Anmeldungsdatum: 24.12.2002 Beiträge: 1335 Wohnort: im wilden Süden
Verfasst am: 23.Sep 2003 20:03 Titel: Nur so am Rande sei gesagt,
daß Andorra nach wie vor hochinrteressant ist, aber am ehesten für Privatiers, Vermögende die in Geld investiert sind etc. Firmengründungen in Andorra sind ja allein schon wegen dem nötigen andoresischen Strohmann keine so tolle Geschichte.
Aber zurück zum Anfang. Der gute Forumuser sucht eine wasserdichte Konstruktion. Nun, eine solche wird sicher nicht ganz billig. Eine nicht ganz unvernünftige Lösung dürften die vielen British-Empire-Inselchen sein.
Hier ist zunächst mal verläßliches Gesetz, eine vernünftige Infrastruktur etc. vorhanden. Allerdings: gigantische Preisunterschiede. So ein kleiner Geheimtip: Turks& Caicos , allerdings total ab vom Schuß, leider nur über Miami/USA erreichbar. Dafür gibt es dort die Institution eines Finanzamtes nicht, das Land finanziert sich über einen Einfuhrzoll auf alle Güter. (ähnlich andoresisches Steuerrecht). Also wäre das Geld, das verdient wird, steuerfrei. Banken funktionieren dort prima, es wäre aber angezeigt, sofern die Provisionen an Europäer vorwiegend ausbezahlt werden müssen, bei einer europäischen Bank ein Konto zu unterhalten.
Und Leute zu finden, die man vor Ort rekrutiert und dort arbeiten oder man delegiert ein,zwei Mitarbeiter hin, müßte doch auch machbar sein, oder? _________________ Auf Regen folgt Sonne!
Der User hatte garnicht mal so unrecht, und es ist alles andere als realitätsfremd.
Wer von euch kennt sich aus mit echten, offiziellen Offshores? Ich meine so eine für Profilneurotiker die nicht darauf verzichten können, Ihren Namen im Firmennamen zu tragen und auch sonst (ohne Strohmann) offiziell in allen Geschäftspapieren stehen... - hat jemand Erfahrung?
Kleine Arbeitshypothese:
- offizielle Offshore-Gründung der Paul Schmidt - Panama S.A.
- Die Panama S.A. macht jedes Jahr 10.000.000,00 $
- keine Buchhaltungspflicht(!)
- volle Haftung zu Lasten der Panama S.A.
- eines der Bankkonten der Gesellschaft in Riga (Lettland)
Frage des deutschen Finanzamtes nach ausländischen Einkünften:
Paul Schmidt ehrlich wie er ist bejaht dies in seinem Einkommensteuerbescheid und beziffert sie auf 2.000,00$ (!)
Was kann Paul Schmidt passieren?
Meines Erachtens nach nichts, denn das FA muss sich in diesem Falle auf das Wort des Edelmannes Paul Schmidt verlassen! Die Panamaische S.A. unterliegt panamaischem Recht(!) - Eine Buchhaltung mit der Paul Schmidt eventuell einen Nachweis erbringen könnte gibt es nicht(!) - Das lettische Bankgeheimnis wird derzeit weltweit hochgelobt...
Jetzt mal ernsthaft 2 Fragen an die Experten hier:
1.) Warum sollte das deutsche FA überhaupt genauer prüfen wollen, wo der Edelmann Paul Müller doch offen und ehrlich angegeben hat, dass er Auslandseinkünfte hat. Warum sollte das FA an der Höhe zweifeln?
2.) Wenn doch: Was könnte das FA denn tun? Was kann Paul Schmidt passieren?
...das FA bedient sich hier der sog. Beweisumkehr, was für Paule bedeutet, er muß Beweise vorlegen., daß er nicht Inhaber der SA ist. Dadurch wird`s meist schwieriger ungeschoren davonzukommen.
zur Ergänzung, mir ist da ein Fall bekannt ( ca. 8 Jahre her) da wurde dem Deutschen sein Büro auf den Kopf gestellt, nach entdecken von Bankverbindungen in seine Offshor konstrution, Bankbelege-Guthaben 3 Mio.USD, U-Haft wegen Verdunkelungs und Fluchtgefahr. Dadurch wird es natürlich deutlich erschwert, Gegenbeweise aufzubauen, vom Knast aus.
