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Dr.(UKR) - Doktortitel für Nichtakademiker

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mintaka
Newbie


Anmeldungsdatum: 16.06.2005
Beiträge: 29

BeitragVerfasst am: 20.Feb 2006 9:52    Titel: Dr.(UKR) - Doktortitel für Nichtakademiker Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

Ich habe am Wochenende eine Diskussion mit einem Bekanntem gehabt, der behauptet in der Ukraine wäre es für Personen ohne Hochschulstudium möglich berufsbegleitend zu promovieren! Dieser Abschluss (Kandidat Nauk - also kein Dr. h.c.) wäre dann angeblich in Deutschland als Dr.(UKR) führbar!

Wie sich herausgestellt hat, hat er diese Info aus einem Ebook des Autors York von Braunfels mit dem Titel ''Dr.(UKR) - Doktortitel für Nichtakademiker''. Einige der Werke dieses "Experten" wurden in diesem Forum ja schon mal besprochen, aber dieses "Buch" - mit ganzen 21 Seiten - ist von 2006, also neu. Ich hatte jetzt das zweifelhafte Vergnügen, dieses Ebook lesen zu dürfen, und ich möchte hier mal etwas über den Inhalt schreiben. Besonders weil sich für mich da einige Fragen ergeben haben.

Also zum Inhalt:

Als erstes kommt eine kurze Einleitung, in der der Autor die Behauptung aufstellt, dass es in der Ukraine für Personen ohne Studium möglich sei, berufsbegleitend zu promovieren. Nötig sei dazu eine Dissertation in Deutsch oder Englisch und eine Teilnahme an einer mündl. Prüfung. Das war es auch schon an Informationen in diesem Teil des Buches.

Als nächstes kommt der gesammte Text des Deutsch-Ukrainischen Abkommens über Hochschulzusammenarbeit von 1998. Das nimmt die Seiten 5 bis 14 ein! Erwartungsgemäß gibt es in diesem Abkommen jede Menge Regelungen zum Zugang von Absolventen eines der beiden Länder zu weiterführenden Studien im anderen Land und auch zur Zusammenarbeit zwischen den Hochschulen der beiden Länder. Aber zur Führbarkeit eines ukrainischen Kandidat Nauk Grades als Dr.(UKR) steht da nichts. Die angebliche Möglichkeit einer Promotion an einer ukrainischen Hochschule ohne Hochschulabschluss wird natürlich erst recht nicht erwähnt.

Dann kommt eine vollkommen sinnfreie Aufzählung aller ukrainischen Hochschulgrade ohne eine Übersetzung und ein kurzer Vergleich der ukrainischen Grade Kandidat Nauk und Doktor Nauk mit der deutschen Promotion und der Habilitation. Gleich dahinter wird die Behauptung über den Dr.(UKR) vom Anfang des Buches wiederholt. Nur diesmal werden auch noch die Begriffe Rigorosum und Diputation in den Raum geworfen.

Dann werden 16000 bis 20000 Euro als Kosten für die Promotion genannt und in den nächsten zwei Sätzen wird zwei mal mit unterschiedlicher Formulierung aber gleichem(!) Inhalt auf anabin.de verwiesen! Da hat wohl jemand beim cut & paste nicht aufgepasst!

Zum Schluss kommen noch einige sinnfreie Ausführungen über Privathochschulen und es werden die Adressen von zwei Promotionsberatern genannt.

DAS WARS! - Keinerlei Infos über die ukrainische Rechtsgrundlage für eine Promotion von Nichtakademikern und nichts zur Führbarkeit in Deutschland! Nur Nicht-Information und unbelegte Behauptungen! Das Deutsch-Ukrainische Abkommen über Hochschulzusammenarbeit soll scheinbar nur möglichst viele Seiten füllen, denn mit dem Thema des Buches hat es nichts zu tun.

Mein persönliches Fazit: Das schlechteste und lächerlichste "Buch'', das ich je gelesen habe!

