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Steuersparmodell

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zsazsa
Newbie


Anmeldungsdatum: 11.12.2005
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 11.Dez 2005 12:11    Titel: Steuersparmodell Antworten mit Zitat

Hallo

erstmal Lob für das anscheinend einzige seriöse Forum zum heiklen und von Geldhaien verseuchten Sachgebiet "Geld, Steuern und Hoffnung".

Vielleicht kann auch mir geholfen werden (oder zumindest entsteht eine lebhafte Diskussion )

Basis: ich habe mich bereits bei vielen "Fachleuten" (rückwirkend betrachtet: "selbsternannte Fachleute") erkundigt und auch dieses Forum zwar nicht wochenlang jedoch bereits ein paar Stunden durchforscht.

Jetzt zum Fall:

Ich bin zusammen mit meiner Frau selbständig oder selbstständig (wie der neue Duden meint). Wir importieren weltweit Rohwaren, veredeln diese und vertreiben direkt. Zunehmend stellen wir auch in Deutschland selbst her (Rohstoffe auch aus Deutschland). Der Vertrieb erfolgt 99% direkt an den Kunden (Endverbraucher). Die Vermarktung ist via Internet, somit kommen die Aufträge ebenfalls zu 99% online.

Nun ein paar Zahlen/Fakten:

zu versteuernder Gewinn (nicht Umsatz) von 300.000 EUR p.a.
(diese Zahl ist lässt sich verdoppeln, aber aktuell "keine Lust" dazu, siehe dazu weiter im Text)

Arbeitszeit für mich 12 Stunden täglich (für meine Frau nicht ....)

Steuerlast erdrückend

Veredelung muss nicht in D geschehen

Schutzrechte (für z.B. Lizenzkosten) sind vorhanden

Firma wird von meiner Frau (aktuell Inhaberin) an mich verkauft (was also auch die Möglichkeiten einer Existenzgründung ergibt)


Ein paar Emotionen:
Ich trage das volle Risiko für diese Firma. Rente (für uns beide) etc. muss ich selbst absichern, dazu noch zwei Kinder, ein Hund und ein Wellensittich.
Je mehr ich arbeite, desto höher werde ich vom Finanzamt abgestraft, deshalb habe ich a) momentan keine Lust, den Umsatz zu erhöhen und b) suche ich nach einer Lösung der deutschen Unternehmensbremse.

Im Prinzip bin ich für alles offen, was legal ist und mich in Ruhe schlafen lässt. Bin mehr der fleissige Handwerker als das abgebrühte Pokerface.

Tochter- oder Mutterunternehmen im Ausland, auswandern nach Österreich oder Schweiz, diverse Ltd.'s gründen etc., ich bin für alles bereit. Malta war jetzt mal hart im Gespräch, aber nach Malta auswandern oder dort einen "echten" Betrieb mit Mitarbeitern zu betreiben, dies wäre für mich nur die letzte Möglichkeit, da es unser Leben ziemlich umkrempeln würde. Kapital für Immobilienkäufe etc. wäre vorhanden.

Was uns persönlich vorschwebt, ist etwas sozial nützliches. Z.B. Projektarbeit mit Jugendlichen oder Behinderten etc., die erwähnte Veredelung könnte auch so bewerkstelligt werden.

Im Gespräch war auch schon eine Stiftung, ein Museum etc., aber wenn man hier mit Steuerberatern oder eben anderen Beratern spricht, stellt man immer wieder fest, wie dünn die Kompetenz zumindest in D gestreut ist, bzw. wie viele "Dampfplauderer" frei und ungestraft ihren Unsinn verzapfen dürfen.
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frank neidzel
Insider


Anmeldungsdatum: 17.07.2002
Beiträge: 600
Wohnort: bremerhaven

BeitragVerfasst am: 11.Dez 2005 12:50    Titel: Antworten mit Zitat

trifft eher in den forenbereich 'offshore' verschiebe mal den beitrag dorthin. dort könnten die antworten besser passen.
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Roderich Hopp
* Ehrenmitglied *


Anmeldungsdatum: 17.05.2004
Beiträge: 947
Wohnort: Dorum-Mulsum

BeitragVerfasst am: 11.Dez 2005 18:27    Titel: Steuersparmodell Antworten mit Zitat

Werter User Zsazsa !

Ich würde Sie gerne bitten mit mir per E-Mail
unter [E-Mail anzeigen]
Kontakt aufzunehmen.
Ich denke dass ich Ihnen in der von Ihnen geschilderten Angelegenheit genauso wie Sie es für sich wünschen weiterhelfen, bzw. Ihnen völlig unverbindlich einen Kontakt herstellen kann.
Mit freundlichen Grüßen
Roderich Hopp
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tropico
* Consulter *


Anmeldungsdatum: 17.12.2003
Beiträge: 1126
Wohnort: Belize City

BeitragVerfasst am: 11.Dez 2005 19:45    Titel: Re: Steuersparmodell Antworten mit Zitat

zsazsa hat folgendes geschrieben::
...
Wir importieren weltweit Rohwaren, veredeln diese und vertreiben direkt. Zunehmend stellen wir auch in Deutschland selbst her (Rohstoffe auch aus Deutschland). Der Vertrieb erfolgt 99% direkt an den Kunden (Endverbraucher). Die Vermarktung ist via Internet, somit kommen die Aufträge ebenfalls zu 99% online.