...das FA bedient sich hier der sog. Beweisumkehr, was für Paule bedeutet, er muß Beweise vorlegen., daß er nicht Inhaber der SA ist. Dadurch wird`s meist schwieriger ungeschoren davonzukommen.
Nein, darum geht es nicht! Paule ist auch offiziekk Inhaber der S.A. - jetzt lies Dir das mal unter diesem Gesichtspunkt nochmal durch bitte... - also: Paule streitet das garnicht ab, er gibt Einnahmen aus dem Ausland in Höhe vom 2.000,00 $ an.
Mit der Buchhaltung der Panama S.A. hat das Deutsche FA ja nichts zu tun...
Ich möchte das Thema nochmals hoch holen, weil es einfach faszinierend ist.
Was kann das FA oder wer auch immer tun?
Paul Schmidt betreibt völlig legal eine Panama S.A. im Panama unter seinem Namen! Er macht in Deutschland deb Support für diese Körperschaft (S.A.)
Einnahmen aus dem Ausland weist er ausschließlich in höhe von 2.000,00 $ aus, die auf sein deutsches Girokonto geflossen sind.
Die Panama S.A. hat aber auf ihren Konten sagen 10.000.00,00 $ (!)
Da es keine Buchführungspflicht für die S.A. im Gründungsland gibt, ist Paule all seinen dortigen UND hiesigen gesetzlichen Pflichten nachgekommen(!)
Sein hochoffizieller Nachweis über die Auslandseinnahmen ist und bleibt sein deutscher Kontoauszug!
Selbst wenn es mal rauskommt, dass die Panama S.A. ein Kapital von 10.000.000,00 hat, so kann man Paule auch in D keinen Strick daraus drehen, weil es sich um Firmenrücklagen der Panama S.A. handelt die ja noch garnicht zur Auszahlung gekommen sind.
Auf welche Weise die Panama S.A. geführt und betrieben wird kann eine deutsche Steuerbehörde keinen Einfluss nehmen! Wit welchem Recht auch? Es ist eine panamaische Körperschaft die ja auch tatsächlich existiert!
Auch kann keine deutsche Behörde die dortigen Geschäftspapiere verlangen! Mit welchem Recht auch? Es ist eine den Panamaischen Bestimmungen ordnungsgemäß geführte S.A.
Das ist eine interessante Frage, mein lieber Herr Gerhard. Wissen Sie wer uns die bestimmt beantworten kann? Ich ja! Ich frage mal diesen User, den ich da im Auge habe... der hilft uns bestimmt, passen Sie auf.
also 10 millionen usd "macht" man auch in panama nicht mit links... würde mich interessieren, wie eine einmannfirma mit seriösen "services" einen derartigen umsatz/gewinn generieren soll
... und ich unterstelle einmal, es handle sich um ein legales business und nich um einen ableger der 410-freunde aus schwarzafrika... o.k.?
2)
abhängig von antwort auf 1): sobald die einmannbude expandiert (sprich: pesonal anstellt, büroräumlichkeiten bezieht, telefongespräche führt etc. etc.) entstehen "spuren", die vom finanzamt in seinem sinne gedeutet werden/können
3)
ich unterstelle jetzt einmal, beim "gehalt" von 2,000.- teuros handle es sich mindestens um ein MONATLICHE entgelt... wie elegant/luxuriös kann man davon in deutschland residieren/leben?
und - falls es dem guten mann in den sinn käme, abseits vom "normalen" gehalt etwas aus seinem "panamakonto" abzuzweigen, müsste er gegebenenfalls auskunft erteilen, warum/wie er mit 2,000.- mäusen pro monat in einem porsche herumkurven kann
also: recht unrealistische ausgangslage... oder: wenn man als einmannbetrieb wirklich usd 10,000,000.- pro jahr generieren kann: BRANCHE NENNEN.... bitte, bitte, bitte
also 10 millionen usd "macht" man auch in panama nicht mit links... würde mich interessieren, wie eine einmannfirma mit seriösen "services" einen derartigen umsatz/gewinn generieren soll
... und ich unterstelle einmal, es handle sich um ein legales business und nich um einen ableger der 410-freunde aus schwarzafrika... o.k.?
