Verfasst am: 19.Jan 2006 23:20 Titel: "knoten im kopf" =>Int. BVI IBC & Zypern un
Servus an die Gesamte Runde,
mit viel Freude verfolge ich Ihre wirtschaftlichen Exkurse durch die tropischen Regionen unseres Globus.
Trotz meiner jungen Jahre versuche ich ein Gespühr hierfür zu entwickeln,was mir auch immer mehr gelingt ( hoffe ich )
Ich teste mich gerade an einem geistigen Konstrukt und hoffe auf die Prüfung mit Verbesserungsvorschlägen von tropico oder gar ffbkdavid,
natürlich freue ich mich auch über den Rat und die die Hilfe bei meinen kleinen Planspielen von jedem anderen Experten.
Nun zu meinem Konstrukt :
Das Ziel ist internationale Dienstleistungen anzubieten, wie z.B. Webhosting oder Printservices ( halt etwas das jeder braucht ).
Die Abwicklung soll über eine BVI IBC stattfinden, welche über einzelne Scheinniederlassungen über den Globus verteilt verfühgt von wo aus die angenommen Aufträge via Büroservices in ein Billiglohnland zentral weitergeleitet werden um dort verarbeitet zu werden.
Die Kunden auf mehrere seperate Offshore Konten in Ihrer Nähe Zahlen z.B. Europa nach Zypern und Amerika in die Karibik sowie Afrika auf die Seychellen.
Von hier aus soll das Geld jeweils nach Zypern und in die Schweiz zentral weitergeleitet werden, von dort aus kann dann der in verschiedenen Hotels lebene und in Deutschland gemeldete Besitzer über dieses Konstrukt verfühgen.
Ich weiß, dass mit Sicherheit vieles verbesserungs würdig ist, bitte aber darum es obwohl kein echtes Geld davon abhängt mir trotzdem zu helfen.
Mein Fragen sind z.B. : Brauch man auf den BVi einen Nominee SH und Director oder ist das System dort so diskret das unser deutscher Staatsbürger dort niemals namentlich auftauchen würde ?
Außerdem stelle ich mir schon immer die Frage wie profis überhaupt offshore bankkonten gründen , in den Angeboten die ich gesehen habe werden immer beglaubigte Kopien der Ausweise und vieles andere verlangt, dass scheint ja auch nicht im Sinne des Erfinders zu sein
Oder verschweigen die Banken dieses dann konsequent?
Was passier überhaupt mit den Unterlagen bei den Gründungsfirmen, behalten diese die Unterlagen von der Gründung und bei einer Steuerprüfung bei denen im Haus , steht unser fiktiver Geschäftsmann dann vor der Umkehrung der Beweislast vor dem Finanzgerichtshof ?
Ich hoffe mir wird hilfreich zur Seite gestanden, ich hoffe doch, dass mir dieses irgendwann einma das Aufschließen zu dem Gomopa Level erlaubt.
meine stellungnahme zu ihren planspielen muss durchzogen ausfallen, als positiv empfinde ich ihr tätigkeitsgebiet - "..... Das Ziel ist internationale Dienstleistungen anzubieten, wie z.B. Webhosting oder Printservices ( halt etwas das jeder braucht ) ....." - eine DER branchen, auf denen am ehesten und leichtesten "was zu machen" ist...
... nur sollten sie ihre domains nicht auf einem server gegenüber ihrer deutschen (?) wohnadresse hosten lassen!!! - möglichst auch offshore... und nicht vergessen, als registraturadresse eine unverfänglich aussehende firma einzusetzen
"... Die Abwicklung soll über eine BVI IBC stattfinden, welche über einzelne Scheinniederlassungen über den Globus verteilt verfühgt von wo aus die angenommen Aufträge via Büroservices in ein Billiglohnland zentral weitergeleitet werden um dort verarbeitet zu werden ..."