-------------------------------------------------------------

Obwohl ich ja dazu neige, die Behauptungen dieses Ebooks für Unfug zu halten, habe ich trotzdem ein paar Fragen:

Hat jemand eine Ahnung, ob ein ukrainischer Kandidat Nauk in Deutschland tatsächlich als Dr.(UKR) führbar ist? Also m.E. trifft das nur auf den russischen Kandidat Nauk zu!

Ist es überhaupt denkbar, dass eine anerkannte(!) Universität in der Ukraine, oder sonstwo auf der Welt, eine Person ohne Hochschulstudium zur Promotion zulassen könnte? Ich kann mir das beim besten Willen nicht vorstellen...

Und kann jemand was zu den zwei genannten Promotionsberatern sagen? Besonders zur Seriösität!
Es handelt sich um:

IFAC
Institut für Akademische Zusammenarbeit
Tonhallenstrasse 19
47051 Duisburg

und

West Promotionshilfe GmbH
Institut für wissenschaftliche Forschung
Waldhausweg 3
66123 Saarbrücken


MFG, mintaka.
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kocher
Specialist


Anmeldungsdatum: 22.10.2005
Beiträge: 102

BeitragVerfasst am: 20.Feb 2006 11:19    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Ist es überhaupt denkbar, dass eine anerkannte(!) Universität in der Ukraine, oder sonstwo auf der Welt, eine Person ohne Hochschulstudium zur Promotion zulassen könnte? Ich kann mir das beim besten Willen nicht vorstellen...


Eine Promotion ohne Hochschulabschluss ist nirgends möglich.

Das ukrainische Studiensystem wird derzeit auch novelliert. Z.Z. wird neben dem sowjetischen System (bakalavr/ specialist/ magistr) auch nach dem, kürzerem, angloamerikanischen bachelor/ master graduiert.

Der "kandidat nauk", nicht "doktor nauk", dieser entspricht nämlich der deutschen Habilitation, ist ein Forschungsdoktorat, Zugang ist ein hervorragender, zur Promotion berechtigender, Hochschulabschluss (specialist/ magistr/ master).

Zitat:
Hat jemand eine Ahnung, ob ein ukrainischer Kandidat Nauk in Deutschland tatsächlich als Dr.(UKR) führbar ist? Also m.E. trifft das nur auf den russischen Kandidat Nauk zu!


Nach meinem Kenntnisstand besteht derzeit noch kein staatliches Äquivalenzabkommen zur gegenseitigen Anerkennung von akademischen Graden, wohl aber ein Abkommen über eine Hochschulzusammenarbeit. Hier würde wohl eine Einzelfallentscheidung die Führung bestimmen.
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daimlersix
Insider


Anmeldungsdatum: 22.03.2004
Beiträge: 688

BeitragVerfasst am: 20.Feb 2006 12:44    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für einen weitere Stellungnahme zu den Braunfels-"Büchern", ich schließe mich der generellen Beurteilung an.
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mintaka
Newbie


Anmeldungsdatum: 16.06.2005
Beiträge: 29

BeitragVerfasst am: 21.Feb 2006 3:47    Titel: Antworten mit Zitat

kocher hat folgendes geschrieben::
Zitat:
Ist es überhaupt denkbar, dass eine anerkannte(!) Universität in der Ukraine, oder sonstwo auf der Welt, eine Person ohne Hochschulstudium zur Promotion zulassen könnte? Ich kann mir das beim besten Willen nicht vorstellen...


Eine Promotion ohne Hochschulabschluss ist nirgends möglich.



Hätte mich auch sehr gewundert!

Zitat:

Das ukrainische Studiensystem wird derzeit auch novelliert. Z.Z. wird neben dem sowjetischen System (bakalavr/ specialist/ magistr) auch nach dem, kürzerem, angloamerikanischen bachelor/ master graduiert.

Der "kandidat nauk", nicht "doktor nauk", dieser entspricht nämlich der deutschen Habilitation, ist ein Forschungsdoktorat, Zugang ist ein hervorragender, zur Promotion berechtigender, Hochschulabschluss (specialist/ magistr/ master).



