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Grundsätzliches für Auswanderer nach Süd- oder Mittelmerika!

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Honest John
Specialist


Anmeldungsdatum: 30.01.2006
Beiträge: 236
Wohnort: Aubagne, Bouches du Rhône

BeitragVerfasst am: 29.März 2007 11:53    Titel: Grundsätzliches für Auswanderer nach Süd- oder Mittelmerika! Antworten mit Zitat

Es gibt viele Experten, die als „Insider“, Lateinamerika-Kenner und Offshore-Profis protzen und sich profilieren wollen. Manche finde ich allerdings eher zum Schmunzeln, zeigen sie mir doch, dass sie sich im besten Fall – fleißig, fleißig – einiges an Halb-Wissen angelesen haben. Natürlich sieht die – nicht erlesbare – Realität vor Ort ganz anders aus, wie ich aufgrund meiner langjährigen Aufenthalte in Lateinamerika behaupten darf. Natürlich sind Experten der oben angesprochenen Art nicht nur zum Schmunzeln, im Endeffekt stellen sie eine große Gefahr dar.

Die Verhältnisse in Süd- und Mittelamerika
In Süd- und Mittelamerika gelten andere, zum Teil ungeschriebene Gesetze, die man kennen muss, wenn man sich dort sicher und erfolgreich bewegen will. Dies war im Prinzip schon immer so. Nehmen wir als Beispiel die FARC (Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia). Sie hat sich in Kolumbien einen festen Platz erkämpft und scheint ihren Einfluss immer weiter auszudehnen. Die Frage, ob die FARC mit Drogen handelt oder ob sie sich „lediglich“ um deren Besteuerung kümmert, können wir hier wohl vernachlässigen. Hier handelt es sich allenfalls um Sprachregelungen bzw. Imagepflege im internationalen Geflecht. Fest steht: Trotz teilweiser formaler Demokratisierung ist in Lateinamerika die Lage auch heute noch alles andere als stabil. Korruption und Zensur sind fester Bestandteil des Alltags. Die Verhältnisse Kolumbiens wurden quasi exportiert, auch wenn man sehen muss, dass die meisten Länder seit eh und je latent oder offen Korruption duldeten – oder dulden mussten. Einzelne Staaten reagierten nicht selten mit massiver Gegengewalt, die am Ende nur Ohnmacht dokumentierte. Ein Filmemacher erklärte den Grund für Korruption und andere Verbrechen so: „“Warum soll ein Polizist tagtäglich sein Leben riskieren, wenn er kaum 270 Euro im Monat verdient?“.

Off-Shore-Kompetenz aus Europa
Wer sich mit dem Gedanken trägt, nach Süd- oder Mittelamerika auszureisen, dort eine Offshore-Gesellschaft zu gründen und/oder geschäftlich tätig zu werden, sollte sich zwingend selbst vor Ort ein Bild machen. Auf die Vermittlungstätigkeiten und Angebote so genannter Firmengründer und pseudo-kompetenter Offshore-Consulter, die im Internet zu Tausenden gegen ein nicht selten astronomisch hohes Honorar ihre Beratungsdienste anbieten, kann man verzichten. Die angeblich so guten Kontakte existieren in vielen Fällen nur in der Fantasie der Anbieter. Auf jeden Fall sollte man sich ggf. von der wirklichen Kompetenz der Berater überzeugen, denn es gibt einfach zu viele, die vom bequemen Sessel in Europa aus agieren und das Land, für das sie ihre Hilfe anbieten, lediglich von der Landkarte her kennen. Sie sind für mich ebenso Schwätzer wie die „blendenden“ Consulter, die von Europa aus Firmengründungen in Süd- und Mittelamerika oder der Karibik anbieten. Geld für solche „Beratungen“ spart man sich besser.

Was einen guten Consulter (nicht) auszeichnet
Wer z.B. Panamá tatsächlich als idealen Offshore-Platz offeriert, dürfte kaum ein erstklassiger Berater sein. Denn das Offshore-Zentrum Panamá steht seit Gründung unter dem beherrschenden Einfluss der USA. Von 1983 bis 1989 war es Manuel Noriega, zunächst als Oberbefehlshaber der Armee und später als Präsident, der den Interessen der USA zunächst willfährig entsprach. Man muss wissen: Auch die heutige Regierung und Banken liefern den US-Behörden trotz eines angeblich so scharfen Bankgeheimnisses auf Anfrage inoffiziell alle gewünschten und angeforderten Bankauskünfte und Daten zu Personen und Firmen.

