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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 5849
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Verfasst am: 1.Sep 2006 9:16 Titel: Der Verbraucher spuckt wieder einmal Gift und Galle |
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Er ist sich allenfalls nicht gleich restlos darüber klar, über wen er sich mehr ärgern soll:
Über die Trickser und Betrüger, die Schindluder mit ihm treiben, denen er womöglich Müll im eigenen Magen zu verdanken hat, oder über die staatlichen Kontrolleure, die es offenbar zu oft nicht schaffen, stinkende Geschäfte mit vergammeltem Fleisch zu unterbinden.
Und warum, um Himmels willen, wird der drangsalierte Konsument bei jedem in schöner Regelmäßigkeit aufgedeckten Skandal zu unguter letzt außerdem das Gefühl nicht los, dass es sich dabei vermutlich nur um die Spitze eines Eisberges handelt?
Sauereien, die einem nicht nur den Appetit verderben, sondern über den Ekel hinaus auch gesundheitliche Schäden anrichten können, gibt es allerorten.
Deggendorf und Passau Ende 2005/Anfang 2006 sind noch in schlechter Erinnerung.
Was haben die politischen Lebensmittelüberwacher und amtlichen Verbraucherschützer nicht alles versprochen, auf dass so etwas so schnell nicht mehr passiere.
Aber kaum ist ein Saustall ausgemistet, tun sich weitere auf. Nun also Umetikettierungen und viele Tonnen verdorbene Döner-Spieße im Großraum München und ein Fleischhändler in NRW, der mit Hunderten Tonnen für den menschlichen Verzehr ungeeignetem Stichfleisch vom Schweinehals seinen Reibach gemacht haben soll.
Wir möchten ja gern glauben, dass der behördliche Druck, namentlich im Nahrungsmittelbereich saubere Arbeit abzuliefern, sich verbessert hat - gut genug aber ist er garantiert noch lange nicht. Vor allem mit Abschreckungseffekten scheint es nicht weit her zu sein. Wenigstens darauf, dass wir uns mit dem, was wir essen, nicht vergiften, sollten wir uns schon verlassen können. |
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werner callies .
Anmeldungsdatum: 26.09.2003 Beiträge: 3254 Wohnort: NRW & Spanien
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Verfasst am: 1.Sep 2006 9:24 Titel: |
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So lange sich die Dönerbuden in den Großstädten mit den Preisen
für einen Döner noch weiter unterbieten (99 Cent!), ist ein großer
Käufermarkt für "Gammel-Dönerfleich" vorhanden... |
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tifinaa * Consulter *
Anmeldungsdatum: 19.11.2003 Beiträge: 1177
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Verfasst am: 1.Sep 2006 10:17 Titel: |
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Es geht ja nicht nur um "Dönerfleisch". Beliefert wurden und sollten werden - Asia-Shops sowie Restaurants und Gastätten.
Auch geht es um 'zig Tonnen von Wild - und Geflügelfleisch. Die Polizei spricht selbst von 120 T. beschlagnahmten Fleisches.
Rechne ich mal ein Gericht mit ca. 200 gr. Fleischanteil - ich nehme jetzt keinen Taschenrechner um nach den obigen Zahlen die Esser zu ermitteln.
Denn ausgeliefert wurde - nicht nur für ganz D., die Lieferscheine zeigen auch das Ausland - z.B Östereich - als Kunden auf.
In München wurden gestern und heute stichprobenartig Restaurants überprüft und die Namen der vielen Restaurants werden nicht bekannt gegeben. Lieferscheindaten waren da sehr hilfreich.
Die Polizei bestätigte nur viele Funde von Gammelfleisch.
Mahlzeit |
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hadimarosa Specialist
Anmeldungsdatum: 28.02.2005 Beiträge: 211 Wohnort: Deutschland
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Verfasst am: 2.Sep 2006 0:25 Titel: Der Verbraucher spuckt wieder einmal Gift und Galle |
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Na dann lasst die Jungs mal suchen.
Es müssen ca. 300 to sein.
Also liegt da in verschiedenen Lagern und Kühlhallen noch was rum.
Oder haben wir es schon gegessen ?
Prost Mahlzeit |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 5849
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Verfasst am: 2.Sep 2006 5:33 Titel: |
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Skandal von »nationalem Ausmaß«: Mehr als 70 Tonnen Gammelfleisch bei Firma Bruner in München beschlagnahmt
»Ranzig, muffig, alt und fremdartig, grünlich und ekelerregend«, so beschrieb ein Sprecher des Münchner Kreisverwaltungsreferates am Freitag Fleischproben, die am Vortag in zehn bayrischen Gaststätten, türkischen Lokalen und Asia-Shops genommen worden waren.
Mit den Proben wurde der Nachweis erbracht, daß ein Münchner Großhändler, bei dem tonnenweise verdorbenes Fleisch beschlagnahmt wurde, solche Ware auch ausgeliefert hatte.