swelbstverständlich völlig legal, - auch in D!
ffbkdavid hat folgendes geschrieben::
2)
abhängig von antwort auf 1): sobald die einmannbude expandiert (sprich: pesonal anstellt, büroräumlichkeiten bezieht, telefongespräche führt etc. etc.) entstehen "spuren", die vom finanzamt in seinem sinne gedeutet werden/können
Klar gibt es spuren, - ist doch der offizielle deutsche Support!
ffbkdavid hat folgendes geschrieben::
3)
ich unterstelle jetzt einmal, beim "gehalt" von 2,000.- teuros handle es sich mindestens um ein MONATLICHE entgelt... wie elegant/luxuriös kann man davon in deutschland residieren/leben?
und - falls es dem guten mann in den sinn käme, abseits vom "normalen" gehalt etwas aus seinem "panamakonto" abzuzweigen, müsste er gegebenenfalls auskunft erteilen, warum/wie er mit 2,000.- mäusen pro monat in einem porsche herumkurven kann
also: recht unrealistische ausgangslage... oder: wenn man als einmannbetrieb wirklich usd 10,000,000.- pro jahr generieren kann: BRANCHE NENNEN.... bitte, bitte, bitte
Nehmen Sie es mit den Zahlen nicht ganz so genau, - das ist lediglich ein Beispiel. Es wird alles in den richtigen Relationen ausgezahlt auf das Deutsche Konto als Entgeld für die Supportleistungen. Der größte Teil jedoch bleibt auf einem Konto der panamaischen Firmam denn es gehört ja der S.A. solange es nicht zur Auszahlung kommt, oder?
Das ist eine interessante Frage, mein lieber Herr Gerhard. Wissen Sie wer uns die bestimmt beantworten kann? Ich ja! Ich frage mal diesen User, den ich da im Auge habe... der hilft uns bestimmt, passen Sie auf.
ok Klaus, das würde mich RIESIG freuen und unendlich faszinieren.
Ich wäre auch in der Lage eine ähnliche Konstellation die real existiert aber LEIDER mit Strohmann arbeitet hier zu veröffentlichen. Das Sicherheitsrisiko dort ist einzig und allein der Strohmann, weil die entsprechende Supportfirma nicht offiziell auch als S.A. Gesellschafterin auftritt! Das wird über Kurz oder Lang in die "Hose" gehen!
Verfasst am: 25.Sep 2003 23:23 Titel: Modelle und der Bezug zur Realität
Hört sich alles toll an und mag theoretisch auch alles seine Richtigkeit haben, aber meine mittlerweile 15jährige Erfahrung im Offshorebereich zeigt mir, dass man mit Theorien keinen Blumentopf gewinnen kann.
Im Vertrauen darauf, dass der Server in USA steht und Klaus dicht hält, sage ich es mal ganz klar:
Was für reale Gründe gibt es, eine Offshore-Gesellschaft zu gründen ?
Mag sein, dass es einige Idealisten gibt, die tatsächlich damit "arbeiten" wollen oder Profilneurotiker, die sich gerne als Chef eines wohlklingenden Firmenimperiums ausgeben.
10% der Klienten wollten kriminelle Aktivitäten entfalten.
85% der Leute jedoch, die ich beraten habe, wollten nur dies: Das deutsche Finanzamt austricksen, und zwar so, dass sie nicht damit auffallen.
Und in diesem Fall hilft nur eines sicher - die absolute Anonymität und kein wie auch immer gearteter Zusammenhang mit der Offshore-Gesellschaft !
Alles andere, wie regelmässige Zahlungen von dort nach hier oder ähnlicher Blödsinn lockt nur die Steufa auf die Spur und die Jungs sind auch nicht mehr so hinter dem Mond, wie hier manche anzunehmen scheinen !
Ich habe in meinem Leben ( selbst und bei Klienten ) ca. 250 Betriebsprüfungen live erlebt und rund 50 Umsatzsteuersonderprüfungen, von Lohnsteuerprüfungen und Krankenkassenprüfungen ganz abgesehen. Etliche Klienten sind - weil meinem Rat nicht oder unkorrekt folgend - zuerst in U-Haft und danach in Strafhaft gelandet, dann war das Gejammere gross. Von den zu leistenden Nachzahlungen könnte ich ein eigenes Trading-Programm bekommen, nur mal so um eine Grösse zu nennen.