Die beste (sicherste) Vorgehensweise
Die beste Vorgehensweise ist immer noch die, das in Frage kommende Land persönlich zu bereisen und sich vor Ort an einen renommierten Rechtsanwalt zu wenden. So ist gewährleistet, dass zum Beispiel eine Offshore-Gesellschaft von erfahrenen und kompetenten Personen gegründet und verwaltet wird. Bei der Gründung über einen Vermittler ist die gewünschte Anonymität zum Teil schon verloren gegangen. Bei einer direkten Gründung vor Ort gibt es keine dubiosen Mitwisser. Das gleiche Procedere gilt für den Fall, dass Sie sich in einem anderen süd- oder mittelamerikanischen Land niederlassen oder geschäftlich tätig werden wollen. Die Korruption ist allseits verbreitet und ohne entsprechende Zuwendungen, zum Beispiel an Regierungsbeamte geht kaum etwas. Auch hier sollten Sie vor Ort einen versierten und renommierten Rechtsanwalt einschalten. Die Anwälte verfügen über die besten Kontakte zu den verschiedenen Regierungsstellen und können Ihr Ansinnen meist auf dem kurzen Dienstwege realisieren. Entsprechende Zuwendungen an Behörden / Regierungsvertreter etc. richten sich in ihrer Höhe danach, ob Sie ein normaler Einwanderer, Geschäftsmann oder ein polizeilich gesuchter und vermögender Wirtschaftskrimineller sind. Ich warne davor hier zu tricksen. Spielt jemand in diesem Punkt nicht mit offenen Karten, kann die Sache böse enden. Denn Neuankömmlinge werden nicht nur von der Regierung beäugt!

Neuankömmlinge in Paraguay
In einem Auswanderungsland wie Paraguay spricht sich die Ankunft eines Neuankömmlings schnell herum. Insbesondere die kleinen Betrüger und Abzocker, aus Deutschland geflüchtete Straftäter versuchen gleich, Ihnen das Geld durch Erpressung und sonstige kriminelle Machenschaften aus der Tasche zu ziehen. Entsprechende zuvor geknüpfte Regierungs- und Behördenkontakte machen sich dann schnell bezahlt.

Unabhängig vom Land, sollten Sie sich wenn möglich als vermögender Neuankömmling, gleich vor Ort das Wohlwollen der höchsten Regierungsvertreter, darunter Polizei und Justizbeamte, sichern. Die renommierten Rechtsanwälte haben in der Regel dass gleiche Parteibuch wie die Minister oder der Staatpräsident und führen Sie gern in die elitären Kreise ein. Auch hier läuft es über finanzielle Zuwendungen. So erreichen Sie die größtmögliche Sicherheit, die Sie aber nie mit hundertprozentiger Sicherheit verwechselt werden soll.

In Kolumbien, einem der schönsten Länder, die ich neben Venezuela, Brasilien, Bolivien, Peru, Paraguay und Panamá nicht nur bereisen, sondern auch 15 Monate leben durfte, erwartet Auswanderer, Geschäftsreisende, Mitarbeiter von internationalen Konzernen oder wohlhabende Neuankömmlinge noch ein ganz anderes Problem. Halten Sie sich immer vor Augen, dass in diesen Ländern, gegen Geld, jede Dienstleistung erkauft werden kann: Wer sich in Kolumbien seinen ärgsten Feind oder andere Personen vom Hals schaffen will, braucht in Medellin oder Bogotá bloß ein in dieser Materie sachkundiges „Büro“ aufzusuchen. Dieses ist allerdings nur durch einen Kontaktmann möglich. Meistens liegen diese Büros hinter einem Billardsalon, einer Trinkhalle oder einem Bordell. Das Prestige eines Büros bestimmt die Art und Weise der Kontaktaufnahme. In ärmeren Büros liegt das Interesse auf einer hohen Zahl preiswerter Geschäfte und nicht auf exklusiven Dienstleistungen. Bei den anderen – bekannt und geschätzt für große Aufträge – ist eine vorherige Terminabsprache nicht unter 8 Tagen möglich. Diese Büros liegen in exklusiven Bürohäusern, ausgestattet mit Eichenmöbeln und Ledersesseln. Sie sind derart elegant, dass kaum jemand die hier verkaufte Dienstleistung erahnen würde. Einen Sicario heuert man hier ab ca. 3.000 USD an. Aufträge in der Mittel- und Oberschicht kosten heute ab ca. 6.000 USD. Auslandsaufträge sind ebenfalls möglich. Soziale und ökonomische Hintergründe lassen die Mordindustrie in Kolumbien, aber auch in Brasilien und Venezuela boomen. Meistens stehen diese Personen, darunter auch jugendliche, in den Diensten der Drogenkartelle, die ihre Ausbildung zum Sicario finanzieren und ihre Familien großzügig unterstützen. Die Ausbildungslager für Sicarios liegen überwiegend im mittleren Magdalena-Gebiet. Die Ausbilder in den nur sehr schwer zugänglichen Gebieten verdienen jährlich nicht unter 500.000 USD. Woher das Salär für die Bezahlung stammt, kann man sich vorstellen. Viele der jungen Sicarios schließen sich später antikommunistischen Gruppen an, der FARC (Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia) http://www.farcep.org/ , ELN (Ejército de Liberación Nacional) http://eln-voces.com/ , oder anderen Guerillas.