Am Donnerstag konnte die Polizei 30 Tonnen Dönerspieße sicherstellen, deren Haltbarkeitsdatum teilweise um vier Jahre überschritten war. Am Freitag folgte die Beschlagnahme von 40 Tonnen ungenießbaren Entenfleischs.
Nach einem anonymen Hinweis hatte die Lebensmittelüberwachung des Kreisverwaltungsreferates zusammen mit dem staatlichen Veterinäramt bereits am 24.August mit Kontrollen bei der Firma Bruner, Groß- und Einzelhandel für Wild, Geflügel und Fisch im Münchner Vorort Johanneskirchen, begonnen.
Die Staatsanwaltschaft München ließ am Donnerstag die Firmenunterlagen beschlagnahmen und die Betriebsräume versiegeln. Eine achtköpfige Kripo-Sonderkommission »Kühlhaus« muß jetzt ermitteln, wo verdorbene Ware in den Verkehr gekommen ist. Dazu werden alle 16 Mitarbeiter der Firma vernommen. »Wir haben in dem Betrieb Lieferadressen von Kunden in ganz Deutschland sichergestellt«, erklärte Polizeisprecher Markus Dengler.
Das Verwaltungsreferat befürchtet einen Lebensmittelskandal »nationalen Ausmaßes«.
Es gebe Anhaltspunkte, daß nicht nur Betriebe in der bayerischen Landeshauptstadt und dem gesamten Bundesgebiet, sondern auch im nahen Ausland von der Münchner Firma beliefert wurden. In zwei Mainzer Betrieben und einem Unternehmen in Kaiserslautern wurden am Freitag bereits verdorbene Lebensmittel aus Bayern gefunden.
Wie das Verbraucherschutzministerium in Mainz mitteilte, handelt es sich unter anderem um Hähnchenflügel und Putenbrustfilets.
Während sich der 74jährige Firmeninhaber Georg Karl Bruner zu den Vorwürfen nicht äußern wollte, packte ein ehemaliger Aushilfsarbeiter aus. Peter Kehrer war 1999 vom Arbeitsamt für einen Monat an das Kühllager vermittelt worden. »Schon damals mußten wir Produkte umetikettieren«, sagte er der Süddeutschen Zeitung.
Auch »Edelprodukte wie Muscheln aus Frankreich und Huhn aus Tschechien« seien betroffen gewesen. Das bis zu dreimal umetikettierte Fleisch sei auch an namhafte Münchner Restaurants geliefert worden.
Unterdessen erhob die Staatsanwaltschaft Essen Anklage gegen einen Metzgermeister in Gelsenkirchen, der »in betrügerischer Absicht« 390 Tonnen verdorbenes Fleisch aufgekauft und als genießbar weitervertrieben haben soll.
Die Großmetzgerei hatte zudem 315 Tonnen sogenanntes Stichfleisch an weiterverarbeitende Betriebe wie Dönerspieß-Hersteller verkauft. Derartige Schlachtabfälle dürfen laut Gesetz nur für Hundefutter oder die Herstellung technischer Fette verwendet werden. Der Gelsenkirchener Gammelfleischbetrug war im November 2005 aufgeflogen.
Im Deutschlandfunk mahnte die Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Verbraucherschutz, Bärbel Höhn (Grüne), strengere Kontrollen an. Es sei nicht hinzunehmen, daß der jüngste Fall nicht durch staatliche Prüfungen ans Licht gekommen sei. Es sei ein Fehler gewesen, im Rahmen der Föderalismusreform den Ländern die Verantwortung über die Lebensmittelkontrolle zu überlassen. So habe Bayern in diesem Bereich Stellen abgebaut. Höhn regte eine bundesweit tätige »mobile Einsatzgruppe« an.
(jW) |
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tifinaa * Consulter *
Anmeldungsdatum: 19.11.2003 Beiträge: 1177
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Verfasst am: 2.Sep 2006 6:40 Titel: Presseschau DLF |
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"Gammelfleisch muss zügig unter die Leute gebracht werden, sonst wird das Zeug am Ende noch schlecht", schreibt der KÖLNER STADT-ANZEIGER zum Thema.
"Das könnte man als Zyniker sagen. Fest steht, dass niemand aus den früheren Skandalen Lehren gezogen hat. Die Verbraucher nicht, die sich über einen Halb-Kilo-Döner für 2,50 Euro freuen, obwohl doch jedem einsichtig sein müsste, dass es für diesen Preis nichts Vernünftiges zu beißen geben kann. Nichts gelernt haben aber auch die bayrischen Behörden. Es ist der dritte Fleisch-Skandal innerhalb eines Jahres im Freistaat", unterstreicht der KÖLNER STADT-ANZEIGER.
