| |

|
| Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen |
| Autor |
Nachricht |
Joschi2006 Specialist
Anmeldungsdatum: 05.03.2006 Beiträge: 53
|
Verfasst am: 3.Okt 2006 10:02 Titel: Nun doch eine GmbH u. Co KG |
|
|
Hallo zusammen,
nachdem ich mich jetzt schon mit allen möglichen Gesellschaftsformen befasst habe. (SL,SRO,Ltd) hat mir gestern ein Steuerberater (der 3. den ich in dieser Sache kontaktiere) geraten eine GmbH u.Co KG zu gründen.
Die Gründung soll in etwa so ablaufen.
2 Gesellschafter gründen eine GmbH. Bei 2 Gesellschaftern wäre nur eine Einlage von 12500.-EUR nötig.
Diese Stammeinlage wird der CO KG komplett als Dahrlehn ausgezahlt.
(Leider ist unsere Finanzdecke zu gering, als das wir die Einlage in der GmbH belassen könnten)
Wenn es funktionieren würde eine tolle Sache.
Die Gründungskosten würden sich um die 1000.-EUR belaufen ????
Da ich noch Steuerschulden beim Finanzamt habe, will der Steuerberater mit dem Finanzamt eine Vereinbarung treffen. Ratenzahlung.
Er sieht keine Gefahr einer Pfändung durch das Finanzamt wenn ich in der Unternehmensstruktur in Erscheinung zum Beispiel als Gesellschafter in Erscheinung treten würde.
Wäre schön, wenn Ihr euch mal die Sache anschauen würdet und Ihr mir eure Meinung dazu mitteilen könntet.
Gruss Joschi |
|
| Nach oben |
|

|
Gundel Insider
Anmeldungsdatum: 01.09.2005 Beiträge: 858
|
Verfasst am: 4.Okt 2006 12:10 Titel: |
|
|
hallo,
| Zitat: |
2 Gesellschafter gründen eine GmbH. Bei 2 Gesellschaftern wäre nur eine Einlage von 12500.-EUR nötig.
|
Nein, das Gesellschaftskapital wäre immer noch 25.000.- es wird darauf lediglich 12.500.- gezahlt. Die Nachschußpflicht kommt später.
| Zitat: |
Diese Stammeinlage wird der CO KG komplett als Dahrlehn ausgezahlt.
|
Sehr gefährlich!
Insbesonders dann, wenn der Nachweis der ordnungsgemäßen Verwendung gefordert wird. Was bei einem Darlehen an die GmbH & Co KG fraglich ist.
Warum wollen Sie denn unbedingt eine & Co KG??? Wenn Sie die Voraussetzungen für eine GmbH haben, dann hätten Sie doch eigentlich das optimale Firmeninstrument.... Oder soll die Omma noch Kommanditist werden?
Wenn Sie Probleme mit der Einlage haben, dann sollten Sie sich überlegen, ob diese nicht im Geschäftsbetrieb der GmbH "verbraten" wird, aber nie als Darlehen!!! Da bietet sich manchmal die Bargründung an.....dies soll aber kein Hinweis darauf sein, kein ordentliches Kassenbuch zu führen!!!
| Zitat: |
Die Gründungskosten würden sich um die 1000.-EUR belaufen ????
|
Wenn Sie alles selber machen, kommt dies knapp hin - Gesellschaftsvertrag (Notar), HR - Mitteilung (Notar), Eintragungskosten.
| Zitat: |
Er sieht keine Gefahr einer Pfändung durch das Finanzamt wenn ich in der Unternehmensstruktur in Erscheinung zum Beispiel als Gesellschafter in Erscheinung treten würde.
|
Schön daß er das so sieht. Sehen Sie das auch so? Und sieht das Ihr Finanzamt auch so?
Eine sehr mutige Formulierung Ihres Steuerberaters! Meine Empfehlung wäre, Ihre Geschäftsanteile durch eine Vertrauensperson halten zu lassen (z.B. die Omma).
Es ist bei Steuerberatern sehr beliebt, Ratenzahlungen mit dem Finanzamt auszuhandeln. Das Problem ist nur, daß diese Zahlungsvereinbarungen sich nicht an der tatsächlichen Leistungskraft des Mandanten orientieren. Vielmehr wird das Finanzamt eine Vereinbarung über max. 6 Monate vorschlagen. Dann können Sie sich ja selber ausrechnen, wieviel Sie monatlich "abdrücken" müssen....
