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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 5916
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Verfasst am: 28.Okt 2007 22:36 Titel: Geld in kleinere Firmen anlegen |
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Wer in den vergangenen Jahren Geld in kleinere Firmen an Europas Börsen angelegt hat, konnte kaum danebenliegen. Wertzuwächse des marktbreiten Index MSCI Europe Small Cap von 25,5 Prozent pro Jahr seit Ende 2004 bedeuten nicht weniger als eine Verdoppelung des Kapitals innerhalb von drei Jahren. Da dürfte selbst ein Fehlgriff im Depot die Freude unter dem Strich kaum trüben.
Noch besser waren Anleger dran, die gleich zu einem breit gestreuten Fonds gegriffen haben. Denn die Spezialisten für unbekannte Aktien zwischen Norwegen und Griechenland erwiesen sich als außerordentlich erfolgreich: Nur selten gelingt es Fonds, einen stark steigenden Markt so vielfach und deutlich zu schlagen wie den besten Vertretern dieser Kategorie.
Der Wanger European Smaller Companies zeigt das besonders eindrucksvoll: Der Fonds des Anbieters Columbia Wanger, einem der größten Small-Cap-Investoren der USA, überholt seinen Vergleichsindex schon seit dessen Einführung im Jahr 1999.
In den vergangenen drei Jahren gelangen ihm im Schnitt je sechs Prozentpunkte Mehrertrag - und das sogar mit niedrigeren Schwankungen. Trotz der Schaukelbörse dieses Jahres liegt er schon wieder zweistellig im Plus. Im Morningstar-Rating brachte die hohe Konstanz bei vergleichsweise geringem Risiko fünf Sterne ein.
Die Vier-Sterne-Konkurrenz direkt dahinter machte ihren Job kaum schlechter: Auch die Boutique Oyster aus der Schweiz, das britische Traditionshaus Henderson oder die deutsche Großbanktochter Allianz Global Investors schnitten viel besser ab als der breite Markt. Und die gesamte Top Ten der Liste liegt im Vergleich, abgesehen von sehr unterschiedlichen Gebührensätzen, dicht beieinander.
Wo so viele unterschiedliche Häuser überzeugen, liegt es nah, eine systematische Erklärung für den Erfolg zu suchen. Und tatsächlich könnte die gesamte Fondsbranche die Ergebnisse in diesem Segment hernehmen, um der wachsenden Zahl der Zweifler zu begegnen. Weil sie zeigen, dass es in dem wenig effizienten Markt mit seinen vielen Klein- und Kleinstunternehmen lohnen kann, einen Manager dafür zu bezahlen, dass er nach unentdeckten Kursperlen sucht.
Wer etwa vermutet schon Investmentideen hinter dem italienischen Einzelhändler Gruppo Coin, dem norwegischen Finanzdienstleister Acta oder aber dem niederländischen Regenrinnenbauer Wavin? Die besten Fondsmanager kassieren hier an Kursgewinnen mit.
Das Ranking bestätigt damit indirekt, was Anlageexperten längst raten: Wer günstig und gut anlegen will, kann sein Geld in Märkten, in denen es noch Chancen für derartige Entdeckungen gibt, mit gutem Gewissen einem Manager anvertrauen. In den hocheffizienten Kapitalmärkten der großen Konzerne erscheint diese Strategie weit weniger aussichtsreich. Hier sind passive Index-Produkte häufig die bessere Wahl.
Quelle: Olaf Wittrock |
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