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Die STUTTGARTER ZEITUNG erinnert:
"Als Verbraucherschutzminister Horst Seehofer im Juni ein Sofortprogramm zur schärferen Kontrolle des Fleischhandels vorlegte, teilten die Bundesländer mit, sie hätten alle Kühlhäuser überprüft. Wirklich alle? Dann stellt sich heute die Frage, wo das Fleisch war, das jetzt gefunden wurde, mit teilweise vor vier Jahren abgelaufenem Haltbarkeitsdatum. Und wenn das möglich ist: was nützt dann den Verbrauchern eine Lebensmittelkontrolle, die solchen Ekelgeschäften erst durch einen anonymen Hinweis auf die Spur kommt?", fragt die STUTTGARTER ZEITUNG.
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Auf diesen Aspekt geht auch die FRANKFURTER RUNDSCHAU ein:
"Vor allem das alarmiert an dem aktuellen Skandal: seine Urheber sitzen, mal wieder, in Bayern. Und dass er aufflog, ist nicht etwa amtlichen Lebensmittelkontrolleuren zu verdanken, sondern anonymen Tippgebern. Nur so wurde jüngst auch eine große Supermarktkette beim Umetikettieren von Fleisch erwischt. Dass Mitarbeiter, Kunden oder auch Konkurrenten die ekligen Tricksereien aufdecken, ist löblich, ersetzt aber nicht flächendeckende staatliche Kontrolle", gibt die FRANKFURTER RUNDSCHAU zu bedenken.
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"Offenkundig beginnt in Teilen der Republik die Zeit, in der man den Kontrolleuren selbst schärfer auf die Finger gucken muss", heißt es in der RHEINISCHEN POST.
"Bei einem Skandal dieser Dimension geht es nicht nur um einen Geschäftsführer, sondern um sehr, sehr viele Mitwisser. Sie alle müssen nicht nur die volle Härte des Lebensmittel- und Gewerberechts, sondern auch des Strafrechts zu spüren bekommen. Hier geht es schließlich nicht um gewöhnlichen Betrug, sondern um gravierende Gesundheitsgefährdung", notiert die RHEINISCHE POST aus Düsseldorf.
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Die SAARBRÜCKER ZEITUNG sieht es so:
"Anscheinend brauchen die Drahtzieher der krummen Fleischgeschäfte die Lebensmittelaufsicht nicht allzu sehr zu fürchten. Doch selbst wenn die Behörden ihr Personal dort aufstocken, wird das Prüfnetz Löcher haben. Einen Schritt weiter führt hoffentlich das neue Verbraucherinformationsgesetz. Doch inwiefern das künftige Gesetz wirklich greift, ist noch nicht ausgemacht. Es wird seine Wirkung letztendlich vor Gericht beweisen müssen, wenn betroffene Unternehmen klagen", betont die SAARBRÜCKER ZEITUNG.
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"Wenn die Lebensmittelsicherheit verbessert werden soll, braucht der Bund mehr koordinierende Kompetenzen", meint die Zeitung DIE WELT.
"Und wenn die Schlagkraft der Länder verbessert werden soll, dürfen ihre Verbraucherschutzministerien nicht aufgelöst werden. Die je nach Bundesland auf verschiedene Ministerien aufgeteilten Kompetenzen müssen wieder gebündelt werden, und nach dem bewährten Vorbild anderer Ressorts ist eine Verbraucherschutzministerkonferenz von Bund und Ländern einzurichten", verlangt DIE WELT.
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Die BADISCHE ZEITUNG stellt fest:
"Einige Bundesländer sperren sich gegen bundesweite Standards bei der Lebensmittelüberwachung. Die wären aber sinnvoll. Hier grüßt der Föderalismus. Auch Verbraucherschutzminister Seehofer ist nicht aus dem Schneider: Nach seinem Verbraucherinformationsgesetz können Firmen Auskünfte gegenüber dem Bürger verhindern: Geschäftsgeheimnis. Anderswo, in Dänemark, müssen Prüfberichte im Schaufenster ausgehängt werden. Bis die Politik endlich ihren Pflichten nachkommt, kann man dem Verbraucher - zum hunderttausendsten Mal - nur raten, seine Lebensmittel nicht aus der Schnäppchentiefkühltruhe zu fischen, sondern sie dort zu kaufen, wo er annehmen kann, nicht um Geld und Gesundheit betrogen zu werden." |
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Goldfisch5 Specialist
Anmeldungsdatum: 08.12.2005 Beiträge: 74
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Verfasst am: 2.Sep 2006 23:52 Titel: |
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Keine Frage, ekliger gehts wohl wirklich nicht. Aber letztlich ist der sog. Verbraucher auch mitschuldig.
Vor ein paar Jahren lautete der Skandal auf "rücksichtslose Tiertransporte". Tierquälerei etc etc. Ein Aufschrei, Aufklärung, Gelob der Besserung. Das Versprechen, die Tiere werden künftig nicht geschlachtet, sondern totgeküsst. Und traurige Tiere die nicht geschlachtet werden wollen kommen nicht in den Handel, sondern auf die Weide, bis sich deren Meinung ändert.
Soweit die Theorie. Aber wehe, die wackere Hausfrau oder der sog. Verbraucher soll 50 Cent mehr pro Kilo zahlen, nur da die Tiere nun glücklicher geschlachtet wurden.
