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Hypo Alpe Adria Bank - Haider - Kulterer & Co.

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Hypowatch
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Anmeldungsdatum: 08.02.2006
Beiträge: 85
Wohnort: Österreich

BeitragVerfasst am: 22.Mai 2006 12:33    Titel: Hypo Alpe Adria Bank - Haider - Kulterer & Co. Antworten mit Zitat

Der Fairness halber ein Schreiben von Dr. Jörg Haider an die Finanzmarkaufsicht Österreich:

Keinen politischen Schauprozess veranstalten

Landeshauptmann Jörg Haider ersucht die Finanzmarktaufsicht im Zusammenhang mit dem Prüfverfahren der Hypo Alpe-Adria-Bank, Fairness walten zu lassen und keinen politischen Schauprozess zu veranstalten. Die FMA dürfe nicht mit unterschiedlichen Maßstäben messen, sondern habe dieselben Prüfungskriterien, die für alle österreichischen Banken gelten, auch für die Hypo Alpe-Adria-Bank anzuwenden.
Es sei daher nicht zulässig, dass dem Vorstandsvorsitzenden der Hypo Alpe-Adria-Bank, Dr. Wolfgang Kulterer, bisher im gesamten Verfahren nicht die Möglichkeit gegeben wurde, seinen Standpunkt der Finanzmarktaufsicht darzulegen, obwohl dies die übliche Vorgangsweise darstelle. Daher fordert Landeshauptmann Jörg Haider die Prüfer der Finanzmarktaufsicht in einem Schreiben dazu auf, sowohl seine Argumente, als auch die Position von Dr. Kulterer im Prüfverfahren anzuhören und entsprechend zu berücksichtigen.
Im Folgenden wird das heute versendete Schreiben des Kärntner Landeshauptmannes an den Vorstand der Finanzmarktaufsicht veröffentlicht:
An den Vorstand der Finanzmarktaufsicht
Klagenfurt, am 22.05.2006
Hypo Alpe-Adria-Bank International AG
Sehr geehrte Herren!
Aufgrund der ständigen Presseberichte und öffentlichen Stellungnahmen, ist es mir als Vertreter des Hauptaktionärs der Hypo Alpe-Adria-Bank International AG ein wichtiges Bedürfnis, Sie hiermit um einen dringenden Besprechungstermin zu ersuchen, um Ihnen meine Sicht der Dinge erläutern zu können.
Des Weiteren sollte es ein Grundsatz sein, in einem rechtsstaatlichen Verfahren jedem Betroffenen rechtliches Gehör zu gewähren und die Möglichkeit zu geben, seinen Standpunkt darzulegen.
Daher bitte ich Sie, dem Vorstandsvorsitzenden der Hypo Alpe-Adria-Bank International AG, Herrn Dr. Wolfgang Kulterer, ebenfalls ehebaldigst einen persönlichen Gesprächstermin einzuräumen.
Mit freundlichen Grüßen
Landeshauptmann Dr. Jörg Haider
Rückfragehinweis: Stefan Petzner Pressesprecher Dr. Jörg Haider Tel.: 05 0 536 22124 oder 0664 80536 22124
*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***
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Hypowatch
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Anmeldungsdatum: 08.02.2006
Beiträge: 85
Wohnort: Österreich

BeitragVerfasst am: 9.Jun 2006 8:23    Titel: Fortsetzung: Hypo Alpe Adria Bank - Haider - Kulterer & Antworten mit Zitat

Hypo Alpe Adria Bank– Darstellung der Anklagepunkte

- In Amerika kein Abblitzen, 120 Tagesfrist durch Richter gesetzt
- Falschaussage des Mag Rieder, keine Tätigkeit, keine Mitarbeiter, kein Vermögen, keine Konten
- Jahag AG (Liechtenstein): Kauf von General Partner Beteiligungen ohne due dilligence
- Insiderhandel
- Slavonska Banka Kauf
- Holzbetrieb an DI Zeljko Zuzic billigst übertragen, 2 Jahre zinslos gestellt
- 16 Millionen CHF Kredit an Zuzic
- Adria Kamen Benkovac
- BIA / Gospic– Spitzbart Problematik (unerlaubte Quergeschäfte, zuerst Beschluss über Beteiligung, dann entsprechende Kreditgewährung für bereits im Besitz befindliche Maschinen – keine Fälligstellung – Zuzic (Partner?) – Volksbank sagt keine Bonität!!
- Hypo Leasing keine Fälligstellung – Spitzbart
- Hojan und Partner und noch zu prüfender finanzieller Hintergrund.
- Velkom / Zuzic billigste Übertragung von pfandrechtlich gesicherten Grundstücken (möglicherweise Kapitalverschiebung Bereicherung Insiderhandel)
- Marina Dalmatia
- Hotel Alan Starigrad
- Alle anderei Hotelprojekte
- Gospic Hydrocon Mining (möglicherweise Übergabe großer Aufträge danach keine Bezahlung Resultat Finanzielle Blockade am Ende Fälligstellung von Krediten Konkurs ?)
- Istrien Hotelprojekt (Südtirolaffäre)
- GOLF UND Country
- Hiltop Gesellschaften
- Fuzul / Binder
- Wolf Zigarettenfabrik
- Wolf Schuhfabrik Karlovac
- Wolf Liquörfabrik Maraska
- Ratraco II Beteiligung – zeitlicher Ablauf
- Finanzierung Mag Andreas Binder während vor und nach Privatkonkurs – Verschweigung von Vermögen während Privatkonkurs (gibt es keine Kreditvergaberichtlinien bei Privatkonkurs?)
- Geschäftsbeziehung zu Berthaumieu – General Partner Konzern – WMP Bank – General Partners Immobiliere – Verbindung Kashoggi

