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Heinrich Dreier ** Consulter **
Anmeldungsdatum: 28.09.2003 Beiträge: 2922
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Verfasst am: 3.März 2007 22:52 Titel: |
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Was interessiert mich das Gammelfleisch,denn ich esse schon über 10 Jahre kein Fleisch.
Steht doch geschrieben:,, Esst nichts totes, denn das Tote wird euch töten."
Liebe Grüsse
Heinrich |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 5849
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Verfasst am: 19.Apr 2007 12:43 Titel: |
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Gammelfleisch-Firma ist wieder im Geschäft
Der bayerische Gammelfleischskandal sorgt für neue Aufregung. Die Regierung von Schwaben hat entschieden, dass ein großer Kühlhausbetrieb in Illertissen bei Neu-Ulm ab nächsten Montag unter neuem Namen weiterarbeiten kann. Anfang Februar war dort tonnenweise verdorbenes Fleisch gefunden worden. Im rheinischen Neuss mussten rund fünfzehn Tonnen Schweineköpfe vernichtet werden, die aus den bayerischen Kühlhäusern geliefert wurden. Damals drohte dem Betrieb daher der Verlust der EU-Zulassung.
Nun hat die Firma in Illertissen nicht nur einen neuen Namen, sondern auch einen neuen Geschäftsführer und erhält laut Bezirksregierung auch wieder eine EU-Zulassung. Der Geschäftsführer habe "über viele Jahre unbescholten ein anderes Kühlhaus geführt", sagte Karl-Heinz Meyer von der Bezirksregierung. Man rechne damit, dass künftig alle Vorschriften eingehalten werden.
Was der Regierungssprecher nicht sagt: Gesellschafter der neuen GmbH ist der Bruder des früheren Betreibers. Der "unabhängige Geschäftsführer" war bis zu seiner Pensionierung im Dezember 2006 rund 30 Jahre Mitarbeiter des Illertissener Kühlhausbetriebes und kommt nun ins Arbeitsleben zurück.
Der bayerische Grünen-Abgeordnete Adi Sprinkart, Mitglied im Gammelfleisch-Untersuchungsausschuss, ist daher stinksauer: "Das ist doch nur ein Strohmann", wettert Sprinkart. Er werde den Vorgang in den Landtag bringen. Auch der Illertissener Stadtrat Dieter Baur von der "Bürgerliste" ist skeptisch: "Herr N. hat über 30 Jahre in den Kühlhäusern der Firma gearbeitet. Eine entsprechende Qualifizierung zum Geschäftsführer eines Lebensmittelbetriebes ist nicht erkennbar." Der neue Geschäftsführer sagt, er halte sich für unabhängig: "Ich bin nur der Mieter des Kühlhauses."
Laut Bezirksregierung gilt die Genehmigung nur für die Einlagerung durch Fremdfirmen. Auch die Eingangskontrolle müsse durch andere Firmen erfolgen.
Quelle: Klaus Wittmann/taz
Der Buchtipp zum Anklicken:
Die Fleischmafia.
Kriminelle Geschäfte mit Fleisch und Menschen |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 5849
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Verfasst am: 20.Jun 2007 10:58 Titel: |
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Fleisch gammelt weiter
Die Landtagsopposition in Bayern beantragt einen neuen Untersuchungsausschuss, denn die schmierigen Geschäfte laufen offenbar vielerorts weiter, Kontrollen versagen
Haftstrafen, Verbraucherinformationsgesetz und Sonderermittler. Auf den ersten Blick sind die Gammelfleischskandale zu Ende. Doch Politiker wie Verbraucherverbände warnen weiter vor unzureichenden Kontrollen und schlechter Aufklärung.
Gestern beantragte die bayerische Landtagsopposition einen neuen Gammelfleisch-Untersuchungsausschuss, der sich um das Firmen-Konsortium Kollmer in Illertissen kümmern soll: Hier hätten augenscheinlich auch neue Kontrollmechanismen versagt.