Herr Callies sagte oben so schön: "Döner 99 Cent" --> iss disch satt.
Solange die wackere Hausfrau und der sog. Verbraucher nur fordert, und nicht bereit ist, für Qualität auch etwas mehr zu bezahlen, wird es solche Skandale immer geben. Der nagelneue Ferrari zum Trabbi-Preis bleibt eine ebensolche Illusion.
In diesem Sinne: guten Appetit  |
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unmucra Specialist
Anmeldungsdatum: 19.08.2005 Beiträge: 119 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 4.Sep 2006 12:24 Titel: |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 5849
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Verfasst am: 5.Sep 2006 11:06 Titel: |
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Das sei ja gerade die Masche des Großhändlers Bruner aus Bayern gewesen, dass er um Jahre überlagerte Ware in tiefgekühltem Zustand als unbedenklich verkaufte - erklärte Ralph Schreiber, Sprecher des sächsischen Sozialministeriums.
Die maximale Tiefkühlzeit ist vorgeschrieben.
"Rind darf höchstens 18 Monate, Schaf zwölf, Schwein sechs und Geflügel auch 18 Monate bei einer Temperatur von minus 18 Grad Celsius aufbewahrt werden", zitiert Jochen Heimberg, Sprecher des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, aus der Fleischhygieneverordnung.
Er stellte klar, dass überlagerte Tiefkühlware nicht gesundheitsgefährdend, aber genussuntauglich sei. Sie falle durch Ekel erregende, matschige Konsistenz auf.
(DNN) |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 5849
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Verfasst am: 6.Sep 2006 9:04 Titel: |
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Münchner Fleischgroßhändler begeht Selbstmord
(AFP) - Der im Mittelpunkt des bayerischen Gammelfleisch-Skandals stehende Münchner Großhändler hat Selbstmord begangen. Der 74-Jährige sei erhängt in seiner Wohnung gefunden worden, sagte eine Sprecherin der Münchner Polizei. |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 5849
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Verfasst am: 22.Sep 2006 16:28 Titel: |
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Behörden müssen Gammelfleisch-Firmen nennen
Der Bundesrat hat den Weg für das umstrittene Verbraucherinformationsgesetz freigemacht. Als Konsequenz aus mehreren Gammelfleischskandalen sollen Behörden dazu verpflichtet werden, die Namen von Firmen oder Produkten zu veröffentlichen.
Bisher lag die Nennung der Firmen im Ermessen der Behörden. Neu ist außerdem, dass Herstellernamen auch dann genannt werden dürfen, wenn die Erzeugnisse nicht mehr auf dem Markt oder bei den Verbrauchern vorhanden sind. Mit der bisherigen Regelung waren besonders umtriebige Betrüger belohnt worden. Denn sie durften öffentlich nicht genannt werden, wenn die Ware bereits verkauft war.
Darüber hinaus bekommen Verbraucher erstmals das Recht, auf Informationen über Lebensmittel und Bedarfsgegenstände zuzugreifen, die bei Behörden des Bundes und der Länder vorliegen. Beispielsweise können sie bei den zuständigen Ämtern nachfragen, wie die Pestizidbelastung von bestimmten Gemüsesorten oder die Abfüllpraxis bestimmter Unternehmen bei Fertigverpackungen ist. Der Anwendungsbereich des Gesetzes erstreckt sich auf Lebensmittel, Futtermittel, Wein, Kosmetika und Bedarfsgegenstände wie zum Beispiel Bekleidung, Lebensmittelverpackungen oder Reinigungsmittel.
Die Verbraucherschützer von Foodwatch protestierte vor dem Bundesrat gegen das Verbraucherinformationsgesetz. Sie kritisierten vor allem die vielen Ausnahmen und das ihrer Meinung nach bürokratische Auskunftsverfahren. „Mündigen Bürgern müssen alle bei Behörden verfügbaren verbraucherrelevanten Informationen über Firmen und Produkte zeitnah öffentlich zugänglich sein“, forderte Foodwatch.
Quelle:Handelsblatt |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 5849
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Verfasst am: 23.Sep 2006 5:38 Titel: |
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Deutschland, einig Ekelland
Nirgendwo sind Nahrungsmittel so billig, nirgendwo sind die Käufer so anspruchslos wie in Deutschland. Der deutsche Lebensmittelmarkt gilt als Resterampe Europas. Die Regierung preist ihr Verbraucherinformationsgesetz. Ändern wird sich nichts.
Wer abends in Deutschland in den Supermarkt kommt, den packt oft das Grauen: Halbvergammeltes Gemüse siecht in Plastikkisten seinem Ende entgegen, Fruchtfliegen umschwirren die "Frischetheke", manchmal riecht es nach saurer Milch. Immerhin: Billig ist es. Anders im Ausland: Auswahl und Qualität sind in französischen, polnischen und belgischen Supermärkten deutlich besser, die Waren frisch - und teurer als in Deutschland.
