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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 7248
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Verfasst am: 19.Feb 2007 18:23 Titel: |
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Weiter geht es im Eingangsthema:
EU-Steuerstreit1/ Rundschau
Zuletzt bearbeitet von Moderator GM&P am 19.Feb 2007 20:23, insgesamt 1-mal bearbeitet |
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JB777 Specialist
Anmeldungsdatum: 23.06.2005 Beiträge: 56 Wohnort: Zürich
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Verfasst am: 19.Feb 2007 19:12 Titel: |
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Ich mache Ihnen doch noch einen Gefallen und gehe nochmals auf Ihre Fragen ein:
1. Es geht niemanden etwas an, wieviel jemand anders besitzt und wo er es anlegt oder wo er es verdient. Davon wird nur eine Ausnahme gemacht falls ein Verbrechen vorliegen sollte in diesem Fall wird Auskunft an die ermittelnden Behörden erteilt. Damit schützen wir das Recht auf Eigentum von jedermann, der in der Schweiz Geld anlegen will.
2. Es gibt keinen Grund Ausländern Rechte vorzuenthalten. Genauso wie ein Schweizer ein Anrecht auf Privatsphäre hat, so haben es unsere Kunden aus dem Ausland. Im Gegenteil kann man sagen, dass wohl einem Schweizer eher Rechtsstaatlichkeit zukommt und deshalb Ausländer mehr geschützt werden müssten als Schweizer, die in der Schweiz leben.
3. Sie zeigen erneut Unbelehrbarkeit und Unwissen, wenn Sie behaupten, dass Geld aus Verbrechen geschützt würde. Bei einem Verbrechen werden die Gelder sofort blockiert und umfassende Rechtshilfe gewährleistet. Gelder aus zweifelhafter Quelle werden abgelehnt.
Die Unantastbarkeit eines Menschen ist eines der höchsten Güter, die Schweiz handelt also sehr moralisch. Im 2. Weltkrieg wurde die Enteignung der Juden, die ihr Geld in die Schweiz brachten verhindert, seit dem gab es viele andere Fälle in denen Menschen geschützt wurden. Natürlich werden diese nicht publik, denn es ist ja ein Bankgeheimnis. Nicht ein Bankgeheimnis zu haben wäre unmoralisch.
4. Die Schweiz macht keine Werbung (Anlocken) für ihr Bankgeheimnis, es ist jedoch bekannt, genauso wie dass man in Monaco als Privatmann keine Steuern bezahlen muss... Auch kann ich nicht verstehen wie es ein Angriff auf die D Souveränität sein sollte auch wenn die CH Banken das Bankgeheimnis bewerben sollten... Oder wäre es ein Angriff auf die Souveränität Ds wenn Jamaica behauptet, dass es dort wärmer wäre? Wenn die EU nun neue Gesetze verabschiedet kann das nicht plötzlich die Schweizerische Gesetzgebung beeinflussen... Oder soll nun Saudiarabien die Deutschen Metzgereivorschriften als Eingriff in Ihre Souveränität ansehen, weil ein Saudischer Bürger in D ungeschächtetes Schweinefleisch essen könnte? Ihre Argumentation ist absurd..... Oder werfen Sie Saudiarabien auch einen Angriff auf die D Souveränität im Eherecht vor, da ein Deutscher dort wohl eine zweite, dritte oder vierte Frau heiraten könnte....? |
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Wachsam...! Newbie
Anmeldungsdatum: 27.12.2002 Beiträge: 48 Wohnort: Bayern, da wo noch getrommelt wird!
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Verfasst am: 20.Feb 2007 13:36 Titel: |
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@ JB777
Der Staat ist das Volk.
Während es in der Dritten Welt und unter Diktaturen überhaupt keine Transparenz gibt, sieht das in einer Demokratie ganz anders aus.
Wir sind eben für mehr Transparenz im Bankensystem den Behörden gegenüber, denn nur damit wird Korruption und Missbrauch durch Politik und Industrie eingedämmt.
Und wer in Deutschland ordentlich seine Steuern zahlt - das sind garantiert die allermeisten - hat daher nichts zu befürchten: schon gar nicht kann jeder Dahergelaufene Auskunft über das Vermögen Anderer bei der Bank oder einer Behörde einholen.
Insoweit ist das Bankengeheimnis, so wie Sie es beschreiben, in anderen EU-Staaten auch nicht anders, als das der Schweiz.
Und es liegt durchaus im Interesse des Normal- und Kleinverdieners, der seine Steuern regelmäßig zahlt, dass Großverdiener und Unternehmen ebenfalls ihre Steuern bezahlen.
Das lässt sich nur durch Kontrolle erreichen.
Ihrer Ansicht nach muss jeder, der über Eigentum verfügt, dieses verstecken.
Wenn es ehrlich verdient ist – WARUM?
Mir persönlich ist der Zusammenhang zwischen Eigentum und „Verstecken“, somit dem Bankengeheimnis in der Schweiz, also nicht ganz klar. Vielleicht können Sie das noch einmal erläutern, damit auch Dummköpfe wie ich die Möglichkeit haben, klug zu sterben.
Aber wie gesagt: wo keine Kontrollen sind, da wird Korruption und Missbrauch Tür und Tor geöffnet
Man erinnere sich nur, wie sich die Schweiz in die deutsche Politik eingemischt hat, indem Sie Parteispenden versteckt hat (in der Schweiz heißt das dann nicht "verstecken", sondern Wahrung des Bankgeheimnisses und Schutz des Eigentums).
Hier wurde Korruption in Deutschland eben mit Hilfe der Schweiz ermöglicht.
Dass dies ans Tageslicht kam, war NICHT Verdienst der Schweiz.
Das spricht nur für die Transparenz in Deutschland und gegen das Bankgeheimnis in der Schweiz.
Wie schon berichtet, stammen 58% des von der Schweiz verwalteten Vermögens aus dem Ausland.
Gibt es jemanden – außer JB777- der glaubt, dass diese 58% ausländische Kapitalquote zu halten wäre, wenn die Schweiz offen zeigt, WER da ein Konto hat?
Die Schweiz KANN übrigens gar nicht von Heute auf Morgen das Bankgeheimnis aufheben – da kämen Konten zum Vorschein, dass es die Weltgemeinschaft nur so entsetzen würde.
Und es würde eine Prozesslawine ungeahnten Ausmaßes in anderen Staaten loslösen.
