind Aktien von Aktiengesellschaften, die primär im Bereich Kohle, Eisen und Stahl tätig sind.
Mutual Funds
amerikanischer Begriff für offene Wertpapier-Investmentfonds
nachbörslicher Handel
Börsengeschäfte, die nach dem offiziellen Schluss der Börsen stattfinden. Wird über elektronische Informationsdienste und Handelssysteme abgewickelt. Privatanleger können mit grösseren Orders über Banken und Discountbroker teilnehmen.
Nachzahlungsforderung
Zahlung, die fälligt wird, wenn der Wert eines Kontos für Terminkontrakte unter die Erhaltungsmarge (Maintenance Margin) fällt. Der Nachschuss heisst Margin Call.
Naked Warrants
Optionsscheine, die ohne gleichzeitige Emission einer Optionsanleihe begeben werden. Werden von Banken und Investmenthäusern emittiert.
Namensaktie
Namensaktien sind auf den Namen des Besitzers ausgestellt. Der Besitzer wird in das Aktienbuch der Gesellschaft eingetragen. Nur er darf die Aktie verkaufen. Bei sogenannten vinkulierten Namensaktien können die Aktien nur nach Zustimmung der Gesellschaft verkauft werden. Namensaktien sind eine deutsche Eigenart, die international nicht zu einer Gepflogenheit geworden ist.
Nasdaq
Abkürzung für National Association of Securities Dealers Automated Quotations System. Computergestützte US-Börse. An ihr werden vorrangig Wachstums- und Hochtechnologieunternehmen gehandelt.
Nebenwerte
Aktien, die nicht im Blickpunkt des allgemeinen Anlageinteresses stehen.
Nemax 50
Index der Deutsche Börse AG, der die Wertentwicklung der nach Marktkapitalisierung und Börseniquidität grössten 50 Einzelwerte des Neuen Marktes misst.
Nennwert / Nominalwert
Der Nennwert ist der auf einer Aktie aufgedruckte Betrag, der meistens vom Kurs der Aktie abweicht. Er ist als reine Rechengröße ein Maß für den Anteil am Grundkapital.
Net Asset Value
Englische Bezeichnung für Nettoinventarwert. Bei Investmentfonds vergleichbar mit dem Rücknahmepreis.
Nettodividende / Bardividende
Die um die Kapitalertragssteuer bereinigte Bruttodividende. Bruttodividende - Kapitalertragsteuer = Nettodividende
Neuemission
Die Ausgabe neuer Aktien. Neuemissionen werden über eine oder mehrere Banken oder Investmenthäuser vorgenommen (Emissionskonsortium). Die Banken müssen für die neuen Aktien Käufer finden. Innerhalb einer vorgegebenen Zeitspanne (Zeichnungsfrist) haben interessierte Anleger die Möglichkeit, Aktien zum Emissionspreis zu zeichnen.
Neuer Markt
Börsensegment der Deutsche Börse AG für junge, innovative Wachstumsunternehmen.
Neutral
Analystensprache: Die Kursentwicklung des entsprechenden Wertpapiers wird sich parallel zum Gesamtmarkt entwickeln.
New York Stock Exchange / Wall Street
Die New York Stock Exchange (NYSE) ist die US-Leitbörse. Sie hat ihren Sitz an der Wall Street in New York.
Nieuwe Markt (NMAX)
Börse in Amsterdam, an der die Aktien junger, innovativer Unternehmen gehandelt werden. Vergleichbar dem Neuen Markt in Frankfurt.
Nikkei-Index
Bedeutender Aktien-Index der Börse in Tokio. Umfasst 225 Werte.
No Rating
Analystensprache: Unternehmen wurde nicht in die warchlist der entsprechenden Analysten aufgenommen.
Notierung / Börsennotierung
Die Notierung ist die Festsetzung der amtlichen Börsenkurse. Sie erfolgt durch den amtlichen Kursmakler.
Obligation / Anleihe
Der Begriff Obligation oder Anleihe ist ein Synonym für Schuldverschreibung. Bezeichnung für Zinspapiere mit fester Verzinsung in marktgängiger Stückelung. Anleihen werden in der Regel zur langfristigen Schuldenaufnahme am in- und ausländischen Kapitalmarkt begeben.
OECD
Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in Europa.
