- Allgemeines
- Betrug
- Private - Zugang
- Kapital, Kredite und Finanzierungen
- Kapitalanlagen
- Immobilien
- Forderungen, Inkasso, Insolvenz, Doktor & Adelstitel
- Offshore, Banken, Gesellschaften, Stiftungen & Trusts
- Steuern, Gesetze, Wirtschaft, Urteile & Recht
- Kontakte und Verbindungen
- Multi Level Marketing & Network
- Aktien Fonds & Wertpapiere
- Versicherungen
- Technische Hilfe und Support
Dear visitor, welcome to Finanznachrichten. If this is your first visit here, please read the Help. It explains how this page works. You must be registered before you can use all the page's features. Please use the registration form, to register here or read more information about the registration process. If you are already registered, please login here.
Beim illegalen Handel mit Waffen mischt die russische Armee groß mit
Das Militärcamp in Kolbasno wird scharf bewacht. Wer an dem Gelände in der Dnjestr-Republik anhält, wird von Soldaten verscheucht. Die Nervosität hat ihren Grund: Auf dem Gelände lagern rund 45.000 Tonnen Munition, die zu Sowjetzeiten hier gehortet wurden.
Nachts sollen allerdings mehrmals Lastwagen beobachtet worden sein, die das Munitionsdepot schwer beladen verlassen haben. Nachzuweisen ist das kaum - wer es behauptet hat, wurde meist ermordet. Denn seit der Abspaltung von Moldawien 1992 ist die "Republik Transnistrien" zu einem Brückenkopf der internationalen Mafia aufgestiegen. "Am Dnjestr liegt heute der größte illegale Waffenbasar Europas", sagt Moldawiens Ex-Innenminister Viktor Catan.
Die Vorräte sind unerschöpflich. In Transnistrien lagert Kriegsgerät im Wert von 3 Mrd. $. Zur Freude der Dnjestr-Separatisten fehlen Moskau die Mittel zum Abtransport.
Drehscheibe Transnistrien
Nach Angaben der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa stellen vier Betriebe in der Dnjestr-Republik auch selbst Waffen her. Ein Großteil wird ins Ausland geschmuggelt und illegal verkauft. Experten sprechen von einem Umsatz zwischen 10 und 100 Mrd. $ pro Jahr. Russische Soldaten und ukrainische Zollbeamte sollen an dem Geschäft mitverdienen.
Das Ausmaß des weltweiten illegalen Waffenhandels ist unbekannt. Fest steht nur: Er nimmt zu. Selbst das kürzlich veröffentlichte "Small Arms Survey" (SAS), von Experten als die umfassendste Studie bezeichnet, macht nur vage Angaben.
Über 90 Prozent der illegalen Waffen sind "Kleinwaffen" - Handfeuer- und leichte Waffen, die von einer oder zwei Personen getragen werden können. Laut SAS sind weltweit 550 Millionen Kleinwaffen in Einsatz.
Die illegale Produktion fällt kaum ins Gewicht: "Der weit größte Teil der Waffen beginnt sein Leben legal", sagt Sami Faltas, Kleinwaffen-Experte beim Bonn International Centre für Conversion (BICC). 10 bis 20 Prozent der weltweit produzierten Kleinwaffen werden laut SAS auf dem Schwarzmarkt gehandelt. Der Umsatz des illegalen Waffenhandels beträgt Schätzungen zufolge 1 Mrd. $ pro Jahr. Beim legalen Handel sind es 4 bis 6 Mrd. $.
"Das große Problem sind nicht die Erstkäufer, sondern das Vagabundieren der Waffen von zweiter zu dritter Hand", so Faltas.
Würden alle Waffen gekennzeichnet, könnten Lieferungen zumindest nachverfolgt werden.
Engpass Munitionsnachschub
Derzeit sind Seriennummern weder einheitlich noch fälschungssicher. Schweizer Waffenfirmen haben deshalb neue Markierungsarten entwickelt. Einziges Problem: Die teuren Schweizer Waffen werden ohnehin kaum geschmuggelt.
Der größte Engpass für die Käufer illegaler Waffen ist oft die Munition. Sie hält oft nicht länger als etwa zehn Jahre. Doch die meisten Waffenfabriken können auch Munition besorgen. Berüchtigte Lieferanten sind die Nachfolgestaaten der Sowjetunion. Die russische Armee gilt als Hauptausrüster diverser Rebellengruppen und Verbrechenssyndikate.
