GoMoPa
 
 
 
 
GoMoPa    SuchenSuchen RegistrierenRegistrieren ProfilProfil LoginLogin
FAQFAQ MitgliederlisteMitgliederliste Einloggen, um private Nachrichten zu lesenEinloggen, um private Nachrichten zu lesen



"Die Kreditkrise fängt jetzt erst richtig an!"

Neuen Beitrag schreiben   Auf Beitrag antworten GOMOPA® : Startseite ->  Foren-Übersicht -> Banken, Stiftungen & Trusts
Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen 
Autor Nachricht
Dechet & Ehimare
.


Anmeldungsdatum: 26.03.2006
Beiträge: 78
Wohnort: 1220 Wien

BeitragVerfasst am: 27.Aug 2008 12:38    Titel: "Die Kreditkrise fängt jetzt erst richtig an!" Antworten mit Zitat

Auf die Banken der USA rollt die teuerste Refinanzierungswelle ihrer Geschichte zu. Bis Ende 2009 müssen amerikanische Finanzinstitute Anleihen in einem historischen Volumen von 871 Mrd. Dollar (594 Mrd. Euro) zurückzahlen. Gleichzeitig liegt der Renditeaufschlag, den Anleger bei neuen Bank-Bonds gegenüber Treasuries verlangen, mit 4,14 Prozentpunkten nahe einem Rekord.


m Jänner 2007 belief sich der Spread noch auf 0,76 Prozentpunkte, und bei Unternehmensanleihen aus dem Bereich Investment-Grade insgesamt liegt die Renditeprämie derzeit bei durchschnittlich 3,14 Prozentpunkten.

Die höheren Finanzierungskosten bedeuten für die Kreditinstitute eine zusätzliche jährliche Zinsbelastung von bis zu 23 Mrd. Dollar, geht aus Daten von Merrill Lynch hervor. Dies belastet das Geschäft der Banken und verringert so auch weiter die Verfügbarkeit von Krediten für Verbraucher und Unternehmen.

"Die Räder des Kapitalismus kommen zum Stillstand", sagt Mirko Mikelic, leitender Anleihefonds-Manager bei Fifth Third Asset Management. "Es herrscht gewaltige Sorge zum Banksektor, und die Akteure rangeln um Kapital." Standard & Poor's teilte vergangene Woche mit, es schätze den Ausblick bei nahezu der Hälfte der 50 US-Finanzinstitute mit der höchsten Bonität mit "negativ" ein. Dies ist der höchste Anteil seit 15 Jahren.

Der vierteljährlichen Studie der US-Notenbank Federal Reserve zum Kreditwesen zufolge verschärfen Banken die Bedingungen für die Vergabe von Darlehen an Verbraucher und Unternehmen immer mehr. In der August-Studie gaben rund 65 Prozent an, sie hätten die Standards bei Kartenkrediten in den vergangenen drei Monaten "deutlich" verschärft. In der vorangegangenen Studie vom April waren es noch rund 30 Prozent.

"Die Kreditkrise fängt jetzt erst richtig an, da das Kapital der Banken durch die bisherigen Verluste inzwischen so dünn ist, dass sie anfangen müssen, die Kreditvergabe an Haushalte und Unternehmen zu stoppen - und dann geht es mit den Zahlungsausfällen los", sagte David Goldman, ehemaliger Chef des Renten-Research bei der Wertpapiersparte der Bank of America in New York., in einem Interview auf Bloomberg Radio.

Der Markt für Zins-Derivate signalisiert überdies, dass die Banken sich auch gegenseitig immer zögerlicher Kredite einräumen. Im Interbanken-Geschäft in den USA wird derzeit ein Aufschlag von 78 Basispunkten über den durchschnittlich in den kommenden drei Monaten vom Markt erwarteten indizierten Swapsatz für Tagesgeld verlangt. Im Januar lag der Spread noch bei 24 Basispunkten, und bis Mitte Dezember könnte er sich auf 85 Basispunkte oder 0,85 Prozentpunkte ausweiten, zeigen die Daten vom Terminmarkt. Damit würde sich der Wert wieder dem vergangenes Jahr aufgestellten Rekord annähern.

