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BAWAG - PSK

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Hypowatch
Specialist


Anmeldungsdatum: 08.02.2006
Beiträge: 85
Wohnort: Österreich

BeitragVerfasst am: 28.März 2006 12:39    Titel: BAWAG - PSK Antworten mit Zitat

Na wer sagts denn, die BAWAG Köpfe haben ja schön abgesahnt. Wie ich bereits in einer vorhergegangenen Meldung, wo ich ankündigte dass Milliarden verschoben wurden, mitteilte, hat es sich nun erst mal offiziell erwiesen. Die Kunden sind schon sehr nervös und die Übernahmeschlacht hat schon begonnen. Zudem werden nun noch den abgetretenen Managern anständige Sümmchen hinterhergeworfen damit Sie ja auch das Maul halten werden. Nun was sagt Ihr dazu, ich hoffe dass wird nicht als Kavaliersdelikt gesehen, es werden auch viele Kreditnehmer zwangsläufig kalte Füsse bekommen und reichlich Immobilien von der Bank dann eingezogen.

Euer Hypowatch
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marcryan
Newbie


Anmeldungsdatum: 21.06.2005
Beiträge: 26

BeitragVerfasst am: 21.Jul 2006 6:27    Titel: BAWAG Refco OEGB..... Antworten mit Zitat

hi hypowatch,

da ich an einer tv doku ueber die bawag arbeite, wuerde ich gerne mit dir in kontakt treten.

marc ryan

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Hypowatch
Specialist


Anmeldungsdatum: 08.02.2006
Beiträge: 85
Wohnort: Österreich

BeitragVerfasst am: 23.Jul 2006 7:25    Titel: Re marcryan Antworten mit Zitat

Gerne können Sie sich mit mir in Verbindung setzen:

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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 6286

BeitragVerfasst am: 21.Feb 2007 7:15    Titel: Antworten mit Zitat

Der Skandal um die österreichische Bank Bawag entwickelt sich zum Krimi. Helmut Elsner, ehemaliger Bawag-Chef, wurde vor einer Woche verhaftet, als er sich in ein französisches Krankenhaus begab. Seither ist er der prominenteste Häftling und Patient Österreichs.

Als sich Helmut Elsner am Dienstag vor einer Woche ins Krankenhaus nach Marseille begibt, sieht alles nach einem Routinetag aus: Über der Cote d’Azur weht ein Hauch von Frühling. Dem Ex-Bankier, der hier in der südfranzösischen Kleinstadt Mougins lebt, steht die Bräune im Gesicht gut. Er kennt die Prozedur schon, die jetzt kommt – eigentlich. An diesem Dienstag warten im Hospital La Timone zwei Ärzte auf den 71-jährigen Patienten – ein französischer und ein österreichischer Herzspezialist.

Elsner, der per internationalem Haftbefehl von der österreichischen Justiz gesucht wird, schwant, dass er in eine Falle getappt ist. Er ruft seinen Anwalt an, der mit einer einstweiligen Verfügung an das Gericht in Aix-en-Provence die Auslieferung verhindern soll. Doch der Jurist verliert das Rennen gegen die Mediziner: Sie attestieren Elsner volle Transportfähigkeit. Mit der Hinhaltetaktik des Angeklagten und seines Anwalts ist es vorbei. „Hilfe, ich werde entführt“, ruft Elsner, als ihn die Ärzte in einen Krankenwagen verfrachten. „Sie verletzen die Menschenrechte!“

Doch Elsner nützt kein Klagen und kein Widerstand. Der Krankenwagen bringt ihn zum Flugplatz, wo ein zum Ambulanztransporter umgerüsteter Privatjet wartet und ihn nach Wien-Schwechat fliegt. Von dort geht es weiter ins „Graue Haus“, wie das größte und vollste Gefängnis Österreichs in der Josefstadt genannt wird.

Mit der Festnahme geht ein juristische Tauziehen um die Person zu Ende, die die österreichische Staatsanwaltschaft für den Hauptschuldigen im Strafprozess um die Beinahe-Pleite der ehemaligen Gewerkschaftsbank Bawag hält. Monatelang hatte Elsner mit Hinweis auf seine Herzkrankheit seine Auslieferung nach Wien verhindert. Er bewegte sich sogar auf freiem Fuß, weil ein Freund von ihm eine Kaution von einer Millionen Euro hinterlegt hatte, und musste sich nur in regelmäßigen Abständen zur besagten Untersuchung einfinden, um seine fehlende Transportfähigkeit nachzuweisen.

Was Elsner zum Verhängnis wurde, war, dass seit seiner vorangegangenen Untersuchung die Regierung in Wien gewechselt und Maria Berger das Justizministerium übernommen hat. Die 50-jährige Juristin saß zuvor 13 Jahre im Europäischen Parlament. Französisch spricht sie fließend. Elsner heimzuholen war ihr erster Coup als Ministerin, was nicht zuletzt auch ihre sozialdemokratischen Parteikollegen stärkt, die in der neugeschmiedeten großen Koalition bislang einen eher glücklosen Eindruck hinterlassen haben.

Mehr: Handelsblatt
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 6286

BeitragVerfasst am: 28.Apr 2007 8:30    Titel: Antworten mit Zitat

Strafverfahren gegen BAWAG eingeleitet

Die österreichische Außenministerin Ursula Plassnik (ÖVP) hat ein Verwaltungsstrafverfahren gegen die BAWAG PSK (Bank für Arbeit und Wirtschaft und Österreichische Postsparkasse) eingeleitet, weil die Bank die Konten kubanischer Kunden gekündigt hat.

Das berichtet die österreichische Nachrichtenagnetur APA am Freitag. Plassnik betonte, »daß wir nicht der 51. Bundesstaat der USA sind«. In Österreich gelte heimisches Recht, nicht US-Recht.

Die hatte BAWAG im Vorfeld der Übernahme durch den US-Fonds Cerberus ihren (rund hundert) kubanischen Kunden gekündigt. Begründet wurde das mit dem in den USA bestehenden Verbot, mit kubanischen Staatsbürgern Geschäftsbeziehungen zu unterhalten.


Weitere Beiträge zu BAWAG PSK:

BAWAG-PSK-und-Datenweitergabe-Kontoeroeffnung-etc

Stellungsnahme-BAWAG-PSK

Refco-Skandal-FMA-beginnt-Ermittlungsverfahren
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 6286

BeitragVerfasst am: 8.Mai 2007 6:34    Titel: Antworten mit Zitat

Als "überfällig" bezeichnet Landeshauptmann Jörg Haider das Ende des Kärntner Luxus-Kuraufenthaltes des Hauptangeklagten im BAWAG-Skandal, Ex-BAWAG-Generaldirektor Helmut Elsner.

