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Wie entlarve ich eine Person als Betrüger?

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12fly
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Anmeldungsdatum: 09.12.2005
Beiträge: 4
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 9.Dez 2005 18:37    Titel: Wie entlarve ich eine Person als Betrüger? Antworten mit Zitat

Guten Tag,

ich habe einen Bekannten, der vorgibt Dr. zu sein. Ich glaube aber nicht, dass der Doktortitel, den man(n) für 10.000€ käuflich erworben hat auch rechtmäßig führen darf.

Diese Person schmückt sich sogar mit dem Dr. Titel auf der Visitenkarte und gibt sich hier als Dr. der Betriebswirtschaft aus, damit suggeriert er seinen Kunden (er ist Versicherungsmakler und Dipl. Betriebswirt) eine ganze Menge an Fachkompetenz die aber mit Sicherheit nicht vorhanden ist.

Meine FRAGE: Gibt es eine Möglichkeit / Institution in Deutschland nachzuprüfen, anhand des Names, Wohnhaft und Geburtsdatum dieser Person, was er in wirklichkeit für einen Titel "erworben" hat und welche genaue Bezeichnung diese hat und aus welchem Land das Ganze stammt!?

Sollte es eine dementsprechende Institution geben, wer ist in welchem Maße berechtigt sich eine Auskunft erteilen zu lassen?

Ich würde mich sehr über eine positive Rückmeldung freuen.

Mfg-12fly
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sdre
Newbie


Anmeldungsdatum: 15.08.2005
Beiträge: 38

BeitragVerfasst am: 9.Dez 2005 19:20    Titel: Antworten mit Zitat

nun, Du solltest ihn zunöchst fragen, wo er denn den Doktor eigentlich her hat. Dann meldest Du Dich bei der jeweiligen Uni und fragst nach, teils muss dies schriftlich erfolgen. Dann weißt Du Bescheid, eigentlich ganz einfach.
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Wendehals
Insider


Anmeldungsdatum: 14.09.2005
Beiträge: 630

BeitragVerfasst am: 9.Dez 2005 19:32    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo 12fly.

Woher wissen Sie bzw. warum vermuten Sie, dass Ihr Bekannter seinen Doktortitel käuflich erworben hat? Ein so runder Preis von genau 10.000,00 Euro kann schon ein Indiz sein.

In welchem Staat/ Land hat er den Doktorgrad erlangt? Als Dr. der Betriebswirtschaft darf er sich nur nennen, wenn er diesen im deutschsprachigen Raum erlangt hat. Führt er seinen Grad mit Herkunftsbezeichnung? Haben Sie evtl. nähere Anhaltspunkte?

Wenn Sie mir die verleihende Stelle nennen könnten, wäre eine Überprüfung sehr leicht. Fragen Sie ihn mal danach. Gibt er keine Auskunft, fragen Sie mal nach dem Land, indem er seinen Grad erworben hat. Wenn der Grad ehrlich erworben wurde, wird er sich nicht herausreden.

Zitat:
Meine FRAGE: Gibt es eine Möglichkeit / Institution in Deutschland nachzuprüfen, anhand des Names, Wohnhaft und Geburtsdatum dieser Person, was er in wirklichkeit für einen Titel "erworben" hat und welche genaue Bezeichnung diese hat und aus welchem Land das Ganze stammt!?

Kommt der Grad aus dem Ausland, ist das praktisch unmöglich. Nicht in jedem Land wird jeder Absolvent behördlich gemeldet. Eine solche Liste kann also nie vollständig sein.

Am besten machen Sie eine umfangreiche Google-Suche und horchen ihn unauffällig aus. Wenn Sie nähere Infos haben, melden Sie sich wieder und ich kann Ihnen vielleicht weiterhelfen.

MfG Andy
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Wendehals
Insider


Anmeldungsdatum: 14.09.2005
Beiträge: 630

BeitragVerfasst am: 9.Dez 2005 19:40    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Dr. der Betriebswirtschaft

Führt der den genau so? Falls ja, ist das schon auffällig. Oder verwendet er auch übliche Kurzformen wie z. B. Dr. rer. oec.?