Jede Woche werden Soldaten festgenommen, die Gewehre oder Granaten an die Mafia verkaufen und so ihren kargen Sold aufbessern.
Das große Geld streichen aber die Zwischenhändler ein. Dabei handelt es sich oft um Ex-KGB-Offiziere mit besten Verbindungen zur Mafia und Rebellengruppen.
Die Kontakte wurden meist noch in Zeiten des Kalten Kriegs aufgebaut, als die Sowjetunion großzügig sozialistische Regime und Rebellen in Afrika und Lateinamerika belieferte.
Die meisten Waffen, die dort und in Zentralasien heute eingesetzt werden, stammen aus jener Zeit.
Auch die USA haben jahrelang afghanische Kämpfer ausgerüstet - mit Waffen, die heute in Tschetschenien und im Kaschmir eingesetzt werden.
In Kolumbien kämpfen von den USA finanzierte Anti-Drogen-Einheiten gegen Kokainhändler, die mit M-16-Gewehren aus amerikanischer Produktion zurückschießen. Die Sturmgewehre stammen aus den Beständen der nicaraguanischen Contras.
Gerade in Lateinamerika "sind die meisten Waffen schon dort und vagabundieren nur noch", so Faltas. Von den legal neu eingeführten Waffen erreicht oft nur ein Fünftel laut SAS tatsächlich den Bestimmungsort. 80 Prozent werden von korrupten Beamten abgezweigt und verkauft.
Gewehre gegen Diamanten
Auch in Afrika, wo zehn größere Bürgerkriege toben, wird der größte Teil der Waffen legal importiert und dann illegal weiterverkauft. Hauptlieferanten sind Russland, China, die
Ukraine und Bulgarien.
Der Profit der Waffenhändler wird gewaschen und in den legalen Geldfluss zurückgeleitet. Präferenzen bei den Investitionen sind bisher kaum bekannt. Das SAS verweist aber auf den gerade in Afrika üblichen Handel von Waffen gegen Diamanten oder Edelmetalle. In Asien und Südamerika werden oft auch Waffen gegen Drogen getauscht.
In Transnistrien werden die Profite aus dem Waffenhandel über mehrere Firmen gewaschen, darunter die Unternehmen Sheriff und Green. Sie gehören "Geschäftsleuten", die mit der politischen Führung des Landes verschwägert oder befreundet sind. Die beiden Firmen herrschen über Tankstellen, Supermärkten und Computerläden, Autosalons, TV-Stationen und Mobilfunklizenzen. Sogar die einzige Mercedes-Niederlassung in Transnistrien gehört zum kriminellen Sheriff-Imperium.
Das Militärcamp in Kolbasno wird scharf bewacht. Wer an dem Gelände in der Dnjestr-Republik anhält, wird von Soldaten verscheucht. Die Nervosität hat ihren Grund: Auf dem Gelände lagern rund 45.000 Tonnen Munition, die zu Sowjetzeiten hier gehortet wurden.
Nachts sollen allerdings mehrmals Lastwagen beobachtet worden sein, die das Munitionsdepot schwer beladen verlassen haben. Nachzuweisen ist das kaum - wer es behauptet hat, wurde meist ermordet. Denn seit der Abspaltung von Moldawien 1992 ist die "Republik Transnistrien" zu einem Brückenkopf der internationalen Mafia aufgestiegen. "Am Dnjestr liegt heute der größte illegale Waffenbasar Europas", sagt Moldawiens Ex-Innenminister Viktor Catan.
Die Vorräte sind unerschöpflich. In Transnistrien lagert Kriegsgerät im Wert von 3 Mrd. $. Zur Freude der Dnjestr-Separatisten fehlen Moskau die Mittel zum Abtransport.
Drehscheibe Transnistrien
Nach Angaben der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa stellen vier Betriebe in der Dnjestr-Republik auch selbst Waffen her. Ein Großteil wird ins Ausland geschmuggelt und illegal verkauft. Experten sprechen von einem Umsatz zwischen 10 und 100 Mrd. $ pro Jahr. Russische Soldaten und ukrainische Zollbeamte sollen an dem Geschäft mitverdienen.