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Hypowatch
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Anmeldungsdatum: 08.02.2006
Beiträge: 85
Wohnort: Österreich

BeitragVerfasst am: 12.Jun 2006 8:10    Titel: Altlasten Antworten mit Zitat

Schlagabtausch zwischen Ex-Residenzgruppe und Hypo-Alpe-Adria-Bank
16.03.2001

Undurchsichtige Vorgänge spielen sich rund um zwei börsenotierte Gesellschaften ab: die frühere WMP-Bank - jetzt General Commerce Bank - und die frühere Residenz-Immobilien, jetzt General Partners. VON CHRISTINE DOMFORTH UND MARTIN FRITZL WIEN. Für die General Partners Immobilienbesitz (GPI) - gerade erst einem Konkursantrag entgangen - sucht Firmenchef Wolfgang Kössner einen strategischen Partner. Die Sanierung des angeschlagenen Unternehmens, der vormaligen Residenz AG, könne gelingen, erklärte Kössner nun im Gespräch mit der "Presse". Er will eine Immobilienfirma - vermutlich aus dem Ausland - mit an Bord nehmen. Kössner ist überzeugt, daß die GPI eine durchaus attraktive Braut wäre: Das Unternehmen schleppt nach Angaben Kössners Verlustvorträge in der Höhe von zwei Mrd. S mit, die ein profitabel wirtschaftender Käufer steuerlich gut nutzen könnte. Nicht mehr involviert ist Kössner in die börsenotierte WMP-Bank - mittlerweile in General Commerce Bank umbenannt - wo er einst die Fäden zog und bis Ende 2000 im Aufsichtsrat saß. Die auf das Wertpapiergeschäft spezialisierte Bank war im Herbst in Turbulenzen geraten und steht seither unter Geschäftsaufsicht. Neue Herren in WMP-Bank Das Sagen in der Bank hat mittlerweile eine belgisch-holländische Gruppe. Kössner wirft dieser Gruppe vor, die Übernahme auf "extrem dilettantische" Weise vollzogen zu haben. Weder habe es eine Information der Bankenaufsicht gegeben, noch sei die Übernahmekommission eingeschaltet worden. Die Übernahme der Bank über die amerikanische Holdinggesellschaft Global Capital ist immerhin ein 400-Mill.-S-Deal. Kössner nimmt an, die Gruppe um den neuen General-Commerce-Bank-Aufsichtsratschef Raoul Berthaumieu plane nun auch, die gesamte General Partners Gruppe zu übernehmen, um ihrerseits an die Verlustvorträge zu kommen. Mit den Belgiern in einem Boot sitze die Kärntner Hypo-Alpe-Adria-Bank, die auch schon den Einstieg Berthaumieus bei der General Commerce Bank finanziert habe. Gerüchten zufolge soll der Waffenhändler Adnan Kashoggi hinter der Gruppe stehen. Zumindest hat Berthaumieu ein Treffen zwischen Hypo-Chef Wolfgang Kulterer und Kashoggi herbeigeführt. Kulterer, der im Vorjahr Jörg Haider bei dessen Flug zu Libyens Staatschef Muammar Gadhafi begleitet hatte, hat nach eigener Aussage allerdings eine engere Verbindung mit dem dubiosen Geschäftsmann abgelehnt. Kulterer nimmt den Vorwurf, er wolle General Partners übernehmen, mit einigem Humor. "Nie im Leben" werde er das Unternehmen kaufen, sagte er der "Presse". Die Hypo habe ihren Anteil an der GPI bereits verkauft und Kredite an das Unternehmen wertberichtigt. Außerdem habe einer seiner Mitarbeiter, der mit GPI eng zusammengearbeitet hatte, das Haus verlassen müssen. In der GPI gebe es einige undurchsichtige Vorgänge, so Kulterer. Dazu gehöre vor allem der Verkauf der Renommierimmobilie, des Palais Auersperg. Anleihe widerrechtlich? Auch bei der WMP-Bank sieht Kulterer in der Vergangenheit einige undurchsichtige Vorgänge. So habe die Bank eine Anleihe begeben, ohne über eine Konzession dafür zu verfügen. Die Hypo, die die Anleihe in den Markt gebracht hat, habe selbst ein Volumen von 50 Mill. S übernommen, zum Teil von Kunden, um diese zu schützen, so Kulterer. Nun wurde diese Forderung mit einem Abschlag von 40 Prozent an Berthaumieu verkauft. Berthaumieu habe Interesse, Ordnung in die Geschäfte der Bank zu bringen. Entgegen anderen Meldungen sei der Belgier völlig seriös - er, Kulterer, habe dies polizeilich nachprüfen lassen. Die Hypo habe einen Teil der Finanzierung für den Bank-Kauf übernommen - besichert durch "erstklassige belgische Immobilien", so Kulterer. Für die früheren Verantwortlichen in der WMP-Bank dürfte die Vergangenheit noch nicht ganz abgeschlossen sein. Der Staatsanwaltschaft liegt eine Anzeige vor, der Verdacht lautet auf die Tätigung von verbotenen Wertpapiergeschäften. Angeblicher Schaden des damaligen Geschäftspartners CA: ein dreistelliger Millionenbetrag. 100 S entsprechen 7,27 Euro
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
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BeitragVerfasst am: 14.Aug 2006 18:23    Titel: Antworten mit Zitat

Die Vertuschungsaffäre der österreichischen Bank Hypo Alpe-Adria wird zum Politikum.