MfG Andy
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collector
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Anmeldungsdatum: 22.11.2005
Beiträge: 31

BeitragVerfasst am: 9.Dez 2005 20:15    Titel: im Bibliotheksverbund nachsehen, ein Anhalt Antworten mit Zitat

Ich kann zwar nur für Österreich sprechen, hier gibt es einen Bibliotheksverbund wo alle Diplomarbeiten, Dissertationen die an österreichischen Hochschulen erstellt wurden (außer Medizin und Jus) aufliegen. Einfach den Namen in den Verbund eingeben und dann sieht man ob eine Publikation mit dem Namen vorliegt. Die Adresse in ÖSterreich ist :
http://meteor.bibvb.ac.at/F?func=file&file_name=start&local_base=acc01

lG
Christopher
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Talent
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Anmeldungsdatum: 27.09.2005
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 10.Dez 2005 14:13    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

da Dein Bekannter Dipl.-Betriebswirt ist gehe ich erstmal davon aus, dass er einen FH Abschluss in Deutschland erworben hat. Der Titel müsste dann genauer Dipl.-Betriebswirt (FH) lauten und ist in Deutschland nicht an Universitäten erwerbar - dort wird ausschließlich der Titel Dipl.-Kaufmann vergeben. Nur Universitäten sind berechtigt zur Promotion!

Mit einem FH Abschluss in Deutschland zu promovieren ist theoretisch möglich praktisch aber sehr schwierig. Grundvoraussetzung dazu ist ein sehr guter FH Abschluss - also mindestens 1,5. Hat das Dein Bekannter geschafft?

Gehen wir mal davon aus das er es geschafft hat einen überdurchschnittlichen Abschluss zu erzielen und einen Doktorvater zu finden - was die eigentliche Schwierigkeit darstellt. Wie lange hat er denn promoviert? In Deutschland im Fach Wirtschaftswissenschaften zu promovieren dauert mindestens 3 Jahre meistens eher 4-5 Jahre.
Im Anschluss daran bekommt er entweder den Titel Dr. rer. oec oder den Titel Dr. rer. pol. verliehen.

Gehen wir davon aus, dass er den erforderlichen Notendurchschnitt nicht geschafft hat - dann bleibt Ihm nur das Ausland. Zu achten ist darauf, dass sich das Land bereits in der EU befindet um keinen Zusatz zum Doktortitel führen zu müssen. Hierbei kommen zur Zeit vor allem Osteuropäische Länder in Frage.

Diese Länder bieten zwei Titel auf Promotionsebene an. Den PHD - der klassische überall akzeptierte angelsächische Doktorgrad oder der Titel PhDr. - der in diesen Ländern einer Promotion entspricht - in Deutschland aber nur bedingt (Erklärung folgt).

Hat er sich für den PHD entschieden, dann muss er ebenfalls einen Notendurchschnitt haben der überdurchschnittlich ist (also normalerweise bis 2,0). Dieser Titel erfordert eine Studienzeit von midestens 3 Jahren meistens viel länger. Neben der Dissertation hat man eine ganze Reihe an Prüfungen (auf englisch) zu absolvieren, einige Veröffentlichungen zu schreiben - was alles andere als einfach ist.

Der Hintergrund ist, dass der PHD in diesen Ländern der deutschen Habilitation entspricht (es gibt also keinen höheren Grad der dort erworben werden kann). Danach könnte man sich in diesen Ländern auf einen Lehrstuhl bewerben.

Aber Achtung!!! Für den Titel PHD gibt es keine "eindeutschung" - also dieser Titel ist nur als PHD nach dem Namen führbar und NIE als Dr. - obwohl er dem deutschen Dr. gleichgestellt ist !!! Bis Ende der 80 er Jahre des letzten Jahrhunderts war dies noch möglich - heute nicht mehr.
Informationen dazu erteilt jedes Ministerium (Bildung, Kultur)

Ich denke er hat sich aber für den PhDr. entschieden. Dieser Titel wird nach einer Studienzeit von normalerweise 1 - 1 1/2 Jahren erworben. Die Leistungen die zu erbringen sind, sind nicht so anspruchsvoll wie die beim PHD - aber auch nicht ohne - ! Evtl. Aufnahmeprüfung, Dissertation, Rigorosum und mündliche Prüfung in zwei weiteren Fächern.

