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TUI

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Moderator GM&P
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 6269

BeitragVerfasst am: 3.Sep 2007 6:49    Titel: TUI Antworten mit Zitat

An diesem Montag fällt der Startschuss für den neuen Reisekonzern Tui Travel. Die Aktien des weltgrößten Reiseveranstalters werden erstmals an der Londoner Börse gehandelt.

Der Hannoveraner Tui-Konzern hatte im Frühjahr dieses Jahres die Großfusion seiner Touristiksparte mit dem britischen Reiseveranstalter First Choice Holidays eingefädelt. Die neue Gesellschaft Tui Travel Plc hat ihren Sitz in London und kommt auf einen Umsatz von rund 18 Milliarden Euro. 51 Prozent der Anteile hält die Tui AG. Die übrigen Aktien befinden sich im Besitz der bisherigen First-Choice-Aktionäre. An der Spitze von Tui Travel steht der bisherige First-Choice-Chef Peter Long.

Der neue Reisekonzern wird nach früheren Unternehmensangaben weltweit rund 48.000 Beschäftigte, 101 Veranstaltermarken, mehr als 3500 Reisebüros sowie sieben Fluggesellschaften mit mehr als 150 Flugzeugen haben.

Name: TUI
Land / Branche: Deutschland / Holding
WKN / ISIN: TUAG00 / DE000TUAG000
Börsenplatz: XETRA
Aktueller Kurs: 19,05 EUR (03.09.07)


Tui bringt in das neue Unternehmen seine gesamten touristischen Aktivitäten ein - mit Ausnahme der Hotelbeteiligungen und des geplanten Engagements im Kreuzfahrt-Massengeschäft gemeinsam mit der Aida. Diese profitablen Sektoren will die Tui in eigener Regie ausbauen. Auch die Tui-Schifffahrtssparte Hapag-Lloyd ist von der Fusion nicht betroffen.

Tui will mit dem Zusammenschluss seine Ertragskraft stärken und "einen der profitabelsten Reisekonzerne der Welt schaffen", wie - Vorstandschef Michael Frenzel sagte. Während der TUI-Konzern zuletzt mit Umsatz- und Gewinnrückgängen zu kämpfen hatte, gilt First Choice als Ertragsperle. Die EU-Kommission hatte die Fusion im Juni genehmigt, allerdings mit der Auflage für Tui, den irischen Geschäftszweig "Travel Budget" abzustoßen.

Mit dem Zusammenschluss folgt Tui dem Vorbild des europäischen Branchenzweiten Thomas Cook. Die Tochtergesellschaft des Handels- und Touristikkonzerns Arcandor (vormals KarstadtQuelle Holding) hatte sich im Juni mit dem britischen Reiseveranstalter MyTravel zusammengeschlossen. Auch hier verblieb die knappe Aktienmehrheit (52 Prozent) bei der deutschen Konzernmutter. Die neue Thomas Cook Group Plc hat ebenfalls ihren Sitz in London und ist dort an der Börse notiert. Sie kommt auf einen Jahresumsatz von rund zwölf Milliarden Euro.
Ohne Gewähr! Quelle: ariva/dpa

FALLEN-SIE-NICHT-AUF-KURSERHOLUNGEN-HEREIN

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Moderator GM&P
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 6269

BeitragVerfasst am: 6.Sep 2007 21:02    Titel: Antworten mit Zitat

M.M. Warburg hat die Aktien von TUI mit "Hold" und einem Kursziel von 20 Euro bestätigt. Der Grund für den Rückzug aus dem Joint Venture mit Carnival sei, dass die Transaktion nicht im laufenden Geschäftsjahr des Kreuzfahrtkonzerns abgeschlossen werden könne, schrieben die Analysten in einer Studie vom Donnerstag.
Das hätte negative steuerliche Konsequenzen gehabt.

Name: TUI
Land / Branche: Deutschland / Holding
WKN / ISIN: TUAG00 / DE000TUAG000
Börsenplatz: XETRA
Aktueller Kurs: 19,02 EUR (06.09.07)


Möglicherweise habe auch die Fusion von TUI mit dem britischen Anbieter First Choice eine Rolle gespielt. First Choice arbeite bereits eng mit Royal Caribbean Cruises zusammen, ein großer Konkurrent von Carnival.
Ohne Gewähr! Analyst: M.M. Warburg

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Moderator GM&P
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 6269

BeitragVerfasst am: 2.Apr 2008 11:57    Titel: Antworten mit Zitat

Goldman Sachs hat Tui von der "Pan-Europe Sell List" gestrichen und die Aktie von "Sell" auf "Neutral" hochgestuft.

Das Kursziel wurde von 11,60 auf 17,00 Euro erhöht und reflektiere die Anhebung der Schätzungen für den Gewinn je Aktie (EPS) für 2008 und 2009, schrieb Analyst Oliver Neal in einer Studie vom Mittwoch.

Aufwärtspotenzial bestehe durch einen Bieterstreit um die Schifffahrtstochter Hapag-Lloyd, während deutlicher als erwartet fallende Frachtraten ein Abwärtsrisiko darstellen sollten.

Name: TUI
Land / Branche: Deutschland / Holding
WKN / ISIN: TUAG00 / DE000TUAG000
Börsenplatz: XETRA
Aktueller Kurs: 16,95 EUR (02.04.08 )


Nach Einschätzung von Neal könnte Tui für Hapag-Lloyd abhängig vom konkreten Szenario einen Erlös von 3,8 bis 5,3 Mrd. erzielen. Dies hänge davon ab, ob die Tochter verkauft, in ein Gemeinschaftsunternehmen eingebracht, mit einem anderen Unternehmen fusioniert oder abgespalten werde.