Rechnet sich das? Wenn Sie dies als fraglich ansehen, sind Ihre Geschäftsanteile eine willkommene Beute für jedes Finanzamt!
grüße
gundel |
|
| Nach oben |
|
|
Joschi2006 Specialist
Anmeldungsdatum: 05.03.2006 Beiträge: 53
|
Verfasst am: 4.Okt 2006 13:31 Titel: |
|
|
Hallo Gundel,
vielen Dank für Deine Antwort.
GmbH u. Co Kg damit wir eine Personengesellschaft und keine Kapitalgesellschaft haben.
Bei einer Kapitalgesellschaft würden wir doch mehr Steuern bezahlen und hätten doch eine verschärfte Buchhaltungspflicht.
Oder liege ich hier falsch ?
Wobei wir wahrscheinlich keine GmbH gründen können wenn wir 25000.-€ als Stammkapital aufbringen müßen.
Dann wird erstmal nur zu einer Ltd u. Co KG reichen.
Gruß Joschi |
|
| Nach oben |
|
|
Gundel Insider
Anmeldungsdatum: 01.09.2005 Beiträge: 858
|
Verfasst am: 4.Okt 2006 14:25 Titel: |
|
|
hallo,
| Zitat: |
Bei einer Kapitalgesellschaft würden wir doch mehr Steuern bezahlen und hätten doch eine verschärfte Buchhaltungspflicht.
Oder liege ich hier falsch ?
|
Ja! Es ist ein Irrglaube, daß eine KG immer eine vereinfachte Buchführungspflicht hat. Bei der GmbH & Co KG kommt noch eine Bilanz hinzu.
| Zitat: |
Wobei wir wahrscheinlich keine GmbH gründen können wenn wir 25000.-€ als Stammkapital aufbringen müßen.
|
Stop! Sie verwechseln hier etwas!
Eine GmbH wird immer mit einem Gesellschaftskapital von mindestens 25.000.- Euro gegründet. Allerdings kann bei zwei und mehr Gesellschaftern die Gesellschaft bereits mit einer Einzahlung von 12.500.- gegründet werden. Die Nachschußpflicht von 12.500.- kann sich später ergeben. Z.B. wenn der Geschäftsführer auf eine Unterkapitalisierung der Gesellschaft hinweist und die Gesellschafter auffordert, nachzuschießen.
grüße
gundel |
|
| Nach oben |
|
|
hadimarosa Specialist
Anmeldungsdatum: 28.02.2005 Beiträge: 211 Wohnort: Deutschland
|
Verfasst am: 4.Okt 2006 17:22 Titel: Nun doch eine GmbH u. Co KG |
|
|
nur so meine Erfahrungen
Keine Rechstsicherheit usw.
Die GmbH sollte auf jeden Fall mit den 25.000,00 gegründet werden,
Ich könnt ja an das Geld spätestens nach sechs Wochen ran.
Aber warum so Umständlich für den Anfang ?
Einfach zum Gewerbeamt und eine GbR gründen.
Kosten keine 50,00 Euro
nachdem die Firma dann 1 Jahr gelaufen ist, reichts auch für die Gmbh
und dann die GbR wieder abmelden.
Mitglieder :
Ihr Partner 50 %
Ihre OMA 50 %
und in einem Jahr ....
´s funktioniert
mehr Tipps natürlich von den Fachleuten |
|
| Nach oben |
|
|
Joschi2006 Specialist
Anmeldungsdatum: 05.03.2006 Beiträge: 53
|
Verfasst am: 4.Okt 2006 22:53 Titel: |
|
|
Hallo Gundel,
Hallo Hadimarosa
GBR sehe ich nicht als günstiger an als eine Ltd u. Co KG.
Meine gute alte Oma wir Inhaber der Ltd und gibt mir eine Option das Sie die Ltd auf Anfordern an mich abgibt.
Die Ltd u. Co KG ist nur in Deutschland tätig, zahlt hier brav seine Steuern. Dann sollte das Finanzamt auch Ruhe geben.
Die Ltd wird von einem deutschen Steuerberater betreut, der auf Ltd spezialisiert ist und sich recht gut auskennt.
Dadurch erwarte ich von hier aus keinen Ärger.
Ich zahle meine Steuern in Deutschland, liefere eine ordentliche Dienstleistung ab und versuche die Sache mit dem Finanzamt ins reine zu bringen.