Danach bekommt man den Titel PhDr. = Doctor filzofiae (oder so ähnlich) - also eigentlich Doktor der Philosophie. Dieser Titel ist aktuell ebenfalls nur in der verliehenen Form in Deutschland führbar (aber nicht in allen Bundesländern). Viele schaffen es aber sich den Titel in den Ausweis eintragen zu lassen - je nachdem in welchem Bundesland.

Also - dieser Titel entspricht tatsächlich einer Promotion im deutschen Sinne, denn ihm liegt ein offizielles Promotionsverfahren zugrunde - Voraussetzung - er wurde an einer anerkannten Universität erworben (laut Anabin H+) und es handelt sich um ein EU Mitgliedsland.

Viele Bundesländer erkennen diesen Titel tatsächlich als Doktor an und tragen ihn auch in die Ausweise ein - ist ja auch OK - denn es ist ja ein regulärer Doktorgrad.

Ab nächsten Jahr wird dieser Titel aber abgeschafft (im Rahmen der Hochschulreform und weiterer Anpassungsschritte im Sinne der EU) - denn es gibt kein wirkliches Pendant in Deutschlnd zu diesem Titel.

Alle die diesen Titel bis dahin erworben haben - also jetzt schon dabei sind oder ihn schon erworben haben dürfen diesen Titel dann offiziell in Deutschland als Doktor führen!

Vor ca. einer Woche stabd in den Zeitungen ein Fall vom Herrn Dr. (PhDr.) Andreas Scheuer - seines Zeichens CSU Bundestagsabgeordneter. Dieser wurde genau wegen dieser Dr-Titel Führung vor den Kadi geschleift. Das Gericht hat entschieden, dass er sich aktuell "nur" PhDr. nennen darf, aber ab nächsten Jahr Dr. (Hochschulreform).

Also ich denke mal das Dein Bekannter seiner Zeit vielleicht etwas voraus ist (also mit der Titelführung als Doktor), aber ein Gerichtsprozess hätte sicherlich das gleiche Ergebniss. Er hat einen offiziellen Doktorgrad erworben für den es halt noch bis Mitte nächsten Jahres kein Pendant gibt.

Warum ihn der Titel 10.000,00 Euro gekostet hat - naja ich denke mal er sit über einen Promotionsberater vorgegangen. Das ist ein Graubereich, aber eben nicht illegal - denn diese vermitteln nur - das Promotionsverfahren muss aber jeder selber durchlaufen und bestehen.

So ich hoffe ich konnte Dir ein paar Infos geben die ein wenig Licht in die Sache bringen.

Viele Grüße

(no)Talent
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12fly
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Anmeldungsdatum: 09.12.2005
Beiträge: 4
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 10.Dez 2005 15:21    Titel: Doktortitel stammt aus den USA Antworten mit Zitat

Hallo und vielen herzlichen Dank für Eure hilfe!

Also es ist richtig das der Bekannte einen FH Dipl. Betriebswirt gemacht hat. Er hat irgendwann mal erwähnt, dass er in den Staaten eine Möglichkeit gefunden hat, einen Dr. Titel zu erlangen. Der Zeitraum in dem sich Ganze Prozedere abgespielt hat, war ca. 1 Jahr. Er ist dort auch wohl von einer Küste zur andere geflogen und hat dort angeblich eine Rede in Englisch halten müssen. Genaueres weiss ich leider nicht. Ein Freund von mir, der dieses Dr. Gehabe auch nicht so wirklich gut findet, hat mal etwas von Dr. der Religionswissenschaften gehört.

Nochmals vielen Dank für die konstruktiven Beiträge - ist echt klasse!

mfg-12fly
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Wendehals
Insider


Anmeldungsdatum: 14.09.2005
Beiträge: 630

BeitragVerfasst am: 10.Dez 2005 15:44    Titel: Antworten mit Zitat

@ 12fly

12fly hat folgendes geschrieben::
Er hat irgendwann mal erwähnt, dass er in den Staaten eine Möglichkeit gefunden hat, einen Dr. Titel zu erlangen.

