nachdem ich hier nun schon so einiges gelesen habe, dennoch auf keine für mich befriedigende Antwort gestossen bin, versuche ich es nun einmal auf diesem Wege um neue Anregungen zu erhalten.
Wir planen eine Vermögensverwaltung die eine Niederlassung in der Schweiz haben soll. Die Muttergesellschaft soll Ihren Sitz in einer möglichst steuerfreundlichen Region in Europa beziehen.
Der Geschäftsführer der schweizer Niederlassung soll in die Schweiz übersiedeln um evt Schwierigkeiten mit dem deutschen Fiskus erst gar nicht aufkommen zu lassen.
Nun haben wir einige Möglichkeiten ins Auge gefasst und würden gerne hier ein paar Meinungen zu dem Thema einholen.
Wir haben schon Kontakte direkt zu Schweizer Banken aufgenommen, die im Zuge der Kontoeröffnung auch schon Vorschläge gemacht haben um eine Firmenkonstruktion für uns zu etablieren.
Allerdings, um es direkt zu sagen erscheint uns eine solche Lösung unnötigt kaptitalintensiv. Daher haben wir uns entschlossen selbst nach einer geeigneten Lösung zu suchen, was nicht heißt das wir auf der Suche nach Sonderangeboten für 99 Euro, sprich LTD sind.
Wäre schön, wenn hier einiges an verschiedenen Meinungen gepostet würde ...
Ich bin ja etwas spaet dran mit einer Antwort... aber vielleicht haben Sie sich ja noch nicht entschieden.
Sie koennen sich auf unserer Seite sachswarburgh [dot] com ueber Gruendungen in Delaware informieren... Anbieter gibt es fuer dortige Gruendungen auch sehr viele... auch hier muss man auf die Billiganbieter achten..
Es gibt gravierende Unterschiede zu den englischen LTDs... aber die Niederlassungsfreiheit in u.a. Deutschland ist dort seit seit 1954 durch Staatsvertrag geregelt... entsprechende BGH-Urteile gibt es auch... die sind nur in der LTD-euphorie etwas untergegangen.
Sollten Sie Fragen haben stehen wir Ihnen (kostenlos) zur Verfuegung...
soweit ich das verstanden habe, sucht Michelotto eine Vermögensverwaltung in der "Schweiz" und eine Muttergesellschaft in einer steuerfreundlichen Region in Europa.
Mann, ich wußte gar nicht, daß Delaware in der Schweiz liegt! Ist das ein neuer Kanton?
@ffbkdavid
Könnten Sie das mal in Erfahrung bringen?
Nun ... Alternativen sollte man schon aufzeigen duerfen... aber sicherlich ist Ihnen auch bekannt, dass sich in Delaware nicht nur die von Ihnen in den Links angedeuteten "schwarzen Laemmer" tummeln -- sondern auch die Elite des Deutschen Bank- und Finanzwesens und der Deutschen Industrie... desweiteren wickeln die Haelfte der Deutschen Grossstaedte ihre Sale-and-lease-back-Aktionen (... Verhoekerung der staedtischen Infrastruktur) in Delaware ab.. das sollte statt "Schenkel klopfen.." eher Kopfschuetteln hervorrufen... denn wieviele der werten Stadtkaemmerer haben sich hier vorher "schlau gemacht"...
Es ist wohl nicht zu leugnen, dass in D mit dt GmbHs abgezockt wird, wie auch in und von der Schweiz mit CH-AGs oder von Luxembourg mit den entsprechenden SAs... ich hoffe das macht die entsprechenden Laender nicht zu Pariahs...
In Delaware sind 70% der US Fortune 500 Gesellschaften registriert... und auch eine Menge grosser deutscher Namen, Hochtief, Siemens (... mit 22 Gesellschaften), Deutsche Bank (... mit 37 Gesellschaften, davon 17 Fonds)... die Liste ist lang.