Ihre Ankunft
Gehen Sie davon aus, dass Spähtrupps, Hotel- und Straßenspitzel der allgegenwärtigen Mafia, der Paramilitärs und Guerillabewegungen FARC oder ELN, schnell von ihrer Ankunft und ihrem Aufenthaltsort erfahren. In der Regel werden Ihr Name und Ihre Ankunft schon durch korrupte Beamte der Einreise- und Zollbehörden an die verschiedenen Organisationen weitergeleitet und Sie können schnell zur Zielperson von kriminellen Entführungsbanden werden, die Sie an eine der vielen Paramilitärs und Guerillabewegungen verkaufen. Diese wiederum versuchen, für ihre Freilassung Geld bei der Regierung oder bei ausländischen Regierungen und Firmen zu erpressen. Die Organisationen operieren im Übrigen auch in Panamá und ziehen sich dann mit ihren Entführungsopfern in das undurchsichtige Grenzgebiet nach Kolumbien zurück. Die panamesische Regierung vermeidet es allerdings, Entführungen von Geschäftsleuten oder Bankangestellten an die Öffentlichkeit zu bringen, schließlich gehört das Land zu den wichtigsten Offshore-Bankplätzen der Welt. Auch hier können die richtigen Kontaktpersonen im Vorfeld sehr hilfreich sein und unter Umständen Leben retten. Nicht auszuschalten und unberechenbar sind jedoch die bewaffneten Mitglieder der zahlreichen Straßengangs. Man sollte deshalb bestimmte Stadtbezirke von vornherein meiden.

Fazit
Natürlich möchte ich mit meinem Beitrag keinem User die Stimmung auf Reisen, Auswanderung oder Geschäfte in Süd- oder Mittelamerika vermiesen. Es sind schöne, faszinierende Länder und wenn Sie gewisse Sicherheits- und Spielregeln beachten, steht einem Geschäftserfolg nichts im Wege. Doch noch einmal: Halten Sie sich von drittklassigen Vermittlern mit großspurigen Sprüchen fern. - Ich wollte hier einmal auf die allgemeinen und besonderen Verhältnisse sowie Gefahren hinweisen, die von einigen dieser amateurhaften und deshalb gefährlichen Möchtegern-Consulter nicht angesprochen werden, da sie weder Land noch Leute kennen. Aber zum Schluss noch etwas Positives: Es gibt auch sehr professionell arbeitende Consulter. In diesem Sinne ist mir hier u.a. der User „tropico“ seit langem aufgefallen, den ich vor einiger Zeit auch persönlich kennen lernte.

Beste Grüße
Honest John
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BeitragVerfasst am: 2.Apr 2007 17:10    Titel: Antworten mit Zitat

Ihren langen Ausführungen in allen Ehren werter "Honest John"...

Aber als erfahrener Südamerikakenner finde Ich Ihre Ausführungen etwas übertrieben. Gerade für Kolumbien, Bogota bzw. Medellin, finde Ich es sehr weit her geholt, dass man gleich von der Mafia registriert wird, sobald man dort ankommt und man am besten soviele Polizisten und Beamte bestechen soll..

Gerade Medellin wurde relativ erfolgreich gesäubert und man kann mittlerweile ohne Probleme mit der Familie abends im Park sitzen oder sorglos durch die Strassen schlendern.... Selbst in Bogota, wo zwar noch ab und zu gewarnt wird, ab 20 Uhr nicht in Taxis auf der Straße einzusteigen und lieber ein Taxi per Telefon zu bestellen, aber selbst das ist schon etwas übertrieben.