Deutschland gilt unter den Lieferanten als Restemarkt. Bärbel Höhn, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen, erzählt von Veterinären, die sagen, Deutschland sei ein Markt für Gammelfleisch, Matthias Wolfschmidt vom Verbraucherverband Foodwatch berichtet von Gemüsehändlern, die sagen: Die besten Tranchen gehen nach Frankreich, in die Schweiz, nach Großbritannien. Was übrig ist, kommt nach Deutschland. Und das wird sich so bald nicht ändern - auch mit dem Verbraucherinformationsgesetz nicht.
Die Auswirkungen der Regelung dürften sich tatsächlich im Rahmen halten. Anforderungen an die Nahrungsmittelindustrie formuliert es nicht. Wie der Supermarkt um die Ecke bei der letzten Lebensmittelkontrolle abgeschnitten hat, mit welchen Futtermitteln das Fleisch in der Wurst entstand und wie hoch die Pestizidbelastung bei Obst ist, das erfährt der Kunde auch in Zukunft nicht. Stattdessen legt der Entwurf fest, dass der Bürger auf Anfrage Auskunft erhält. Das aber auch nur dann, wenn er ein schriftliches Verfahren einhält und mindestens vier Wochen warten kann - falls der Behörde überhaupt Informationen vorliegen.
Noch viel länger dauert der Prozess, wenn das betroffene Unternehmen nicht mit der Veröffentlichung einverstanden ist. Im Gesetz wird nämlich festgelegt, dass ein laufendes Verwaltungsverfahren die Freigabe blockiert - und so ein Verwaltungsverfahren kann das Unternehmen mit einem noch so abwegig begründeten Widerspruch gegen die Veröffentlichung selbst herbeiführen. Bis zum Ende des Verfahrens können in diesem Fall Jahre vergehen. Deutlicher kann eine gesetzliche Aufforderung zur Verfahrensverschleppung kaum ausfallen.
Der Bundesverband für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL) agitierte trotzdem gegen den Entwurf. Das Geschäftsgeheimnis der Hersteller sei in Gefahr, wird argumentiert, und Seehofer machte sich diese Argumentation in der Vergangenheit zu eigen, als er sagte, das Gesetz sei "ein gelungener Kompromiss zwischen Verbraucherschutz und den schützenswerten Interessen der Unternehmen".
Ein fadenscheiniges Argument. Kunden wollen nicht wissen, wie das Rezept für den Jogurt oder die Feinschmecker-Leberwurst im Detail aussieht. Sie wollen wissen, ob Schädlingsbekämpfungsmittel eingesetzt wurden, Gen-Futter bei der Herstellung verwendet wurde oder im betreffenden Betrieb BSE-Fälle auftraten. "Die Unternehmen haben eine panische Angst davor, Informationen transparent zu machen", bestätigt Corinna Hölzel, Verbraucherexpertin bei Greenpeace. Für sie ist das VIG ein "Feigenblattgesetz". "Mit der Berufung auf das Betriebsgeheimnis können die meisten Anfragen abgeblockt werden", so Hölzel.
Quelle:FTD |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 5849
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Verfasst am: 19.Okt 2006 11:31 Titel: |
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Das Buch zum Steak – »Die Fleischmafia« guckt über den Tellerrand und enthüllt üble Geschäftemacherei.
Von Sabine Sütterlin
| Zitat: |
Grünlich schimmerndes Hack oder uralte Rumpsteaks, deren muffiger Geschmack von würziger Marinade getarnt wird – das ist widerlich, klar. Daran gestorben ist glücklicherweise noch niemand. Und wer nicht essen will, was ihm eine von rasendem Preisdumping angetriebene Industrie auf den Teller schmuggeln will, hat außerdem beim Einkauf die freie Wahl – und bald auch noch ein neues Verbraucherschutzgesetz, das Transparenz schaffen soll.
Bauchgrimmen müsste dem Verbraucher indes verursachen, was in der aktuellen Berichterstattung über die ungeheuerliche Schlamperei in Schlachtbetrieben nur am Rande Erwähnung findet: dass bei der Herstellung solcher Erzeugnisse die Menschenrechte oft mit Füßen getreten werden.
Der Journalist Adrian Peter, damals freier Mitarbeiter, heute stellvertretender Chefredakteur der ARD-Sendung Report Mainz, erhielt im Frühsommer 2003 von einem Zuschauer den Hinweis, rumänische Arbeiter würden in deutschen Schlachthöfen zu Hungerlöhnen ausgebeutet. Im Zuge seiner Nachforschungen stieß Peter nebenher auf unsägliche hygienische Zustände und auf Anordnungen, nach denen die Arbeiter Fleisch mit abgelaufenem Haltbarkeitsdatum umpacken mussten, um es als Frischware an Billiganbieter zu liefern. Vor allem aber entdeckte Peter, dass die Fleischbranche »in einem Maße für Kriminalität anfällig (ist), wie man es sonst eher aus dem Rotlichtmilieu kennt: Gewerbsmäßiger Betrug, Körperverletzung, illegaler Waffenbesitz, Menschenhandel, Dokumentenfälschungen, Drogenhandel, Brandstiftung sind nur einige der Delikte, auf die ich im Laufe der Jahre bei meinen Recherchen stieß.«
Seine Erkenntnisse präsentierte Peter in verschiedenen Sendungsbeiträgen und Anfang dieses Jahres in dem Fernsehfilm Die Fleischmafia. Jetzt hat er sie zum Nachlesen aufbereitet – wie bestellt zu den jüngsten Gammelfleischfunden. Nüchtern und sachlich dokumentiert der Autor Ortstermine und Aktenfunde, Interviews mit Staatsanwälten und Lebensmittelkontrolleuren, mit Managern und Subunternehmern – die hier endlich einmal beim Namen genannt werden – und mit Arbeitern, von denen manche lieber anonym bleiben. Die Lektüre raubt einem fast den Atem.