Die Schweiz würde einen nie wieder gut zu machenden Imageschaden erleiden (die schweizer Banken setzen alles daran, ihren Ruf zu erhalten. Wie schon anfangs am Beispiel dargestellt: der Zusammenbruch einer schweizer Großbank durch Zinsmanipulationen wurde von anderen Großbanken „aufgefangen“).
Gleichzeitig wäre der Druck der Weltgemeinschaft dermaßen groß, dass es sicherlich schon an Kriegserklärungen einiger Nationen gegenüber der Schweiz nahe kommen könnte.
Der wirtschaftliche Ruin der Schweiz wäre wohl durchaus anzunehmen.
Übrigens: Fälle von Kapital in der Schweiz aus Korruption, aus krimineller oder anderer zweifelhafter Herkunft, die ans Tageslicht kommen, dürften immer noch die Ausnahme sein, denn ein Banker in der Schweiz lebt gefährlich: nur ein Verdacht, den er äußert, und wehe der lässt sich nicht beweisen!
Dann sitzt er wegen Verletzung des Bankgeheimnisses ganz schnell hinter Gittern.
Und dafür werden die schweizer Banken auch sorgen, denn die lassen sich den Ruf nicht verderben und dadurch die Quelle des Geldflusses abgraben.
Es ist also durchaus nachvollziehbar, wenn die schweizer Banken die Strafverfolgung einer kleinen Indiskretion eines Angestellten aufs Schärfste verfolgen und dahinter her sind.
Insofern schwebt über Bankangestellten in der Schweiz ein schweres Damoklesschwert, wenn Sie Verdächtigungen über zweifelhafte Kapitalherkunft äußern.
Und wer, bitte, nimmt die Gefahr eines Strafprozesses und Freiheitsstrafe auf sich, wenn er zu keinem Zeitpunkt einen persönlichen Vorteil davon hat (außer vielleicht der Wahrheit oder Moral geholfen zu haben)?
***
Folgt man Ihrer Ansicht, JB777, kann man also davon ausgehen, dass die Steuergesetze, die in der Schweiz Ihre Bürger verpflichtet, Abgaben zu zahlen, nicht unter Raub fallen.
"...das Menschenrecht eines Individuums Eigentum zu haben und nicht beraubt zu werden, auch nicht von Staates Seite...".
Zunächst: Eigentum ist nicht nur in der Schweiz geschützt, sondern auch in der EU, sowie in jeder anderen Demokratie.
Folgt man Ihrer Ansicht konsequent, bedeutet das, dass in anderen Staaten, seien es nun Staaten der Dritten Welt, der EU oder andere, Steuergesetze als Raub und Eigentumsdelikte einzustufen sind.
Ist das nicht eine Anmaßung, wenn Sie das schweizer Steuerrecht für legal, das Steuerrecht anderer Staaten aber als illegal darstellen, weil Sie es pauschal mit dem Straftatbestand des Raubes gleichsetzen?
Und deshalb gewährt die Schweiz also Unternehmen und Privatpersonen als Steuerflüchtlinge Ihrer Heimatstaaten Asyl?
Insbesondere im Hinblick darauf, dass viele Unternehmen pro forma Ihren Sitz in die Schweiz verlegen, ihren Umsatz und die Gewinne aber in der EU erzielen, fürchte ich fast, mit dieser Ansicht, bei der mit zweierlei Maß gemessen wird, stehen Sie und die schweizer Politik ziemlich einsam da.
Ich wage fast, das Gegenteil zu behaupten (und damit stehe ich offensichtlich nicht alleine da): Die Schweiz beraubt andere Staaten um deren Steuereinnahmen – sowohl im Hinblick auf Einzelpersonen als auch auf Unternehmen, indem sie sie mit Sonderkonditionen (die sie freilich ihren eigenen Bürgern vorenthält) anlockt und beherbergt.
Und da die Schweiz tatsächlich so handelt, ist das durchaus eine Einmischung in die Steuerhoheit anderer, wenn nicht sogar ein dreister Griff in die Kassen anderer Staaten.
Sie mischt sich also nicht nur ein, sondern erleichtert noch die Kassen, z.B. der EU.
Da ist es doch nur recht und billig, wenn sich die EU in die Steuerhoheit der Schweiz „nur“ einmischt.
Sie nimmt der Schweiz ja nichts weg, außer der Möglichkeit, die EU um die auf deren Hoheitsgebiet erwirtschafteten Steuereinnahmen zu erleichtern.
***
Zusammenfassend lässt sich also sagen:
Die Schweiz (sofern SIE die Meinung der Schweiz vertreten) hält Ihr eigenes Steuergesetz für richtig, auch wenn sie zugezogene kapitalbringende Ausländer den eigenen Staatsbürgern gegenüber deutlich privilegiert.
Die Steuerpflicht in anderen Staaten hält sie für „Raub“, und gewährt daher dem Kapital der Bürger und Unternehmen anderer Staaten Kapitalasyl (das lässt das Asylrecht in den Eu-Staaten geradezu grotesk erscheinen):
· Ausländische Privatpersonen mit adäquatem Kapital sind willkommen und bekommen schnell und ohne größere Probleme eine Aufenthaltsberechtigung in der Schweiz (ohne Knete „gibt’s natürlich nix“).
· Mehr als 20.000 EU-Unternehmen erwirtschaften Ihre Umsätze und Gewinne in der EU, die daraus resultierenden Steuereinnahmen fließen jedoch in die Schweiz, weil die Unternehmen mit einem bürokratischen Akt ihren Sitz dorthin verlegt haben.
· Roger Federer zahlt höhere Steuer, weil er Schweizer ist, während zugezogene Ausländer pauschal auf deutlich niedrigerem Niveau versteuert werden
(haben Sie, JB777, das auch Ihren Landsmännern deutlich gemacht? Kaum vorstellbar, dass die das gut finden – aber wer weiß, wir EU-Bürger haben da wohl sicherlich eine falsche Vorstellungen von der Gleichbehandlung.
Was ist das für ein Steuerwettbewerb, den die Schweiz betreibt, indem sie die eigenen Bürger höher besteuert als zugezogene Ausländer. Bundesräting Leuthard hat da vollkommen Recht.).
Eigentum ist laut Ihrer Aussage in anderen Staaten NICHT geschützt.
