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Goodman *** Consulter ***
Anmeldungsdatum: 16.01.2002 Beiträge: 5415
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Verfasst am: 8.Nov 2002 14:47 Titel: Zweitpass |
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Z W E I T P Ä S S E
Das Geschäft mit der Angst
Sie sind echt, aber illegal. Pässe von Honduras, Vanuatu oder den Kapverden schützen angeblich vor dem Finanzamt und Strafverfolgung. Manche sind gar nicht mal teuer. Aber wehe, wenn Sie damit an der Grenze erwischt werden!
Für Preise von 500 bis 15.000 USD bekommen Sie das begehrte Stück Papier, in den meisten schwarzafrikanischen und den ärmsten asiatischen Staaten.
Billig, aber fast nutzlos: Manche Diplomaten bieten Fälschungen oder gestohlene Leerformulare an. Selbst wenn die Papiere tatsächlich echt sind, müssen Sie auf der Hut sein: Ausreisevisa sind häufig teurer als der Pass selbst. Außerdem brauchen Sie mit so einem Pass fast überall auf der Welt ein Einreisevisum. Und dann kommen unangenehme Fragen; ganz abgesehen von den erstaunten Blicken der Grenzpolizisten, wenn Sie – möglicherweise blond und blauäugig – als nigerianischer Staatsbürger auftreten. Zumindest sollten Sie gut über das Land Bescheid wissen.
Etwas besser wird es bei einem Preis von 20000 bis 100000 USD. Länder wie Argentinien, Bolivien, Brasilien, Costa Rica, Ecuador, El Salvador, Haiti, Honduras, Kapverde, Mexiko, Nicaragua, Panama, Paraguay, Uruguay, bieten akzeptabele Lösungen an, allerdings müssen Sie damit rechnen, nach Rauschgift durchsucht zu werden. Sonst haben Sie kaum Probleme.
Sollten Sie um 100000 USD oder sogar mehr investieren wollen, dann können Sie in Ländern wie Australien, Jamaica, Kanada, Mauritius, Neuseeland, Singapur, St. Kitts und Nevis, erstklassige Papiere erwerben, die keine Wünsche offen lassen: zuvorkommende Behandlung an den Grenzen
Für eine Million Dollar und mehr erhalten Sie sodan die Creme de la Creme der Pässe, Länder wie Liechtenstein, Monaco und die Schweiz stehen Ihnen nunmehr offen. Es muss sich schon lohnen, so viel Geld zu investieren, aber Sie werden ja wissen was Sie machen.
Folgen Sie den jeweiligen Links und Sie erhalten nähere Informationen:
Dominica
Weil die kleine Insel in der Karibik Investoren sucht, gewährt sie Ausländern Wohnrecht gegen eine Aktienbeteiligung an einem Entwicklungsprojekt. Mindestsumme: 35 000 Dollar. Nach einem halben Jahr kann das Wohnrecht in die Staatsbürgerschaft umgewandelt werden. Mit dem Programm will der Staat offenbar Anleger aus Hongkong anlocken, die Verträge schließt eine Firma in Taiwan.
Dominikanische Republik
Die östliche Hälfte der karibischen Insel Hispaniola (den Westen nimmt Haiti ein) gilt als einer der schönsten Plätze auf der Welt, das Land ist für karibische Verhältnisse wohlhabend. Es gibt eine erstaunlich breite Oberschicht, viele luxuriöse Touristenunterkünfte und wunderschöne Strände. Erster Schritt zur Staatsbürgerschaft ist der Kauf einer Immobilie (für mindestens 50 000 Dollar). Für das Aufenthaltsvisum ist ein wenig Papierkrieg nötig: Führungszeugnis, Gesundheitszeugnis, notariell beglaubigte Garantieerklärung von zwei unbescholtenen Dominikanern und Nachweis eines Kontos bei einer einheimischen Bank mit wenigstens 10 000 Dollar Guthaben (muss seit einem Jahr bestehen). Bearbeitungsdauer: zwei Monate. Drei weitere Monate dauert es dann bis zur Wohnerlaubnis und noch einmal sechs, bis Sie Ihren Pass erhalten.
Dokumente, die von Diplomaten auf dem kurzen Dienstweg ausgestellt werden, sind illegal. In den letzten Jahren wurden deshalb mehrere Tausend Dokumente für ungültig erklärt.