Die gesetzliche Regelung der Dienstleistungsfreiheit im größer gewordenen Europa bietet Schlupflöcher, die von kriminellen Elementen skrupellos ausgenutzt werden: Firmen im Ausland müssen dort von Rechts wegen einen funktionierenden Schlachthof betreiben, um Aufträge aus Deutschland annehmen zu können. Vor Ort fand Adrian Peter jedoch oft nur eine Briefkastenadresse. Nach den Sozialabkommen mit den osteuropäischen Ländern dürfen deutsche Unternehmen festgelegte »Kontingente« von Arbeitern für eine begrenzte Zeit beschäftigen, die von Rechts wegen deutsche Löhne erhalten sollen. De facto ist daraus ein regelrechter Menschenhandel entstanden, bei dem Polen, Rumänen und andere Osteuropäer für Hungerlöhne Knochenarbeit am Fließband verrichten, in engen Unterkünften eingepfercht und durch drastische Einschüchterungsmaßnahmen zum Kuschen gebracht werden. Als einige Rumänen die paar Euro Gehalt einzufordern wagen, die ihnen zustehen, rücken sogar mit Baseballschlägern bewaffnete Prügler an. Und wenn es in der Produktion Probleme gibt, wenn etwa wegen Lohndumpings oder überlangen Arbeitszeiten ermittelt wird, dann waschen die Unternehmer, wie ein Staatsanwalt sagt, »die Hände in Unschuld und sagen, das ist nicht unser Problem, wir wissen nicht, was bei dem Subunternehmer los ist«.
Die gnadenlose Ausbeutung osteuropäischer Arbeiter zeige, dass die wenigsten Fleischbosse ein soziales Gewissen besäßen, schreibt Adrian Peter: »Dass sie verantwortungsvoller mit dem Produkt Fleisch oder dem Verbraucherschutz umgehen, ist insofern kaum zu erwarten.« |
Adrian Peter: Die Fleischmafia
Kriminelle Geschäfte mit Fleisch und Menschen; Econ Verlag, 2006; 210 S., 16,95 €
(DIE ZEIT) |
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dls-24 Insider

Anmeldungsdatum: 27.02.2006 Beiträge: 566 Wohnort: Österr. /DAN u. LG/Niedersachsen
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Verfasst am: 19.Okt 2006 16:22 Titel: |
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Wen wundert's
1 kg Rehrücken für NUR 9,99 Euro in der Supermarktheke!
Wie oft angetaut, steht da aber nicht drauf!
Wenn ich mein Wild( Wildschwein z.B.) zum Wildhändler bringe, bekomme ich grade einmal 1,- bis 2,- euro.
Darauf verzichte ich und viele Jäger auch! Wir behalten das Wild und vermarkten es selbst an Stammkunden.
Verkaufe ich es privat, erhalte ich auch kaum mehr als es im Supermarkt kostet.
Dabei ist die Ware frisch und sauber!
Aus dem Wald, in die Kühlkammer und zum Konsumenten.
Was nicht sofort Abnehmer findet, wandert nach spätestens 3 Tagen in der Gefriertruhe und
nach 6 Monaten in die Wildsalami
Wenn man sich den Weg vom Australischen Wildschwein vorstellt !
Kein Wunder, wenn Gammelfleisch in Umlauf kommt, denn aus der Praxis weis ich, dass ein Lebensmittelkontrollör z.B. einen gastronomischen Betrieb NUR einmal im Jahr aufsuchen muß!
Dabei wird hauptsächlich auf Sauberkeit im Betrieb geachtet, kaum jemand kontrolliert die Frostwaren auf Ablaufdaten.
Ob Dönner, oder viele andere exotische Betriebe - allen schmeckt es dort
Die Gewürze machen's her und niemand merkt, dass das Fleisch normalerweise nicht mehr genießbar wäre.
Bratwurst aus groben Hack gibt es kaum noch nur feinszerkleinertes Wurstbret, Würstchen aus Brei, da kann man ALLES drinn verarbeiten!
Nicht zu vergessen: Festgemachtes Wasser
Die gesetzlichen Fristen sind ohnehin ein Witz!
