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Per Copy & Paste zum Doktortitel

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DaMal
Insider


Anmeldungsdatum: 21.05.2004
Beiträge: 608

BeitragVerfasst am: 4.Jul 2005 12:38    Titel: Per Copy & Paste zum Doktortitel Antworten mit Zitat

Die Zahl der Plagiate im Hochschulbereich scheint durch das Internet weiter anzusteigen.
http://www.br-online.de/wissen-bildung/artikel/0408/21-plagiat/index.xml
Zitat:
Google, Mausklick, raubkopiert ...

... und schon bist du promoviert: Fast ein Fünftel aller wissenschaftlichen Arbeiten sind aus dem Internet abgeschrieben. Bislang waren Lehrer und Dozenten ziemlich hilflos bei der Entscheidung, ob ein Original oder eine Kopie auf ihrem Schreibtisch lag. Jetzt schafft eine Uni Abhilfe: Sie bietet Tipps und Tools zum Aufspüren von Geklautem.

Wissenschaft kinderleicht gemacht - die Seminararbeit per "Copy & Paste" gehört hoffentlich bald der Vergangenheit an. Denn nach Dutzenden von Webseiten zur Vermittlung fertig geschriebener Schul- oder Seminararbeiten rüsten jetzt die Universitäten nach: Die Fachhochschule für Technik und Wirtschaft (FHTW) in Berlin bietet den "Fremde Federn"-Service für Lehrkräfte an Schulen und Universitäten.
FFF - fremde Federn finden

Web-Tipp

Fremde Federn finden mit Hilfe der FHTW Berlin:
plagiat.fhtw-berlin.de
Auf der Anti-Plagiat-Website finden sich nicht nur ausführliche Erläuterungen darüber, wo ein Zitat aufhört und der Klau geistigen Eigentums anfängt, sondern vor allem Lernmodule und Werkzeuge um in Zukunft selbst per Mausklick den Diebstahl zu entlarven. Nach der Entwicklung der letzten Jahre ist das auch dringend notwendig.



Plagiarism Finder 1,0u
http://www.winload.de/download/29920/Internet/Bookmark_Suche/Plagiarism-Finder-1.0u.html
Zitat:
Programmbeschreibung
Wissenschaftliche Arbeiten werden häufig (zumindest teilweise) aus dem Internet kopiert. Manuelle Überprüfung ist kaum möglich. Plagiarism-Finder ist eine Windows-Software, die sich auf jedem PC mit Internet-Anschluss installieren lässt. Sie wählen die zu überprüfenden Dokumente aus und erhalten das Ergebnis der Überprüfung nach einigen Minuten. Anschließend wissen Sie genau, welche Teile der Arbeit aus dem Internet stammen.


Was lernen wir daraus? Das Internet ermöglicht zwar viele Betrügereien, es gibt allerdings auch vermehrt Adressen preis, mit deren Hilfe Betrügereien zunehmend aufgeklärt werden können.
Ich empfehle daher grundsätzlich selbst zu schreiben. Denn fliegt das Plagiat auf, so wird der Titel, auch nachträglich noch, aberkannt.
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MartinAnders
Specialist


Anmeldungsdatum: 13.01.2004
Beiträge: 55

BeitragVerfasst am: 4.Jul 2005 16:27    Titel: Antworten mit Zitat

@gast-luk

dieses Thema garantiert einen hohen Erkenntnis- und Unterhaltungswert (wo hat man beides schon mal so eng beisammen?). Wilson Mizner, immer für markige Sprüche gut, (http://www.creativequotations.com/one/171.htm) verdanken wir eine ausgesprochen ironische Sichtweise auf den Begriff des Plagiates:

abschreiben aus einem Buch = Plagiat;
aus zwei Büchern abschreiben = Essay;
abschreiben aus drei Büchern = Kompilation;
aus vier Büchern abschreiben = Dissertation.

Da ist doch was dran, oder?. Gleichwohl ist es wichtig (schon im eigenen Interesse) einen redlichen und respektvollen Umgang mit Texten anderer Autoren zu pflegen.

In den angelsächsichen Ländern folgt dem entdeckten Plagiat zumeist die Relegation des Plagiators. Verschiedene britische Unis führen bei elektronisch vorgelegten Arbeiten bereits regelmäßig Softwarekontrollen durch und konnen sich dabei auf eine übergreifende Datenbank stützen.