"Endlich ist Elsner wieder dort, wo er hingehört, nämlich in einer Zelle des Wiener Strafgefangenenhauses. Es bleibt er schale Nachgeschmack, dass die rote Justizministerin dafür gesorgt hat, dass Elsner in der Kärntner Kuranstalt gehätschelt und getätschelt wurde und auch noch völlig grundlos eine Verlängerung seines luxuriösen Kuraufenthaltes bewilligt bekam."

"Seit seiner Ankunft in Österreich genießt Elsner offenkundig eine Sonderbehandlung.
Die ´roten Seilschaften´ der Vergangenheit scheinen bestens zu funktionieren", so Haider weiter. Justizministerin Berger müsse nun beweisen, dass sie über den Verdacht, sich das Wohlwollen des prominenten Häftlings erkaufen zu wollen, erhaben sei.
"Oder fürchtet die SPÖ, dass für sie unangenehme Wahrheiten rund um den BAWAG-Skandal ans Licht der Öffentlichkeit kommen könnten?

Berger muss endlich für eine lückenlose Aufklärung und dafür sorgen, dass der Hauptverdächtige im größten Wirtschaftskriminalfall der Zweiten Republik endlich zur Verantwortung gezogen wird", so der Landeshauptmann abschließend.
Quelle: ots
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 6286

BeitragVerfasst am: 20.Mai 2007 6:08    Titel: Antworten mit Zitat

Wie die Tageszeitung ÖSTERREICH in ihrer Sonntags-Ausgabe berichtet, wird der Investment-Banker Wolfgang Flöttl kommenden Freitag vor dem parlamentarischen Banken-U-Ausschuss in Wien erscheinen. Das bestätigt sein Anwalt Herbert Eichenseder gegenüber ÖSTERREICH.

Flöttl war bereits einmal vor dem U-Ausschuss geladen gewesen, musste aber zunächst nicht erscheinen.
Nun reist der Investmentbanker eigens aus New York nach Wien an. Fragen zum 1,4 Milliarden hohen Spekulationsverlust der Bawag muss Flöttl allerdings nicht beantworten.

Dafür interessiert die Ausschussmitglieder umso mehr, inwieweit Flöttl Informationen über den MobilTel-Deal und über das Casino in Jericho hat. Weiters wollen die Parlamentarier von Flöttl genau wissen, in wessen Auftrag er Alt-Bundeskanzler Franz Vranitzky eine Million Schilling überwiesen hat.
Auch über die Beziehungen zwischen Helmut Elsner und Polizeigeneral Roland Horngacher soll Flöttl Auskunft geben.
Quelle: ots
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 6286

BeitragVerfasst am: 21.Jun 2007 10:54    Titel: So diskutiert Österreich und stellt Fragen Antworten mit Zitat

Warum haben der österreichische Ex - Spitzenpolitiker und Industrielle Josef Taus und gleichzeitig der international tätige Wirtschaftsverbrecher Martin Schlaff ("Casino - Jericho - Skandal") Reisen nach Südfrankreich unternommen, um Österreichs derzeit inhaftierten Top - Millionengangster und Ex - BAWAG - Generaldirektor Helmut "Elsi" Elsner zu treffen?

Hat Martin Schlaff die Millionenkaution für Elsner aus reiner Menschenliebe hinterlegt? Wollte Schlaff "Elsi" wirklich helfen? Zwischen Moskau und der Slowakei lachen nicht nur die Hühner: Schlaff geht über Leichen und würde seine Widersacher im Ernstfall jederzeit durch ein russisches "Rollkommando" (Schlaff) wegputzen lassen.

Taus und Schlaff hatten und haben, so einige österreichische Medien, dasselbe Motiv: Sie wurden und werden von Elsner erpresst.

Eine noch schwer durchschaubare Verbindung gibt es in dieser Causa auch zum aus Kroatien stammenden Milliardär Ronny Pecik, der seinen Lehrmeister Mirko Kovats längst hinter sich gelassen hat und gemeinsam mit seinem jungen Lover Georg Stumpf international durchgestartet hat. Ronny Pecik in einem Interview mit dem österreichischen Nachrichtenmagazin "NEWS": "Wenn der Elsner auspackt, sind der Taus, der Schlaff, der Mirko Kovats und ich jahrelang weg vom Fenster."

Im "Trottelstaat Österreich" (Schlaff) konnte der clevere Finanzjongleur Schlaff jedenfalls zuletzt besser agieren als in Israel, in Bulgarien oder sonstwo. Namen wie Taus, Schlaff & Co sind nur Insidern bekannt, neben den österreichischen Medien "schwimmt" auch das Wiener BKA (Bundeskriminalamt), wenn es um die gen Osten führen "Connects" dieser Finanzakrobaten geht. Ein BKA - Beamte: "Wir suchen lieber so genannte Giftler, bevor wir uns über diese internationalen Kaliber drübertrauen."

Wie Hannes Androsch, der sich beachtliche Teile der früheren österreichischen "Verstaatlichten Industrie" spottbillig unter den Nagel reissen konnte, gilt auch der fette Josef Taus, "die Qualle", in Österreich als Symbolfigur der unseligen Verflechtungen zwischen Parteipolitik, Bankenapparat und Wirtschaftskriminalität. Was Österreichs Medien lange nicht wussten: Von Taus führt eine direkte Linie nicht nur zum derzeit im Knast einsitzenden Ex - BAWAG - Generaldirektor Helmut "Elsi" Elsner, sondern auch zum gefürchteten, international tätigen Wirtschaftsverbrecher Martin Schlaff und zu den drei "Brutalos" Mirko Kovats, Ronny Pecik und Georg Stumpf. Österreich - Sittenbild einer spätrömischen Gesellschaft.

Stimmt es, dass die todkranke österreichische Ex - Formel - Eins - Legende, der Luftlinienpleitier Niki Lauda, der schon in den späten Achtzigerjahren des vorigen Jahrhunderts die Anleger in Kooperation mit Michael "Mike" Lielacher von der "Ersten" mit seinem "Lauda - PS" in Millionenhöhe abzockte (Roman Rusy: "Bitte lasst's mich in Ruhe, ich war damals nur eine Randfigur") im Zuge des "Oerlikon - Deals" in zweistelliger Millionenhöhe "geschmiert" wurde, um nicht gegen Ronny Pecik "auspacken"zu müssen? Ist es richtig, dass der alkoholkranke "Bierbaron" Engelbert Wenckheim nur eine dankbare Randfigur war, als er von Ronny Pecik mit Millionen versorgt wurde? Warum wurden Ronny Pecik und Georg Stumpf exakt zu dem Zeitpunkt auf dem Titelbild des österreichischen Wirtschaftsmagazins "trend" gecovert, als in der Slowakei und in der Ukraine die ersten wirklich brisanten Strafverfahren gegen Pecik und Stumpf anzulaufen begannen? War es Zufall, dass Österreichs Spitzenkorruptokrat Hannes Androsch fast gleichzeitig auf dem Titelbild des österreichischen Nachrichtenmagazins "profil" prangte - oder steckte Strategie dahinter?
Quelle: twoday
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 6286

BeitragVerfasst am: 25.Jun 2007 12:28    Titel: Antworten mit Zitat

"Zeugenschwund" im Parlament

Der parlamentarische Banken-Untersuchungsausschuss leidet an "Zeugenschwund": Fast alle der für heute, Montag, geladenen Auskunftspersonen, die von den Abgeordneten befragt werden sollten, haben sich entschuldigt und kommen nicht. Per Fax hatte am Sonntag der frühere Casinos-Austria-Chef und Ex-BAWAG-Aufsichtsrat Leo Wallner mitgeteilt, dass er wegen unaufschiebbarer beruflicher Termine der Ladung nicht Folge leisten könne. Für Ausschussvorsitzenden Martin Graf (FPÖ) findet durch das reihenweise Fernbleiben "nahezu ein Boykott" des Ausschusses statt.