Dann darf er sich sowieso nicht einfach Dr. der Betriebswirtschaft nennen. Schon gar nicht ohne Herkunftsbezeichnung.
Hat er denn dann einen DBA? Niemand, der einen regulären (und echten) Abschluss hat, würde daraus ein Geheimnis machen.
Auf den ersten Blick scheint es mir nicht echt zu sein. In den USA gibts viele Titelschleudern mit Lizenz. Wahrscheinlich war er den Angeboten einfach erlegen.
Das würde ihm trotzdem nicht die Lizenz zum Rumprollen geben. Ist der Titel falsch ist es nur erlaubt, wenn jemand seine Titelbezeichnung einer Person als reines Macho-Gehabe aufbrummt. So wie Sie das beschreiben ist das kein Gehabe mehr, sondern meiner Meinung nach eindeutig Titelführung. Hier wurde aber offensichtlich zu heftig rumgeprollt. Hat er keinen echten Doktor-Grad, können ihn alle wg. Verst. gg. § 132a STGB anzeigen.
Wenn Sie denken, dass er ein Betrüger ist, können Sie Strafanzeige erstatten. Die prüfen das dann wirklich genau.

MfG Andy


Zuletzt bearbeitet von Wendehals am 8.Jan 2006 15:04, insgesamt 1-mal bearbeitet
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Wendehals
Insider


Anmeldungsdatum: 14.09.2005
Beiträge: 630

BeitragVerfasst am: 10.Dez 2005 16:17    Titel: Antworten mit Zitat

@ Talent

Sie haben sich für die Beantwortung der Fragen echt Mühe gegeben. Zum großen (meisten) Teil stimme ich zu, aber...

Zitat:
Dieser Titel [PhD]erfordert eine Studienzeit von midestens 3 Jahren meistens viel länger.

Das stimmt nicht unbedingt. In anderen Ländern kann man den PhD., wenn mans drauf hat, z. B. in einem Jahr, sogar schneller machen (offiziell und legal). Den deutschen Behörden gefällts nicht, ist aber trotzdem so, warum auch nicht?

Zitat:
Für den Titel PHD gibt es keine "eindeutschung" - also dieser Titel ist nur als PHD nach dem Namen führbar und NIE als Dr. - obwohl er dem deutschen Dr. gleichgestellt ist !

Das mit der Eindeutschung stimmt natürlich. Aber die weiteren Angaben stimmen nicht. Innerhalb der EU kann der ortsübliche Doktorgrad als Dr. (für einen PhDr. ('Klein-Doktor' )kann anderes gelten) ohne Herkunftsbezeichnung geführt werden. Vergleichbare Titel außerhalb der EU werden als PhD. wie üblich hinter dem Namen geführt (mit Herkunftsbezeichnung).
Zitat:
Ich denke er hat sich aber für den PhDr. entschieden

Warum? Die Chance dürfte hier sehr gering sein!

@ Talent
Trotz der guten Ausführungen spekulieren Sie meiner Meinung nach für die sehr geringen gegebenen Informationen zu viel rum.
Also: Fragen kostet nichts! (meistens)

MfG Andy
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greenspan
Specialist


Anmeldungsdatum: 11.11.2005
Beiträge: 82

BeitragVerfasst am: 10.Dez 2005 17:01    Titel: Antworten mit Zitat

Armes Deutschland...

Ich bin grundsätzlich auch nicht für diese ganzen Titelmühlen deren "Dr." Titeln...

Aber dieser Beitrag ist schon ein Armutszeugnis. Hier sieht man richtig, wie neidisch der Deutsche gegenüber seinem Mitbürger ist. In Deutschland irren anscheinend nur Neidhammel herum.

Da legt sich einer ins Zeug, nur weil er es nicht abhaben kann, weil sein "Finanzberater" sich mit irgendeinem Dr. Titel rumschmückt. Haben Sie nichts besseres zu tun? Anstatt sich mit dem Studium und Denuzieren dieser Person zu beschäftigen, sollten Sie sich hinter die Schulbank klemmen und lieber selber den Dr. Titel holen, dann brauchen Sie auch das nächste mal nicht neidisch Ihrem "Finanzberater" hinauf/herab schauen...