Auch wenn das jetzt ein wenig Off-Topic ist, aber das ist neu für mich! Werden denn jetzt tatsächlich engl. Grade (bachelor/ master) vergeben? Ich dachte bisher immer, dass bakalavr und magistr nur russifizierte Versionen von Bakkalaureus und Magister sind. Diese Abschlüsse werden ja auch im deutschspachigem Raum verwendet, besonders in Österreich. Deswegen hätte ich erwartet, dass in der Ukraine einfach nur die Länge der bakalavr-Studiengänge von 4 auf 3 Jahre verkürzt wird, denn zusammen mit den sowieso schon 2jährigen magistr-Abschlüssen würde das dann dem Bologna-Prozess entsprechen, an dem die Ukraine ja auch teilnimmt. Die Bezeichnung der Grade ist m.E. duch Bologna nicht festgelegt, sonst müssten ja auch die Österreicher engl. Grade vergeben. Oder irre ich mich da?

mintaka.
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kocher
Specialist


Anmeldungsdatum: 22.10.2005
Beiträge: 102

BeitragVerfasst am: 21.Feb 2006 11:24    Titel: Antworten mit Zitat

@mintanka

Die Abschlüsse bakalavr (4-6 Jahre)/ specialist (5 Jahre)/ magistr (1-2 Jahre) entsprechen dem am alten sowjetischen System.
Das sowjetische System zeichnet sich durch ein sehr lange Studiendauer aus. Ein Studium kann bis zum abgeschlossenen Promotionsverfahren 18 Jahre Regelstudienzeit dauern.

Seit 2005 ist die Ukraine Bologna-Mitgliedsstaat.
Um die Hauptforderungen des Bologna-Abkommen zu erfüllen muss die Ukraine vergleichbare, verständliche, zweistufige und durch Leistungspunkte messbare Abschlüsse schaffen. Hochschulpolitisch und hochschullogistisch ist es nicht möglich, in Deutschland übrigens auch nicht, die curricula, wie Sie sagen "einfach nur in der Länge zu verkürzen".

Deshalb bestehen, wie in vielen, der anderen 45 Bologna-Mitgliedsstaaten, momentan zwei verschiedene Studiensysteme.
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herr-der-trades
Specialist


Anmeldungsdatum: 04.12.2005
Beiträge: 60
Wohnort: homeless people

BeitragVerfasst am: 23.Feb 2006 15:29    Titel: Antworten mit Zitat

die bologna beschlüsse sind desweiteren auch nur eine empfehlung und kein muss. es werden weiterhin abschlüsse wie Diplom-Wirtschaftsjurist verliehen, siehe www.fom.de, der trend zum MA und MBA bedeutet
nicht, dass alle uni´s / hochschulen in die selbige konforme richtung sprinten, hoffen wir es nicht.

auch hinken wohl die deutschen hinterher, egal wie man das bakkalaureat oder den magister schreibt, bisher gab es den bakkalaureus artium fast nicht, nur den magister. andere länder,
vorallem die osteuropäer haben seit jeher den bachelor.

die österreicher haben aus dem diplom-kaufmann den magister oec.
gebastelt, also keinen MBA wie wir es vorsehen.

und als einem diplom-juristen wird auch nicht ohne weiteres ein LLM.

da ist noch viel luft zu spekulationen im thema.

und ob der uniforme abschluss dem wettbewerb gut tut, sei dahingestellt.

jahrzehntelang hat man den soz. ländern die gleichmacherei und
die uniforme ausbildung vorgehalten, im westen dagegen konnte man
verschiedene wege gehen, jetzt auf einmal soll alles vergleichbar sein,
der trend geht meines erachtens in die falsche richtung.

soll dich das gute alte diplom bleiben, der diplom-kaufmann und
jurist und ingenieur !

weshalb sollen alle den MBA haben ??

gute alte werte werden neuen und unausgereiften ideen geopfert.


wenn eine uni zukünftig ab 2010 den MBA statt betriebswirt verleiht,
welche motivation sollte dann bestehen einen MBA wie dato zu belegen ?
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kocher
Specialist


Anmeldungsdatum: 22.10.2005
Beiträge: 102

BeitragVerfasst am: 24.Feb 2006 10:50    Titel: Antworten mit Zitat

Die Meinung von user "herr-der-trades" sollte nicht unkommentiert stehen bleiben, da sie sie die Situation falsch darstellt.