Ich selbst hatte schon 4 mal die Steuerfahndung im Hause, und das beste, was man mir vorwerfen konnte war: "Es ist lebensfern, dass sich keinerlei Aufzeichnungen oder Belege über Bankverbindungen, Geschäftstätigkeiten und Vermögenswerte auffinden lassen". So, meine lieben Freunde, sollte es aber dringenst sein ! Seine offiziellen Sachen wie Buchhaltung etc. hat man beim Steuerberater, und so etwas gehört nicht ins private Arbeitszimmer, geschweige denn ins Bankschliessfach.
Daheim sollte die Steufa lediglich die treusorgende Ehefrau und evtl. die Kinder nebst Spielzeug vorfinden, sonst nichts. Warum einen Renoir ins Wohnzimmer hängen ? Ein gut gemachter Nachdruck tuts auch für das ermüdete Auge... - und Einbrecher verlassen deprimiert das Domizil, weil die Mäuse um Käsespenden bitten.
Zum Schluss noch folgendes: Die Steufa kehrt sich relativ wenig um ausländische Gesetze und Bestimmungen, Buchhaltungspflicht in Panama oder nicht - ist denen völlig egal. Deren Aufgabe: Niedermachen, beschlagnahmen, am Boden zerstören, Hoffnungen zerschmettern, verunsichern und familiäre Bindungen kippen ( Kronzeuge ! ).
Nickeligkeiten wie "muss ich buchführen" oder "wer beweist wem was" sind bestensfalls bei Finanzgerichtsprozessen interessant, bis dahin ist jedoch die Existenz zerstört, der Ernährer hinter Gittern und der Ruf lebenslang ruiniert. That´s fact - das Leben ist nun mal nicht Theorie, sondern Praxis !
"strafverschärfend" kommt noch dazu, dass die überwiegende mehrheit der kunden klüger sind als die gesamtheit der beratergilde... und meist ganz genau weiss, was der weisheit letzter schluss ist
- verteilung des risikos (und verstärkung des anonymitätsschutzes) durch zwischenschaltung einer handelsgesellschaft: BRAUCHE ICH NICHT, KOSTET NUR GELD
- exakte positionierung des "besitzers" innerhalb der firma (beispielsweise als "lokaler agent für das deutschsprachige europa" etc.): MACHEN WIR SPÄTER
- rückhaltung von postsendungen resp. diskrete übermittlung von pdf-files an eine diskrete email-adresse: DOWNLOAD GEHT ZU LANGSAM... UND MEIN PC HAT NICHT GENUG ARBEITSSPEICHER, UM GROSSE DOKUMENTE LESEN ZU KÖNNEN (... aber usd 100,000,000.- in panama bunkern, das geht
und - als fazit und höhepunkt: WENN DIE GANZE SACHE HOPPS GEHT, HAGELT'S KLAGEN WEGEN SCHLECHTER BERATUNG (... das hätten sie mir doch unbedingt eindringlicher erläutern müssen etc. etc....)
wir akzeptieren seit vielen jahren nur noch kunden, bei denen wir als "full service-provider" und vertrauen geniessender berater mitarbeiten können... den "quick deal" mit bvi-klitschen für usd 850.- überlassen wir gerne anderen
henusode sagen wir schweizer... schönes, sonnies und bierseliges wochenende
Anmeldungsdatum: 30.11.2002 Beiträge: 407 Wohnort: deutschland
Verfasst am: 26.Sep 2003 16:07 Titel:
Zitat:
Paul Schmidt betreibt völlig legal eine Panama S.A. im Panama unter seinem Namen! Er macht in Deutschland deb Support für diese Körperschaft (S.A.)
Einnahmen aus dem Ausland weist er ausschließlich in höhe von 2.000,00 $ aus, die auf sein deutsches Girokonto geflossen sind.
Die Panama S.A. hat aber auf ihren Konten sagen 10.000.00,00 $ (!)
Da es keine Buchführungspflicht für die S.A. im Gründungsland gibt, ist Paule all seinen dortigen UND hiesigen gesetzlichen Pflichten nachgekommen(!)
Sein hochoffizieller Nachweis über die Auslandseinnahmen ist und bleibt sein deutscher Kontoauszug!