Offene Fonds
Fonds mit unbegrenzter Anteilszahl. Nach Bedarf werden neue Anteile ausgegeben. Die umlaufenden Anteile werden nur zum Teil an staatlich überwachten Börsen gehandelt. Insbesondere bei offenen Mobilien- und Immobilienfonds findet kein offizieller Handel von Anteilen statt. Anteile können deshalb während der Laufzeit nur sehr eingeschränkt verkauft werden. Teilweise versuchen die Emissionshäuser einen Handel zu organisieren.
Offshore-Märkte
Internationale Finanzplätze mit besonders günstigen Standorteigenschaften – vor allem in Fragen des Aufsichts- und Steuerrechts.
Open
Eröffnungskurs des Tages.
Open Contract
Terminkontrakt, für den bislang kein Gegenkontrakt geschlossen, bzw. keine Andienung getätigt wurde.
Open Interest
Anzahl der nach einer Börsensitzung nicht glattgestellten Kontrakte.
Option
Eine Option gibt dem Käufer das Recht (aber nicht die Pflicht), ein Vertragsangebot zeitlich befristet anzunehmen. Im Vertragsangebot ist der Preis und die Menge der angebotenen Ware fixiert. Sogenannte Kauf- oder Call-Optionen geben das Recht, die Ware zu einem bestimmten Preis zu kaufen. Verkaufs- oder Put-Optionen räumen das Recht ein, eine bestimmte Ware zu einem vorher festgelegten Preis zu verkaufen.
Optionsanleihe
Eine Optionsanleihe besteht aus zwei Teilen: einem Optionsschein und einer Anleihe. Der Optionsschein räumt dem Besitzer das Recht ein, Aktien nach Ablauf einer bestimmten Frist (beispielsweise Aktien innerhalb einer bestimmten Frist) zu einem festgelegten Kurs zu kaufen. Der Optionsschein verfällt, wenn die Option zum letzten Handelstag nicht ausgeübt wird. Die Anleihe dagegen wird am fälligen Datum zu 100 Prozent mit einem festen Zinssatz zurückgezahlt. Für Optionsanleihen gibt es verschiedene Börsennotierungen: "m.O." oder "cum" bedeutet Anleihe mit Optionsschein, "o.O." oder "ex" dagegen ohne Optionsschein. Die Börsennotierung kann auch für den Optionsschein allein gelten."
Optionsgeschäft
Der Käufer einer Option erwirbt das Recht, vom Verkäufer (Stillhalter) innerhalb einer festgesetzten Frist die Lieferung einer bestimmten Leistung (Kaufoption) oder ihre Abnahme (Verkaufsoption) zu verlangen. Der Preis hierfür wird im voraus festgelegt (Basispreis). Für dieses Recht muss der Käufer eine Prämie (Optionspreis) bezahlen. Im Unterschied zu Futures oder anderen Termingeschäften kann die Option (muss aber nicht) ausgeführt werden.
Optionspreis
Preis für eine Kauf- (Call) oder Verkaufs- (Put) option. Der Käufer der Option hat den Optionspreis bei Abschluss des Geschäftes zu bezahlen.
Optionsrecht
Das Recht des Käufers einer Option, vom Verkäufer innerhalb einer bestimmten Laufzeit die Erfüllung des Geschäfts zu verlangen.
Optionsschein
engl. warrant: Recht, innerhalb einer bestimmten Frist eine bestimmte Anzahl eines Basisobjekts zu einem festgelegten Kurs zu beziehen.
Optionsscheinfonds
Investmentfonds, die ihre Mittel hauptsächlich in Optionsscheine investieren.
Order
Kauf- und Verkaufsauftrag im Wertpapierhandel
Original Margin
Der minimale Einschuss, der beim Kontrakthandel hinterlegt werden muss. Wird von der Börse festgelegt.
Out-of-the-money
Bei Optionsscheinen: Eine Kaufoption (Call) ist out-of-the-money, wenn der aktuelle Kurs des Basiswertes unter dem Basispreis liegt. Eine Verkaufsoption (Put) ist out-of-the-money, wenn der aktuelle Kurs des Basiswertes über dem Basispreis liegt.
Outperformer / Outperform
Analystensprache: Outperform bedeutet, dass sich der Kurs eines Wertpapiers besser entwickeln wird als der entsprechende Branchendurchschnitt.
Over-The-Counter
kurz: OTC. Finanzgeschäfte- und -instrumente, die ausserhalb des offiziellen Börsengeschäfts gehandelt werden.
