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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6451
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Verfasst am: 21.Okt 2006 12:59 Titel: Flaschenpfand: Profifälscher wollen Kasse machen |
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Das deutsche Einwegpfand-System hat seinen ersten professionell vorbereiteten Betrugsfall. Wie die Lebensmittel Zeitung (LZ) in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet, wurde eine Bande von Profifälschern in Schleswig-Holstein festgesetzt.
Sie wollten 150.000 neu produzierte PET-Flaschen, deren Etiketten und Barcode gefälscht waren, über Leergutautomaten in das Pfandsystem einschleusen. Die Menge entspricht einem Pfandwert von knapp 38.000 Euro.
Laut der Staatsanwaltschaft Itzehoe wurden drei Männer, die eigenen Aussagen zufolge von einem Osteuropäer angeheuert worden waren, auf einem Aldi-Parkplatz festgenommen.
Anschließend wurden die in einer Halle gelagerten Fälschungen sichergestellt. Offen ist, so bestätigt laut LZ die Deutsche Pfandsystem (DPG) GmbH, ob es sich um einen Einzelfall handelt oder ein kriminelles Netzwerk dahintersteckt.
Die Plagiate einer Traubenschorlen-Flasche des Discounters kommen Polizei-Informationen zufolge aus Litauen. Die vertriebslinienübergreifende Rücknahme von bepfandetem Einweg-Leergut war zum 1. Mai 2006 unter Führung der Berliner DPG ohne eine zusätzliche Sicherung des vergleichsweise hohen Pfandwertes von 25 Cent pro Gebinde gestartet. Obgleich eine zusätzliche Sicherheitstechnik zum 1. Oktober greifen sollte, ist die entsprechende Technik bis dato nur in wenigen Geräten installiert. Das Pfandgeld wird allein auf Basis des Barcodes, der im aktuellen Fall gefälscht war, ausbezahlt. |
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HoOps Specialist
Anmeldungsdatum: 06.08.2005 Beiträge: 97
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Verfasst am: 27.Okt 2006 7:19 Titel: Geschäftsidee |
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Wieder einmal eine lukrative Geschäftsidee. Eingeleutet von der Regierung der BRD. Flaschenpfand gibt es nicht überall.
So ist beispielsweise Spanien frei vom Pfandsystem. Die Bürger Spaniens gehen mit "Müll" einfach besser um. Das mag an der Erziehung liegen.
Den Müll, den man an Stränden findet - ist oftmals von Touristen...
Übrigens, schon gewusst: Im Nachbarland Dänemark müssen Arbeitslose für Ihr Geld arbeiten. So gibt es in Dänemark angelegte Parks mit kostenfreien Eintritt, die von Erwerblosen gereinigt und versorgt werden (Bsp. Madsen Park). Sollten sie sich weigern - gibts keine Kronen.
Denkt mal drüber nach... |
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hdschulz * Consulter *
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 1011
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Verfasst am: 27.Okt 2006 9:30 Titel: |
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Einwegflaschen und Giftschlangen
Von Sascha Tamm, (Institut für Unternehmerische Freiheit), 26.10.2006:
Wie die FAZ heute berichtet, wird das deutsche Pfandsystem für Einwegflaschen von Kriminellen in großem Maßstab genutzt, um Geld zu verdienen. Sie produzieren Flaschen, fälschen die darauf enthaltenen Codes und geben Sie in deutschen Supermärkten ab. Natürlich ist das ein zu verfolgender Straftatbestand. Allerdings könnten sich doch Handel und Getränkeindustrie freuen - sie bekommen viele neue, unbenutzte Flaschen zugeliefert.
Da liegt allerdings der Haken des ganzen Systems: Das Wort Pfand ist irreführend. Ein Pfand zahlt man gewöhnlich für etwas Wertvolles, das der Eigentümer wieder haben will. Doch hier geht es um Einwegflaschen. Die können gar nicht wieder verwendet werden - wie der Name schon sagt. Der Anreiz für Kriminelle entsteht dadurch, dass die Produktionskosten weit weniger als die Hälfte des Pfandes betragen. Es passiert etwas für solches wohlmeinendes staatliches Handeln Typisches: Es werden mehr und nicht weniger Einwegflaschen produziert, sie werden über weite Wege transportiert, kreative Formen der Kriminalität werden geschaffen.
Das erinnert an eine Begebenheit aus Indien: Dort wurden Prämien für das Töten von Giftschlangen ausgesetzt, die man erhielt, wenn man die Köpfe der getöteten Schlange bei einer staatlichen Stelle abgab. Was entstand? Genau: Giftschlangenfarmen.
