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Goodman *** Consulter ***
Anmeldungsdatum: 16.01.2002 Beiträge: 5416
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Verfasst am: 24.Aug 2006 6:41 Titel: Betrug beim Leipziger Stadionbau? |
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Ermittlungen gegen Kölmel - Gesellschaft spricht von Rufmord!
Die Zentralstadion Besitzgesellschaft GmbH hat die Vorwürfe auf Subventionsbetrug beim Bau des Leipziger WM-Stadions in scharfer Form zurückgewiesen und eine vollständige Aufklärung angekündigt. "Das ist fast schon Rufmord, was hier betrieben wird", sagte Otto Schlörb von der Besitzgesellschaft in Leipzig. Die Staatsanwaltschaft Leipzig ermittelt nach einer Anzeige gegen den Filmhändler und Fußballvermarkter Michael Kölmel, der zugleich Besitzer und Betreiber der Arena ist. Es geht um den Verdacht des Subventionsbetrugs.
Demnach soll Kölmel unter anderem zu hohe Baukosten angegeben, Subventionen missbraucht und zu viel Mehrwertsteuer erstattet bekommen haben. "Wir haben keine Ahnung, wer die Anzeige erstattet hat. Wir versuchen, das heraus zu finden, tappen aber noch im Dunkeln", sagte Schlörb. "Die Welt" hatte berichtet, dass Kölmel für das 116-Millionen-Euro-Projekt zusätzlich 14 Millionen Euro Mehrwertsteuer erstattet bekam, auch auf öffentliche Mittel. Laut Staatsanwaltschaft ist das Ermittlungsergebnis noch völlig offen.
Schlörb schloss Unregelmäßigkeiten beim Bau des Zentralstadions kategorisch aus. Manipulationen bei den Baukosten seien wegen starker Kontrollen gar nicht möglich gewesen, sagte er. Es habe jeweils eine separate Buchführung durch die Stadt und die Besitzgesellschaft gegeben. "Und da gibt es keine Differenzen." Auf die Subventionen von Bund und Stadt in Höhe von 72 Millionen Euro habe man gar keinen Zugriff gehabt. "Wir können also nicht betrogen haben", sagte Kölmel-Berater Schlörb. Auch habe das Finanzamt alle Verträge bezüglich der Mehrwertsteuer eingehend geprüft.
Kölmel war 2004 im Zusammenhang mit der Insolvenz seiner Kinowelt wegen Untreue und Insolvenzverschleppung zu einer Bewährungsstrafe und einer Geldstrafe verurteilt worden. Im Juli hatte die Münchner Staatsanwaltschaft erneut Anklage gegen ihn erhoben. Kinowelt mit Sitz in Leipzig hat sich in letzter Zeit erfolgreich am Markt entwickelt.
Quelle: dpa |
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