Estland
Möglicherweise sind Sie schon Este. Anspruch auf die Staatsbürgerschaft hat nämlich jede Person, die vor dem 16. Juni 1940 die estnische Staatsangehörigkeit hatte, und alle ihre Nachkommen, außerdem Frauen von estnischen Staatsbürgern und ihre Kinder. Wenn einer Ihrer Vorfahren jemals Estländer war, brauchen Sie also nur beim nächsten Konsulat den Pass zu beantragen. Für diese Personen ist ausdrücklich eine doppelte Staatsbürgerschaft gestattet. Andere Interessenten müssen sich zwei Jahre im Land aufhalten und Sprachkenntnisse nachweisen, erhalten den Pass auch nur gegen Verzicht der anderen Staatsbürgerschaft. Kuriosität am Rande: Im Land geborene uneheliche Kinder und Findelkinder gelten auch als Esten.
Honduras
Das kleine Land hat seine Staatsbürgerschaft schon immer großzügig verteilt. Wer persönlich nach Honduras reist und Spanisch spricht, kann alle Papiere selbst beantragen. Die Kosten für ein Familienoberhaupt liegen bei 20 000 Dollar, für weitere Familienmitglieder gibt es Rabatt. Ein guter Anwalt kann die Prozedur deutlich beschleunigen. Erstaunlicherweise wird ein Honduras-Pass fast überall auf der Welt ohne Visum akzeptiert, so wie die Papiere der Schweiz und Kanadas. Alternative: Der Kauf eines Hauses im Wert von mindestens 50 000 Dollar verleiht sofort das dauernde Wohnrecht. Nach fünf Jahren können Sie dann die Staatsbürgerschaft beantragen, die in der Regel auch gewährt wird. Eine zusätzliche Investition von 100 000 Dollar wird als Verdienst für das Land gewürdigt (dazu müssen allerdings die richtigen Leute in der Regierung kontaktiert werden). Dann geht es ganz schnell.
Kapverden
Auf den Kapverden, einer Inselgruppe im Atlantik, gibt es ein offizielles wirtschaftliches Partnerschaftsprogramm: Gegen eine Spende von 35 000 Dollar an die Kapverdische Entwicklungsstiftung gibt es Staatsbürgerschaft und Reisepass. Sie können die Spende sogar von der Steuer absetzen, weil die kapverdische Regierung behauptet, mit dem Geld würden Schulen, Krankenhäuser und Bibliotheken gebaut. Die Bewerber müssen „solvent sein, guten moralischen Charakter haben und frei von Krankheiten sein, die das öffentliche Wohl gefährden können“. Das Geld wird auf ein Treuhandkonto eingezahlt; wird Ihnen der Pass verweigert, erhalten Sie es zurück. Absolute Geheimhaltung wird garantiert. Sie brauchen das Land nicht einmal zu betreten, wenn Sie nicht wollen. Die Pässe gelten fünf Jahre und werden problemlos verlängert. Ohne Visum können Sie mit einem Kapverden-Pass aber nur in ein gutes Dutzend Staaten reisen.
Kolumbien
Einerseits können Ausländer keine kolumbianischen Pässe erhalten. Andererseits ist Kolumbien an zahlungskräftigen Einwanderern interessiert. Und so werden nach fünfjährigem Aufenthalt im Land (man muss diese Zeit nur teilweise dort verbringen) Pässe ausgegeben. Hilfreich ist dabei eine registrierte Kapitaleinlage von 50 000 Dollar bei der Zentralbank. Alternative: Sie entwickeln Aktivitäten, die der Wirtschaft des Landes förderlich sind. Sonderregelungen gibt es für Pensionäre und Selbstständige: Sie brauchen nur ein Einkommen nachzuweisen, das das Doppelte des staatlichen Mindestlohnes beträgt. Auch Journalisten, Flüchtlinge und Angehörige religiöser Orden werden bevorzugt behandelt.
Niederlande
Jeder, der in den letzten fünf Jahren in den Niederlanden (oder auf den Niederländischen Antillen) gelebt hat, selbst illegal und ohne Papiere, und ein wenig die Landessprache spricht, kann Niederländer werden. Wenn Sie irgendwelche Beziehungen zu Land oder Leuten haben, geht es auch noch schneller. Vor allem, wenn Sie einen Niederländer oder eine Niederländerin heiraten; dann erhalten Sie die Staatsbürgerschaft sofort. Leben Sie ohne Trauschein mit einem niederländischen Partner zusammen, müssen Sie darauf allerdings drei Jahre warten. Übrigens: In Holland können auch Homosexuelle und Lesbierinnen heiraten. Rechtlich gilt diese Lebensgemeinschaft als Ehe, auch bei der Staatsbürgerschaft.