Seit Jahren ist der Name bekannt, taucht immer wieder bei Kontrollen auf - und auch vor Gericht: Kollmer war Besitzer der Gammelfleischfirma Deggendorfer Frost, dessen Chef im Dezember 2006 wegen Betrugs verurteilt worden ist. Erst im Februar dieses Jahres wurde der Betrieb, einst das größte Fleischkühllager Schwabens, geschlossen - nachdem in Frankreich eine Lkw-Ladung mit Gammelfleisch aus Illertissen aufgetaucht war. "Davor wurden im Dezember 2006 auch Gammellieferungen nach Russland entdeckt", sagte gestern der SPD-Abgeordnete Herbert Müller. "Man muss sagen: Rausgekommen ist bei der Lebensmittelsicherheit außer Aktionismus gar nichts."
Der noch laufende erste bayerische Gammelausschuss und laufende Gerichtsverfahren hätten gezeigt, dass Nachfolgefirmen oft über Strohmänner mit den Gammelfleischhändlern verbunden seien - und, dass die schmierigen Geschäfte eben weiterlaufen: "Gerade bei der Firma Kollmer ist seit Ende 2005 angeblich nichts mehr ohne Ministeriumsaufsicht passiert", sagte der Grünen-Abgeordnete Adi Sprinkart. "Da gab es Sonderkontrollen und Einzelkontrollen - aber wenn Kollmer trotzdem Gammelfleisch nach Russland und Frankreich verschickt hat, fragt man sich: Wo haben die Kontrolleure hingeschaut?"
Nicht nur die Firma Kollmer selbst stand unter besonderer Beobachtung. Die angeprangerten Vorkommnisse fallen auch in eine Zeit, in der das allgemeine Kontrollnetz des bayerischen Umweltministeriums greifen sollte. Seit letztem September ist im Freistaat eine "Task Force" unterwegs, ausgestattet mit Polizisten, Juristen und Veterinären, die auf Anforderung der Landkreise und Städte Lebensmittelbetriebe kontrollieren. Auf Anfrage der taz teilte das zuständige Landesamt für Lebensmittelsicherheit mit, dass bis Februar 2007 100 Betriebe kontrolliert worden seien. Bei 16 seien erhebliche Mängel festgestellt worden, in 7 Fällen sei die Staatsanwaltschaft eingeschaltet worden.
Diese Zahlen decken sich mit den Erkenntnissen der unabhängigen Verbraucherorganisation Foodwatch: "Es ist ruhiger geworden, aber das heißt nicht, dass weniger entdeckt wird", so Foodwatch-Geschäftsführer Thilo Bode. Die Aufmerksamkeit bei Kontrollen und in der Öffentlichkeit laufe wellenartig. "Aber Kontrollen sind bei diesen Vorkommnissen ohnehin nicht ausreichend: Wir glauben, dass man künftig alle Probleme, alle Namen veröffentlicht muss."
Quelle: Max Hägler/taz
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Kriminelle Geschäfte mit Fleisch und Menschen |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 5849
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Verfasst am: 5.Jul 2007 21:35 Titel: |
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Zweiter Versuch: Der Bundestag hat mit den Stimmen von Union und SPD das von Minister Horst Seehofer vorgelegte Verbraucherinformationsgesetz verabschiedet. Einem ersten Gesetz, das der Bundestag 2006 verabschiedet hatte, hatte Bundespräsident Horst Köhler seine Unterschrift verweigert.
Die Bürger sollen mit dem neuen Gestez schneller Klarheit über Risiken von Lebensmitteln erhalten. Die Behörden werden verpflichtet, die Verbraucher mit allen relevanten Informationen zu versorgen. Dies gilt nicht nur bei Gesundheitsgefahren, sondern auch, wenn Verbraucher getäuscht wurden oder Ekel erregende Waren in Umlauf gebracht worden sind.
Köhler hatte bei dem ersten Gesetz beanstandet, es trage der neuen Verfassungslage nach der Föderalismusreform nicht Rechnung. Es verstoße gegen das Verbot, mit einem Bundesgesetz den Gemeinden und Gemeindeverbänden Aufgaben zu übertragen. In dem neuen Entwurf sind nun die Länder zwischengeschaltet, die den Kommunen Aufgaben zuweisen können.