Homepage des IUF:
http://www.iuf-berlin.org/ |
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sualkchees Newbie
Anmeldungsdatum: 12.01.2005 Beiträge: 49 Wohnort: Hessen
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Verfasst am: 27.Okt 2006 9:38 Titel: |
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| hdschulz hat folgendes geschrieben:: |
Einwegflaschen und Giftschlangen
Von Sascha Tamm, (Institut für Unternehmerische Freiheit), 26.10.2006:
Wie die FAZ heute berichtet, wird das deutsche Pfandsystem für Einwegflaschen von Kriminellen in großem Maßstab genutzt, um Geld zu verdienen. Sie produzieren Flaschen, fälschen die darauf enthaltenen Codes und geben Sie in deutschen Supermärkten ab. Natürlich ist das ein zu verfolgender Straftatbestand. Allerdings könnten sich doch Handel und Getränkeindustrie freuen - sie bekommen viele neue, unbenutzte Flaschen zugeliefert.
Da liegt allerdings der Haken des ganzen Systems: Das Wort Pfand ist irreführend. Ein Pfand zahlt man gewöhnlich für etwas Wertvolles, das der Eigentümer wieder haben will. Doch hier geht es um Einwegflaschen. Die können gar nicht wieder verwendet werden - wie der Name schon sagt. Der Anreiz für Kriminelle entsteht dadurch, dass die Produktionskosten weit weniger als die Hälfte des Pfandes betragen. Es passiert etwas für solches wohlmeinendes staatliches Handeln Typisches: Es werden mehr und nicht weniger Einwegflaschen produziert, sie werden über weite Wege transportiert, kreative Formen der Kriminalität werden geschaffen.
Das erinnert an eine Begebenheit aus Indien: Dort wurden Prämien für das Töten von Giftschlangen ausgesetzt, die man erhielt, wenn man die Köpfe der getöteten Schlange bei einer staatlichen Stelle abgab. Was entstand? Genau: Giftschlangenfarmen.
Homepage des IUF:
http://www.iuf-berlin.org/ |
Das Problem oder die Idee ist doch wo ganz anders entstanden.
Der Handel ist doch der Übeltäter.....
Diese Damen und Herren haben doch eine ganz einfache Rechnung aufgemacht:
Der Kunde zahlt für das Einwegzeug...... und bringt es (hoffentlich)sowieso nicht mehr zurück... weil viele Menschen eben bequem sind oder die Sache garnicht richtig raffen.
Also, kassiert der Handel das Geld ab......für die Teile die nicht mehr zurückkommen... und betet täglich, daß möglichst nichts zurückkommt....denn dann lacht der Geldbeutel !!!
Nun haben sich ein paar schlaue Köpfe gefunden, die das System aushebeln.
Lieben Gruß
Sualkchees |
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hdschulz * Consulter *
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 1011
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Verfasst am: 27.Okt 2006 10:06 Titel: |
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| sualkchees hat folgendes geschrieben:: |
Das Problem oder die Idee ist doch wo ganz anders entstanden.
Der Handel ist doch der Übeltäter..... |
Keineswegs - das Problem entstand in den Köpfen unserer grünen Weltverbesserer.
Warum soll eigentlich jemand ein Übeltäter sein, der gar nichts Übles tut, sondern nur abwartet? |
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sydorle Specialist
Anmeldungsdatum: 15.12.2003 Beiträge: 227 Wohnort: GB / E / D
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Verfasst am: 28.Okt 2006 5:19 Titel: Muell in Spanien |
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Hallo "HoOps",
Sie haben sich auf das bessere Verantwortungsgefuehl der Spanier bezogen, der herum liegende Muell sei eher von Touristen.
Dies konnte ich leider nicht so beobachten. Im Gegenteil, wenn die Muell-Sammelstelle zu weit vom Haus entfernt liegt, schuettet man eben einen Haufen auf und zuendet den 1-2 mal im Jahr einfach an. Organische Reste werden von den unzaehlichen Katzen, Hunden etc. vertilgt (na, ist ja auch eine Art von Recycling, vielleicht sogar die bessere).
Und einen Vorteil hat das Spanische Muellsystem auf jeden Fall: es wird taeglich geleert, und zwar nachts.
Aber dass die Spanier "disziplinierter" waeren in Muellfragen als die Deutschen, das stammt wohl eher aus dem Reich der Fabel.