Die Mode und Medien bestimmen was gegessen wird!
Mc ? oder wie heißt der Laden, ist für Kinder heute fast nicht mehr wegzudenken.
Ein deftiges "geräuchertes" verursacht bei vielen Brechreitz, es gibt auch keinen Fettrand mehr am Braten, es muß heute alles mager und ohne Fett sein!
Eine Kette ohne Ende! Der ganze Handel, der Verwaltungsaparat, alles ist möglich weil der "blöde" Konsument sich von der Werbung beeinflussen und lenken läßt! _________________ Achtung:KEINE GEWÄHR, dieser Beitrag GIBT NUR MEINE PERSÖNLICHE MEINUNG WIEDER UND DARF NICHT ALS RECHTSBERATUNG MISSVERSTANDEN WERDEN.
ggf. konsultieren sie einen Rechtsanwalt.
Keine Dienstleistung ist kostenlos- Die Erstberatung ist grundsätzlich kostenfrei
freundlichst - Johann Zöchling - DLS-24
www.dls-24.de -- dls-24@freenet.de
Ich helfe ihnen individuell – schnell – kompetent – und preiswert |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 5849
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Verfasst am: 23.Okt 2006 9:19 Titel: |
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Prozess gegen Fleischhändler Berger hat begonnen. Wurde er von den bayerischen Behörden beschützt?
Einst war Karl Heinz Berger Deutschlands größter Wildfleischhändler, seit Mittwoch steht er in Landshut vor Gericht. Dem Geschäftsführer des mittlerweile insolventen Betriebes "Berger-Wild" werden gewerbsmäßiger Betrug und Verstöße gegen Lebensmittelvorschriften vorgeworfen.
Unter anderem soll Berger 96 Tonnen mit Hirschfleisch verschnittenen Elchgulasch geliefert haben. Empfänger der gestreckten Ware: Unter anderem Ikea. In anderen Fällen soll Berger die Haltbarkeitsdaten der Tiefkühlwaren verlängert haben, so habe er im Dezember 2005 bereits abgelaufene Rehrücken umetikettiert. Das neue Mindesthaltbarkeitsdatum: 1. November 2007.
Für Bergers Anwalt Hartmut Finger sind das unhaltbare Vorwürfe. Nach der Anklageverlesung forderte er gestern - vergeblich - die Einstellung des Verfahrens. Die ganze Angelegenheit sei von der bayerischen Staatsregierung "aufgepeitscht" worden und inzwischen in eine "Hexenjagd" ausgeartet.
Dabei hat Berger sowieso jahrelang Glück gehabt - oder vielleicht auch Protektion von Behörden genossen.
Aufgeflogen war sein Treiben erst im Januar dieses Jahres - 18 Monate hatte das erste Beweismaterial aus dem Jahr 2004 bis dahin bei der Kriminalpolizei und der Staatsanwaltschaft vor sich hin gegammelt.
In diesen E-Mails, die schließlich doch zu einer großangelegten Razzia führten, ist Unappetitliches dokumentiert. "Soll ich wirklich aus Wildenten Fasane machen?", fragt jemand, woanders ist die Rede von delikaten Ratten.
Bei der Durchsuchung am 16. Januar dieses Jahres waren dann selbst die Ermittler von den Produktionsmethoden angewidert: Messer, die mit Fasanendarm in Kontakt gekommen waren, wurden nicht zwischengereinigt. Das Waschbecken war außer Betrieb, Schimmel an Decken und Wänden, und die Türgriffe warten "mit Blut und Fett" verschmiert.
Während vor der Wirtschaftskammer des Landshuter Landgerichts in erster Linie geklärt wird, ob Berger schuldig ist, kümmert sich parallel ein Untersuchungsausschuss des Bayerischen Landtags um die Frage, wieso der Informationsfluss so träge lief, ob die Behörden verstrickt waren und wieso gar manche Lebensmittelkontrollen bei "Berger-Wild" angekündigt waren.
Denn Hinweise auf Unstimmigkeiten gab es genügend. Bereits im September 2004 hatte der stellvertretende Chef des Passauer Veterinäramtes Johannes Hölzl die Staatsanwaltschaft gewarnt, dass bei "Berger-Wild" Umsatz an erster Stelle stünde.
(taz) |
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leuchte Specialist
Anmeldungsdatum: 22.01.2003 Beiträge: 134 Wohnort: umspannwerk
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Verfasst am: 25.Okt 2006 12:00 Titel: |
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| Zitat: |
| die staatlichen Kontrolleure, die es offenbar zu oft nicht schaffen, stinkende Geschäfte mit vergammeltem Fleisch zu unterbinden. |
| Zitat: |
| sollen Behörden dazu verpflichtet werden, die Namen von Firmen oder Produkten zu veröffentlichen. |
Es gibt Länder, da hängen die Protokolle an der Eingangstür.
So sollte es hier auch sein. Da sieht es der Verbraucher gleich.