Paketabschlag
Nachlass (Preisrabatt) auf ein Aktienpaket.
Paketaufschlag
Aufschlag (höherer Preis) auf ein Aktienpaket.
Pari
Pari bedeutet gleich. Ein Wertpapier wird zu pari gehandelt, wenn der aktuelle Kurs dem Nennwert entspricht.
Parity
englischer Begriff für den inneren Wert einer Option = aktueller Wert der Option bei Ausübung.
Parketthandel / Präsenzbörse
Bezeichnung für den Wertpapierhandel an der Präsenzbörse.
Partizipationsschein
Beteiligungspapier, das zwar mit Vermögensrechten ausgestattet ist, allerdings keine Stimmrechte verbrieft. Wird meist von Schweizer Aktiengesellschaften verwendet. Vergleichbar mit den deutschen Genussscheinen.
Passiva
Passiva ist der Sammelbegriff für alle auf der rechten Seite (Haben-Seite) einer Bilanz ausgewiesenen Positionen. Hierzu zählen im wesentlichen das Grundkapital, die Verbindlichkeiten einer Gesellschaft, die Rücklagen, die Rückstellungen, die passiven Rechnungsabgrenzungsposten sowie der Jahresüberschusss. Auf der Passivseite der Bilanz wird die Herkunft der Mittel ersichtlich, mit denen sich die Unternehmung finanziert. Gegenteil: Aktiva.
Pfandbrief
Pfandbriefe sind langfristige Anleihen. Sie werden von privaten Hypothekenbanken und öffentlich-rechtlichen Kreditanstalten ausgegeben und dienen zur Finanzierung von Hypothekendarlehen.
Plazierung
Der Verkauf von Wertpapieren an die Kapitalmarktteilnehmer.
Plusankündigung
Eine Plusankündigung ist ein Hinweis auf der Maklertafel, dass bei der markierten Aktie aufgrund eines vorliegenden Börsenauftrags mit markanten Kursgewinnen zu rechnen ist. Die einfache Plusankündigung "+" bedeutet, dass die Aktie um mindestens 5 Prozent über dem zuletzt notierten Kurs liegen dürfte.
Portfolio
Portfolio oder Portefeuille ist der Gesamtbestand an Vermögen, den ein Unternehmen oder ein Privatanleger besitzt.
Price Earning Ratio
englisch für: Kurs-Gewinn-Verhältnis.
Priority List
Analystensprache: Liste des einflussreichen US-Investmenthauses Goldman Sachs. Aktien, die hier geführt werden, sind unbedingt kaufenswert.
Prospekt
kurz für Emissionsprospekt: In ihm wird umfassend über das Unternehmen und die Chancen und Risiken einer Anlage in diesem Unternehmen berichtet.
Publizitätspflicht
Pflicht zur Unterrichtung der Öffentlichkeit über das Betriebsgeschehen, die Lage und Erfolge des Unternehmens. Die Verpflichtung ergibt sich aus dem Handelsrecht In seiner weitergehenden Form für Kapitalgesellschaften.
Put
Bezeichnung für eine Verkaufsoption
Quartalsbericht
Vierteljährliche Veröffentlichung einer Aktiengesellschaft. Zeigt die Umsatz- und Gewinnbilanz in den abgelaufenen drei Monaten.
Quartalsdividende
Dividende, die alle drei Monate bezahlt wird.
Rallye
Börsentendenz mit steigenden Kursen
ratB
Börsenkürzel, kurz für: rationiert Brief. Verkaufsaufträge konnten nur ausgeführt werden, indem die Abnahme quotiert (beschränkt) wurde. Deutlich gröseres Angebot als Nachfrage.
Rating
Eine standardisierte Risiko- und Bonitätsbeurteilung von Emittenten und sowie deren Wertpapiere.
Realtime
engl. für Echtzeit. Wird meist in Verbindung mit Aktien- oder Optionsscheinkursen verwandt und bezeichnet die sekundengenaue Kursweitergabe von Wertpapieren.
Rechenschaftsbericht
Geschäftsbericht von Fondsgesellschaften. Die KAGs sind hierzu per Gesetz verpflichtet. Einmal jährlich muss über die Aufteilung des Fondsvermögens, Ein- und Auszahlungen, sonstige Erträge und Aufwand sowie über die Höhe der Ausschüttungen informiert werden. Zusätzlich hat die KAG zur Mitte des Geschäftsjahres einen Halbjahresbericht zu erstellen.