Paraguay
Es gibt einen legalen und einen schnellen Weg zum Pass. A.: Der legale Weg:Das offizielle Wohnrecht, die Vorstufe zur Staatsbürgerschaft, ist leicht zu erhalten: Sie müssen sich nur selbst ernähren können. Zusätzlich brauchen Sie: Reisepass des Ursprungslandes, Geburts- und Heiratsurkunde, eine Bescheinigung über Ihre Berufstätigkeit des Arbeitgebers oder einen Einkommensnachweis, Gesundheitszeugnis, Führungszeugnis. Die Papiere brauchen nicht in Paraguay ausgestellt zu sein. Ein Anwalt erleichtert die Prozedur, sein Honorar liegt bei 1000 Dollar. Nach dreijährigem Aufenthalt (kann unterbrochen werden) erhalten Sie die Papiere. Der schnelle Weg: Genau wie oben, nur gibt es die Möglichkeit, die Aufenthaltsgenehmigung um drei Jahre zurück zu datieren. Eine Firma in Asunción bietet diesen Service für 20 000 Dollar. Auf Wunsch (das heisst gegen 35 000 bis 55 000 Dollar) offeriert dieses Unternehmen auch Diplomatenpässe. Aber Vorsicht! Solche Dokumente sind heikel.
St. Kitts und Nevis
Die frühere britische Kolonie bietet Investoren die Möglichkeit, sich als nicht wahlberechtigte Bürger registrieren zu lassen. In der Regel genügt hierfür ein Investment in Höhe von 150 000 Dollar in gehobene Immobilien oder ein Darlehen an die Regierung in Höhe von 100 000 Dollar für fünf Jahre. Das Darlehen wird mit vier Prozent verzinst – steuerfrei. Als Gegenleistung erhält jedes Familienmitglied eine Urkunde über die Staatsbürgerschaft und einen Pass; dafür werden allerdings Registrierungsgebühren fällig: 25 000 Dollar für das Familienoberhaupt, für Ehepartner und Kinder je 10 000 Dollar. Nicht zu vergessen die Rechtshonorare: 15 000 Dollar für den Bewerber, 5000 Dollar für jedes Familienmitglied. Der Pass ist also nicht billig. Dafür zahlen Sie auf St. Kitts aber auch praktisch keine Steuern.
Thailand
Der kürzeste Weg zum thailändischen Pass führt durch ein buddhistisches Kloster; sechs Monate reichen aus. Dazu sollten Sie sich allerdings schon vorher ein wenig mit Sprache und Religion befassen. Da die Aufenthaltsgenehmigung auf drei Monate beschränkt ist, müssen Sie nach dieser Zeit kurz aus- und dann wieder einreisen; das müssen Sie natürlich vorher mit dem Abt des Klosters besprechen. Mönche sind in Thailand sehr angesehen, deshalb erhalten Sie nach diesen sechs Monaten die thailändische Staatsbürgerschaft. Viel anfangen können Sie mit dem Pass allerdings nicht, es sei denn, Sie wollen in Thailand leben und dort Eigentum erwerben: Das ist Ausländern nämlich verwehrt. Auf Reisen ist das Papier eher hinderlich, ohne Visum lässt Sie kaum ein Staat einreisen. Und überall werden Sie als Europäer mit dem Thai-Pass auf Misstrauen stoßen
Tschad
Ein offizielles Passprogramm bot vor kurzem Papiere zum Preis von 6000 Dollar an, zehn Jahre gültig, einschließlich Ausreisestempel im Visum. Die Pässe wurden sogar auf jeden beliebigen Namen ausgestellt. Europäern, die von ihrem Aussehen her nicht dem typischen Tschader entsprachen, erhielten kleinere diplomatische Titel, damit sie problemlos reisen konnten. Zur Wahl standen Titel wie: Berater in humanitären Angelegenheiten oder Berater für Gesundheit und Soziales. Diese Pässe sind mittlerweile ungültig, sie werden aber immer noch gehandelt. Versuchen Sie nicht, mit einem solchen Pass jemals eine Grenze zu überqueren!