In einem fensterlosen Raum des Wiener Marriott-Hotels gibt bei Lachsbrötchen und dünnem Kaffee vor zwei Wochen ein sichtlich um Fassung ringender Wolfgang Kulterer seinen Rücktritt als Vorstandschef der Hypo Alpe-Adria-Bank bekannt. Er zieht damit die Konsequenz daraus, dass bei der fünftgrößten österreichischen Bankengruppe, die im beschaulichen Klagenfurt am Wörthersee residiert und übernächstes Jahr an die Börse strebt, ein Verlust von 328 Mill. Euro nicht vollständig in der Bilanz aufgetaucht war.

Der Auftritt beim Rücktritt war „großes Kino“, wie ein Zuschauer bemerkt, der den Saal während laufender Vorstellung verlässt. Kulterer hat da gerade von verlorenen Freunden und einer zerbrochenen Ehe erzählt und hinzugefügt: „Aber das ist der Preis für den Job.“ Wie ein Märtyrer steht der 52-Jährige, der sich einen Workaholic nennt, da, als er sagt: „Ich übernehme die Verantwortung und ziehe die Konsequenz. Persönlich bin ich mir aber keiner Verfehlung bewusst.“

Doch dann berichten er und sein Aufsichtsrat über die Konsequenzen im Detail: Kulterer soll zum Oktober an die Spitze des Aufsichtsrats der Bank wechseln. Selbstverständlich behalte er seine Bezüge als Vorstand über die gesamte Laufzeit seines Vertrages, also noch viereinhalb Jahre, wie Aufsichtsratsmitglied Othmar Ederer auf Nachfrage einräumt. Damit ist klar: Die letzte Klappe zur Serie über die Bank vom Wörthersee ist noch nicht gefallen. Als erstes meldet sich der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider zu Wort. Er vertritt die Interessen des Landes bei der Bank. Sie sind nicht gering. Nicht nur weil Kärnten 49,4 Prozent der Anteile hält, sondern beispielsweise auch, weil sich Haiders ehemalige Partei, die Freiheitliche Partei Österreichs, schon mal die voraussichtliche Wahlkampfkosten-Erstattung bis zum Jahr 2013 von der Hypo Alpe-Adria vorschießen ließ.

Haider steckt jetzt wieder im Wahlkampf. Österreich entscheidet im Oktober über ein neues Parlament. Der Landeshauptmann kann eine Privilegiendiskussion gar nicht gut brauchen. Er poltert deswegen: „Entweder Kulterer verzichtet auf die Gehaltsfortzahlung oder er wird vom Haupteigentümer abgezogen.“ Wieder gibt es eine Lachsbrötchensitzung, und wieder ist es Kulterer, der scheinbar den Kürzeren zieht: Er wird sein volles Gehalt nur noch bis 2007 beziehen und sich anschließend mit den Vergütungen eines Aufsichtsratsvorsitzenden zufrieden geben, der er ja dann sein soll. Dass ein Aufsichtsratspräsident bei einer Bank durchaus so viel verdienen kann wie der Vorstandschef, lassen die Herren unerwähnt.

Die Kärtner LandesvorsitzendeSchaunig hat den Paragraphen 17.3 der Satzung der Hypo Alpe-Adria ausgegraben. Darin steht, dass zwischen dem Ende einer Vorstandsfunktion und dem Beginn einer neuen Karriere als Aufsichtsrat bei der Bank eine „Abkühlungsphase“ von zwei Jahren liegen soll. Die Hypo Alpe-Adria hatte sich diese Verhaltensregeln zur Unternehmensführung im Vorgriff auf den für 2008 angepeilten Börsengang verordnet, was Kulterer, Ederer & Co. aber offensichtlich verdrängt hatten.
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Anmeldungsdatum: 01.11.2005
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 15.Aug 2006 11:11    Titel: Antworten mit Zitat

Dem Wahlkampf ist wohl auch die Vergesslichkeit geschuldet. Der Kärntner Landeshauptmann und Hypo-Eigentümervertreter Jörg Haider hatte ebenso wie Aufsichtsratschef Othmar Ederer bisher stets erklärt, für die Hypo Alpe-Adria habe der Kodex noch keine Gültigkeit, da die Bank noch kein börsennorientiertes Unternehmen sei.

§ 17.3 der aktuellen Satzung der Hypo Alpe-Adria-Bank lautet:
"Dem Aufsichtsrat dürfen nicht mehr als zwei Personen angehören, die in einem Zeitraum von fünf Jahren vor dem Zeitpunkt der Bestellung Vorstandsmitglieder oder leitende Angestellte der Gesellschaft waren, hierbei muss ein Zeitraum von drei Jahren zwischen dem Zeitpunkt der Beendigung ihrer Funktionen als Vorstandsmitglieder oder leitende Angestellte der Gesellschaft und jenem ihrer Wahl zu Mitgliedern des Aufsichtsrates liegen."