Eine Durchsetzung der Transparenz im Bankensystem hätte eine verheerende Folge für das Image der Schweiz und könnte den wirtschaftlichen Ruin mit sich bringen.
(Ich bin immer noch der Ansicht, die Schweiz sollte sich langsam mit dem Gedanken anfreunden, selbst für ihr Geld zu arbeiten.
Und: wer was versteckt, hat ein schlechtes Gewissen.
Ein schlechtes Gewissen wird auch meistens von einem Vergehen oder Verbrechen begleitet.
Soweit nur mein persönlicher Kommentar.) |
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JB777 Specialist
Anmeldungsdatum: 23.06.2005 Beiträge: 56 Wohnort: Zürich
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Verfasst am: 21.Feb 2007 9:44 Titel: |
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Der Gomopa Moderator hat mich bereits angeschrieben, dass es hier um den aktuellen EU-Steuerstreit geht, also um die Domizilgesellschaften.
Da Sie "wachsam" aber doch nochmals ellenlange Verdrehungen meiner Aussagen machen und Ihre Unkenntnis unseres Bankgeheimnisses zur Schau stellen, hier doch noch einige Berichtigungen, um nicht solche Lügen hier stehen zu lassen. Danach bitte dann nur noch zum aktuellen Diskussionsthema.....
Die Schweiz ist ein Hort von Sicherheit und Stabilität. Deshalb haben viele Leute Ihr Geld und Ihre Konzernzentrale (aktuelle Diskussion) in unserem Land. Hier wird auch nicht alle 4 Jahre mit jeder Regierung gleich alle Gesetze geändert und das Volk ist noch wirklich der Souverän und nicht irgendwelche Aparatschniks.
In der EU kann der Staat mittlerweile alle Transaktionen eines Bürgers nachverfolgen, sie entwickelt sich immer mehr zum Polizeistaat. Das mögen viele Leute nicht und wir sind der Meinung, dass Menschen, die nichts verbrochen haben ein Anrecht auf Privatsphäre und Sicherheit haben.
Ich kann keine harte Grenze ziehen, bei welchem Prozentsatz Unternehmen und Privatleute noch angemessen besteuert werden, in der Schweiz wird die Staatssteuer, deshalb auch im Bereich der Kantone festgelegt, die EU versteht das noch nicht, wir werden ihr das erklären...
Zumindest scheinen ja nun klügere Köpfe in D das auch zu entdecken... vielleicht wird ja Bayern oder BW zur Schweiz Deutschlands...
Es ist nicht unsere Sache festzulegen, ab wann ein Steuersatz in anderen Ländern "Diebstahl" ist und wann nicht, wir befassen uns nicht damit und es hat nichts mit unserem Bankgeheimnis zu tun. Persönlich bin ich der Meinung, dass wenn in Schweden Leute mit gutem Einkommen mehr als 100% Ihres Einkommens als Steuern abführen müssen (war z.B. bei Astrid Lindgren der Fall), dass dann etwas nicht mehr stimmen kann. Ein Land kann vernünftige Steuern haben aber dann kommt eine neue Regierung und konfisziert das Geld (z.B. in Brasilien sogar durch einen Präsidenten aus dem rechten Lager), dann ist das auch nicht i.O. Oder aktueller Fall Venezuela, Equador, Peru, Russland wo Unternehmen im Energiebereich und Telekommunikation.... verstaatlicht werden auf die eine oder andere Art. Da macht es Sinn, die Holding und einen Grossteil des Vermögens im Ausland zu haben und wohl am Besten dort, wo diese Gelder dann nicht unrechtmässig ausgeliefert würden. Deshalb wird oft die Schweiz gewählt, wobei wie erwähnt ich auch schon einen Fall erlebt habe, wo Gelder übereifrig blockiert wurden und die Operationen einer Firma damit blockiert wurden. Auch in de Schweiz wiehert der Amtsschimmel ab und zu.....
In der Schweiz werden keine Gelder versteckt, Gelder bei denen Verdacht eines kriminellen Hintergrunds besteht, werden gemeldet, natürlich nicht zuerst an die Presse, das ist selbstverständlich Strafbar und wird verfolgt, sondern an die dafür geschaffenen Stellen der Schweiz. Diese können daraufhin die Gelder blockieren lassen und werden weitere Abklärungen stellen und mit anderen Ländern zusammenarbeiten. Dasselbe passiert, wenn ein (rechtmässiges) Rechtshilfegesuch anderer Staaten vorliegt, da wird die EBK alle Banken anschreiben und Vermögen der Beschuldigten werden gemeldet und blockiert.
Wie ich auch schon erwähnt habe, hat die Schweiz wohl weltweit das strengste Gesetz gegen die Geldwäsche.
So ich hoffe, das reicht nun zum Bankgeheimnis.... wenn ich Ihre Sprüche höre wie "der Staat ist das Volk".... dann hört sich das für mich nach Sowjetunion, Nordkorea oder Nazi Deutschland oder französischer Revolution an.... zum Glück Gedankengut, das weitgehend ausgestorben ist... es ist schön, wenn wie in der Schweiz das Volk der Souverän ist, in vielen Ländern ist das leider eine Wunschvorstellung. In der EU sehe ich, dass immer weniger das Volk der Souverän ist.... und das Problem ist ja auch klar, denn es ist nicht ein Volk sondern viele Völker.... und imemr mehr werden diese aus Brüssel regiert, von Leuten, die ganz weit weg sind für das Volk...
Dieser Spruch zeigt mir welches Geistes Kind Sie sind und dass sich wohl eine Diskussion erübrigt, da unsere Standpunkte dermassen weit auseinanderliegen.... |
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Gitti Newbie
Anmeldungsdatum: 23.11.2005 Beiträge: 21
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Verfasst am: 21.Feb 2007 10:09 Titel: |
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Wer sind Sie eigentlich "Wachsam", dass Sie glauben derart über die Schweiz herzuziehen, Ihr habt doch noch eine viel dunklere Vergangenheit.
Die Mehrhheit der Schweizer ist froh und dankbar, dass wir bis jetzt den Avancen der EU erfolgreich widerstanden haben. Fragt doch mal die Bürger in Eurem Land ob Sie die EU gut finden, an der Basis hört man es rumoren und brodeln über all diesen Unsinn der jeden Tag von Brüssel zu hören ist.