Selbst wenn es mal rauskommt, dass die Panama S.A. ein Kapital von 10.000.000,00 hat, so kann man Paule auch in D keinen Strick daraus drehen, weil es sich um Firmenrücklagen der Panama S.A. handelt die ja noch garnicht zur Auszahlung gekommen sind.
wenn es genauso durchgeführt wird, gibt es kein problem.
das problem ist, dass von vielen Eignern einer GmbH/S.A. angenommen wird, "Panama S.A." und Paul Schmidt seien identisch, und Paul Schmidt dürfe deshalb mit dem Vermögen der "Panama S.A." machen, was er wolle (weshalb sonst ist die Paul Schmidt überhaupt nicht betreffende Angabe gemacht worden, dass "Panama S.A." 10 Mio $ hat? Das geht doch Paul Schmidt gar nichts an!).
Tatsächlich handelt es sich aber bei der "Panama S.A." (wie bei jeder Körperschaft des Privatrechts") um eine juristische Person, die eigenes Rechtssubjekt ist und vom Eigentümer getrennt zu sehen ist. Was also die "Panama S.A." tut oder nicht tut und wem sie Geld zahlt oder schuldig bleibt, hat deshalb mit der natürlichen Person des Herrn Paul Schmidt nichts zu tun. Lediglich soweit Herr Paul Schmidt für Handlungen der "Panama S.A." zur Rechenschaft gezogen werden kann (z.B. als ihr Geschäftsführer?), ist er mit ihr verbunden.
Auch wenn "Panama S.A." 10.000.000 $ hat, gehört dieses Geld deshalb nicht Herrn Paul Schmidt, selbst wenn ihm die "Panama S.A." zu 100 % gehört. Er ist lediglich Inhaber einer Firma, die 10 Mio $ vor Abzug ihrer Verbindlichkeiten wert ist. (Wenn die "Panama S.A." tatsächlich 10 Mio $ schwer ist und allein Paul Schmidt gehört, interessiert sich allerdings das FA, wie Paul Schmidt zu einer solch werthaltigen Firma gekommen ist! Geerbt/geschenkt - Schenkungsteuerpflichtig, soweit kein DBA greift. Gekauft - mit welchem Geld? Erarbeitet - wann denn?)
Als (Mit-)Gesellschafter der "Panama S.A." hat er das Recht, einen Gesellschaftsbeschluss (mit)zu(ver)fassen, dass ein Geldbetrag aus dem Gesellschaftsvermögen (z.B. Dividende, Kapitalminderung o.ä.) an die Gesellschafter ausgeschüttet wird oder wer zum Geschäftsführer bestellt/abberufen wird.
Sofern Paul Schmid aufgrund eines solchen Gesellschaftsbeschlusses von "Panama S.A." Dividenden erhält, muss er diese im Rahmen der Steuergesetze versteuern.
Wenn Paul Schmid als beherrschender Gesellschafter der "Panama S.A." für sich beschließt, statt des originalen Gesellschaftsbeschlusses mit einer Ausschüttung von 2.000 $ tatsächlich noch einen kleinen Ferrari für sich draufzulegen, dann liegt eine sogenannte "verdeckte Gewinnausschüttung" vor. Wenn diese "verdeckte Gewinnausschüttung" beim Finanzamt nicht erklärt worden ist und der Fiskus hiervon (früher oder später) Wind bekommt (es gibt ja so missgünstige, wetterwendische Menschen!), hält der Fiskus seine Hand auf! Die Folgen hiervon sind oben schon beschrieben worden.
Verfasst am: 28.Sep 2003 10:42 Titel: Re: Modelle und der Bezug zur Realität
Taeaen hat folgendes geschrieben::
10% der Klienten wollten kriminelle Aktivitäten entfalten.
85% der Leute jedoch, die ich beraten habe, wollten nur dies: Das deutsche Finanzamt austricksen, und zwar so, dass sie nicht damit auffallen.
Der Sinn scheint doch hier ganz wo anders zu liegen...
Schauen Sie mal: Es soll realisiert werden, eine Offshore wirklich legal auch nach innen undaußen darzustellen.