Dein Link zur FTHW Berlin geht auf eine Initiative vonFrau Prof. Dr. Debora Weber-Wulff zurück, die sich schon seit einigen Jahren mit diesem Thema beschäftigt. Diesem Engagement ist es auch zu verdanken, daß die FTHW Berlin bereits seit Juli 2002 über "Leitlinien
zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis und zum Umgang mit wissenschaftlichem Fehlverhalten an der FHTW Berlin" verfügt.

Ich kann deswegen jedem am Thema interessierten Leser empfehlen, auf der FTHW-Webseite etwas zu stöbern.
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DaMal
Insider


Anmeldungsdatum: 21.05.2004
Beiträge: 608

BeitragVerfasst am: 4.Jul 2005 19:39    Titel: Beeindruckende Definition Antworten mit Zitat

MartinAnders hat folgendes geschrieben::

abschreiben aus einem Buch = Plagiat;
aus zwei Büchern abschreiben = Essay;
abschreiben aus drei Büchern = Kompilation;
aus vier Büchern abschreiben = Dissertation.

Wilson Mizners (US-Drehbuchautor, 1876 - 1933) Formulierung ist zweifelsfrei die beste Definition, die mich bisher dazu erreicht hat.
Recht heftig an dieser Formulierung ist, dass sie einerseits schon provozierend wirkt, andererseits aber durchaus nicht selten schon fast wörtlich den wirklichen Tatsachen entspricht.

Zitat:
"Mit dem Kopieren' fremder Arbeiten begeht Ihr eine Urheberrechtsverletzung und macht Euch strafbar!", appelliert der hinter der Website stehende Grin-Verlag zwar ausdrücklich; der Hinweis allein helfe indes wenig, meint Deutschlands Plagiat-Bekämpferin Nummer eins, Debora Weber-Wulff: "Wer liest das schon?" Die Amerikanerin, die an der Berliner Fachhochschule für Technik und Wirtschaft forscht und lehrt, hat sich vor drei Jahren auf einen unerbittlichen Kreuzzug gegen die Verrohung der Sitten des wissenschaftlichen Arbeitens begeben. Als sie beim Korrigieren einer Seminararbeit krank im Bett lag, hatte sie viel Zeit, sich einige Ungereimtheiten in den Hausarbeiten unter der Lupe anzusehen. "Teils fand ich eine Häufung englischer Fachbegriffe, teils Ausdrücke wie zum Beispiel Regalbauers Alptraum'", erzählt Weber-Wulff. "Das ist ein typischer Ausdruck, wie er in der Zeitschrift Der Spiegel vorkommt - so was rieche ich auf 1.000 Meter!" Vielleicht hätte die Plagiats-Wächterin sogar den einleitenden Absatz dieses Artikels entlarvt. Noch im Krankenbett musterte die Professorin für Medieninformatik fünf Arbeiten ganz genau, von denen sich prompt zwei als Fälschungen herausstellten, bei einer ergab der Test per Suchmaschine sogar, daß es sich um eine Eins-zu-eins-Kopie aus hausarbeiten.de handelte. "Ich fühlte mich schwer getäuscht", erinnert sich die Professorin. Als sie ihren Studenten nach ihrer Krankheit mit ernsten Konsequenzen drohte, fanden sich zehn weitere reuige Sünder, die teils unter Tränen ihre Fälschungen gestanden. Am Ende stellte sich heraus, daß zwölf der 34 Seminararbeiten Teil- oder Voll-Plagiate waren.


Auch Martin Luther King konnte es einfach nicht lassen:
Zitat:
Seine akademischen Schriften sind offenbar in Teilen Plagiate. Das ist seit Ende der achtziger Jahre wissenschaftlich untersucht und unter anderem im »Journal für amerikanische Geschichte« dokumentiert. King hat als Student und Doktorand absatzweise von anderen theologischen und philosophischen Arbeiten abgeschrieben, ohne sich die Mühe zu machen, diese als Zitate zu kennzeichnen oder entlehnte Gedanken in eigene Worte zu fassen. Nachdem die Abkupferei ans Licht kam, musste sich die Universität von Boston sogar mit der Frage befassen, ob man King den Doktortitel posthum wieder aberkennt. Aber da war der ehemalige Theologiestudent schon zur Ikone geworden. Doch hätten Kings Prüfer die Plagiate entdeckt, als er noch ein unbekannter Student war - er hätte wohl keinen Abschluss bekommen.

