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daimlersix Insider
Anmeldungsdatum: 22.03.2004 Beiträge: 688
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Verfasst am: 13.Mai 2005 12:26 Titel: Wie erkennt man gefakte Ritterorden? |
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Pseudoorden
Wie oben bereits angesprochen tummeln sich auf dem Gebiet der Ritterorden sehr viele zumindest fragwürdige Organisationen, die sich alle die Tugenden der Ritterorden aufs Panier geschrieben haben. Zu mindest nach außen treten Sie auch so auf, meist ist jedoch nicht viel dahinter. Im besten Fall verbirgt sich ein kleiner Verein (Gesellschaft) dahinter, die mit viel Enthusiasmus ans Werk geht, dessen Wirken aber oft nicht besonders sinnvoll ist, weil einfach die Unterstützung und Ausrüstung fehlt. Es stellt sich da die Frage ob eine finanzielle Unterstützung solcher Werke sinnvoll ist, oder ob die Gelder nicht bei größeren Gemeinschaften, sei es Ritterorden, deren Hilfswerken oder aber bei Caritas, Rotem Kreuz o.ä. nicht besser aufgehoben wären. Das ist eine rhetorische Frage, die jeder für sich allein beantworten muß und soll. Von diesen Kleinstorden soll auch in diesem Kapitel nicht die Rede sein, sondern von den Orden, deren einziger karitativer Zweck dem Wohlergehen des Gründers dient. Hier werden auch nicht die Namen dieser Orden genannt, sondern nur woran man die Fake-Orden von den echten Orden unterschieden werden können.
Meist treten die Fake-Orden unter bekannten Ordens-Namen auf, wie die o.a. St. Johns Orden. Sie sind meist nicht legitimiert, benutzen aber Abzeichen (Wappen) und auch die Geschichte des Ordens für Ihre Zwecke.
Echte Orden sind immer legitimiert, d.h. die Ehrenzeichen des Ordens sind in dem einen oder anderem Land gesetzliche Orden, deren Verleihung einem Staatsakt gleichkommt. In Deutschland ist z.B. die Auszeichnung des Johanniter-Ordens durch das Ordensgesetz geschützt, obwohl der Orden dem Sinne nach, eine privatrechtliche Organisation ist. (Gleiches gilt auch für den Orden Pour-le-Merite für Wissenschaft und Künste und die Ehrenzeichen anderer Organsationen. St. Lazarus ist ein offizieller Orden in Ungarn und Rumänien, Katholische Ritterorden sind immer vom Vatikan genehmigt (manche Orden werden auch inoffiziell geduldet). Halboffizielle Orden haben eine Zulassung, ähnlich einem Gütesiegel, durch die ICOC (International Comission for Orders of Chivalry). Bei ausländischen staatlichen Orden helfen Ihnen die Botschaften, bzw. Konsulate des jeweiligen Landes weiter.
Erkennungszeichen unseriöser Orden:
Grundsätzlich gibt es nur einen Orden unter einem bestimmten Namen. Der Deutsche Orden ist ein offizieller Orden des Vatikans, also kann man davon Ausgehen, das alle anderen Orden, die diesen oder einen ähnlichen Namen benutzen zumindest fragwürdig sind. Alle, die einen Namen wie Deutscher Ritterorden, Deutscher Herrenorden führen, dürften mit Sicherheit keine offiziellen Orden sein. Ausnahmen, es gibt in Süddeutschland einen e.V., der diesen Namen führt, aber kein Ritterorden ist.
