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Anmeldungsdatum: 18.01.2006 Beiträge: 2942
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Verfasst am: 9.Mai 2008 7:43 Titel: Gefälschte Auto-Leasingverträge |
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Mit gefälschten Auto-Leasingverträgen hat ein Kaufmann eine Bank um rund zwölf Millionen Franken betrogen. Dafür kassiert er nun eine Freiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren.
Der heute 45-Jährige hatte von Ende 1997 bis Frühling 2001 die GE Money Bank um rund zwölf Millionen Franken erleichtert, wie aus einem heute veröffentlichten Urteil des Bezirkgerichtes Winterthur hervorgeht.
Er beantragte Kredite für den angeblichen Einkauf von Leasing-Autos für rund 240 Kunden. Diese unterzeichneten jeweils gefälschte Übergabeprotokolle für die nicht existierenden Autos. Die Unterzeichnenden glaubten aber, sie ermöglichten mit ihrer Unterschrift den Import von Personenwagen in die Schweiz. Der Angeklagte zahlte ihnen im Gegenzug bis zu 1800 Franken Provision. «Nur ich wusste, dass es keine Autos gab», sagte er vor Gericht.
Der bereits wegen Veruntreuung vorbestrafte Mann hatte sich 2001 selber gestellt und war vor Gericht voll geständig. Mit dem Geld finanzierte der Mann vor allem seinen luxuriösen Lebenswandel. Laut dem Gerichtspräsidenten verwendete er mehr als 7,2 Millionen Franken für sich persönlich. Der Verbleib von 2,5 Millionen Franken ist bis heute ungeklärt.
Höheres Strafmass gefordert
Die Staatsanwältin hatte für den 45-Jährigen fünf Jahre Freiheitsstrafe wegen gewerbsmässigen Betrugs und Urkundenfälschung gefordert. Der Verteidiger argumentierte, die geschädigte Bank habe Mitverantwortung, und forderte eine Freiheitsstrafe von drei Jahren, davon nur ein Jahr unbedingt.
Das Bezirksgericht Winterthur folgte mit seinem Urteil im Allgemeinen dem Antrag der Staatsanwaltschaft, hielt die Strafe aber tiefer. Der Verurteilte wird für den gesamten Schaden aufkommen müssen. Wie hoch dieser ist, soll in einem Zivilprozess ermittelt werden. Zudem muss der Mann die Gerichtsgebühr von mehr als 45’000 Franken übernehmen und der GE Money Bank 10’000 Franken Prozessentschädigung zahlen.
Quelle: Tagesanzeiger |
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