Hauptpunkt des Bolognabeschluss ist die Studiengangumstellung auf ein zweistufiges Studiensystem (ba/ma).

Die Forderung des „Berliner Kommuniqués“ von 2003, bis 2005 mit der Einführung des zweistufigen Studiensystems begonnen zu haben, ist, in Deutschland, bereits im Jahre 2002 mit dem 5. HRGÄndG erfüllt worden, das die bachelor- und masterstudiengänge in das Hochschulregelangebot einbetten.
Die einzelnen Bundesländer setzen die bundesgesetzliche Vorgabe durch Implementierung in ihre Landeshochschulgesetze um.
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herr-der-trades
Specialist


Anmeldungsdatum: 04.12.2005
Beiträge: 60
Wohnort: homeless people

BeitragVerfasst am: 25.Feb 2006 20:35    Titel: Antworten mit Zitat

............. bis auf zahlreiche Hochschulen die den Dipl.-Ing. als
deutschen Qualitätsgrad behalten wollen .....

das sind 2 paar stiefel, zweistufig ja, zwingend master nein,
diplomverleihung weiterhin möglich.
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mintaka
Newbie


Anmeldungsdatum: 16.06.2005
Beiträge: 29

BeitragVerfasst am: 26.Feb 2006 8:55    Titel: Antworten mit Zitat

Na da hab' ich ja was angerichtet!
Ich hätte nicht gedacht, dass meine kleine Nebenfrage gleich das ganze Thema des Threads umkrempelt...
Jetzt, wo's aber nun mal passiert ist, will ich auch mal meine Sichtweise darstellen:

@herr-der-trades:
Ich möchte mal einige ihrer Aussagen kommentieren.
Es ist nicht so ganz richtig, dass die Bologna Beschlüsse nur eine Emfehlung sind. Es sind, wie der Name schon sagt, Beschlüsse der Bildungsminister von inzwischen 45 europ. Ländern. Umzusetzen sind sie also auf jeden Fall, allerdings haben Sie schon Recht wenn Sie sagen, dass die Grade Bachelor und Master nicht vorgeschrieben sind. In den Beschlüssen ist immer nur von Bachelor und Master-Stufe die Rede, nie von den Graden selbst. Deshalb wird ja z.B. in Österreich in den Ingenieurwissenschaften an Stelle eines Mastergrades für den Abschluss der Master-Stufe der Grad Diplom-Ingenieur vergeben - der Gleiche wie zuvor in den grundständigen Diplomstudiengängen! (Den Diplom-Kaufmann gab es in Österreich aber nie! Der Abschluss lautet[e] vor (Diplomstudium) und nach Bologna (Master-Stufe) immer Magister oec.!) In Deutschland wird dagegen von politischer Seite vorgegeben, dass der Abschluss auf Master-Stufe auch tatsächlich ein Master-Grad sein muss. Deutsche Hochschulen besitzen leider nicht das Recht solche Dinge selbst zu entscheiden. Ich glaube aber, dass der Regel-Abschluss auf Master-Stufe in BWL der Master of Arts werden wird, und nicht der MBA. Der MBA wird wohl bleiben, was er ist.

