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Handel mit Emissionsrechten (Kyoto Protokoll)

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jochen1
Newbie


Anmeldungsdatum: 22.10.2002
Beiträge: 2
Wohnort: hamburg

BeitragVerfasst am: 16.Dez 2004 15:15    Titel: Handel mit Emissionsrechten (Kyoto Protokoll) Antworten mit Zitat

Guten Tag.
Wir, ein Unternehmen mit Sitz in Hamburg, sind bereits seit über 10 Jahren erfolgreich im Bereich Business Consulting tätig.
Einer unserer Mandanten beteiligt sich weltweit an Deponiegasprojekten und steuert sowohl die Technologie als auch die Anlagentechnik für diese Projekte bei. Ziel ist es, die im Rahmen des Kyoto Protokolls enstehenden Emissionrechte zu vermarkten und/oder durch Verstromung der Deponiegase weitere Erträge zu erzielen. (siehe heute-journal 11.12.04)

Für viele Deponien in Osteuropa (EG) liegen bereits Verwertungsrechte vor. Um die anstehenden Projekte zeitnah zu realisieren, benötigt unser Mandant zusätzliches Kapital.

Falls Sie entweder selbst Interesse an einer rendite- und zukunftsorientierten Kapitalanlage haben, oder Kunden dafür interessieren möchten, freuen wir uns über Ihre Nachricht unter [E-Mail anzeigen]
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easycredit von der TeamBank
Schelm2004
Specialist


Anmeldungsdatum: 09.12.2004
Beiträge: 74

BeitragVerfasst am: 16.Dez 2004 23:00    Titel: Antworten mit Zitat

USER Jochen1 schrieb:

Wir, ein Unternehmen mit Sitz in Hamburg, sind bereits seit über 10 Jahren erfolgreich im Bereich Business Consulting tätig.

Und da lässt sich über herkömmliche Wege für diesen GLOBAL PLAYER als Kunden nichts bewegen ? Kann ich ja gar nicht glauben, wenn mir allein die Pages der Mittelstandsbank aktuell geläufig sind. Da fällt mir jedenfalls eine Menge ein. Hausbanken sollte dazu ebenso wie einschlägigen Beteiligungsgesellschaften (öffentlich + privat) auch viel einfallen. Und wenn ich nach Osteuropa schaue, sollten die dortigen Banken (einige Kontakte kann ich auf Wunsch gern herstellen - insb. Polen + CZ) diesbezüglich auch nicht auf den Kopf gefallen sein....

Wenn nicht, ja wenn nicht der Kunde mit den großen Wünschen einfach wirtschaftlich schwach auf der Brust ist ?!

Was ich meine: Warum wird ein solch wirklich interessantes und zukunftsträchtiges Projekt (global gedacht und nicht detailliert verprobt meinerseits) hier angefragt ? Das will mir wahrlich nicht in den Kopf, es sei denn da trifft man schnell auf einen Haken.

@Jochen1
Wo ist er denn, der Haken ?


Schelm2004
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Roderich Hopp
* Ehrenmitglied *


