Anmeldungsdatum: 15.11.2003 Beiträge: 412 Wohnort: Autonome Republik Krim
Verfasst am: 30.März 2005 8:23 Titel: Immobilienübertragung an Off-Shore Firma
Hallo,
Ich lebe im Ausland, habe aber Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung in Deutschland. Diese sind in Deutschland zu versteuern. Kann es hier helfen, die Immobilien an eine (Off-Shore?) Firma zu übertragen?
Meine Gedankenspiel:
Variante 1: Die Immobilien werden kostenfrei (d.h. als Einlage) an die Firma übertragen. Fallen dann in Deutschland für dies Übertragung Steuern an? Die Firma erhält die Mieteinnahmen und bezahlt mir ein Gehalt von gleicher Höhe, so dass die Firma ohne Gewinn arbeitet. Mein Gehalt versteuere ich dann an meinem Wohnort. Das macht Sinn, da an meinem Wohnort die Einkommensteuer wesentlich geringer als in Deutschland ist.
Variante 2: Die Immobilien werden von der Firma gekauft. (Hier fällt dann wohl Grunderwerbssteuer an.) Ich gewähre der Firma einen Kredit, mit der sie die Immobilien kauft. Die Zinsen sind in ähnlicher Größenordnung wie die Mieteinnahmen. Die Zinsen fliessen mir privat zu, jedoch unterliegen Zinseinnahmen an meinem Wohnort (zumindest bis 2010) keiner Steuer.
Funktioniert das Modell, wie sieht es mit dem §42AO aus?
Hinweis: Die Immobilien sind schuldenfrei.
Frage: Wie stellt es sich da, wenn eines Tages die Immobilien wieder veräußert werden sollen. Übertrage ich die Immobilien nicht, so zahle ich keine Steuer, wenn ich sie mehr als 10 Jahre in meinem Besitz befunden haben. Was ist aber, wenn die Firma Eigentümer ist? Natürlich könnte man die Firma anstelle der Immobilien veräußern, aber ich glaube kaum das der Otto-Normalverbraucher sich auf so eine Konstruktion einläßt.
Für Anregungen zu meinem Denkmodell wäre ich dankbar.
Siggi
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