http://www.sonntagsblatt-bayern.de/news/aktuell/2004_01_19_01.htm
Meist geht es jedoch nicht so gut aus, wenn es ans Tageslicht kommt...
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DaMal
Insider


Anmeldungsdatum: 21.05.2004
Beiträge: 608

BeitragVerfasst am: 8.Jul 2005 11:56    Titel: Online Kurs: Plagiate finden Antworten mit Zitat

Onlinekurs: Plagiate finden. Das hat doch was?!

Zitat:
Kopieren statt Kapieren?
Vom Umgang mit Plagiaten

Brecht hat es getan, Shakespeare hat es getan – und immer mehr Schüler tun es: Sie geben fremde Texte als ihre eigenen aus. „Plagiate“ nennt man das und nicht nur Uni-Professoren, sondern auch Lehrer kämpfen damit. Denn im Internet finden Schüler fertige Texte zu fast jedem Fach und jedem Thema – von Antigone bis Zwölftonmusik. Einfach kopieren, den eigenen Namen darüber schreiben und fertig ist das Referat. Doch nicht immer merken Lehrer, wenn sie es mit Plagiaten zu tun haben. Der Online-Lehrgang "Fremde Federn finden" unterstützt Sie beim Erkennen von Plagiaten.

Zitat:
Die guten Worte eines anderen

Welch hübscher Satz, welch kluge Pointe! Manchmal wundert sich Jürgen Keßler, welche bestechende Leistungen seine Zehntklässler in ihren Referaten doch so erbringen. Und dann geht Keßler an seinen Computer und sucht ein wenig im Internet - nach dieser Formulierung und nach jenem Satz. Und stellt fest: Die guten Worte, sie wurden von einem anderem erdacht – sein Schüler hat das Referat lediglich aus dem Internet kopiert. „Für mich ist das ein Täuschungsversuch, der Schüler bekommt eine 6“, sagt Keßler, Lehrer für Englisch, Geschichte und Gemeinschaftskunde am Gymansium im Hamburger Stadtteil Hummelsbüttel. In der zehnten Klasse lässt er seine Schüler im Englischunterricht eine längere Präsentation schreiben, über amerikanischen Geschichte, über den Vietnamkrieg oder die Prohibition. Gut ein Drittel seiner Schützlinge, so schätzt Keßler, mache sich dabei nicht die Mühe, Fakten zusammenzutragen, neu zu denken, selber zu formulieren, sondern übernähme einfach Texte aus dem Netz – zerschnitten oder am Stück.

Zitat:
Die Plage mit den Plagiaten

Seit etwa fünf Jahren beobachtet die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) vermehrt solche Täuschungsversuche mit Internetplagiaten, sagt Sigrid Baumgardt von der GEW Berlin – seit immer mehr Schüler einen PC und immer mehr Schulen einen Computerraum haben. Konkrete Daten über die Anzahl von Plagiatsversuchen an deutschen Schulen gibt es indes nicht. Eine amerikanische Studie aus dem Jahr 2001 befragte 4.500 High-School-Schüler und fand heraus: Internet-Plagiarismus ist dort Alltag. Über die Hälfte der Schüler gab zu, zumindest Textteile aus dem Internet kopiert zu haben, ohne die Quelle anzugeben – 15 Prozent der Befragten sagten gar, sie hätten ein ganzes Referat mehr oder minder heruntergeladen und als das ihre ausgegeben. Der Schwindel mit den Netz-Werken beginnt auch in Deutschland früh, meint Baumgardt, bereits in der fünften, sechsten Klasse. Ein Problem sei das vor allem bei mündlichen und schriftlichen Referaten und bei Hausaufgaben, kaum bei Klausuren. Im Internet hat sich ein munteres Treiben mit den schreibfaulen Schülern entwickelt: www.fundus.org oder www.schuelerweb.de heißen Seiten, auf denen sie nach Referaten suchen können. Angebote wie „hausarbeiten.de“ oder „referate.de“ bieten gar Texte gegen Geld. Doch nicht an allen Schulen scheint die Plagiat-Plage angekommen zu sein. Während für Lehrer wie Jürgen Keßler die Suche nach geklauten Texten Routine ist, sagen andere Gymnasien wie die Herder-Oberschule in Berlin: Plagiate – kennen wir nicht. Was nicht allein an den braven Schülern liegen mag, sondern auch an der Unkenntnis mancher Lehrer, Plagiate als solche zu erkennen – und nachzuweisen.