Die SPD trägt das Gesetz mit, hätte sich aber schärfere Regelungen gewünscht. Unter anderem wollte sie die Informationspflichten auf weitere Produkte und Dienstleistungen ausweiten und Unternehmen zur Preisgabe ihnen vorliegender Informationen verpflichten. Fraktionsvize Ulrich Kelber sagte Reuters, die SPD setze zur Durchsetzung ihrer Forderungen nun auf die vereinbarte Überprüfung des Gesetzes in zwei Jahren.
Der Verband „Verbraucher-Initiative“ kritisierte das Gesetz als Etikettenschwindel. Unter anderem sei zu beanstanden, dass es auch künftig keine Auskunftspflicht für Unternehmen gebe.
Quelle: HB |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 5849
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Verfasst am: 26.Jul 2007 20:12 Titel: |
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Fleisch gammelt weiter
Ein schwäbisches Kühlhaus wurde zum zweiten Mal geschlossen, weil Kontrolleure dort verdorbenes Fleisch gefunden haben. Der Fall beschäftigt nun den Bayrischen Landtag.
Es war das Ende einer Bewährungsprobe im bayerischen Gammelfleisch-Skandal: Am vergangenen Freitag musste das Kühlhaus im schwäbischen Illertissen schon zum zweiten Mal dicht machen. Das Verwaltungsgericht Augsburg lehnte einen Eilantrag der Betreiberfirma ab, mit dem die Verantwortlichen die Schließung durch die Bezirksregierung doch noch verhindern wollten.
Es habe "Defizite im Wareneingangskontrollsystem gegeben", heißt es in der Gerichtsentscheidung. Außerdem sei nicht gewährleistet gewesen "dass nur lebensmitteltaugliche, sichere Waren in den Verkehr gelangten."
Auf dem Betriebsgelände des Unternehmens Kollmer hatten Kontrolleure im Februar verdorbenes Fleisch gefunden, woraufhin die Regierung die Schließung veranlasst hatte. Später wurde dem Unternehmen unter strikten Auflagen und unter neuem Namen die Weiterführung genehmigt. Im Juni entdeckten Kontrolleure in dem Kühlhaus jedoch erneut Gammelfleisch.
Die Bezirksregierung von Schwaben als Aufsichtsbehörde kann nach dem Gerichtsentscheid nun komplett das Lagern und Verarbeiten von Fleisch untersagen, erklärte Regierungssprecher Karl-Heinz Meyer.
Der Illertissener Betrieb, in dem immer wieder verdorbene Ware gefunden wurde, wird in Kürze auch den Bayerischen Landtag beschäftigen. Das haben SPD und Grüne durchgesetzt. Die CSU hatte zunächst verhindern wollen, dass das Thema auf die Tagesordnung des Gammelfleisch-Untersuchungsausschuss kommt.
Trotz des Durchgreifens in Illertissen sind für den Grünen-Abgeordneten Adi Sprinkart die Fehler im Kontrollsystem noch längst nicht gelöst. Der gelernte und praktizierende Landwirt sieht nach wie vor schwarz für die Sicherheit von Lebensmitteln. Der Parlamentarier wirft den Kontrolleuren vor, einer "Kultur des Wegsehens" zu huldigen. Seine Liste der "Schmuddel-Firmen" reicht von Berger-Wild über die Illertissener Firma und deren Tochterfirma in Niederbayern bis hin zu den oberbayrischen Mitgliedern in dem, was er "Club der Fleischmisshandler" nennt. Das Beispiel der Münchner Firma Brunner vom vergangenen Sommer macht den Parlamentarier besonders wütend. 40 Prozent des dort gelagerten Fleisches waren nicht mehr zum menschlichen Verzehr geeignet. "Und die Kontrolleure hatten nichts gefunden", so Sprinkart.
Als Gegenmittel fordert Sprinkart eine engere Zusammenarbeit mit dem Zoll, eine deutliche Verschärfung des Lebensmittelrechts und besser ausgebildete Kontrolleure.