Für Rio und Sao Paolo mag das sicherlich etwas anders aussehen, aber die oben genannten Städte sind wirklich sehenswert und relativ sicher.

Was Ihre Ausführungen zu den vielen "Consultern" in Deutschland angeht, kann man Ihnen sicherlich recht geben, es gibt halt viele schwarze Schafe, die sich in dem Milleu tummeln. Ihren Tip kann man sicherlich nichts hinzufügen, direkt vor Ort einen Firmengründer zu beauftragen.

Allerdings ist auch dort IHRVerständnis für Korruption usw. etwas weit her geholt.

Diese Kenntnis mag sicherlich immer noch für einige Mittel und Südamerikanische Länder und bestimmten Regionen und Städten zutreffen, allerdings ist dies gewiss nicht zu verallgemeinern und auf jedes Land in Mittel und Südamerika zu übertragen.
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Honest John
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Anmeldungsdatum: 30.01.2006
Beiträge: 236
Wohnort: Aubagne, Bouches du Rhône

BeitragVerfasst am: 3.Apr 2007 14:31    Titel: Grundsätzliches für Auswanderer nach Süd- oder Mittelmerika! Antworten mit Zitat

@us-corporation.org
444 Brickell Avenue, eine viel gefragte Geschäftsadresse in Miami. Wo finde ich denn dort Ihr Büro genau?
Darf ich fragen, wo und wie lange Sie in Kolumbien gelebt haben? Mein Beitrag basiert auf eigenen, langjährigen Erfahrungen und entsprechenden staatlichen und nicht staatlichen Kontakten, wenn Sie verstehen was ich meine. Mehr möchte ich zu Ihrem wenig kompetenten Ausführungen nicht sagen. Akutelle Informationen (u.a. zur Sicherheitslage) beziehen Sie übrigens auch ohne direkte Kontakte vor Ort, auf den Webseiten von ElTiempo + El Espectador. Diese hätten Sie vielleicht vor der Erstellung Ihres Beitrages mal studieren sollen.
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Anmeldungsdatum: 05.04.2005
Beiträge: 157
Wohnort: Miami Beach

BeitragVerfasst am: 3.Apr 2007 15:11    Titel: Antworten mit Zitat

Ehrenwerter John,
verstehen Sie meinen Beitrag nicht als einen persönlichen Angriff gegen Sie. So sollte es nicht rüber kommen. Allerdings was Ich da über Süd-Amerika gelesen habe, hat mich eher an einen Krimi Roman erinnert.

Was Medellin und Bogota angeht, so kann Ich Ihren Ausführungen überhaupt nicht zustimmen, Ich persönlich habe viele kolumbianische Freunde dort und bin auch selbst schon öfters unten gewesen und bisher haben sich Ihre Aussagen nicht bestätigt. Dabei gehe ich mit meiner Beuurteilung noch nicht einmal von mir selber aus, sondern gebe das weiter, was Ich von zahlreichen guten Freunden gehört und erzählt bekommen habe. Wenn Sie die "Paisas" kennen, wird man sicherlich von denen oft gehört bekommen, wie gut und schön, das beste usw. deren Stadt ist . Das mag sicherlich teilweise auch etwas übertrieben sein, da ja auch etwas Lokalpatrioismus dahinter steckt, aber im großen haben sich die Großstädte in Kolumbien sehr gebessert.

Beziehen sich Ihre Aussagen auf die "Barrios" (Favelas) ???

Was die ländliche Gegend angeht, kann Ich Ihnen nichts sagen, da es mich bis dahin noch nicht hin gezogen hat.

Wie gesagt, ehrenwerter John, es ging mir nicht um ein einzelnes bestimmtes Land, sondern mehr darüber, dass Sie jedes Lateiamerikanisches Land über ein Kamm geschert haben. Es können mir hier sicherlich viele bestätigen, dass es gefährliche und auch ungefährliche Ecken in Lateinamerika gibt.

Viele Grüße ins schöne Panama...
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Honest John
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Anmeldungsdatum: 30.01.2006
Beiträge: 236
Wohnort: Aubagne, Bouches du Rhône

BeitragVerfasst am: 3.Apr 2007 16:03    Titel: Grundsätzliches für Auswanderer nach Süd- oder Mittelmerika! Antworten mit Zitat

us-corporation.org hat folgendes geschrieben::
Beziehen sich Ihre Aussagen auf die "Barrios" (Favelas) ???

