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Balduin Specialist
Anmeldungsdatum: 28.02.2003 Beiträge: 200 Wohnort: sachsen
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Verfasst am: 7.März 2003 15:56 Titel: Vom Fleischer zum Finanzberater in "Super Zeit" |
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Und passen Sie auf wer bei Ihnen klingelt....
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Kapitalanlagen-Vertrieb in Regensburg.
Michael Papst entdeckt vor zwei Jahren eine Anzeige, die bis heute regelmäßig aufgegeben wird:
4.000 Euro Festeinkommen bei der Macro-Plan AG - nach eigenen Angaben mit 2.500 Außendienstlern einer der führenden deutschen Finanzdienstleister. Michael Papst bewirbt sich und wird geschult - im Schnellverfahren. Statt Fachwissen soll er ein Verkaufsgespräch auswendig lernen, wie er uns berichtet. Damit hätte Papst bei fremden Kunden kaum eine Chance auf Erfolg.
Michael Papst: "Deswegen hieß es ja auch, man soll als erstes auf Bekannte, Verwandte, Eltern und so weiter zugehen, weil da die Vertrauensbasis schon da ist. Die hören vielleicht nur mit einem halben Ohr hin und denken sich: 'Mensch den kenn ich schon so lang, dem vertrau ich, wenn der mir was anbietet, dann muss das was Richtiges sein.' Und darauf zielen die natürlich auch ab."
Mit versteckter Kamera
Frontal21 will wissen, ob die Freundes-Masche immer noch funktioniert. Wir bewerben uns bei der Macro-Plan AG für den Vertrieb von Finanzprodukten. Wir sagen, dass wir davon keine Ahnung haben. Das ist kein Problem. Wir bekommen sofort einen Vorstellungstermin. Mit versteckter Kamera gehen wir zum Bewerbungsgespräch. Der Mitarbeiter erklärt uns, dass unsere Vor-Ausbildung keine Rolle spiele.
Stattdessen die übliche Masche: "Wenn Sie also Interesse haben, Teamleiter zu werden, müssten Sie zu Beginn Ihrer Ausbildung eine Liste mit den Namen von zehn Arbeitnehmern, die Sie kennen, mitbringen."
Auf gut deutsch: Wir sollen der Macro-Plan die Türen zu neuen, potentiellen Kunden öffnen.
Als künftige Teamleiter lädt uns Macro-Plan zur Bewerbertagung nach Erlangen ein. Unsere versteckte Kamera ist wieder mit dabei. Viele hier hoffen auf einen beruflichen Neuanfang, Finanzfachleute sind die wenigsten. Eine Erfahrung, die damals auch Michael Papst gemacht hat.
Michael Papst: "Es waren Metzger, Schreiner dabei, ich hatte nicht den Eindruck, als würden die Leute von Grund auf ausgebildet, um aus ihnen was zu machen, sondern ihnen diesen Text reinzudrücken und sie so schnell wie möglich in den Verkauf zu schicken."
Keine anlegergerechte Beratung.
Auf der Tagung lernen wir das Verkaufsgespräch für ein Fondssparmodell. Mitarbeiter, Macro-Plan: "Das Verkaufsgespräch wird mit Ihnen vier Wochen lang geübt, bis es Ihnen zu den Ohren rauskommt. Dann drücken wir es Ihnen wieder rein." Von Nachteilen des "Fondssparen" hören wir nichts.
Nach maximal zwölf Minuten soll der Kunde überzeugt sein.
Für Fachleute hat das mit Beratungsqualität nichts zu tun. Volker Pietsch, Verbraucherzentrale Berlin: "Wenn ein Produkt nur blumig dargestellt wird und nur geködert wird mit hohen Renditen, mit Zukunftsgewinnerwartungen, und das Risiko in der Darstellung, in der Beratung, ausgeblendet wird, dann kann in aller Regel nicht von einer Anlage- und Anlegergerechten Beratung gesprochen werden."
Keine anlegergerechte Beratung.
Stattdessen: schneller Verkauf. Unsere Kunden, erfahren wir, sollen weitere Kunden für uns werben. Bis zu 125.000 Euro Jahreseinkommen wären für uns drin. Zwingende Voraussetzung aber ist eine Liste mit zehn persönlichen Kontakten. Mitarbeiter, Macro-Plan: "Ihre Aufgabe ist es, unser Unternehmen zu multiplizieren. Sie brauchen zehn gute, persönliche Kontakte zu Arbeitnehmern. Wer diese Voraussetzung nicht hat, kann gleich wieder gehen." |
Quelle: http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/0,1872,1021341,00.html _________________ Es gibt einen Weg - ich erreiche mein Ziel. |
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money-baer Insider
Anmeldungsdatum: 28.02.2002 Beiträge: 779 Wohnort: /Mfr.
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Verfasst am: 7.März 2003 16:25 Titel: |
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..die Finanz-Struckis gibt`s schon immer. Mit IOS über HMI bis Bonnfinanz, AWD(welche sich heute aufs äusserste davon distanzieren) OVB, Zeuß,
Deutsche Vermögensberatung, etc., etc. (Kein Anspruch auf Vollständigkeit)
Die "warme Aquise" ist die Domäne dieser Vertriebsform - frag deine Freunde, Bekannte und Verwandte, mit 5x5 /5x6 oder 10er Listen, wird das Potenzial fixiert, teilweise sind die Listen sogar abzugeben und werden von den im Geschäft gebliebenen dann abgegrast, "..Sie kennen doch ..." !
Zurück bleiben wie in vielen MLM`s wirtschaftliche und sozial ausgebrannte Menschen, meist mit Problemen in ihrer angestammten Beschäftigung.
Also Zunkunft ungewiß.
Der Durchlauf der unteren Chargen muß stimmen, damit die Oberen gut leben können.
NEIN,nein, mit Finanzberatung hat das nichts zu tun, daß ist Produktverkauf auf Übelste, weil meist beim Gegenüber kein erkanntes Bedürfnis gedeckt, sondern brutal "hineinverkauft" wird. Bedenken , evtl. wenn sie so kommen, werden dann mit dem "Verdienen-Pflaster" wie, sag mir deine Freunde und Bekannte, dann bekommst Du von mir auch Provision, zugepappt. |
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