Anmeldungsdatum: 24.12.2002 Beiträge: 1360 Wohnort: im wilden Süden
Verfasst am: 1.Feb 2005 16:57 Titel: Immer besser-Firmengründungs-und Steuerparadies Serbien
Nun , ich wollte mich mal wieder mit Neuigkeiten zu Wort melden. Seit 1.1.2005 sind die Voraussetzungen zur GRündung einer Firma deutlich erleichtert worden. Die vorgeschriebenen Behördenwege wurden radikal reduziert, die Genehmigung und Eintragung dauert dadurch nur noch eine Woche statt bislang ca. 4 Wochen. Das erforderliche Mindestkapital für eine Firmengründung wurde von bislang 5.000 Dollar auf nun neu 500 Euro drastisch reduziert.Klasse-eine wirkliche Alternative zur limited bei diesen Größenordnungen. Außerdem wurde das serbische Steuergesetz für Firmen erneut positiv modifiziert, um Investitionsanreize zu geben und den notwendigen Aufschwung herbeizuführen: Die Gewinnsteuer (Körperschaftsteuer) beträgt ab 1.1.2005 nur noch 10%. Da kann sich jeder ausrechnen, was gegenüber D/A/CH eingespart wird! Und es bleibt dabei bei einigen anderen Bonbons: werden neue Arbeitsplätze geschaffen- zahlt der Arbeitgeber 2 Jahre keine Sozialabgaben für diese neuen Arbeitsplätze! usw-.usw.Gründung von Firmen durch Ausländer problemlos möglich! Also, eine ganz interessante Konstellation, die man durcxhaus für seine Geschäfte benutzen und somit Geld sparen sollte.....
Ähnlich wie Rumänien und Bulgarien, mein lieber Schwabenpower, mit dem Unterschied, dass diese beiden Länder schneller in der EU sind (oder sogut wie sind) als Serbien.
Ob DAS wiederum ein Vorteil ist, in der EU zu sein, dass darf mittlerweile bezweifelt werden - aber die Subventionen werden fließen ... wenn du da gleich richtig im Geschäft bist ...
Subventionen fließen auch nach Bosnien und die Österreicher sind dabei, nach gut 100 Jahren wieder einen Meerzugang zu realisieren, indem halb Kroatien bereits in österreichischer Hand ist. Tja, der Balkan ...
Mag eine serbische Gesellschaft auch noch so viele Vorteile haben, ich würde nicht Geschäfte, mit solch einer Unternehmung machen. Im Streifall hast du keine Chance und du musst dich absichern, bis über beide Ohren.
Betrachten wir die Situation jedoch von einer anderen Seite: für Geschäfte 'gewisser Art', könnte ein Geschäftssitz Belgrad natürlich gewaltige Vorteile haben. Kommt halt immer drauf an welche Ziele verfolgt werden.
Als Präventivschutz könnte man es, gerade in der heutigen Zeit ansehen, wenn eine deutsche GmbH, von einer Unternehmung aus Serbien 'gehalten' wird - und diese gehört einer Liechtensteiner Stiftung ...
Übrigens auch eine gute Meldeanschrift für Schuldner - in Serbien wird und kann niemand zustellen und kaum jemand vollstrecken. In Bosnien oder in der Ukraine soll das aber auch sehr schwer sein - und selbst in Polen hast du Probleme zu deinem Recht zu kommen!
Verfasst am: 2.Feb 2005 0:10 Titel: Was ist mit dem Kapitaltransfer ?
@ Schwabenpower
Gibt es bereits Erfahrungswerte über Restriktionen beim Kapitaltransfer oder darf man sich das so vorstellen, dass man auf serbische Konten all die Gelder überweisen kann, die deutsche Banken nicht an zu nehmen bereit sind ??
Anmeldungsdatum: 24.12.2002 Beiträge: 1360 Wohnort: im wilden Süden
Verfasst am: 3.Feb 2005 10:38 Titel: Interessant
nun zunächst mal lieber Taeaen, hast Du Recht: Geschäfte machen mit dem Ausland bedarf immer besonderer Vorsicht, egal ob die Firma in Serbien, China, Rumänien oder USA sitzt. Du lieferst, willst dafür Dein Geld. Logo. Ist in Serbien nicht anders im Geschäftsverkehr wie mit anderen Ländern.... Akrreditive einsetzen und dieses ganze Instrementarium, alles kein Problem. Es gibt hier sehr viele, sehr seriöse Firmen, die regelmäßig nach Europa liefern oder dort Waren kaufen....