Das Ausmaß des weltweiten illegalen Waffenhandels ist unbekannt. Fest steht nur: Er nimmt zu. Selbst das kürzlich veröffentlichte "Small Arms Survey" (SAS), von Experten als die umfassendste Studie bezeichnet, macht nur vage Angaben.
Über 90 Prozent der illegalen Waffen sind "Kleinwaffen" - Handfeuer- und leichte Waffen, die von einer oder zwei Personen getragen werden können. Laut SAS sind weltweit 550 Millionen Kleinwaffen in Einsatz.
Die illegale Produktion fällt kaum ins Gewicht: "Der weit größte Teil der Waffen beginnt sein Leben legal", sagt Sami Faltas, Kleinwaffen-Experte beim Bonn International Centre für Conversion (BICC). 10 bis 20 Prozent der weltweit produzierten Kleinwaffen werden laut SAS auf dem Schwarzmarkt gehandelt. Der Umsatz des illegalen Waffenhandels beträgt Schätzungen zufolge 1 Mrd. $ pro Jahr. Beim legalen Handel sind es 4 bis 6 Mrd. $.
"Das große Problem sind nicht die Erstkäufer, sondern das Vagabundieren der Waffen von zweiter zu dritter Hand", so Faltas.
Würden alle Waffen gekennzeichnet, könnten Lieferungen zumindest nachverfolgt werden.
Engpass Munitionsnachschub
Derzeit sind Seriennummern weder einheitlich noch fälschungssicher. Schweizer Waffenfirmen haben deshalb neue Markierungsarten entwickelt. Einziges Problem: Die teuren Schweizer Waffen werden ohnehin kaum geschmuggelt.
Der größte Engpass für die Käufer illegaler Waffen ist oft die Munition. Sie hält oft nicht länger als etwa zehn Jahre. Doch die meisten Waffenfabriken können auch Munition besorgen. Berüchtigte Lieferanten sind die Nachfolgestaaten der Sowjetunion. Die russische Armee gilt als Hauptausrüster diverser Rebellengruppen und Verbrechenssyndikate.
Jede Woche werden Soldaten festgenommen, die Gewehre oder Granaten an die Mafia verkaufen und so ihren kargen Sold aufbessern.
Das große Geld streichen aber die Zwischenhändler ein. Dabei handelt es sich oft um Ex-KGB-Offiziere mit besten Verbindungen zur Mafia und Rebellengruppen.
Die Kontakte wurden meist noch in Zeiten des Kalten Kriegs aufgebaut, als die Sowjetunion großzügig sozialistische Regime und Rebellen in Afrika und Lateinamerika belieferte.
Die meisten Waffen, die dort und in Zentralasien heute eingesetzt werden, stammen aus jener Zeit.
Auch die USA haben jahrelang afghanische Kämpfer ausgerüstet - mit Waffen, die heute in Tschetschenien und im Kaschmir eingesetzt werden.
In Kolumbien kämpfen von den USA finanzierte Anti-Drogen-Einheiten gegen Kokainhändler, die mit M-16-Gewehren aus amerikanischer Produktion zurückschießen. Die Sturmgewehre stammen aus den Beständen der nicaraguanischen Contras.
Gerade in Lateinamerika "sind die meisten Waffen schon dort und vagabundieren nur noch", so Faltas. Von den legal neu eingeführten Waffen erreicht oft nur ein Fünftel laut SAS tatsächlich den Bestimmungsort. 80 Prozent werden von korrupten Beamten abgezweigt und verkauft.
Gewehre gegen Diamanten
Auch in Afrika, wo zehn größere Bürgerkriege toben, wird der größte Teil der Waffen legal importiert und dann illegal weiterverkauft. Hauptlieferanten sind Russland, China, die
Ukraine und Bulgarien.
Der Profit der Waffenhändler wird gewaschen und in den legalen Geldfluss zurückgeleitet. Präferenzen bei den Investitionen sind bisher kaum bekannt. Das SAS verweist aber auf den gerade in Afrika üblichen Handel von Waffen gegen Diamanten oder Edelmetalle. In Asien und Südamerika werden oft auch Waffen gegen Drogen getauscht.