Recommended List
Analystensprache: Liste des einflussreichen US-Investmenthauses Goldman Sachs. Aktien, die hier geführt werden, sind kaufenswert. Nach der "Priority List" die zweithöchste Einstufung für die Bewertung der Kursentwicklung einer Aktie bei Goldman Sachs.
Reduzieren
Analystensprache: Bestehende Bestände abbauen. Verkaufen.
Referenzzinssatz
Repräsentativer Zinssatz für bestimmte Laufzeiten, Währungen, Anlage- bzw. Kreditformen. Der LIBOR beispielsweise dient der Referenzzins für EURO-Geldmarktanlagen.
REIT
engl., kurz für Real Estate Investment Trust. Börsennotierte US-Investmentgesellschaften. REITs investieren das Kapital der Anleger zu mindestens 75 Prozent am US-Immobilienmarkt.
Rendite
Gesamtertrag eines Wertpapieres, in bezug zum investierten Kapital.
Renten / Rentenwerte
Bezeichnung für Anleihen oder festverzinsliche Wertpapiere.
Rentenfonds
Investmentfonds, der ausschliesslich oder überwiegend in festverzinsliche Wertpapiere investiert.
REX
kurz für: Deutscher Rentenindex. Index, auf Basis der täglichen Schlusskurse von 30 gängigen öffentlichen Anleihen.
Rücklagen
Kapitalreserven eines Unternehmens, die zum Ausgleich möglicher, in späteren Jahren anfallender, Verluste dienen. Durch Bildung von Rücklagen soll verhindert werden, dass im Fall von Verlusten das Nominalkapital reduziert wird. Sie stellen daher für Gläubiger des Unternehmens eine Art Garantieposten dar, da sie das Risiko eine Konkurses vermindern.
Rücknahme
bei Investmentfonds: Die KAG ist dazu verpflichtet, Fondsanteile börsentäglich zurückzunehmen. Anleger können dies zum Rücknahmepreis tun, der täglich in finanzen.com oder den Tageszeitungen veröffentlicht wird.
Rücknahmegebühr
Gebühr, die Fondsanbieter verlangen, wenn Anleger Fondsanteile zurückgeben. Wird von einigen Fondsgesellschaften anstatt einer Ausgabegebühr verlangt.
S&P 500 / S&P Future
Der S&P 500 ist einer der wichtigsten US-amerikanischen Börsenindices. Er wird von der US-Ratingagentur Standard & Poors publiziert. Der Index umfasst 500 Aktien. 400 davon stammen aus dem Industriesektor, 40 aus dem Versorgungssektor, 40 aus dem Finanzsektor und 20 aus dem Verkehrssektor. Auf diesem Index basiert der S&P Future, ein Terminkontrakt. Viele Investoren berücksichtigen diesen Future, um sich vorbörslich über die Eröffnungstendenzen an der Wall Street zu informieren.
Scalper
Kurzfristig agierende Anleger, die kleinste Gewinne sofort realisieren.
Schatzanweisungen
Schuldverschreibungen, die vom Bund, den Ländern bzw. den Sondervermögen des Bundes emittiert werden. Laufzeiten: kurz- oder mittelfristig. Bei unverzinslichen Schatzanweisungen erfolgt die Vergütung durch Diskontierung. Bei festverzinslichen Schatzanweisungen gibt es einen Coupon.
Schuldner
Person, die verpflichtet ist, eine Leistung zurückzubezahlen. Gegenteil: Gläubiger.
Schuldscheindarlehen
Schuldscheindarlehen sind langfristige Kredite, die nicht an der Börse gehandelt werden. Sie werden an Grossunternehmen, die öffentlichen Hand oder Kreditinstitute mit Sonderaufgaben ausgegeben. Kreditgeber sind meist Kapitalsammelstellen, wie z.B. Versicherungsgesellschaften. Die Vermittlung übernehmen meist Kreditinstitute.
Schuldverschreibung
Andere Bezeichnung für Obligation. Sie bezeichnet ein Schuldverhältnis zwischen zwei oder mehreren Personen. Dabei ist die eine Partei Schuldnerin und die andere Partei Gläubigerin.
Schwach / schwächer
Börsentendenz: Die Kursnotierungen sind zwischen einem und mehr als zwei Prozent zurückgegangen. Gegenteil: fest/fester.