Die Ladung an den früheren BAWAG-Treasurer und Ex-Refco-Manager Thomas Hackl konnte nicht zugestellt werden, weil er nach Angaben von Abgeordneten die Ladung nicht angenommen hatte. Auch Andreas Pascher und Johannes Gotsmy, beide von der Anlegerentschädigung der Wertpapierdienstleister (AeW), ließen sich entschuldigen. Bereits vergangene Woche hatten drei Mitarbeiter der Hypo Alpe Adria Bank - Albin Ruhdorfer, Andrea Dolleschall und Andreas Zois - erklärt, sie seien bis nach dem 2. Juli verhindert. Der frühere Kärntner Landesrat Karl Pfeifenberger teilte dem Ausschuss mit, er habe erst nach dem 9. Juli Zeit. Dann ist das Parlament allerdings in den Sommerferien. Die letzte Ausschusssitzung soll nach dem Wunsch der Koalitionsparteien am 2. Juli stattfinden, der Endbericht dann dem Plenum vorgelegt werden.

Der zunehmende Zeugenschwund löste bei den Abgeordneten wenig Freude aus. "Wenn wir den Prüfauftrag nicht erfüllen können, dann geht der Ausschuss einfach weiter", stellte SPÖ-Fraktionsführer Kai Jan Krainer die Rute ins Fenster. ÖVP-Fraktionsführer Günter Stummvoll trat dafür ein, die verhinderten Zeugen direkt zu kontaktieren und auf die möglichen Konsequenzen aufmerksam zu machen.

Drastischer formulierte es der Grüne Abgeordnete Werner Kogler. Der Ausschuss dürfe auf keinen Fall vorzeitig beendet werden, denn dann würden die Bereiche Mobiltel-Deal in Bulgarien sowie Geldwäsche nicht mehr untersucht, warnte er. Die Grünen wollten nun durchsetzen, dass der Ausschuss bis Herbst arbeiten könne. Die Verantwortung für den Zeugenschwund sieht Kogler bei der SPÖ, die auf Druck der ÖVP "umgefallen" wäre und ein Ende des Ausschusses verkündet habe. Kogler kritisierte scharf das Fernbleiben Wallners. "Heute hat der Kronzeuge keine Zeit, er macht sich dadurch selber verdächtig", sagte er. VP-Stummvoll wies dies sowie den Vorwurf Koglers, die ÖVP sei am "Zudecken" interessiert, entschieden zurück.

BZÖ-Abgeordneter Josef Bucher sieht seine Warnungen bestätigt. Durch das Fernbleiben von Zeugen könnten die wirklich wichtigen Bereiche Geldwäsche, Mobiltel-Deal in Bulgarien und Raiffeisen nun gar nicht mehr untersucht werden, kritisierte er. Verantwortlich dafür seien die Koalitionsparteien SPÖ und ÖVP. Das BZÖ habe ja vorgeschlagen, den Ausschuss bis nach den anhängigen Gerichtsverfahren zu unterbrechen und dann fortzusetzen, erinnerte Bucher.

Als erste Auskunftsperson, die sich nicht entschuldigt hat, wird nun Josef Mahr vom Bundeskriminalamt (BKA) erwartet. Auch Walter Groier, Wirtschaftsprüfer der Confida, die der Hypo Alpe Adria Bank wegen hoher Währungsspekulationsverluste ihr Testat für die Bilanz 2004 entzogen hatte, soll kommen.
Quelle: derstandard
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 6286

BeitragVerfasst am: 1.Jul 2007 17:48    Titel: Antworten mit Zitat

"Neu aufgetauchte schwere Verdachtsfälle von großangelegter Geldwäsche werden morgen bei den Befragungen im Banken-U-Ausschuss behandelt werden", so Werner Kogler, Fraktionsführer der Grünen im Banken-U-Ausschuss. Die Finanzmarktaufsicht habe nämlich selbst offensichtlich unter dem Druck des U-Ausschusses noch im Herbst/Winter 06/07 entsprechende Fälle angezeigt.

"In einem Fall stehen wieder einmal die BAWAG, Elsner, Mag.Schlaff u.a. im Zentrum massiver Vorwürfe. Zur Erinnerung: Teile der Rückflüsse aus dem bulgarischen MobilTel-Deal des Konsortiums Schlaff/Taus/Cordt sind nachweisbar zur Verschleierung der Karibik-Verluste der BAWAG und des falschen Bilanzausweises verwendet worden. Für diese Verschleierungspraktiken - wo aus den U-Ausschuss-Protokollen eindeutig Mag. Schlaff als Vermittler hervorgeht - gab es sogar noch Provisionszahlungen von einer Million US-Dollar.

Diese ´Provisionszahlungen´ landeten zum Teil auf Konten der Privatstiftung Galonia Etablissement, die laut U-Ausschuss-Protokollen wieder der Einflusssphäre des Mag. Schlaff eindeutig zuzuordnen sind", so Kogler. Es gehe aus Zeugenbefragungen und der Aktenlage hervor, dass in der Folge von der Galonia Etablissement Zahlungen in einen neuen Geldkreislauf geschickt wurden, die den Verdacht der Geldwäsche, der illegalen Parteienfinanzierung und dazugehöriger möglicher Bestechung begründen. Es geht um die illegale Unterstützung des damaligen Premierministers Ariel Sharon über weitere Strohmänner von Südafrika bis hin zu den beiden Sharon-Söhnen. Bevor die Gelder in Israel für die Familie Sharon verfügbar waren, haben sich alle Zahlungstransaktionen der genannten wirtschaftlich berechtigten Strohmänner im wesentlichen nur auf Konten der BAWAG abgespielt.