Heute die neue Meldung.
| Zitat: |
| Das Roastbeef schimmerte schon grünlich, roch Ekel erregend. Trotzdem lieferte ein Zerlegebetrieb in Hamburg das Fleisch an eine Gaststätte. |
Und was fehlt? Namen, Anschriften!
| Zitat: |
Die Spur führte zu einer Hamburger Schlachterei. Bei einer Razzia in dem Unternehmen entdeckten die Ermittler rund 5,5 Tonnen verdorbenes Fleisch.
„Das Mindesthaltbarkeitsdatum war abgelaufen, in einem Fall bereits am 18.10.04“, heißt es im Polizeibericht. |
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Mr_Durchschnitt Pathfinder
Anmeldungsdatum: 01.10.2004 Beiträge: 308
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Verfasst am: 25.Okt 2006 19:54 Titel: |
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...........sowas wird auch nie aufhören - die Verlockung damit richtig Kohle machen zu können lässt alle Skrupel verschwinden.
....und es gibt genug Gaststätten denen das Wasser bis zum Hals steht, da kommt Billig Fleisch gerade richtig. Etwas Paprika und Chilli drüber - passt schon........am Tisch der Kellner dann zum Gast:::
hats gschmäckt?
Der Gast:::
ja vorzüglich
Mahlzeit
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kober Specialist
Anmeldungsdatum: 30.09.2003 Beiträge: 60
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Verfasst am: 30.Okt 2006 20:15 Titel: |
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| Mr_Durchschnitt hat folgendes geschrieben:: |
| ...........sowas wird auch nie aufhören - |
Wie Recht Sie haben. Die Strafen zu gering, die Verursacher werden geschützt.
| Zitat: |
Haltbarkeitsdatum seit fünf Jahren abgelaufen
In Niederbayern ermittelt die Staatsanwaltschaft in einem neuen Gammelfleisch-Fall. Wer sich schnell ekelt, sollte an dieser Stelle lieber nicht weiterlesen.
Kontrolleure haben bei einer Gastronomie-Handelsgesellschaft in Niederbayern verdorbene Ware entdeckt. Sie fanden in dem Betrieb im Landkreis Regen muffige Fischfilets, Hähnchen und Schweinshaxen mit Gefrierbrand. Das Mindesthaltbarkeitsdatum sei zum Teil seit 2001 abgelaufen gewesen.
Der Leiter der Niederlassung steht nach Polizeiangaben in Verdacht, nicht zum Verzehr geeignete Lebensmittel in den Handel gebracht zu haben. Zwei Tonnen Lebensmittel wurden zur Überprüfung sichergestellt.
Die Kontrollen waren nach einem anonymen Hinweis aus der Bevölkerung veranlasst worden. |
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Brendle Insider
Anmeldungsdatum: 27.11.2002 Beiträge: 572
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Verfasst am: 1.Nov 2006 12:23 Titel: |
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Hallo,
einem verurteilten Lebensmittelhändler, der schwere Straftaten wie diese Gammelfleischgeschichte begangen hat, sollte auf Lebenszeit die Möglichkeit eine Selbständigkeit untersagt werden.
Er hat bewiesen, dass er ohne Rücksicht auf die Gesundheit und das Leben seiner Mitmenschen kriminell handelt.
So einer ist nicht resozialisierbar
einem Wirt, der wissentlich solches Fleisch verwendet hat die Konzession ebenfalls lebenslang entzogen werden.
Abgesehen von den Strafen, die der Richter ihm aufbrummt (nicht unter 10 Jahre Gefängnis)
Grüße
Brendle |
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tifinaa * Consulter *
Anmeldungsdatum: 19.11.2003 Beiträge: 1177
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Verfasst am: 3.März 2007 17:28 Titel: |
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| Zitat: |
Einfuhrstopp für EU-Fleisch?
Moskau/Brüssel. Rußland hat am Freitag erneut mit einem Einfuhrstopp für Fleischprodukte aus der EU gedroht. Nur sechs Wochen nach einer in Berlin unterzeichneten Vereinbarung über die Fortsetzung des Handels forderte die russische Aufsichtsbehörde für Lebensmittelsicherheit von der EU neue Sicherheitsgarantien. Wenn die EU-Staaten nicht bis Ende März Dokumente über die Überwachung ihrer Exporte vorlegten, werde ein Einfuhrstopp verhängt.
Die russische Lebensmittelaufsicht begründete ihre Drohung damit, daß aus der EU mehrere Fisch- und Fleischlieferungen eingetroffen seien, die die russischen Hygienestandards nicht erfüllten. In ihrer Presseerklärung wurden mehrere Fälle aus dem Jahr 2006 aufgelistet. Aber auch in diesem Jahr seien trotz russischer Warnungen einige Produkte geliefert worden, die nicht in Ordnung seien.
Bereits Ende 2005 hatte Rußland ein Einfuhrstopp für landwirtschaftliche Produkte aus Polen verhängt, das trotz zahlreicher Vermittlungsbemühen der EU-Kommission fortbesteht.
(AP) |
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