Tschechische Republik
Wie fast überall ist auch in Tschechien ein Wohnsitz im Land Voraussetzung für die Einbürgerung. Wer selbstständig ist oder ein Geschäft eröffnen möchte, hat keine Schwierigkeiten, das Wohnrecht zu erhalten, Für etwa 3000 Dollar (einige Unternehmensberater regeln das für Sie) werden Sie Teilhaber einer privaten Firma, für höchstens 5000 Dollar Alleininhaber. Nach fünf Jahren formalen Wohnrechts können Sie den Pass beantragen.
Uruguay
Ein Staat mit offiziellem Regierungs-Passprogramm: Allerdings ist mit dem Papier keine Staatsbürgerschaft verbunden, es gilt nur als alternatives Reisedokument. Voraussetzung: Investition von mindestens 70 000 Dollar in bestimmte Projekte, zum Beispiel zehnjährige Schuldverschreibungen für Aufforstungsprogramme (von der Zentralbank Uruguays aufgelegt) oder als Einlage bei der Banco de la República (zehnjährige Einzahlungszertifikate). Die Zinsen auf diese Einlagen sind steuerfrei. Auch Ehepartner und Kinder unter 21 Jahren können Pässe erhalten; dafür müssen pro Kopf weitere 10 000 Dollar investiert werden.
Vanuatu
Die Inselgruppe im Südpazifik, Steueroase und Finanzzentrum, ist seit 1980 unabhängig und bietet alles an Freiheiten, was man sich nur wünschen kann. Einen (Pro-Forma-) Wohnsitz in Vanuatu können Sie problemlos erwerben. Vanuatu gehört zu den wenigen Staaten, die sogar schwarzafrikanische Pässe ohne Visum akzeptieren.
Venezuela
Venzuela ist eines der Länder mit sehr einfachen Passvorschriften. Verschiedene Anwaltbüros bieten ihre Hilfe an und besorgen Reisepässe innerhalb von drei Monaten. Ihr Preis: 40 000 bis 50 000 Dollar für einen Erwachsenen, 30 000 bis 40 000 Dollar für ein Kind. Auch ein zusätzlicher Führerschein ist kein Problem. Der Venezuela-Pass ist recht wertvoll, denn er ermöglicht visumfreie Einreise nach Kanada und in die meisten westeuropäischen Staaten.
Zitat aus einem Angebot:
Wer benötigt einen zweiten Pass? Sie, wenn Ihr derzeitiger Pass
Sie der Steuer auf Ihr weltweites Einkommen unterwirft, der Devisenkontrolle oder anderer Beschlagnahmung.
Ihre Freiheit begrenzt, Ihr Geld anzulegen oder zu leihen, wann und wo es Ihnen gefällt.
Oder in Ihre Freiheiten eingreift, irgendwelchen Gelegenheiten zur Geldanlage oder anderen Aktivitäten, die Ihnen Glück bringen, ohne anderen zu schaden, nachzugehen.
Vielleicht Sie davon abhält, irgendwo, wo Sie gerne möchten, zu arbeiten oder sich niederzulassen.
Oder Sie zu unerwünschten militärischen Verpflichtungen zwingt.
Oder Sie zu einem Ziel von Terroristen macht.
Neben diesen Argumenten spielen die Anbieter solcher Pässe mit der Furcht vieler Anleger vor einem dauerhaft schwachen Euro und bieten angeblich Auswege aus der so genannten Schwarzgeldfalle: Gelder auf Konten in Luxemburg oder Österreich werden auf Dauer nicht vor dem deutschen Fiskus zu verheimlichen sein. Mit einer ausländischen Staatsbürgerschaft sähe aber alles ganz anders aus.
Sie bieten echte Papiere an, keine Fälschungen – doch wer kann das schon nachprüfen. Die Offerten klingen geheimnisvoll, Unterlagen gibt es nur gegen Vorkasse. Zum Beispiel für 160 Mark plus 20 Mark Porto – über eine Kontaktadresse in den Niederlanden – den „Zweitpass-Report“ des Engländers William G. Hill aus Forestside in Hampshire. Großer Hinweis auf der ersten Seite:
Vertrauliche registrierte Ausgabe Nr. ....