@zsazsa,

die erste Hürde, die es in Ihrem Fall zu nehmen gelte, wäre die der Betriebsstätte: egal welche Konstellation Sie im Hinblick auf Ihre Interessen wählen, Sie kämen ohne weiteres in die Notwendigkeit den Finanzverwaltungen zu erklären, warum Sie die Veredelung der Rohstoffe nunmehr nicht durch Sie erfolgt, d.h., warum Ihre Umsätze stetig zurückgehen.

Ein solcher Umsatzrückgang wäre der globalen, aber auch deutschen, wirtschaftlichen Situation geschuldet. Mitbewerber im Ausland könnten die von Ihnen durchgeführte Tätigkeit erheblich kostengünstiger anbieten.

Und da liegt Ihre Chance: wenn Sie einen geeigneten Standort im Ausland fänden, um Ihre Produkte zu fertigen, könnten Sie Ihre deutsche Produktion auf ein notwendiges Minimum herunterfahren und im Ausland sachgerecht expandieren, für Sie persönlich steuerneutral (versteht sich).

Beste Grüße

tropico
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zsazsa
Newbie


Anmeldungsdatum: 11.12.2005
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 11.Dez 2005 20:18    Titel: Antworten mit Zitat

Die Umsatzveränderung lässt sich ja durch den Verkauf der Firma (meine Frau an mich) erklären. Faktisch würde die Firma in D beendet werden und der Kundenstamm an die Firma in ? verkauft werden.
Frage ist nur, macht Österreich oder die Schweiz effektiv Sinn? Wir zahlen jetzt rund 140.000 EUR Steuern p.a.
Ziel wäre es, die Steuerlast auf 50.000 EUR zu drücken.

Ich möchte kein Steuerdrückeberger sein, aber fast die Hälfte des Gewinns abzugeben und dann noch 100% für jeden Fehler gerade stehen müssen plus verblödete Behördenauflagen plus 72 Stunden-Woche ... ist mir einfach zu viel.
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tropico
* Consulter *


Anmeldungsdatum: 17.12.2003
Beiträge: 1126
Wohnort: Belize City

BeitragVerfasst am: 11.Dez 2005 20:26    Titel: Antworten mit Zitat

zsazsa hat folgendes geschrieben::
...
Frage ist nur, macht ... die Schweiz effektiv Sinn? Wir zahlen jetzt rund 140.000 EUR Steuern p.a.
Ziel wäre es, die Steuerlast auf 50.000 EUR zu drücken.


Es macht Sinn, Sie haben doch noch mehr Potential !

Beste Grüße

tropico
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zsazsa
Newbie


Anmeldungsdatum: 11.12.2005
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 11.Dez 2005 20:31    Titel: Antworten mit Zitat

Österreich wäre der Hit, da wir erstens nicht weit entfernt sind und zweitens dort seit langem schon eine Immobilie geplant ist.

Frage ist nur: wie, mit wem und was spart man sich? Bin wie gesagt mehr das Arbeiterschwein als der Haargel-beschmierte Lebensversicherungsberater-und-Immobilien-habe ich-auch-noch-Typ
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robert0
Newbie


Anmeldungsdatum: 01.01.2006
Beiträge: 4
Wohnort: Österreich

BeitragVerfasst am: 1.Jan 2006 23:31    Titel: Antworten mit Zitat

Welche Möglichkeiten es in Österreich gibt würde mich auch interessieren.

Ich bin aus Österreich, bin im Onlinehandel tätig und habe einen Gewinn von ca. 150000-200000 Euro.

Bin zur Zeit beim überlegen eine GmbH zu Gründen, sehe aber steuerlich nur Nachteile.

Welche Rechtsform wäre in Österreich zu empfehlen ?
Und welche Möglichkeiten der Steuerersparniss gibt es in Österreich ?

Wusste gar nicht das Österreich gegenüber Deutschland überhaupt Steuerlich Vorteile bringt.
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robert0
Newbie


Anmeldungsdatum: 01.01.2006
Beiträge: 4
Wohnort: Österreich

BeitragVerfasst am: 3.Jan 2006 22:31    Titel: Antworten mit Zitat

@zsazsa haben Sie schon was in Erfahrung bringen können ?
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luckie
Specialist


Anmeldungsdatum: 18.01.2006
Beiträge: 106
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 22.Jan 2006 14:00    Titel: Antworten mit Zitat

zsazsa hat folgendes geschrieben::
Die Umsatzveränderung lässt sich ja durch den Verkauf der Firma (meine Frau an mich) erklären. Faktisch würde die Firma in D beendet werden und der Kundenstamm an die Firma in ? verkauft werden.
Frage ist nur, macht Österreich oder die Schweiz effektiv Sinn? Wir zahlen jetzt rund 140.000 EUR Steuern p.a.
Ziel wäre es, die Steuerlast auf 50.000 EUR zu drücken.