@us-corporation.org
Auf die "Favelas" bezog sich diese Aussage: "Nicht auszuschalten und unberechenbar sind jedoch die bewaffneten Mitglieder der zahlreichen Straßengangs. Man sollte deshalb bestimmte Stadtbezirke von vornherein meiden."
Sie werden in Miami sicherlich auch Liberty City, Little Haiti oder bestimmte Ecken am Biscayne Boulevard meiden.

Das sich Ihre kolumbianischen Freunde frei und sicher in Medellin oder Bogota bewegen können, will ich nicht bestreiten.

Ansonsten beziehen sich meine Ausführungen auf die Aktivitäten der verschiedenen Guerillaorganisationen und Pharamilitärs, im lukrativen Geschäftsbereich "Entführung von Ausländern". Hier wurde von mir deren Vorgehensweise und kooperation mit korrupten Polizei- und Zollbeamten, sowie Hotelpersonal dokumentiert. Gefährdet sind insbesondere Mitarbeiter ausländischer Konzerne und wohlhabende Geschäftspersonen.

Ein weiterer Schwerpunkt meines Beitrages war die Korruption im Lande. Auch hier hat sich nichts geändert. Hier http://www.taz.de/pt/2007/03/10/a0165.1/text finden Sie übrigens einen interessanten Beitrag zu Kolumbien.

PS
Sie haben meine Frage nicht beantwortet.
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lugano77
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Anmeldungsdatum: 09.03.2004
Beiträge: 11

BeitragVerfasst am: 7.Apr 2007 11:27    Titel: Antworten mit Zitat

us-corporation.org hat folgendes geschrieben::
Ehrenwerter John,
verstehen Sie meinen Beitrag nicht als einen persönlichen Angriff gegen Sie. So sollte es nicht rüber kommen. Allerdings was Ich da über Süd-Amerika gelesen habe, hat mich eher an einen Krimi Roman erinnert.



@us-corporation.org

Was Sie zum Thema Kolumbien, sowie allgemein zu Süd- und Mittelamerika beitragen, ist haarsträubend, zumal Sie noch niemals im Land selbst waren. Dieses ist meine Meinung und Sie dürfen kategorisch ausschließen, dass ich ein Sympathisant von „John” bin. Der Beitrag ist im höchsten Maße realistisch.

Lesen Sie zwischen den Zeilen des Beitrages, dann dürften auch Sie vielleicht bemerken, dass der Schreiber aus dem Nähkasten hinter den Kulissen plaudert. Zustände, die Sie zum Teil in der Tagespresse lesen.



Zum Schluss: Auch ich würde gerne -wie John- wissen, wo man Sie unter der von Ihnen angegebenen Geschäftsanschrift in Miami findet und warum Sie nicht auf Fragen antworten. In Ihrer Signatur erfolgt der ausdrücklich Hinweis: Haben Sie noch Fragen?

Eigentlich sollte man doch für potentielle Auftraggeber präsent sein. Ein Geschäftspartner von mir vor Ort, suchte Ihre Büroräume leider vergebens in Miami. ?
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strategiedoctor
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Anmeldungsdatum: 01.05.2004
Beiträge: 107

BeitragVerfasst am: 15.Apr 2007 1:44    Titel: @Honest John Antworten mit Zitat

Zitat:
Neuankömmlinge in Paraguay
In einem Auswanderungsland wie Paraguay spricht sich die Ankunft eines Neuankömmlings schnell herum. Insbesondere die kleinen Betrüger und Abzocker, aus Deutschland geflüchtete Straftäter (wie der allseits in Paraguay und hier im Forum wohlbekannte Herr „Hasengruber“ (genannt Hasenfuss), versuchen gleich, Ihnen das Geld durch Erpressung und sonstige kriminelle Machenschaften aus der Tasche zu ziehen. Entsprechende zuvor geknüpfte Regierungs- und Behördenkontakte machen sich dann schnell bezahlt.


Ich kann nur über Paraguay berichten, da ich dort seit Januar 2001 wohne. (Bin allerdings immer nur ein paar Monate im Jahr anwesend, weil ich mein Geld in Europa verdiene.)

Weder habe ich Herrn Hasengruber, noch aus Deutschland geflüchtete Straftäter kennen gelernt. Niemand hat versucht, mir das Geld aus der Tasche zu ziehen, obwohl ich hier ziemlich bekannt bin.

Und, wissen Sie auf was ich das zurückführe?

Ich habe mich von Anfang an nie mit meinen deutschen Landsleuten beschäftigt. Meine Freunde sind ausschließlich Paraguayos. Und zwar aus allen Bevölkerungsschichten, denn das Leben hier findet nicht unter Ausschluss der Minderbemittelten statt.

