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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6451
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Verfasst am: 19.Mai 2007 6:14 Titel: Beteiligungsfonds - deutlicher Einbruch |
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Den Mutigen gehört nicht immer die Welt: Beteiligungsfonds, besonders für Venture Capital, mussten einen deutlichen Einbruch hinnehmen. Dabei gibt es gerade jetzt viele interessante und vielversprechende Investitionsvorschläge, doch eine Rahmenbedingung lässt Investoren zögern.
Die erfolgsverwöhnte Beteiligungsbranche musste im ersten Quartal 2007 einen deutlichen Rückschlag hinnehmen. Das vom Branchenverband BVK zusammen mit der KfW Bankengruppe ermittelte „German Private Equity Barometer“ fiel auf 66,7 Punkte nach dem historischen Höchststand von 77,8 Punkten Ende vergangenen Jahres. Hauptgründe für die Stimmungseintrübung sind eine stagnierende Nachfrage nach privatem Beteiligungskapital, schwierigere Bedingungen beim Auffüllen der Geldtöpfe durch die institutionellen Investoren und die Furcht vor höheren Abschreibungen auf die übernommenen Firmen und Konzernteile.
Gerade die Beteiligungsfonds für Venture Capital, die jungen Technologiefirmen finanziell auf die Beine helfen, hätten angesichts der guten Konjunktur gehofft, wieder leichter frische Mittel von Pensionskassen, Versicherungen und Versorgungswerken zu bekommen. Doch diese Hoffnungen erfüllten sich nicht. „Es scheint, dass die hier erzielten Ergebnisse insbesondere kleinerer Venture-Capital-Gesellschaften hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind“, sagte BVK-Geschäftsführerin Dörte Höppner. Dabei könnten die Wagnisfinanzierer gerade jetzt wieder neue Mittel gebrauchen, weil sie gute Investitionsvorschläge von innovativen Unternehmern erhielten, erläuterte KfW-Chefvolkswirt Norbert Irsch.
Zu einer deutlichen Korrektur ist es zum Jahresanfang auch im so genannten Spätphasensegment des Beteiligungsmarktes gekommen. Dieser Bereich umfasst die dominierenden Buyouts, bei denen Mittelständler oder Konzernteile mit einem hohen Anteil an Kreditfinanzierungen gekauft werden. Hier haben sich vor allem die Erwartungen bezüglich der nächsten sechs Monate spürbar verschlechtert. Es deute sich mehr und mehr an, dass der „Stimmungszenit“ in Deutschland überschritten sei, heißt es in der für das Handelsblatt erstellten Analyse der Ergebnisse.
Der vierteljährlich berechnete Stimmungsindikator kann zwischen plus und minus 100 Punkte schwanken. Der Stimmungswert des ersten Quartals ist der schlechteste seit einem Jahr. Finanzinvestoren bestätigten die Ergebnisse. „Der Knick im ersten Quartal war absehbar, da das Angebot an neuen Deals schon in der zweiten Hälfte 2006 nachgelassen hatte“, sagt Karsten Hartmann, Geschäftsführer im deutschen Büro von HgCapital.
Sorgen bereitet vielen Beteiligungsmanagern der preistreibende Wettbewerb. „Es werden unverändert sehr, sehr anspruchsvolle Preise gezahlt. Wenn die Zinsen weiter steigen und sich die Konjunktur eintrübt, werden die Abschreibungen in den Portfolios sicherlich zunehmen“, fürchtet Hartmann. Auch Peter Hammermann, Leiter des Deutschlandgeschäfts von Barclays Private Equity, sieht diese Entwicklung. Es gebe die Tendenz steigender Preise, begünstigt durch eine relativ hohe, verfügbare Liquidität.Man könne sich dieser Tendenz nicht immer entziehen. Allerdings würden auch immer wieder Transaktionen beobachtet, bei denen das Preisniveau in einem angemessenen Rahmen liege, meint Hammermann.
Gestützt wird die Stimmung im Beteiligungsmarkt trotz des Dämpfers in den ersten drei Monaten von den „attraktiven Veräußerungsmöglichkeiten“, so die Beurteilung vom BVK und der KfW. Andererseits drückten die als ungünstig empfundenen steuerlichen Rahmenbedingungen auf die Stimmung. Die Unsicherheit über diese Rahmenbedingungen dürfte in den kommenden Monaten noch zunehmen, da die von der Regierungskoalition geplanten Gesetze für Private Equity und die Risikokontrolle von Finanzinvestoren zu deutlichen Einschränkungen für Buyout-Fonds führen könnten.
Quelle: HB |
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