Klar ist: der optimale "offizille" Sitz, um Zustellungen, Zwangsvollstreckungen etc zu verhindern, denn kein mitteleuropäischer Gläubiger kann sich dies hier antun, überhaupt einen Vollstreckungsversuch zu unternehmen-keine Chance!!!!
Die serbischen Banken nehmen jede Auslandsüberweisung an, nur bei größeren Bargeldbeträgen wollen die die Zolldeklaration sehen. Dies bedeutet, Beträge über 2.500 Euro muß man ander Grenze bei der Einfuhr deklarieren. Darüber bekommt man dann eine Bescheinigung. Zahlt mann bares in Serbien ein, muß diese Deklaration vorgelegt werden. Diese Deklaration dient dazu, daß Du Dein Geld auch wieder problemlos mitrausnehmen kannst, denn die Ausfuhr von effektiven Sorten ist eigentlich untersagt (wohingegen Kontoguthaben jederzeit ins Ausland abverfügt werden dürfen). Aber um Deine FRage zu beantworten: Hier wird Geld angenommen, egal ob bar (dann eben die Deklaration-nähere Tipps hierzu kann ich geben) oder eben per Überweisung.
Gott sei Dank wird Serbien nicht in Bälde in der EU sein- meinst Du, ich möchte so schnell wieder umziehen? Klar, die neuen Länder kriegen Subventionen, da kann man richtig Geld verdienen. O.k. Ich verdiene mein Geld jedoch anders und von daher geht es mir in Serbien ohne EU-Gängelung deutlich besser als in D, das Finanzamt ist nett und freundlich und dankbar, daß ich 10% Steuern zahle- im Jahr 2002 wurden in ganz Serbien gerade 2500 Steuererklärungen abgegeben von Privatleuten! Klasse- kann ich da nur sagen. Für Firmengründungen ist das ganze hier wirklich klasse - die Banken arbeiten top (viele europäische Banken sind da, weltweite Internetnutzung problemlos), also kann man eine solche GmbH für 500 Euro wirklich real top einsetzen. Sofern nur Geschäfte mit Ausland macht, ist die Firma auch nicht mehrwertsteuerpflichtig (gleiches System wie in D, allerdings Satz wie bald in D 18%). Also braucht man auch keine Ust-Ertklärungen zu machen, sondern nur am Jahresende seine EÜR und darauf seine 10% löhnen (bis zum 28.2.des Folgejahres). Ein interessantes Thema, wenn man z.B. beratend tätig ist, dann versteuert man das ganze nicht in D für durchschnittlich 35%, sondern in Serbien für 10%, ganz offiziell und legal , ohne Steuerhinterziehung, mit reinem Gewissen......
Naja,
ich kann vor Serbien nur warnen.
Ohne gross zu lamentieren, du wirst zwar vom Staat in ruhe gelassen,
aber ebnso lässt man dich im Stich wenn dir einer alles wegnimmt
und die Polizei besticht.
In Serbien funtioniert der Rechtsstaat nicht, und bietet daher KEINE
Rechtssicherheit.
Wenn du zu viel verdienst, und es jemandem in diesem Staat nicht passt,
kommst du in den Kerker wegen Steuerhinterziehung in millionenhöhe
- und du mußt aus dem Gefängis heraus beweisen dass du nicht hinterzogen hast...
Dort kannst du nur große Geschäfte mit entsprechender politischer Rückendeckung abwickeln - bis die nächste Riege kommt.
Außerdem, wenn dort jemand "riecht" dass Geld zu holen ist,
sthen Entführungen, Erpressungen und Schutzgeld an der Tagesordung.
Für Serbien gilt immmer noch das alte Motto:
Erst angelockt, dann abgezockt!
Oder besser: Wilder Osten - pur!
Wem es passt dem passt es, man lebt nicht ewig!
Momentan, kann ich, da ich mich mit allen Balkanländern auskenne,
Slowenien oder Kroatien empfehlen.
Anmeldungsdatum: 09.12.2004 Beiträge: 2 Wohnort: Austria
Verfasst am: 11.Feb 2005 10:09 Titel: Firmengründung in Serbien!
Ich habe mich noch nie zu Wort gemeldet, lese aber immer eifrig.