Das alles sei zum größten Teil schon geschehen oder vom Freistaat beantragt worden, kontert der Sprecher des bayerischen Umweltministeriums Roland Eichhorn. "Wir haben viel gelernt aus den Ereignissen der vergangenen Jahre", sagt er. Die Lebensmittelsicherheit sei durch eine Reihe von Maßnahmen verbessert worden. Die geforderte engere Verzahnung von Zoll, Polizei, Amtstierärzten und Lebensmittelkontrolleuren sei schon erfolgt, wo immer dies möglich sei. Die 35-köpfige Lebensmittel-Taskforce könne im Bedarfsfalle von bis zu 30 weiteren Experten unterstützt werden.
Der Ministeriumssprecher kündigte an, dass die Behörden bei Firmenneugründungen besonders darüber wachen werde, ob es sich nicht um eine Scheinfirma handelt. Auch in Illertissen müssen die Behörden wohl weiter wachsam sein: In einer ersten Reaktion auf den Schließungs-Bescheid des Verwaltungsgerichts kündigte der Firmenanwalt an, das Kühlhaus in Kürze komplett zu verkaufen. Wer der Käufer ist, teilte er dabei nicht mit.
Quelle: K. WITTMANN/taz
Guten Appetit uns allen / Mod. |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 5849
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Verfasst am: 29.Aug 2007 3:23 Titel: |
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Ekelfleisch an Döner-Läden verkauft
Die Staatsanwaltschaft Memmingen hat einen neuen Gammelfleisch-Skandal aufgedeckt. Eine Firma im bayerischen Wertingen soll bereits im Juli rund 20 Tonnen für den menschlichen Verzehr ungeeignetes Fleisch umetikettiert und in Umlauf gebracht haben.
Bei der gleichen Firma wurden Ende vergangener Woche mehr als elf Tonnen Rind- und Putenfleisch beschlagnahmt, das ebenfalls umetikettiert an einen Döner-Produzenten verkauft werden sollte, teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag mit.
Der Fahrer eines Fleischtransporters hatte die Behörden auf den Skandal aufmerksam gemacht. Ihm war nach Angaben der Staatsanwaltschaft aufgefallen, dass die von ihm gelieferte so genannte K3-Ware, genussuntaugliches Fleisch, von dem Ehemann der Geschäftsführerin der Wertinger Firma an einem möglichst unauffälligen Ort abgeladen werden sollte.
Dort habe dieser dann begonnen, die Kennzeichnung der Waren zu entfernen. Der Beschuldigte gab bei der Polizei zu, er habe ohne Wissen seiner Frau geplant, dieses Fleisch wie zuvor im Juli als verzehrtauglich an einen Döner-Produzenten zu verkaufen. Auch der Empfänger der Ware soll nichts gewusst haben.
Die Grünen im Landtag warfen Umweltminister Werner Schnappauf (CSU) vor,........*
.....der FDP im Bundestag, Hans-Michael Goldmann, warf Bayern und der Bundesregierung vor,......*
.......Hauptamtsleiter in der Stadtverwaltung Wertingen zeigte sich "sehr überrascht" über den Fund.......*
An der Sicherstellung von 11,4 Tonnen Ekelfleisch am vergangenen Freitag waren zahlreiche Polizeibeamte beteiligt. Ein Sprecher der Regierung von Schwaben erklärte, seine Behörde sei für den Betrieb nicht zuständig.
Quelle: zdf
* die üblichen und bekannten Politikeräußerungen gekürzt / Mod. |
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Mr_Durchschnitt Pathfinder
Anmeldungsdatum: 01.10.2004 Beiträge: 308
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Verfasst am: 29.Aug 2007 9:04 Titel: |
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Die Hilflosigkeit und Unfähigkeit der Politik - auch ganz besonders in Bayern.
Das Wettern gegen Killerspiele ist dort besonders beliebt, aber seine Fleischgrosshändler hat man nicht im Griff.
Gammelfleisch kommt immer wieder aus Bayern - eine tolle Leistung - scheinbar ist Bayern ein Paradies für das produzieren von solchen Gammel Schmankerln.
Politiker die sich von der Industrie lenken lassen und wirkliche Massnahmen verhindern. Es braucht Geld und Gefängnisstrafen die ein vielfaches höher sind. Die Gauner lachen nur über diese Unfähigkeit.
Schlachtabfälle gehören auch endlich eingefärbt damit man beim Anblick selbst in gefrorenem Zustand erkennen kann was für eine Ware das ist.