Nun soll der Passus in der nächsten Hauptversammlung einfach gestrichen werden. Für Österreich ein einmaliger Vorgang. Zwar ist es durchaus rechtlich möglich, Regelungen aus dem Corporate-Governance-Kodex aus der Unternehmenssatzung wieder zu streichen, allerdings hätte dies eine nicht sehr positive Wirkung in der Öffentlichkeit.

Diese Wirkung ist auch vor dem geplanten Börsengang nicht zu unterschätzen. Trotzdem werden die beiden Grossaktionäre, das Land Kärnten und die Grazer Wechselseitige Versicherung die Satzung Ende August ändern.
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Hypowatch
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Anmeldungsdatum: 08.02.2006
Beiträge: 85
Wohnort: Österreich

BeitragVerfasst am: 27.Aug 2006 18:03    Titel: Hypo - Haider & Co Antworten mit Zitat

Info:

Dr. Johann Quendler, grosser Landesanwalt von Kärnten - Hypo - Gaston Glock usw., hat vor zwei Wochen einen schweren Kollaps erlitten, zur Zeit herrscht Nachrichtensperre über seinen Zustand. Davon auszugehen ist allerdings daß Dr. Quendler künftig nicht mehr in der Lage sein wird noch ein Amt bzw. eine Tätigkeit auszuüben. Um seine Nachfolge ist bereits ein heftiger Kampf ausgebrochen.

Hypowatch
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 6457

BeitragVerfasst am: 20.Mai 2007 17:45    Titel: Antworten mit Zitat

Noch sechs weitere Länder sollten ihre Hypo-Bank verkaufen

Das Land Kärnten soll bei der Hypo Alpe-Adria künftig nicht mehr die erste Geige spielen. Freilich: Ob Landeshauptmann Jörg Haider die sechstgrösste österreichische Bank unbedingt an die Bayerische Landesbank und damit ans Ausland verkaufen musste, steht auf einem anderen Blatt­ in anderen Fällen hat er das einst heftig kritisiert. Unter der Annahme jedoch, dass eine rein österreichische Lösung nicht möglich gewesen wäre, ist dieser geheimnisvoll angebahnte Deal schon deshalb zu begrüssen, weil die Bayern tief in den Sack greifen und 1,5 Milliarden Euro zu zahlen bereit sind. Und weil die beiden Institute strategisch bestens zusammenpassen.

So richtig happy kann man allerdings nicht sein, weil es sich nicht wirklich um eine Privatisierung handelt: Die Bayerische Landesbank, die hierzulande bereits als Bawag-Aktionär eine Schlappe erleiden musste, gehört nämlich zur Hälfte dem Freistaat Bayern. Aufgrund beträchtlicher Verluste und Fehlspekulationen in der Vergangenheit, auch das ist eine Parallele zur Hypo Alpe-Adria, wurde sie im Spiegel" als Zockerbude der Staatsregierung" und von der SPÖ Kärnten vor wenigen Tagen als weiss-blauer Arbeitsplatzkiller" tituliert. Man wird sehen, ob die Kärntner Hypo unter bayerischer Flagge mehr Glück als bisher haben wird.

Das übliche Polit-Geplänkel, das in Klagenfurt rund um den geplanten Verkauf sogleich ausgebrochen ist, spricht letztlich für die Notwendigkeit, dass ein Bundesland nicht an einem Geldinstitut beteiligt sein sollte. Tatsächlich besitzen, abgesehen von Kärnten, noch sechs weitere Länder Anteile an einer Landes-Hypothekenbank. Es wäre längst fällig, dass sich die öffentlichen Hände nach und nach aus dem Bankengeschäft zurückziehen und vernünftigeren Konstellationen nicht länger im Wege stehen. In Tirol, wo das Land gleich 100 Prozent am dortigen Institut hält, wäre das ebenso opportun wie in Vorarlberg, wo noch fast 75 Prozent der Landes-Hypo in Landesbesitz stehen. Auch in Nieder- und Oberösterreich, wo das Land jeweils die Mehrheit besitzt, sollte sich die Politik etwas einfallen lassen.

Übrigens sollte sich auch Jörg Haider mit der Idee anfreunden, weitere Landesbeteiligungen, die im Grunde genommen völlig unnötig sind, abzustossen. Er würde sich damit selbst einigen Kummer ersparen und dem Land weitere Einnahmen sichern. Welche landeseigenen Kärntner Unternehmen zu verkaufen bzw. zu privatisieren wären, ist fein säuberlich auf www.wirtschaftsblatt.at/home/news/unternehmen/ aufgelistet.
Quelle: ots


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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 6457

BeitragVerfasst am: 23.Mai 2007 5:18    Titel: Antworten mit Zitat

Hypo Group Alpe Adria bleibt eigenständige Gesellschaft mit Firmensitz in Klagenfurt