@kocher:
Ich fühle mich von Ihnen ziemlich missverstanden! Wenn ich mir aber mein letztes Posting ansehe, dann bin ich wohl selbst daran Schuld!
Ich wollte die Sache eigentlich auf sich beruhen lassen, weil das sonst leicht zu einer Diskussion über Hochschulpolitik werden würde, und das passt nicht in dieses Forum! Dummerweise ist inzwischen genau das passiert. Also kann ich das genau so gut auch klarstellen...
Ich habe in meinem letzten Posting die Frage gestellt: Werden denn jetzt tatsächlich engl. Grade (bachelor/ master) vergeben? Das war im Grunde alles was ich wissen wollte. Den "Rest" hab' ich nur geschrieben, weil ich das Gefühl hatte, dass ich mich für meine merkwürdige Frage irrgendwie rechtfertigen müsste. (So nach dem Motto: "Wen interessiert denn, wie in der Ukraine die akademischen Grade lauten?) Ich hab' ja nicht geahnt, dass es dadurch hier auf einmal um Hochschulpolitik geht! Genau genau genommen haben Sie diesen Rest - durch meinen Fehler - ziemlich falsch verstanden, aber das hier aufzubröseln führt wiklich zu nichts. Nur eins! Sie schreiben:
Zitat:

Um die Hauptforderungen des Bologna-Abkommen zu erfüllen muss die Ukraine vergleichbare, verständliche, zweistufige und durch Leistungspunkte messbare Abschlüsse schaffen.

...

Deshalb bestehen, wie in vielen, der anderen 45 Bologna-Mitgliedsstaaten, momentan zwei verschiedene Studiensysteme.

Das habe ich als logisch und gegeben vorrausgesetzt...

An Alle:

Ich habe es schon mehrfach geschrieben: Es war wirklich nicht meine Absicht, dass es hier auf einmal um Hochschulpolitik geht, und ich bin auch der Meinung, dass das Thema nicht in dieses Forum passt! Deshalb wäre es schön, wenn wir wieder zum ursprünglichen Thema zurück kommen könnten.

Kennt denn wirklich niemand die zwei in dem Ebook genannten Promotionsberater? Das würde mich nämlich echt interessieren...


mintaka.
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jenny2005
Newbie


Anmeldungsdatum: 22.01.2006
Beiträge: 8

BeitragVerfasst am: 26.Feb 2006 13:10    Titel: Antworten mit Zitat

mintaka hat folgendes geschrieben::
(Den Diplom-Kaufmann gab es in Österreich aber nie! Der Abschluss lautet[e] vor (Diplomstudium) und nach Bologna (Master-Stufe) immer Magister oec.!)


Der Abschluss lautet in Österreich immer Mag. rer. soc. oec., und nicht Mag. oec., was daran liegt, dass in Österreich die Sozial- und Wirtschaftswissenschaften noch zusammengehören, und nicht, wie in Deutschland, in einzelne Titel aufgesplittet wurden.
Diese Information ist leider falsch, mintaka, genau wie die Aussage, dass es in Österreich niemals den Diplom-Kaufmann gegeben hätte.
Dieser existierte vor allem an der Wirtschaftsuniversität Wien (die damls noch Handelshochschule irgendwas oder so hieß), und wurde dann wie alle anderen Diplom-Titel MIT AUSNAHME des Dipl.-Ing. irgendwann in den 70ern zugunsten der Magister-Titel abgeschafft.
Es gibt noch immer tausende österreichische Diplom-Kaufleute, die inzwischen in Spitzenpositionen in Wirtschaft oder Verwaltung stehen, die in Österreich nicht "Dipl.-Kfm." wie in Deutschland, sondern "Dkfm." abgekürzt werden.
(nur zur Richtigstelung)
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mintaka
Newbie


Anmeldungsdatum: 16.06.2005
Beiträge: 29

BeitragVerfasst am: 26.Feb 2006 17:21    Titel: Antworten mit Zitat

jenny2005 hat folgendes geschrieben::
mintaka hat folgendes geschrieben::
(Den Diplom-Kaufmann gab es in Österreich aber nie! Der Abschluss lautet[e] vor (Diplomstudium) und nach Bologna (Master-Stufe) immer Magister oec.!)