Profitgier geht über die Gesundheit wie auch in anderen Bereichen der Wirtschaft.
Ich hoffe unsere Bayerischen Verantwortlichen gegen in Berlin auch mal einen Döhner essen.
Da gab es doch früher mal ein schönes Buch mit dem Titel:
Nieten in Nadelstreifen.
Dieser Buchtitel bringt es genau auf dem Punkt! |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 5849
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Verfasst am: 31.Aug 2007 13:22 Titel: |
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Das vor einigen Tagen entdeckte bayerische Gammelfleisch ist nach Angaben der Memminger Staatsanwaltschaft von Berlin aus verteilt worden.
»Die große Masse ging an rund 20 Abnehmer in Berlin, der Rest an Dönerstände in Potsdam, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Braunschweig, Salzgitter, Wolfsburg, Essen und ein paar kleinere Orte«, berichtete am Donnerstag Staatsanwalt Jürgen Brinkmann. Nach den geprüften Lieferunterlagen seien rund 20 Tonnen Gammelfleisch an einen Berliner Döner-Produzenten geliefert worden. Der größte Teil dürfte mittlerweile verzehrt worden sein.
Die Gammelfleischgeschäfte der bayerischen Firma waren den Behörden schon seit längerem bekannt. Wie das BR-Magazin Zeitspiegel am Mittwoch abend berichtete, hatten die Behörden schon vor etwa zwei Wochen Hinweise auf Unregelmäßigkeiten in dem Wertinger Betrieb bekommen. Ein Nachbar habe damals das Veterinäramt des Landratsamts Dillingen über verdächtige Fleischlieferungen informiert. Dennoch sei keine unangemeldete Kontrolle durchgeführt worden.
Die Sprecherin des Bundesverbraucherministeriums, Ulrike Hinrichs, sagte der Nachrichtenagentur AFP, das Ministerium prüfe jetzt die Vorgänge.
(AFP) |
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hdschulz Insider
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 951
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Verfasst am: 9.Sep 2007 9:44 Titel: Schwein gehabt? |
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Ein differenzierter Blick auf den neusten "Gammelfleischskandal" findet sich im blog "Gegenstimme":
Schwein gehabt, Ali?
Wie man sich Skandale bastelt
Jedes Jahr, pünktlich zur Sommerzeit, wenn sonst wenig los ist in den Medien, gibt es einen Ekel- oder Gammelfleischskandal, der weder mit Ekel noch mit Gammel zu tun hat. Es geht um sogenannte Schlachtabfälle, das sind Hufe, Hörner, Hautstückchen, innere Organe, die nicht auf der Speisekarte des Menschen stehen, wie zum Beispiel die Milz, sowie ungeborene Leibesfrüchte, also kleine Kälbchen. Diese Schlachtabfälle müssen eigentlich entsorgt werden, was aber Geld kostet, oder sie landen im Chappi, was ein bisschen Gewinn einbringt, aber nicht viel. Darum kam ein schlauer Metzger auf die geniale Idee, sie in Fleischprodukten zu verstecken, bei denen das gut geht: Hackfleisch, Formfleisch und Döner Kebab.
Sie sind, per definitionem, für den menschlichen ‘Genuss’ ungeeignet, wodurch wir quasi eine Menschenrechtserklärung für den Fleischfresser haben. Giftig sind sie nicht, vergammelt auch nicht und eklig schon gar nicht. Haut, Hörner und Hufe bestehen zum großen Teil aus Keratin, einem Eiweiß, dem gleichen Zeug wie unsere Fingernägel, an denen mancher und manche mit Hingabe knabbert. Fein gemahlen werden sie dem Formfleisch beigemengt, was kein Mensch merkt. Der Rest wird gehäckselt und ebenfalls zugemischt.