Die Bayerische Landesbank (BayernLB) mit Sitz in München erwirbt 50 Prozent plus eine Aktie an der österreichischen Hypo Alpe-Adria-Bank International AG.
Die Kärntner Landes- und Hypothekenbank-Holding wird ihre Anteile an der Bank von derzeit 44,91 Prozent auf rund 20 Prozent reduzieren. Die Hypo Alpe Adria Mitarbeiter Privatstiftung behält rund 3 Prozent.
Die Berlin & Co. Capital S.a.r.l., die als Vermögensverwalter im Auftrag von deutschen und österreichischen Investoren im Zuge einer Kapitalerhöhungen zunächst 9,09 Prozent der Anteile erworben hatte und, wie im letzten Jahr vereinbart, auf 25 Prozent aufstockt, wird ihre Beteiligung auf rund 1 Prozent zurückführen und damit den mehrheitlichen Einstieg der BayernLB unterstützen. Die Grazer Wechselseitige Versicherung AG (GraWe-Gruppe) hält rund 26 % Prozent an der Hypo Alpe-Adria-Bank International AG. Der Kaufpreis beträgt 1,625 Milliarden Euro für 50 Prozent plus eine Aktie. Zusätzlich wird an die Altaktionäre eine Sonderdividende von rund 50 Millionen Euro ausgezahlt. Die Aufteilung erfolgt folgendermaßen: Die Kärntner Landesholding erhält 23,525 Millionen Euro, die GraWe-Gruppe 21,715 Millionen Euro, Berlin & Co. sowie die Hypo Alpe Adria Mitarbeiter Privatstiftung je 2,38 Millionen Euro.

Die Hypo Group Alpe Adria wird als Tochtergesellschaft der BayernLB mit eigenem Marktauftritt und Firmensitz in Klagenfurt geführt werden. Dr. Tilo Berlin, bislang Vorstandsvorsitzender von Berlin & Co. AG, wird - wie geplant - mit Wirkung zum 1. Juni 2007 den Vorstandsvorsitz der Hypo Alpe-Adria-Bank International AG übernehmen. Nach den bisherigen Planungen ist vorgesehen, dass vier Vertreter der BayernLB in den 12-köpfigen Aufsichtsrat einziehen werden.

Werner Schmidt, Vorstandsvorsitzender der Bayerischen Landesbank, betont: "Mit dieser Mehrheitsbeteiligung schaffen wir die Voraussetzungen für eine einmalige win-win-Situation für alle Beteiligten. Mit der BayernLB steht der Hypo Group Alpe Adria zukünftig ein starker Partner zur Seite, der zudem in der Mitte Europas über eine herausragende Marktstellung verfügt. Für die Bayern LB wiederum erschließen wir ein großes Potential in wesentlichen Zukunftsmärkten und im Retailgeschäft. Die BayernLB ist ein strategischer Investor, der mit seiner Kapitalstärke und seinem Know-how die Hypo Group Alpe Adria langfristig zu einem führenden Finanzdienstleister in Mittel- und Südosteuropa ausbauen will. Ein starker Bankenplayer für die Wachstumsregionen Europas entsteht".

Jörg Haider, Landeshauptmann von Kärnten, unterstreicht: "Wir freuen uns, dass wir mit der BayernLB einen starken und verlässlichen Partner für die Hypo Group Alpe Adria gewonnen haben. Es sind Freunde aus Bayern, mit denen wir in Bezug auf die wirtschaftliche Entwicklung Kärntens und die neuen Märkte in Südosteuropa gleiche Interessen verfolgen. Das ist für die Bank, für die Mitarbeiter und für den Standort Klagenfurt von größter Bedeutung. Deshalb haben wir uns auch bereit erklärt, Landesanteile an die BayernLB abzugeben. Weil wir damit neue Zukunftschancen für das Unternehmen und Kärnten insgesamt schaffen."

Dr. Othmar Ederer, Generaldirektor der GraWe-Gruppe zeigt sich überzeugt, dass "der neue Mehrheitsaktionär der Hypo Group Alpe Adria einen nochmaligen Schub an Wachstum und Dynamik bringen wird. Wir freuen uns, dazu beizutragen und weiterhin an der sicher positiven Entwicklung mitwirken zu können."

Vorteile für Kunden und Mitarbeiter:
Dr. Wolfgang Kulterer, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Hypo Alpe-Adria-Bank International AG, begrüßt den Einstieg der BayernLB ebenfalls: "Mit der BayernLB beteiligt sich unser Wunschkandidat an der Hypo Group Alpe Adria. Wir werden dadurch unsere schon gute Ausgangsposition für weiteres Wachstum noch einmal signifikant zum Wohle von Kunden und Mitarbeitern verbessern können. Unseren Kunden bietet die neue Partnerschaft vielfältige Vorteile: die Sicherheit eines starken, langfristig orientierten Eigentümers, eine größere Vielfalt an Produkten und Dienstleistungen sowie über das weltweite Netzwerk der BayernLB den Zugang zu den wichtigsten Märkten und eine noch stärkere internationale Ausrichtung."

An die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter adressiert Schmidt: "Eine erfolgreiche Hypo Group Alpe Adria ist die beste Garantie für sichere Arbeitsplätze. Eigentümer und Mitarbeiter werden gemeinsam an der Weiterentwicklung der Bank zu einem führenden Finanzdienstleister in Mittel- und Südosteuropa arbeiten. Die Mehrheitsbeteiligung an der Hypo Alpe-Adria-Bank International AG stellt für den gesamten BayernLB-Konzern eine außerordentliche Chance zur Weiterentwicklung dar. Hierbei setzen wir auf das Engagement und die Erfahrung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Hypo Group Alpe Adria und im übrigen BayernLB-Konzern."