Die bilateralen Verträge regeln alles was nötig ist, und Goitt bewahre lassen wir uns noch in unsere Steuerpolitik dreinreden, das würde gerade noch fehlen, da spricht doch ganz klar der pure Neid. Wer bezahlt denn, per Abstimmung, eine Ost Milliarde und schon wieder wurden wir angefragt für weitere 300 Mio für Bulgarien. So nun sagt uns doch nocheinmal wir seien Rosenpicker.
Ich erinnere mich noch sehr gut als Spanien in die EU eingetreten ist, ein paar Jahre später habe ich mit Geldern aus der EU die neuesten Strassenumfahrungen, das erste und modernste Sicherheitsgefängnis auf Palma gesehen , wird so das Geld verschleudert?? Dann muss ich das nächste Mal ganz klar NEIN stimmen wenn wieder eine Abstimmung über einen Millionenbeitrag an die EU fällig wird.Hört doch endlich mal auf mit der ganzen Neiddebatte, jedes Land auf der ganzen Welt hat sein positiven Seiten und dazu gehört auch der Schatten.
Wenigstens herrscht bei uns im Bürgertum noch so etwas wie positives und zuversichtliches Grunddenken, was man von den meisten Ländern in der EU nicht gerade sagen kann. |
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JB777 Specialist
Anmeldungsdatum: 23.06.2005 Beiträge: 56 Wohnort: Zürich
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Verfasst am: 21.Feb 2007 10:12 Titel: |
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In den BVI, Cayman Islands, Bahamas... bezahlen Sie auf Holdinggesellschafte gar keine Steuern. Als Privatmann kann man nach Monaco (gar keine Steuern, nur etwas höhere Lebensunterhaltskosten) oder England ziehen oder in andere Staaten, die weiter weg sind und man auch keine oder nur wenig Steuern bezahlt wenn man das will.....
Das sind die Facts.... Die Schweiz bietet die Domizilgesellschaften an, wo man ca. 11% Steuern bezahlt (im Vergleich zu 0 in der Karibik) oder bietet Privatpersonen entgegenkommende Konditionen an. Diese sind zwar höher als z.B. in Monaco, aber offenbar gibt es Leute wie Michael Schumacher, die unsere Infrastruktur mögen und bereit sind etwas dafür zu zahlen. Deshalb ist er von Monaco (0 Steuern) in die Schweiz gekommen und bezahlt hier nun Steuern, wenn auch nicht so viel wie die Schweizer. Das sind Realitäten, dass es Leute gibt, die weltweit viel unterwegs sind (vermutlich könnten sie sich sogar komplett abmelden und nirgendwo Wohnsitz haben) und deshalb sich aussuchen wo sie Steuern bezahlen wollen.
Auf der anderen Seite gibt es Menschen, die da bleiben wollen, wo sie herkommen, sei es in Deutschland (wie Steffi Graf oder mein früherer Arbeitsgeber, dessen Frau in D bleiben wollte) und dann heuert man bei gutem Einkommen Anwälte an, die eine möglichst (legale) steueroptimale Konstellation erstellen. Das kostet zwar viel Geld ist aber oft nötig (mein ex-Chef hat im Finanzbereich spekuliert, auf Gewinnen hätte er 80 Pfennig pro Mark auf Gewinnen bezahlt und im Verlustfall hätte das FA die lange nase gemacht...). So muss man mit viel Aufwand und Kosten durch Anwälte eine Konstruktion mit Stiftungen, Gesellschaften in der Schweiz und in der Karibik... schaffen, dass sich dieses Geschäft überhaupt lohnt... In D hat er zur besten Zeit über 60 Angestellte beschäftigt und einen grossen Neubau erstellt...
Aber er hätte auch einfach nach Monaco gehen können und hätte das meiste nicht gebraucht... und Monaco ist nun auch nicht ganz so leid....
Andere (Graf) haben es amateurhaft gemacht und dachten, dass sie es selbst besser als die Anwälte können und gingen dafür sogar in Gefängnis.... die Steffi wird sich gefragt haben, ob es nun wirklich nötig war die 10 Jahre Ihrer Karriere in D zu verbringen und (indirekt) ihren Vater ins Gefängnis gebracht zu haben.... Monaco wäre sicher auch nicht so schlimm gewesen.... und sie hätte ja trotzdem einige Tage in D verbringen dürfen... war ja eh wohl die Hälfte des Jahres irgendwo sonst unterwegs...
So habe ich selbst als Schweizer auch nicht diese Privilegien... für mich kommt aber England und Monaco in Frage... als Wohgnsitz und bei entsprechendem Einkommen werde ich wohl auch diesen Schritt machen... ich werde Steuerflüchtling in der EU.....  |
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Wachsam...! Newbie
Anmeldungsdatum: 27.12.2002 Beiträge: 48 Wohnort: Bayern, da wo noch getrommelt wird!
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Verfasst am: 21.Feb 2007 11:41 Titel: |
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An Gitti und JB777:
Woher nur kommt Ihre Aufregung?
Die Schweiz ist souverän. Sie wird nicht zu Verhandlungen - und ich betone nochmals: es sind VERHANDLUNGEN! - mit der EU gezwungen. Verhandlungen können jederzeit von jedem Teilnehmer abgebrochen werden.
Warum tut sie das nicht ?
Warum schließt sie nicht einfach die Grenzen, wenn es dem souveränen Schweizer Volk nicht passt?
Warum geht die Schweiz bilaterale Verträge mit der EU ein, wenn die Schweiz (Ihrer Meinung nach) doch nur draufzahlt?
Und vor allem: warum haben die Schweizer als EU-Gegner dem Beitritt zum Schengenabkommen zugestimmt, wenn Sie die EU für so schmächlich halten (folgt man Ihren Behauptungen)?
Die EU mit allen Mitteln diskreditieren, und dann aber doch Verträge mit ihr eingehen - wie verträgt sich das mit der Stimmungsmache gegen die EU?
Mein Zweck, auch die Schattenseiten der Schweiz zu beleuchten, ist ganz einfach:
die Schweiz so zu zeigen, wie sie ist, und NICHT, wie sie sich gerne darstellt (sauber, rein, neutral). Meine Meinung entspricht vielleicht nicht der allgemeinen Meinung, denn ich finde, das GELD SEHR WOHL STINKEN KANN.
