Das Gesprächsklima in Frankfurt am Main dürfte eisig sein, wenn Liechtensteins Ministerpräsident Hasler morgen in Berlin seinen Besuch abstattet.
Einem Pressebericht nach droht die Bundesregierung dem Fürstentum mit internationalen Aktionen gegen Steueroasen, wie auch immer dies aussehen soll-.
Der Finanzplatz Liechtenstein lebe "zu einem guten Teil vom Steuerhinterziehungsgeschäft", heißt es in einem Bericht der "Frankfurter Rundschau" so ein internes Papier des Bundesfinanzministeriums-heißt es.
Es stelle sich die Frage, wie die OECD-Mitgliedsländer oder auch die G-7-Staaten die "Grundsätze fairen Verhaltens bei der Besteuerung" durchsetzen könnten.
Für Liechtenstein ist das ein Schlag ins Gesicht.
Seit Tagen bemüht sich das Fürstentum, die eigene Rolle im deutschen Steuerskandal möglichst gesundzureden. Heute ging das kleine Land in die Offensive - und warf den deutschen Ermittlern vor, mit gestohlenen Bankdaten zu arbeiten. Erbprinz Alois von und zu "der"Liechtenstein warf den deutschen Behörden "Hehlerei in großem Stil" vor.
Das Schicksal der Stiftungen zu Liechtenstein hängt von den Entscheidungen der nächsten Tage ab.
- bleiben wir stark. _________________ NOMOCON Ltd&CoKG
Anmeldungsdatum: 17.12.2003 Beiträge: 1124 Wohnort: Belize City
Verfasst am: 25.Feb 2008 19:31 Titel:
Ich muß einmal einen Stab für eine Liechtensteiner Stiftung brechen: Diese Rechtsform ist durchaus ein probates Instrument für eine diskrete Vermögensvermaltung ! Nach wie vor !
Aber: anstatt das kleine Einmaleins des diskreten Auslandsgeschäfts zu beherzigen, haben liechtensteiner Treuhänder auf deren - geradezu päbstlich anmutende Unfehlbarkeit - vertraut, was fahrlässig war.
Hätten jene apostolische Nuntii auf länderübergreifende Strukturen gebaut, gäbe es keine ploitsichen Verstimmungen ....
Folglich braucht man gewiß keine halbseidenen Albaner, die im Drogenhandel eher bekannt sind. _________________ Tropico Ltd. - Belize - Offshore Services
Individuelle juristische Strukturierung
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Firmengründung und Büroservice.
Liechtenstein will Rechtshilfe auch bei Stiftungen ermöglichen
Das Fürstentum Liechstenstein will künftig auch bei den umstrittenen Stiftungen Rechtshilfe leisten. An der Unterscheidung zwischen Steuerbetrug und Steuerhinterziehung werde aber festgehalten, sagte Regierungschef Otmar Hasler der «Neuen Zürcher Zeitung» (Ausgabe vom 01.03.2008). Die Liechtensteiner Regierung hatte vor kurzem eine Reform des Stiftungsrechts verabschiedet, die jetzt vom Parlament behandelt wird. Die Revision war vor der aktuellen deutsch- liechtensteinischen Steueraffäre eingeleitet worden, in der von deutscher Seite besonders das Stiftungsrecht kritisiert worden war. | >> Beck Aktuell - mehr...
Anmeldungsdatum: 05.09.2007 Beiträge: 75 Wohnort: Dubai & Berlin
Verfasst am: 5.März 2008 7:56 Titel: Das schöne ist
Hallo,
das Schöne ist, dass wir hier bei den VAE Trusts keine Unterscheidung zwischen Steuerbetrug und Steuerhinterziehung in den Offshore-Regularien haben.
Die meisten Offshore-Regularien sehen hier nicht einmal Auditpflichten, geschweige denn die Hinterlegung von Jahresabschlüssen vor. Einziger Zugriff ist möglich bei Verdachtsmomenten hinsichtlich Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung.
Dazu ein Bankensystem via SWIFT, ohne Einsichtnahmemöglichkeit via IBAN System.