"Die Auskunftsperson des Bundeskriminalamts wird dazu befragt werden. Eine Befragung von Mag. Schlaff ist aber jedenfalls unerlässlich. Dies allein schon deshalb, weil zur Zeit der genannten Transaktionen und auch danach zahlreiche politische Interventionen zugunsten der offenkundigen Interessen von BAWAG-General Elsner, Casino-Chef Dr. Wallner und vor allem des Mag. Schlaff selbst nachweisbar sind. Die Interventions-Liste zur tatsächlich gelungenen oder auch nur versuchten Beeinflussung der Behörden reicht von der damaligen Außenministerin Ferrero-Waldner über Dr. Wallner bis zu Dr. Taus, wie zum Teil aus den U-Ausschuss-Protokollen und zum Teil aus einer ´profil´-OTS-Meldung von gestern hervorgeht", so Kogler.

Die Koalitionsraison könne nicht dazu führen, dass der U-Ausschuss Aufträge des Parlaments nicht zu untersuchen beginne oder links liegen lasse. "Wenn also morgen die SPÖ-Fraktion wieder umfällt, dann muss sie selbst etwas zu verbergen haben. Kanzler Gusenbauer, Klubobmann Cap und Co sollen endlich Farbe bekennen und beweisen, dass sie wenigstens noch so viel Rückgrat haben, von ihnen selbst lancierte Untersuchungsaufträge auch zu erfüllen. Klubobmann Cap selbst hat ja die Vorgänge rund um den MobilTel-Deal Ende September 2006 mit einem umfangreichen Dossier bei der Staatsanwaltschaft angezeigt", so Kogler.
Quelle: ots
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 6286

BeitragVerfasst am: 16.Jul 2007 14:54    Titel: Antworten mit Zitat

Heute Montag, 16. Januar 2007, begann der BAWAG-Prozess im Wiener Landesgerichtshof. Neun Personen sind angeklagt, die ehemalige Gewerkschaftsbank BAWAG durch Untreue in abgestufter Form und Bilanzfälschung in einer Höhe von bis zu 1,44 Milliarden Euro geschädigt zu haben. Die Urteilsverkündung ist für den 31. Oktober anvisiert.

Sieben der neun Angeklagten sind ehemalige BAWAG-Spitzenmanager; darunter der ehemalige BAWAG-Generaldirektor Helmut Elsner, sein Nachfolger Johann Zwettler, der frühere Aufsichtsratspräsident und Ex-ÖGB-Finanzchef Günter Weninger, der Investmentbanker und frühere BAWAG-Geschäftspartner Wolfgang Flöttl.

Bei Verurteilung müssen alle der Angeklagten mit bis zu zehn Jahren Gefängnis rechnen. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Quelle: FONDS professionell
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 6286

BeitragVerfasst am: 16.Jul 2007 17:49    Titel: Antworten mit Zitat

"Kleine Zeitung" Kommentar: "Der Bawag-Prozess ist erst der Anfang, längst nicht das Ende."

Zitat:
Staatsanwälte richten sich auf zwei wenn nicht drei Verfahren ein.

Heute beginnt mit dem Bawag-Strafverfahren der bisher größte Wirtschaftsprozess Österreichs. Er soll gut drei Monate dauern und ausgerechnet am Weltspartag mit der Urteilsverkündung enden. Doch mit dem zu erwartenden Monster-Spektakel wird die Affäre nicht ausgestanden sein. Das ist schon vor Beginn desVerfahrens klar, bei dem auch viel Prominenz, vom früheren Bundeskanzler Franz Vranitzky über Alt-Finanzminister Karl-Heinz Grasser oder die Direktorin der Europäischen Zentralbank, die Ex-Notenbank-Direktorin Gertrude Tumpel-Guggerell als Zeugen vorgeladen sein werden.

Denn in die noch teils dunklen und sehr komplexen Machinationen bei der früheren Gewerkschaftsbank dürften nicht allein die Ex-Vorstände der Bawag verwickelt gewesen sein. Dies wurde auch im inzwischen beendeten Bankenausschuss deutlich. Er hat zwar oft nur spannende Fragmente zu Tage gefördert. Wie die rechtlich vermutlich doch relevante "Kleinigkeit", dass Ex-ÖGB-Chef Fritz Verzetnitsch nicht wie von ihm früher behauptet, erst ab dem Jahr 2000 in das Bawag-Milliardendebakel eingeweiht war. Sondern dass er schon ab 1998 Bescheid wusste, wie Ausschuss-Zeugen beteuerten. Ein Prozess Bawag II, in dem auch Verzetnitsch angeklagt werden dürfte, scheint so gut wie sicher zu sein.

Zusätzliches Prozess-Unbill droht nicht nur ihm allein. Die Bawag-Affäre war, wie die Ausschuss-Befragungen vielfach dokumentieren, wohl nicht die Tat der Machtelite allein. Auch die zweite Ex-Manager-Ebene der Bawag dürfte kräftig mitgemischt haben. Die für die interne Kontrolle, für Bilanzen oder Beteiligungen der Bawag zuständig gewesenen Angestellten oder Prokuristen müssten dauerhaft Stöpsel in den Ohren und Scheuklappen vor den Augen getragen haben, hätten sie nie etwas von den Geschäften der später in der Bawag ganz offensichtlich gewordenen, geheimen "Bank in der Bank" bemerkt. Etliche dieser Herrschaften wurden, was dem Ausschuss auch sehr verdächtig war, später mit hohen Geldbeträgen, "Golden Handshakes" aus der Bawag verabschiedet.

Solche Aufschlüsse hat der Ausschuss dem für den Bawag-Prozess zuständigen Wirtschafts-Staatsanwalt Georg Krakow schon mitgeteilt. Krakow war selbst mehrfach vor den Ausschuss geladen. Aber stets unter Ausschluss der Medien. Daher ist sein Ermittlungsstand gegen weitere Verdächtige nicht bekannt. Das ändert sich nun: Ab heute wird öffentlich verhandelt, wird bald restlos klar sein, dass auf Prozess eins und zwei auch ein dritter folgen könnte.

Heute beginnt mit dem Bawag-Strafverfahren der bisher größte Wirtschaftsprozess Österreichs. Er soll gut drei Monate dauern und ausgerechnet am Weltspartag mit der Urteilsverkündung enden. Doch mit dem zu erwartenden Monster-Spektakel wird die Affäre nicht ausgestanden sein. Das ist schon vor Beginn desVerfahrens klar, bei dem auch viel Prominenz, vom früheren Bundeskanzler Franz Vranitzky über Alt-Finanzminister Karl-Heinz Grasser oder die Direktorin der Europäischen Zentralbank, die Ex-Notenbank-Direktorin Gertrude Tumpel-Guggerell als Zeugen vorgeladen sein werden.

Denn in die noch teils dunklen und sehr komplexen Machinationen bei der früheren Gewerkschaftsbank dürften nicht allein die Ex-Vorstände der Bawag verwickelt gewesen sein. Dies wurde auch im inzwischen beendeten Bankenausschuss deutlich. Er hat zwar oft nur spannende Fragmente zu Tage gefördert. Wie die rechtlich vermutlich doch relevante "Kleinigkeit", dass Ex-ÖGB-Chef Fritz Verzetnitsch nicht wie von ihm früher behauptet, erst ab dem Jahr 2000 in das Bawag-Milliardendebakel eingeweiht war. Sondern dass er schon ab 1998 Bescheid wusste, wie Ausschuss-Zeugen beteuerten. Ein Prozess Bawag II, in dem auch Verzetnitsch angeklagt werden dürfte, scheint so gut wie sicher zu sein.