Ich will jetzt nicht mit Rechenkunststückchen aufwarten, aber die Rede ist von 160 Tonnen Ekelfleisch, die nach Berlin in die Döner-Fabrikation kamen, aber wenn eine Tonne 1.000 Kilogramm hat und eine Portion Döner, sagen wir mal, 80 Gramm ‘Fleisch’, dann gibt das etliche Millionen Portionen Döner Kebab. Die bereits alle, bis auf den letzten Rest, verkauft und verzehrt waren, als der Skandal in die Medien kam. Wie praktisch. Doch der allerletzte Rest wurde im Labor untersucht und nicht beanstandet. Den Berlinern, die diese Millionen Portionen geschluckt hatten, war nicht schlecht geworden, sie wurden nicht krank und geekelt hat sich offenbar auch keiner. Warum auch, der Döner sah so aus wie immer und schmeckte auch so.
Nun ist der Berliner tatsächlich groß im Schlucken, und Dinge wie Currywurscht und Bulette gelten ihm als kulinarische Delikatessen. Doch von Ekel und Gammel keine Spur! Es geht um etwas ganz anderes: um Betrug. Da werden Dinge für etwas ausgegeben, was sie nicht sind und auf den Großmärkten billig angeboten, so billig, wie es Ali gerne mag. Nun ist Ali natürlich kein heuriger Hase, sondern schon seit Jahren im Fleischgeschäft und weiß genau, was es bedeutet, wenn das ‘Fleisch’ so billig ist. Trotzdem mimt er immer den Getürkten, wenn der Skandal ausbricht, und er zetert, er sei ein Opfer und schuld allein sei ein gewisser Großhändler im Bayrischen. Ein paar Tage lang geht sein Döner-Absatz zurück, dann hat der Kunde schon wieder alles vergessen und wir haben etwa ein Jahr lang Zeit bis zum nächsten Skandal.
Aber es gibt noch etwas. Schlachtabfälle werden im Schlachthaus nicht nach Rindern und Schweinen getrennt, sondern kommen allesamt, friedlich vereint, in den gleichen großen Kübel. Und natürlich kommt auf diese Weise auch Schwein in den Döner. Womit wir zur Überschrift zurückkommen. Ali, der Kebab-Bräter, hat wieder einmal Schwein gehabt. |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 5849
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Verfasst am: 13.Sep 2007 11:49 Titel: |
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Gammelfleisch kann in Deutschland und den EU-Mitgliedstaaten vom 1. Juli 2008 an eingefärbt werden, hat die EU beschlossen.
Zum Schutz der Verbraucher kann Gammelfleisch ab dem 1. Juli 2008 eingefärbt werden - aber nicht EU-weit, sondern nur innerhalb der Mitgliedsländer. Auf diesen Kompromiss haben sich gestern in Brüssel die EU-Staaten geeinigt.
Deutschland hatte sich dafür eingesetzt, dass auch Fleisch der sogenannten Kategorie 3 europaweit markiert wird, um eine Umwidmung in Lebensmittel künftig auszuschließen. Schon bislang mussten Fleischreste der risikoreicheren Kategorien 1 und 2 gefärbt werden. Die dritte Qualitätskategorie, die seit dem Jahr 2002 in der EU-Verordnung 1442 definiert ist, unterliegt keiner EU-weiten Kennzeichnungspflicht. Bislang durften aber auch die EU-Mitgliedsstaaten das Material nicht einfärben, zumindest dies ist seit gestern möglich.
Nach den BSE-Skandalen Ende der 90er-Jahre hatte die EU weitgehende Richtlinien für Fleisch und deren "Nebenprodukte" erlassen. K1 ist Fleisch, das möglicherweise mit BSE-Prionen infiziert ist oder mit Dioxin verseucht ist. Schon bisher mussten diese Tierreste vernichtet werden.
Die EU-Kommission hat gestern zudem beschlossen, dass das Material schwarz eingefärbt werden muss und in eben solchen Behältern transportiert werden muss. Als K2 werden Fleischprodukte bezeichnet, die für den Menschen ungefährlicher sind, aber möglicherweise Tierseuchen übertragen können. Dazu zählen etwa bestimmte Innereien.
Diese Produkte können schon bisher kontrolliert wirtschaftlich verwertet werden, etwa in Biogas-Anlagen. Seit gestern müssen diese Fleischreste verpflichtend gelb eingefärbt werden. Fleisch der Stufe K3 stammt von eigentlich gesunden Tieren und ist meist noch zum Verzehr geeignet. Aber oft ist es überlagert oder ungenügend gekühlt - und deshalb ebenfalls nach EU-Verordnung ein "Nebenprodukt", das nicht mehr in den Lebensmittelhandel gelangen darf. Aus K3-Fleisch wird - ganz legal - Tierfutter oder Fett zur Seifenherstellung.