Sonnige Grüße aus Dubai _________________ KLP GROUP EMIRATES
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Die von Regierungschef Otmar Hasler in der letzten Landtagssitzung im Namen der Regierung abgegebene Erklärung, die folgenden Wortlaut hat und die auch weiterhin die Position der Regierung wiedergibt:
“Der Finanzplatz Liechtenstein ist in den vergangenen Wochen in den internationalen Medien in die Schlagzeilen geraten. Liechtenstein sieht sich ernsthaften Vorwürfen ausgesetzt. Dabei wurde der Wirtschaftsstandort wie auch das Land Liechtenstein oftmals sehr unsachlich und verletzend dargestellt. Die pauschalen Vorwürfe gegenüber Liechtenstein, seiner Bevölkerung und den politischen Institutionen weist die Regierung zurück.
Die Regierung hat vor Jahren einen Reformprozess des Finanzplatzes eingeleitet und wird diesen ungeachtet der aktuellen Ereignisse weiterführen. Dabei ist zu beachten, dass der Finanzplatz Liechtenstein Teil einer zunehmend globalisierten und integrierten Finanzindustrie. Der internationale Wettbewerb zwischen den Finanzplätzen akzentuiert sich und neue Finanzplätze entstehen.
Die künftige Ausrichtung des gesamten Wirtschaftsstandortes beruht auf den grundlegenden Werten eines ausgeprägten Schutzes der Privatsphäre und des Eigentums sowie dem Bekenntnis zur Eigenverantwortung. Das Recht auf Privatsphäre gilt dabei als zentraler Aspekt der Persönlichkeitsrechte, der Schutz des Eigentums als Ausdruck der verfassungsrechtlich verankerten Eigentumsfreiheit. Gleichzeitig wird jegliche Form von potentiellem Missbrauch der gewährten Freiheiten mit einem effektiven System von Aufsicht und Gerichtsbarkeit bekämpft.
Liechtenstein richtet seinen Finanzplatz an europäischen und internationalen Standards aus. So wurde ein wirksames Dispositiv zur Bekämpfung der Geldwäscherei, der organisierten Kriminalität und der Finanzierung von Terrorismus erstellt. Die äusserst hohen Standards werden auch von internationalen Gremien wie dem IWF bestätigt.
Auch im Bereich der Steuern hat Liechtenstein ein Öffnung vollzogen. Es wurden erste Abkommen im Steuerbereich abgeschlossen und im Jahr 2007 wurde die Rechtshilfe bei Mehrwertsteuerbetrug gesetzlich ermöglicht.
Mit der Paraphierung des Abkommens zur Schengen-Assoziation erklärt sich das Fürstentum Liechtenstein zur Kooperation in Steuerfragen bereit, indem der entsprechende EU-Rechtsbestand bei der Rechtshilfe für den Informationsaustausch in Steuerfragen übernommen wird.
Seit Sommer 2007 finden Verhandlungen über ein Betrugsabkommen mit der Europäischen Union und ihren Mitgliedstaaten statt. Die Verhandlungen verlaufen konstruktiv, ein baldiger Abschluss der Verhandlungen wird angestrebt. Dabei geht es um einen berechtigten Interessensausgleich der Verhandlungsparteien. Steuerkooperation bedeutet auch die Vermeidung von Doppelbesteuerung von international tätigen Unternehmen.
Die Regierung ist sich bewusst, dass Liechtenstein als Mitglied des Europäischen Wirtschaftsraumes Rechte und Pflichten übernommen hat. Zu den Rechten gehört, dass das Fürstentum Liechtenstein seine politischen Standpunkte und seine Rechtstradition als gleichberechtigter souveräner Staat auf europäischer Ebene einbringen kann. Pflicht ist es, die vertraglich eingegangenen Regeln einzuhalten.
Die Regierung ist an guten bilateralen Beziehungen mit anderen Staaten, insbesondere mit den Nachbarstaaten, auf der Basis der gegenseitigen Respektierung und des Interessensausgleiches interessiert. Die regelmässigen Gespräche auf Regierungsebene sowie die gute Zusammenarbeit auf der Ebene der staatlichen Institutionen dient der Vertiefung der bilateralen Beziehungen.
Dabei sollen auch Differenzen und offene Probleme angesprochen und einer Lösung zugeführt werden. Dazu gehört auch, dass der Ankauf von unter Verletzung von Geschäftsgeheimnissen entwendeten Daten durch den Bundesnachrichtendienst der Bundesrepublik Deutschland zumindest nach liechtensteinischem Rechtsverständnis grundlegende rechtsstaatliche Fragen aufwirft.
Der eingeschlagene Reformprozess ist eine Antwort auf den internationalen Wettbewerb und die vertiefte Zusammenarbeit des Fürstentums Liechtenstein im internationalen Rahmen.”
Quelle: presseportal
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