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Goodman *** Consulter ***
Anmeldungsdatum: 16.01.2002 Beiträge: 5416
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Verfasst am: 18.Sep 2002 15:47 Titel: Internet: Paradies für Abzocker! |
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Die nachfolgenden Hinweise können Sie werten oder bewerten wie Sie wollen - für mich ist klar: Das Internet strotzt nur so von Bauernfängern! Unsere Tipps sollen Ihnen helfen, Nepper und eventuelle Betrüger zu erkennen. Neue Erkenntnisse können laufend angefügt werden!
Wie lautet die Internet-Adresse (URL)?
Wer ein seriöses Geschäft betreibt, wird im absoluten Normalfall eine eigene Domain lösen. Beispiel: http://www.firmenname.ch! Sollten Ihnen Handelsgeschäfte über Internetseiten von Providern angeboten werden, welche gratis Webspace anbieten: Vorsicht walten lassen!
Werden Sie auf eine andere URL umgeleitet?
Mit sogenannten Umleitungsdiensten lässt sich recht einfach vertuschen, wie die aufgerufene URL tatsächlich heisst! Müssen Sie ständig kleine Werbefenster wegklicken, so ist die Möglichkeit einer Umleitung gross! Die Werbung finanziert nämlich den Umleitungsdienst!
Keinerlei 'einmalige Zahlungen' leisten!
"Damit wir Ihren geschätzten Auftrag weiterbearbeiten können, überweisen Sie uns eine einmalige Bearbeitungsgebühr von Sfr. 49.90. Diese wird nur bei Ihrem ersten Bestellvorgang fällig." Stimmt! Weitere Bestellungen werden Sie bei solchen Firmen normalerweise nicht vornehmen. Der Verdacht ist gross, dass das Geld eingesackt wird und Sie nie mehr etwas von der Firma hören. Denken Sie daran: Wenn jemand auf diese Weise eine grosse Anzahl Leute hereinleimt, ergeben sich hohe Deliktssummen. Die Betroffenen werden in der Regel angesichts des relativ geringen Betrages kaum gross reagieren!
Sie erhalten bis zu 70 Prozent Rabatt!
Ja, aber im Normalfall nur auf sogenannte 'Mondpreise'! Man rechnet Ihnen absichtlich einen falschen ursprünglichen Verkaufspreis vor und zieht davon einen riesigen Rabattsatz ab. Die Folge: Sie lassen sich zum Kauf von Ramsch überreden. Ramsch, für den sie immer noch viel zu viel bezahlen!
Und ewig lockt das Weib...
Gerne wird heute über das Auge verkauft. Die Werbung bedient sich auch im Internet vorzugsweise hübscher Frauen. Die Kontaktadressen lauten auf Damen mit wohlklingenden Namen. Titelseiten werden mit reizenden Girls verziert. Kurz: Das männliche Publikum soll umgarnt werden! Verlieren Sie ob all der knackigen Weiblichkeit nicht das eigentliche Angebot aus den Augen!
"Wir haben durch einen Absturz Ihre Daten verloren...
...bitte übermitteln uns Ihre Zugangsdaten mitsamt Passwort!" Alarmstufe rot, wenn Sie so ein Mail erhalten! KEIN Provider wird Sie auf diese plumpe Art um Daten bitten, schon gar nicht um Ihr Zugangspasswort! Auch wenn das Mail so aussieht, wie Sie es von Ihrem Anbieter gewohnt sind: Auf keinen Fall der Auffordrung nachkommen. Verständigen Sie sofort Ihren Provider und löschen Sie das erhaltene Mail nicht. Vielleicht kann man den Absender herausfiltern!
Soll ich per Kreditkarte bezahlen?
Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Auch wenn Sie sich an folgende Faustregel halten, bleibt ein Restrisiko: Behandeln Sie die Daten Ihrer Kreditkarte im Internet so vertraulich, wie Sie dies auch persönlich tun würden! Im Internet haben Sie keine Ahnung, wer Ihnen 'über die Schulter' schaut. Bedenken Sie, dass die Bekanntgabe von Kartennummer und Ablaufdatum der Karte für Abbuchungen genügen! Zwar erleiden Sie durch derartigen Missbrauch nicht unbedingt bleibenden Kapitalverlust, doch Aerger und Umtriebe für die Richtigstellungen bleiben trotzdem an Ihnen hängen!
Wettbewerbe und Kettenmails
Sobald es darum geht, das erhaltene Mail einer Anzahl weiterer Personen zu mailen: Vorsicht! Will da etwa jemand auf die billige Art schnell an eine grosse Zahl Mailadressen kommen? Seien Sie nicht überrascht, wenn Sie nach solchen Spielchen plötzlich mit Werbung per Mail eingedeckt werden! Teilen Sie dem Absender mit, dass seine Post unerwünscht ist! Sollte diese höfliche Mitteilung nicht fruchten, müssen Sie halt den Absender auf die Spamliste setzen!
