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gnom Specialist
Anmeldungsdatum: 10.12.2002 Beiträge: 113 Wohnort: stuttgart
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Verfasst am: 20.Apr 2003 9:08 Titel: Schwarzgeld Plan |
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Na da schau her, geht doch nicht so einfach wie es manch ein Minister will:
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Schwarzgeld-Plan vor dem Scheitern
Immer mehr SPD-Parlamentarier sind gegen die Steueramnestie
Zürich - Die von der Bundesregierung geplante Rückholung von Schwarzgeld aus dem Ausland droht zum Rohrkrepierer zu werden. Nach Informationen von WELT am SONNTAG wenden sich immer mehr SPD-Parlamentarier gegen die Steueramnestie; das Vorhaben dürfte im Bundestag scheitern.
Die Regierung will mit der Amnestie rund 20 Milliarden Euro Schwarzgeld nach Deutschland zurückholen. Weil das Bar-Vermögen zunächst mit 25 Prozent und ab dem kommenden Jahr dann mit 35 Prozent nachversteuert werden soll, hofft man im Bundesfinanzministerium auf Mehreinnahmen von rund fünf Milliarden Euro.
Doch selbst wenn Bundeskanzler Schröder die Mehrheit im Parlament doch noch auf seine Seite bringt, ist der Erfolg, das Geld von ausländischen Konten zurück nach Deutschland zu holen, mehr als fraglich. Zumindest deuten die jüngsten Erfahrungen in Italien daraufhin.
Die Steuer- und Fluchtgeldamnestie wurde dort längst umgesetzt. Am vergangenen Mittwoch sollte der "Scudo fiscale" auslaufen. Weil nicht genug Geld in die Kasse von Finanzminister Giulio Tremont kam, wurde die Frist bis zum 16. Mai verlängert. Und das, obwohl italienische Steuerflüchtige ihr Schwarzgeld nicht mit 25 Prozent, wie es der deutsche Entwurf vorsieht, sondern nur mit 2,5 Prozent nachversteuern müssten.
Bereits der letztjährige "Scudo" hatte Italien weniger gebracht als erhofft. Zwar flossen rund 60 Milliarden Euro aus dem Ausland nach Italien zurück - mehr als 80 Prozent davon aus der Schweiz. Doch wie in Schweizer Bankenkreisen zu hören ist, dreht der Trend mittlerweile um.
"Die Abflüsse von Vermögen an italienische Banken bewegen sich im Promillebereich", bestätigt James Nason von der Schweizerischen Bankier-Vereinigung. Der geplanten Steueramnestie in Deutschland begegne man deshalb "sehr entspannt". Vor allem deshalb, weil der geplante Steuersatz für Schwarzgeld im Vergleich zu Italien zehnmal höher liege. "Ist das Vertrauen zwischen Bürger und Staat so zerrüttet, dass Geld ins Ausland gebracht wird, macht man das auch durch eine Steueramnestie nicht so leicht wett", so Nason.
"Wir sehen der Steueramnestie zuversichtlich entgegen", bestätigt auch eine Sprecherin der Schweizer Großbank UBS und verweist auf die Erfahrungen mit dem "Scudo fiscale."
Ähnlich optimistisch gibt sich auch die Zürcher Großbank Crédit Suisse: Der Abfluss von Schwarzgeld auf italienische Konten sei nur marginal. Bei einer deutschen Steueramnestie werde das nicht anders sein |
Quelle: http://www.wams.de/data/2003/04/20/76159.html |
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