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A. Henneberg ** Consulter **
Anmeldungsdatum: 28.08.2002 Beiträge: 4931 Wohnort: Osten
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Verfasst am: 24.Aug 2004 8:05 Titel: Verschärfte Jagt auf Steueroasen |
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Wie FOCUS-Money berichtet, sollen nach den aktuellen „Zentralen Fahndungsnachrichten“ (ZFN) unter anderem die Rechtshilfe-Möglichkeiten mit der Kanalinsel Guernsey überprüft werden.
In dem bekannte Offshore-Paradies zielten geplante Steuerrechtsänderungen darauf ab, den Standort noch attraktiver zu machen. Daher stelle die Kanalinsel auch künftig ein „lukratives Betätigungsfeld“ für die Fahnder dar, so die ZFN.
| Zitat: |
| Im ZFN lesen die Prüfer die darüber hinausgehenden Tricks: Wie kann man das Datenschutzgesetz umgehen? Auswertungen des Prüfers “gehören zur Handakte und sind aufzubewahren”! Wie kann man einen Anfangsverdacht konstruieren? Man sucht eine nicht gefaltete Rechnung, denn diese ist nicht in einem DIN 6 lang-Kuvert per Post gekommen und daher wahrscheinlich getürkt! Hat die Firma einen Anwalt, der schon mal Steuerhinterzieher vertrat? Dann hat die Firma doch wahrscheinlich auch Dreck am Stecken. Vorsicht ist angesagt. Denn unter diesen Rahmenbedingungen funktioniert jede Kommunikation wie das Kinderspiel “Stille Post”. Wobei allerdings das Finanzamt immer auf dem letzten Stuhl sitzt und immer “Steuerhinterziehung” versteht. Egal, mit welchem Wort das Spiel mal anfing. |
| Zitat: |
Die zur britischen Krone gehörenden Kanalinseln sind autonom und gehören nicht zum Zollgebiet der Europäischen Union. Dank des milden Klimas – Guernsey und Jersey haben eine geradezu mediterrane Vegetation – kann die Bevölkerung gut vom Tourismus leben, doch mittlerweile stammen fast 40 Prozent der Einnahmen aus dem Finanzsektor, wenn auch nur zu einem geringen Teil aus privaten Kapitalanlagen.
Leider ist es für Ausländer fast unmöglich, Immobilien zu erwerben, auch werden keine Daueraufenthaltsgenehmigungen erteilt.
Gut 100 Banken haben schon Niederlassungen auf Guernsey und Jersey, darunter auch einige deutsche Geldinstitute. Beide Inseln bieten sämtliche Dienstleistungen an, die man von einem derart spezialisierten Finanzplatz erwarten kann. Dabei nimmt Jersey die führende Rolle ein. Guernsey ist weniger weit entwickelt, versucht jedoch, dies durch zusätzliche Anreize zu kompensieren.
Die Bestrebungen Guernseys werden dadurch begünstigt, dass beim Konkurrenten Jersey mittlerweile eine Übersättigung des Marktes eingetreten ist. Die Folge: Akuter Mangel an Büroräumen und qualifizierten Arbeitskräften.
Guernsey und Jersey haben kein rechtlich garantiertes Bankgeheimnis, aber ein Trustgesetz. Wenn die Konten von einem Vermögenstrust verwaltet werden, unterliegt der Treuhänder, das kann auch eine Bank sein, der Geheimhaltungspflicht. Dadurch bleibt die Anonymität privater Anleger gewahrt.
Privatpersonen unterliegen der Einkommensteuer, deren Regelsatz bei 20 Prozent liegt. Das zu versteuernde Einkommen wird durch großzügige Freibeträge stark verringert. Auf Guernsey gelten überdies für bestimmte Kategorien von Steuerpflichtigen ermäßigte Steuersätze. Dort sind auch Zinserträge aus Bankdepots für nicht auf der Insel lebende Personen von der Steuer befreit.
Die Inseln kennen keine Erbschaftsteuer, was sehr zu ihrer Attraktivität für britische Staatsbürger beiträgt, die einer hohen Erbschaftbesteuerung unterliegen. Doch in erster Linie bieten Guernsey und Jersey attraktive Steuergestaltungsmöglichkeiten für Unternehmen, und so haben sich dort mittlerweile 37 000 Gesellschaften niedergelassen. Es gibt kein Doppelbesteuerungsabkommen mit Deutschland. |
Weiterhin widmet sich die ZFN der Frage, ob sich Firmen legal in der Gewerbesteueroase Norderfriedrichskoog ansiedeln konnten. Zwar wurde der norddeutschen Gemeinde 2004 ein 200-Prozent-Hebesatz gesetzlich verordnet. Experten vermuten aber, dass Fahnder nun verstärkt Altfälle aufrollen werden. Finanzamtsinsider verrieten zudem, dass Norderfriedrichskoog in letzter Zeit oft auf Fachtagungen thematisiert wurde.
| Zitat: |
| Im Datenpool “ZAUBER” des Bundesfinanzministeriums landen alle Fälle, in denen Strafverfahren eingeleitet wurden. Auch die zu Unrecht Verdächtigten. Betriebsprüfer durchsuchen Online-Auktionen im Internet, um Privatanbietern eine unerlaubte gewerbliche Tätigkeit nachzuweisen - verbunden mit Steuerschätzungen und Nachzahlungen in wenigstens vierstelliger Höhe. Eine solch lückenlose Kontrolle wirtschaftlicher Tätigkeit und eine derart massive Vorverurteilung jedes Gewerbetreibenden als steuerkriminell kannte nicht mal die DDR. |
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Starskies2000 Insider
Anmeldungsdatum: 15.09.2003 Beiträge: 910 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 24.Aug 2004 8:31 Titel: Und es wird noch schlimmer |
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bereits jetzt sind die Steuerfahnder mit Rechten ausgestattet die, um es mal vorsichtig auszudrücken, das Grundgesetz arg strapazieren und weitreichender sind als so manches Polizeigesetz es erlaubt.
Deshalb wird es immer wichtiger seine Steueroptimierungen nicht einem Feld, Wald und Wiesengründer oder Dorf-Steuerberater zu überlassen der mit Ach und Krach die Prüfung bestanden hat. |
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Goodman *** Consulter ***
Anmeldungsdatum: 16.01.2002 Beiträge: 5415
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Verfasst am: 24.Aug 2004 8:53 Titel: |
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Hallo!
| Zitat: |
| Deshalb wird es immer wichtiger seine Steueroptimierungen nicht einem Feld, Wald und Wiesengründer oder Dorf-Steuerberater zu überlassen der mit Ach und Krach die Prüfung bestanden hat. |
Dem ist nichts hinzuzufügen! |
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