Zitat:
Den Tätern auf der Spur

Da beherrscht ein Schüler plötzlich den Konjunktiv. Oder er macht in manchen Absätzen der Hausarbeit keinen einzigen Rechtschreibfehler mehr. Auch Textpassagen in einer anderen Schriftart oder Absätze, die viel schmaler sind als der übrige Text, lassen Jürgen Keßler aufmerken: Hier könnte der Schüler einfach Blöcke aus dem Netz kopiert haben. Dann gibt Keßler ganze Sätze oder auch auffällige Worte des Referates in der Internet-Suchmaschine „Google“ ein – und stößt meist schnell auf den Originaltext, den der Schüler verwendet hat. Manchmal sucht er auch gezielt bei Internet-Angeboten wie „hausarbeiten.de“, wo man für viele Referate bezahlen muss – „das gönn‘ ich mir dann schon mal“, so Keßler – selten vergebens. „Mein Verdacht ist in 95 Prozent der Fälle richtig.“ Wenn er eine Stelle in einer Arbeit als Plagiat erkannt habe, lese er gar nicht mehr weiter, „dann gibt es gleich eine 6“. Die betreffenden Schüler nähmen das Urteil meist ohne Murren hin – denn Keßler hat ihnen vorher erklärt, was ein Zitat und was ein Plagiat ist, was wissenschaftliches Arbeiten ist und was Betrug.

Zitat:
Zwischen Klau und Quelle

„Aus einem Buch abschreiben, ist ein Plagiat, beim zweiten beginnt die Forschung“, hat der englische Dichter John Milton einst gesagt. Das zeigt: Es ist ein schmaler Grat dazwischen, geistiges Eigentum zu klauen oder es als Quelle zu benutzen. Jürgen Keßler spricht deswegen im Unterricht ausführlich mit seinen Schülern darüber, wie man mit fremden Texten umgeht: dass man Fußnoten setzt, wenn man jemanden wörtlich zitiert. Dass man auf den Autor verweist, wenn man Gedankengänge übernimmt. Dass die eigene Leistung darin besteht, aus verschiedenen Quellen Neues zu schaffen. „Meine Schüler wissen, dass nichts dagegen spricht, jemanden zu zitieren, der etwas Tolles gesagt hat – solange sie die Quelle angeben“, sagt Keßler. Wer dies als Lehrer nicht thematisiere, müsse allerdings damit rechnen, dass bei den Schülern kein Unrechtsbewusstsein vorhanden sei und Schüler denken: „Wieso, ich hab doch bloß recherchiert!“

Zitat:
Kopiert heißt noch nicht kapiert

Nicht alle Lehrer sind so strikt wie Jürgen Keßler. An anderen Schulen ist man froh, wenn die Schüler überhaupt auf die Idee kommen, im Internet zu recherchieren. So sagt Thomas Schumann, stellvertretender Schulleiter der Ernst-Schering-Oberschule im Berliner Stadtteil Wedding: „Wir haben hier eher das Problem, dass die Schüler sich gar keine Gedanken über ihre Hausaufgaben und Referate machen.“ Die Recherche im Internet sei da schon ein erster Schritt, ein erster Lernerfolg. Und wenn ein Schüler dann einen geklauten Text vortrage, müsse er ja zumindest einen Teil davon begriffen haben – „und das ist ja auch schon eine eigene Leistung“. Wenn allerdings Schüler Texte nur kopierten, und gar nichts kapierten, sei das sehr ärgerlich und man ginge dagegen vor, so Schumann. Er sieht in Plagiaten ein Problem, das die Lehrer in den kommenden Jahren begleiten wird. „Da überrollt uns etwas, auf das wir nicht unbedingt vorbereitet waren.“