Gruss Karin |
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HoOps Specialist
Anmeldungsdatum: 06.08.2005 Beiträge: 97
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Verfasst am: 28.Okt 2006 7:05 Titel: Re: Muell in Spanien |
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| sydorle hat folgendes geschrieben:: |
| ... Aber dass die Spanier "disziplinierter" waeren in Muellfragen als die Deutschen, das stammt wohl eher aus dem Reich der Fabel. |
Wer spricht von Disziplin?
Müll ist in fast jedem Land ein Problem und liegt unter anderem an Erziehung und Bildung (PISA-Studie).
Natürlich müssen auch die Voraussetzungen für "Müll" geschaffen sein. So wird im afrikanischen Busch, wo Bildung nicht hoch sein muss (in unseren Sinne) kaum Plastikmüll und ausgediehnte Batterien zu finden sein.
Nun sind wir aber weit abgeschweift vom Pfandsystem und deren Unterwanderung
Wo Sie gerade so schön von Recycling reden. Auch das System "gelber Sack" in der BRD ist uneffektiv, da teuer. Moderne Müllbeseitigungsanlagen (MBA) können heutzutage Müll viel besser trennen. Wie oft landet im Recycling Sack auch etwas das dort nicht reingehört. Das wird unter kostenaufwand (menschlich oder maschinlich) aussortiert.
Regional wird schon über die Abschaffung des Systems gesprochen. Der Effekt wäre fatal. Denn sollte es den "Sack" an den Kragen gehen, also nicht mehr geben - wäre der Müllproduzent (wir) genötigt, größere Mülltonnen vorzuhalten. Die Kosten dafür würden auf die Mieter (oder Eigentümer von Wohnraum) umgelegt. Den MBA's würde es freuen. Zudem würden wieder Arbeitsplätze entfallen.
Trotzdem vielen Dank für Ihren "vor Ort" Bericht. Ich sehe die Sache tatsächlich manchmal von der touristischen Seite.
Viele Grüße nach GB, D, und E  |
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sydorle Specialist
Anmeldungsdatum: 15.12.2003 Beiträge: 227 Wohnort: GB / E / D
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Verfasst am: 28.Okt 2006 9:08 Titel: Nochmaliger Widerspruch |
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Hallo HoOps,
noch ein Widerspruch: 1988 war ich in Syrien (keine Reisegruppe, sondern mit Gelaendewagen querfeldein). Nie vorher hatte ich so viele leere Plastikflaschen in der Wueste herumfliegen sehen wie dort. Wirklich, wenn man hinter einer Duene mal ein "stilles Oertchen" aufsuchen wollte, flogen einem Plastikflaschen um die Beine. Und dies echte 200km Luftlinie von der naechstgelegenen Ortschaft entfernt.
Und mittlerweile findet man auch Aldi-Plastiktueten an der Aegyptisch/ Sudanesischen Grenze, selbst im Roten Meer in 20m Tauchtiefe noch. Es ist ein Trauerspiel.
Gruss Karin |
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tifinaa * Consulter *
Anmeldungsdatum: 19.11.2003 Beiträge: 1177
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Verfasst am: 28.Okt 2006 9:43 Titel: |
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| Zitat: |
| Es ist ein Trauerspiel. |
Ich mag nicht daran denken was meine, von meinen beiden Töchtern in Arbeit befindlichen, Enkel vorfinden werden. |
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HoOps Specialist
Anmeldungsdatum: 06.08.2005 Beiträge: 97
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Verfasst am: 28.Okt 2006 14:32 Titel: Re: Nochmaliger Widerspruch |
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| sydorle hat folgendes geschrieben:: |
| ... Nie vorher hatte ich so viele leere Plastikflaschen in der Wueste herumfliegen sehen wie dort... |
Es ist mir nicht gegeben das zu überprüfen
Auf alle Fälle haben wir das Grundthema mittlerweile völlig verfehlt *lach*.
So sind wir von Betrug über Schlangen töten und Tauchen im Roten Meer plötzlich Meilenweit weg vom Thema.
Apropos Meilenweit. Ich hätte auch gerne die Zeit (und das nötige drumherum) so viel zu Reisen.
Ich wünsche Ihnen bei einem netten Urlaubsgetränk ein schönes Restwochenende. Natürlich ebenso an tifinaa, seine Töchter und alle Mitlesenden. Mir ist gerade mal so danach alle zu knuddeln *knuddel*.
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Denk positiv - auch wenn Du Deutscher bist. |
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