PS: Natürlich ist Ihr "Finanzberater"/Bekannter nicht besser, wenn er denkt, er könnte sich mit irgend einem billigen, kirchlichen Titel Ansehen erschaffen.
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12fly
Newbie


Anmeldungsdatum: 09.12.2005
Beiträge: 4
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 10.Dez 2005 22:42    Titel: Antworten mit Zitat

@grennspan

Hallo!

Ich wollte nur kurz etwas richtig stellen, ich bin weder neidisch auf einen Dr. der gekauft, noch einen richtigen Dr. Titel oder ähnliches.

Mir ging es lediglich darum, dass jemand der vorgibt einen Dr. Titel zu besitzen und damit vielen Mit/Menschen (Kunden) Fachkompetenz suggeriert und in Wirklichkeit ein Betrüger ist.

Da es sehr viele Menschen gibt, die auf derartige Schwindeleien hereinfallen, sollte es doch erlaubt sein, mal Nachforschungen anzustellen, wo denn so ein Dr. Titel herkommt, oder?

Kann natürlich sein das diese Rechere als Neid oder Langeweile Zeitvertreib angesehen werden kann. Macht mir nichts - mich interessiert es einfach, andere Leute sammeln Briefmarken oder sehen Big Brother im Fernsehen.

Zudem habe ich nicht vor, wenn ich eindeutig weiss, dass der Dr. Titel gekauft ist, damit hausiern zu gehen. Es dient nur meiner eigenen Wissensbefriedigung.

Es wird immer Menschen geben, die vorgeben mehr zu sein als sie in Wirklichkeit sind, solange dadurch keine Schäden gegenüber Dritten entstehen, sollte es egeal sein.

Vielen Dank für Ihre Kritik!

mfg-12fly
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Wendehals
Insider


Anmeldungsdatum: 14.09.2005
Beiträge: 630

BeitragVerfasst am: 10.Dez 2005 23:01    Titel: Antworten mit Zitat

@ 12fly

Sie haben ein Recht zu erfahren, woher der Mensch seinen Dr.-Titel her hat. Das hat mit Neid nix zu tun. Sie wollen Leistungen und Nachweise sehen; darauf hat jeder ein Recht.

Doofe Sprüche z. B. von greenspan bringen da gar nix. Die sind meist selber neidisch und kommen nicht klar.

MfG Andy
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greenspan
Specialist


Anmeldungsdatum: 11.11.2005
Beiträge: 82

BeitragVerfasst am: 11.Dez 2005 1:24    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Doofe Sprüche z. B. von greenspan bringen da gar nix. Die sind meist selber neidisch und kommen nicht klar.


Woher wissen Sie denn, dass Ich keinen habe? Also..

@12fly... vielleicht habe Ich mich etwas mißverständlich ausgedrückt. Natürlich bin Ich auch dafür, dass jemand, der einen Dr. Titel zu unrechtmässig trägt, dieses verboten sein muss. Das bestreitet keiner. Nur kam es von Ihrerseits so rüber, dass dieser Bekannter mit seinem Dr. Titel rumprotzt, und Sie damit nicht klar kommen und nun da rumstöbern, nur damit er eins ausgewischt bekommt und von seinem hohen Roß herunter kommt. Vielleicht hat er ja wirklich einen echten Doktortitel, vielleicht auch nicht. Wieso fragen Sie ihn einfach nicht unverbindlich, dann dürften Sie doch selber merken, ob er wirklich einen hat oder nicht...
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werner callies
.


Anmeldungsdatum: 26.09.2003
Beiträge: 3253
Wohnort: NRW & Spanien

BeitragVerfasst am: 11.Dez 2005 9:26    Titel: Antworten mit Zitat

greenspan hat folgendes geschrieben::
Armes Deutschland...

Ich bin grundsätzlich auch nicht für diese ganzen Titelmühlen deren "Dr." Titeln...

Aber dieser Beitrag ist schon ein Armutszeugnis. Hier sieht man richtig, wie neidisch der Deutsche gegenüber seinem Mitbürger ist. In Deutschland irren anscheinend nur Neidhammel herum.


Andreas Müller hat folgendes geschrieben::
Sie haben ein Recht zu erfahren, woher der Mensch seinen Dr.-Titel her hat. Das hat mit Neid nix zu tun. Sie wollen Leistungen und Nachweise sehen; darauf hat jeder ein Recht.