In Transnistrien werden die Profite aus dem Waffenhandel über mehrere Firmen gewaschen, darunter die Unternehmen Sheriff und Green. Sie gehören "Geschäftsleuten", die mit der politischen Führung des Landes verschwägert oder befreundet sind. Die beiden Firmen herrschen über Tankstellen, Supermärkten und Computerläden, Autosalons, TV-Stationen und Mobilfunklizenzen. Sogar die einzige Mercedes-Niederlassung in Transnistrien gehört zum kriminellen Sheriff-Imperium.
Waffenhandel
Hallo David,
Wir, meine Frau und Ich, haben nach dem wir drei Humanitäre Hilfetransporte, nach Minsk ( Weißrussland ) verbracht haben,das Elend der Menschen dort gesehen! Es wundert mich nicht, dass der Waffenhandel so blüht! Noch heute leben Selbst hohe Offiziere, in alten Militärflugzeugen, Containern und auf ausrangierten Schiffen!
Erst nach der Öffnung ist " Mutter Russland zur Gefahr geworden!
Ich treffe wohl nicht ganz das Thema, wollte auch nur meine Gedanken dazu loswerden!
MFG: R. W.
PS: Die Transporte liefen 1993, daraus Gründete sich ein Gemeinütziger Verein! ( fsbanker, man, man,man )
Wir, meine Frau und Ich, haben nach dem wir drei Humanitäre Hilfetransporte, nach Minsk ( Weißrussland ) verbracht haben,das Elend der Menschen dort gesehen! Es wundert mich nicht, dass der Waffenhandel so blüht! Noch heute leben Selbst hohe Offiziere, in alten Militärflugzeugen, Containern und auf ausrangierten Schiffen!
Erst nach der Öffnung ist " Mutter Russland zur Gefahr geworden!
Ich treffe wohl nicht ganz das Thema, wollte auch nur meine Gedanken dazu loswerden!
MFG: R. W.
PS: Die Transporte liefen 1993, daraus Gründete sich ein Gemeinütziger Verein! ( fsbanker, man, man,man )
im großen Stil vielleicht
Waffenhandel mag im großen Stile vielleicht blühen und gedeihen, vorausgesetzt die jeweiligen großen Köpfe, als auch die Geheimdienste decken diesen Handel. Über diese Art von Business gibt es ein feines Buch:
Im Namen des Staates von Andreas von Bülow, Ex Bundestagsabgeordneter, Ex Bundesminister und Ex Staatssekretär ISBN: 3-492-23050-4
Und für all jene die meinen innerhalb Deutschlands aktiv zu werden, sei folgender Link als Warnung gedacht: Thema Waffennarr: http://www.polizei.bayern.de/blka/aktuell/presse.htm
erfolgreiche Woche
daniel
Im Namen des Staates von Andreas von Bülow, Ex Bundestagsabgeordneter, Ex Bundesminister und Ex Staatssekretär ISBN: 3-492-23050-4
Und für all jene die meinen innerhalb Deutschlands aktiv zu werden, sei folgender Link als Warnung gedacht: Thema Waffennarr: http://www.polizei.bayern.de/blka/aktuell/presse.htm
erfolgreiche Woche
daniel
Waffenhandel
Zum 1. Beitrag: Lieber Mr. Goodman, in Kolumbien kämpfen nicht nur Anti Drogen Einheiten der Polizei und Armee, sondern auch die Rechts- und Linksgerichtete Guerilla FARC und ELN, sowie ca. weitere 90 Paramilitärische Gruppen der Großgrundbesitzer, mit M-16 Gewehren. ( Zwischenfrage: Auf welchem Wege kommen die Waffen denn ins Land ? Wie werden Sie finanziert ? Wie und auf welchem Wege findet die finanzielle Abwicklung statt ? ) Eigentlich sollte sich doch jeder beim schreiben von Beiträgen auf die Themen beschränken, in denen er adäquat vortragen kann. Dieser Beitrag wurde zu 90 % aus anderen Publikationen abgeschrieben. Um das feststellen zu können, benötige ich kein Insiderwissen (wobei ich erwähnen darf, dass ich hierüber verfüge). Dem Inhalt nach zu urteilen, wurde teilweise noch falsch abgeschrieben und der Forenschreiber dürfte vom Waffenhandel genau so viel Ahnung haben wie ich vom Kühe melken. Die restlichen Beiträge sind absolut lächerlich. (Reißwolf) Ich hätte hier eigentlich mehr Sachverstand erwartet und hoffe, dass diese Beiträge nicht von Insidern gelesen werden, die dieses Forum als kompetente Informationsquelle nutzen wollen.