Zusätzliches Prozess-Unbill droht nicht nur ihm allein. Die Bawag-Affäre war, wie die Ausschuss-Befragungen vielfach dokumentieren, wohl nicht die Tat der Machtelite allein. Auch die zweite Ex-Manager-Ebene der Bawag dürfte kräftig mitgemischt haben. Die für die interne Kontrolle, für Bilanzen oder Beteiligungen der Bawag zuständig gewesenen Angestellten oder Prokuristen müssten dauerhaft Stöpsel in den Ohren und Scheuklappen vor den Augen getragen haben, hätten sie nie etwas von den Geschäften der später in der Bawag ganz offensichtlich gewordenen, geheimen "Bank in der Bank" bemerkt. Etliche dieser Herrschaften wurden, was dem Ausschuss auch sehr verdächtig war, später mit hohen Geldbeträgen, "Golden Handshakes" aus der Bawag verabschiedet.

Solche Aufschlüsse hat der Ausschuss dem für den Bawag-Prozess zuständigen Wirtschafts-Staatsanwalt Georg Krakow schon mitgeteilt. Krakow war selbst mehrfach vor den Ausschuss geladen. Aber stets unter Ausschluss der Medien. Daher ist sein Ermittlungsstand gegen weitere Verdächtige nicht bekannt. Das ändert sich nun: Ab heute wird öffentlich verhandelt, wird bald restlos klar sein, dass auf Prozess eins und zwei auch ein dritter folgen könnte.
Von Wolfgang Simonitsch
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 6286

BeitragVerfasst am: 19.Jul 2007 20:39    Titel: Antworten mit Zitat

Der "Kurier" befasst sich in einem Kommentar von Anneliese Rohrer mit dem Prozessverlauf im Fall Bawag.
Dabei reift die Erkenntnis: "Bawag-Desaster könnte zeigen - Inkompetenz ist noch kein strafbarer Tatbestand"

Gäbe es unter den Verteidigern der Angeklagten im laufenden Bawag-Prozess einen Perry Mason, könnte dieser ganz anders ausgehen, als die Öffentlichkeit erwartet. Mason war jener Kunst- und Kult-Strafverteidiger gleichnamiger US-Fernsehserien, der in jedem Prozess die Unschuld seiner Mandanten bewies und die wahren Täter überführte.
Es ist wohl kein Zufall, dass als einziger Angeklagter Wolfgang Flöttl, mit amerikanischen Verhältnissen bestens vertraut, auf einen sogenannten Promi-Antwalt setzt. Aber Herbert Eichenseder ist kein Perry Mason. Nie hätte dieser eine derart unvereinbare Situation toleriert, wie sie beinahe in diesem Bawag-Prozess entstanden wäre:
Dass nämlich Verteidiger und Staatsanwalt (Roland Schön) eng befreundet sind und finanziell verflochten waren.
Es gehört schon eine erhebliche Portion Unverfrorenheit vom Vertreter der Anklage dazu, sich nicht umgehend für befangen zu erklären. Und von Eichenseder, diesen Interessenskonflikt nicht rechtzeitig zu thematisieren. Die Sache wurde von Kurier und Falter öffentlich gemacht. Dumm gelaufen.

Mason also hat immer andere Schuldige gefunden. Das wird im laufenden Bawag-Prozess auch versucht, dürfte aber irgendwie in Absurdität münden: Alle anderen Angeklagten und ihre Verteidiger werden auf Elsner zeigen - und dieser auf die Weltbank.
Die Weltbank war's, meinte der Ex-Generaldirektor am zweiten Prozesstag sinngemäß. Bei den Yen-Spekulationen habe man den Prognosen dieser Institution geglaubt, was eben zu einem Desaster geführt hat. Und spekuliert habe man wegen der Wünsche des Eigentümers an die Bank. So simpel ist das!
Er habe, so Elsner gestern, immer "nach bestem Wissen und Gewissen im Interesse der Bank gearbeitet". Dieses beste Wissen hat die Bank 1,4 Milliarden Euro gekostet. Das wär noch kein strafrechtlich relevanter Tatbestand. Was wenn sich nun herausstellt, dass die Bawag lediglich durch Inkompetenz, Dummheit, Arroganz, Duckmäusertum und Gutgläubigkeit in den Ruin getrieben wurde? Nach den Buchstaben des Gesetzes ist nichts davon zwingend strafbar.

Staatsanwalt Georg Krakow wird versuchen, konkrete Gesetzesverletzungen zu beweisen. Man hat ihn als sympathischen, besonnenen Mann erlebt und sicher nicht als "Großwildjäger", wie einer der Verteidiger am Dienstag unterstellte. Wie immer der Prozess ausgehen wird, Berufungsverfahren scheinen sicher.

Sollte sich aber herausstellen, dass die Bawag durch Dummheit, Ignoranz und politischen Druck (wie Elsner behauptet) in die Ruin getrieben wurde, wird die culpa in elegio, also die Schuld jener schlagend, die Elsner & Co. sowie die Aufsichtsräte ausgewählt haben.
Dann landet man beim ÖGB, der SPÖ, der schwarz-blauen Regierung, somit wieder in der Politik. Dort würde nicht einmal ein Mason Schuldige finden. Denn dort war noch nie jemand an irgendetwas schuld.
Quelle: ots
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 6286

BeitragVerfasst am: 21.Jul 2007 17:26    Titel: Antworten mit Zitat

Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, verdichten sich die Hinweise auf Unregelmäßigkeiten bei den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Wien im Vorfeld des Bawag-Prozesses.

Dem Magazin liegt ein mit 19. Oktober 2006 datiertes Schreiben der früheren Justizministerin Karin Gastinger an Helmut Elsners Anwalt Wolfgang Schubert vor.
Schubert hatte zuvor bei der Ministerin protestiert, weil Ermittlungsakten, insbesondere die nicht rechtskräftige Anklageschrift, an Medien weitergegeben worden waren.

In ihrer Antwort erhob Gastinger damals schwere Vorwürfe gegen die eigene Behörde. Zitat: "In Beantwortung Ihres Schreibens ... kann ich Ihnen mitteilen, dass mich die Weitergabe des Anklageentwurfs ... ebenso betroffen macht wie Sie. Ein solches Vorgehen schädigt die Rechte der Angeklagten und ist außerdem dazu geeignet, den Meinungsbildungsprozess innerhalb der staatsanwaltschaftlichen Hierarchie negativ zu beeinflussen." Und weiter: "Derartige Indiskretionen lehne ich strikt ab und empfinde sie als unerträglich."