DARF IN KEINER FORM REPRODUZIERT ODER KOPIERT WERDEN – NUR FÜR DEN GEBRAUCH DES URSPRÜNGLICHEN KÄUFERS
Weiter hinten kommt es noch besser. Mr. Hill bietet auch individuelle Beratung, allerdings nur gegen die schriftliche Versicherung:
„Ich bin weder ein Krimineller, Regierungsangestellter oder Journalist, und die gesuchte Information ist nur zu meinem persönlichen Gebrauch und wird nicht veröffentlicht und auch nicht an irgendeine dritte Person preisgegeben ohne Ihre schriftliche Erlaubnis.“
Doch wer glaubt, so leicht dem deutschen Steuer- oder Strafrecht zu entkommen, irrt: Dazu müssten Sie schon auf die deutsche Staatsangehörigkeit verzichten. Im Zweifelsfall machen Sie alles nur noch schlimmer, denn jeder Staatsanwalt wird sofort Fluchtgefahr konstatieren. Und die meisten Zöllner sind von Personen mit eindeutig europäischem Aussehen, aber thailändischem Pass oder Papieren aus dem Tschad nicht gerade begeistert: Zumindest sollten Sie für die Grenzformalitäten genügend Zeit einkalkulieren.
Mancher Kosmopolit wollte sich schon dieser Prozedur entziehen und hat dabei einen unverzeihlichen Fehler begangen, nämlich den Personalausweis aus der anderen Jackentasche gezogen. Wehe, der Grenzpolizist entdeckt das zweite Papier: Sie glauben gar nicht, wie weit der Arm der deutschen Steuerbehörden reicht. Weltweit. |
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Maran Newbie
Anmeldungsdatum: 12.11.2002 Beiträge: 7 Wohnort: Auswärts
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Verfasst am: 12.Nov 2002 13:05 Titel: ...Alternative ? |
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Hallo Herr Goodman !
mein erster Tag hier, Neugier noch vorhanden.
Was raten Sie denn anstatt dem Weg des legalen Erwerbs eines fremden Ausweispapiers?
Sehen Sie es als erstrebenswert an, einen zweiten Pass zu besitzen? |
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Goodman *** Consulter ***
Anmeldungsdatum: 16.01.2002 Beiträge: 5415
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Verfasst am: 13.Nov 2002 10:32 Titel: Zweitpass |
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Wir raten Ihren gesellschaftlichen Verpflichtungen nachzukommen, und Steuern zu zahlen... allerdings auch nie mehr als Sie müssen und wenn andere Länder die für Sie günstigere Steuergesetzgebung haben, sollten Sie sich überlegen diese zu übernehmen.
Ist der Zweitpass erstrebenswert?
Stellen Sie sich vor (reine Fiktion), Sie werden, mit einer Delegation von Marketingspezialisten, nach Afghanistan eingeladen.
Ein Grossauftrag winkt, das ungute Gefühl mit einer Airline in dieses Land zu reisen schieben Sie deswegen beiseite.
Sie und 10 andere Delegierte aus westlichen Nationen sitzen nun bequem auf Ihren Businessplätzen.
Eine halbe Stunde in der Luft, die Durchsage: Bleiben Sie bitte ruhig, der Flugplan hat sich geändert - die Maschine wurde entführt.
Um Druck auf die westlichen Nationen auszuüben sollen die Geiseln nach Ablauf einer Frist erschossen werden.
Die Pässe werden eingesammelt. Deutsche und amerikanische Geiseln werden gleich nach vorne geholt.
Sie ziehen Ihren Pass - Kap Verdische Inseln - Sie bleiben sitzen...
Nein, es ist bestimmt nicht erstrebenswert aber es scheint dennoch Situationen zu geben die dies in Frage stellen.
In den meisten Ländern dieser Erde ist es zudem strafbar einen Zweitpass zu führen, wir möchten aber dennoch unserer Aufklärungspflicht nachkommen. (Sie finden diese Angebote nunmal)
Schön, dass Sie hier sind und weiterhin viel Spass. |
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Goodman *** Consulter ***
Anmeldungsdatum: 16.01.2002 Beiträge: 5415
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Verfasst am: 4.Dez 2003 12:55 Titel: Armer Atze Friedrich |
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Atze Friedrich, ehemaliger Boss des FCK, war gestern Gast im Zweibrückener Gefängnis. Aufgrund seiner Äußerungen, dass er und seine Familie Deutschland verlassen wollen und seiner angestrebten Verkäufe zweier Geschäfte in Kaiserslautern, bei gleichzeitiger Ermittlung in einem Steuerhinterziehungsverfahren gegen ihn, sah die Staatsanwaltschaft Zweibrücken Fluchtgefahr für gegeben.