Schmidt und Dr. Kulterer sind davon überzeugt, dass der Vollzug der Partnerschaft reibungslos von statten gehen und für beide Häuser ein Gewinn sein wird: "Die BayernLB verfügt über weit reichende Erfahrung bei der Weiterentwicklung neuer Beteiligungen. Beispielhaft hierfür steht die Zusammenarbeit mit der ungarischen MKB Bank und der Deutschen Kreditbank AG in Berlin", kommentiert Schmidt. Dr. Kulterer ergänzt: "Begünstigend ist zudem das Umfeld: Wir sprechen die gleiche Sprache, beide Institute, BayernLB und Hypo Group Alpe Adria haben ihre Wurzeln im öffentlich-rechtlichen Sektor und sind Partner der öffentlichen Hand. Zudem sind Bayern und Kärnten freundschaftlich und wirtschaftlich eng verbunden und gehören seit vielen hundert Jahren einem gemeinsamen Kulturraum an."

Dr. Tilo Berlin, designierter Vorstandsvorsitzender der Hypo Alpe-Adria-Bank International AG sieht den Einstieg der BayernLB sehr positiv: "Die Mehrheitsbeteiligung der BayernLB eröffnet der Hypo Group Alpe Adria zusätzliche Wachstumsperspektiven. Entscheidend für das gemeinsam erzielte Verhandlungsergebnis war, dass die BayernLB innerhalb ihres Geschäftsmodells sehr stark auf ihre Bankentöchter setzt, die eigenständig am Markt operieren. Dies zeigen die Beispiele MKB Bank in Ungarn und Deutsche Kreditbank AG in Berlin, die sich innerhalb des BayernLB-Konzerns hervorragend entwickelt haben. Als wir im letzten Jahr unsere Beteiligung an der Hypo Group Alpe Adria erwarben, war es nur eine Hoffnung, einen starken Partner wie die BayernLB zu gewinnen. Diesen Partner haben wir nun erheblich schneller gewonnen als erhofft. Berlin & Co trägt gerne dazu bei, diese neue und aussichtsreiche Konstellation zu ermöglichen. Ich freue mich umso mehr auf meine neue Aufgabe als Vorstandsvorsitzender dieser Bank."

Strategische Ziele der BayernLB:
Die BayernLB verfolgt mit der Beteiligung an der Hypo Alpe-Adria-Bank International AG vor allem das Ziel, Wachstumschancen in Österreich und Mittel- und Südosteuropa aktiv zu nutzen. Im Vergleich zum deutschen Bankenmarkt herrscht in Südosteuropa sowohl bei der Kreditnachfrage als auch bei Investmentprodukten ein signifikanter Nachholbedarf. Die Hypo Group Alpe Adria soll dabei als Bestandteil des BayernLB-Konzerns ihre erfolgreiche Strategie fortsetzen. Insgesamt vollzieht die BayernLB mit dieser Akquisition einen weiteren, wesentlichen Schritt zu einer breit aufgestellten Universalbank mit signifikanter Präsenz im Privatkunden- und Mittelstandsgeschäft und starker Position in den Wachstumsmärkten Zentral-, Süd- und Osteuropas.

Mit 1,1 Mio. Privatkunden in Österreich und in Mittel- und Südosteuropa und ihrer spezifischen Expertise in attraktiven Produktsegmenten, vor allem im Leasinggeschäft, und mit ihrer Vertriebskompetenz und Marktstärke ist die Hypo Group Alpe Adria ein äußerst attraktiver Partner für die BayernLB.

Mit der MKB Bank in Ungarn und deren Töchtern in Rumänien und Bulgarien ist die BayernLB regional in diesem dynamischen Wirtschaftsraum komplementär zur Hypo Group Alpe Adria tätig, die über Tochterunternehmen an mehr als 350 Bank- und Leasingstandorte in 12 Ländern Österreich, Italien, Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Serbien, Montenegro, Liechtenstein, Deutschland, Ungarn, Bulgarien und Mazedonien vertreten ist. Im Gegenzug erhält die Hypo Group Alpe Adria für ihre Kunden auch Zugriff auf das weltweite Netzwerk der BayernLB. Für die Sparkassen-Finanzgruppe Bayern bietet der Einstieg bei der Hypo Group Alpe Adria die Chance, ihre Kunden umfassend in Bezug auf die Region Österreich und Mittel- und Südosteuropa zu betreuen.

Werner Schmidt abschließend: "Mit der Mehrheitsbeteiligung an der Hypo Alpe-Adria-Bank International AG erschließt sich die BayernLB nicht nur weitere, direkt angrenzende, aussichtsreiche Märkte, sondern baut auch die bestehende Präsenz in den wirtschaftlich eng verbundenen Wachstumsregionen Mittel- und Südosteuropas aus. Gleichzeitig entwickeln wir den BayernLB-Konzern konsequent zu einer Gruppe mit starker Basis im Retail- und Mittelstandsgeschäft weiter."