Ich möchte kein Steuerdrückeberger sein, aber fast die Hälfte des Gewinns abzugeben und dann noch 100% für jeden Fehler gerade stehen müssen plus verblödete Behördenauflagen plus 72 Stunden-Woche ... ist mir einfach zu viel.


[url]www.nexxt.org/themenundtexte/ unternehmenswert/00059/index.php[/url]
Lassen Sie sich erstmal durch eine Wirtschaftsprüfer beraten, die im Gegensatz zu Steuerberater auch eine kfm Ausbildung haben.

MfG

Luckie
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luckie
Specialist


Anmeldungsdatum: 18.01.2006
Beiträge: 106
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 22.Jan 2006 14:06    Titel: Re: Steuersparmodell Antworten mit Zitat

zsazsa hat folgendes geschrieben::
Hallo

erstmal Lob für das anscheinend einzige seriöse Forum zum heiklen und von Geldhaien verseuchten Sachgebiet "Geld, Steuern und Hoffnung".

Vielleicht kann auch mir geholfen werden (oder zumindest entsteht eine lebhafte Diskussion )

Basis: ich habe mich bereits bei vielen "Fachleuten" (rückwirkend betrachtet: "selbsternannte Fachleute") erkundigt und auch dieses Forum zwar nicht wochenlang jedoch bereits ein paar Stunden durchforscht.

Jetzt zum Fall:

Ich bin zusammen mit meiner Frau selbständig oder selbstständig (wie der neue Duden meint). Wir importieren weltweit Rohwaren, veredeln diese und vertreiben direkt. Zunehmend stellen wir auch in Deutschland selbst her (Rohstoffe auch aus Deutschland). Der Vertrieb erfolgt 99% direkt an den Kunden (Endverbraucher). Die Vermarktung ist via Internet, somit kommen die Aufträge ebenfalls zu 99% online.

Nun ein paar Zahlen/Fakten:

zu versteuernder Gewinn (nicht Umsatz) von 300.000 EUR p.a.
(diese Zahl ist lässt sich verdoppeln, aber aktuell "keine Lust" dazu, siehe dazu weiter im Text)

Arbeitszeit für mich 12 Stunden täglich (für meine Frau nicht ....)

Steuerlast erdrückend

Veredelung muss nicht in D geschehen

Schutzrechte (für z.B. Lizenzkosten) sind vorhanden

Firma wird von meiner Frau (aktuell Inhaberin) an mich verkauft (was also auch die Möglichkeiten einer Existenzgründung ergibt)


Ein paar Emotionen:
Ich trage das volle Risiko für diese Firma. Rente (für uns beide) etc. muss ich selbst absichern, dazu noch zwei Kinder, ein Hund und ein Wellensittich.
Je mehr ich arbeite, desto höher werde ich vom Finanzamt abgestraft, deshalb habe ich a) momentan keine Lust, den Umsatz zu erhöhen und b) suche ich nach einer Lösung der deutschen Unternehmensbremse.

Im Prinzip bin ich für alles offen, was legal ist und mich in Ruhe schlafen lässt. Bin mehr der fleissige Handwerker als das abgebrühte Pokerface.

Tochter- oder Mutterunternehmen im Ausland, auswandern nach Österreich oder Schweiz, diverse Ltd.'s gründen etc., ich bin für alles bereit. Malta war jetzt mal hart im Gespräch, aber nach Malta auswandern oder dort einen "echten" Betrieb mit Mitarbeitern zu betreiben, dies wäre für mich nur die letzte Möglichkeit, da es unser Leben ziemlich umkrempeln würde. Kapital für Immobilienkäufe etc. wäre vorhanden.

Was uns persönlich vorschwebt, ist etwas sozial nützliches. Z.B. Projektarbeit mit Jugendlichen oder Behinderten etc., die erwähnte Veredelung könnte auch so bewerkstelligt werden.

Im Gespräch war auch schon eine Stiftung, ein Museum etc., aber wenn man hier mit Steuerberatern oder eben anderen Beratern spricht, stellt man immer wieder fest, wie dünn die Kompetenz zumindest in D gestreut ist, bzw. wie viele "Dampfplauderer" frei und ungestraft ihren Unsinn verzapfen dürfen.



http://www.bmbf.de/foerderungen/5649.php#fb_9
und Neue Wege gehen. 2003 setzte die Bundesregierung die Ausbildereignungsverordnung
für fünf Jahre aus. So wird der Weg frei
gemacht für mehr Ausbildungsplätze, da eine besonders für kleinere
Betriebe aufwändige Prüfung entfällt. Das BMBF finanziert
das Programm Patenschaften für Ausbildung, in dem Unternehmen
und Privatpersonen zusätzliche Lehrstellen sponsern. Und
um den Anteil der auszubildenden Betriebe unter den rund
280.000 Unternehmen mit ausländischem Betriebsinhaber zu
steigern, baut das BMBF gemeinsam mit dem Deutschen Industrie-
und Handelskammertag eine Koordinierungsstelle für Ausbildung
in diesen Betrieben auf. Seit 2001 wurden so mehr als
4.500 Ausbildungsplätze akquiriert.

MfG


Luckie
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