Tatsache ist, dass manche den Hals nicht voll genug kriegen können (z.B. Schumacher). Da reichen nicht ein paar hundert Millionen in Deutschland, die er nach Steuer behalten kann. Nein, es müssen noch ein paar zig Millionen mehr sein.
Nun ja, überlassen wir es dem Kleinverdiener, die Infrastruktur zu bezahlen.
Die Schweiz ist nicht schechter oder besser als andere Staaten. Jeder hat seinen Dreck am Stecken.
Ich möchte endlich mal wissen, wo es einen Staat gibt, der keinen Dreck am Stecken hat: die Schweiz ist es jedenfalls nicht.
Kann mir da endlich mal jemand eine Antwort daruf geben?
Ach ja, und noch was: Mit dem, Zeigefinger auf andere zu zeigen (Cayman, BVI, Bahamas) lenkt vom Thema ab. Diese Art, sich zu entschuldigen oder zu rechtfertigen, ist eigentlich nur Kindern zu eigen.
Sie, Gitti und JB777, sollten Ihre Energie besser investieren, indem Sie Ihre Landsmänner davon überzeugen, die EU Grenzen wieder richtig dicht zu machen.
Das würde zwar für Italien einen kleinen Umweg bedeuten, aber ansonsten kann die EU glaube ich den Verlust der Schweiz ganz gut verkraften.
Vielleicht lässt sich der Beitritt zum Schengenabkommen ja auch wieder rückgängig machen?
Also, mein Rat: gehen sie in die Politik und überzeugen Sie ihre Eidgenossen, dass die EU wirklich nur Mist ist!
Die Schweiz ist doch auch in wirtschaftlicher Hinsicht völlig souverän und unabhängig von der EU!
Jedem, der über sein eigenes Land meckert, bleibt freigestellt, sein Land zu verlassen und anderenorts sein Glück zu versuchen.
Und jedem, der über andere Länder (und die EU umfasst 27 Länder) meckert, bleibt vorbehalten, sich von diesen fern zu halten.
Ich muss sagen... es wird ganz schön eng für die Schweiz(er).... |
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Wachsam...! Newbie
Anmeldungsdatum: 27.12.2002 Beiträge: 48 Wohnort: Bayern, da wo noch getrommelt wird!
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Verfasst am: 21.Feb 2007 11:46 Titel: |
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An Gitti und JB777:
Mit Dichtmachen der EU-Grenzen sind natürlich die EU-Grenzen zur Schweiz gemeint. Überzeugen Sie Ihre Landsmänner davon!
Das ist nur zum Wohl der Schweiz (und zum Wohl der 3% der schweizer Bevölkerung, die 90% des schweizer Vermögens besitzen). |
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JB777 Specialist
Anmeldungsdatum: 23.06.2005 Beiträge: 56 Wohnort: Zürich
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Verfasst am: 21.Feb 2007 18:55 Titel: |
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"wachsam" ist wohl sauer drauf, dass CH nicht untere die Diktatur der EU gekommen ist.... In D hatte er ja keine Wahlfreiheit....
Ich persönlich denke, dass die EU keine gute Institution ist bzw. die Freiheit zu sehr einschränkt und zu sehr den Staaten dreinredet.... aber nun gut, die Mitgliedstaaten haben das halt so gewollt... Wir Schweizer haben eigentlich mit der EU kein Problem, sind ihr gegenüber aber doch eher kritisch eingestellt.... der aktuelle Steuerstreit wie es ja hier genannt wird, hat der Popularität der EU nicht gerade Auftrieb verliehen.....
Dass die EU mit einem Freihandelsabkommen das seit mehr als 30 Jahren besteht plötzlich unsere Souveränitat in Sachen Steuern, die mit dem Freihandel nun absolut nicht zu tun haben, angreift und unverholen droht nehmen wir nicht so freudig auf....
Wenn "Wachsam" sogar mit Einkesselung der CH und ähnlichem rechstwidrigen Unsinn droht, zeigt es erneut welches Geistes Kind er ist... wie gesagt wir waren durch Euren grossen Führer auch schon in der Lage und haben es gemeistert und sind gut wieder rausgekommen... Zum Glück aber sind nicht alle solche Ewiggestrige und ich gehe davon aus, dass die EU genausoviel zu verlieren hätte wie wir und von anderer Seite wie z.B. USA schon zurechtgewesen würde, wenn sie gegen International Vereinbarungen verstossen würde... Aber das ist eh alles nur Spekulation zum Glück haben Leute wie "wachsam" eh nichts zu sagen udn keiner hört auf sie... man schaue sich nur mal Wahlquoten vom Oscar an, wobei der schon noch überzeugender argumentiert.....
Auch zeigen wir nicht mit den Fingern auf andere.... ich habe nur klargemacht, dass es einen Internationalen Steuerwettbewerb gibt und da sind wir in der unteren Mitte dabei... Dass ich mit Fingern zeigen soll ist geradezu abstruss, denn ich habe ja gar nichts gegen Steueroasen.... ahbe keine Probleme mit, wenn jemand eine Liechtensteinische Stiftung macht, oder in den BVI oder Cayman Islands sich einen Briefkasten kauft... oder in Monaco das Leben geniesst.... das muss jeder selbst entscheiden... auch wo er investiert und damit meine ich auch Spenden, Wohltätigkeit.... Statt dem Deutschen Staat das Geld in den unersätlichen Rachen zu schmeissen kann Schumi das Geld menschen geben die es nötiger haben.... ich erlaube mir nicht mir über ihn den Stab zu brechen..... wieso sollte er ein System sponsorn, das Leute dau anspornt besser nicht zu arbeiten, weil sie so mehr Geld empfangen?
Es ist gut, dass unser Bundesrat der EU klar eine Absage erteilt hat, denn auf diese Art lässt sich nicht verhandeln. Später wird es schon zu Gesprächen kommen.... und die CH ist der EU eh schon sehr weit entgegengekommen z.B. mit der Besteuerung der Zinserträge, die an die EU Länder direkt abgeführt wird... die EU fährt somit besser, als wenn ihre Bürger das Geld unter der Matraze verstecken.... |
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Wachsam...! Newbie
Anmeldungsdatum: 27.12.2002 Beiträge: 48 Wohnort: Bayern, da wo noch getrommelt wird!
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Verfasst am: 21.Feb 2007 22:58 Titel: |
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Die 27 Staaten der EU sowie die EU als solche sind halt einfach nur dumm.