Gastinger bestätigt gegenüber "profil" die Authentizität des Schreibens, will aber dessen Inhalt aber nicht kommentieren. Gastinger knapp: "Das ist jedenfalls nicht die Art, wie die Justiz arbeiten sollte."
Quelle: ots
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 6286

BeitragVerfasst am: 8.Aug 2007 5:53    Titel: Antworten mit Zitat

Staatsanwalt prüft mögliche Falschaussage Verzetnitschs

Die am Montag von Ex-BAWAG-Aufsichtsratspräsident Günter Weninger im BAWAG-Prozess getätigte Aussage, wonach er den damaligen ÖGB-Präsidenten Fritz Verzetnitsch als Eigentümervertreter bereits im Oktober 1998 über den aus den Spekulationsgeschäften von Wolfgang Flöttl resultierenden Verlust von Bankvermögen in Höhe von 639 Millionen US-Dollar informiert habe, könnte für Verzetnitsch strafrechtliche Folgen haben. Das bestätigte am Dienstagvormittag Gerhard Jarosch, der Sprecher der Staatsanwaltschaft Wien.

Verzetnitsch hatte am 2. Februar 2007 als Zeuge im parlamentarischen Banken-Ausschuss als Auskunftsperson unter Wahrheitspflicht ausgesagt, im Dezember 2000 zum ersten Mal "mit Entsetzen" von den "dramatischen Verlusten" der BAWAG erfahren zu haben. Diese Behauptung hatte Weninger vor der BAWAG-Sonderkommission zunächst gestützt, am Montag im BAWAG-Prozess jedoch revidiert: Er habe den früheren ÖGB-Präsidenten zu Beginn "nicht so weit hineinziehen wollen", da dieser nach Bekanntwerden der Karibik-Verluste unter starkem medialem Druck gestanden sei, gab Weninger zu Protokoll.

Quelle: Auszug aus krone.at
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
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BeitragVerfasst am: 27.Aug 2007 17:52    Titel: Antworten mit Zitat

Untreue, Betrug, Bilanzfälschung. Die Anklagepunkte im Prozess gegen Wolfgang Flöttl, das frühere Bawag-Management sowie Ex-ÖGB-Finanzchef Günter Weninger wiegen schwer. Doch nach 20 Verhandlungstagen wird deutlich, worum es bei der Bawag-Affäre tatsächlich geht: Um ein spektakuläres Geiseldrama.

Das System funktionierte, kurios genug, nach einem umgekehrten Erfolgsmodell: Je mehr Geld Flöttl verlor, desto stärker gerieten die Bankmanager in die Abhängigkeit des Bermuda-Zockers. Es sei auch über eine Strafanzeige nachgedacht worden, sagt ein Ex-Vorstand vor Gericht, doch dann wären die Dinge öffentlich geworden und man hätte der Bank geschadet.
Was er nicht sagt: Die Manager hätten vor allem sich geschadet: Wäre nach dem Verlust der ersten 600 Millionen Dollar reiner Tisch gemacht worden, hätten auch die zuständigen Vorstände gehen müssen, allen voran Generaldirektor Helmut Elsner. Also entschied man sich für Vertuschen und Weitermachen und geriet so endgültig in die Geiselhaft Flöttls. Nicht viel anders erging es den ÖGB-Granden Weninger und Verzetnitsch: Als ihnen das Ausmass des Desasters bewusst wurde, waren die Verluste bereits so gewaltig, dass sie als Eigentümervertreter nicht ungeschoren davon gekommen wären. Also entschieden sie sich für das Vertuschen und Weitermachen und lebten seitdem als Geiseln Helmut Elsners.

Rechnet man die gegenseitigen Abhängigkeitsverhältnisse durch, wurde ab diesem Zeitpunkt über die Zukunft des Österreichischen Gewerkschaftsbundes in einer Villa auf den Bermudas entschieden. Eine Entschuldigung ist das nicht. Denn gedeihen konnte dieses kranke System nur in einer Organisation, die geführt wurde wie der oberste Sowjet: Als Sohn des Langzeit-Generaldirektors Walter Flöttl war Wolfgang Flöttl sakrosankt, und Kritik an Elsner wurde als Majestätsbeleidigung gnadenlos verfolgt. Karriere machte nur, wer bedingunslos zu allem Ja sagte.

Was noch auffällt: Indirekt gelenkt wird der Prozess bisher von Wolfgang Flöttl. Anders als Elsner, hat sich der Investmentbanker kooperativ verhalten und damit als eine Art Kronzeuge positioniert. Jetzt kann er nach Belieben Dokumente und Tonbandmitschnitte aus dem Talon ziehen, die Elsner und Co. schlecht aussehen lassen. Doch Elsners Berater ­sehen dem nicht mehr tatenlos zu, die Gegenoffensive läuft: Freisprüche liegen in der Luft, glaubt der Kurier plötzlich, Ist Elsner unschuldig?, fragt profil auf der Titelseite. Es bleibt also weiterhin spannend.
Quelle: ots/Wirtschaftsblatt
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
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BeitragVerfasst am: 10.Okt 2007 5:52    Titel: Antworten mit Zitat

Am 36. Verhandlungstag schilderte der damalige Bilanzabteilungschef Robert Schatzer, unter welchen Umständen er die Jahre 1998 bis 2000 bilanziert hat.

Ein Lehrstück zum Selbstwertgefühl eines Managers, der seit mehr als 30 Jahren für die Bank arbeitet. Am Dienstag stand Robert Schatzer im Zeugenstand, der bis 2001 die Bilanzabteilung geleitet hat – und sich doch nur als "als dritter Zwerg von links" fühlte.

Er erzählte über eine Bank, "in der nur einer das Sagen hatte: Elsner". Stundenlang wurde er zur Bilanzerstellung 1998 bis 2001 befragt, Puzzlesteinchen für Puzzlesteinchen zusammengesetzt.

1998 wurde Schatzer mit dem ersten Verlust (639 Mio. Dollar) konfrontiert, der aber nicht wertberichtigt wurde, "weil wir ja Sicherheiten hatten, die diesen Betrag überstiegen". Schatzer meinte damit die Immobilien, Bilder und Wertpapiere, die Flöttl der Bank übereignet hatte. Allerdings hat der Zeuge "nie Aufgliederungen der Sicherheiten gesehen und nichts über deren Bewertungen gewusst". Über die Sicherheiten sprach Schatzer 2000 auf Elsners Geheiß auch mit Vor-Ort-Prüfungsleiter Peter Mayerhofer: "Unter vier Augen sollte ich ihm berichten, aber keine Details nennen". Die Notenbank gab sich, wie heute bekannt, damit zufrieden, "Sicherheiten wurden gegenüber dem Prüfungsleiter bekanntgegeben", heißt es im Bericht.