Anmeldungsdatum: 17.05.2004
Beiträge: 947
Wohnort: Dorum-Mulsum

BeitragVerfasst am: 17.Dez 2004 15:00    Titel: Antworten mit Zitat

Da ich gerade für meinen Nachbarn, einem fortschrittliche denkenden Landwirt der an seinem Standort eine Biogasanlage bauen möchte, ein weitergehendes Konzept entwickle, das u.a. alle technischen und auch alle Fördermöglichkeiten einbezieht, ist mir die Problematik des Kunden von User Jochen 1 bekannt.
Alle Firmen die Anlagen für den genannten Bereich bauen und entsprechende
Technologien entwickeln ,haben durch die bekannte geringe Eigenkapitalquote deutscher Mittelstandsfirmen und die immensen Kosten dieser Technologie das Problem der Kapitalbeschaffung, insbesondere für Vorhaben die außerhalb des Standortes Deutschland geplant sind. Ich kenne derzeit kein osteuropäisches Land, das gesetzlich garantierte Einspeisepreise für Energie /Strom aus solchen Anlagen garantiert und damit die Risiken begrenzt ,wie es für derartige Vorhaben in Deutschland möglich ist. Z.B. bei Wirtschaftlichkeitsberechnung, Worst- Case u.a. Kriterien.
Die Vermarktung der Emmisionsrechte nach dem Kyoto- Protokoll ist ohnehin ein Thema für das auch die meisten hiesigen Banken noch keine Abwicklungsmodelle entwickelt haben. So wie ich gelesen und verstanden habe steht dies doch an erster Stelle = Ziel in den Planungen des Kunden von User Jochen 1, der mir auch bekannt sein dürfte, da es in Deutschland nur wenige Unternehmen gibt, die diese Technologie erfolgreich vermarkten und über das entsprechende Know-How verfügen.
Dafür gibt es weder von der KfW- oder der Mittelstandsbank keinerlei Förderprogramme, zumindest nicht bis Stand 16.12.2004. Die Mittelstandsbank fördert derzeit auch keine Programme außerhalb des Gesetzesbereich einheimischer Firmen derart, wie der Kunde von User Jochen 1 es vorhat.
Und mit Verlaub, ich halte auch derzeit eine Bank in Polen, Tschechien oder in einem anderen osteuropäischen Land bei dieser Thematik für 1. überfordert und 2. bei den hohen Kreditzinsen , von irgendwelchen Sicherheiten und dem Prozedere mal abgesehen, auch für unwirtschaftlich.
Eine Förderung durch die EU scheitert derzeit auch an den dafür festgelegten Kriterien wie regionaler Bedarfsermittlung, Mitwirkung der dortigen Kommunen und Administrationen bei u.a. Machbarkeitstudien etc., da für viele Regionen dort noch nicht einmal Urbanisierungs-studien nach EU-Standard für derartige Vorhaben vorliegen.
In diesem Zusammenhang stellt sich für mich persönlich die Frage inwieweit die neuen EU-Mitgliedsstaaten die Beitrittskriterien so schnell erfüllt haben?, wer das geprüft hat ? , und ob wir da nicht dann irgendwann ,wie z. B. im Fall Griechenland, und wie jetzt vermutet auch Italien, dahingehend abgespeist werden, dass die Zahlen dafür gefälscht worden sind.
Warum unterstellt User Schelm dem Kunden von User Jochen so mir nichts dir nichts, als Global Player aufzutreten, nur weil dieser weitsichtige Absichten im Rahmen seines Know Hows verfolgt ? Für mich sind globale Spieler Unternehmen wie z.B. Daimler- Chrysler, deren Vorstände das Vermögen ihrer Aktionäre zur Erfüllung eigener selbstsüchtiger Ziele bedenkenlos aufs Spiel setzen und deren Träume durch die Realität der globalen Wirtschaft platzen wie Seifenblasen.
Oder die Frage ob der Kunde deshalb,weil er Wünsche, ich sage dazu einfach mal Ideen, Pläne Visionen hat die das Unternehmen langfristig sichern können, wirtschaftlich schwachbrüstig sein könnte und dies dann mit .... könnte ein Haken dabei sein ...noch unterstreicht ?
Jeder hat das Recht, hier im Forum etwas vorzustellen und ich denke dass es hier genug Menschen gibt, die derartige Angebote kritisch prüfen werden wenn Fakten vorlegen.
Die Anfrage hier im Forum spricht doch für das Vertrauen, das User Jochen 1 dem Forum und den Menschen hier entgegen bringt, verbunden mit der Hoffnung, hier einen oder mehrere Problemlöser zu finden, die ihm ggf. weiterhelfen können.
Der Handel mit Emmissionsrechten ,eigentlich ein ungewolltes Nebenprodukt des Kyoto-Abkommens wird sicher auch dem einen oder anderen Finanzberater hier eine zukünftige Einnahmequelle verschaffen, wenn er sich voll mit der Materie und den Möglichkeiten vertraut gemacht hat. Da dies nicht unbedingt zur Verbesserung der
globalen Umwelt beitragen wird und dabei die armen Länder wieder mal auf der Strecke bleiben werden, habe ich aus persönlichen Gründen nicht vor mich daran zu beteiligen, aber dies ist meine ureigenste Meinung—und jeder kann, Gott sei Dank denken und tun was im beliebt und was er für sich persönlich richtig hält.

Non potest athleat magnos spiritus ad certamen adferre, qui numquam sugglilatus est .

Ein Athlet der nie grün und blau geschlagen worden ist wird keinen großen Kampfgeist zum Wettkampf mitbringen.

Mit freundlichen Grüßen

Roderich Hopp
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Schelm2004
Specialist


Anmeldungsdatum: 09.12.2004
Beiträge: 74

BeitragVerfasst am: 17.Dez 2004 16:32    Titel: Antworten mit Zitat

@Roderich Hopp

1. Ein GLOBAL PLAYER ist nach meiner Definition ein Unternehmen, welches international seine Geschäftstätigkeit lebt - und das hat ja wohl der Kunden von User Jochen1 vor. Die Übersetzung ins Deutsche gibt das ja wohl auch her, oder ?

2. "Hut ab" vor den detaillierten Darstellungen der Chancen und Risiken - wenn dem jedoch so ist, dann stellt sich für mich die Frage, ob das Risiko ob all der Unklarheiten für einen Investor interessant ist, denn:

"Geld vermehren durch Verzinsung des Kapitaleinsatzes" ist sowohl das Ziel der Banken als auch von Investoren.

Ich selbst habe die Anfrage ohne detailliertes Fachwissen einfach global für mich bewertet und meine Äußerungen kund getan. Mehr nicht ! Das hat mit einer Bewertung des Vorhabens selbst nichts zu tun, was ich mit innovativ und zukunftsträchtig global nach wie vor bewerte.

ABER: Ich persönlich halte mich da lieber an Projekte, "die ich anfassen" kann, wo ich generierte Produkte sehe und LKW's vom Hof rollen sehe. Das ist mindestens genauso zukunftsträchtig, aber kaum einen interessiert es - dadurch wird aber unsere Volkswirtschaft getragen und nicht von den vielen innovativen Gedankengängen.

Ich jedenfalls stehe tief in der betrieblichen Praxis und frage mich noch immer, warum ein solches Projekt nicht anders aufgestellt werden kann.

@Jochen1
In einem anderen thread hier im Forum von dem meinerseits geschätzten User Peter Wilhelm zum Thema "Mezzanine Finanzierung" ist eine Alternative dargestellt, die vielleicht fürs Unternehmen einen Alternative ist. Kunden für solche Anlagen dürfte es gerade bei diesem Projekt mit vernünftigen Stückelungen sicherlich geben. Vielleicht unterhält man sich mal unverbindlich mit dem dort auch genannten Anwalt.
NUR UM VORZUBEUGEN: AUCH DORT HABE ICH KRITISCHE ANMERKUNGEN GEPOSTET UND HABE MIT DEN INITIATOREN NICHTS ZU TUN - das ist nur ein Idee !!!!!!

So, jetzt habe ich nicht nur kritisiert, sondern auch eine Alternative aufgezeigt.