Ich stimme Ihnen in allen Punkten zu.
Sie und die Schweiz haben immer recht.
Die Schweiz ist der Inbegriff der Gerechtigkeit und Ehrlichkeit.
Kein anderes Land der Welt ist so rein, sauber und edelmütig wie die Schweiz.
Und sie lebten glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende... |
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Wachsam...! Newbie
Anmeldungsdatum: 27.12.2002 Beiträge: 48 Wohnort: Bayern, da wo noch getrommelt wird!
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Verfasst am: 21.Feb 2007 23:54 Titel: |
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Um aber noch mal auf Steuerhinterziehung mit Hilfe der Schweiz zu kommen:
"Die Beihilfe zur Steuerhinterziehung von reichen Individuen ist das eigentliche Spezialgebiet des schweizerischen Finanzplatzes".
Glaubwürdige Quellen schätzen den "Anteil des in der Schweiz verwalteten, ausländischen Privatvermögens, das NICHT versteuert wurde, auf 70-90%"
Die Financial Times, zum Beispiel, bezeichnet Treuhandgelder als eine "Geheimwaffe der Schweiz", die reiche Personen anziehe, "welche im eigenen Land Steuern hinterziehen wollen".
"Dass die Schweiz ausländische Steuerhinterzieher begünstigt, ist nicht neu."
Und was den Druck der USA auf die Schweizer Banken, dem diese nachgegegeben haben, betriffft, so lässt sich schlichtweg sagen: was den USA recht ist, ist der EU nur billig.
Und hier noch ein Zitat, was die Steuermoral der Schweizer selbst betrifft, weil Steuerhinterziehung ja nicht strafbar ist (nachzulesen unter "Erklärung von Bern", EvB):
"Laut einer Studie des Wirtschaftsprofessors Bruno S. Frey werden in der Schweiz 23 Prozent des steuerbaren Einkommens hinterzogen. Korrekt versteuert gäbe das drei Milliarden Franken Mehreinnahmen für den Bund und sechs bis acht Milliarden Franken zusätzlich für Kantone und Gemeinden."
Die Details des Schweizer Steuersystems interessieren im Ausland nur deshalb, weil die Schweiz mit der spitzfindigen Unterscheidung zwischen Steuerhinterziehung und Steuerbetrug ihre Weigerung zum Informationsaustausch begründet. Die Schweiz mischt sich aber selbst in die inneren Angelegenheiten anderer Länder ein, indem sie die Länder um ihnen zustehende Steuereinnahmen bringt.
...
Steuern sind nicht Gebühren für erhaltene Dienstleistungen, sondern ein Beitrag zu einem funktionierenden Gemeinwesen. Sehr reiche Bürgerinnen und Bürger brauchen viele «Dienstleistungen» nicht, zum Beispiel subventionierte Krippenplätze oder Sozialhilfe. Die auf sozialen Ausgleich abzielenden Steuersysteme gehen deshalb davon aus, dass die Steuerzahlung von der finanziellen Leistungsfähigkeit abhängt. Die Steuersenkungen, die sich reiche Individuen mit Hilfe der Schweiz erschleichen, untergraben diesen Solidaritätsgedanken.
Und, JB777:
Töte nicht den, der die Botschaft überbringt.
Das sind nicht meine Behauptungen, sondern sie stammen aus ihren eigenen Reihen:
http://www.christnet.ch/PDF/De_Dossier__06_12_2005_14_14_Wegleitung_Steuerhinterziehung.pdf
Keine Grund also für Sie, JB777, wieder persönlich zu werden.
Gewöhnen Sie sich das mal ab.
Sie können aber, was die Situation der Schweiz betrifft, weiter die Moral der drei Affen praktizieren. |
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CH-Consultant GoMo&Pa Werbepartner

Anmeldungsdatum: 29.09.2005 Beiträge: 53 Wohnort: Schweiz
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Verfasst am: 23.Feb 2007 17:30 Titel: Niedrige Steuern durch Steuerwettbewerb |
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Es ist spannend die Diskussion zu verfolgen. Für meine Verhältnisse sehr gefühlsbeladen und stellenweise sehr polemisch. Daher hier nun einfach ein paar Gedanken und Informationen, um eine pragmatische Sichtweise zu vermitteln:
Wer genaueres erfahren möchte über das Schweizer Steuersystem, dem sei die Ausarbeitung von Urs R. Behnisch wärmstens empfohlen, die wir hierzu ins Netz gestellt haben. http://www.bamat.com/consulting/upload/Downloads/Unternehmenssteuer_CH.pdf
Für alle anderen versuche ich hier eine grobe Skizze des Steuerwesens zu zeichnen.
Die Schweiz besteht aus 26 Kantonen, das sind eigenständige Länder, die sich zu einem föderalistischen Staat zusammen geschlossen haben. Somit existieren 26 unterschiedliche Steuergesetze. Damit der Staat nicht leer ausgeht, erhält er von allen Kantonen bis zu 10.5% Steuern (Einkommens- und Gewinnsteuer) der dort ansässigen Personen und Unternehmen.
(Holding-Gesellschaften möchte ich bewusst ausnehmen, da sie am Steueraufkommen nur einen geringen Anteil haben).
Die endgültige Steuerbelastung entscheidet sich nun an dem Tarif, den Kanton und Gemeinde bestimmen. Wenn also der Kanton mit seinen Mitteln gut haushält, kann er die Tarife senken. Das gleiche gilt für die Gemeinde.
Es konkurrieren somit Schweizweit Gemeinden mit Gemeinden und Kantone mit Kantonen. Dieser Innerschweizer Steuerwettbewerb ist bewusst gewollt.
Die Bandbreite schwankt zwischen 20% und 35% bei höchster Progression.
In jedem Kanton gibt es Spezialitäten, die eine Ansiedlung dort attraktiv machen sollen. Jeder Kanton verfolgt seine eigene Strategie, um „Steuerzahler“ in Form von Menschen und/oder Unternehmen anzuwerben.
Wenn sich nun viele ausländische Unternehmen und auch Angestellte von diesen Tarifen angelockt fühlen, kann der Schweiz, oder besser gesagt den Kantonen, daraus kein Vorwurf gemacht werden. Es war ja gerade das Ziel, attraktiv für Steuerzahler zu sein, vorrangig aber für Eidgenossen.
Huhn oder Ei?