Selbst der Schuhputzer wird hier zum Freund. Den habe ich mal gefragt, was er in seiner Freizeit macht. Er ist erst 14 und sein Hobby ist, wie könnte es anders sein, Fußball. Aber leider hatten er und seine Kumpels schon seit längerer Zeit keinen Ball. Da habe ich ihm spontan einen Lederball gekauft. Seitdem grüßen mich wildfremde Menschen auf der Straße.

Sie können darüber lachen. Natürlich gibt es hier auch Kriminalität. Aber die gibt es in Deutschland auch. Hier entsteht Kriminalität oft aus Hass, wenn ärmere Menschen als minderwertig behandelt werden.

Ab und zu jemandem mal ein Essen ausgeben - oder so ein Fußball als Geschenk - einfach ein wenig Anerkennung für die Einheimischen, führt dazu, dass man hier Willkommen ist und sich wohlfühlt.

Ich lebe seit 30 Jahren in bis zu 4 Ländern. Meine Erfahrung: Landessprache lernen und keine Geschäfte mit den eigenen Landsleuten machen. Dann klappt's auch in der Fremde.
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Honest John
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Anmeldungsdatum: 30.01.2006
Beiträge: 236
Wohnort: Aubagne, Bouches du Rhône

BeitragVerfasst am: 15.Apr 2007 8:06    Titel: Re: @Honest John Antworten mit Zitat

strategiedoctor hat folgendes geschrieben::
Weder habe ich Herrn Hasengruber, noch aus Deutschland geflüchtete Straftäter kennen gelernt. Niemand hat versucht, mir das Geld aus der Tasche zu ziehen, obwohl ich hier ziemlich bekannt bin.

Und, wissen Sie auf was ich das zurückführe?

Ich habe mich von Anfang an nie mit meinen deutschen Landsleuten beschäftigt. Meine Freunde sind ausschließlich Paraguayos. Und zwar aus allen Bevölkerungsschichten, denn das Leben hier findet nicht unter Ausschluss der Minderbemittelten statt.

@strategiedoctor
Eine kluge und weise Entscheidung, die aber leider nicht von allen befolgt wird.
Enttäuscht bin ich aber darüber, dass Sie trotz Ihres langen Aufenthaltes in Paraguay, noch nichts von unserem lieben Herrn Hasengruber (Hasenfuss) gehört haben. Derzeit stellt sich Meister Hasenfuss gegenüber potentiellen Geschäftspartnern, als in Asuncion ansässiger Rechtsanwalt vor.
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Honest John ▪ Quartier Viénot BP 38 ▪ 13 998 MARSEILLE ARMEE
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strategiedoctor
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Anmeldungsdatum: 01.05.2004
Beiträge: 107

BeitragVerfasst am: 15.Apr 2007 11:57    Titel: Rechtsanwalt im Ausland Antworten mit Zitat

Zitat:
Enttäuscht bin ich aber darüber, dass Sie trotz Ihres langen Aufenthaltes in Paraguay, noch nichts von unserem lieben Herrn Hasengruber (Hasenfuss) gehört haben. Derzeit stellt sich Meister Hasenfuss gegenüber potentiellen Geschäftspartnern, als in Asuncion ansässiger Rechtsanwalt vor.


Hier ein weiteres Überlebensprinzip:

Nimm als Deutscher im Ausland nie einen deutschen oder aus Europa stammenden Rechtsanwalt! Erzähle einem Anwalt nur auf was es ankommt. Notfalls mit einem Dolmetscher - aber ebenfalls einem Einheimischen!

Erpressung ist bei Winkeladvokaten ein normaler Vorgang, nachdem der mitteilungsbedürftige Deutsche alles offen gelegt hat, wie er seinen Staat betrogen hat. Dann wechselt das mitgebrachte Vermögen schnell den Besitzer.

Sollte ich also jemals einen Rechtsanwalt in PY benötigen, ist der beste und teuerste einheimische preiswerter als der billigste deutsche Anwalt. Dies gilt im übrigen für alle Länder!

Typisches Beispiel ist Spanien. Hier lassen sich so ziemlich alle Versager nieder, die als Anwalt in Deutschland keinen Fuß mehr auf den Boden bringen. Und zocken dann die Deutschen mit ihren Immobilien gnadenlos ab. Dabei gibt es sogar erstklassige spanische Anwälte, die perfekt deutsch sprechen.
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