In dem Sinne ein konstruktives Wochenende


Schelm2004
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P.Wilhelm
* Consulter *


Anmeldungsdatum: 23.08.2003
Beiträge: 2277
Wohnort: 58730 Fröndenberg

BeitragVerfasst am: 18.Dez 2004 10:44    Titel: ... Antworten mit Zitat

Schelm2004 hat folgendes geschrieben::

[.....]

ABER: Ich persönlich halte mich da lieber an Projekte, "die ich anfassen" kann, wo ich generierte Produkte sehe und LKW's vom Hof rollen sehe. Das ist mindestens genauso zukunftsträchtig, aber kaum einen interessiert es - dadurch wird aber unsere Volkswirtschaft getragen und nicht von den vielen innovativen Gedankengängen.

Ich jedenfalls stehe tief in der betrieblichen Praxis und frage mich noch immer, warum ein solches Projekt nicht anders aufgestellt werden kann.


[.....]

In dem Sinne ein konstruktives Wochenende

Schelm2004

moin Schelm2004...

Nun, ich bin da im Grundsatz auch Ihrer Meinung. Stichworte wie Wertschöpfung usw. brauchen an dieser Stelle sicher nicht näher erläutert werden.

Jedoch sollen durchaus auch andere Vorhaben ihre berechtigten Chancen haben. Herr Hopp hatte dazu bereits auch an anderer Stelle der Foren einen äußerst informativen Beitrag (Kaviar) eingestellt.

Grundsätzlich sollte gelten: Entsprechendes Fachwissen für richtige - einem liegende - Projekte. Felder, auf denen man sich - beratungsmäßig - tummeln kann, sind dabei immer noch riesengroß.

Nicht umsonst spreche zumindest ich in diesem Zusammenhang immer von KMU des produzierenden oder verarbeitenden Gewerbes...

Vielleicht klingt es platt... aber das Feld ist weit, es gibt viel dort zu tun - also packen wir es an... Wie so oft fehlt lediglich der richtige Tritt in den Hintern

Freundliche Grüße

Peter Wilhelm
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Heinrich Dreier
** Consulter **


Anmeldungsdatum: 28.09.2003
Beiträge: 2921

BeitragVerfasst am: 18.Dez 2004 11:49    Titel: Re: ... Antworten mit Zitat

Peter Wilhelm hat folgendes geschrieben::

Vielleicht klingt es platt... aber das Feld ist weit, es gibt viel dort zu tun - also packen wir es an... Wie so oft fehlt lediglich der richtige Tritt in den Hintern



@
Lieber Peter
Es klingt ganz sicher nicht platt, was Du geschrieben hast, denn manchmal muß der Mensch etwas ruhen und verschnaufen,aber auch so einiges überdenken, um dann mit einem Tritt in den Hintern wieder ans laufen gebracht zu werden.
Es gibt noch viel zu tun, lasst uns abhauen.
Grüße
Heinrich
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Roderich Hopp
* Ehrenmitglied *