Delaware besticht durch sein unternehmerfreundliches Rechtsempfinden. Es mag auch einigen sozial-demokratischen Denkern aufstossen, dass Delaware den Aktionaer stark (unter-)stuetzt... aber fuer einen Unternehmer der letztendlich sich und seine Aktionaere ernaehren will ist dies eine wichtige Entscheidungsgrundlage... vielleicht auch, dass sich der Staat nicht alle 5 Minuten in die Tagesgeschaefte eines Unternehmens einmischt... Alles selbstverstaendlich Ansichtssache... aber nicht von vornherein von der Hand zu weisen...
@ Gundel
Danke fuer Ihre Bemuehungen meine Geographie-Kenntnisse aufzubessern... davon mal abgesehen haben Sie denn auch einen sachlichen Kommentar zu der Frage..? Denn Sie haben sich ja bestimmt genau ueberlegt in welche steuerbeguenstigen europaeischen Landstrich Sie michelotto verweisen wollen..!!?? Diesem sachlichen Vorschlag sehe ich mit Interesse entgegen...
Anmeldungsdatum: 17.12.2003 Beiträge: 1123 Wohnort: Belize City
Verfasst am: 14.Okt 2005 19:06 Titel:
sachswarburgh hat folgendes geschrieben::
-- sondern auch die Elite des Deutschen Bank- und Finanzwesens und der Deutschen Industrie... desweiteren wickeln die Haelfte der Deutschen Grossstaedte ihre Sale-and-lease-back-Aktionen (... Verhoekerung der staedtischen Infrastruktur) in Delaware ab..
Sehr geehrter sachswarburgh,
der vorstehende Umstand ist in der Tat nicht zu leugnen !
Ferner lag und liegt es mir überaus fern, Sie persönlich oder Ihre unternehmerische Tätigkeit schenkelklopfend despektierlich zu behandeln !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Aber: Sie werden mir zustimmen, daß es einen gewaltigen Unterschied macht, wenn der deutsche Handwerker oder Mittelständler plötzlich mit Delaware-Strukturen aufwartet. DIESE Klientel ist ja wohl unbestreitetbar weit von den "Großen" entfernt.
Wenn Sie einmal die user-Struktur hier im Forum betrachten (Statistiken gibt es insoweit reichlich), dann sind diese user NICHT in eine derartige Gruppe einzuordnen.
Daraus folgt: Jeder Anbieter von Auslandsstrukturen sollte den Bedürfnissen potentieller Klientel Rechnung tragen (koennen) und dabei auch ein wenig im internationalem Steuer(straf)recht bewandert sein (oder ???). ...
@ sachswarburgh
zunächst kann ich micht dem Kommentar von tropico nur anschließen, aber das sehen Sie wohl sicher genauso!
Zu der möglichen Konstellation für michelotto sei zunächst einmal gesagt, daß er sich mehr oder weniger bereits entschieden hat!!!! Für ihn ist die Schweiz als Sitz seiner Vermögensverwaltung erste Wahl. Ob dies sinnvoll oder nicht sinnvoll ist, entzieht sich meiner Kenntnis, dafür wäre es wichtig zu wissen, welche Aktivitäten er plant. Denn Vermögensverwaltung ist nicht gleich Vermögensverwaltung. Hier spielen verschieden Faktoren eine Rolle, z.B. sollen evtl. auch Immobilien gehalten werden? Wenn ja, wo? Wird die Gesellschaft nur für "eigene" Belange tätig oder sind auch Fremdaktivitäten geplant? Soll evtl. sogar ein Vertrieb tätig werden? In diesem Zusammenhang ist wichtig zu wissen, wo die potentiellen Kunden schwerpunktmäßig sitzen (für Deutschland BaFin beachten - "Publikumsgeschäft") und und und....
Weiter, welche Aufgabe soll die "Muttergesellschaft" haben? (hier stellt sich die Frage, wofür braucht er die, wenn er in der Schweiz nur Vermögen verwalten möchte?)