Waffenhandel
Der größte Teil der Waffengeschäfte erfolgt von Panama aus nach Turbo / Kolumbien. Um auf dem Landwege von Panama City aus nach Turbo zu gelangen, muss die Urwaldprovinz Darien / Panama durchquert werden. Hier gibt es keine Straßenverbindungen sondern lediglich Dschungelpfade, die nur im Fußmarsch zu bewältigen sind. Abgesehen von der prekären Gesundheitslage (u.a. Cholera und Malaria), stellen vor allem diese Gebiete des Darlien de facto ein rechtsfreies Gebiet dar, in dem die kolumbianische Guerilla operiert. Die Gefahrenlage ändert sich ständig, ist unübersichtlich und nicht einschätzbar. Ein idealer Grenzbezirk um einen Waffendeal abzuwickeln. Auf kolumbianischer Seite hat die Regierung daher aufgrund eines im August letzten Jahres verhängten Ausnahmezustands und insbesondere des Dekrets 2002 Ende September 02 zwei Konsolidierungszonen eingerichtet. Hier sind Ordnungskräfte und Militär verstärkt präsent und es gelten für Personen die diese Zonen aufsuchen wollen Sonderregelungen im Reise- und Aufenthaltsrecht. Es wird eine Sondererlaubnis (permiso) für die Einreise und Aufenthalt in diesen Zonen benötigt. Dennoch werden Waffengeschäfte hier problemlos abgewickelt. Der finanzielle Teil der Abwicklung erfolgt durch Unterhändler im Offshorezentrum Panama. Besonders beliebt sind hier einige der ansässigen Schweizer Banken. Die Bezahlung erfolgt ausschließlich in bar. Die Gelder werden zunächst in bar in Bankfächern deponiert und in wöchentlichen Tranchen auf die Konten von verschiedenen Offshoregesellschaften eingezahlt. Nach ca. 3 Monaten erfolgt dann der Bank zu Bank Transfer nach Liechtenstein oder in die Schweiz. So viel zur Abwicklung.
Georgische Spezialeinheiten sind nach einem Bericht des ARD-Magazins "Report Mainz" unter Verletzung der Exportgrundsätze der Bundesregierung mit deutschen Gewehren ausgerüstet worden.
Dem SWR-Magazin liegen demnach aktuelle Fotos vor, die georgische Soldaten mit deutschen Sturmgewehren in Südossetien im Einsatz zeigen. Dabei handele es sich um das Modell G 36 des oberschwäbischen Rüstungskonzerns Heckler & Koch. Das Unternehmen wollte sich den Angaben zufolge zu dem Vorgang nicht äußern.
Wie die Kriegswaffen in das Spannungsgebiet gelangen konnten, ist demnach bislang ungeklärt. Das Bundeswirtschaftsministerium versicherte dem Bericht zufolge, keine Genehmigung zur Ausfuhr dieser Waffen nach Georgien erteilt zu haben.
Nach Informationen des britischen Fachmagazins "Jane's Defence" hatte Heckler & Koch zwar einen Antrag an die Bundesregierung gestellt, 200 G-36-Exemplare mit kurzem Lauf und 30 G 36 "Commando short carbine rifles" an Georgien zu liefern. Das zuständige Bundeswirtschaftsministerium habe jedoch diesen Antrag mit Verweis auf die Territorialkonflikte in Georgien abgelehnt.
"Wenn jetzt Waffen irgendwo auftauchen, die vom Bund nicht genehmigt worden sind im Rüstungsexport, muss es sich um einen illegalen Export handeln" zitierte das Magazin dazu den Vorsitzenden des Rüstungsinformationsbüros in Freiburg, Jürgen Grässlin. Er identifizierte die eingesetzte Waffe als eine Kurzversion des Gewehrs G 36.