Anmeldungsdatum: 17.05.2004
Beiträge: 947
Wohnort: Dorum-Mulsum

BeitragVerfasst am: 18.Dez 2004 20:04    Titel: Antworten mit Zitat

Werter User Schelm 2004
Mir ist die Definition Global Player geläufig. Nur ich persönlich habe was gegen Spieler und finde dieses Wort unschön weil es, wie in meinem Beispiel angeführt ab einer gewissen Administrations- und Machtebene eben dazu verführt, auf dem Rücken anderer Menschen um des vermeintlichen Erfolges zu spielen. Dabei werden allzu leicht die Interessen der in diesem Spiel einbezogenen Menschen um des Erfolges willen bewusst missachtet. Geht das Spiel schief, dann werden die Betroffenen bestenfalls abgefunden, ansonsten aber ihrem Schicksal überlassen. Jeder Heerführer der seine Armeen so verheizt hätte wie die Wirtschaftslenker heutzutage die ihnen anvertrauten Menschen verheizen, wäre abgesetzt oder beseitigt worden. Da das Letztere unblutig geschieht entsteht Heulen und Zähneknirschen erst dann wenn wieder mal ein paar Tausend Arbeitsplätze in den Sand gesetzt worden sind.
Geld vermehren um jeden Preis das ist das wirkliche globale Problem, weil wir es auf dem Rücken derer austragen die sich nicht wehren können. Reichen 6 Mio Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger in einem der reichsten Industrieländer wie Deutschland immer noch nicht ? Hat nicht mal ein weiser Indianer vor 130 Jahren sinngemäß so oder ähnlich gesagt.—Wenn alle Bäume tot sind, alle Fische im Wasser und alle Büffel in der Prärie verschwunden sind... dann werdet ihr genug Geld haben. Aber könnt ihr das Geld essen..? Haben wir etwas daraus gelernt ? Wohl die wenigsten.
Ich halte gerade solche zukunftsweisenden Projekte wie das Vorhaben dieses Unternehmens für etwas zum Anfassen, für zum Leben erwachende Visionen. Denn gerade die Energiegewinnung mit nachwachsenden Ressourcen, bzw. mit steuerbaren Prozessen die die Ökobilanz unseres Planeten nicht zusätzlich belasten, gerade diese werden es sein die LKws noch rollen lassen, und uns ermöglichen weiterhin von A nach B zu gelangen.
Auch dann noch, wenn die Ölscheichs wieder auf ihren Kamelen durch die Wüste reiten und mit Wehmut an ihr goldenes bzw. schwarzes Zeitalter zurückdenken.
Wir nähern uns mit schnellem Schritten dem Ziel, Energie in jedweder Form in einen geschlossenen Kreislauf einzubinden, sie für unsere Zwecke so zu nutzen, dass die Natur keinen weiteren Schaden nimmt und wir im Einklang mit unserem Aufenthaltsort Erde leben.
Viele tragen hierzu mit ihren Gedanken und Visionen bei, auch hier im Forum. Selbst wenn sie jetzt noch als Spinner bezeichnet werden und ihre Phantasien ,sprich Visionen als Hirngespinste von all denen belächelt werden die oberflächlich ihre Lebenskreise ziehen.
Alle großen Erfinder waren Visionäre und haben unbeirrbar und oft unter Einsatz ihres Vermögens und ihrer Gesundheit ihr Ziel beharrlich bis zum Abschluss verfolgt. Den wenigsten ging es dabei ums Geld oder um den Ruhm. Sie wollten einfach etwas bewegen, den Fortschritt vorantreiben und ihre Vision verwirklichen.
Vor ca. 15 Jahren versuchte man den deutschen Bauern Warmwasserkreislaufanlagen in ihre halb leeren Kuh- und Schweineställe zu verkaufen ,in denen sie z.B. Aale produzieren
sollten, um so ihr schon sich damals abzeichnendes Einkommensdefizit auszugleichen. Wurde sogar von staatlicher Stelle zeitweise gefördert. Nur das Problem war, dass die dafür aufzubringenden Energiekosten (Strom den der Bauer damals teuer kaufen musste ) in keinem Aufwand zu den Erlösen stand, zumal da noch andere Kriterien eine Rolle spielten, die dem Bauer nicht so geläufig waren wie das Mästen von Vieh und Geflügel oder der Anbau von Getreide. Zu dem musste er auch noch einen Teil seines sauer verdienten Geldes dafür ausgeben, um sein Bauernhaus zu heizen, da dieses ja in den meisten Fällen abseits von den Ställen stand und die Stallwärme (Energie ) nicht mehr so wie früher mit zum Erwärmen der Wohnung diente.
Heute kann, vereinfacht ausgedrückt, dank weiterentwickelter Technologie jeder Furz eines Rindviehs oder eines Schweines (Methangas ) , jeder Liter Gülle und die Stallwärme als Energieträger genutzt werden, um in entsprechenden Kreisläufen für uns alle nutzbare Energie wie Strom und Wärme zu erzeugen. Dazu kommt noch der Anbau energieerzeugender Pflanzen zur Herstellung von z.B. Biodiesel oder Dieselkraftstoff aus Holz. Dies nimmt auch noch den Druck von den Böden, da sich diese durch den Anbau bodenschonender „Energieträger „ vom vielen Kunstdünger regenieren können. Wirkungsvollster Nebeneffekt ist u.a. der, das unser Trinkwasser erheblich besser wird. In Anbetracht der hungernden Menschen auf unserem Planeten mag es uns doch, wenn bekannt , wie Horror erscheinen, dass ein Bauer derzeit bei den Preisen besser tut, sein Getreide zu verbrennen um daraus Energie zu erzeugen, weil dann die „Wertschöpfung „ für ihn besser ist, wie es auf dem Markt zu regulierten Mindestabnahmepreisen zu verkaufen, deren Erlöse ihm irgendwann die Existenz kosten sobald die Substanz aufgezehrt ist.
Da allein dieser Irsinn, der uns EU- Bürger jährlich ca 160 Mrd Euro kostet nicht von heute auf morgen aufhören wird, weil sich zu viele goldene Nasen damit verdienen, ist es doch bemerkenswert, dass es gerade bei uns ,mit dem fortschrittlichsten Know-how und der fortschrittlichsten Gesetzgebung Unternehmer und Betreiber (Bauern ) gibt, die ihre Möglichkeiten für die Zukunft ganz klar erkennen und auch entsprechend handeln.
Nur wird das leider von den Banken und gewerbsmäßigen Investoren noch nicht so gesehen, da derzeit ja mit anderen Finanzgeschäften die schnelle Mark, sorry der schnelle Euro gemacht wird. Entsprechend werden dann die Mutigen auch von ihren Hausbanken in punkto Fördermöglichkeiten beraten, nämlich so gut wie gar nicht.
Warum wundern wir uns den über die Arbeitslosen und den rigorosen Stellenabbau , wenn ein Autobauer wie VW mit seinen Finanzgeschäften mehr verdient wie mit dem Verkauf seiner Autos. Dies gilt auch für andere Global- Player aus unserem schönen, - geiz ist geil verseuchten, schnell weg guck.. Jammer Jammer.. -Deutschland..
Einen schönen und erholsamen 4. Advent
Roderich Hopp
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P.Wilhelm
* Consulter *


Anmeldungsdatum: 23.08.2003
Beiträge: 2277
Wohnort: 58730 Fröndenberg

BeitragVerfasst am: 18.Dez 2004 20:34    Titel: und wieder ein prägnanter Beitrag von Herrn Hopp... Antworten mit Zitat

Roderich Hopp hat folgendes geschrieben::
Werter User Schelm 2004...

[.....]

Vorab sei die Anmerkung erlaubt:

Sooo stelle ich mir die Foren vor! So kommen wir weiter! Nur so erfolgt auch eine entsprechende Reputation nach außen hin...!

