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GoMoPa .

Anmeldungsdatum: 25.01.2002 Beiträge: 2266
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Verfasst am: 10.Aug 2006 5:54 Titel: Ex-Comroad-Chef muß noch mehr zahlen |
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Auch gut dreieinhalb Jahre nach der Verurteilung von Comroad-Chef Bodo Schnabel zu sieben Jahren Haft wegen gewerbsmäßigen Betrugs, Kursbetrugs und Insiderhandels hat die Münchner Rechtsanwaltskanzlei Rotter für neun Privatanleger Schadenersatz von mehr als 100.000 Euro zugesprochen bekommen. Drei Klagen im Volumen von knapp 1,5 Mio. Euro sind noch anhängig, berichtet Rechtsanwalt Felix Weigend.
Zuvor hatte sich Comroad mit den meisten Opfern, überwiegend Privatanlegern, mit rund acht Mio. Euro verglichen. Der Freistaat Bayern holte sich inzwischen von Schnabels Privatvermögen - das von Experten auf einen dreistelligen Millionenbetrag geschätzt wird - 20 Mio. Euro. Schnabels Frau wurde damals der Beihilfe überführt, erhielt aber wegen ihres Kindes nur eine Bewährungsstrafe.
Comroad zählte bis 2002 zu den schillerndsten Neuen-Markt-Unternehmen. Leider machte es nur keinen Umsatz. Den erfand Schnabel daher selbst und ließ die ordnungsgemäßen Verbuchungen dieser Luftnummern in der Bilanz von der Prüfungsgesellschaft KPMG testieren. Daß der Riesenbetrug überhaupt aufflog, ist nicht der Börsenaufsicht zu verdanken, sondern vielmehr einer aufgeweckten Redakteurin von "Börse Online" und einem anderen Filou des Neuen Marktes, Egbert Prior. Der selbsternannte Börsenguru ließ über den damaligen hessischen Staatskommissar Klaus-Dieter Benner Strafanzeige bei der Münchner Staatsanwaltschaft stellen und brachte damit den Stein ins Rollen. |
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