Otfried Nassauer, Leiter des Berliner Informationszentrums für Transatlantische Sicherheit, sagte dazu: "Egal, wie diese Waffen nach Georgien gekommen sind, ob sie illegal aus Deutschland geliefert worden sind, ob ein Lizenzbauer gegen die deutschen Regeln verstoßen hat, oder ob ein Empfänger dieser Waffen, der sie auf legalem Weg aus Deutschland bekam, weiterexportiert hat - auf jeden Fall zeigt sich klar, dass es ein Problem mit der deutschen Rüstungsexportkontrolle und der Kontrolle des Endverbleibs solcher Waffen gibt."
Grünen-Fraktionsvize Hans-Christian Ströbele äußerte sich besorgt darüber, dass die Gewehre trotz anderslautender Bestimmungen in Georgien aufgetaucht seien.
Dies zeige, dass "die jährlichen Schwüre" der Bundesregierung, keine Waffen in Kriegs- und Krisengebiete zu liefern, "nichts wert sind", sagte Ströbele zu "Report Mainz".
Wenn die Kontrollinstrumente der Bundesregierung sich als wirkungslos erwiesen, dann dürften aber "keine solchen Waffen mehr exportiert werden".
(afp)
Dem SWR-Magazin liegen demnach aktuelle Fotos vor, die georgische Soldaten mit deutschen Sturmgewehren in Südossetien im Einsatz zeigen. Dabei handele es sich um das Modell G 36 des oberschwäbischen Rüstungskonzerns Heckler & Koch. Das Unternehmen wollte sich den Angaben zufolge zu dem Vorgang nicht äußern.
Wie die Kriegswaffen in das Spannungsgebiet gelangen konnten, ist demnach bislang ungeklärt. Das Bundeswirtschaftsministerium versicherte dem Bericht zufolge, keine Genehmigung zur Ausfuhr dieser Waffen nach Georgien erteilt zu haben.
Nach Informationen des britischen Fachmagazins "Jane's Defence" hatte Heckler & Koch zwar einen Antrag an die Bundesregierung gestellt, 200 G-36-Exemplare mit kurzem Lauf und 30 G 36 "Commando short carbine rifles" an Georgien zu liefern. Das zuständige Bundeswirtschaftsministerium habe jedoch diesen Antrag mit Verweis auf die Territorialkonflikte in Georgien abgelehnt.
"Wenn jetzt Waffen irgendwo auftauchen, die vom Bund nicht genehmigt worden sind im Rüstungsexport, muss es sich um einen illegalen Export handeln" zitierte das Magazin dazu den Vorsitzenden des Rüstungsinformationsbüros in Freiburg, Jürgen Grässlin. Er identifizierte die eingesetzte Waffe als eine Kurzversion des Gewehrs G 36.
Otfried Nassauer, Leiter des Berliner Informationszentrums für Transatlantische Sicherheit, sagte dazu: "Egal, wie diese Waffen nach Georgien gekommen sind, ob sie illegal aus Deutschland geliefert worden sind, ob ein Lizenzbauer gegen die deutschen Regeln verstoßen hat, oder ob ein Empfänger dieser Waffen, der sie auf legalem Weg aus Deutschland bekam, weiterexportiert hat - auf jeden Fall zeigt sich klar, dass es ein Problem mit der deutschen Rüstungsexportkontrolle und der Kontrolle des Endverbleibs solcher Waffen gibt."
Grünen-Fraktionsvize Hans-Christian Ströbele äußerte sich besorgt darüber, dass die Gewehre trotz anderslautender Bestimmungen in Georgien aufgetaucht seien.
Dies zeige, dass "die jährlichen Schwüre" der Bundesregierung, keine Waffen in Kriegs- und Krisengebiete zu liefern, "nichts wert sind", sagte Ströbele zu "Report Mainz".
Wenn die Kontrollinstrumente der Bundesregierung sich als wirkungslos erwiesen, dann dürften aber "keine solchen Waffen mehr exportiert werden".
(afp)
Kein Ereignis hat dem "neuen Südafrika" mehr zugesetzt, als der sogenannte arms deal - in dessen Zentrum ausgerechnet zwei deutsche Firmen stehen: Ferrostaal und ThyssenKrupp.
Die Unternehmen wurden nicht nur verdächtigt, sich die Aufträge zum Bau von vier Fregatten beziehungsweise drei U-Booten mit Schmiergeldern gesichert zu haben. Sie sollen außerdem mit Investitions-Versprechen gelockt haben, die sie nun allenfalls teilweise einhalten wollen oder können.