Der Abschluss lautet in Österreich immer Mag. rer. soc. oec., und nicht Mag. oec., was daran liegt, dass in Österreich die Sozial- und Wirtschaftswissenschaften noch zusammengehören, und nicht, wie in Deutschland, in einzelne Titel aufgesplittet wurden.
Diese Information ist leider falsch, mintaka, genau wie die Aussage, dass es in Österreich niemals den Diplom-Kaufmann gegeben hätte.
Dieser existierte vor allem an der Wirtschaftsuniversität Wien (die damls noch Handelshochschule irgendwas oder so hieß), und wurde dann wie alle anderen Diplom-Titel MIT AUSNAHME des Dipl.-Ing. irgendwann in den 70ern zugunsten der Magister-Titel abgeschafft.
Es gibt noch immer tausende österreichische Diplom-Kaufleute, die inzwischen in Spitzenpositionen in Wirtschaft oder Verwaltung stehen, die in Österreich nicht "Dipl.-Kfm." wie in Deutschland, sondern "Dkfm." abgekürzt werden.
(nur zur Richtigstelung)


Tja, ich hätte wohl nicht 'nie' schreiben sollen (wo ich doch nur "vor Bologna" meinte) und es wäre wohl auch eine sehr gute Idee gewesen den Magister oec. nicht einfach aus dem Posting von herr-der-trades zu übernehmen, sondern das nochmal zu überprüfen. Inzwischen ist mir auch aufgefallen, dass mir bisher nur der Mag. rer. soc. oec. in Natura begegnet ist! Man darf eben nicht so nachlässig sein...

Ich hoffe aber, jetzt sind wirklich alle Klarheiten beseitigt...

mintaka
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HoOps
Specialist


Anmeldungsdatum: 06.08.2005
Beiträge: 97

BeitragVerfasst am: 26.Okt 2006 6:52    Titel: zurück zum Thema Antworten mit Zitat

Ganz einfach. Hier ist eine Telefonnummer:

0203 - 9413091 des Instituts für akademische Zusammenarbeit

Tonhallenstr. 19
47051 Duisburg

und ob der andere Laden überhaupt besteht, wage ich zu bezweifeln.

Ebenso der Name "York von Braunfels" ist höchstwarscheinlich ein Pseudonym mit - lediglich wirtschaftlichen Interessen!

Um seine Werke wird ein großes Geheimnis gemacht. Wundert mich, das GoMoPa die Werke nicht schon als abschreckendes Beispiel hier veröffentlicht hat...
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Atrox
Specialist


Anmeldungsdatum: 04.01.2006
Beiträge: 169
Wohnort: Schleswig-Holstein

BeitragVerfasst am: 26.Okt 2006 14:46    Titel: Antworten mit Zitat

Eine Promotion ist in den USA ohne Hochschulabschluss möglich

Man gucke sich mal die Studenten an - da kam ein Straßenpenner ohne Abschluss an ein paar Tausen Dollar und ist wenge Jahre später Professor.

Es grüßt...

Dr.sat.theol Atrox
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Atrox
Specialist


Anmeldungsdatum: 04.01.2006
Beiträge: 169
Wohnort: Schleswig-Holstein

BeitragVerfasst am: 26.Okt 2006 14:49    Titel: Antworten mit Zitat

Übrigens wäre das Ghostwriting auch ne möglichkeit - ist aber illegal...aber shit happens. Solange das nicht auffliegt kann man sich miut den ergatterten Titel schmücken, sei es der Dr.med., Dr.phil., Dr.jur., Dr.-Ing., Dr.Sportwiss., Dr.rer.nat., Dr.rer.oec., Dr.rer.pub. und sogar den äußerst seltenen Dr.rer.med. wovon ich nu#r ein Kriminalbiologen als Titelträger kenne.
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Foren Troll
Newbie


Anmeldungsdatum: 14.09.2004
Beiträge: 26

BeitragVerfasst am: 26.Okt 2006 14:53    Titel: Antworten mit Zitat

Mit den Kollegen dieser Kriminalbiologen werden Sie wohl bald zu tun haben, wenn Sie diesen Dr-Titel führen!
_________________
Foren Troll findet das toll!
Nach oben
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