Identifizieren lässt sich dieses Fleisch oft nur anhand des entsprechenden Lieferscheins oder durch aufwändige Laboruntersuchungen. Und so passiert es immer wieder, dass ein Container mit K3-Fleisch durch einfaches Umetikettieren doch wieder zu Lebensmittelware wird - wie zuletzt geschehen mit Gammelfleisch, das im bayerischen Wertingen illegal umgewidmet wurde und schließlich in Berliner Dönern landete.
Laut EU-Verordnung muss K3-Ware zwar künftig in grünen Behältern transportiert werden und mit grünen Aufklebern ausgestattet werden. Doch ein kriminelles Umetikettieren wird durch solch ein Farbenspiel nicht verhindert, so die Einschätzung der Experten und Veterinäre. Allerdings konnte sich Deutschland nicht durchsetzen mit einer K3-Einfärbepflicht, zu groß ist der Wert dieser Fleischteile. "Wir lehnen - wie eigentlich alle anderen Länder - die deutsche Forderung nach einer Einfärbung von K3-Produkten ab", erklärte der österreichische EU-Parlamentarier Richard Seeber gestern der taz.
Die Güterabwägung zwischen einigen wenigen schwarzen Schafen, die zudem vor allem in Deutschland tätig seien, und dem Wert der K3-Ware für die Tierfutterindustrie falle eindeutig zugunsten der Industrie aus, so Seeber. Auch in der EU-Kommission verwies man gestern auf Nachfrage darauf, dass eine EU-weite Einfärbung von K3-Ware nicht durchsetzbar sei. Die Neuregelung, dass innerstaatlich gehandelte Ware eingefärbt werden darf, sei das weitest mögliche Entgegenkommen.
Auf der heute beginnenden Verbraucherschutzministerkonferenz der Ländern in Baden-Baden wollen Bayern und auch Bundesverbraucherschutzminister Horst Seehofer den neuen kleinen Freiraum nutzen und ein nationales Gesetz zum Einfärben von K3-Fleisch auf den Weg bringen.
Quelle: TAZ |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 5849
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Verfasst am: 19.Dez 2007 0:16 Titel: |
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Die Staatsanwaltschaft Ingolstadt hat in einem möglichen Lebensmittelskandal mit verdorbenen Eiern Anklage gegen drei Personen erhoben.
»Es sollen Eier verwendet worden sein, die nicht mehr für den menschlichen Verzehr geeignet waren«, bestätigte der Leitende Oberstaatsanwalt Helmut Walter am Dienstag entsprechende Medienberichte.
Angeklagt sind Inhaber und Geschäftsführer eines Lebensmittelbetriebs im oberbayerischen Landkreis Pfaffenhofen. Zwei ehemalige Mitarbeiter hätten bereits 2006 gemeldet, daß in großen Mengen verdorbene, kaputte und verdreckte Eier zu Flüssigei verarbeitet worden seien.
Quelle: ddp
Ist es eigentlich noch wichtig, dieses Thema? Haben wir uns schon resignativ zurückgezogen? Eins noch:
Was drauf steht, sollte auch drin sein. Das zumindest darf der Verbraucher eigentlich erwarten. Nicht so bei "real,-", dort wurden Mulardenten als Barberieenten verkauft.
Am beliebtesten bei den Verbrauchern ist die Barbarieente. Sie wird vor allem geschätzt, weil sie nicht so fett ist. In Deutschland ist Barbarieentenfleisch deswegen auch teuer.
"eurofins", ein renommiertes Institut bei München ist spezialisiert auf DNA-Tests. Wissenschaftler wie Rainer Schubbert können analysieren, von welcher Tierart das jeweils vorliegende Fleisch stammt. Als er den Befund für diese Fleischstücke aus Ungarn sah, die er im Auftrag der Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" testete, war der Veterinärmediziner überrascht. Vier von fünf waren falsch etikettiert.