Seriöse Orden haben meist ein oder mehrere gemeinnützige Hilfswerke, Johanniter-Unfallhilfe, St. Lazarus-Hilfswerk, Malteser Hilfsdienst, die oft als e.V., als gGmbH oder ähnliches dem Orden angegliedert sind. Oft betreuen und Unterhalten Sie auch, Krankenhäuser, Hospize, Altersheim, Kindergärten u.v.m. ! Auf Ihren Webseiten haben sie auch nicht viel zu verbergen, sondern nennen Roß und Reiter. Unseriöse Orden bieten nur Auskünfte allgemeiner Art, wobei die Hilfswerke oft nicht eigen sind, sondern selbstständige, gemeinnützige Vereine, die ab und zu mal ein paar Euro von den „Orden“ erhalten. Auf jeden Fall sind die Angaben meist nicht nachzuprüfen. Es hat sich auch schon herausgestellt, daß ganze Fotoserien, die den Orden im tiefsten Afrika bei der Arbeit zeigten, schlicht und einfach getürkt waren. Allgemeinplätze sind auch: Wir konnten 5.000 $ für die Flutopfer in Rumänien bereitstellen. Welche Flut, welche Opfer? US-Dollar, Hong-Kong-Dollar? Oder wir lieferten 5 Tonnen Hilfsgüter nach Weißrußland. Was für Hilfsgüter? Oder wurden mal eben 5 Tonnen unbrauchbares Material von der letzten Altkleidersammlung zur Verfügung gestellt.
Die Eintragung als e.V. hat meist auch nicht viel zu sagen. Es gibt genügend Beispiele für unseriöse Vereine, bei denen 90 Prozent der Spenden als Verwaltungskosten hängen bleiben. Man sollte sich also die Satzung schicken lassen, oder besser noch beim zuständigen Gericht einsehen.
Alle Alarmglocken sollten läuten:
Wenn man gegen Zahlung einer Summe sofort aufgenommen wird und seine Ordensdekoration erhält. Seriöse Orden nehmen nur Mitglieder, die von anderen Mitgliedern vorgeschlagen wurden. Ein Unkostenbetrag wird erst dann erhoben, wenn die Aufnahme vollzogen wurde. Dieser Betrag ist meist sehr gering und dient nur dazu, die Kosten zu decken.
Wenn man gegen Zahlung einer höheren Summe sofort mit hohen Rang in den Orden einsteigen kann. Der hohe Rang ist in seriösen Orden immer vom Verdienst abhängig. Z.B Sie zahlen uns 15.000 US $ und Sie werden gleich Commander Grand Cross.
Wenn es keine Probezeit gibt, bei seriösen Orden dauert diese Jahre, in denen der Novize geprüft wird.
Wenn es eine ausgeklügelte Ordensstruktur mit Hunderten von Pöstchen, Posten und Rängen gibt. Neuer Posten, neuer Rang nur gegen neue, exorbitante Gebühren. Die Johanniter z.B. kommen mit wenigen Rängen aus.
Wenn es in den Mitgliederlisten nur so wimmelt von Lords, Ladies, Marquis, Baronen mit ellenlangen Abkürzungen hinter dem Namen, z.B. Lord Maxwell Meyers of Ducks and Dogs (KCGCPO, GCPO, KGPO, D.ECC., M. ECC, B.A. ECC.) dann ist meist Vorsicht geboten! Manchmal sind diese illustren Namen und Titel ebenso gekauft wie die akademischen Grade.
QUELLE: http://www.heraldik-heraldry.org/Seite%205.htm |
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DaMal Insider
Anmeldungsdatum: 21.05.2004 Beiträge: 608
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Verfasst am: 13.Mai 2005 18:51 Titel: |
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Gute Recherche!
Diese Seite kannte ich noch nicht. |
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DaMal Insider
Anmeldungsdatum: 21.05.2004 Beiträge: 608
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Verfasst am: 15.Mai 2005 11:18 Titel: ehemalige Königshäuser |
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Wie auf der Internetseite ebenfalls aufgeführt ist, werden vermehrt Titel und Verdienstorden von ehemalig regierenden Königshäusern angeboten. Irgendwo habe ich ein solches Angebot vor kurzem auch gelesen.
Hat eine Ernennung z. B. zum Chevalier z. B. von einer ehemaligen afrikanischen Königsfamilie wirklich Nährwert? Oder handelt es sich dabei auch um wertlose Kauftitel ohne wirklichen Nutzen? |
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MartinAnders Specialist
Anmeldungsdatum: 13.01.2004 Beiträge: 55
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Verfasst am: 17.Mai 2005 16:31 Titel: |
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@daimlersix
alles Wichtige auf kurzem Raum erläutert und ein ein hervorragender Link, um das Thema zu vertiefen.
Die Adels- und Ordensthematik ist für mich ohnehin nicht so spannend, aber heraldisch war da vieles Wissenwerte abzugraben.
Vielen Dank
MartinAnders |
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