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fm1950 Newbie
Anmeldungsdatum: 22.04.2007 Beiträge: 1
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Verfasst am: 22.Apr 2007 14:12 Titel: Finanzproblem |
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Liebe Forenmitglieder,
Da ich mich momentan in einer schwierigen, wenn nicht auswegslosen Situation befinde, möchte ich mich an dieses Forum wenden, mit der Bitte um eventuelle Hilfe.
Um mein Problem übersichtlicher zu gestalten, möchte ich es in 2 Teile strukturieren.
1. Beruflicher Status & Vorgeschichte
Ich bin Freiberufler, seit 15 Jahren als Arzt in einer Praxis tätig.
Vor ca. 15 Jahren, nach Abschluss meiner Tätigkeit als leitender Oberarzt eines Krankenhauses, wurde zunächst die Finanzierung der Arztpraxis, 3 Jahre später auch die Finanzierung meines Eigenheims von einer kleinen, branchenbezogenen Bankfiliale übernommen.
Die Bank vermittelte mir den Abschluss zweier großer Lebenskapitalversicherungen, welche die gesamten Kosten im Rahmen eines Drei-Konten-Modells finanzieren sollten.
Während der Bauphase des Hauses meldete auch noch die Baufirma Konkurs an; durch die hohe Vorauszahlung an das Bauunternehmen entstand uns ein Verlust von 90.000 € ;
Diesen Verlust finanzierte die Bank nach Rücksprache sofort nach.
Zwischenzeitlich hat sich meine Familiensituation derart kompliziert, dass es zu einer Scheidung zwischen mir und meiner ehemaligen Ehefrau gekommen ist. In dieser Zeit brach bei mir für 1.5 Jahre eine Depression aus, die nach entsprechender Behandlung ausheilte.
Während der Krankheitsphase gingen meine Praxisumsätze um ca. 80.000 € zurück, die fehlende Liquidität wurde ebenfalls von selbiger Bank nachfinanziert.
Die Umsätze normalisierten sich wieder, dennoch entstand während dieser Zeit ein Kreditvolumen, welches durch die regulären Einnahmen nicht mehr zu finanzieren war.
Bereits vor 6 Jahren habe ich die Bank persönlich mehrmals aufgesucht, um eine Lösung zu finden. Es wurden mir auch mündlich mehrere Lösungen vorgeschlagen, jedoch nie umgesetzt.
Daraufhin nahm ich die Hilfe mehrerer unabhängiger Finanzberater mit Frage der Sanierung in Anspruch. Keine der Firmen erzielte Erfolg.
Um mich zu entschulden, löste ich meine beiden Lebenskapitalversicherungen auf, wovon mir
eine nach dem Konkurs nur den Grundbetrag auszahlte,
die andere zahlte lediglich ca. 80% dessen was sie versprach.
Unter dem finanziellen Druck und nach Genehmigung der Bank, entschied ich mich, bei derzeit schlechten Immobilienpreisen mein Privathaus 2006 zu verkaufen.
Von dem Erlös wurde ein Teil meiner Verbindlichkeiten getilgt.
Vor 3.5. Jahren hat eines der „Sanierungsunternehmen“ mir bei einer lokalen Bank ein Konto-Korrent von ca. 35.000 € eingerichtet mit der Begründung, dies würde mir erlauben, während der Verhandlungen die Praxis bedenkenlos weiterzuführen.
Dieses Unternehmen zog sich darauf von seinen Verpflichtungen zurück und ließ mich mit dem überzogenen Konto bei der lokalen Bank allein.
Die Bank stellte mir daraufhin folgende Lösung in Aussicht:
Durch eine Einmalzahlung von ca. 60.000 - 75.000 Euro sollte meine gesamte Restschuld
(ca. 260.000 € ) erlassen werden.
Andere Vorschläge seitens der Bank waren für mich nicht annehmbar, da sie mich 10 Jahre lang – sogar über meine berufliche Tätigkeit hinaus (Ansprüche auf Rente gestellt) - finanziell mit einem Hartz IV Empfänger gleichstellen würden.