Hypo Group Alpe Adria:
Die Hypo Group Alpe Adria ist eine internationale Finanzgruppe mit einer Bilanzsumme von 30 Mrd. Euro und mehr als 350 Bank- und Leasing-Standorten in 12 Ländern (Österreich, Italien, Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Serbien, Montenegro, Liechtenstein, Deutschland, Ungarn, Bulgarien und Mazedonien), die auf eine über 110 jährige Geschichte zurückblickt. Die Konzerndachgesellschaft der Hypo Group Alpe Adria ist die Hypo Alpe-Adria-Bank International AG mit Sitz in Klagenfurt (Österreich). Ihre Eigentümer sind künftig neben der BayernLB mit 50 % plus einer Aktie die Kärntner Landes- und Hypothekenbank-Holding mit rund 20 %, die GraWe-Gruppe mit rund 26 %, die Berlin & Co. Capital S.á.r.l. mit rund 1 % und die Hypo Alpe Adria Mitarbeiter Privatstiftung mit rund 3 %. Im Hypo Group Alpe Adria-Netzwerk sind derzeit über 6.000 Mitarbeiter für über 1 Million Kunden tätig.

Hypo Alpe-Adria-Leasing Holding AG:
Die Hypo Alpe-Adria-Leasing Holding AG ist eine Tochtergesellschaft der Hypo Alpe-Adria-Bank International AG. 1990 wurde die erste Leasinggesellschaft in Österreich gegründet; weitere Töchter folgten in Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Serbien, Deutschland, Italien, Montenegro, Ungarn, Bulgarien und Mazedonien. Die Hypo Group Alpe Adria Leasing beschäftigt derzeit an 62 Standorten über 700 Mitarbeiter und ist für mehr als 70.000 Kunden tätig.

BayernLB:
Mit einer Bilanzsumme von ca. 380 Milliarden Euro ist die BayernLB eine der größten Banken Deutschlands. Sie agiert im engen Verbund mit den 75 bayerischen Sparkassen, und den übrigen Partnern der Sparkassen-Finanzgruppe als Marktführer in Bayern.

Die BayernLB konzentriert sich auf den Kernmarkt Bayern, die angrenzenden Regionen und ist mit eigenen Filialen und Repräsentanzen an ausgewählten internationalen Finanzzentren präsent (London, Luxemburg, Mailand, Paris, Zürich, Montreal, New York, Hong Kong, Peking, Shanghai, Tokio).
Dieses Netzwerk wird ergänzt durch zahlreiche Kooperationen mit renommierten, in ihren jeweiligen Heimatmärkten führenden, Banken. In Mittel- und Osteuropa ist sie durch die MKB Bank in Ungarn, die MKB Bank Sofia in Bulgarien und die MKB ROMEXTERRA Bank in Rumänien vertreten. Die BayernLB ist Zentralinstitut für die bayerischen Sparkassen, Hausbank für den Freistaat Bayern und betreut Staats- und Kommunalkunden, Finanzinstitutionen, mittlere und große Unternehmen sowie Immobilienkunden.
Ergänzt wird die Marktbearbeitung im Konzern durch nationale und internationale Tochterunternehmen, in denen ein Grossteil der Retailaktivitäten gebündelt ist. Die Deutsche Kreditbank AG, Berlin, fungiert innerhalb des BayernLB Konzerns als Internetbasierte Multispezialbank und ist sehr erfolgreich im Segment Direktbanking tätig. Eigentümer der BayernLB sind zu je 50 Prozent der Freistaat Bayern und der Sparkassenverband Bayern.
Quelle: ots
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 6457

BeitragVerfasst am: 13.Sep 2007 20:50    Titel: Antworten mit Zitat

Die BayernLB darf nun doch die kroatischen Töchter der österreichischen Hypo Group Alpe Adria übernehmen. Dies hat nach Informationen des Handelsblatts der zuständige Ausschuss der kroatischen Nationalbank am Mittwochnachmittag entschieden.

Damit ist das Haupthindernis, das die 1,63 Mrd. Euro teure Übernahme der Hypo-Gruppe durch die Landesbank beinahe hätte scheiten lassen, ausgeräumt. Das Closing des Geschäfts, das ursprünglich erst zum Jahresende über die Bühne gehen sollte, steht nun, wie es in Branchenkreisen heißt, umittelbar bevor. Für die Bayern heißt das, dass sich das Geschäft noch in diesem Jahr in ihren Bilanzen niederschlägt.

Bei ihrem Wunsch, die kroatischen Tochterbanken der Hypo-Gruppe zu übernehmen, hatte die Zentralbank in Zagreb der BayernLB wegen ihres Rückzugs 2002 aus der Rijecka Banka zunächst Steine in den Weg gelegt. Die Zentralbank forderte von der BayernLB neben einer Entschuldigung die Zusage, die neuen Töchter stets mit genügend Kapital auszustatten und strenge Standards gegen Geldwäsche zu erfüllen.

Die Münchener entschuldigten sich Ende August für ihr früheres Missmanagement in Kroatien. Die Rijecka Banka stand 2002 kurz vor der Pleite. In der Krise um die frühere Tochter sei „nicht angemessen“ gehandelt worden, hieß es aus München. Dort wird das kroatische Geschäft, das etwa ein Viertel des operativen Gewinns der Hypo Gruppe ausmacht, als wichtiger Bestandteil des Zukaufs bewertet.
Quelle: HB
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
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BeitragVerfasst am: 31.Dez 2007 18:17    Titel: Antworten mit Zitat

Die Hypo Group Alpe Adria und eine Gruppe durch das Industrie- und Finanzkontor Etabl. Vaduz koordinierter Investoren haben den Verkauf von 51 Prozent der von der Bank an der Hypo Alpe-Adria-Bank (Liechtenstein) AG gehaltenen Anteile vereinbart.