Nun habe ich vor einigen Tagen eine S.R.L (GesmbH) in Rumänien-
Timisoara (Temeswar) gegründet. Als österr. Geschäftsmann wurde ich immer wieder in Consulting Angelegenheiten befragt, nun, ich kenne viele
Leute dort ....so war der Entschluss mich in Rumänien anzusiedeln klar.
Abgesehen der 30 Grade minus Temperatur..haut fast jedes Auto um..
stellte ich zufrieden fest, daß Rechtsanwälte Notare, Politiker, Polizeileute,
auch so sind wie ...vergleichbar in der Slowakei vor 10 Jahren (und da kenn ich mich aus). Man muss sich eben in die Mentalität hineindenken, und mit den Problemen Schmiergeld, Sexismus, Geschäftseifer etc anfreunden. Das sind - in ähnlicher Art - genauso gierige Geschäftsleute
wie die unsrigen in Österreich oder in Deutschland. In einer Bar in
Bratislava, Brünn, Budapest, kennt man heute noch sofort das "Gröhlen "des Wieners oder das laute Mauzen des Deutschen in trauter Zweisamkeit einer einheimischen Schönheit. Und wer wo immer versucht "Halblinke" zu machen , möchte ich mal in Frage stellen.
Kurzum hatte ich bislang keine größeren Probleme bei der Firmengründung und erwarte halt geduldig die erste Finanzprüfung? in 3-4 Wochen ....ob die auch was wollen von mir? Naja....sowas gibts ja auch woanders. Ich habe jedenfalls peinlich genau jede Rechnung gesammelt
und eine Steuerberaterin vom Finanzministerium engagiert. Na Mensch was willste mehr.
Sollte wer Interesse haben - seriös einen Firmensitz in Timisoara zu gründen kann sich an mich wenden. [E-Mail anzeigen]
Die Polizisten in Serbien dürfen die Menschenrechte nicht mehr missachten, Festgenommene unmenschlich behandeln oder foltern. Das sieht eine heute in Kraft getretene Dienstvorschrift vor Die neue Anweisung ist auf Grund von Richtlinien des Europarates und der Europäischen Menschenrechtskonvention entstanden, meldet die amtliche Nachrichtenagentur Tanjug
Keine Geschenke mehr
Die Polizisten sind angewiesen, von der Unschuld Angeklagter oder Verdächtigter auszugehen und die Rechte von deren Anwälten zu achten Die Ordnungskräfte dürfen keine Geschenke mehr annehmen, müssen die Korruption in eigenen Reihen bekämpfen und dürfen keine Geschäfte tätigen, die dem Ansehen der Polizei schaden könnten
In den mehr als zehn Jahren des Regimes unter dem wegen Kriegsverbrechen angeklagten Ex-Präsidenten Slobodan Milosevic haben sich in der Polizei Korruption, alle Arten von Amtsmissbrauch und Folter Inhaftierter ausgeweitet Viele Polizisten waren in ihrer Freizeit als Leibwächter bekannter Krimineller tätig oder haben selbst Banden angehört.
Hört sich das nicht alles sehr beruhigend an ... ?
Ich bin seit mehreren Jahren in Serbien selbständig, seit 1996, z.Zt. boomt das Bau-Geschäft, so wollte ich Investoren aus Deutschland f. die Gründung eines Immo-Fonds akquirieren, welche Anlaufstellen in D. währen da richtig? Ich habe 2 Beiträge geschrieben, bekomme doch keine Antwort. Da Du dich mit dem Thema Serbien befasst, villeicht kennst Du die richtigen Schritte? Über eine Antort freue ich mich sehr! Beste Grüße,
Aleksandar
Anmeldungsdatum: 24.12.2002 Beiträge: 1360 Wohnort: im wilden Süden
Verfasst am: 28.Jan 2006 17:11 Titel: Ups
eine interessante Idee, aber ohne eigenen finanziellen Background schwerlich zu organisieren. Und damit meine ich eine richtig fette eigene Kapitaleinlage, denn wenn andere sehen, daß auch Du ins Obligo gehst, gehen andere gerne den Schritt mit Dir. Ohne richtig eigenes Geld einzusetzen, wird keiner mitziehen. Vom Ansatz her ist Deine Geschichte ok, das müsste man mal bei einem eingehenden Gespräch etwas vertiefen, sicherlich kann ich Dir einige gute Anregungen geben, da ich ja recht viel aus diesem Bereich weiß.
Also: gute Idee, Realisation wird schwierig und nur mit Co-Kapitalgebern laufen, alles andere was Du versuchen solltest ist vergebliche lIebesmühe, glaub es mir...
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