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GoMoPa .

Anmeldungsdatum: 25.01.2002 Beiträge: 2300
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Verfasst am: 7.Sep 2006 7:09 Titel: Betrüger wollten an Gerichtskonto |
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Dreist! Zunächst werden kleine Beträge überwiesen, dann große abgebucht!
Da könnte selbst Justitia kein Auge mehr zudrücken, angesichts solcher Dreistigkeit. Dass sich Betrüger immer wieder neue Maschen ausdenken, um an anderer Leute Geld zu kommen, ist nichts Neues - jetzt versuchten sie allerdings, sich beim Weidener Amtsgericht zu bedienen.
Doch Geschäftsleiter Gerhard Alwang und Zahlstellenverwalter Christian Ertl fielen die unrechtmäßigen Bewegungen auf dem Konto sofort auf. Die Masche der Täter ist einfach: Zunächst überweisen sie Kleinstbeträge auf ein Konto, um zu testen, ob es dieses überhaupt gibt und wie sich der Besitzer verhält. In einem nächsten Schritt lassen sie dann etwas größere Summen abbuchen, in der Hoffnung, es würde niemand merken. Doch da gerieten die Betrüger an die Falschen: "Ich kontrolliere die Ein- und Ausgänge jeden Tag", berichtet Ertl.
Zunächst waren 2 Cent und 11 Cent eingegangen, am selben Tag wurden 30 Euro abgebucht - unter dem gleichen Namen und dem Betreff "Paybal", was wohl einen seriösen Internethandel implizieren sollte. Im zweiten Fall ging 1 Cent auf dem laufenden Konto des Gerichts ein, 14 Tage später wurden dann 94,80 Euro mit dem Vermerk "info.firstload.de verimount" abgebucht. Von zufälligen Fehlbuchungen kann wohl keine Rede sein. "Wer überweist schon einen Cent", sagt Ertl.
Widerspruchsrecht
"Wir haben sofort Widerspruch bei unserer Bank eingelegt und das Geld zurückerstattet bekommen", ist Alwang erleichtert. Innerhalb von sechs Wochen kann ein Kontobesitzer sich bei seinem Geldinstitut melden und den Betrag zurückbuchen lassen. Übrigens war Weiden keineswegs die erste Behörde, bei der sich Betrüger zu bedienen suchten. "Wir haben vom bayerischen Justizministerium ein Schreiben bekommen, dass so etwas erstmals in Schleswig-Holstein aufgetreten ist", weiß der Geschäftsleiter.
Jetzt stellt das Amtsgericht Strafanzeige wegen Betrugs. Ob sich die Täter bewusst ein Gerichtskonto ausgesucht haben, ist unklar. Zwar könnten sie an die Kontonummer durch den offiziellen Briefkopf der Justizbehörde gekommen sein. Doch Alwang glaubt eher an das Prinzip Zufall. |
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