Verfasst am: 26.März 2004 13:47 Titel: status on delaware companies
zuerst checken, um was für einen GESELLSCHAFTSTYP es sich handelt (corporationen mit aktionären oder llc - limited liability company - mit members)... kannst selber machen auf
aktionäre müssen in delaware nicht publiziert werden - über offizielle stellen also keine möglichkeit, an die von dir gewünschten informationen zu kommen
members von llc's sind eventuell in den gründungsdokumenten vermerkt... MUSS ABER NICHT SEIN
eventuell kannst du den lokalen REGISTERED AGENT - im register vermerkt - kontaktieren und versuchen, informationen durch diesen zu erhalten... EINEN RECHTSANSPRUCH HAST DU ALLERDINGS NICHT
Eigentlich wollte ich über eine Fa. die mit uns Geschäfte machen will genauer Bescheid wissen.
Aber, das hört sich ja sehr interessant an. Was muß ich denn tun, um in Delaware eine Firma aufzumachen. By the way, wir betreiben einen Internethandel und verkaufen "nur" Dateien, Zugangsberechtigungen und Newsticker. Sind also somit örtlich nicht gebunden, wollen aber wg. dem Nachwuchs (4.Klasse) im Ländle bleiben.
Schön wäre also eine Fa., bei der von außen, zumindest nicht zu einfach, nicht zu erkennen ist, wem diese gehört und dann ihre Steuern in USA abführt.
Anmeldungsdatum: 24.12.2002 Beiträge: 1335 Wohnort: im wilden Süden
Verfasst am: 27.März 2004 20:17 Titel: @nicestguy
Ihr Problem scheint ja wohl konkret gesprochen zu sein, daß Sie Geld verdienen, dies aber nicht unbedingt den (hohen) deutschen Steursätzen unterwerfen wollen. Ihr Geschäftszweig bietet sich da natürlich an. Doch ob Delaware oder was anderes dafür interessant ist? Da gibt es 100 Dinge zu bedenken! Vorab: Eine Delaware-Firma hat eigentlich weltweit ein "Gschmäckle", also fast jeder weiß um den Unfug, der da getrieben wird.Das kann erhebliche Nachteile bringen! _________________ Auf Regen folgt Sonne!
Anmeldungsdatum: 24.12.2002 Beiträge: 1335 Wohnort: im wilden Süden
Verfasst am: 27.März 2004 20:57 Titel: @nicestguy
Tips kann ich jetzt noch keine geben, da wären noch viele,viele Fragen:
Wo sitzt Ihre meiste Kundschaft? Sind die Kunden Firmen/Privatleute ?
Wie ist Ihre private Lebenssituation? Welche Umsätze/welche Gewinne macht Ihr Unternehmen tetc.etc.etc. So ganz salopp gibt es für keinen ein Allheilmittel, sondern nur das jeweils auf seine Situation am ehesten passende !?
Und hierbei gilt: höllisch aufpassen, denn vor allem mit Wohnsitz D gibt es da steuerlich gigantische Fallstricke und die Damen und Herren vom Finanzamt die schlafen nicht!!!!!! _________________ Auf Regen folgt Sonne!
Verfasst am: 27.März 2004 23:32 Titel: warum hat Delaware Weltweit
ein geschmäckle?
Eigentlich hat es das soweit ich weis nur im Deutschsprachigen Raum.
Wenn Sie Unternehmen wie Hilton, Astrazeneca etc. in die Behördensuchmaschine eingeben dann werden Sie sehen das es ausserhalb eigentlich kein Problem ist.
Das gleiche gilt doch auch für die englische Ltd. ausserhalb von DE kein Problem, nur in DE.
Okay wer hingeht und die für den deutsprachigen Raum ungewöhnliche 100.000 US$ corp. gründet der hat da schon mal ein Problem.
Tatsache ist auch da wiederspreche ich Ihnen nicht das die günstigen Ausgangsbedingungen in manchen Staaten missbraucht werden.
Insofern hat doch auch die deutsche GmbH ein geschmäckle.
Die ist doch in den meisten Fällen auch mehr schein als sein.
Aber es kann doch nicht sein das ich mir in einer globalisierten Welt, mit eindeutiger Rechtsprechung und Handelsabkommen sich einige Staaten ausklinken weil ihre kleingeistigen Beamten etc. damit nicht klarkommen.
Inwieweit natürlich eine Del. Firma in den angesprochenen Fall das richtige ist kann ich von hier aus nicht beurteilen.
Es ging mir in dieser Aussage ehr ums Prinzip.