Galt "Made in Germany" auch am Kap der Guten Hoffnung einst als Markenzeichen, stellen nun besorgte Diplomaten fest, dass das Wort "German" auf den Titelseiten der südafrikanischen Presse immer häufiger im Zusammenhang mit Korruption und Misswirtschaft auftaucht.
Gleich zweimal hat die Wochenzeitung "Sunday Times" mit Enthüllungsgeschichten zugeschlagen: Dem angesehenen Blatt war ein Bericht des New Yorker Risikoberatungsbüros Kroll in die Hände gefallen, das dieses im Auftrag des Scania-Konzerns angefertigt hatte. Angesichts der drohenden unfreundlichen Übernahme Scanias durch MAN-Ferrostaal sollte Kroll zweifelhaften Geschäftspraktiken Ferrostaals aufspüren - und wurde unter anderem in Südafrika fündig.
Der Essener Konzern soll Staatspräsident Thabo Mbeki fast vier Millionen Euro an Bestechungsgeld zugeschoben haben.
Vor allem der Umstand, dass die deutschen Waffenschmieden zunächst nicht einmal in die engere Auswahl gekommen waren, sich nach einer Deutschland-Reise Mbekis 1995 aber plötzlich ganz vorn im Rennen befanden, warf Fragen auf. Ferner sollen die deutschen Bewerbungen noch nachträglich - teilweise mit Tippex - den Ausschreibungserfordernissen angepasst worden sein.
Alle Beteiligten weisen jede Schuld von sich und verweisen darauf, dass etwa die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft ihre Korruptionsermittlungen eingestellt habe.
Das geschah allerdings nicht, weil die rheinländischen Ermittler von der Unschuld der verdächtigen ThyssenKrupp-Manager überzeugt gewesen wären: Vielmehr sprach der sich abzeichnende enorme Zeitaufwand gegen eine Fortsetzung der Ermittlungen, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.
Quelle: FR
Die Unternehmen wurden nicht nur verdächtigt, sich die Aufträge zum Bau von vier Fregatten beziehungsweise drei U-Booten mit Schmiergeldern gesichert zu haben. Sie sollen außerdem mit Investitions-Versprechen gelockt haben, die sie nun allenfalls teilweise einhalten wollen oder können.
Galt "Made in Germany" auch am Kap der Guten Hoffnung einst als Markenzeichen, stellen nun besorgte Diplomaten fest, dass das Wort "German" auf den Titelseiten der südafrikanischen Presse immer häufiger im Zusammenhang mit Korruption und Misswirtschaft auftaucht.
Gleich zweimal hat die Wochenzeitung "Sunday Times" mit Enthüllungsgeschichten zugeschlagen: Dem angesehenen Blatt war ein Bericht des New Yorker Risikoberatungsbüros Kroll in die Hände gefallen, das dieses im Auftrag des Scania-Konzerns angefertigt hatte. Angesichts der drohenden unfreundlichen Übernahme Scanias durch MAN-Ferrostaal sollte Kroll zweifelhaften Geschäftspraktiken Ferrostaals aufspüren - und wurde unter anderem in Südafrika fündig.
Der Essener Konzern soll Staatspräsident Thabo Mbeki fast vier Millionen Euro an Bestechungsgeld zugeschoben haben.
Vor allem der Umstand, dass die deutschen Waffenschmieden zunächst nicht einmal in die engere Auswahl gekommen waren, sich nach einer Deutschland-Reise Mbekis 1995 aber plötzlich ganz vorn im Rennen befanden, warf Fragen auf. Ferner sollen die deutschen Bewerbungen noch nachträglich - teilweise mit Tippex - den Ausschreibungserfordernissen angepasst worden sein.
Alle Beteiligten weisen jede Schuld von sich und verweisen darauf, dass etwa die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft ihre Korruptionsermittlungen eingestellt habe.
Das geschah allerdings nicht, weil die rheinländischen Ermittler von der Unschuld der verdächtigen ThyssenKrupp-Manager überzeugt gewesen wären: Vielmehr sprach der sich abzeichnende enorme Zeitaufwand gegen eine Fortsetzung der Ermittlungen, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.
Quelle: FR