Für die Tui-Aktie ergäbe sich bei einer Veräußerung ein Wert zwischen 14,40 und 20,40 Euro. Bei einer Abspaltung könnte die Aktie dagegen nur noch 11,80 Euro wert sein.

Mit der Einstufung "Neutral" steht eine Aktie weder auf einer Sell List noch auf einer Buy List von Goldman Sachs. Daher raten die Analysten weder zum Kauf noch zum Verkauf der Aktie.
Ohne Gewähr! Analyst: Goldman Sachs
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Moderator GM&P
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 6269

BeitragVerfasst am: 11.Jun 2008 5:13    Titel: Antworten mit Zitat

Es wurde schon länger spekuliert, nun ist es offiziell: Der Mischkonzern Tui trennt sich von seiner Schifffahrtstochter Hapag-Lloyd.

Der norwegische Reeder und Milliardär John Fredricksen, mit knapp 15 Prozent Anteil größter Einzelaktionär der Tui, will seinen Einfluss bei Europas größtem Reise- und Schifffahrtskonzern weiter ausbauen. Fredricksens Vertrauter Olav Troim sagte einer norwegischen Zeitung: "Wir kaufen weiter Tui-Aktien." Er unterstrich, dass der Norweger "in vielerlei Hinsicht" die Konditionen für den beabsichtigten Verkauf der Tui-Schifffahrtssparte, der Reederei Hapag-Lloyd, bestimmen wolle.

Unterdessen hat Tui-Chef Michael Frenzel am Dienstag seinem Aufsichtsrat Grundzüge eines "Informationsmemorandums" zum Hapag-Lloyd-Verkauf vorgestellt. Es soll in der kommenden Woche einem größeren Kreis potenzieller Interessenten zur Verfügung gestellt werden. Wie aus Unternehmenskreisen zu hören ist, war das Papier gestern noch nicht in allen Details fertiggestellt. Entscheidungen des Aufsichtsrates sollten ohnehin nicht herbeigeführt werden. Diese seien erst dann erforderlich, wenn Gebote vorliegen. Damit rechnet man bei Tui wie Hapag-Lloyd erst nach der Sommerpause.

Name: TUI
Land / Branche: Deutschland / Holding
WKN / ISIN: TUAG00 / DE000TUAG000
Börsenplatz: XETRA
Aktueller Kurs: 16,17 EUR (11.04.08 )


Auf massiven Druck von Fredricksen, der weitere Anteilseigner hinter sich bringen konnte, hatte Frenzel im März dem Aufsichtsrat die Trennung der Tui von der hundertprozentigen Schifffahrtstochter vorgeschlagen. Damit ließ Frenzel sein ursprüngliches Ziel fallen, im Rahmen der mehrjährig verfolgten Zwei-Säulen-Strategie die Schifffahrt zu stärken. Sie galt Frenzel im Unterschied zur krisenanfälligen Touristik als das ertragreichere Geschäft.

Auf der Bilanzpressekonferenz hatte der Tui-Chef dann den Strategiewechsel unter anderem damit begründet, dass man auf die Dauer kein Unternehmen gegen die Vorstellungen wichtiger Anteilseigner führen könne. Zum Tui-Umsatz von 22 Mrd. Euro trug Hapag-Lloyd im vergangenen Jahr rund sechs Mrd. Euro bei, das Ergebnis von 616 Mill. Euro beruht zu 30 Prozent auf Resultaten der Schifffahrt.

Mit dem Memorandum will Tiu potenzielle Kunden detailliert über Hapag-Lloyd informieren und auch die Perspektiven für die nächsten Jahre beschreiben.

Zum Verkauf stehen neben der Containerschifffahrt mit einer Flotte von 140 teils eigenen, teils geleasten Schiffen auch die Beteiligungen an zwei Container-Terminals. Hapag-Lloyd ist zu 25 Prozent an der Umschlaganlage in Hamburg-Altenwerder und zu 20 Prozent an einem Terminal in Montreal in Kanada beteiligt. Dieser hatte ursprünglich der 2005 übernommenen Reederei CP Ships gehört, war aber bis auf das verbliebene Fünftel verkauft worden.

Unternehmenskreise hatten in der Vergangenheit berichtet, Hapag-Lloyd stehe bei Tui mit einem Wert von 3,5 Mrd. Euro in den Büchern. Spekulationen über den Kaufpreis bewegen sich zwischen fünf und acht Milliarden Euro. Die Containerschiffe und die genormten Blechkisten selbst waren bislang bei der Tui bilanziert und müssen vor dem Deal an die Tochter übertragen werden. Der Wert von Hapag-Lloyd hänge deshalb sehr stark davon ab, in welchem Umfang sich die Reederei für den Erwerb dieses Anlagevermögens verschulden muss, hieß es in Hamburger Reederei-Kreisen.

Parallel zum beginnenden Dialog mit potenziellen Bietern werde Tui weiterhin auch die Möglichkeiten einer Abspaltung von Hapag-Lloyd in eine eigene Aktiengesellschaft (Spin-off) und auch die einer Fusion weiter prüfen, heißt es in konzernnahen Kreisen. Entsprechend hatte sich Tui-Chef Frenzel auch auf der Hauptversammlung geäußert. Im Konzern wird erwartet, dass der Prozess kaum vor Ende dieses Jahres abgeschlossen sein kann.

Nachdem Frenzel in einem Aktionärsbrief bereits den Anteilseignern eine angemessene Beteiligung an den Verkaufserlösen versprochen hatte, fordert Großaktionär Fredricksen nun, dass nach einer Schuldenreduzierung ein erheblicher Anteil der Erlöse als Sonderdividende ausgeschüttet wird.
Ohne Gewähr! Quelle: HB
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