| |

|
| Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen |
| Autor |
Nachricht |
daimlersix Insider
Anmeldungsdatum: 22.03.2004 Beiträge: 688
|
Verfasst am: 31.März 2007 13:34 Titel: Vier Jahre Haft für falschen Prinzen |
|
|
Ein 40-jähriger Tiroler, der sich als Prinz Sayn-Wittgenstein ausgegeben hatte, wurde am Mittwoch in Wien wegen gewerbsmäßigen schweren Betrugs zu vier Jahren Haft verurteilt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.
Im vergangenen Herbst stellte er sich in zahlreichen Unternehmen als zahlungskräftiger Immobilienhändler vor, unter anderem legte er auch einen Depotauflösungsschein über 580.000 Euro vor, um seinen Reichtum zu dokumentieren.
Doch davon stimmte nichts: Das Dokument war gefälscht, er hatte keinen einzigen Kunden und war erst wenige Wochen zuvor aus mehrjähriger Haft entlassen worden.
In Wahrheit heißt der Tiroler Alois und auch seinem richtigen Familiennamen würde man keine "blaublütige" Abstammung zuschreiben.
Allerdings hatte er unmittelbar nach seiner Enthaftung eine Annonce entdeckt, in der eine Vertreterin des Geschlechts Sayn-Wittgenstein Interessenten eine Adoption versprach, falls diese im Gegenzug ihre Obsorge "bis ins hohe Alter" übernehmen würden.
Der Betrüger meldete sich bei der älteren Dame und gab vor, er könne auf Hinterlassenschaften in England und der Schweiz zugreifen und sei Geschäftsführer eines 70 Hubschrauber umfassenden Luftfahrtunternehmens. Er werde sich gern um sie kümmern, wenn sie ihn zum Prinzen mache.
bwohl die Adelige stutzig wurde und nichts unterschrieb, schaffte es der Tiroler, dass die im Dezember 2005 von ihm beantragte Namensänderung durchging.
Offensichtlich hat der zuständige Magistratsbeamte die vorgelegten und vermutlich getürkten Unterlagen zu wenig geprüft - so wurde aus dem Mann scheinbar doch noch ein Prinz.
Am Mittwoch musste er sich vor einem Schöffensenat wegen schweren Betrugs verantworten, denn er hatte die angemieteten Luxusfahrzeuge ebenso wenig bezahlt wie Computer- und Handyrechnungen. Er lebte im Wesentlichen von seinen Kreditkarten, die er einfach überzog.
Am Ende versuchte er noch, mit einer gefälschten Lohnbestätigung einen Kredit von 60.000 Euro zu ergaunern. Dieser Schwindel flog jedoch auf und der Hochstapler wurde wieder in Haft genommen.
Der falsche Prinz Sayn-Wittgenstein wurde schließlich wegen gewerbsmäßigen schweren Betrugs zu vier Jahren Haft verurteilt. Da der Schöffensenat zwei offene Bewährungsstrafen im Ausmaß von weiteren drei Jahren widerrief, muss der 40-jährige Tiroler insgesamt sieben Jahre absitzen.
Der Angeklagte war mit dem Urteil einverstanden. Staatsanwalt Gerhard Jarosch gab dagegen vorerst keine Erklärung ab, die Entscheidung ist daher noch nicht rechtskräftig.
QUELLE: http://tirol.orf.at/stories/142954/ |
|
| Nach oben |
|

|
|
|
|
|
|
Sie können keine Beiträge in dieses Forum schreiben. Sie können auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten. Sie können Ihre Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten. Sie können Ihre Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Sie können an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.
|
|
Powered by phpBB © phpBB Group
|
|
|
|