Diese Aufzählung habe ich nur beispielhaft eingefügt um klar zu machen, daß es nicht damit getan ist, nur eine vielleicht sogar gut gemachte Firmenkonstruktion als Paket anzubieten, vielmehr ist es viel wichtiger anhand der Rahmenbedingungen das tatsächlich richtige Instrument auszuwählen und zu begleiten. Denn wurschteln kann michelotto mit jeder Konstruktion, es ist nur die Frage, wie lang? und vor allem, schadet die Kostruktion evtl. seinen geschäftlichen Aktivitäten?
D.h. anbieten wird man erst mal gar nix, solange man keine detaillierten Infos hat. Sollten die vorliegen kann man was überlegen. Ansonsten kann man michelotto nur raten, sich gut beraten zu lassen.
Die Konstruktion soll der Vermögensverwaltung dienen.
- Es sollen keine Immobilien gehalten werden.
- Es sind Fremdaktivitäten geplant.
- Nach Möglichkeit soll auch ein Vertrieb tätig werden.
- Im Sinne der Bafin erfolgt vorerst kein Publikumsgeschäft
- Die Muttergesellschaft dient hauptsächlich einer vorteilhaften Besteuerung und der Anonymisierung.
In der Schweiz soll u.a. nur eine Niederlassung eintragen werden um z.B keinen Verwaltungsrat einsetzten zu müssen
Ich hoffe diese Informationen reichen für die nächsten Kommentare
Ohne Ihnen zunahe zu treten, aber Anonymität und Vermögensverwaltung für "Fremde" beißt sich etwas (Transparenz). Nix für ungut, wahrscheinlich meinen Sie eher, daß (Fremd-)Leistungen oder Dienstleistungen für die Vermögensverwaltungsgesellschaft relativ steuerunschädlich erbracht und abgerechnet weden können. Das sehe ich wohl richtig?
Falls Sie sich für den Standort Schweiz für die Vermögensverwaltung interessieren, sollten Sie vielleicht direkt mit Moderator ffbkdavid in Verbindung treten. Schließlich sitzt er an der Quelle! Falls Sie mit dem Gedanken spielen nur eine "Niederlassung" in CH zu unterhalten, stellt sich die Frage, wo wäre dann der eigentlich Sitz der Gesellschaft, und vor allem, welche Gesellschaftsform??? Mit Verlaub, einem solchen Konstrukt kann ich noch nicht einmal aus Kostengründen etwas Positives abgewinnen. Auch bezüglich der Seriosität kommt das nicht so gut an!
Evtl. kommt ja für Sie die CH - AG doch eher in Frage. Hier stellt sich auch nicht das Problem der "Anonymisierung" der Anteile. Auch hierüber sollten Sie mit Ihm mal direkt sprechen. Er kann Ihnen sicherlich auch erklären, daß die Angelegenheit mit dem Verwaltungsrat gar kein so riesiges Problem darstellt (sooo teuer ist das nicht!!).Wie oder in welcher Form ein "Aktionär" selbst abrechenbare Leistungen erbringen kann oder soll ist eher eine Geschmacksfrage. Evt. besteht die Möglichkeit, solche Leistungen über eine "Offshore" - Lösung getrennt von der AG zu generieren.
Gleichzeitig sollte der Vertrieb sicherlich ebenfalls ausgegliedert werden. Hierbei sollten Sie eine Gesellschaftsform wählen, die zu Ihrem Markt, dem Land in dem Sie tätig werden und zu Ihren Aktivitäten am besten passt.
Verfasst am: 18.Okt 2005 12:52 Titel: ach du grüne neune:
"..... Ich hoffe diese Informationen reichen für die nächsten Kommentare ....."
_____ und wie:
"..... Die Konstruktion soll der Vermögensverwaltung dienen ....."