Spitzenreiter beim Finanzierungsbedarf ist Merrill Lynch. Bei der drittgrößten US-Investmentbank werden dieses Jahr Anleihen im Volumen von 26,5 Mrd. Dollar fällig, und 2009 noch einmal Papiere für 35,5 Mrd. Dollar, zeigen von Bloomberg zusammengestellte Daten. Das in New York ansässige Finanzunternehmen bezahlte im Mai bei der Platzierung von zweijährigen variabel verzinslichen Anleihen einen Aufschlag von 2,25 Prozentpunkten auf den Dreimonats-LIBOR. Ein Jahr zuvor lag
der Spread bei fünf Basispunkten. Wachovia muss 2008 und 2009 Papiere im Volumen von insgesamt 34,5 Mrd. Dollar refinanzieren, Lehman Brothers rund 30,4 Mrd. mDollar.

Die anstehende Flut fälliger Anleihen ist die Folge eines Booms bei der Emission kurzfristiger Papiere zwischen 2005 und der ersten Hälfte 2007, als Geldmarktfonds solche Produkte nachfragten und die Finanzierungskosten rekordniedrig waren.

Banken, die nun durch den Verkauf von Vermögenswerten oder neue Einlagen nicht genügend Geld aufbringen können, müssten verstärkt Geldmarktpapiere mit Laufzeiten von neun Monaten oder kürzer emittieren, sagt Christopher Whalen, der Mitgründer des unabhängigen Markforschungsunternehmens Institutional Risk Analytics in Torrance, Kalifornien. "Aber auf kurzfristiger Finanzierung lässt sich kein Bankgeschäft aufbauen" sagte er. "Langfristige Darlehen zu vergeben und durch kurzfristige Mittel zu finanzieren ist der klassische Fehler, durch den sämtliche Bankenzusammenbrüche der Vergangenheit entstanden sind."

Auszug aus dem österreichischem Wirtschaftsblatt
_________________
Dechet & Ehimare

Rennbahnweg 27/ 46/ 56
1220 Wien
Austria

E-Mail: office@dechetandehimare.com
Web: www.dechetandehimare.com
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen E-Mail senden Website dieses Benutzers besuchen www.finanzkatalog24.net www.finanzblog24.net Werben mit GoMoPa® Beschwerde erheben
Moderator GM&P
.


Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 7542

BeitragVerfasst am: 1.Sep 2008 12:32    Titel: Antworten mit Zitat

Das angeschlagene US-Bankinstitut Lehman Brothers arbeitet an einer Strategie, seine Bücher um mehrere Mrd. Dollar aus Immobilien-Darlehen zu bereinigen.

Wie das Wall Street Journal berichtet, ist eine Neustrukturierung des Bereichs geplant, um die faulen Kredite abwälzen zu können. Darüber hinaus ist das Haus offenbar auf der Suche nach einer neuerlichen Mrd.-schweren Kapitalspritze. Lehman Brothers hat Gespräche mit der staatlichen Korea Development Bank aufgenommen und will sich im Verlauf dieser Woche eine Finanzzuwendung in Höhe von sechs Mrd. Dollar sichern, schreibt der Sunday Telegraph. So könnte die Bank die notwendigen Mittel erhalten, um die vorgesehene neue Struktur zu finanzieren.

Lehman Brothers erwägt den zumindest teilweisen Verkauf seines Vermögensverwaltungsgeschäfts, um bestehende Schäden aus der Subprime-Krise zu beheben.

Um eine Bilanz zu reparieren, existieren verschiedene Möglichkeiten wie eine Kapitalerhöhung, Anleihen zu platzieren oder eben Assets zu verkaufen. Welche Option zu wählen ist, hängt schlussendlich von der individuellen Situation ab. Im Fall Lehman Brothers soll eine zweigliedrige Struktur eingeführt werden.