Ich habe 3 Steuerberater kontaktiert wobei eigentlich nur der letzte auf mich den Eindruck machte als wenn er sich einigermaßen mit der Materie auskennt . Ich habe seit Monaten im Internet recheriert.
Nun denke ich wirklich, dass die Ltd u. Co KG für meine jetzige Situation am Besten ist. (Wir brauchen keine Kredite, Warenkredite)
Sobald wie möglich wandle ich dann die Ltd u. Co KG in eine Gmbh oder eine GmbH und Co KG um. (Neugründung)
Könntet Ihr mir bitte sagen ob es einen Hacken an der Ltd u. Co KG gibt ?
Ich wollte die Ltd u. Co KG damit ich durch eine Personengesellschaft weniger Steuern als bei einer Kapitalgesellschaft zahlen muß.
Nun hat Gundel angedeutet, dass dies nicht immer der Fall ist ?
Würde eventuell eine Ltd genügen ?
Zweigstelle in Deutschland.
Eigentlich möchte ich ja schon recht gerne eine GmbH.
Könntet Ihr mir sagen, was eine GmbH für Vorteile gegenüber einer GmbH u. Co KG hat.
Da ich jetzt echt langsam eine Entscheidung treffen muß, wäre ich euch echt dankbar wenn Ihr mir Mitteilen würdet was Ihr den an meiner Stelle tun würdet.
Ltd oder GmbH (da müßte ich aber verstehen, was die GmbH für Vorteile der Ltd gegenüber hat außer dem besseren Ruf,bzw der besseren Kreditwürdigkeit) oder die Ltd u. Co KG
Ein recht unsicherer und doch etwas ratloser Joschi der alles richtig machen will. |
|
| Nach oben |
|
|
Gundel Insider
Anmeldungsdatum: 01.09.2005 Beiträge: 858
|
Verfasst am: 5.Okt 2006 7:14 Titel: |
|
|
hallo,
| Zitat: |
Die GmbH sollte auf jeden Fall mit den 25.000,00 gegründet werden,
|
Diese Idee ist grundsätzlich die beste. Aber auch mit der "kleinen" Anfangslösung läßt sich arbeiten.
| Zitat: |
Ich könnt ja an das Geld spätestens nach sechs Wochen ran.
|
Eben nicht! Wenn Sie das Kapital nochmals aus der GmbH entnommen haben (ohne demensprechenden Verwendungsnachweis) haben Sie ein Problem. Das würde ich sicherlich so (einfach entnehmen) auf gar keinen Fall machen.
| Zitat: |
Einfach zum Gewerbeamt und eine GbR gründen.
|
Sollte Joschi nicht machen. Erträge sind pfändbar. Und ob man die Omma unbedingt in die gesamtschuldnerische Haftung in ihr gesamtes Vermögen drängen möchte.....ich weiß nicht....
Es bleibt nur die Kapitalgesellschaft.
| Zitat: |
Die Ltd wird von einem deutschen Steuerberater betreut, der auf Ltd spezialisiert ist und sich recht gut auskennt.
|
Warum machen Sie es dann nicht? Zweifel? Kosten? Ansehen der Ltd.?
| Zitat: |
Sobald wie möglich wandle ich dann die Ltd u. Co KG in eine Gmbh oder eine GmbH und Co KG um. (Neugründung)
|
Wenn schon ltd. dann nicht wandeln - Sie sagen richtig: Neugründung!
| Zitat: |
Ich wollte die Ltd u. Co KG damit ich durch eine Personengesellschaft weniger Steuern als bei einer Kapitalgesellschaft zahlen muß.
|
Welche Steuern? Oftmals wird um die Steuerproblematik mehr Trara gemacht, als tatsächlich entsteht. Klar ist doch, daß Sie z.B. Umsatzsteuer, Lohnsteuer etc. zahlen müssen. Einziger Vorteil könnte in der Körperschaftssteuer liegen. Allerdings entsteht das Problem dann eher persönlich bei den Gesellschaftern der KG. Das sollte man auch beachten....
Die steuerliche Komponente sollte sie bei der Wahl Ihrer Gesellschaftsform zunächst völlig außer acht lassen.
Wichtig ist das geeignete Instrument! Schließlich wählen Sie die Kapitalgesellschaft nicht aus dem Grund er Steuerersparnis, sondern aus Haftungs- und Schutzgründen. Dann sollten diese Gründe auch die oberste Priorität haben.
Die Vorteile der GmbH wurden schon öfters diskutiert - auch die Nachteile. Ebenso die Vorteile der ltd. aber auch deren gravierende Nachteile.