Nach Hinterlegung einer Summe im sechsstelligen Bereich und Entzug seines Reisepasses durfte Friedrich nach einem Tag die Untersuchungshaft verlassen mit der Auflage, sich wöchentlich einmal bei der örtlichen Polizei zu melden.
Was wäre, wenn Friedrich GM&P Klient wäre? Er hätte nun - trotz Passentzug - die Möglichkeit, mit seinem zweiten, echten deutschen Reisepass in die Schweiz zu reisen (oder sonst wo hin) und von dort in aller Seelenruhe den Ausgang des Steuerstrafverfahrens abzuwarten. Oder auch nicht. Wichtig ist die Möglichkeit der freien Entscheidung!
Nun werden Sie denken: Wie geht das?
Die Antwort ist einfach. Herr Friedrich wäre (hoffentlich) unserer Empfehlung gefolgt und hätte sich bei Zeiten und legal einen Zweitpass besorgt. Natürlich auf seinem Namen, natürlich ausgestellt vom zuständigen Einwohnermeldeamt.
Warum ich das schreibe? Ob ich nun bekloppt geworden bin? Nein! Ich schreibe es, weil in meinen Augen, mit Steuersündern in diesem Staate Deutschland, nach wie vor schlimmer umgegangen wird, als mit Mördern oder Kinderschändern.
Atze Friedrich hat ein beachtliches Immobilienvermögen in Kaiserslautern. Hätte es nicht ausgereicht, den Finger im öffentlichen Interesse zuerst darauf zu legen? Da gibt es Möglichkeiten ohne Ende. Aber nein, irgendein dienstgeiler und profilierungssüchtiger Staatsanwalt muss erst einmal eine Schlagzeile erzeugen. Atze Friedrich festgenommen! Bumm – dass sitzt! Das macht Gesicht! Atze Friedrich kennt ganz Deutschland.
Hätte Atze sich nur besonnen, dass er aus beruflichen Gründen plane, sowohl nach Israel als auch nach Saudi Arabien und in den Irak zu reisen, er hätte ihn bekommen, den zweiten Reisepass. Denn, Sie kommen mit den Einreisestempeln des einen Landes nicht in das andere. So einfach ist das.
Ob Herr Friedrich nunmehr bei seiner Verhaftung an das gute Zweitstück gedacht hätte, dass bleibt vorerst einmal dahingestellt. Die Aufregung, die Hektik, Sie verstehen? Aber vielleicht hätte er ja doch an diesen zweiten Pass gedacht? Wir wollen ja nichts unterstellen... Die Beamten jedenfalls waren mit dem einen (abgegebenen) Pass zufrieden – oder fragen Sie doch beim Einwohnermeldeamt nach? Glauben Sie am Weihnachtsmann?
Die Mobilfonenummern Ihres Rechtsanwaltes und Ihres Steuerberaters, eine Offshorekreditkarte, ein anonymes Offsoremobilfone sowie einen 'Zweitpass', den Sie wie oben beschrieben legal erhalten, sollte sich jeder selbstständig Arbeitende bei Zeiten anschaffen – meine ich.
Je mehr die Staatsverschuldung steigt, desto öfter werden wir uns daran gewöhnen müssen, dass die Staatsgewalt energisch einschreitet, na und das, dass können wir ja, wir DEUTSCHEN!
In dem Sinne – nichts für Ungut... |
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Heinrich Dreier ** Consulter **
Anmeldungsdatum: 28.09.2003 Beiträge: 2922
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Verfasst am: 4.Dez 2003 13:48 Titel: |
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Klaus
Zwei Füsse hat der gesunde Deutsche, damit Er gut zu Fuß ist.
Zwei Hände hat der gesunde Deutsche, damit Er gut zufassen kann.
Zwei Augen hat der gesunde Deutsche, damit Er gut sehen kann.
Zwei Ohren hat er gesunde Deutsche, damit Er gut hören kann.
Ja und nun
Zwei Reisepässe hat der gesunde Deutsche, damit Er immer flexibel ist.