Zitat:
Nur wird das leider von den Banken und gewerbsmäßigen Investoren noch nicht so gesehen, da derzeit ja mit anderen Finanzgeschäften die schnelle Mark, sorry der schnelle Euro gemacht wird. Entsprechend werden dann die Mutigen auch von ihren Hausbanken in punkto Fördermöglichkeiten beraten, nämlich so gut wie gar nicht.
Warum wundern wir uns den über die Arbeitslosen und den rigorosen Stellenabbau , wenn ein Autobauer wie VW mit seinen Finanzgeschäften mehr verdient wie mit dem Verkauf seiner Autos. Dies gilt auch für andere Global- Player aus unserem schönen, - geiz ist geil verseuchten, schnell weg guck.. Jammer Jammer.. -Deutschland..
Einen schönen und erholsamen 4. Advent
Roderich Hopp

Hallo Herr Hopp...

das war, wie Sie selbstverständlich wissen, nicht immer so! Das es dazu kam, bedurfte es jahrzehntelanger Vorarbeit im Kerngeschäft. Hier sind die Grundlagen dazu gelegt worden. Und auch weiterhin wird die Wertschöpfung sich nur in solchen - produzierenden und verarbeitenden - Bereichen manifestieren. Die Abschöpfung dagegen wird sich innerhalb der Finanzmärkte abspielen...

Nur, wo nichts erarbeitet wurde, kann auch nichts abgeschöpft werden. Beispiele dazu (speziell vom sogenannten neuen Markt) gibt es mehr als genug. Soll heißen, nach Kursabwärtsbewegungen waren Unternehmen nichts mehr wert...! Luftblasen...!!!

Freundliche Grüße

Peter Wilhelm
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Schelm2004
Specialist


Anmeldungsdatum: 09.12.2004
Beiträge: 74

BeitragVerfasst am: 19.Dez 2004 13:39    Titel: Antworten mit Zitat

@Herr Hopp
Abermals meine Hochachtung vor Ihrem detailliertem Wissen gerade in diesen nicht vielen Menschen wissensmäßig geöffneten Märkten und Branchen. Im Übrigen habe ich auch mit Begeisterung Ihre Ausführungen zum Thema KAVIAR CREATOR gelesen.

Auch wenn Sie es nicht glauben wollen, mindestens 90% Ihrer wieder einmal fachlich fundierten Ausführungen unterschreibe ich mit. Mir lag es auch fern, ein durchaus innovatives Vorhaben abzuqualifizieren, weil mir das schon wissenseitig nicht zusteht, ABER:

Grunsätzlich habe ich die Schnauze voll von innovativen und technologieorientierten Seedphasen-Gelabere. Selbst die Beteiligungsgesellschaft unserer regionalen Sparkasse mitten auf dem Land präferiert solche Modelle. Bei uns schlagen die Visionäre dann wieder auf, nachdem die Banken die Seedphasen zwar begleitet, dann aber ausgestiegen sind. Mit im Boot i.d.R. das Landesförderinstitut etc. - es wurde Geld versenkt ohne Ende und eine wirklich Arbeitsmarktrelevanz ist nicht gegeben gewesen. Wo diese Drama endet - na raten Sie mal: Beim zuständigen Amtsgericht. Am Ende ist wieder einmal nichts mehr übrig !

Zur Unterlegung eine interessante Zahl aus dem Sachsenland, die das Statistische Landesamt auf Anfrage gefaxt hat:

98 % aller gemeldeten Unternehmen haben zwischen 1 und 50 Mitarbeiter, davon wiederum 80% nur 1 - 9 Mitarbeiter. Mit welchen Tätigkeiten beschäftigen sich wohl diese Unternehmen ? Die Frage kann sich entweder jeder selbst beantworten oder ich faxe auf Anfrage gern die ausführliche Statisktik.

Was will ich damit sagen:
Für MICH zählt halt primär die volkswirtschaftliche Relevanz der Unternehmen in Ihrer Auswirkung auf das BSP. Und hier behaupte ich, dass veränderte Förderprioritäten und auch das Umdenken zahlreicher Beteiligungsgesellschaften auf klassische KMU nach Wilhelm'scher Definition auch wieder ein Wirtschaftswachstum in merklicher Höhe generieren würde. Die viel gerühmten technologieorientierten und innovativen Branchen tragen nur marginal dazu bei, geniessen aber eine Beachtung, die es in dieser Intensität volkswirtschaftlich nicht wert ist. In dieser Hinsicht muss man wahrlich kein Kommunist sein, es aber rein volkswirtschaftlich mit den Lehren von Marx halten, dann würden viele in diesem Land erkenne, woran es wirklich krankt !

Dennoch:
Ich freue mich über jede Inovation und Geschäftsidee und manchmal darf ich auch so etwas für Kunden mit begleiten. Aber immer schön auf dem Teppich bleiben !

Wer sich einerseits als BUSINESS CONSULTANT mit 10 -jähriger Erfahrung bezeichnet und andererseits einen Kunden bei einer internationalen Expansion begleitet, von dem erwarte ich einfach, dass er solche Finanzakquisitionen beherrscht. Wenn nicht, dann sollte er sich vielleicht wieder Unternehmensberater nennen und ausschließlich mit Hausbanken korrespondieren.

So ist das nun mal, denn das Credo des meinerseits geschätzten User P.Wilhelm lautet: "Schuster bleib bei Deinen Leisten". Und dem schließe ich mich vollumfänglich an.

Mein grundsätzliches Bauchgefühl in der Sache besteht jedoch noch immer - zu viele Ungereimtheiten ! Der Handel mit diesen immateriellen WG ist wahrscheinlich etwas für Konzerne und Großunternehmen -dem Mittelstand wird diese Spielwiese ebenso wie zahlreiche Instrumente des Kapitalmarktes einfach nicht zugänglich werden - zumindest werden das die entsprechenden Lobbyisten zu verhindern wissen.

Oder war jetzt bei der CHINA-Reise unseres Kanzlers mal ein Mittelständler mit 100 Beschäftigten dabei ?

Insofern auch an jedes Unternehmen gerichtet : Der Schuster mit seinen Leisten und die geschäumten Träume sind allgegenwärtig. Konzentrieren Sie sich auf die wirklichen Märkte und holen Sie sich dort Unterstützung, wo Sie selbst nicht mehr weiter kommen.