In einer neuen Einheit wolle die Bank die angeschlagenen Vermögenswerte bündeln. Diese Einheit soll schlussendlich auf steuerfreier Basis ausgegliedert und an bereits bestehende und neue Investoren abgeladen werden. Außerdem könne eine Investorengruppe einen "großen Minderheitsanteil an das neue Unternehmen sponsern" , wie in dem noch nicht finalen Plan vorgesehen sei.

Eine längst erwartete Strategie aus der Subprime-Misere würde eine enorme Erleichterung für die Lehman-Investoren darstellen. An Details zu dem Plan werde jedoch vorerst noch gearbeitet.

Im Verlauf des Jahres hat Lehman aufgrund der Turbulenzen im Geschäftsbereich Immobilienkredite hohe Verluste hinnehmen müssen und sich mehrmals auf die Suche nach frischem Kapital begeben. Der Aktienkurs des Finanzkonzerns ist um satte 75 Prozent eingeknickt, wodurch der Marktwert auf rund elf Mrd. Dollar schrumpfte.
Quelle: pressetext
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden www.finanzkatalog24.net www.finanzblog24.net Werben mit GoMoPa® Beschwerde erheben

Beiträge vom vorherigen Thema anzeigen:   

Neuen Beitrag schreiben   Auf Beitrag antworten     Foren-Übersicht -> Banken, Stiftungen & Trusts Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehen Sie zu:  
Sie können keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Sie können auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Sie können Ihre Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Sie können Ihre Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Sie können an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Ähnliche Beiträge
Thema Autor Forum Antworten Verfasst am
Keine neuen Beiträge Neues Rating für Unternehmen - "... Moderator GM&P Wirtschaft 0 17.Nov 2008 8:37 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Gutachten der "Fünf Weisen" Moderator GM&P Wirtschaft 0 17.Nov 2008 8:24 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Libanon, die "Schweiz des Nahen ... Moderator GM&P Kapitalanlage 0 16.Nov 2008 18:38 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Warnung vor "opendownload.de" Moderator GM&P Betrug - Sonstiges 15 16.Nov 2008 15:35 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Entwurf eines "Bürgerentlastungs... Moderator GM&P Steuerberatung & Steueroptimierung 0 10.Nov 2008 8:29 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Arbeitsgerichte und Anwalt "ohne... Moderator GM&P Urteile & Recht 0 29.Okt 2008 14:35 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge (sc)H(n)äppchenjagd für "hungrig... ettinlord Kapitalanlage 5 28.Okt 2008 4:00 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Widerrufsfrist beginnt erst mit Ertei... GM&P Info Urteile & Recht 0 27.Okt 2008 15:20 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Otto Group gründet "E-Venture Ca... Moderator GM&P Wirtschaft 0 26.Okt 2008 18:26 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge "Baader Meinhof Komplex"- B... Moderator GM&P Kommentare & Meinungen 1 7.Okt 2008 19:13 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Kartellstrafe für "Parrafinmafia... Moderator GM&P Wirtschaft 0 1.Okt 2008 14:32 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Discounter "Plus" Moderator GM&P Kommentare & Meinungen 0 20.Sep 2008 7:13 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Internetseite "telefongewinn.com... Moderator GM&P Betrug - Sonstiges 0 19.Sep 2008 12:40 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge USA - "Der Staat ist im Grunde b... Moderator GM&P Wirtschaft 7 14.Sep 2008 8:52 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Das Branchenverzeichnis der "Ric... Spiritus Rector Lifestyle-und-Luxus 0 11.Sep 2008 16:29 Letzten Beitrag anzeigen


 
 

Copyright 2000-2008 - GoMoPa® - Goldman Morgenstern & Partners Consulting LLC
Impressum | Presse | Kooperation | Forenwerbung | Downloads | Newsletterwerbung | Sitemap | Partnerprogramm | Bannergenerator | Polizei-STA-Behoerden | Premiumaccounts | Werbung | Finanzlinks | Beschwerde

Katalog für Finanzen | Suche für Finanzen | Blog für Finanzen