MfG
Heinrich |
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Zerti Specialist
Anmeldungsdatum: 28.11.2003 Beiträge: 69
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Verfasst am: 4.Dez 2003 18:44 Titel: ein falsche Bild von Deutschland |
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So schlecht lebt es doch wirklich nicht in den Deutschen Landen.
Auch die steuerliche Seite, auch im Hinblick auf Erben und Verschenken, ist besser als man so glauben möchte.
Wir liegen doch im unteren Drittel bei den Erbschaftsteuern weltweit.
Schaut Österreich oder Spanien z.B. an, da blutet der Erbe wirklich um ein Vielfaches wie hier in Deutschland.
Wer seine Steuerbelastung bei seinem Einkommen einkalkuliert, kann immer noch gut leben.
Und zusätzlich müssen wir doch zur Kenntnis nehmen, dass gerade dort wo Geld vorhanden ist gute Steuersparmöglichkeiten vorliegen die doch auch angewendet werden.
Nein, gerade bekannte Leute die in der Öffentlichkeit stehen, sollten oder müssen doch eine Vorbildfunktion verantwortungsvoll auch erfüllen.
Wie würde denn der "kleine Mann" denken wenn ein "großer Mann" so einfach davon käme? |
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bcm ag Newbie
Anmeldungsdatum: 23.11.2003 Beiträge: 13 Wohnort: 6900 Lugano, CH
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Verfasst am: 4.Dez 2003 21:35 Titel: |
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tja ich bin auch eher der meinung man sollte deutschland den rücken kehren wie ich es vor vier jahren mit erfolg durchgezogen habe
mit dem ergebnis das es mir heute wesentlich besser geht und ich mich vor allem freier fühle
ach und zum pass, atze kann immer noch mit seinem perso nach zB Mailand fliegen mit zB Germanwings für 19,- Euro und dann mit nem Leihwagen fluchs in die CH fahren. An der Grenze dort zwischen Italo und Tessin wird selten kontrolliert. Wichtig ist nur die Vignette, die muss er haben am Fenster des Pkw
grüsse |
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Watson Newbie
Anmeldungsdatum: 04.12.2003 Beiträge: 40 Wohnort: Zuerich
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Verfasst am: 7.Dez 2003 20:34 Titel: Betrüger in Sachen Diplomatenpässe |
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Pfälzer Newbie
Anmeldungsdatum: 19.05.2003 Beiträge: 11 Wohnort: nördliche Pfalz
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Verfasst am: 8.Dez 2003 15:57 Titel: Saudi-Arabien |
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Hallo,
habe mal gehört, wenn man in Saudi-Arabien eine Immobilie kauft, bekommt man automatisch die dortige Staatsangehörigkeit mit dazu angeboten.
Stimmt das?
Gruß aus der Pfalz |
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GM&P Info .

Anmeldungsdatum: 18.01.2006 Beiträge: 3188
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Verfasst am: 26.Apr 2007 15:53 Titel: |
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Wird vermutet, dass sich ein Steuerschuldner ins Ausland absetzen will, so kann ihm der Reisepass entzogen (abgenommen) werden.
So entschied das Verwaltungsgericht Trier
(Az.: 1 L 935/05.TR)
Ein Ehepaar aus Rheinland- Pfalz wollte nach Südamerika auswandern. Das Finanzamt hatte noch Forderungen, ein Betrag von über 70.000 Euro stand noch offen. Das Ehepaar hatte bereits den gesamten Hausrat und die Eigentumswohnung verkauft. Zudem war das Fahrzeug bereits abgemeldet, und die Frau hatte auf ihrer Arbeitsstelle gekündigt. Den Beamten war zu Ohren gekommen, das Paar wolle sich absetzen. Der Mann hatte dies heftig bestritten.
Doch die Richter des Verwaltungsgerichts gaben der Stadt Recht. "Es bestehen erhebliche Anhaltspunkte dafür, dass eine Flucht ins Ausland geplant ist", befanden sie. "Und in einem solchen Fall darf der Pass eines Steuerschuldners einbehalten werden - auch wenn der Sachverhalt noch nicht endgültig geklärt ist.“ In einem solchen Falle überwiege das öffentliche Interesse an einer sofortigen Vollziehung des Bescheides den Interessen des Antragstellers, die ihm auferlegte Verpflichtung nicht vor Bestandskraft des Bescheides erfüllen zu müssen. |
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