Zitat:
Fremde Federn finden

Jürgen Keßler hat sein Wissen über Internet-Plagiate von Kollegen – „die informelle Schulung im Lehrerzimmer“ – und von seinem Sohn. „Der ist ein Internetspezialist und erzählt mir immer das Neueste“, sagt Keßler. „Dabei vergisst er wohl manchmal, dass Papa Lehrer ist, und alles gleich verwendet.“ Wer nicht auf so versierte Kinder und Kollegen zurückgreifen kann wie Keßler, hat die Möglichkeit, in einem Online-Lehrgang das Wichtigste über Plagiate aus dem Netz zu lernen. Unter http://plagiat.fhtw-berlin.de/ hat die Berliner Professorin Debora Weber-Wulff einen Leitfaden für Lehrende zusammengestellt. „Fremde Federn finden“ heißt er und hier erfährt man alles über Plagiate in Kunst, Literatur und Musik, lernt Hausarbeiten-Börsen im Netz kennen und bekommt Informationen, wie man den ersten Verdacht schöpft und wie man ihn erhärtet. An verschiedenen Texten über Ahornsirup, Grasfrösche und die Geschichte des Döner können Lehrer ihre Plagiat-Finde-Fähigkeiten trainieren. Und dann vielleicht auch einmal zu dem erfreulichen Ergebnis kommen: Kein Plagiat, mein Schüler ist wirklich so schlau.

http://www.cornelsen.de/tw_statisch_neu/kontext_schule/plagiate.html
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MartinAnders
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Anmeldungsdatum: 13.01.2004
Beiträge: 55

BeitragVerfasst am: 8.Jul 2005 12:43    Titel: Wenn alle plagiieren, gibt es keine Plagiate mehr .... Antworten mit Zitat

Eine Lerneinheit zum Thema Plagiat findet sich auch hier:

http://plagiat.fhtw-berlin.de/html/lerneinheiten.html
http://www.f4.fhtw-berlin.de/%7Eweberwu/papers/Lerneinheit-Plagiat.doc

Und wer mit Zeit und Interesse dem Angebot folgt, der wird schnell feststellen, dass es unter Lehrern Kandidaten gibt, bei denen ein besonderer Nachholebedarf in Punkto Unrechtsbewußtsein angesagt ist:

http://www.oszhandel.de/gymnasium/faecher/informatik/recht/xgym/index.htm.

Ob die Zeiten nun schlecht oder die Menschen noch schlechter sind, kann ich an dieser Stelle nicht entscheiden. Vielleicht hilft ja die Anwandlung eines überlieferten Churchill-Zitates weiter: "Traue keinem Text, den du nicht selbst geklaut hast!"
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DaMal
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Anmeldungsdatum: 21.05.2004
Beiträge: 608

BeitragVerfasst am: 8.Jul 2005 19:03    Titel: Für jedes Problem gibt es eine Lösung. Antworten mit Zitat

Tja, zumindest wird das Abschreiben sicher noch deutlich zunehmen. Die USA ist uns zeitlich meist weit voraus. Bei denen ist an manchen Hochschulen fast jede dritte wissenschaftliche Arbeit ganz oder teilweise abgeschrieben worden.
Und das ist an sich schon sehr erstaunlich. Gerade auch deswegen, weil Ghostwriting dort inzwischen schon als gewöhnliche Dienstleistung akzeptiert und daher entsprechend von sehr vielen Menschen genutzt wird. Ich nehme an, dass wir in Zukunft auch näher in diese Richtungen tendieren werden.

Vielleicht wird es sich ja eines Tages lohnen, eine neue Berufsgruppe aufzubauen, die sich ausschließlich mit dem Aufspüren solcher Manipulationen beschäftigt.
Wer weiß, vielleicht werden sich Abschlüsse entwickeln wie: "Dipl. Plagiatwirt" bzw. "Master of Science in Plagiarism Management" oder so. Hört sich jetzt noch sehr lustig an, aber ähnliches wäre durchaus denkbar.
Das Problem ist dabei ja auch, dass man durch solche Aktionen z. B. im Internet zunehmend von einer Welle von Informationen überflutet wird, wobei der eigentliche Informationsgewinn durch Plagiate sinkt. Dadurch wiederum wird sehr viel Zeit vergeudet. Leider werden auch falsche Informationen abgeschrieben und durch Plagiate vermehrt.

Anders herum werden ja auch immer wieder Songs bis zum Abwinken gecovered, dass die zuletzt schon fast originaler sind als das ursprüngliche Erstlingswerk...
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