Ich halte es da eher mit dem User Greenspan.
Wie viele Ärzte oder andere Leute, die einen Dr.-Titel tragen kennt man?
Jeder bestimmt ein paar, davon kann man mal ausgehen.

Was macht es nun für einen Unterschied, ob dieser Titel gekauft oder
rechtmäßig erarbeitet wurde?

Ich meine, Unterschied für einen selbst! Ob er einen Dr. hat, einen echten
Dr. hat oder ihn gekauft hat, dadurch habe ich nicht eine Scheibe Wurst
mehr im Kühlschrank...

Anfang der Woche war ich mit meiner Tochter im Kranenhaus, sie hatte
einen Sportunfall. Und da im Krhs. war nun ein Arzt, der hatte nur ein
kleines Schildchen "Dr. Ka..." am Kittel.
Sollte ich ihn nun fragen, ob er Dr. med. ist oder ob er einen Dr. div.
gekauft hat? Ich habe ja ein Recht darauf, oder?

Wichtig war für mich, dass er meiner Tochter helfen konnte, und wenn
er ausgebildeter Metzger gewesen wäre!
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Wendehals
Insider


Anmeldungsdatum: 14.09.2005
Beiträge: 630

BeitragVerfasst am: 11.Dez 2005 9:45    Titel: Antworten mit Zitat

@ werner callies

Da gebe ich Ihnen Recht. Die Leistung ist entscheidend. Wenns mich selber nicht betrifft, ist mir das auch egal. Von mir aus können sich alle den Dr. kaufen. Das sehe ich auch ganz locker.
Aber wenn die Leistung halt echt nicht passen sollte und davon Leute direkt betroffen sind, ist es für die manchmal besser, den Betrüger zu entlarven. Da haben dann auch andre was von.

Möchte ja auch nicht von einem Tierarzt behandelt werden.
Wenn der sich wirklich auskennt, dann gehts ja.
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Wendehals
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Anmeldungsdatum: 14.09.2005
Beiträge: 630

BeitragVerfasst am: 11.Dez 2005 10:22    Titel: Antworten mit Zitat

Ich hab selber auch besseres zu tun als falsche Doktoren zu entlarven. Ich hab auch kein Problem damit, wenn ich auch genau weiß, dass einer seinen Dr. gekauft hat. Nachforschen tu ich da schon, Titel sind ja mein Fachgebiet , aber belangen muss ich den Käufer trotzdem nicht. Mich interessieren nur die Quellen und deren Geschäfte. Die einzelnen Käufer sind meist nur kleine Fische, die keinem wehtun. Aber die Quellen haben meistens ordentlich Dreck am Stecken. Und das find ich immer interessant. Lohnt sich echt, da mal genau nachzuforschen, das kann echt unterhaltsam sein .

Ich finds aber trotzdem nicht gut, dass jemand, den sowas echt interessiert, als schlechter Mensch dargestellt wird. Ich weiß nicht, aus welchen Gründen 12fly wissen will, ob der Dr. seines 'Bekannten' echt ist. Ich finds auch nicht angemessen, gleich jeden Hausarzt zu fragen, wo er seinen Dr. her hat. Aber wenn 12fly aus irgendeinem Grund Bedenken hat, find ich das OK. Selbst wenn man seinen Dr. von irgendeiner unbedeutenden Vorstadt-Uni oder aus einem armen Land hat, das für Titelhandel bekannt ist, würde man bestimmt nix verheimlichen, wenns legal und anerkannt ist. Warum auch?
Das Rumprollen der Käufer ist echt egal. Aber wenn die die Leistung nicht bringen, die die vorgeben, ist das z. B. für einen Unternehmer Betrug, der einen Hochstapler eingestellt hat, der z. B. wegen Schlechtleistung und negativem Image (wenns irgendwann mit dem Kauf auffliegt) hohe Kosten verursachen kann.

MfG Andy
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12fly
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Anmeldungsdatum: 09.12.2005
Beiträge: 4
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 12.Dez 2005 15:35    Titel: Stellen die weiter helfen können! Antworten mit Zitat

Hallo!

Nochmal vorne weg - ich bin nicht daran interessiert Menschen mit gekauften Dr. Titeln in der Öffentlichkeit bloß zustellen.

