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Goodman *** Consulter ***
Anmeldungsdatum: 16.01.2002 Beiträge: 5416
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Verfasst am: 25.Mai 2005 17:30 Titel: Steuerflucht – Piloten hinterziehen Millionen |
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Steuerflucht – Piloten hinterziehen Millionen
Eine anonyme Anzeige brachte die Steuerfahnder auf die Spur: Flugbegleiter und Piloten entziehen sich demnach trickreich ihrer Steuerpflicht.
Sie hätten sich in Deutschland abgemeldet und ihren Wohnsitz zum Schein in Ländern mit Niedrigsteuern genommen, so der anonyme Urheber der Anzeige, ein Mitarbeiter der Deutschen Lufthansa. "So haben sich Wohngemeinschaften in Dubai mit bis zu 70 Piloten gebildet. Die leben dort allerdings sehr beengt in einem Postfach", schreibt der Lufthansa-Insider in der Anzeige weiter ..
Piloten oder Flugbegleiter können so besonders leicht Steuern sparen. Wer seinen Wohnsitz in Deutschland abmeldet, muss nämlich nur versteuern, was er in Deutschland verdient. Und das sind bei fliegendem Personal nur die wenigen Flugstunden über deutschem Boden. Die Hauptsteuerlast fällt dann im gewählten Niedrigsteuerland an.
Generalstabsmäßig
Das lukrative Steuersparmodell, das nach Aussagen von Steuerfahndern "professionell und generalstabsmäßig" organisiert ist, wird offen in Internetforen diskutiert.
Nach Frontal21 vorliegenden Unterlagen wirbt die Mitarbeiterin einer Anwaltskanzlei dort mit den Worten: "Das Steuersparmodell meines Chefs befreit angestellte Piloten und Flugbegleiter ohne Risiko und Kapitaleinsatz innerhalb von drei Wochen von der Einkommenssteuer! Im Lufthansa-Konzern haben wir das schon tausendfach gemacht."
Sieben unter derselben Adresse
Nach Frontal21-Recherchen gaben sieben deutsche Piloten gegenüber dem Finanzamt an, unter derselben Adresse in der Schweiz zu leben. Einer von ihnen ließ sich sogar Fotos seines angeblichen Wohnsitzes schicken, um im Fall der Überprüfung durch die Steuerfahndung das Haus beschreiben zu können, das er offiziell bewohnte und wohl noch nie betreten hatte.
Dieter Ondracek von der Deutschen Steuergewerkschaft ist überzeugt, dass die trickreichen Piloten Steuerhinterziehung im großen Stil begangen haben.
Steuerausfall von über 10 Millionen Euro
Der Bundesrechnungshof hat allein für das Jahr 2002 einen Steuerausfall von über zehn Millionen Euro bei Luftfahrtangestellten festgestellt. Die Rechnungsprüfer werfen Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) vor, Warnungen mehrerer Bundesländer ignoriert und das Steuerschlupfloch für fliegendes Personal nicht geschlossen zu haben.
Die Lufthansa hat ihre Mitarbeiter nach eigenen Angaben schon vor dem Tricksen gewarnt. Gegen den Piloten einer Tochterfirma sei deshalb bereits ein Strafverfahren eingeleitet worden.
Steuerfahnder aktiv
Im Fall einer Verurteilung sei mit "schwer wiegenden Konsequenzen im Rahmen der Zuverlässigkeitsprüfung zu rechnen", die Piloten und Flugbegleiter jährlich absolvieren müssen. Außerdem verlöre der Pilot dann seine Stelle, so die Erklärung der Lufthansa.
Jetzt sind die Steuerfahnder aktiv geworden und spüren die vermeintlich im Ausland lebenden Piloten an ihren getarnten Wohnsitzen in Deutschland auf. Frontal21 über deutsche Spitzenverdiener, die sich trickreich ihrer Steuerpflicht entziehen und den Staat um Millionen prellen.
Quelle: ZDF - Frontal21
http://www.zdf.de/ZDFde/suche/1,1926,1000001,00.html |
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Anmeldungsdatum: 05.04.2005 Beiträge: 157 Wohnort: Miami Beach
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