2. Fragen an die Forenmitglieder
Nach reiflicher Überlegung blieben mir nur 3 Lösungen meiner Situation:
1) Ein Erlass der Gesamtschuld bei besagter Bank
2) Einmalzahlung von ~60.000 Euro und Erlass der Restschuld
3) Privatinsolvenz
Da die Bank aus einer Privatinsolvenz den geringsten Vorteil ziehen würde – bestehen Möglichkeiten meinerseits auf einen Erlass der Gesamtschuld zu drängen?
Wenn ja – wie soll ich das durchführen?
Die bedenkenlose Nachfinanzierung und Finanzpolitik meiner Bank ist aus meiner Sicht unverantwortlich gewesen.
Könnte der Gang an die Öffentlichkeit evtl. helfen?
Juristische Lösungen bzw. Sozialgericht?
Kennt Ihr jemanden, der damit Erfahrungen hat und die Verhandlungen evtl. übernehmen würde?
Und jetzt meine wichtigste Frage:
Mein Praxiswert wird von meiner Bank auf ca. 100.000 Euro
(in Wirklichkeit wahrscheinlich sogar höher) eingeschätzt.
Laut Punkt 2 oben benötige ich ca. 60.000 Euro zum Erlass meiner Restschuld.
Was ich suche, ist eine Bank, ein Finanzinstitut, eine Leasinggesellschaft, eine Privatgesellschaft oder ein sonstiges Unternehmen, welches mir
bei notarieller Abtretung des Praxisverkaufswertes sowie der Praxiseinnahmen auf 5 bis 6 Jahre ein Darlehen in Höhe von 60.000- 70. 000 Euro vergeben würde (Steuerbescheide, Auswertungen etc. stünden bei ernsthaftem Interesse sofort zu Verfügung)
Welche Chancen blieben mir noch zur Lösung meiner finanziellen Lage? Bin momentan fast am Verzweifeln…
Ich danke euch bereits im Voraus für alle Antworten
Email-Adresse: [E-Mail anzeigen] |
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Subventionslotse Specialist

Anmeldungsdatum: 02.04.2007 Beiträge: 130 Wohnort: Reiskirchen
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Verfasst am: 23.Apr 2007 5:13 Titel: Finanzierung zur Sanierung |
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Hallo fm1950,
Ihr Problem liegt in dem Transfer des "Problems" auf eine andere Bank. Nachdem Sie mehrere Unternehmen gefunden hatten, die Ihnen in der Beratung der Sanierung helfen wollten, sollten entsprechende Unterlagen vorliegen.
Ich denke niemand kann Ihnen einen hilfreichen Tipp geben, ohne die Situation im Detail zu kennen.
Die erfolgsversprechenste Lösung ist die Einmalzahlung. Diese ist nach unseren Erfahrungen jedoch nicht mit Krediten zu finanzieren. Die Mittel aus dem Freundeskreis, den Verwandten oder anderen gut gesonnen Personen zu erbringen. Diese Personen erhalten Ihr Geld aus Ihrer Tätigkeit zurück.
Alles andere bedarf einer detaillierten Planung und einer konsequenten Umsetzung.
Den Erlass der Gesamtschuld können Sie vergessen. Das ist bilanziell für die Bank bereit geschehen (Einzelwertberichtigung). Dies ist auch der Grund für das Angebot der Einmalzahlung. Das ist ein Zusatzertrag und gewünscht. Alles andere wird nicht gemacht, weil es der Bank keinen Vorteil bringt.
Das Insolvenzverfahren ist auch ein Weg. Das sind Sie sechs Jahre auf Pfändungsniveau (ich meine 840 Euro/Monat plus Unterhalt) und danach erfolgt die amtliche Entschuldung.
Wenn Sie wollen, schaue ich auf Ihre Unterlagen mal drauf (auch die Berichte der Berater) und teile Ihnen meine Einschätzung mit.
Mit förderlichen Grüßen
Ihr Subventionslotse _________________ WABECO Subventionslotse®: Fördermittel. Einfach. Nutzen.
Fördermittel seit 1982 - hunderte Beratungen im Jahr bis zum Zahlungseingang.