bei diesem "abschnitt" ihrer ausführungen kribbelts schon mehr... woher wissen sie denn, dass die abwicklung über die british virgin islands (imho eine der am übelsten beleumundeten jurisdictions... ICH habe bisher noch überhaupt gar keine "reale" firma von der insel aus operieren lassen - auch wenn die dortige regierung mit slogans wie "nr. 1 offshore jurisdictions in the world" (ob die aussage stimmt, wage ich zu bezweifeln... das total der TATSÄCHLICHEN jährlichen fee-einnahmen dividiert durch den jahres-pauschalansatz ergibt nämlich nie und nimmer die zahl der firmeneintragungen, die zu werbezwecken gerne verwendet wird. - ich denke eher, es handle sich dabei um die GESAMTzahl der JE auf den bvi einmal gegründeten unternehmen... und aufgrund der naturgegebenen tatsache, dass viele dieser ibc-klitschen ausschliesslich für lediglich eine einzige transaktion gegründet und nach deren abwicklung sofort wieder liquidiert werden, ergibt sich eine bedeutende differenz zwischen realität und wunschvorstellungen
auch DAS ist offshore
warum sie noch "scheinbüros" brauchen, wenn sie denn schon auf den bvi hocken, entzieht sich meinem verständnis... oder denken sie AUCH, dass werbemassnahmen, die von einer firma mit sitz auf den british virgin islands ausgehen, wohl kaum der durchschlagende erfolg gegönnt sein wird... ICH bin davon überzeugt, dass ein derartiges vorgehen ein totaler rohrkrepierer werden würde
"... Die Kunden auf mehrere seperate Offshore Konten in Ihrer Nähe Zahlen z.B. Europa nach Zypern und Amerika in die Karibik sowie Afrika auf die Seychellen. - Von hier aus soll das Geld jeweils nach Zypern und in die Schweiz zentral weitergeleitet werden, von dort aus kann dann der in verschiedenen Hotels lebene und in Deutschland gemeldete Besitzer über dieses Konstrukt verfühgen ..."
warum denn so kompliziert... würde denn ein konto bei der offshoretochter einer reputierten internationalen bank nicht den optimalen zweck erfüllen (lediglich eine frage) - wissen sie eigentlich, was diese ewige rumsenderei von funds kostet... da werden von einigen grosskotzigen "instituten" gebühren von minimal 50 usd PRO ZAHLUNG belastet... geht bei intensiver nutzung schnell 'mal ins geld!!!
"... Mein Fragen sind z.B. : Brauch man auf den BVi einen Nominee SH und Director oder ist das System dort so diskret das unser deutscher Staatsbürger dort niemals namentlich auftauchen würde ..."
auf den bvi brauche ICH überhaupt nix - aber das wollen sie ja nicht hören, nicht wahr! - also in "british overseas territories" - dazu gehören ja die bvi - sind sie relativ nahe an den eu-richtlinien über informationsaustausch... wie's weitergeht mit der umsetzung in "kolonien ihrer majestät", weiss ich nicht... ich ahne schlimmes
auf keinen fall in der firma offiziell auftreten und in deutschland als deren repräsentant... das wäre absolut tödlich
"... Außerdem stelle ich mir schon immer die Frage wie profis überhaupt offshore bankkonten gründen , in den Angeboten die ich gesehen habe werden immer beglaubigte Kopien der Ausweise und vieles andere verlangt, dass scheint ja auch nicht im Sinne des Erfinders zu sein
Oder verschweigen die Banken dieses dann konsequent? ..."
laden sie sich doch einfach die "application forms" einer offshore-bank vom netz runter... dann werden sie eingehend geholfen... sie werden auch entdecken, dass die "final beneficial owners" - also die schlussendlich wirtschaftlich berechtigten - heute selbst vor den übelsten offshore-bank-klitschen die hosen runterlassen müssen - ich vertrete heute (nach leidvollen erfahrungen) die ansicht, dass die eröffnung eines firmenbankkontos bei einer REPUTABLEN INTERNATI0NALEN bank zwischen 4 und 6 MONATEN dauert (wir sind im moment im "finalen" bereich... dauert seit oktober 2005 und wir mussten bereits 3x zusätzliche informationen liefern, die in den applications nicht erwähnt waren... die abklärungen gehen heutzutage so weit, dass sogar der us-notar, der für eine firma originaldokumente bezüglich der gründung beglaubigt, von banken persönlich kontaktiert wird mit der bitte, zu bestätigen, dass er ebendiese zertifizierung auch wirklich und persönlich und im zustand der vollständigen zurechnungsfähigkeit ausgestellt habe... unglaublich, aber wahr - barclays london will sogar wissen, bei welcher lokalen anwaltsvereinigung der notar lizenziert ist... und scheut sich nicht, dortselbst nachzufragen, ob die informationen stimmen!!!)
"... Was passier überhaupt mit den Unterlagen bei den Gründungsfirmen, behalten diese die Unterlagen von der Gründung und bei einer Steuerprüfung bei denen im Haus , steht unser fiktiver Geschäftsmann dann vor der Umkehrung der Beweislast vor dem Finanzgerichtshof? ..."
je nach rechtslage müssen firmendokumente beim COMPANY SECRETARY am sitz des REGISTERED OFFICE hinterlegt sein - wahrscheinlich wird die gründungsfirma eine kopie davon ebenfalls in ihr archiv schmeissen... sie sollten eben darauf bestehen, dass ihr name als besteller nicht auf kostenrechnungen etc. erscheint... am besten kosten auf den namen der firma ausstellen lassen - sind ja gründungskosten der firma und gehören in deren buchhaltung (sie sehen, ich vertrete die auffassung, auch offshoregesellschaften sollten bücher führen... macht vieles einfacher und transparenter!!!)
viel glück für ihr projekt... und: stets gerne zu diensten
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