Einen schönen Sonntag wünscht


Schelm2004
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Roderich Hopp
* Ehrenmitglied *


Anmeldungsdatum: 17.05.2004
Beiträge: 947
Wohnort: Dorum-Mulsum

BeitragVerfasst am: 19.Dez 2004 18:25    Titel: Antworten mit Zitat

Werter User Wilhelm !
Dem was sie dazu geantwortet haben ,stimme ich voll zu und ich fange an, dieses Forum zu lieben. Denn die Erkenntnis, dass sich hier nicht nur Time- Bandits auf diesem Forum befinden lässt mich zumindest hoffnungsvoll in die Zukunft blicken. Ganz zu Anfang schrieb ich mal sinngemäß, das es schön wäre aus der hier vorhandenen Essenz ein Elixier zu mixen um den vielen Vernebelten damit die Augen zu öffnen und zu helfen. Was natürlich einen noch zu definierenden Preis hätte , aber mit Sicherheit für Viele effektiver wäre als die Jagd nach nebulösen Angeboten. Hätte auch den Vorteil, das man sich beim Brauen dieses Elixiers gegenseitig in die Augen schauen kann. Ein Ort oder eine Gelegenheit dies zu tun wird sich sicher im neuen Jahr 2005 finden. ***

Ich kannte mal einen Schelm aus Sachsen
gerade gebaut und gut gewachsen,
sybillinisch und mit herzlichen Scherzen
biss er doch auch manchmal in die Haxen.... ****.


Werter User Schelm 2004
Würde jetzt lieber sagen—Genug der edlen Worte, zu Taten lasst uns schreiten ..
Berater kommt von beraten, dass wissen Sie, und ich persönlich halte es für meine Pflicht gegenüber jedem, auch wenn nicht Kunde, so zu beraten, dass ich mir persönlich sagen kann, ich habe mein Bestes gegeben. Deshalb werde ich mich, und werde dies auch weiter so handhaben, nur auf dem Terrain bewegen auf dem ich mich auskenne, bzw. wo ich mir das Wissen im Laufe eines Lebens angeeignet habe.
Als Berater muss man auch den Mut haben, abzuraten, wenn man dann irgendwann feststellen muss, das man in der Sache als solches nicht übereinstimmt. Hat mich manchmal auch Geld gekostet, da dann Aufträge von mir aus gekündigt wurden, wenn ein Erfolg nicht absehbar oder wenn es sich um Luftschlösser handelte, die der Kunde nicht als solche wahrhaben wollte.
In Ihrem Fall wäre ich, wenn Sie mein Kunde wären, mit mir nicht zufrieden, da ich die hundertprozentige Übereinstimmung nicht erreicht habe *** Aber wir tauschen hier ja auch nur frei unsere Meinungen aus. Ich stimme Ihnen ja auch in dem aus ihrer Sichtweise Gesagten zu. Wenn der User Jochen 1 daraus die für sich richtigen Schlüsse zieht, haben doch alle an diesem Thema Beteiligten schon etwas bewirkt. Das sollte dann die Mühe wert gewesen und es wäre ein schöner, wenn auch nicht materieller Lohn.
Geld wird heute schnell versenkt weil der Mensch verlernt hat, in allem Geduld zu üben und ohne Vorbehalt jede Möglichkeit auszuloten und jedes Für und Wider abzuwägen. Unsere schnelllebige Zeit macht leider auch nicht vor den Banken und anderen Institutionen halt, weil man leider nur auf den vermeintlich schnellen Erfolg aus ist.
Ich werde mich bemühen, die Ihnen noch vorliegenden Ungereimtheiten in nächster zu klären und sie dann darüber informieren. In einem habe Sie sicher jetzt schon recht, Für den Mittelstand werden auch im sogenannten Emmissionshandel nach festgelegten Quoten, im Rahmen des Kyoto- Protokolls, nur die Brosamen übrigbleiben, zumindest was die finanziellen Transaktionen betrifft. Dies hier im Forum zu erklären würde den gesteckten Rahmen sprengen und 99 % der hier Anwesenden ohnehin nicht interessieren. Ich habe 1992 Rio erlebt, und den Rattenschwanz an Lobbyisten im Schlepptau unseres damaligen Kanzlers Dr. Helmut Kohl .In Kyoto wird es nicht anders gewesen sein. Dieses Abkommen und auch kommende hat sich schon im Vorfeld nach dem zur Verfügung stehenden Kuchen gerichtet bzw. wird sich danach richten.
Was man trotz rot- grüner Bedenken nicht abstreiten sollte, sind die vehement vorgetragenen Forderungen unseres derzeitigen Umweltministers die an die USA gerichtet sind. Wenn für das besagte Unternehmen der Emmissionshandel im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung bereits vorhandener Technologie der Primärfaktor wäre, wäre das Engagement zu begrüßen, da dann gerade für uns in Deutschland eine Technologie weiterentwickelt wird, die produktive Arbeitsplätze schaffen wird und wo wir langfristig eine marktbeherrschende Stelle einnehmen würden ( siehe auch Windräder zur Energiegewinnung ). Hierzu hoffen wir von User Jochen 1 bald etwas zu hören.
Da auch unsere Politiker global denken wird den Repräsentanten typischer Mittelstandsfirmen die Repräsentation bei derartigen Staatsbesuchen verwehrt.
Denn was soll so ein Unternehmen nach Ansicht der Politiker schon bewirken.
Dies sollte uns aber deutlich machen, dass trotz gegenteiliger Augenwischerei für die Politiker der Mittelstand schon längst abgeschrieben ist, da in deren Augen nur noch angebliche Größe etwas bewirken kann.
Daher nützt kein Jammern und kein Wehgeschrei, wir selbst müssen es in die Hand nehmen.
Ein Beispiel das es funktionieren kann haben ja 1989 unsere Landsleute in der damaligen DDR deutlich gezeigt und damit Geschichte geschrieben. Es sei denn, die Beweggründe wären andere gewesen als uns die Geschichte glauben machen will.