"Nach dem ungarischen Veterinärssiegel, das sich hier hinten auf der Packung befindet, stammen diese Enten aus ungarischer Herkunft. Wir haben die DNA aus Teilen des Fleisches isoliert, eine Tierartenbestimmung durchgeführt und haben festgestellt, dass es sich hier eben nicht um Teile von Barbarieenten handelt, wie angegeben, sondern um Mulardenten."
Frage: "Was heißt das?"
"Das heißt, das ist eine andere Entenart. Das heißt, es ist nicht das in der Packung drin, was auf der Packung draufsteht."
Ein schwerer Vorwurf. Er trifft die Lebensmittelkette "real,-", eine Tochter des Metrokonzerns. Gerade jetzt in der Weihnachtszeit, in der das Fleischgeschäft boomt.
Test, in fünf Supermärkten von "real,-" in unterschiedlichen Städten: Überall finden wir Fleisch mit den gleichen Etiketten und den erwähnten Veterinärstempeln. Exakt wie bei dem Fleisch, das bei den Untersuchungen als offensichtlich falsch etikettiert aufgefallen ist. Massenhaft liegen die abgepackten Keulen und Bruststücke im Kühlregal zum Verkauf. Haltbarkeitsdatum bis zum Jahr 2009. Wie viele davon tatsächlich falsch deklariert wurden, können wir auf der Grundlage der Stichprobe nicht sagen.
Den Laborbefund legen wir der Verbraucherschutz-Organisation "foodwatch" vor, die sich für korrekt ausgewiesene Lebensmittel einsetzt. Matthias Wolfschmidt, gelernter Tiermediziner, findet die Laborergebnisse alles andere als harmlos.
O-Ton: Matthias Wolfschmidt, foodwatch
"Wenn es noch so ist, wie in diesem Fall, dass nachweislich einer Laboruntersuchung eine falsche Entenrasse angegeben worden ist, und zwar eine, die üblicherweise als Premiumware gilt, dann werden ganz eindeutig die Verbraucher in die Irre geführt. Das ist die Verantwortung von real. Etikettenschwindel ist niemals ein Kavaliersdelikt, es ist ganz klar geregelt. Wer etwas Falsches auf die Ware draufschreibt, täuscht die Konsumenten."
Besonders pikant: Die Mulardente ist genau die Entenart, die in Ungarn für die Stopfleberproduktion eingesetzt wird.
Dieses Verfahren ist in Deutschland aus Tierschutzgründen verboten - genauso wie in 13 anderen EU-Staaten. Qualvolle Zwangsernährung, um eine Fettleber zu erzeugen, die in einigen Ländern als Delikatesse gilt. Doch nicht nur die Leber wird verwertet, der Restkörper auch. Wie viele Tonnen dieses Fleisches nach Deutschland exportiert werden, weiß keiner genau.
"Der Verbraucher wird hinters Licht geführt. Er kauft ein Produkt im guten Glauben, dass es ein Qualitätsprodukt, nämlich Barbarieente, ist und in Wirklichkeit ist es ein Produkt aus der Stopfindustrie.
► www.mdr.de/fakt |
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Heinrich Dreier ** Consulter **
Anmeldungsdatum: 28.09.2003 Beiträge: 2922
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Verfasst am: 19.Dez 2007 11:11 Titel: |
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Hallo,
so wie es aussieht, scheinen die Konzerne auch nicht genau zu kontrollieren, was alles geliefert wird.
Gerade durch die Trägheit und Geldgier wird es wohl noch öfter vorkommen,dass nicht drin ist, was drauf steht.
Liebe Grüsse
Heinrich |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 5849
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Verfasst am: 17.Apr 2008 20:36 Titel: |
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Staatsanwaltschaft und Lebensmittelprüfer haben in Bayern einen weiteren Fleischskandal aufgedeckt. Ein unterfränkischer Betrieb habe offenbar Schlachtabfälle wie Rinderhäute als Lebensmittel weiterverkauft, teilte das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit am Mittwoch in Erlangen mit.
Die Stadt Würzburg habe der Firma daher die EU-Zulassung für den Handel mit tierischen Nebenprodukten entzogen.
Quelle: ddp |
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