Wie gesagt, kein Neid, kein gar nichts.

Hier geht es lediglich um zwei Dinge die ich erreichen möchte:

1. Wo kann man nachsehen wo jemand seinen Dr. Titel her hat.

2. Wenn man vor einem Bekannten steht, der behauptet ein Dr. zu sein, der weiß ich was ist, nur einfach mal platt vor den Kopf zu sagen, dass man sehr genau weiss, ob dieser Dr. nun gekauft oder hart erarbeitet wurde. Unter vier Augen, versteht sich!

Bei meinen Recheren bin ich auf folgende Institutionen gestoßen die einem weiter helfen können, in Sachen Veröffentlichungen.

www.ddb.de
www.loc.gov

Leider bin ich nur in meinem Fall nicht fündig geworden.

Und es gibt keine Institution, soviel habe ich bis jetzt in Erfahrung bringen können, wo alle Diss. ob nun schriftlich oder im Dateiformat hinterlegt werden.

Das macht es sehr schwierig, Menschen wie meinen Bekannten, der partout nicht bekannt geben will auf welcher Uni in den Staaten er war, noch über welchen Themenbereich er promoviert hat, ein bißchen näher zu durchleuchten.

Wenn das mit dem Theologie Thema stimmen sollte, (dass was ein Freund erzählt hat mit Releigionswissenschaften meine ich), dann kann man bestimmt demnächst auch in der Kirche von sehr professionell arbeitenden Finanzdienstleistern beraten werden... Wenn das mal alles so gut geht!

Wie dem auch sei, auf jeden Fall ist das ein sehr spannendes Thema und ich werde aus Eigeninteresse an der Sache dran bleiben.

Vielen Dank an alle User diese Forums für Ihre Beiträge!!!

mfg-12fly
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kocher
Specialist


Anmeldungsdatum: 22.10.2005
Beiträge: 102

BeitragVerfasst am: 12.Dez 2005 17:22    Titel: Antworten mit Zitat

@12fly

Sie scheinen aber einen seltsamen Bekannten zu haben, der seinen Freunden nicht preisgibt wo er promoviert hat, was ihn natürlich angreifbar und verdächtig macht.

Sie schrieben von einem FH-Betriebswirt, was eine Promotion in Theologie, wie der andere Freund erzählte, wohl logischerweise ausschließt.
Ich persönlich tippe auf einen "Doktor der Unsterblichkeit", ähnlich so etwas hier http://www.leitner-bauunternehmung.de/pages/fe.html.

Für Deutschland gilt die Veröffentlichungspflicht von Dissertationen, die m.E. das Hochschulrahmengesetz regelt.
Sucht man eine bestimmte Dissertation, wendet man sich am besten an einen Bibliothekar einer wissenschaftlichen Bibliothek mit einem Rechercheauftrag, der gebührenpflichtig ist. I.d.R. wird der Bibliothekar nach einiger Zeit fündig. Gerade gelesenes gilt nur für Promotionsverfahren, die in Deutschland abgeschlossen wurden.
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Wendehals
Insider


Anmeldungsdatum: 14.09.2005
Beiträge: 630

BeitragVerfasst am: 12.Dez 2005 17:24    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn der seinen Dr. irgendwo aus den USA her hat, wie Sie sagen, wird er normal nirgendwo in Deutschland gelistet sein. Ich glaube nicht, dass in den USA die Dissertationen in einer Zentralbibliothek zu finden sind. Das kann man dann schwer nachprüfen. Wenn der aber die Uni verheimlicht, ist da bestimmt was faul.

MfG Andy
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Wendehals
Insider


Anmeldungsdatum: 14.09.2005
Beiträge: 630

BeitragVerfasst am: 12.Dez 2005 17:45    Titel: Antworten mit Zitat

Was deutsche Dissertationen angeht, hat kocher natürlich recht.
Aber wenn der sich einfach
12fly hat folgendes geschrieben::
Dr. der Betriebswirtschaft
nennt, obwohl der den aus den USA hat, kann da was nicht passen.

MfG Andy


Zuletzt bearbeitet von Wendehals am 8.Jan 2006 15:00, insgesamt 1-mal bearbeitet
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