Seitwärtsbewegung
Börsentendenz: Die Kurse haben sich kaum verändert.
Seitwärtstrend
Börsentendenz: Die Kurse bewegen sich auf gleichem Niveau. Ohne grössere Schwankungen.
Sell
engl. für verkaufen.
Sell-Out
engl. für Ausverkauft. An der Börse: Panikartige Verkäufe, die starke Kursrückgänge nach sich ziehen.
Settlement
Erfüllung eines Finanzgeschäftes. Cash-Settlement = Differenzausgleich in Geld. Physisches Settlement = Lieferung des Basiswertes.
Settlementpreis
Futures- und Optionshandel: Preis, der am Ende eines Börsentages von der Börse zur Kontraktbewertung festgesetzt wird.
Shareholder
engl. für Aktionär, Anteilsinhaber, Anteilseigner.
Shareholder Value
engl. für: Wert für die Aktionäre. Gemeint ist damit die Steigerung des Unternehmenswertes im Sinne des Marktwerts des Eigenkapitals. Alle Beschäftigten sowie das Umfeld eines Unternehmens sollen dessen Wert steigern, dh. die Eigenkapitalrendite maximieren. Die Folge sind ständig steigende Aktienkurse. Prinzip für die Führung von Unternehmen.
short
Börsenhandel: Positionen an Wertpapieren oder Terminkontrakten, die verkauft werden ohne dass die Anleger sie besitzen. Wenn Anleger leerverkaufen oder short gehen, erwarten sie, offene Position zu einem niedrigeren Preis zurückkaufen zu können.
Short Position
Wertpapierschuld nach einem Leerverkauf (short). Gegenteil: Long Position
Short-Call
Verkaufte Kaufoption (Call). Gegenteil: Long-Call
Short-Put
Verkaufte Verkaufsoption (Put). Gegenteil: Long-Put
Short-Seller / Leerverkäufer
Als Short-Seller oder Leerverkäufer werden Marktteilnehmer bezeichnet, die Wertpapiere verkaufen, die sie nicht besitzen. Shortseller spekulieren auf fallende Kurse. Sie setzen darauf, das Wertpapier später zu einem niedrigeren Kurs kaufen und liefern zu können.
Skontro
Tagebuch eines Kursmaklers. In das Skontrobuch werden alle Kauf- und Verkaufsaufträge sowie die ermittelten Kurse eingetragen.
Skontroführender Makler
Makler, der an der Börse Aufträge für die ihm zugewiesenen Wertpapiere entgegennimmt, und Kurse feststellt.
SMAX
Index der Deutsche Börse AG für sogenannte Small Caps (Nebenwerte aus dem amtlichen Handel und dem geregelten Markt). Momentan sind knapp 145 Werte enthalten.
Sorten
Ausländisches Geld in Form von Banknoten und Münzen.
Sparerfreibetrag
Summe der Kapitalerträge (Zinsen, Dividenden), der jährlich einkommensteuerfrei bleibt. Dieser Freibetrag beträgt 3050 Mark für Alleinstehende und 6100 Mark für Verheiratete inkl. Werbungskostenpauschbetrag.
Sparpläne
Regelmässiges Sparen.
Spekulant
allgemein: alle auf Gewinnerzielung aus Preisveränderungen gerichteten Tätigkeiten.
Spekulationsfrist
Frist zwischen der Anschaffung und der Veräusserung von Wertpapieren, die einkommensteuerneutral ist. Für Wertpapiere: ein Jahr. Für Immobilien: zwei Jahre. Werden Wirtschaftsgüter des Privatvermögens innerhalb der Spekulationsfrist gekauft und veräussert, sind die erzielten Kursgewinne stuerpflichtig (bis auf einen Steuerfreibetrag in Höhe von DM 1000 p.a.). Spekulationsverluste können lediglich bis zur Höhe des Spekulationsgewinns eines Jahres ausgeglichen werden.
Spekulationsgewinn
Kursgewinne aus Wertpapiergeschäften, die innerhalb der Spekulationsfrist realisiert werden. Die Spekulationsfrist bei börsengehandelten Wertpapieren beträgt ein Jahr. Werden Kursgewinne von mehr als 1000 DM innerhalb dieses Zeitraums realisiert, sind diese steuerpflichtig.