Das alles wiederholte sich 1999, auch für die Verluste habe es genug Sicherheiten gegeben, "aber es hat sich schon die Frage gestellt, ob es notwendig war, dass man wieder Geld nachlegt", meinte Schatzer. Er selbst habe seinen Duz-Freund und Chef Johann Zwettler gefragt: "Musste das sein?" Der habe "nur mit den Achseln gezuckt und unglücklich zum Himmel geschaut".

Ähnliches spielte sich 2000 ab (Verlust; 1,4 Mrd. Euro), als der ÖGB mit seiner Garantie einspringen musste. Der damalige Bilanzabteilung-Chef (auch Mitglied der Bilanzrunde, "die die Verluste abarbeitete") hat diese Garantie "bis heute nicht gesehen". Ausführlichst schilderte er seine "Fact-Finding-Mission" im November 1999 in Paris. Mit Zwettler und Peter Nakowitz reiste er ("Wenn Elsner es sagt, fährt der kleine Schatzer mit") zu einem Termin mit Flöttl. Schatzer: "Damals wurden die Unibonds geboren; die Bank wollte Geld verdienen." Da die Bank Flöttl aber kein Geld mehr geben wollte ("Alles andere, nur nicht dorthin") habe Flöttl, dem sein "schlechtes Gewissen wegen der Vergangenheit anzusehen war" angeboten, den Londoner Investmentbanker Kaveh Alamouti zu vermitteln.

Dass dann wieder 350 Mio. Euro bei Flöttl und einer Investmentstrategie landeten, wusste Schatzer "definitiv nicht". Verträge oder Wertbestätigungen hat er nie gesehen. Erst Ende 2000 habe dann Treasurer Thomas Hackl, Alarm ausgelöst.

Mit ihm, dessen Rolle noch nicht ganz klar ist, hatte man übrigens laut einem Protokoll eine Art Geheimsprache entwickelt. Bawag International Finance (BIF; über sie liefen die Flöttl-Geschäfte) hatte am Telefon "Filiale Klagenfurt", zu heißen, statt "Wirtschaftsprüfer" war der Begriff "Mitarbeiter Meier" zu verwenden. Schatzer dazu: "Wenn es diese Sprachregelung gab, dann hat sie sich nicht gehalten.
Quelle: Renate Graber
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
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BeitragVerfasst am: 15.Okt 2007 20:34    Titel: Antworten mit Zitat

Nach 39 Verhandlungstagen und mehr als 40 Zeugen hat man ein Bild vor Augen, wie es in der Bawag und rundherum zugegangen sein muss:
Jeder weiß ein bissel was, aber keiner zu viel. Risiken wurden kleingeredet, Verluste vertuscht, Wiedergutmachungen angekündigt, aber dann nie wieder hinterfragt.

Bewertungen von Sicherheiten wie Gemälden oder Liegenschaften erschöpften sich im Herumreichen von Katalogen. Interne Kontrollen wurden ausgeschaltet, externen gingen Einladungen (z. B. zu den Salzburger Festspielen) des Kontrollierten an den Kontrolleur voraus. Und führte doch einmal eine Prüfung zu einem Ergebnis, verschwand der Bericht in einer Schublade.

Gerne fragt die Richterin Zeugen nach ihrer Einschätzung, wer denn das Fiasko verschuldet habe. Die meisten halten sich heraus. Nur einer bekannte Farbe: Der pensionierte Gewerkschafter Sallmutter (der spätestens 1998 alle hinausgeworfen hätte) nannte Ex-ÖGB-Chef Verzetnitsch, aber der ist gar nicht angeklagt.

Den "Kronzeugen der Anklage" gibt es offenbar nicht. Aber auch ohne ihn sind die Umrisse der Hauptdarsteller auf dem Gesamtbild langsam ganz gut zu erkennen.
Quelle: ots
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
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BeitragVerfasst am: 22.Mai 2008 5:49    Titel: Antworten mit Zitat

Im Bawag-Prozess sind am Mittwoch Schuldsprüche gegen Ex-Konsum-Chef Hermann Gerharter, Ex-Bawag-Chef Helmut Elsner und Ex-Bawag-Vorstand Peter Nakowitz gefällt worden. Zuvor hatte der Schöffensenat etwa einandhalb Stunden beraten.

In der "Causa Gerharter" wurde Ex-Bawag-Chef Helmut Elsner für das Verbrechen der Untreue zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt.

Das Urteil gegen Ex-Konsum-Chef Hermann Gerharter beträgt zwei Jahre Haft, bei Ex-Bawag-Vorstand Peter Nakowitz sind es 15 Monate. Beide sind ebenfalls wegen Untreue als Beitragstäter verurteilt worden.

Die Freiheitsstrafe Gerharters ist teilbedingt, die Strafe von Nakowitz wird zur Gänze bedingt verhängt, verkündete Richterin Claudia Bandion-Ortner am 101. Verhandlungstag.

Elsner und Gerharter kündigten an, Berufung einzulegen.

Die Anklage gegen die Manager lautete Untreue (Elsner) bzw. Beihilfe dazu (Gerharter, Nakowitz). Die Strafdrohung liegt bei bis zu zehn Jahren Haft.

Elsner wird bei seiner Haftstrafe von zweieinhalb Jahren die Vorhaft angerechnet. Von Gerharters Haftstrafe von zwei Jahren werden 18 Monate bedingt nachgesehen, das heißt er muss sechs Monate ins Gefängnis.

Dem Urteil zufolge liegt der Schaden für die Bawag bei über 700.000 Euro. Sämtliche Angeklagte werden zum Ersatz der Kosten des Strafverfahrens verurteilt.

In ihrer Urteilsbegründung sagte Richterin Bandion-Ortner: "Helmut Elsner wusste von dem Geld, das Gerharter vom Konsum bekommen hatte." Trotzdem habe er für die Bawag auf die Forderung gegen Gerharter verzichtet. In ihrer Urteilsbegründung entkräftete sie Elsners Vorbringen, diese seien nicht glaubwürdig gewesen.

Bandion-Ortner begründete das Urteil für Elsner mit dessen "hoher krimineller Energie" und der hohen Schadenssumme. Daher habe sie auch aus generalpräventiven Gründen keine teilbedingte Strafe verhängt: "Man muss ein Zeichen setzen, eine Bank ist kein Selbstbedienungsladen".

Gerharter habe bei seiner letzten Verurteilung lediglich eine bedingte Strafe bekommen, "das Urteil hätte ihm eigentlich eine Warnung sein sollen", sagte sie. "Wenn ein kleiner Häuslbauer mit den Kredit-Raten in Verzug kommt wird er sofort gepfändet, im Fall Gerharter schenkt man ihm das Geld, obwohl er viel Vermögen hat", zeigte sie ihr Unverständnis.

Gerharter habe ein Geständnis abgelegt, seine Glaubwürdigkeit werde auch durch seine persönlichen Aufzeichnungen unterlegt, so die Richterin. Er habe auch gewisse Dinge sehr lebensnah geschildert, zum Beispiel dass er eine Bonbonniere in Elsners Sekretariat überbracht habe. Nakowitz werde von Gerharter belastet.