Die Investoren-Gruppe übernimmt zum 31. Dezember 2007 die Mehrheit an der in Schaan ansässigen, bisherigen 100prozentigen Tochter der Hypo Group Alpe Adria. Die verbleibenden 49 Prozent der Aktien werden weiter von der Hypo Alpe-Adria-Bank International AG gehalten.

Zukünftig wird die Bank in Liechtenstein unter dem Namen Alpe-Adria-Privatbank firmieren. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Nach der Mehrheitsbeteiligung der BayernLB an der Hypo Group Alpe Adria konzentriert sich die Bank mit Nachdruck auf die Alpen-Adria-Strategie im Bank- und Leasingbereich sowie die Erweiterung und Erschließung neuer Märkte in Südosteuropa.

Die liechtensteinische Tochterbank unterschied sich in den Hauptschwerpunkten ihrer Geschäftstätigkeit erheblich vom Kerngeschäft der Hypo Group Alpe Adria. Mit der Abgabe der Mehrheit an der liechtensteinischen Tochter macht die Hypo Group Alpe Adria einen weiteren Schritt zur Konzentration auf ihr Kerngeschäft.

Gemeinsames Ziel der Aktionäre ist, eine verstärkt liechtensteinisch orientierte Privatbank aufzubauen, wobei neben dem Schwerpunkt Südosteuropa zusätzliche Märkte bearbeitet werden sollen. Im operativen Bereich wird eine enge Zusammenarbeit mit der Hypo Group Alpe Adria angestrebt.

Gemessen am Aktienkapital zählte die Hypo Alpe-Adria-Bank (Liechtenstein) AG zu den fünf größten Banken in Liechtenstein.

Sie betreut derzeit rund 1,25 Mrd. Franken assets under management.
Quelle: ots
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
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BeitragVerfasst am: 5.Apr 2008 18:28    Titel: Antworten mit Zitat

Seit Ende der 90er-Jahre hat die Kärnter Hypo Alpe-Adria Bank alle wichtigen Immobiliendeals in Kroatien finanziert und dafür mitunter mehr Kritik als Lob geerntet. Unvergessen ist eine über die Bank abgewickelte zweifelhafte Transaktion aus dem Jahr 2000.

Damals kaufte eine österreichische Firma zum Spottpreis von 5,12 Euro je Quadratmeter ein Stück unberührter Meeresküste. Die 374.000 Quadratmeter wurden nur kurze Zeit später auf ominöse Weise zur touristischen Nutzfläche, also zu Bauland, umgewidmet. In der Folge kam es zu einer Reihe umstrittener Immodeals, die Jahre später zu einem Köpferollen bei der kroatischen Hypo-Tochter führten.

Immer wieder macht die Hypo Alpe-Adria in Kroatien aber auch durch die Wahl ihrer Geschäftspartner von sich reden - und steht daher gerade wieder unter Beschuss kroatischer Medien. Ein Beispiel ist der Rechtsradikale Ivic Pasalic, einst Berater des verstorbenen kroatischen Staatspräsidenten Franjo Tudjman. Für den Bau eines Einkaufszentrums hat ihm die Hypo dreißig Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Und das, obwohl Pasalic jedwede einschlägige Erfahrung fehlt. Auch eine Wohnanlage in Zagreb hat der Mediziner vor kurzem zu Ende bauen lassen. Hier soll Geld ebenfalls von der Hypo geflossen sein.

Als Hintergrund für diese Beziehungen zu zwielichtigen Geschäftsleuten nennt ein kroatischer Bankmanager mögliche Geldwäsche: "Zu Kriegszeiten haben sich die Mächtigen des Landes bereichert und ihr Vermögen unter anderem nach Österreich gebracht. Das ist längst kein Geheimnis." Die Vermutung: Die Gelder, welche die Hypo als Kredite gewährte, könnten, wie der Insider sagt, von den jeweiligen Kreditnehmern selbst stammen. Hypo-Chef Tilo Berlin wehrt sich gegen die Vorwürfe: "Die Kredite sind in einer Zeit vergeben worden, in der es keine Gründe gab, ein Kreditbegehren abzulehnen."

Den Geldwäscheverdacht betreffend, sorgte kürzlich aber auch der Bericht des renommierten kroatischen Zeitungsportals necenzurirano.com für Wirbel. Der prominente Zagreber Journalist Domagoj Margetic spricht darin von einem im Kabinett von Premier Ivo Sanader aufbewahrten Dokument mit dem Titel "sluzbena tajna" (Amtsgeheimnis), das Verdachtsmomente hinsichtlich der Hypo Kroatien und der Hypo Klagenfurt in den 90er-Jahren belegen soll.

Laut dem Bericht wurden Gelder, die aus staatsnahen Unternehmen sowie direkt aus der Staatskassa stammten, über Geheimkonten bei kroatischen Banken (genannt werden Zagrebacka banka und Privredna banka) oft direkt zur Hypo Alpe-Adria nach Klagenfurt geschleust. In weiterer Folge soll die Hypo Teile davon nach Liechtenstein transferiert haben, wo die Bank über eine Tochter präsent ist.

Ebendiese 49-Prozent-Beteiligung will die Hypo nun wegen des schlechten Rufs der Steueroase verkaufen.
Quelle: networld
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