Spekulationssteuer
Steuersatz, der zu entrichten ist, wenn Wertpapiere oder Immobilien innerhalb der Spekulationsfrist gekauft und veräussert werden. Der entsprechende Gewinn wird auf das zu versteuernde Einkommen des Steuerpflichtigen angerechnet und muss zu seinem individuellen Steuersatz versteuert werden.
Spread
Renditedifferenz zwischen zwei Zinssätzen oder Differenz zwischen Ankaufs- und Verkaufspreis.
Stammaktie
Aktiengattung: Stammaktien verbriefen ein Stimmrecht, das Recht auf Teilnahme an der Hauptversammlung sowie den Anspruch auf Gewinnausschüttung.
Steueroptimierende Fonds
Investmentfonds, die meist in Aktien oder Renten investieren und dabei primär auf Kursgewinne anstatt auf steuerpflichtige Zins- oder Dividendeneinnahmen setzen.
Stillhalter
Verkäufer einer Option
Stimmrecht
Recht des Aktionärs, auf der Hauptversammlung seiner Aktiengesellschaft über die gefassten Beschlüsse abzustimmen. Das Gewicht der Stimmen richtet sich nach der Größe des Aktienbesitzes. Der Aktionär kann sein Stimmrecht auch an eine Bank abgeben. Vorzugsaktien verbriefen kein Stimmrecht.
Stop Buy Order
Kaufauftrag, der billigst ausgeführt wird, sobald der Kurs ein gesetztes Limit überschreitet.
Stop Loss Order
Verkaufsauftrag, der billigst ausgeführt wird, sobald der Kurs ein gesetztes Limit unterschreitet.
Stop-loss- / Stop-buy-order
Eine Stop-loss-order ist ein limitierter Verkaufsauftrag. Das Wertpapier wird zum angegebenen Kurs verkauft, wenn ein bestimmter Kurs unterschritten wird.
Straddle
Kombination einer identischen Zahl von Calls und Puts eines identischen Basiswerts mit identischen Ausübungspreisen und Laufzeiten.
Strangle
Kombination einer identischen Zahl von Calls und Puts eines identischen Basiswerts mit identischen Laufzeiten, jedoch unterschiedlichen Ausübungspreisen.
Strategischer Kauf
Erwerb eines Unternehmens oder Wertpapiers, der auf mittel- oder langfristige Sicht die mit dem Kauf verbundene Strategie erfüllt.
Streifbandverwahrung
Im Gegensatz zur Girosammelverwahrung werden Wertpapiere bei der Streifbandverwarhung für jeden Hinterleger (Eigentümer) gesondert aufbewahrt. Der Name des Eigentümers ist auf der Banderole (Streifband) vermerkt, mit der die Papiere gebündelt werden.
Streubesitz
Anteil von Aktien eines Unternehmens, der von einer Vielzahl von Aktionären gehalten wird und jederzeit ohne Beschränkungen an der Börse gehandelt werden kann.
Strike Price
Preis (Kurs), zu dem eine Option ausgeübt werden kann.
Stripping
Anleihen, Aktie, Fonds: Anteile werden vor der Zins- bzw. Dividendenausschüttung verkauft und am darauffolgenden Tag wieder gekauft. Ausschüttungen oder Dividenden werden nicht vereinnahmt. Sinn: Kann, je nach Steuerprogression, zu einer höheren Nachsteuerrendite führen.
Strong buy
Analystensprache: Strong buy bedeutet: starke Kaufempfehlung.
Stückaktien
Stückaktien sind Aktien ohne festgelegten Nennwert.
Stückzinsen
Laufende, noch nicht fällige Zinsen festverzinslicher Wertpapiere.
Tagesgeldkonto
Ein Tagesgeldkonto ist ein festverzinstes Konto. Die investierten Mittel sind im Gegensatz zum Sparbuch jederzeit verfügbar.
Talon / Erneuerungsschein
Der letzte Abschnitt des Dividendenscheins. Nach Gebrauch aller Dividendenscheine reichen Aktionäre bzw. die beauftragten Finanzinstitute den Talon ein und bekommen dafür einen neuen Dividendenscheinbogen.
technische Reaktion
Temporäre Kurskorrektur aufgrund charttechnischer Signale.
Technische Wertpapieranalyse
Die technische Wertpapieranalyse untersucht im Gegensatz zur Fundamentalanalyse nicht monetäre, volkswirtschaftliche oder unternehmensspezifische Entwicklungen, sondern die historischen Kurs- | | | | |