Angstwort „Pharming“: Hacker manipulieren Ihren Internet-Browser
„Pharming“ ist die neueste Abzock-Methode im Internet. Betrüger leiten ahnungslose Kunden beim
Online-Banking auf gefälschte Seiten und kassieren zum Teil mehrere tausend Euro pro Fall. Besonders
schlimm: Die Opfer merken meistens erst dann etwas, wenn das Geld schon vom Konto verschwunden ist.
Der Trick: Wenn der Bankkunde auf seinem Rechner eine Online-Überweisung durchführt, landen die
Informationen bei Internet-Betrügern. Frank Felzmann vom Bundesamt für Sicherheit in der Informations-
technik (BSI): „Ein infizierter PC verhält sich bis zum Eintippen der persönlichen Daten, wie Geheimzahl
oder Transaktionsnummer, völlig unauffällig.“
Anschließend kann es zu Fehlermeldungen bei der Online-Überweisung kommen. In anderen Fällen
wirkt der Vorgang ganz normal. Doch spätestens beim nächsten Kontoauszug fallen dem Betroffenen
die Überweisungen auf fremde Konten auf. Die Kriminellen schöpfen dabei meist den Dispo-Kredit in
Höhe von mehreren tausend Euro aus.
Die Internet-Ganoven haben zuletzt unter anderem in Berlin und Gifhorn (Niedersachsen) zugeschlagen.
Der Schaden lag laut Polizeiinspektion Gifhorn in zwei Fällen bei je rund 3000 Euro, im dritten Fall konnten
4890 Euro vom Konto eines Mittelsmannes gerade noch zurückgeholt werden.
Wer steckt hinter der neuen Masche? Frank Felzmann: „Ein Einzeltäter hat meist gar nicht die nötige
Infrastruktur, um diese Aktionen durchzuführen. Dahinter stecken organisierte Banden mit Schwerpunkt
in Asien und Osteuropa.“
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