Keine kriminellen Aktivitäten, sondern eine echte Firme, mit echten Mitarbeiten in Panama, deren aufgabe es ist, Besucher die mal dort hinkommen zu begrüßen und ne Tasse Kaffe einzuschenken. Damit ist es bereits eine echte Firma! Firmenschild, Adresse, Telefon UND eine sehr aktive unselbständige Niederlassung die in D den deutschen Support macht.
Die 10.000.000,00$ sind ja noch nicht da, sondern häufen sich im Laufe der Zeit sagen wir mal an...
Auch die Auszahlungen an den Support werden nur in einer Höhe geleistet, die für solche Aufgaben Ortsüblich ist. Ferrari oder Renoir ist überhaupt nicht geplant. Der Support ist ein grundsolider Mensch...
Der erwirtschaftete Überschuss BLEIBT(!) im Panama. So lange dieser nicht zur Auszahlung kommt, so lange ist das gesamte Konstrukt auch legal!
Eine spätere Auszahlung könnte man z.B. auch durch eine Wohnortverlagerung realisieren... - eine Art "Rente" die dann völlig legal Steuerfrei wäre!
Paule muss sich in diesem Falle nicht mal verstecken...
Wenn Paul Schmid als beherrschender Gesellschafter der "Panama S.A." für sich beschließt, statt des originalen Gesellschaftsbeschlusses mit einer Ausschüttung von 2.000 $ tatsächlich noch einen kleinen Ferrari für sich draufzulegen, dann liegt eine sogenannte "verdeckte Gewinnausschüttung" vor. Wenn diese "verdeckte Gewinnausschüttung" beim Finanzamt nicht erklärt worden ist und der Fiskus hiervon (früher oder später) Wind bekommt (es gibt ja so missgünstige, wetterwendische Menschen!), hält der Fiskus seine Hand auf! Die Folgen hiervon sind oben schon beschrieben worden.
hehehe, - eine "verdeckte Gewinnausschüttung" wäre es nur bei einer deutschen GmbH oder eines AG ... - jedenfalls bei Inländischen Konstrukten. Eine "Sachzuwendung" käme dem wohl nächer.
Was aber, wenn er diesen als Firmenwagen von der Panama S.A. gestellt bekommt? 1% Regelung? Fahrtenbuch? Er darf es nutzen für die Belange seiner Firma...
Aber wie gesagt, darum geht es ja garnicht primär...
Anmeldungsdatum: 30.11.2002 Beiträge: 407 Wohnort: deutschland
Verfasst am: 28.Sep 2003 11:27 Titel:
Zitat:
hehehe, - eine "verdeckte Gewinnausschüttung" wäre es nur bei einer deutschen GmbH oder eines AG ... - jedenfalls bei Inländischen Konstrukten. Eine "Sachzuwendung" käme dem wohl nächer.
Zitat:
die einkünfte aus den einzelnen staaten sind dabei nach dt. steuerrecht zu ermitteln.
hehehe, - eine "verdeckte Gewinnausschüttung" wäre es nur bei einer deutschen GmbH oder eines AG ... - jedenfalls bei Inländischen Konstrukten. Eine "Sachzuwendung" käme dem wohl nächer.
Zitat:
die einkünfte aus den einzelnen staaten sind dabei nach dt. steuerrecht zu ermitteln.
ja schon, aber es ist doch keine verdeckte Gewinnausschüttung, sondern eine offizielle Sachzuwendung an einen Mitarbeiter (Firmenwagen).
Darum geht es aber nicht primär.
Es geht ja viel mehr darum, dass Paule ganz offiziell eine ausländische Körperschaft besitzt, die die Einnahmen entsprechend in Panama als Rücklage bildet, und nur so viel ausschüttet, wie tatsächlich für die Supporttätigkeit in D notwendig ist.
Da kann noch so oft die Steuerfahndung oder wer auch immer kommen, denn das ist ein ganz normaler Geschäftsvorgang.
Erst wenn die Beträge ausgeschüttet werden, dann wird die Steuer fällig... - SOFERN(!) der Eigentümer dann auch noch in D seinen Wohnsitz hat... - ABER(!) - dieses Konstrukt funktioniert nur mit einer ECHTEN(!) Firma in Panama DENN(!) - Alles andere wäre ein Scheingeschäft und das deutsche FA würde so richtig was auf die Ohren geben!