- Kostenlose Fördermittelprüfung unter www.wabeco.de (link klicken)
- Fördermittel-Informationszentrum unter www.FoemIZ.de
Ansprechpartner:
Dipl.-Wirtsch.-Ing. Michael D. G. Wandt
eMail mw@wabeco.de
fon 0800-0-WABECO (0800-0-922326) (kostenlos)
(WABECO Subventionslotse® ist eine Marke der VALEA Unternehmensberatung BDU, Reiskirchen.) |
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GM&P Info .

Anmeldungsdatum: 18.01.2006 Beiträge: 3633
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Verfasst am: 23.Apr 2007 6:27 Titel: Re: Finanzproblem |
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| fm1950 hat folgendes geschrieben:: |
Die Bank vermittelte mir den Abschluss zweier großer Lebenskapitalversicherungen,
Um mich zu entschulden, löste ich meine beiden Lebenskapitalversicherungen auf, wovon mir
eine nach dem Konkurs nur den Grundbetrag auszahlte,
die andere zahlte lediglich ca. 80% dessen was sie versprach. |
Bezüglich der KLV, prüfen Sie doch einmal ob das auf Sie zutrifft:
bitte hier klicken |
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Planer GoMo&Pa Werbepartner

Anmeldungsdatum: 05.07.2005 Beiträge: 226 Wohnort: 86899 Landsberg
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Verfasst am: 30.Apr 2007 9:23 Titel: Sanierung |
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Hallo,
ich kann Herrn Wandt hier nur beipflichten. Er schätzt die Situation vollkommen richtig ein. Ein Gesamtverzicht der Bank werden Sie nicht erreichen. Wieso sollte die Bank jetzt freiwillig auf alles verzichten. Bei allen anderen Optionen besteht für die Bank die Möglichkeit zumindest etwas oder sogar mehr zu erhalten.
Eine Möglichkeit der Gegenfinanzierung wäre ein Praxisverkauf. Sie müßten dann die nächsten zeit zumindest im Angestelltenverhältnis Ihrem Beruf nachgehen, das dürfte aber wirtschaftlich immer noch die bessere Lösung sein, als auf Hartz IV-Niveau die nächsten sechs Jahre zu fristen.
Vielleicht läßt sich dann, aus der Ruhe heraus, in ein paar Jahren eine neue Praxis aufbauen.
Die Verhandlungen mit Bank, da haben Sie sicherlich Recht, sollten Sie persönlich nicht führen.
Abschließend möchte ich noch mein Bedauern ausdrücken, daß Sie in der vergangenheit offenbar an ein paar schwarze Schafe unserer Zunft geraten sind. Auch kann ich anbieten, ähnlich wie der Kollege Wandt, mir die Unterlagen mal anzuschauen. Vielleicht ergibt sich hier auch ein möglicherweise alternativer Lösungsansatz, aber vielleicht auch die Möglichkeit, die schwarzen Schafe eventuell haftungsrechtlich dranzubekommen.
Grüße aus Landsberg
Thomas Planer _________________ Thomas Planer // Planer und Kollegen GmbH
86899 Landsberg/Lech
Tel 08191/3201100
Fax 08191/2007
www.planerundkollegen.de
t.planer@planerundkollegen.de |
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ThoFa Insider
Anmeldungsdatum: 15.04.2003 Beiträge: 647 Wohnort: Rheinland
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Verfasst am: 30.Apr 2007 14:35 Titel: |
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Hallo,
na da muss sich natürlich die "Pro-Insolvenz-Fraktion" auch mal melden.
Zunächst mal gilt, dass der Gang in die Öffentlichkeit Ihnen vielleicht Ihre "Rachegelüste" befriedigt, aber Ihnen nicht wirklich weiterhilft. So schwer es einem fällt, man muss die ganze Sache emotionslos angehen.
Wie ist denn der Stand der Dinge ? Sind die Kredite gekündigt ? Dient Ihre Praxiseinrichtung bei einem Kredit als Sicherheit ? Wie alt sind Sie ? Aus welchem Bundesland kommen Sie ?
Sind Sie Allgemeinmedizinier ?
Eines ist aber ganz sicher, auch bei einer Insolvenz müssen Sie zukünftig nicht am Existenzminmum leben, sofern Sie diese richtig einleiten.
MfG
ThoFa |
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