Einen schönen 4. Adventssonntag

Roderich Hopp
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Heinrich Dreier
** Consulter **


Anmeldungsdatum: 28.09.2003
Beiträge: 2921

BeitragVerfasst am: 19.Dez 2004 19:08    Titel: Antworten mit Zitat

Roderich Hopp hat folgendes geschrieben::

................. da dann gerade für uns in Deutschland eine Technologie weiterentwickelt wird, die produktive Arbeitsplätze schaffen wird und wo wir langfristig eine marktbeherrschende Stelle einnehmen würden ( siehe auch Windräder zur Energiegewinnung ). Hierzu hoffen wir von User Jochen 1 bald etwas zu hören.


@
Roderrich Hopp
Peter Wilhelm
Schelm
Das was ich von euch so lese, gefällt mir immer wieder, denn Ihr seid Leute, die die ihre Meinung klar auf den Punkt bringen.
Doch wenn Herr Roderich Hopp hier schreibt, das Windräder zur Energiegewinnung eine große Zukunft haben können, da schon eine marktbeherrschende Stellung eingenommen wird,so muß ich doch mal wiedersprechen.
Wenn man mal den Markt der Windräder genau betrachtet, was da so in den letzten 15 Jahren alles gelaufen ist, dann sind doch die Preise zur Erstellung von Windparks und Windenergieanlagen gewaltig in die Höhe geschnellt.
Auch haben viele Hersteller nicht dabei klar die Karten auf den Tisch gelegt, was die Folgekosten von Windkraftanlagen so ausmacht. Vor allem bei den Anlagen mit Getrieben, haben sich viele Betreiber etwas sehr verkalkuliert, denn die Standzeiten von manchen Getrieben waren und sind einfach zu kurz, und somit treten Reperatur und Ausfallkosten auf, die man nicht berechnet hatte.
Bei einer Firma in Aurich( dem Windräderpabst)hat man ein Konzept entwickelt, wo man ohne Getriebe auskommt, und da scheint es sich besser rechnen zu lassen.
Meine persöhnliche Meinung ist es, das die ganze Geschicht mit den Windrädern eigendlich eingestampft gehört, denn da ist ein Supventionsloch, und Bezuschussungsloch ohne Ende.

Grüße
Heinrich
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Schelm2004
Specialist


Anmeldungsdatum: 09.12.2004
Beiträge: 74

BeitragVerfasst am: 19.Dez 2004 19:30    Titel: Antworten mit Zitat

Na, das sind doch die Beiträge, mit denen man richtig Spaß hat am 4. Advent hat.

In dem Sinne einen beschaulichen Adventsabend - mal kurz raus aus dem Netz und um die Frau und Familie gekümmert.


Besinnliche Grüsse



Schelm2004
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Roderich Hopp
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Anmeldungsdatum: 17.05.2004
Beiträge: 947
Wohnort: Dorum-Mulsum

BeitragVerfasst am: 20.Dez 2004 13:20    Titel: Kyoto und drum herum ..... Antworten mit Zitat

