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Goodman *** Consulter ***
Anmeldungsdatum: 16.01.2002 Beiträge: 5415
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Verfasst am: 23.Aug 2006 7:02 Titel: Schnelle Eingreiftruppe gegen dubiose Anbieter |
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Unseriöse Finanzanbieter finden in Österreich immer mehr Opfer. Angezeigt wird nur rund ein Zehntel der Fälle, da viele "Opfer" von Anlagebetrügern aus Scham, oder weil Schwarzgeld im Spiel war, den Weg zu den Behörden scheuen. Der Schaden macht im Schnitt immerhin 100.000 Euro pro Fall aus, in den ersten drei Monaten 2006 gab es über 100 Anzeigen.
Weiter... Die Finanzmarktaufsicht (FMA) verstärkt nun den Kampf gegen Anlagebetrug. Es wurde eine schnelle Eingreiftruppe eingerichtet, die vom Ex-Kripo-Mann Johann Hacker geleitet wird. Hacker rät Anlegern, sich bei der FMA (www.fma.gv.at) zu informieren. Dort ist unter anderem ersichtlich, wer eine Konzession hat, bestimmte Finanzdienstleistungen anzubieten. Die FMA veröffentlicht Investorenwarnungen, aktuell eine vor dem Anbieter "ACPM Consulting GmbH" in Wien, der vor allem via Telefon oder Internet auf Kundenfang geht. Vorsicht ist laut Hacker immer dann geboten, wenn extrem hohe Renditen versprochen werden. Seit April hat die FMA schärfere Waffen gegen Anlagebetrug, sie kann Betriebe schließen und Verwaltungsstrafen bis zu 50.000 Euro verhängen.
Nun denn .. |
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Nihilit Specialist
Anmeldungsdatum: 24.08.2004 Beiträge: 89 Wohnort: Ludwigshafen
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Verfasst am: 23.Aug 2006 16:30 Titel: |
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Nun nomen est omen, wenn diesen schwarzen Schafen ein Hacker gegnübersteht. Aber Spaß beiseite, die Idee einer schnellen Eingreiftruppe ist genial. Wieder einmal macht uns das Ausland vor, wie man die Probleme in den Griff bekommt. Ich denke wir haben in Deutschland mindestens so viel Anlagebetrug wie in Österreich auch.
Nur, mit Verlaub, tue ich mir schwer die Herren von dem BAFin mir als schnelle Eingreiftruppe vorzustellen.
Unsere selbsternannten Verbraucherschützer in Deutschland, denen gehts ja garnicht darum das Volk aufzuklären, sondern die wollen ja nur ihre Analysen für viel Geld verkaufen, zahlen Sie 50 bis 100 Euro, dann werden Sie gewarnt. Und manchen dieser Herren, eilt ja auch der Ruf voraus, dass man mit gewissen monetären Zuwendungen schon gewisses goodwill erzielen kann..
Eine unabhängige Überprüfung und Überwachung (nicht nur Prospektprüfung auf Formalien) und schnelles Eingreifen und was ich denke , was noch wichtig ist: härtere Strafen für Initiatoren, die ja eigentlich diejenigen sind , die das Geld verbrennen.
Den kleinen Vermittlern weist man die Beratungsfehler nach und verklagt sie, und den großen Initiator, der das Geld verbrannt hat den lässt man laufen.
Allerdings sollte sich jeder Finanzvermittler, bevor er ein Kapitalanlagerprodukt vertreibt einmal die Lebensgeschichte der Herren anschauen, die hinter diesem Produkt stehen. Merkwürdigerweise tauchen hier immer wieder die gleichen Namen auf bei denen es "dumm gelaufen" ist.
Nun, so lange wir noch keine Österreichischen Verhältnisse haben, sprich also eine schnelle Eingreiftruppe, so lange müssen wir hier bei GoMoPa diesen Part übernehmen |
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Prospero Specialist
Anmeldungsdatum: 25.07.2006 Beiträge: 86 Wohnort: Bremen
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Verfasst am: 25.Aug 2006 12:00 Titel: |
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@Nihilit und den andern Interessierten zu Kenntnis.
Ihren Ausführungen bezüglich BaFin kann ich aus eigener leidvoller
Erfahrung nur zustimmen.
Nachdem wir - und weitere Geschädigte - durch die
Finanzbetrüger Schrenk c/o Projekta GmbH und RA Freiherr Janos von Brandenstein, Finsterwalde / Saarbrücken um erhebliche
Summen (Gesamtschaden ca. EUR. 2 Mio.) geprellt wurden, wurde der Gesamtsachverhalt ausführlichst, -zeitgleich mit der Strafanzeige bei der StA - vor über einem Jahr diesen Damen und Herren der BaFin bekanntgegeben.
Nach über 2 Monaten haben wir doch tatsächlich ein Antwortschreiben erhalten, in welchem ausgeführt /begründet wurde, dass die Bafin unter Umständen gar nicht zuständig sei, "weil es nicht zu der Auszahlung des (schriftlich zugesagten) 1,25 Mio.EUR-Kredites gekommen sei !!" Originaltext BaFin Schreiben !!!
Ein von den Betrügern vorgelegter Kapitalnachweis von 120.Mio USD in Form einer Bankbestätigung mit ungeklärter Kapitalherkunft konnte
die BaFin auch nicht überzeugen, tätig zu werden. Man wolle die
staatsanwaltlichen Ermittlungen abwarten.
Hinweise auf eine Geldwäsche -immerhin ein eigenes Referat bei der BaFin - sind offensichtlich nicht erwünscht und stören beim Mikado.
Eine an den Präsidenten der BaFin, Herrn Jochen Sanio, gerichtete
Dienstaufsichtsbeschwerde wegen " Nichterfüllens von gesetzlich
übertragenen Aufgaben zum Nachteil von ...wurde abgewiesen.
- ist zu erwarten gewesen, da dieselbe Behörde, gegen die sich die Beschwerde richtet, auch über diese entscheidet -.
Nach 1,5 Jahren ist der Gesamtvorgang zwar zwischenzeitlich beim
LKA Saarbrücken angelangt, aber beide Betrüger erfreuen sich bester Gesundheit und üben bis heute ihre Berufe aus.
Hier nützt es nicht einmal mehr, "die Jäger zum jagen zu tragen " hier kann man nur noch verzweifeln
Grüsse aus dem Norden
Prospero |
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