Geht es Europa so schlecht, weil die Schweiz mit ihrem Steuersystem anlockt, oder flüchten Menschen und Firmen, weil sie sich in der EU wie Zitronen fühlen?
Sprechen Sie mit Ausländern, die hier ihre Zelte aufgeschlagen haben und fragen Sie nach den Beweggründen. Sie werden erstaunt sein, dass die (für Eidgenossen immer noch zu hohe) Steuerbelastung nur ein Grund von vielen ist.
Grüsse aus der Schweiz
Thomas B. Steden _________________ BAMAT Group
Seestr. 60
CH 6052 Hergiswil
Schweiz
Tel. 0041 / 41 / 534 78 69
Email: b.steden@bamat.com
Webseite: http://www.bamat.com |
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Wachsam...! Newbie
Anmeldungsdatum: 27.12.2002 Beiträge: 48 Wohnort: Bayern, da wo noch getrommelt wird!
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Verfasst am: 23.Feb 2007 19:48 Titel: |
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Problematisch dürfte eigentlich nicht das Steuersystem der Schweiz an sich sein, sondern eher die Tatsache, dass das deren Steuersystem die EU Steuereinnahmen beeinflusst.
Sofern die Schweiz Ihr Steuersystem nicht ändern möchte, ist das ihr gutes Recht, auch wenn das Ihre eigenen Landsleute gegenüber zugezogenen vermögenden Ausländern deutlich benachteiligt.
Der aktuelle Kommentar eines (Bündner) Schweizers, der heute dazu befragt wurde: Roger Federer kann's ja genauso machen: seinen Wohnsitz ins Ausland verlegen, z.B. Monaco).
Es ist nicht Aufgabe der EU, die internen Verhältnisse der Schweiz zu regeln oder zu beeinflussen.
Im internationalen Wirtschaftsverkehr jedoch hat sich die Schweiz an internationale Vereinbarungen zu halten:
Wenn von 28 Verhandlungsteilnehmern 27 der Meinung sind, dass die Schweiz gegen bilaterale Abkommen verstößt... wer hat da wohl unrecht?
Hier wird sich zeigen, ob sich die Demokratie durchsetzt.
Sollte die Schweiz eine demokratische Entscheidung nicht anerkennen, und meinen nichts ändern zu müssen, so bleibt immer noch die Möglichkeit, dass die EU ihre Gesetze im Hinblick auf die Unternehmens-, Umsatz-/ Gewinnbesteuerung auf ihrem eigenen Hoheitsgebiet zu Ungunsten der Schweiz ändert.
Und die Schweiz sollte dann aber auch die Steuerhoheit der EU respektieren und keinen Einfluss auf deren Steuergesetzgebung nehmen oder sich gar beschweren.
Es gibt übrigens auch Schweizer, die in Deutschland arbeiten und das schweizer System mit seiner Geldgier durchsetzen, obwohl sie eine braune Weste haben:
Fängt z.B. mit Acker an und hört mit mann auf.
Strafrechtlich bedenklich, 18 Millionen (EURO!, nicht Franken) im Jahr, Rekordgewinne der Deutschen Bank, aber dafür Tausende von Stellen streichen.
Frei nach dem Motto in der Schweiz: 90% des Privatvermögens haben gefälligst 3 % der Bevölkerung zu gehören. Die sind nämlich die einzigen, die arbeiten.
Die anderen 97% sind nur faul, und deswegen auch nicht so vermögend.
Übrigens: die Frage nach dem Huhn oder dem Ei kann man auch anders sehen:
Empören sich die Schweizer nur, weil sie auf fremde Steuereinnahmen / Kapital angewiesen sind und selbst eine solche Wirtschaftsleistung nicht erbringen können, oder empören sie sich, weil sie eine solche Wirtschaftsleistung wie in der EU nicht erbringen können, und auf die in der EU erwirtschafteten Steuereinnahmen angewiesen sind?
Die Schweiz gibt sich souverän und unabhängig, ist aber vom Ausland abhängiger denn je:
Sollte sich das Image verschlechtern und die Ausländer auf die Idee kommen, Ihr Kapital abzuziehen (wie z.B. die Golfstaaten nach dem 11. September aus den USA Milliarden abgezogen haben, was die amerikanische Wirtschaft deutlich gespürt hat), sollte das ausländische Kapital also abgezogen werden, dann müssten die schweizer Bürger deutlich höhere Steuern entrichten, um die Infrastruktur aufrecht zu erhalten. Wer dann nicht zu den 3% gehört - na, ist ja egal....
Ebenso die wirtschaftliche Abhängigkeit der Schweiz von der EU:
Wie schon gesagt, die EU kann wohl problemlos ohne die Schweiz existieren, aber die Schweiz überhaupt nicht ohne die EU.
Und das genau ist der schmerzhafte, wunde Punkt der Schweizer: sie müssen erkennen, WIE abhängig sie von der EU, der Außenwirtschaft und dem ausländischen Kapital sind.
Da kann Blocher patriotisch und nationalistisch sein wie er will - er hat seinen Anhängern noch nicht aufgezeigt, wie er damit in der globalisierten Welt leben will.
Die Schweiz sollte die Hände, die sie füttern nicht beißen. |
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JB777 Specialist
Anmeldungsdatum: 23.06.2005 Beiträge: 56 Wohnort: Zürich
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JB777 Specialist
Anmeldungsdatum: 23.06.2005 Beiträge: 56 Wohnort: Zürich
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Verfasst am: 24.Feb 2007 13:35 Titel: |
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«Monaco, was soll ich dort tun? Mein Chalet ist in Gstaad», so Hallyday. Er habe nicht die Absicht, die Schweiz zu verlassen. «Ich bewundere die Schweiz. Die Leute sind höflich, sie sagen guten Tag und danke», sagte der Franzose.
http://www.tagesanzeiger.ch/dyn/news/vermischtes/723196.html |
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Wachsam...! Newbie
Anmeldungsdatum: 27.12.2002 Beiträge: 48 Wohnort: Bayern, da wo noch getrommelt wird!
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Verfasst am: 24.Feb 2007 19:33 Titel: |
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Genau.
Verhandlungsstop mit der EU.
Die EU sollte es den Schweizer gleich tun: KEINE Verhandlungen mehr mit der Schweiz.