Werter Herr Dreier !
Mein Einwand bezüglich der Windmühlen bezog sich auf den Vorsprung in der Technologie gegenüber anderen LändernW wie Sie ja bestätigen hat man die Fehler erkannt und reagiert mit entsprechenden Verbesserungen.
Ich wohne in einer Gegend wo es mehr Windparks gibt als Rinder auf der Weide und erlebe die Problematik tagtäglich vor Ort. In puncto Effizienz und Verschwendung von Subventionsgeldern gebe ich Ihnen unumwunden recht. Da werden mit Hilfe der Behörden Schildbürgerstreiche en masse produziert.
So hat man beim derzeit größten Windpark Deutschlands plötzlich feststellen müssen, das man aufgrund des falsch gewählten Standortes ( in der Nähe liegt der Flugplatz Nordholz ) aufgrund von Sicherheitsauflagen des Bundesluftfahrtamtes (Einflugschneisen ) diese Windräder nicht voll nutzen / auslasten und auch nicht mehr höher bauen kann.
Die Betreiberfirma hat dadurch für diesen Bereich erhebliche finanzielle Probleme. Mich wundert nur, dass dies den sogenannten Experten nicht schon vor der Vergabe und während des Genehmigungsverfahrens aufgefallen ist.
Dies gilt auch für die geplanten Off-Shore -Parks weit draußen in der Nordsee. Da werden Warnungen, dass sich durch Veränderungen der Windrichtungen (die Dinger werden bis zu 150 m hoch ) und der Meeresströmungen erhebliche Störungen des Ökosystems Wattenmeer, mit noch nicht annähernd abzuschätzenden Kosten für die Schifffahrt (Elbvertiefung ) in Anbetracht der immer größer werdenden Tankerkapazitäten abzeichnen. Geschweige denn von den unabsehbaren und noch nicht detailliert untersuchten Risiken für die Deiche entlang der Nordseeküste durch Veränderung der Meeresströmung.
Unsere föderalistische Denkweise und das daraus resultierende Subventionssystem innerhalb der Ministerien unterstützt die Verschwendung von Steuergeldern geradezu in vehementer Weise. Auch die Ministerien Landwirtschaft/Verbraucherschutz, Umwelt, Wirtschaft marschieren getrennt. Die einen fördern dies, die anderen fördern das und da jeder, für eine von der Problemlösung her betrachtet im Grunde genommen gemeinsamen Sache, = Aussschöpfung aller Möglichkeiten im Bereich erneuerbarer Energien und nachwachsender Rohstoffe zum Einsatz der Erzeugung dieser Energien, getrennte Wege geht, entstehen solche Auswüchse. Das diese Umstände dann, von der Presse aus dem Zusammenhang herausgerissen, beim HARTZ IV gebeutelten Bürger auf Unverständnis stoßen, ist mehr als verständlich und der Volkswirtschaft und dem Zweck als solches sicher nicht dienlich.
Wenn sich dahingehend in der Politik nichts ändert, gebe ich Ihnen recht, das i.d. Fall alle Subventionen eingestampft werden sollten.
Die Landwirte und Waldbauern als die Olscheichs von morgen, wären in der Lage, bei umweltschonendem Einsatz und regenerativer Bodennutzung in ca 20 Jahren nach dem jetzigen Stand der Technik ,20- 25 % Energie zu erzeugen, davon ca. 20 % für Treibstoffe motorgetriebener Fahrzeuge.
Dazu die Windenergie zur Stromerzeugung die etwa 10 –15 % des Stromverbrauchs sicherstellen kann. Weiter die Nutzung unseres einzigen und größten Bodenschatzes der Steinkohle ( reicht bei dieser Art von Nutzung für mindestens 400 Jahre )mit der weltweit führenden Bergbautechnologie und der Möglichkeit Treibstoff daraus zu erstellen = ca 30 % des Bedarfs.
Dadurch käme es zu einer weiteren erheblichen Minderung des Schadstoffausstoßes in die Atmosphäre was sich ja auch klimatisch bemerkbar machen würde. (Wobei hier natürlich global gesehen der Effekt größer wäre wenn sich alle Industriestaaten daran beteiligen würden, auch die USA und China als Luftverpester Nr.1. und 2., und demnächst dann Indien als Nr.3., womit wir jetzt wieder beim Kyotoprotokoll wären )
Da alle diese Technologien in unserem Land weiterentwickelt und genutzt werden bleiben die dadurch zusätzlich neu geschaffenen primären Arbeitsplätze von ca 150 000 p.a. ( auf 20 Jahre ca. 3 Mio ) im Lande und könnten auch nicht ausgelagert werden. Die reale Wertschöpfung daraus würde sich auch auf die Stärkung derzeit brachliegender oder rückläufiger Wirtschaftszweige auswirken und auch da zukünftig wieder vermehrt Arbeitsplätze schaffen, weil sich die Lebensqualität der Bürger ( da Kohle in der Tasche und kein HARTZ IV - Staatsalmosen ) langfristig verbessern würde.
Hartz IV dokumentiert für mich in schmerzlicher Weise das Versagen unserer Politik in den letzten 25 Jahren und das gilt für alle Parteien. Wer es nicht glaubt soll sich mal das Buch Global 2000 ( gabs bei 2001 Mitte der 70 er Jahre ) vom Club of Rome zu Gemüte führen.
Dort wurden exakt die Zustände prognostiziert wie wir sie heute erleben ( bis auf das Ende des Ostblocks, da haben sich die Herren um einige Jährchen verrechnet )
Die erschütternde Erkenntnis daraus, und die Ohnmacht gegen die vermeintliche Unabänderbarkeit der Systeme führte dann im schlimmsten Fall zu den Auswüchsen wie RAF, im günstigsten Fall zur totalen Verkiffung der Gehirnwindungen.
Die Mächtigen haben daraus gelernt: Brot und Spiele für den Pleb und soviel Kohle das es zum Überleben mit ein bischen Schwarzarbeit reicht. Ist der Kopf dank der Volksdroge Fernsehen und billig zu erwerbenden Alkohol vollgedröhnt und dank Aldi und Lidl u.a. auch der Bauch voll, geht keiner mehr auf die Straße.Und somit lassen sich politisches Versagen und administrative Fehler leicht vertuschen weil mittlerweilen fast jeder nur noch in seinem Suppentopf rührt und schaut das ihm persönlich genug bleibt.
Ein schlechtes Gewissen wird dann mit der alljährlichen aufflammenden Spendenfreudigkeit zur Weihnachtszeit beruhigt. Gänsekeulenkauend kann man dann zumindest unterm Weihnachtsbaum seinem Gewissen einreden, man hat ja was für die Ärmsten getan.
Mit freundlichen Grüßen.
Roderich Hopp
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jochen1
Newbie


Anmeldungsdatum: 22.10.2002
Beiträge: 2
Wohnort: hamburg

BeitragVerfasst am: 20.Dez 2004 15:18    Titel: Danke Antworten mit Zitat

Allen Forumsteilnehmern die sich die Mühe gemacht haben, auf mein Posting (Handel mit Emmissionsrechten Kyoto Protokoll) zu antworten, sei an dieser Stelle gedankt.
Die widersprüchlichen Argumente und Aussagen lassen die Konflikte erahnen, die wir mit unserem Mandanten auszufechten haben um seine Visonen und Planungen vertriebsreif zu machen und das entsprechende Kapital zu beschaffen.

Ich werde mich während der Feiertage intensiv mit den in Ihren Postings geschilderten Argumenten und Anregungen befassen und mich gegebenenfalls direkt mit Ihnen in Verbindung setzen.

Ihnen allen wünsche ich ein geruhsames Weihnachtsfest, einen guten Rutsch in 2005 und alles, was man sich für Geld nicht kaufen kann.
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