Zuvor sprach sich der Anwalt von Ex-Konsum-Chef Hermann Gerharter für die Verhängung einer teilbedingten Strafe für seinen geständigen Mandanten aus. "Gerharter hat die Hosen heruntergelassen", er habe quasi wie ein "Kronzeuge" agiert.

Gerharter habe das "Pech" gehabt, dass aufgrund der Revision in Folge des Bawag-Skandals die Kredite der Bank durchleuchtet wurden und sein Kredit gefunden wurde, sagte der Verteidiger von Gerharter, Manfred Ainedter: "Pech und Glück liegen oft sehr nahe beieinander".

Der Anwalt verwies auf die Vorgeschichte: Im Konsum-Prozess sei Gerharter wegen fahrlässiger Krida verurteilt worden, aber die Banken-Vertreter gar nicht angeklagt worden - obwohl diese laut Ainedter mindestens genauso viel Schuld an der Konsum-Pleite hätten wie Gerharter. Die Banker, insbesondere Elsner, hätten daraufhin Gerharter "gewisse Hilfestellungen" angeboten um den früheren Konsum-Chef "nicht allein im Regen stehen zu lassen".


Gerharter selber habe nicht eingesehen, dass er seine Abfertigung für die ihm auferlegten 550.000 Euro Gerichtsgebühren aufwenden solle. Die bloße Geldannahme sei ja nichts Böses, auf das Schreiben der Bank dass seine Konten geschlossen wurden hätte Gerharter aber reagieren müssen, räumte Ainedter ein. Gerharter habe sich aber "nix gedacht" und nicht reagiert. Dies habe ihm letztlich 1,3 Mio. Euro (Gerichtsgebühren und Rückzahlung des überlassenen Geldes an die Bawag) gekostet.

Der Anwalt von Elsner sieht bei seinem Mandanten hingegen keine Schuld. Nicht von Elsner, sondern von Gerharter sei das Ganze ausgegangen. der frühere Konsum-Chef habe Elsner nämlich seine wahren Vermögensverhältnisse verschwiegen - Gerharter hatte damals fast eine Mio. Euro Guthaben bei der Bawag - und ihm von familiären Problemen erzählt. Gerharter habe Elsner um Forderungsverzicht gebeten. Elsner habe den Forderungsverzicht befürwortet, aber aufgrund eines formalen Fehlers in der Bank sei das Guthaben Gerharters nicht dargestellt worden.

Aufgrund des internen Prozederes hätte das Gerharter-Guthaben aber dem zuständigen Mitarbeiter auffallen müssen. Anwalt Wolfgang Schubert plädierte für Freispruch, im Falle einer Verurteilung müssten Elsners Unbescholtenheit, sein Alter und seine durch Krankheit verminderte Lebenserwartung berücksichtigt werden.

Gar kein Verständnis für die Anklage zeigte der Anwalt von Ex-Bawag-Vorstand Peter Nakowitz, Rudolf Breuer: "Ich verstehe nicht, dass man Nakowitz angeklagt hat", sein Mandant habe mit dem ganzen Vorgang nichts zu tun gehabt. Zu Richterin Claudia Bandion-Ortner, mit der er vorher gestritten hatte, sagte Breuer: "Dass ich Ihnen persönlich sehr nahestehe haben sie schon gemerkt, uns trennt allein die StPO (Strafprozessordnung)!"

Staatsanwalt Georg Krakow kritisierte besonders Elsner scharf: "Die Bank gehört nicht dem Vorstand". Es handle sich beim Sachverhalt um ein "Lehrstück der Untreue" durch Elsner, dem "sein Assistent Nakowitz" assistierte. Gerharter habe das Geschenk von mehr als 700.000 Euro angenommen, aber "es ist kein Geschenk, es ist eine unfreiwillige Spende der Bawag, von 1,2 Millionen Gewerkschaftsmitgliedern".

Krakow warf Elsner "hohe kriminelle Energie" vor und kritisierte dessen Verteidigungslinie, er sei gar nicht zuständig gewesen. "Wozu braucht man dann einen solchen Generaldirektor?" Dass Elsner seine Verantwortung auf die ihm untergebenen Mitarbeiter abschiebe, sei eine bemerkenswerte Qualität in negativer Hinsicht.

Lediglich nutzte Elsner die Möglichkeit, selbst eine Erklärung abzugeben. Er hielt dem Staatsanwalt "No na"-Formulierungen vor und meinte, die Aussagen hätten gezeigt dass der Sachverhalt nicht so gewesen sein könnte, wie ihn Gerharter schilderte. Gerharter schloss sich den Ausführungen seines Anwalts an. Auch Nakowitz beteuerte: "Ich bin unschuldig".
Quelle: diepresse
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Anmeldungsdatum: 18.01.2006
Beiträge: 3188

BeitragVerfasst am: 19.Jun 2008 5:40    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Nach fast einem Jahr nähert sich der Bawag-Strafprozess nun offenbar doch einem Ende. Diese Woche sind für Montag sowie für Dienstag und Donnerstag noch drei Verhandlungstage im Wiener Landesgericht angesetzt. In der Woche darauf sollen die Plädoyers beginnen.

Der bereits 109. Verhandlungstag hat mit einer Stellungnahme des mitangeklagten früheren Wirtschaftsprüfers Robert Reiter begonnen. Reiter von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG hatte die Bilanzen der Bawag in den Jahren der Verluste durch den Spekulanten Wolfgang Flöttl geprüft und Bestätigungsvermerke erteilt. Reiter wurde im Verfahren insbesondere vom Bilanzsachverständigen Thomas Keppert belastet.

"Mehrere Haare in der Suppe"

Reiter erhob am Montag schwere Vorwürfe gegen Gutachter Keppert: Dieser habe eine "sehr einseitige und gegen mich gerichtete Sicht" eingenommen. Der Sachverständige finde etwa beim Bawag-Jahresabschluss 2002 "mehrere Haare in der Suppe, wo aber keine Haare sind", meinte der Angeklagte.

Zuletzt hatte das Gericht auch eine Anfrage zu einem Schweizer Konto unternommen, das laut dem mitangeklagten Spekulanten Flöttl dem Hauptangeklagten Ex-Bawag-Chef Elsner gehört. Dieser bestreitet Flöttls Angaben und betont, er habe kein Konto in der Schweiz.

Das Ende naht

Nach fast einem Jahr nähert sich der Strafprozess nun offenbar doch einem Ende. Nach den drei verhandlungstagen während der laufenden Woche sollen in der darauffolgenden Woche die Plädoyers beginnen. Mit einem Urteil könnte etwa am 3. Juli gerechnet werden, meinte Richterin Claudia Bandion-Ortner zuletzt. Am 16. Juli 2007 hat das Verfahren begonnen.

Quelle: Die Presse / APA/Red.
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