_____ für welche ART vermögen... aus ihrer antwort
"..... Im Sinne der Bafin erfolgt vorerst kein Publikumsgeschäft ....."
_____ entnehme ich, dass sie EIGENE VERMÖGENSWERTE STEUERSPAREND/STEUERBEFREIT verwalten wollen... und nicht KUNDENgelder - DEM widersprichen nun jedoch ihre bemerkungen
"..... Es sind Fremdaktivitäten geplant ....." und VOR ALLEM
"..... Nach Möglichkeit soll auch ein Vertrieb tätig werden ....."
also - klartext bitte! - was möchten sie denn nun - eigenes vermögen optimal verwalten oder kundengelder ACQUIRIEREN und via gefäss(e) managen?
ganz besonders "zukunftsorientiert" und als ideale basis für eine seriöse struktur erscheint mir ihr hinweis
"..... In der Schweiz soll u.a. nur eine Niederlassung eintragen werden um z.B keinen Verwaltungsrat einsetzten zu müssen ....."
damit wenigstens in diesem bereich klarheit herrscht: auch in der ch-zweigniederlassung einer auslandsfirma benötigen sie einen schweizer staatsbürger als ihren vertreter (damit sie sich damit rechtzeitig auseinandersetzen können und nicht vom hocker fallen, wenn sie mit den entsprechenden kosten konfrontiert werden: unter chf 5,000.- pro jahr werden sie wohl hierzulande keinen professionell arbeitenden partner finden!)... es sei denn, sie seien eu-bürger MIT WOHNSITZ IN DER SCHWEIZ
... wobei ich sie für diesen fall darauf aufmerksam machen muss, dass sie nicht gleichzeitig als organ in der auslandsfirma UND in der ch-zweigniederlassung eingetragen sein können - die wirtschaftliche unabhängigkeit der zweigniederlassung muss nämlich gewährleistet sein... die verantwortungen müssen diese gegenüber dem zuständigen ch-handelsregister ausdrücklich und schriftlich klarstellen (strafrechtliche konsequenzen, wenn sie eine falsche erklärung abgeben!)
mit anderen worten: wenn sie als eu-bürger in der schweiz wohnsitz haben, können sie die zweigniederlassung ihrer auslandsfirma in alleiniger verantwortung führen... dann benötigen sie jedoch eine von ihnen unabhängige person in der "muttergesellschaft"
... kosten fallen also auf jeden fall an - hier oder dort
im übrigen - dies im gegensatz zu "gundels" ansicht - können sie steuerlich natürlich sehr stark von den aktivitäten ihrer ch-zweigniederlassung profiteren, wenn diese VON DER SCHWEIZ aus mehrheitlich IM AUSLAND aktiv ist... es gibt dafür spezielle steuertarife in den verschiedensten kantonen
an die 35% verrechnungssteuer auf AUSSCHÜTTUNGEN aus der schweiz ins ausland (dazu gehören nicht nur dividendenzahlungen an aktionäre - fällt ja im falle einer zweigniederlassung sowieso nicht in betracht - sondern auch ZINSZAHLUNGEN und auch ÜBERHÖHTE TRANSFERS für kosten... wird von den hiesigen steuerbehörden mit interesse nachgeprüft und war schon für so manchen akrobaten, der sich vermeintlich in den gesetzen und vorschriften hierzulande auszukennen glaubte, zu einem veritablen waterloo!)
ich habe ehrlich gesagt probleme mit der süffisanten und oberflächlichen art und weise wie sie unter dem motto "wird schon werden... hauptsache, ich kann mir einen schweizer verwaltungsrat einsparen!" an die sache rangehen... SERIÖSE projekte werden in anderer weise auf die beine gestellt
vielleicht irre ich mich ja auch und sie können uns DURCH ÜBERMITTLUNG von mehr details dazu verleiten, ihr projekt etwas genauer unter die lupe zu nehmen
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