Darum sicher auch die Frage nach einer ECHTEN OFFSHORE und nicht nur ein einfacher Briefkasten - denn kommt die Strohmanngeschichte irgendwann mal raus, dann ist es aus mit lustig!
Wenn Paule einen "Fernando Gonzales" oder wie die auch immer dort heißen mögen als Geschäftsführer einsetzt, ihm seine Aufgabenbereiche zuweist und ihn ordnungsgemäß entlohnt, dann sehe ich für dieses Konstrukt keinerlei Probleme.
Ich legte in meinem Posting lediglich meine persönlichen Erfahrungen mit Klienten dar - und ich meine immer noch, dass für Deutsche die Steuerhinterziehung und der Versicherungsbetrug zu so etwas wie einem "Volkssport" geworden ist. Aber das liegt an unserem System und soll hier nicht Thema sein.
Ich bin kein Steuerrechtsexperte ( mehr ) - weil mich dieser ganze Kram, wer wo was bezahlt einfach nicht mehr interessiert.
Meine private Konstruktion ist seit Jahren wasserdicht, das deutsche Finanzamt bekommt jedes Jahr seine Erklärung und dann heult der Sachbearbeiter Krokodilstränen. Steuerschuld 0,00 Vorauszahlungen 0,00 Nachzahlung 0,00. Basta !
Allerdings habe ich hier in Deutschland auch weder Haus noch Auto, liege dem Sozialamt nicht auf der Tasche und präsentiere hier keine Statussymbole, welche andere auf mich neidisch machen könnten.
Mein Tip: Was User Gerhards hier zum Besten gibt hört sich für mich logisch, schlüssig und rechtlich einwandfrei an. Die daraus resultierende PRAXIS kann man relativ einfach testen: Man installiere diese Konstruktion und gebe umfassend Auskunft über die Aktivitäten und rechtlichen Hintergründe in der nächsten fälligen ESt.-Erklärung. Dann ist es - sofern es durchgeht - jedenfalls weder Steuerminderung noch Steuerverkürzung und erst recht nicht Steuerhinterziehung.
Danach sieht man erst, wie sich rechtliche Theorie und alltägliche Praxis miteinander vereinbaren lässt.
Das Ergebnis dieses Feldversuches würde wahrscheinlich nicht nur mich und den Chefmoderator, sondern auch den Rest der Welt ernsthaft interessieren !
Mein Tip: Was User Gerhards hier zum Besten gibt hört sich für mich logisch, schlüssig und rechtlich einwandfrei an. Die daraus resultierende PRAXIS kann man relativ einfach testen: Man installiere diese Konstruktion und gebe umfassend Auskunft über die Aktivitäten und rechtlichen Hintergründe in der nächsten fälligen ESt.-Erklärung. Dann ist es - sofern es durchgeht - jedenfalls weder Steuerminderung noch Steuerverkürzung und erst recht nicht Steuerhinterziehung.
Taenen, Sie haben da völlig Recht! Aber auf der Basis dieser Konstellation kann man bereits weiter gehende Dienste anbieten.
Stellen wir uns mal vor, Paule gefällt diese funktionierende Konstruktion, doch er will nicht öffentlich mit seinem Namen auftreten. Er denkt bei sich: "Ich nehme mir jetzt einem Deutschen (Europäischen) Partner meines Verstrauens, lasse ihn dieses Konstrukt gründen und ich (Paule) melde mich in der Panamaischen S.A. als Provisionspartner an..."
Also:
- Willi ist eigentümer der Panamaischen S.A.
- Paule Arbeitet für die Panamaische S.A.
- Willi macht den deutschen Support für die Panamaische S.A.
- Willi meldet alles Haarklein und ordnungsgemäß, (seine S.A. - Seine Provision aus dem Ausland)
...und Paule?
- Paule kassiert über den Deutschen Support (Buchhaltung gibts ja nicht)
- Paule aber meldet nichts an(!) - (was natürlich nicht legal ist - doch: wo kein Kläger ist, da ist auch kein Richter...)
Willi kann in jedem Fall nichts passieren, denn Willi hat immer alles ordnungsgemäß gemacht...
Interessante Theorie, - die unter keinen Umständen zu illegalen Machenschaften anstiften soll, sondern als Gedankenanstoß dient.
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