Hat die Firma eine gültige Postanschrift mit Büroräumen?
Eine postalische Kontaktaufnahme soll möglich sein. Fragen Sie nach, ob an der genannten Adresse tatsächlich Büroräume dieser Firma bestehen. Seit wann ist die Firma dort ansässig? Sieht man Angestellte? Wird oft nach der Firma gefragt? Kann die Post zugestellt werden? Wer grossartig im Internet für Waren wirbt, hat auch ein Domizil und ein Warenlager!
E-Mail-Adressen sind keine Referenzen!
Elektronische Adressen sind toll - aber sie sagen NICHTS über eine Firma aus! Testen Sie, ob auf Anfragen innert nützlicher Frist eine gescheite Antwort erfolgt! Geben Sie in der Anfrage nicht gleich persönliche Daten bekannt. Bedenken Sie, dass der Empfänger nun Ihre Mailadresse kennt!
Lassen Sie sich nicht von Rendite-Versprechen ködern!
In gewissen Bereichen lassen sich mit speziellen Kenntnissen und Wagemut oft Spitzenrenditen erzielen - aber sicher nicht für Hintz und Kunz im Internet. Wer überdurchschnittliche Renditen verspricht, soll Ihnen in einem persönlichen Gespräch überprüfbare Fakten auf den Tisch legen!
Handeln Sie nie unter Zeitdruck!
Finger weg von Angeboten mit dem Hinweis:"Diese Offerte ist nur noch wenige Tage gültig..." oder "Gerade Ihnen können wir dieses einmalige Angebot zu sensationellen Konditionen anbieten - handeln Sie schnell..." oder "Greifen Sie sofort zu - sonst kommt Ihnen jemand zuvor..."! Einziges Ziel dieser Angebote ist es, Sie zu voreiligem Handeln zu bewegen!
Gehen Sie nie auf Sonderrabatt bei Vorauszahlung ein!
Sie könnten unter Umständen ein Leben lang vergeblich auf Ihre bezahlte Bestellung warten. Ein seriöses Geschäft wird Ihnen Inlandkäufe problemlos gegen Nachnahme liefern.
Telefonnummern mit Sondertarifen
Momentan sind sogenannte Telekiosk-Nummern besonders beliebt! Die Nummern sind in extrem hohen Tarifklassen eingestuft. Eine Verbindung von wenigen Minuten kostet locker 20 Mark/Franken. Durch Einspielungen von Musik und unnötigem Text wird die Dauer des Anrufs künstlich verlängert. Nicht selten erfährt man schliesslich "...es sind infolge der enormen Nachfrage derzeit alle Leitungen besetzt, rufen Sie doch später wieder an"! Da geht es nur darum, sie möglichst lange an der Strippe zu halten. Finger weg!
Sie wurden von uns persönlich ausgewählt...
Pustekuchen! Schon einmal etwas von Seriebrieffunktionen gehört? Es wurde jeder Empfänger solcher Mails 'persönlich ausgewählt'. Man will Ihrer Eitelkeit schmeicheln und Ihnen das Gefühl von persönlicher Nähe vermitteln. Seien Sie bei solchen Angeboten besonders kritisch. Vergleichen Sie die Leistungen genau.
Eröffnen Sie kostenlos Ihren eigenen Online-Shop!
Sie erkennen diese Dienste daran, dass Ihnen für jeden Bestellvorgang eine Beteiligung in Aussicht gestellt wird. Können Sie zudem weitere Teilnehmer anwerben, so erhöht sich Ihre Gewinnbeteiligung. Schneeballsystem nennt man solche Vertriebsweisen. Die Köpfe der Vertriebspyramide garnieren so lange, wie die Neuanwerbung von Partnern gelingt! Speziell prüfen: Ist der zu übernehmende Warenkorb in meinem Heimatland legal im freien Handel? Beispiele: Medikamente, Potenzmittel, Hanfprodukte, Leistungsförderer, etc.
Unschuldig in Not geraten...
Der alte Trick funktioniert auch heute noch. Auf die Tränendrüse drücken und dann hemmungslos abkassieren! Spezielle Vorsicht ist geboten bei angeblichen Patenschaften für Kinder, Kriegsopfer oder politisch Verfolgte. Wenn Sie für solche Personen etwas leisten wollen, halten Sie sich an die anerkannten und unter Aufsicht stehenden Hilfsorganisationen. |
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