Und jeder Schweizer, der über die Grenze in die EU geht, bekommt ein "S" in seinen Pass gestempelt - so wie die Schweizer den Juden ein "J" in den Pass gestempelt haben.
Insgesamt nehmen sich die Schweizer selbst wohl viel zu wichtig.
Kein EU-Bürger würde wohl verstehen, warum sich ein so kleines Ländle für so wichtig hält und kopfschüttelnd und mit Unverständnis fragen, was dazu führt, dass sich sich dieses kleine Volk so aufbläht...
Klar, sollte die EU intern per lex verhindern (und da wird sich sicher ein Weg finden), dass Europäische Unternehmen ihre Firmensitze pro forma in die Schweiz verlegen und dort die inder der EU erwirtschafteten Steuergelder hinbringen, wird dann in der Schweiz eine enorme EInkommensquelle versiegen.
Und ich bleib' bei meinem Aufruf and die Schweizer: selber arbeiten, selber arbeiten !! |
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JB777 Specialist
Anmeldungsdatum: 23.06.2005 Beiträge: 56 Wohnort: Zürich
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Verfasst am: 27.Feb 2007 1:54 Titel: |
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Es scheint keiner hört auf Sie, wie kommt das?
Vielleicht zuerst mal selber was leisten? |
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Wachsam...! Newbie
Anmeldungsdatum: 27.12.2002 Beiträge: 48 Wohnort: Bayern, da wo noch getrommelt wird!
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Verfasst am: 27.Feb 2007 8:56 Titel: |
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| Offensichtlich haben Sie's immer noch nicht begriffen: Die Schweizer sind es NICHT, die die Wirtschaftsleistung erbingen, für die sie die Steuergelder der EU einheimsen. |
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RvB Specialist
Anmeldungsdatum: 30.07.2005 Beiträge: 75 Wohnort: München
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Verfasst am: 1.März 2007 2:15 Titel: |
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@Wachsam...! & All
Nachdem ich mir diesen Kindergarten 'gegönnt' habe, komme ich nicht umhin meinen Senf hinzuzufügen, jedoch nur betreffend einiger Statements von einem - nach meiner Meinung - wenig wachsamen Wachsam!
| Zitat: |
Blocher's Rechtsreden treffen in der Schweiz auf viel fruchtbaren Boden.
Genau so hat es im Dritten Reich angefangen. Oder in jeder anderen Diktatur.
Gott-sei-Dank ist es aber heute nicht mehr so einfach, alle Medien zu kontrollieren und in die eigene Gewalt zu bringen. |
Irrtum; wer 'wachsam' diese Welt 'erlebt' weiss, dass die (alle) Medien inzwischen von einem Handvoll Medien-Moguln kontrolliert, d.h. 'besessen', wird. Die Diktatur der Neuzeit ist ein fliessender Prozess, wir leben bereits inmitten eines totalitären Systems welches dank der 100%igen Medienkontrolle (= Desinformationspolitik) nicht mehr als solches erkannt werden kann.
| Zitat: |
| Aber wie gesagt: Deutschland steht als eines der wenigen Länder zu seiner Geschichte und dem Mist, den ein Neurotiker und Exknasti österreichischer Herkunft mit Hilfe des deutschen Volkes angerichtet hat. |
Als Nachkriegsjahrgang weiss ich sehr wohl um die Aufklärungsfreude der Deutschen und Österreicher nach 1945, die war in den ersten 20 bis 30 Jahren bei NULL! Richtig ist, dass der Deutsche mit seiner Geschichte nicht umgehen kann. Zuerst in zwei Kriegen der Welt das Fürchten gelehrt und danach nur noch mit eingezogenem Schwanz duckmäusern. Das Mittelmass hat der Deutsche nie erfunden. Vielleicht kann man nicht unbedingt 'stolz' darauf sein, aber mit Sicherheit kann man froh darüber sein, wenn man Deutscher ist. Trotz der 'genetischen' Schwächen, die die Deutschen geerbt haben, würden viele Bürger anderer Staaten der Welt viel dafür hergeben, um 'Deutscher' zu werden.
Was die aktuelle Diskussion hier betrifft bin ich mir sicher, dass auch hier die Geschichtskittung und Desinformation das Ihrige zum Status quo beigetragen hat. Wäre dem nicht so, dann könnte man die Fakten auf den Tisch legen und jede Diskussion und Interpretation würde sich von allein erledigen.
Ein Vorschlag an die Diskutanten: Wechselt doch mal die Fronten! Deutsche sollen für Schweizer und Schweizer für Deutsche (EU) argumentieren! Vielleicht dämmert es dann einigen, dass die Schweizer nichts anderes tun, als das was für diese opportun ist. Im Übrigen, Opportunismus ist etwas was der Deutsche (genauer gesagt zu viele Deutsche) bis zur Perfektion beherrschte und zum Teil noch immer tut. Wikipedia definiert Opportunismus wie folgt: „Opportun heißt "herangetragen" (wörtlich), "gelegen" (figurativ), und bezieht sich auf eine günstige Gelegenheit; der Opportunist geht allerdings viel weiter, er nutzt eine günstige Gelegenheit ohne Rücksicht auf Konsequenzen oder eigene Wertvorstellungen zu seinem Vorteil.“ |
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JB777 Specialist
Anmeldungsdatum: 23.06.2005 Beiträge: 56 Wohnort: Zürich
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Verfasst am: 1.März 2007 4:30 Titel: |
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Sehr wohl wird eine Leistung in der Schweiz erbracht... da werden die Fäden gezogen... das ist Heutzutage das wichtige.... ob man dann in Deutschland produziert oder in Tschechien oder lieber doch in Thailand oder China ist wohl zweitrangig..... Ja schreien Sie gleich, das wird Ihnen auch nicht passen aber ist die Realität.... und Deutschland wird ja immer noch Gewinne vor Ort und die Arbeiter besteuern.... wenn es D nicht passt, dann geht der Investor dahin, wo er willkommen ist und er das Sagen hat und nicht wo der Staat meint ihm alles vorschreiben zu müssen.....
Auch mit Ihrem Geld können Sie ja gerne zur Deutschen Bank gehen, statt zu unseren Schweizerischen, kein Problem.... und die Deutsche Bank hat ja auch ein tüchtiger Schweizer wieder flott gemacht... vielleicht können Sie ja doch was bei uns Schweizern lernen.... aber offenbar ist man lieber am Klagen als am Arbeiten..... |
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