Nochmals kurz: Die GmbH ist eben eine deutsche Gesellschaftsform und genießt immer noch gegenüber der ltd. einen besseren Ruf. Wenn jemand mit einer ltd. im Geschäftsleben auftritt, dann weiß man eigentlich schon, daß er entweder 'ne Pleite hinter sich hat - oder er hat kein Geld, um sich eine "anständige" Gesellschaftsform zu leisten. Das Argument, daß man aufgrund der "internationalen" Ausrichtung eines Unternehmens die Gesellschaftsform ltd. gewählt hat ist eher zum "lächeln". Ich stelle mir gerade die internationale Ausrichtung eines Installateurbetriebs vor...
Weiterer Vorteil der GmbH: Sie halten alle Fäden in der Hand. Und zwar ohne Shareholder, Secretary, Gründungsagentur etc... Der Nachteil der ltd. ist einfach, daß Sie immer "Fremde" für Ihre ureigenste Tätigkeit benötigen. Oder lassen Sie abends auch Fremde in Ihr Bett? Nein, da ist man alleine tätig
Weiterhin fertigen Sie für die GmbH nur einen Jahresabschluß. Und nicht wie bei der ltd. zwei. Dies ist zwar nicht "die Welt" - es entstehen aber Kosten und schon wieder entsteht ein Abhängigkeitsverhältnis.
Auch die Gründungskosten sind kein Argument für die ltd. Sie schreiben, mit ca. 1000.- wäre der Gründungsaufwand für eine GmbH erledigt. Selbst bei den billigsten ltd. - Agenturen ist dies nicht billiger zu haben. Allerdings entstehen Ihnen aufgrund des Abhängigkeitsverhältnisses weitere jährliche Kosten. Wo liegt da der Vorteil bei der ltd.?
Das wohl schlagkräftigste Argument für die ltd. ist wohl die leidige Stammeinlagen - Diskussion. Wobei die meisten Gründer immer davon ausgehen, daß die Stammeinlage bei der GmbH in's "Schatzkästlein" gehöre und ja nicht angegriffen werden soll. Dies ist aber falsch! Dieses Kapital kann und soll auch für die Geschäfte der GmbH eingesetzt werden. Das bedeutet nichts anderes, als daß die Gesellschafter Ihrer GmbH das "Startkapital" (aber auch Haftungskapital) zur Verfügung stellen.
Vielleicht sollte man auch die momentan sehr kontrovers geführten Diskussionen bezüglich der strafrechtlichen Fragen bei der ltd. beobachten. Es wird sicherlich bei der ltd. zu nicht unerheblichen strafrechtlichen Problemen bei einer ltd. - Inso kommen. Eben weil dieses Instrument momentan vorrangig mißbraucht wird.
grüße
gundel |
|
| Nach oben |
|
|
Joschi2006 Specialist
Anmeldungsdatum: 05.03.2006 Beiträge: 53
|
Verfasst am: 5.Okt 2006 9:59 Titel: |
|
|
Hallo Gundel,
vielen Dank für Deine ausführliche Antwort.
Ich werde eine Ltd u. Co KG gründen.
Durch meine " Oma" (inhaberin der Ltd) und die Abtretungsoption halte ich dann auch einen Teil des Unternehmens (Ltd ist Komplimentär). was ja eigentlich auch mein Hauptgrund ist die Unternehmensform zu wechseln (bisher Einzelunternehmen meiner Frau)
Der schlechte Ruf der Ltd hat keine größere Auswirkung auf meine Arbeit.
Wir benötigen keine Kredite bzw. Warenkredite.
Wir führen das Geschäft schon seit 7 Jahren mit wachsenden Erfolg, daher denke ich ist die Gefahr einer Inso auch recht gering.
Leider haben wir immer wieder in die Logistik investieren müßen, so das wir erst seit den letzten Monaten sehen, das unser Kapital zu wachsen beginnt.
Ich denke ich habe auch alles mir mögliche getan, um mich über die richtige Unternehmensform zu informieren.
Dann soll es eine Ltd u. Co KG werden !
Danke nochmals für eure Hilfe
Gruss Joschi |
|
| Nach oben |
|
|
|
|
|
|
|
|
Sie können keine Beiträge in dieses Forum schreiben. Sie können auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten. Sie können Ihre Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten. Sie können Ihre Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Sie können an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.
|
|
Powered by phpBB © phpBB Group
|
|
|
|