Es nervt mich einfach, das ein paar miese Brüder die wie überall natürlich das System durchaus für kriminelle Zwecke ausnutzt, plus eine Beamtenschaft die immer noch galubt das am deutschen Wesen die Welt genesen soll, gute Einrichtungen in Misskredit bringen.
Und NATÜRLICH müssen auch die ehrlichen Nutzer dieses Systems lernen das eine gute Beratung Geld kostet.
Das diese nicht durch Feld- Wald- und Wiesenanwälte oder "Berater" gegründet werden kann. Das jeder Fall verschieden ist.
So das musste ich jetzt mal los werden.
"..... starkies2000:
Okay wer hingeht und die für den deutsprachigen Raum ungewöhnliche 100.000 US$ corp. gründet der hat da schon mal ein Problem ....."
das habe ich jetzt geistig nicht ganz mitgekriegt, denn:
1)
mit jedwelcher CORPORATION sind sie in den usa VOLL STEUERPFLICHTIG, aufgepasst: mit den irs-knaben ist nicht zu spassen, so mancher eigentlich voll sozialisierte und gutsituierte m-boss hat seine alten tage im knast verbracht, weil er mit den steuerbehörden uneins war (bezüglicher seiner "eigentlichen" aktivitäten wie mh, p, wh, dh konnte ihm der nachweis unredlichen verhaltens nie erbracht werden!)
2)
die nich aus der welt zu schaffende geschichte von der STEUERBEFREIUNG für us-firmen, die keine aktivitäten in den usa entfalten und von NICHT-US-bürgern/residents besessen werden, ist ein AMMENMÄRCHEN - gilt nur für
3)
LLC's (limited liability companies), die entweder von deren MEMBERS (=besitzern/aktionären) oder von einem MANAGER (kann eine ausserhalb der usa residierende steuerbefreite gesellschaft sein) geführt sind
ob ihnen das einer dieser hochgeschätzten "ich gründe ihre auslandsfirma für usd 475.-"-profis erklärt, weiss ich nicht... es würde ihnen jedenfalls viel ärger und unnütze kosten sparen
Anmeldungsdatum: 24.12.2002 Beiträge: 1335 Wohnort: im wilden Süden
Verfasst am: 28.März 2004 8:53 Titel: Ganz genau!
Da denken viele Leute, die gehen mal kurz irgendwohin, gründen eine Auslandsfirma und haben nie mehr Sorgen! Falsch! Wer dies nicht bestens vorbereitet tut und sich richtig drum kümmert (oder gegen gutes Geld kümmern läßt!!) für den fangen die wirklichen Sorgen erst an. USA ist für mich eine der schlechteren Möglichkeiten, wenn man z.B. vorwiegend in Europa aktiv ist! _________________ Auf Regen folgt Sonne!
Verfasst am: 28.März 2004 10:48 Titel: ich glaube ich bin Falsch verstanden
worden.
Es ging mir dabei nur darum das es mich manchmal ganz schön annervt,
das wenige (dann aúch noch Dilletanten) die Staaten wie z.B. Delaware missbrauchen, dem ganzen einen unseriösen Anstrich geben.
Was den Rest betrifft stimme ich ich Ihnen zu.
Es ging also weder um das Mysterium der Steuerbefreiung, den Heiligen Gral des "legalen" Betruges oder sonstiges.
Aber Trotzdem wenn z.B. Delaware zu einer persönlichen Gründung (festgestellt durch echte Profis) zur z.B. Steueroptimierung eine gute Wahl ist, dann haben sich einfach auch die deutschen Behörden damit abzufinden (so lange alles legal abläuft).
Ich habe jetzt wenig Lust darauf einzugehen das Natürlich entsprechende Nachbetreuung,die ebenfals von Profis geführt sehr kostenintensiv sein kann, sehr teuer wird.
Ich hoffe das ich mich diesmal klar ausgedrückt habe und nun keine Missverständnisse mehr vor liegen.
Nur zur Sicherheit, ich bin der Grundsätzlichen Meinung das die meisten lieber in DE Wege zur Steueroptimierung oder Gründung Nutzen sollten,
da sie entweder nicht die Elementarste Vorausetzungen Erfüllen.
Dazu gehört; Geld, ein Konzept das sich überhaupt für eine Off-shore Lösung eignet, den Willen überhaupt irgendwo auf dieser Welt Steuern zu zahlen, den geigneten Berater auf den sie dann hören und eh nicht alles besser wissen und noch so ein oder zwei andere Dinge die ich bei den meisten Menschen vermisse.
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